SC Eschborn (ehemals 1. FC Eschborn)

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    • :lool:

      Ok, aber bei uns in der Oberliga BW wollen auch Vereine eine Lizenz erhalten, die in Millionenhöhe verschuldet sind - und anscheinend gehts...
      Da brauch sich der DFB aber auch net wundern, wenn dann alles den Bach runter geht. Die sollten sich dann mal gut überlegen worauf sie ihre Prioritäten legen.
      (sorry, wenn sich jetzt jemand aus der OL BW angegriffen fühlt, aber so ist es nicht gemeint - habe extra keinen Verein dazugeschreiben)

      Und zu guter letzt müssen es halt noch die Vereine wissen...
      Der Delta-Besitzer
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      Nöttingen - wer's findet, findet's gut...!

      Wir sind die Ultras in Nöttingen! :lachen:
      Marathon... Wenn es einfach wäre, hieße es ja Fußball :frech:
    • Aus dem Kicker:

      Regionalligist 1. FC Eschborn steht vor dem Aus. Nach der beispiellosen Rücktrittswelle der vergangenen Tage stellte der Verein am heutigen Mittwoch einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Frankfurt-Höchst.

      Der zum Insolvenzverwalter bestellte Jan Markus Plathner präsentierte sein vorläufiges Konzept, wonach das erste Ziel die Aufrechterhaltung sämtlicher Mannschaften des Klubs bis in die Jugend mit 350 Betroffenen sei.

    • 1. FC Eschborn muss Insolvenz beantragen

      Vize-Präsidenten Schröder und Rose stellen Antrag beim Amtsgericht Frankfurt-Höchst / Vorläufiger Insolvenzverwalter benannt / Verein widerspricht der Darstellung von Davidoff

      Die beiden verbliebenen Vize-Präsidenten Thorsten Schröder und Thomas Rose haben heute beim Amtsgericht Frankfurt-Höchst einen Antrag auf Einleitung des Insolvenzverfahrens gestellt. Der Richter erkannte die Dringlichkeit des Antrages und bestellte den Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Herr Dr. Platzner prüft nun den Antrag, um festzustellen, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird oder nicht. Der Rechtsanwalt war bei der Pressekonferenz am Mittwoch nachmittag anwesend und gab an, er wolle sich in den nächsten Tagen erst einmal ein Bild über die Situation machen.

      Der Antrag auf Insolvenz war notwendig geworden nachdem der kasachische Geschäftsmann seinen Darlehensvertrag, den er mit dem 1. FC Eschborn im November geschlossen hatte, am Montag abend gekündigt hatte. Herr Davidoff gibt Gründe an, die er auch in der Presse bereits mitgeteilt hat. Der 1. FC Eschborn möchte diese Gründe nicht öffentlich kommentieren. Allerdings sagte Vize-Präsident Thorsten Schröder, dass er und das Präsidium diesen Schritt nicht nachvollziehen können. "Wir haben mit Herrn Davidoff klare Absprachen und darüber einen Vertrag geschlossen. Die versprochenen Zahlungen sind aber ausgeblieben," sagte Schröder. "Immer wieder haben wir Herrn Davidoff aufgefordert, seinen Verpflichtungen nachzukommen, weil den Verein dringende Forderungen belasten. Aber die Zahlungen sind nicht eingetroffen." Zumindest, so Schröder, lange nicht in der vereinbarten Höhe und auch nicht für die am meisten belastenden Aussenstände. Nachdem Herr Davidoff auch einer letzten nachdrücklichen Aufforderung nicht nachgekommen sei, habe sich der Verein gezwungen gesehen, zum Amtsgericht zu gehen. Man habe Herrn Davidoff vertraut, erstens weil man einen Vertrag gehabt habe und zweitens, weil er ja auch Zahlungen geleistet habe. "Aber das waren Ablösesummen und Teile von ausstehenden Gehältern," sagte Vize-Präsident Schröder. "Wir haben Herrn Davidoff mehrfach gesagt, welche Belastungen am meisten drängen. Das hat Herr Davidoff genau gewußt. Aber er hat weiter das Haus vom Dach aus gebaut, ohne ein Fundament zu legen," so Ex-Präsident Karl Müller, der außerdem angab, er sei auf Druck von Davidoff zurückgetreten. "Immer wieder sind wir auf die Bedürfnisse und Wünsche von Herrn Davidoff eingegangen. Aber seine versprochenen Zahlungen sind trotzdem nicht erfolgt," ergänzte Vize-Präsident Schröder

      Die Spieler des 1. FC Eschborn wurden umgehend vom Insolvenzantrag informiert. Dr. Platzner, der vorläufige Insolvenzverwalter sagte zwar, Ziel sei es, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, aber zunächst müsse geprüft werden, ob das überhaupt möglich ist. Einige Spieler lösten umgehend ihre Verträge mit dem 1. FC Eschborn. Bis Freitag will sich Dr. Plathner ein Bild von der Situation machen und dann weitere Schritte bekanntgeben. (Ralf Kissau)

      Quelle: 1. FC Eschborn
    • „Man sollte den Laden zumachen“

      „Fass ohne Boden“: Sven Schmitt hat mit Eschborn bereits abgeschlossen

      Für Sven Schmitt war es kein besonders überraschender Tag, obwohl er ihm voraussichtlich die vorübergehende Arbeitslosigkeit beschert hat. Der Torwart aus Nidderau-Ostheim durfte gestern Morgen beim 1. FC Eschborn nicht seiner Arbeit nachgehen. Das Training wurde abgesagt, Dass Schlusslicht der Regionalliga Süd steht vor der Insolvenz. „Ich bleibe ganz ruhig und vertraue meinem Berater“, sagt der 29-jährige. Die dienstfreie Zeit will der ehemalige Jugend-Nationaltorwart nutzen, um das Gespräch mit seinem Anwalt zu suchen. Der Regionalligist aus dem Frankfurter Westen schuldet dem Keeper Gehalt für mehrere Monate. „Es ist noch einiges offen“, erklärte Schmitt gestern auf Anfrage des HA ausweichend.

      „Ich glaube nicht, dass es weitergeht. Vielleicht ist es ganz gut, dass ein Schlussstrich gezogen wird“, hat Vertragsspieler Schmitt mit seinem Verein bereits mental abgeschlossen. Für ihn als Vater einer kleinen Tochter sei die Zeit in Eschborn „sehr nervenaufreibend“ gewesen, vor allem die bange Frage, ob „man die Familie durchkriegt, wenn wieder mal das Geld ausgeblieben ist.“

      Seit knapp drei Jahren hält der ehemalige Amateurtorwart der Frankfurter Eintracht für den 1. FC Eschborn die Fäuste hin. Es sei vom ersten Tag an so gewesen, dass „man die Hoffnung haben musste, dass es weitergeht.“ Abstieg aus der Regionalliga, Meisterschaft in der Oberliga Hessen mit vielen bilanziellen Kunstgriffen. Die Rückkehr in die Drittklassigkeit machte erst eine Bürgschaft der Stadt Eschborn über eine Million Euro möglich. „Für die Spieler, die schon länger hier sind, war es klar, dass der tag kommt“, sagt Schmitt, der den Verein als „Fass ohne Boden“ bezeichnet. Investor Davidoff sollte zum großen Retter avancieren, zog aber gestern sein Engagement zurück - obwohl in der Winterpause dank der zugesagten Finanzspritzen aus Kasachstan schon sieben neue Spieler verpflichtet wurden.

      Wenn der FCE Insolvenz anmelden sollte, könnten Schmitt und seine Kollegen noch nachj dem Ende der Wechselfrist (31. Januar) den Verein wechseln. Oberliga soll es für den Keeper schon sein, die Regionalliga bleibt das Ziel. „Das ist der Anspruch, den ich habe und immer hatte.“ Das Aus für seinen Club komme nicht überraschend, allenfalls der Zeitpunkt. Schon im Dezember sei „kein Licht mehr am Ende des Tunnels“ zu sehen gewesen. „Ich bin froh darum“, unterstreicht Sven Schmitt: „Man sollte den laden in Eschborn zumachen, in der A-Klasse einen Neuanfang machen und den Spielern einen Kasten Bier in die Kabine stellen.“

      Quelle: Hanauer Anzeiger
    • Totenstimmung" - 1. FC Eschborn vor der Insolvenz

      Von Jörg Daniels

      24. Januar 2006 Hinterher ist man immer schlauer. Das denkt sich jetzt auch der Fußball-Wandervogel Michael Anicic. Es sei "alles komisch und total verwunderlich. Man hätte sich in Eschborn vorher überlegen müssen, was man hier macht", sagte er am Dienstag. Vor kurzem hatte der ehemalige Profi der Frankfurter Eintracht beim Regionalliga-Abstiegskandidaten 1. FC Eschborn als Rückkehrer einen Vertrag bis Sommer 2008 unterschrieben und dabei Zuversicht ausgestrahlt. Doch im Moment sieht es ganz danach aus, daß Anicic im Trikot seines neuen, alten Arbeitgebers keine Perspektive hat. "Ich denke schon, daß der Verein Insolvenz anmelden muß." Denn: "Wer soll das Ganze hier noch retten beziehungsweise finanzieren?"

      Als das Eschborner Vorstandsmitglied Thomas Rose am Dienstag morgen vor die Mannschaft trat, will Anicic den Fußballfunktionär zum ersten Mal gesehen haben. In Erinnerung wird der frühere Profi den Mann auf jeden Fall behalten. Rose habe, so der Eschborner Spieler Stefan Simon, dem Team mitgeteilt, daß Tofik Davidoff den Verein am Montag abend davon unterrichtet habe, daß er sein Engagement zurückziehe. Die Gründe für die Entscheidung des Anfang Januar in Eschborn als Investor präsentierten kasachischen Unternehmers konnte Rose zu diesem Zeitpunkt nicht benennen. Laut Simon wies das Vorstandsmitglied gegenüber Trainer und Mannschaft jedoch darauf hin, daß es ohne Investor auf eine Insolvenz in Eschborn hinauslaufe. Rose dagegen will im Rückblick penibel darauf geachtet haben, das Wort "Insolvenz" nicht in den Mund genommen zu haben. "Jeder weiß aber, was die Situation für den Verein bedeuten kann", sagte der zweite Vorsitzende. Die Botschaft sei jedenfalls für alle ein Schock gewesen, erklärte Simon. "Es herrschte Totenstimmung." Zur geplanten Trainingseinheit kam es nicht mehr. Die Spieler packten ihre Sachen und gingen. Die Mannschaft, so Simon, "geht davon aus, daß es nicht weitergeht. Es sind Auflösungserscheinungen da."

      Für eine Stellungnahme war Davidoff am Dienstag nicht zu erreichen. Ein Grund für seinen Rückzug soll sein, daß er der Auffassung ist, nicht richtig über die offenbar extrem angespannte finanzielle Situation in Eschborn informiert worden zu sein. Vor rund einem Jahr hatte eine Bürgschaft der Stadt Eschborn den damaligen Oberligaklub vor der Insolvenz bewahrt (siehe Seite 51). Nach dem Aufstieg in die Regionalliga rissen die finanziellen Probleme nicht ab. Karl Müller sprach vor der Winterpause deswegen wiederholt von einem Ritt auf der Rasierklinge. Am vergangenen Sonntag zog sich der Vorsitzende von seinem Posten zurück - "aus persönlichen Gründen". Der als wirtschaftlicher Retter vorgesehene Davidoff investierte wohl bereits Geld in den Verein. Zwei Gehälter seien ihm ausbezahlt worden, sagte Simon. Noch ist bei dem früheren Profi allerdings eine "fünfstellige Summe" offen, er hat deshalb Kontakt zu einem Anwalt aufgenommen. Tätig geworden ist der Rechtsanwalt des Eschborner Fußballspielers Mohammed Muftawu, Udo Kornmeier. Eigenen Angaben zufolge hat er am Dienstag in dieser Sache Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Der Grund: Zahlungsunfähigkeit des Vereins. Bei seinem Mandanten stünden mehrere Monatsgehälter aus, erklärte der Jurist. Auch bis zum frühen Dienstagabend hatten diverse Vereinsvertreter keinen Kontakt zu Davidoff herstellen können. "Für uns ist er leider telefonisch nicht erreichbar. Es ist ein herber Schlag", sagte Rose und fügte hinzu: "Zwischen dem Verein und Herrn Davidoff gab es eine Vereinbarung, die jetzt geprüft werden muß." Was mit den Eschbornern, die zuletzt mit Hilfe des groß vorgestellten Investors einige Spieler verpflichtet hatten, in der Regionalliga Süd passiert, hängt davon ab, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, wenn der Klub Insolvenz anmelden würde. Käme es während des laufenden Spieljahrs zur Eröffnung des Verfahrens, gingen alle Spiele aus der Wertung, der Verein würde ans Ende der Tabelle gesetzt werden, wo er bereits heute steht. Das wäre vor allem für den Hessenrivalen SV Darmstadt 98 bitter, der auf diese Weise wegen zweier Erfolge gegen Eschborn sechs Punkte verlöre. Theoretisch könnten die Eschborner am Spielbetrieb offenbar noch teilnehmen, es wären dann jedoch "Geisterspiele", so Hans Scheuerer, der Geschäftsführer des Süddeutschen Fußballverbands, der den Regionalliga-Spielbetrieb durchführt. Für Anicic ist es "nicht okay, was die Verantwortlichen in Eschborn gemacht haben. Es wird mit der Existenz der Leute gespielt, die Familie haben", schimpfte er. Allerdings ist der Fußball-Wandervogel hoffnungsfroh, gegebenenfalls schnell einen neuen Verein zu finden. "In der Regionalliga Süd oder Nord."

      Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung
    • Original von WaldhofBub
      Original von Dionysus
      Original von WaldhofBub
      Der äußerst seriös wirkende "Geschäftsmann" hat wohl die Testspielniederlage gegen uns nicht verkraftet! :lool:


      Leider wird Hoppenheim sowas so schnell wohl nicht passieren.... :rolleyes:

      Nein, leider nicht. Aber die kriegen wir auch noch klein, spätestens am 09.04.2006! *muharharharharrrrr* :cool: :D

      Das hört wohl erst auf, wenn der Didi nimmer ist. Also ist die Zeit mit uns! :link:


      das ist der unterschied zu vereinen mit größerem fanaufkommen und tradition wie z.b. lok leipzig wo fans den verein einfach neu gründen. von eschborn oder (hoffentlich bald) hoffenheim wird man nach ausfall des großsponsors nie wieder etwas hören.
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!
    • Original von Klutsch
      das ist der unterschied zu vereinen mit größerem fanaufkommen und tradition wie z.b. lok leipzig wo fans den verein einfach neu gründen. von eschborn oder (hoffentlich bald) hoffenheim wird man nach ausfall des großsponsors nie wieder etwas hören.

      Der Niedergang von Hoppenheim wird sich dann zeitlich etwas strecken, der Aufbau wird dort von einem soliden Fundament herauf betrieben. Also nix hirnloses wie scheinbar in Eschborn geschehen. Aber Fans gibts halt trotzdem noch keine! :D
    • Original von WaldhofBub
      Der Niedergang von Hoppenheim wird sich dann zeitlich etwas strecken, der Aufbau wird dort von einem soliden Fundament herauf betrieben. Also nix hirnloses wie scheinbar in Eschborn geschehen. Aber Fans gibts halt trotzdem noch keine! :D

      früher oder später erwischt es diese vereine alle. als nächstes hoffe ich das wolfsburg absteigt, vw aussteigt (bzw. die mittel kürzt) und der vfl wieder da spiel wo er hingehört. :D
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Klutsch ()

    • Ich sag doch macht den Laden zu und lasst ihn geschlossen. Alles andere ist zwecklos :runter:

      never surrender

      Klopp zum gemeinsamen FCK-05er-Flug:"Dann hoffen wir mal das das Flugzeug wieder heil runterkommt,sonst wär es um Rlp arm bestellt,dann wäre ja Wormatia Worms die Nummer eins im Land, denn das glauben die ja jetzt schon..."
    • Original von Klutsch
      früher oder später erwischt es diese vereine alle. als nächstes hoffe ich das wolfsburg absteigt, vw aussteigt (bzw. die mittel kürzt) und der vfl wieder da spiel wo er hingehört. :D

      Die Mittel wollen sie doch kürzen, glaube ich vor wenigen Monaten gehört zu haben. Gleiches ist bei Leverkusen der Fall, wo scheinbar schon die sportlichen Auswirkungen zu spüren sind.
    • HK: Beim FC Eschborn herrscht Eiszeit


      Eschborn. Der Himmel weinte, und passend zur eisigen Stimmung beim 1. FC Eschborn kam Schnee von oben. Die Situation könnte nicht mehr viel schlechter sein beim 76 Jahre alten Verein mit rund 700 Mitgliedern, dessen Aushängeschild, die erste Mannschaft, zur Fußball-Regionalliga Süd zählt. Noch. Denn schon am Freitag, wenn der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner verkünden würde, dass mangels Vermögenswerte der Spielbetrieb nicht mehr weitergeführt werden kann, wäre die Eiszeit in Eschborn endgültig ausgebrochen, der Profi-Fußball-Traum ausgeträumt.


      Von Thorsten Remsperger

      Wenigstens ein bisschen wärmer muss es den verbliebenen Zweiten Vorsitzenden Thorsten Schröder und Thomas Rose sowie Pressesprecher Ralf Kissau im Vereinsheim geworden sein, als sie gestern wie die Medienvertreter den Aussagen des jungen Rechtsanwaltes lauschten. «Mein Ziel ist es, die Einstellung des kompletten Spielbetriebs zu verhindern», sagte Plathner. Erst eine kurzfristige Sicherung erwirken und dann sehen, wie es langfristig weitergehen kann, das sei sein Job. Der Profi-Bereich sowie der Amateur- und Jugendbereich würden von ihm separat geprüft und beurteilt werden. Möglich wäre es also, dass die Regionalliga-Mannschaft aufgelöst wird, die vielen Jugend-Teams aber weiterspielen dürfen. Aus Betreuern und Eltern soll sich inzwischen auf jeden Fall ein Arbeitskreis gebildet haben, um auf alle Szenarien vorbereitet zu sein. Für die zweite Mannschaft in der Bezirks- Oberliga käme mit Beginn eines Insolvenzverfahrens wie für die Profis das Aus. Jedoch machte gestern die Runde, dass die Reserve ohnehin nicht mehr bestehen würde, weil vom Verein in dieser Saison noch kein Geld geflossen sei. Einige Spieler wollten wechseln, weil die Unterstützung vom Verein fehlte, kommentierte Trainer Theo Vassiliou, es gäbe aber definitiv weiterhin eine zweite Mannschaft.

      Den jetzigen Herren aus der Führungsriege des 1. FC Eschborn scheint die Zukunft des Vereins am Herzen zu liegen – wie ihren Vorgängern auch. «Wenn möglich würden wir gern den Spielbetrieb aller Mannschaft aufrechterhalten», sagte der Zweite Vorsitzende Thorsten Schröder, der erst seit zwei Monaten im Amt ist. Besonders wichtig war gestern den momentanen und ehemaligen Funktionären aber die Vergangenheitsbewältigung. Dabei wirkte es, als werde mit Schneebällen auf Davidoff zurückgeworfen. Der kasachische Geschäftsmann, der sich am Montag über den Verein beschwert hatte («Mir wurden falsche Zahlen vorgelegt»), habe sich im Oktober just in der Zeit angeboten, als ein Unternehmensberater dem FC empfohlen habe, dringend externe Hilfe zu suchen, wie es Schröder formulierte. Davidoff habe sich am 22. November mit einem Darlehensvertrag dann zu Ratenzahlungen verpflichtet, jedoch habe der Verein auf eine beim DFB hinterlegte Liquiditätsreserve zurückgreifen müssen, um einen Engpass zu meistern, weil Davidoff nicht zahlen wollte. Geld sei erst geflossen (aber nur in Spielerverträge investiert worden), kurz bevor der Sponsor am 6. Januar vorgestellt wurde. «Er hat das Gesamte nicht berücksichtigt», sagte Schröder, «es ist klar, dass im laufenden Geschäftsbetrieb eines Unternehmens täglich neue Zahlen auftauchen».

      Mit Neuigkeiten überraschte auch der zurückgetretene Präsident Karl Müller. Erst berichtete er, dass der Verein sich an den letzten Strohhalm geklammert habe, weil Davidoff eine Summe zugesichert habe, die 70 Prozent der Verbindlichkeiten getilgt hätte. «Ohne Davidoff hätten wir auch früher oder später die Notbremse ziehen müssen», meinte Müller. Dann berichtete er, dass er auch auf Drängen des neuen Sponsors schon vergangenen Dienstag zurückgetreten sei und nicht wie vermeldet am Sonntag.

      Nicht mehr als Schneebälle, sondern wie eine Lawine wirkten Müllers Vorwürfe an seinen Vorgänger Michael Kopp. Das große Problem bei seinem Amtsantritt am 1. Juni 2005 seien die hoch dotierten Verträge gewesen, die vor seiner Zeit ausgehandelt worden seien und einige Altlasten aus der Oberliga-Saison. Es habe Zahlungsforderungen vom Finanzamt und der Berufsgenossenschaft gegeben. «Die Million aus dem Bankdarlehen, für das die Stadt bürgt, ist gleich aufgebraucht gewesen», behauptete Müller sogar. Den letzten Vorwurf dementierte der frühere Eschborner Präsident auf Anfrage dieser Zeitung heftig. «Das ist definitiv falsch, an den Haaren herbeigezogen», betonte Kopp. Laut Sanierungsplan sei jedes Bankdarlehen mit der Stadt abgesprochen worden, der Verein hätte sonst nie die Lizenz bekommen. «Das kann gar nicht stimmen», so Kopp. Der damals heftig kritisierte Vereins-Chef habe sich ab März 2005 ganz aus den finanziellen Sachen herausgehalten. Steuerberaterin Gabi Becker-Simon, von der sich der Verein mittlerweile getrennt hat – das abrupte Vorgehen bedauerte Schröder gestern – habe die Vereinswünsche der Stadt vorgetragen. Becker-Simon verwies jedoch gestern auf ihre gesetzliche Schweigepflicht und darauf, dass solche Schritte vom Vorstand abgesegnet werden müssten.

      Eiszeit herrscht also schon zwischen den ehemaligen Verantwortlichen. Die Aufgabe von Dr. Jan Markus Plathner ist es nun, Licht ins Dunkle zu bringen.

      Ralf Kissau
      1fce.de
      erstellt am 26.01.2006
      "Der alteingesessene Supporter bezieht seine identität als Fan aus der lebenslangen bindung an den Fußball und seinen Klub. Nichts kann diese Zuneigung erschüttern, keine Niederlage, kein Abstieg, keine Ehekrise."

      "Mit Wormatia haben wir uns Zielsicher den Verein ausgesucht, der sich offensichtlich vorgenommen hat, das Spannungsverhältnis zwischen Enttäuschung, Versagen sowie Rettung und Glück in letzter Sekunde im endlosen Dauerbetrieb zu testen."
    • Original von WaldhofBub
      Original von Klutsch
      das ist der unterschied zu vereinen mit größerem fanaufkommen und tradition wie z.b. lok leipzig wo fans den verein einfach neu gründen. von eschborn oder (hoffentlich bald) hoffenheim wird man nach ausfall des großsponsors nie wieder etwas hören.

      Der Niedergang von Hoppenheim wird sich dann zeitlich etwas strecken, der Aufbau wird dort von einem soliden Fundament herauf betrieben. Also nix hirnloses wie scheinbar in Eschborn geschehen. Aber Fans gibts halt trotzdem noch keine! :D


      Aber wieder mal so ein Verein, den wohl kaum jemand vermissen wird.
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Das kann jeden erwischen, der nicht sauber wirtschaftet.
      Aber der Vorschlag: "Mach den Laden zu, fangt in der A-Klasse wieder an" ist für mich auch der einzig sinnvolle.
      Der Delta-Besitzer
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      Nöttingen - wer's findet, findet's gut...!

      Wir sind die Ultras in Nöttingen! :lachen:
      Marathon... Wenn es einfach wäre, hieße es ja Fußball :frech:
    • Die Ersten verlassen Eschborn

      Trainer Scheer hofft, heute mit dem Rest trainieren zu können

      VON SUSAN DOBIAS

      In Eschborn hat die große Flucht begonnen. Kurz nach dem Erhalt der Hiobsbotschaft über die drohende Pleite und den damit verbundenen Gang zum Insolvenzrichter baten die ersten Spieler des Fußball-Regionalligisten um die Auflösung ihrer Verträge. Daniel Cartus, Cesar M'Boma, Sead Mehic und Marco Kück haben ihre Koffer gepackt und suchen bereits einen neuen Verein. So schnell, wie sie in der Winterpause gekommen waren, so schnell sind sie wieder verschwunden. In einer gemeinsamen Sitzung hatte der Verein seinen Angestellten nahe gelegt, sich auch anderweitig zu orientieren.

      Die noch Unentschlossenen schauen nun mit bangem Blick auf die heutige Entscheidung. Im Laufe des Tages will der vorläufige Insolvenzverwalter, Jan Markus Plathner, bekannt geben, ob der 1. FC Eschborn den Spielbetrieb aufrechterhalten kann. Bei einer positiven Antwort wäre das gleichbedeutend damit, dass zumindest die Spielergehälter mittels einer Vorfinanzierung für ein paar Monate gezahlt werden könnten. Sollte das der Fall sein, will Trainer Klaus Scheer noch am späten Nachmittag trainieren und die durch den Rückzug des kasachischen Investors Tofik Davidoff ins Stocken geratene Saisonvorbereitung fortsetzen.

      Wen der Coach in diesem Fall begrüßen kann, bleibt abzuwarten. "Ich werde mit denen weitermachen, die dann noch da sind. Wenn Spieler einen neuen Verein finden, muss man sie schweren Herzens gehen lassen", sagte Scheer, der eine ähnliche Situation schon einmal in Saarbrücken erlebt hatte. Damals sei auch alles gut gegangen.

      Abstieg als kleinstes Übel

      Ob seine Spieler ähnlich denken, wird sich heute zeigen. Die meisten Akteure werden sich wohl nach anderen, sicheren Möglichkeiten umsehen. Damit wäre auch die minimale Hoffnung auf den Klassenerhalt dahin. Der Abstieg in die vierte Liga, gegen den sich die Hessen mit ursprünglich acht Neuzugängen in der Rückrunde wehren wollten, wäre im Moment aber das kleinste Übel. "Ich denke dennoch, dass wir genügend gute Spieler hier behalten können, um uns weiter zu präsentieren", sagte Scheer, der hofft, dass die möglichen vorauszuzahlenden Monatsgehälter als Neustart dienen.

      Mehr aber auch nicht, denn auch wenn der Spielbetrieb weiterläuft und Eschborn die Saison zu Ende spielen kann, ist immer noch nicht sicher, ob im Sommer nicht doch noch Insolvenz angemeldet werden muss. In so einem Falle wäre der Lizenzentzug die sichere Folge, ein Weiterspielen in der Oberliga für den designierten Regionalliga-Absteiger kaum möglich. Es könnte aber noch schlimmer kommen, wenn sich der Verein auflösen muss. Dann stünden auch die etwa 350 Nachwuchs-Kicker vor einem Scherbenhaufen.

      Quelle: Frankfurter Rundschau
    • Original von WaldhofBub
      ...
      Cesar M'Boma, Sead Mehic und Marco Kück haben ihre Koffer gepackt und suchen bereits einen neuen Verein. (...)

      M'Boma kam ja erst von uns. Er hatte mit Eschborn gerade mal ein Testspiel absolviert. Und das auch noch gegen den SV Waldhof! :lool:
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