mal eine sehr, sehr umfangreiche Übersicht über die alte Regionalliga-Saison
Regionalliga Nord: Statistik-Story der Saison 2012/2013
Deutschlands „Torfabrik“ - Mehr als drei Treffer im Schnitt
Als Deutschlands „Torfabrik“ Nummer eins präsentierte sich die Regionalliga Nord in ihrer ersten Saison. In den 240 Partien, die nach den beiden eröffneten Insolvenzverfahren beim VfB Lübeck und beim FC Oberneuland in die Wertung kamen, fielen sage und schreibe 780 Tore. Durchschnittlich 3,25 Treffer pro Partie bedeuten den höchsten Torschnitt in den ersten vier Ligen Deutschlands. Zum Vergleich: Auf Rang zwei liegt die 1. Bundesliga mit einem Schnitt von 2,93 vor der Regionalliga Bayern (2,90). Die 3. Liga kommt dagegen nur auf 2,51 Treffern pro Spiel.
Die Entscheidung über die Meisterschaft fiel im Norden erst sehr spät. Trotz des Schocks, kurz vor dem Ende der Saison durch den Punktverlust nach der Insolvenz des FC Oberneuland plötzlich auf Rang zwei abgerutscht zu sein, gewann Holstein Kiel am vorletzten Spieltag das „Endspiel“ gegen den neuen Tabellenführer TSV Havelse 2:1 und sicherte sich mit 67 Punkten die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Dort setzten sich die „Störche“ mit zwei Siegen (2:0/2:1) gegen den Südwest-Meister Hessen Kassel durch und machten den Aufstieg in die 3. Liga perfekt.
Havelse (63 Punkte) beendete die Saison überraschend als Vizemeister, der VfL Wolfsburg II stellte wie schon in den vergangenen Jahren die beste U 23 der Liga (56 Zähler/Rang drei). Erfolgreichster Aufsteiger wurde der VfR Neumünster als Tabellensechster (38 Punkte). Die beste Rückrundenmannschaft stellte der VfL Wolfsburg II mit 39 Zählern und nur sechs Gegentoren. Der VfB Oldenburg kam in der zweiten Saisonhälfte dagegen nur zu zwei dreifachen Punkterfolgen und insgesamt 13 Zählern.
Kein sportlicher Absteiger - Lübeck und Oberneuland in die Oberliga
Nur die insolventen Klubs aus Lübeck und Oberneuland mussten den Gang in die Oberliga antreten. Den dritten Abstiegsplatz belegte der SV Wilhelmshaven. Nicht nur der Abzug von sieben vermeintlich eingefahrenen Punkten gegen den VfB und den FCO, sondern weitere sechs Minuszähler durch eine Disziplinarkommission der FIFA schienen letztendlich zu viel für die Jadestädter. Weil sich Kiel aber in der Aufstiegsrelegation durchsetzte und so einen Platz in der Regionalliga Nord räumte, blieb dem SVW der Abstieg erspart.
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