Zuschauer in der RL

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Man kann über Essen denken was man will, aber dieses Zugehörigkeitsgefühl, was manchmal an Religionen erinnert, und das von Generation zu Generation weitergereicht wird findet in Deutschland nur wenig Vergleiche. Am ehesten noch mit den alteingesessenen Schalkern.
    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      wart ihr schonmal in München ? - gehört rechtlich ja auch zu Deutschland
      wen meinste? 1860?? Ist doch n Äpfel mit Birnenvergleich - lass die Mal über Jahre (7-8 Jahre) in der Versenkung verschwinden und dann gucken wir mal, wieviele noch zur Gründwalder rennen..
      Seit wir zwei uns gefunden .... OHHHHHHHH RWE!!
    • Und man kann sagen, dass Essen umgeben ist von Profifußball.
      Trotz der Leute, die dorthin pilgern, hat RWE diese Fanbase.
      Das ist wohl in der Form einmalig.

      Ich denke aber auch, dass 60 es schafft die Leute weiterhin zu mobilisieren.
      Nur halt unter ganz anderen Umständen. RWE gurkt ja nun schon fast 10 Jahre in Liga 4, einmal sogar in Liga 5 rum.
      Wuppertaler SV
    • Sicherlich ist RWE ein Leuchtturm was die Zuschauerzahlen in den Regionalligen betrifft. Auch wenn man reichlich Bundesligisten in der Nachbarschaft hat, ist in Essen mit seinen knapp 600.000 Einwohnern natürlich ein ganz anderes Potential vorhanden, wie andernorts.

      Ganz anders sieht es bei uns im Norden aus. Neben den 5 U21/23-Teams der Profivereine sind mittlerweile 4 Dorfclubs in der Liga vertreten. Nach dem Aufstieg des SV Meppen sind mit dem VfB Lübeck und dem VfB Oldenburg gerade mal noch zwei Vereine im Rennen, die in der abgelaufenen Saison im Schnitt mit 1.400 bzw. 1.800 Fans den vierstelligen Bereich knacken konnten.

      Gestern nun durften beide gegeneinander den Saisonauftakt bestreiten. Und weil Sport1 dieses Match live übertragen wollte, war der Spielbeginn auf 18 Uhr festgelegt. Eigentlich erwartet man ja, dass wenigstens bei diesem Duell die Ränge ordentlich gefüllt sind. Aber Pustekuchen: gerade mal 2.200 Zuschauer wollten vor Ort dabei sein! Der Gästeblock war fast gänzlich verwaist. Aber das ist natürlich nicht verwunderlich. Oldenburg hat ja eine recht reisefreudige Anhängerschaft. Doch wer die A1 kennt weiss, dass man für die knapp 250 km Anreise ordentlich Geduld benötigt. Mehrere Großbaustellen im Raum Bremen und Hamburg machen die Anfahrt nicht vergnügungssteuerpflichtig. Hauptferienzeit und dann an einem Freitag - wer sich das ausgedacht hat, hat nicht alle Latten am Zaun. Wenn man da einen Fanbus organisieren will, war man mit einer Abfahrtszeit um 12 Uhr sicherlich gut beraten. Zum Vergleich: ich bin am Donnerstag von Hamburg nach Delmenhorst gefahren und habe für die 130 km fast 3 Stunden benötigt!

      Kleine Anmerkung am Rande: als gerade frischgebackener Oberliganeuling konnte unser SV ATLAS die bei 300 gedeckelten Dauerkarten an den Fan bringen. Hinzu kommen ca. 200 Dauerkarten für den Sponsorenpool. Über eine solche Zahl würde sich so mancher Regionalligist sicherlich freuen. Doch ist es einfach zu wenig, um in der Regionalliga auf Dauer bestehen zu können. Da braucht man schon Sponsoren, die mit wenigstens 500.000 € einsteigen. Und dann ist man immer noch nicht in der Lage mit den Proficlubs mithalten zu können.
    • BSG Chemie Leipzig

      Zuschauer
      2017/18 ? (Regionalliga) 20167/17 : 1842 (Oberliga)
      Dauerkarten
      2017/18 knapp 1000 (Regionalliga) 20167/17 : 350 (Oberliga)


      Heute zum Eröffnungsspiel gegen LOK ist der Kunze Sportplatz mit 5000 Leuten ausverkauft. ich denke, 2500 als Zuschauerschnitt sind für Chemie machbar
    • Mischka schrieb:

      Wäre der finanzielle Unterschied zwischen Oberliga und Regionalliga so groß bzw. zu groß für Delmenhorst?
      Als der Verein vor gut 6 Jahren neu in Angriff genommen wurde (Gründung dann ja im April 2012) war das Ziel ausgegeben, nach 5 Jahren von der Kreisklasse ausgehend in der Landesliga zu spielen. Dass der Verein derart ins Rollen kommt, konnte man weder planen noch dran denken. Es ist einfach sensationell gelaufen.

      Wir hatten am Donnerstag einen Fanclubabend, zu dem auch der Teammanager Und "Gründungsvater" :lol: (ist ja erst 32 Jahre alt) erschien. Natürlich ist auch nun erstrebenswert, noch einen weiteren Schritt zu gehen. Momentan liegt der Etat des Gesamtvereins bei ca. 300.000 €. In der Landesliga war das Budget der 1. Mannschaft im Mittelfeld der Liga angesiedelt. Jetzt in der Oberliga dürfte es ganz am Ende der Skala liegen. Der überwiegende Teil der Spieler sind Delmenhorster Jungs. Wenn man in der Regionalliga eine vernünftige Rolle spielen will und nicht nur kurzfristig mal dabei sein will, muss man den Jungs zumindest semiprofessionelle Bedingungen schaffen. Und da stößt man an Grenzen. Die Stadt ist nicht Willens und in der Lage, mit anzupacken. Man hat einfach kein Geld. Die winterlichen Trainingsbedingungen sind katastrophal. Das "Flutlicht" auf dem Trainingsplatz bietet gerade mal 11 Lux. Ist also selbst für Kreisklassenspiele nicht zugelassen (100 müssten es schon sein). Und wird von insgesamt 12 Mannschaften beansprucht. Der Zustand der Umkleidekabinen sowie deren Größe sind erbärmlich.
      Hinzu kommt, dass der Hauptplatz selbst auch von der Frauenmannschaft des TV Jahn genutzt wird. Und die sind gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Haben stets Priorität. Wenn die vor 30 oder 50 Zuschauern spielen, ist im gesamten Stadionkomplex nichts mehr machbar. Selbst Kreisklassen- oder Jugendfußball nicht. Weil ja alle Kabinen belegt sind.

      Auch Bandenwerbung ist nur mit größtem Aufwand machbar. Weil es mobil betrieben werden muss. Wenn man es stationär betreibt, kassieren Stadt und Deutsche Städtereklame jeweils ein Drittel der Kohle. Neben den Fixkosten für die Benutzung des Hauptplatzes in Höhe von 100 € hält die Stadt weiter die Hand auf: jede Bier- und Wurstbude kostet richtig Geld. Je höher die Zuschauerzahl ist, desto teurer wird es. Und auch bei den Eintrittsgeldern schlägt die Stadt prozentual richtig zu.

      Die große Tugend des Vereins ist der Zusammenhalt: Mannschaft, Vereinsführung und Fans sind eine tolle Gemeinschaft. Man kennt sich. Die Jungs spielen lieber im heimischen Stadion vor diesen grandiosen Fans, als für gutes Geld woanders. Schon in der Kreisliga hatten wir ja Zuschauerzahlen, von denen viele Regionalligisten heutzutage träumen. Wenngleich wir natürlich von RWE, Kickers Offenbach etc. weit entfernt sind. Aber wenn man dann Spieler hinzuholen würde, die nur vom Fußball leben wollen, könnte einiges von diesen Tugenden verloren gehen. Was auch eine Gefahr sein kann. Dann steht auch der "Geist" der Mannschaft auf dem Spiel.

      Die einst in der Stadt vorhandene Industrie ist weitgehend verschwunden. Der Strukturwandel ist bislang nicht gelungen. Im Verein wird (außer dem Trainerstab) alles ehrenamtlich gemacht. Teamchef Basti arbeitet gut 35 Stunden in der Woche nur für den Verein und buttert noch eigenes Geld hinzu. Ich persönlich hoffe, dass er (aber auch andere) noch ganz lange weitermachen. Er ist ja noch verdammt jung.

      Also: Regionalliga wäre sicherlich schön und nicht nur unser Basti haben es sich nun als Ziel gesetzt. aber ohne externe Hilfe wird es wohl kaum machbar sein. Und ohne zu sehr auf die eigenen Schultern zu klopfen: die Liga würde mit Sicherheit an Attraktivität mit uns gewinnen. Ebenso natürlich, wenn es Emden, Göttingen, Wilhelmshaven, Celle oder Bremer SV mal wieder schaffen könnten. Und auch Hamburg und Schleswig-Holstein haben da ja noch Luft.
    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      Neuer Allzeitrekord in der Rl Bayern 21219 in Augsburg bei FC Augsburg Ⅱ - TSV München 1860
      In der Saison 1973/74 bevölkerten 90.000 - Augenzeugen sprachen sogar von 100.000 Zuschauer, dass kurz zuvor eröffnete, völlig überfüllte Olympia-Stadion, beim Spiel der Regionalliga-Süd zwischen 1860 und dem gerade erst aufgestiegenen FC Augsburg, der mit dem von Juventus Turin nach Augsburg zurückgekehrten Weltklassespieler Helmut Haller antrat, und am Ende als Neuling Meister wurde, und in der Bundesliga-Aufstiegsrunde nur knapp scheiterte. Damals sprach man in Deutschland vom deutschen Neapel, wenn vom FC Augsburg die Rede war - wegen der hohen Zuschauerzahlen, die damals nicht so selbstverständlich und leistungsunabhängig waren, wie heutzutage.
    • Ruhrpott-Recke schrieb:


      In der Saison 1973/74 bevölkerten 90.000 - Augenzeugen sprachen sogar von 100.000 Zuschauer, dass kurz zuvor eröffnete, völlig überfüllte Olympia-Stadion, beim Spiel der Regionalliga-Süd zwischen 1860 und dem gerade erst aufgestiegenen FC Augsburg,
      das kann keiner mehr sagen, damals wurden die Eingänge ja überrannt und die Massen verschafften sich einfach so Zutritt
    • Mischka schrieb:

      Hach ja, wie gern hätte ich diese geile Zeit der 70er selbst erlebt, als Jugendlicher oder junger Erwachsener im Stadion.... :sorry:
      damit kann ich dienen,mein erster Stadionbesuch im alten Wedaustadion war im November 1970 gegen den 1.FC Kaiserslautern mit Otto Rehhagel-als Spieler

      ich hätte gerne die Zeiten der 50ger Jahre erlebt mit gleich 3 Duisburger Vereinen in der Oberliga West.
      der Vater meines Arbeitskollegen war dabei und kann davon echt spannend erzählen.

      dem Helmut Haller kneifte bei seiner Rückkehr nach Augsburg das Trikot unter den Armen-aber noch immer war er da ein begnadeter Fußballer,der Aufstieg wurde Anno 1974 nur knapp verpaßt.
      ich kannte wen
      der litt akut
      an Fußballwahn
      und Fußballwut
      (Joachim Ringelnatz)
    • Da müsste man aber einen ganz schön schrägen Blick drauf haben. Bei mir sehen beide Augen immer in dieselbe Richtung. Dieses Traditionsgedöns ist nicht so meins, nur Leistung zählt. Darum kann ich das Gejammer um die Aufstiegsplätze oder gar ganze Ligenzusammensetzungen nach "Tradition" (anderer Strang) überhaupt nicht verstehen. Ich freue mich lieber über jeden Underdog, der nach oben kommt. Auch wenn es das erste Mal ist.