Zuschauer in der RL

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    • Fußball vor leeren Rängen (sofern überhaupt vorhanden!) ist wie ein Puff ohne Nutten! Sorry, wenn ich das so drastisch ausdrücke!

      Und kleine Dorfvereine können nun mal kaum Fans generieren. Es sei denn, der Gegner bringt ordentlich was mit. Und Tradition hat bei vielen Fans schon eine Bedeutung. Ein sehr gutes Beispiel ist nun mal mein Heimatverein ATLAS Delmenhorst!
      Die Stadt hat ca. 80.000 Einwohner. Zum Bremer Weserstadion sind es gerade mal 15 km Entfernung. Und als Ende der 1990er Jahre die Lichter ausgingen (Endgültige Löschung aus dem Vereinsregister als Delmenhorster SC), war keiner der anderen 11 Fußball spielenden Clubsin der Lage, das entstandene Vakuum zu füllen. Tristesse war angesagt. Bezirksliga mit vielleicht 150 Zuschauern war der Standard. Auch die dann gegründete Eintracht (ebenfalls in den blau-gelben Farben spielend) war nicht in der Lage, etwas auf die Beine zu stellen.
      Als einige junge Leute auf die Idee kamen, die Fußballabteilung aus der Eintracht auszugliedern und als SV ATLAS Delmenhorst neu zu starten, begann dann aber eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Schon in der Kreisklasse (9.Liga!) kamen die Fans in Scharen ins mittlerweile verwaiste Stadion. Immerhin einst vom DFB für 12.000 Zuschauer zugelassen. Und die Mannschaft sorgte nicht nur bei den Heimspielen, sondern zog auch auswärts die Fans in ihren Bann! 4.000 zum Saisonausklang in der Bezirksliga sind bisher wohl nirgends wieder erreicht worden.

      So weit zum Begriff Tradition und Zuschauer und andres Gedöns, lieber Zugeroaster!

      Natürlich können kleine Emporkömmlinge ihren Charme haben. Aber wenn sie nur von der Gnade eines Mäzens oder Sponsoren abhängig sind, haben sie in höheren Leistungsligen keine Existenzberechtigung. Denn sie kosten die anderen in der Liga spielenden Clubs einfach nur Geld. Denn ohne Zuschauer auf den Tribünen sind die Vereine auch als Werbepartner deutlich weniger interessant. Denn wer regelmäßig gutes Zuschaueraufkommen vorweisen kann, wird auch entsprechend seine Preisliste in dieser Hinsicht gestalten können. Und nicht nur das: die Partner melden sich von allein, um sich und sein Unternehmen in den Stadien darstellen zu können.

      Regionalliga kostet nun mal Geld. Wenn man sportlich mithalten möchte, muss man zumindest semiprofessionell arbeiten. Sonst gehen ganz schnell die Lichter wieder aus. Manchmal sogar für immer!
    • Kuddel Daddeldu schrieb:

      ich hätte gerne die Zeiten der 50ger Jahre erlebt mit gleich 3 Duisburger Vereinen in der Oberliga West.
      Mit Duisburg 08 spielte zeitweilig noch ein weiterer Verein aus dieser Stadt in der Oberliga-West. Ist mittlerweile ebenso in der Bedeutungslosigkeit der Kreisliga verschwunden wie der traditionsreiche Duisburger SV (heute Eintracht Duisburg), der bis Einführung der Bundesliga sehr viel erfolgreicher war als das Gründungsmitglied Meidericher SV (MSV), aber das Pech hatte vor Beginn der neuen Eliteliga abgestiegen zu sein. Nachdem ein paar Jahre zuvor gegen den HSV mit U.Seeler nur Sekunden fehlten, um das Endspiel um die deutsche Meisterschaft zu erreichen. Für alle, die seit Jahrzehnten den hiesigen Fußball verfolgen, besteht kein Zweifel daran, das der Fußball der damaligen Zeit sehr viel mehr Charme zu bieten hatte, als das seelenlose Geschehen heutzutage. Nostalgie hin oder her.
    • In einer hinsicht hatder Zugeroaste meiner Ansicht (wohl ungewollt) dennoch recht: Tradition hat schon ihre Grenzen. Allerdings meiner Ansicht nach dahingehend, dass jeder "Traditionsverein" selbst mal Underdog war und natürlich auch sein Recht wahrnehmen wollte. Der Vorläufer des 1. FC Mönchengladbach entschied sich bewusst für Amateurfußball und ließ die Borussia vorbeiziehen, der SuS Schalke wurde vom FC eingeholt, weil - PFUI - die Grube in 04 investierte. Wie kann Schalke 04 da als Traditionsverein gelten, sollten sich die Kommerzkritiker fragen.
      Scheinbar ist Tradition der verklärte Blick auf Zeiten, in denen man Klein oder noch gar nicht geboren war. Dass eine Aura entsteht ist ja keine Frage, aber Eure Enkel werden noch von Traditionsvereinen sprechen, von denen heute noch gar nicht die Rede ist.
      Gleichwohl kann auch ich mir nicht verkneifen, immer wieder mal zu schauen, wo die Duisburger Eintracht gerade gelandet ist.
      brak
    • Ruhrpott-Recke schrieb:

      ...wie der traditionsreiche Duisburger SV (heute Eintracht Duisburg), der bis Einführung der Bundesliga sehr viel erfolgreicher war als das Gründungsmitglied Meidericher SV (MSV), aber das Pech hatte vor Beginn der neuen Eliteliga abgestiegen zu sein. Nachdem ein paar Jahre zuvor gegen den HSV mit U.Seeler nur Sekunden fehlten, um das Endspiel um die deutsche Meisterschaft zu erreichen. ...
      Das entscheidende Spiel ging gegen Nürnberg.
      HEGIDA - Hobbits und Elben gegen die Isengardisierung des Auenlandes
    • Ich finde die Zahlen ingesamt traurig, vor allem wenn man bedenkt, dass sie von einigen wenigen "oben" gehalten werden. Aber es ist nun mal schwer die breite Masse bei Laune zu halten. Derbys nimmt man gerne mit aber gegen die normalen Gegner schenkt man sich die Spiele.
      Wuppertaler SV
    • Die 604 im Norden sind schon eine eindeutige Sprache: Uns interessiert diese Liga einfach nicht! Und im Osten werden, so viel ich weiß, nur die verkauften Karten angegeben. Keine Ahnung, wie das in den anderen Bundesländern ist.... Dürfte nächste Saison durch den Abstieg von Chemnitz und Erfurt ein wenig höher ausfallen denke ich... Ohne 1860 hätte die Bayernliga sicherlich erheblich weniger Zuschauer gehabt....
      Südwesten überrascht mich ein wenig, wobei da auch einige Vereine dabei sind, für die zuschauermäßig die 4.Liga einfach nicht interessant zu sein scheint.... Genauso im Westen....
    • Die Zuschauertabelle am Saisonende (in Klammern der aktuelle Endstand)
      6 dieser Clubs werden wohl in der kommenden Saison nicht mehr in der Regio sein

      1. 1860 München 11721 (11764)
      2. Rot Weiss Essen 6749 (6874)
      3. Offenbacher Kickers 6298 (6198)
      4. Alemannia Aachen 6071 (6035)
      5. Energie Cottbus 5232 (5262)
      6. Waldhof Mannheim 4751 (4796)

      7. Lokomotive Leipzig 3176 (3064)
      8. 1. FC Saarbrücken 3029 (3043)
      9. KFC Uerdingen 2603 (2829)
      10. Wuppertaler SV 2870 (2798)
      11. BSG Chemie 2725 (2691)
      12. Stuttgarter Kickers 2495 (2501)

      13. KSH Hessen 2008 (2252)
      14. Rot Weiß Oberhausen 2029 (2100)
      15. BFC Dynamo 1621 (2033)

      16. Babelsberg 03 1878 (1753)
      17. FSV Frankfurt 1695 (1713)
      18. SV Elversberg 1680 (1588)
      19. Stadtallendorf 1610 (1531)

      VfB Lübeck 1495 (1441)
      Schweinfurt 1463 (1364)
    • Rems Murr schrieb:

      Rizzo schrieb:

      Südwesten überrascht mich ein wenig,
      Man schaut(e) halt lieber Stuttgarter Kickers gegen Hessen Kassel als ein Spitzenspiel zwischen Wacker Nordhausen und Berliner AK.
      Wieso nimmst du so nen dämlichen, absolut unpassenden Vergleich? Realistischer wäre BFC Dynamo (Waldhof) gegen Chemie Leipzig (Stuttgarter Kickers), also Spitzenverein gegen Absteiger, aber beide mit vielen Zuschauern...
    • Rems Murr schrieb:

      Rizzo schrieb:

      Südwesten überrascht mich ein wenig,
      Man schaut(e) halt lieber Stuttgarter Kickers gegen Hessen Kassel als ein Spitzenspiel zwischen Wacker Nordhausen und Berliner AK.
      Und genau damit ist doch der Beweis gegeben, dass die namhaften Vereine im Südwesten leider auch nix gebacken bekommen und sogar absteigen.... Wenn die wech sind, so wie es leider aussieht, da (wir erinnern uns), die beiden Ersten (wohl mal wieder) nicht aufsteigen werden, werden die Zuschauerzahlen im Südwesten weiter runter gehen, wenn zwei Vereine weg sind, die maßgeblich daran beteiligt waren, dass der Schnitt bei 1.700 war.... Und selbst wenn SB und MA aufsteigen sollten, wird der Schnitt nach unten gehen dadurch.... Jetzt verstanden? :zwinker:
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