Die DDR-Oberliga

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    • Die DDR-Oberliga

      16 Jahre nach dem Mauerfall
      Von der DDR-Oberliga ist kaum noch etwas übrig


      Der 20. Mai 1991 war ein trauriger Tag in der Geschichte des ostdeutschen Fußballs. Knapp ein halbes Jahr nach der Wiedervereinigung stand der letzte Spieltag der DDR-Oberliga an. Eine groteske Situation, schließlich gab es die DDR gar nicht mehr und der Deutsche Fußball-Verband (DFV) war bereits in den Nordostdeutschen übergegangen, offiziell hieß die Liga sogar NOFVLiga. Selbst das letzte Länderspiel – 2:0 in Belgien mit zwei Sammer-Toren – war bereits Geschichte. Der Meister stand schon fest und so konnte sich der FC Hansa Rostock, der zum ersten Mal überhaupt den Titel holte, eine 1:4-Heimniederlage gegen Lok Leipzig leisten. Nach dem Schlusspfiff gab es doppelten Grund zum Feiern: Den Titelgewinn zum Einen, die Qualifikation für die bislang nur aus dem West-Fernsehen bekannte Bundesliga zum Anderen. Einige Spieler hatten zu diesem Zeitpunkt bereits lukrative Verträge im Westen der Republik unterschrieben.

      Die Freudentränen sind mittlerweile getrocknet und die Fußball-Nostalgiker vermissen die brisanten Duelle zwischen Dynamo, Lokomotive und Chemie oder die legendären Europapokalauftritte der Regionalauswahlen aus Jena oder Magdeburg in den 70er und 80er Jahren. Mit dem FC Energie Cottbus, der zu DDR-Zeiten nur eine untergeordnete Rolle spielte, ist 16 Jahre nach der Wiedervereinigung gerade mal ein Ost-Klub in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten. Nur einem einzigen Verein gelang in den Jahren nach dem Mauerfall der Sprung in einen internationalen Wettbewerb: Ausgerechnet der „Volksklub“ 1. FC Union Berlin, zu Mielkes Zeiten systematisch unterdrückt, qualifizierte sich 2001 als DFB-Pokal-Finalist für den UEFA-Cup. Das war’s. Heute spielt Union wie fast alle ehemaligen DDR-Oberligisten in der Regionalliga. Rostock, Aue und Jena sind noch in der Zweiten Liga vertreten, während manch andere traditionsreiche Fußball-Stadt – wie etwa Chemnitz, Halle oder Leipzig – sogar völlig in der Versenkung verschwunden ist. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger ließ neulich, als er auf Stimmungsfang-Tour im Osten unterwegs war, verlauten, dass dem Fußball in den nicht mehr ganz so neuen Bundesländern geholfen werden müsse. Konkrete Pläne hatte er jedoch nicht bei der Hand. Und ein Blick auf die Entwicklung der einstigen Ost-Vorzeigevereine (siehe unten) legt die Vermutung nahe, dass es auch in naher Zukunft keinen Europapokalsieg des 1. FC Magdeburg oder eine internationale Teilnahme des BFC Dynamo geben wird…
      TERENCE TRÄBER

      Die Klubs von damals und was aus ihnen geworden ist (Teil 1 von 2)

      WISMUT AUE
      Heißt heute FC Erzgebirge und spielt in der Zweiten Liga. Auch das nach dem früheren DDRStaatsminister benannte Otto-Grotewohl-Stadion trägt mittlerweile den Namen Erzgebirgsstadion. Kurios: Im Oktober 1954 wurde die Vereinsspitze nach Karl-Marx-Stadt delegiert und die Mannschaft in Wismut Karl-Marx-Stadt umbenannt, ihre Heimspiele trug sie jedoch weiterhin in Aue aus. Mit Erfolg: 1956, ’57 und ’59 wurde das Team – mit dem Namen einer anderen Stadt – Meister. 1959 stand Wismut sogar im Viertelfi nale des Landesmeister-Wettbewerbs und unterlag erst im Wiederholungsspiel den Young Boys Bern. 1963 nahm der Klub seinen alten Namen wieder an, weitere Erfolge blieben jedoch aus. Bekannte Spieler: Bringfried „Binges“ Müller, Heinz Satrapa, Willy Tröger, Dieter Erler, Karl Wolf, Siegfried Wolf.
      • 3 x Meister (1956, ’57, ’59), 1 x Pokalsieger (1955)

      1. FC UNION BERLIN
      Heißt heute immer noch so und steht – nach einem kurzen Gastspiel in der Zweiten Liga – immerhin an der Tabellenspitze der Regionalliga Nord. Die „Schlosserjungs“ von der Alten Försterei waren zu DDR-Zeiten der Klub des Volkes, sportliche Erfolge – von einem Pokalsieg 1968 einmal abgesehen – blieben aus. Stasi-Chef Erich Mielke delegierte die besten Spieler zum BFC Dynamo, die Zuschauer (Regimegegner und Andersdenkende) strömten – vom Image des ewigen Verlierers scheinbar magisch angezogen – aber eher zum zumeist zweitklassigen Klub aus dem Köpenicker Stadtteil Oberschöneweide. Als Union Oberschöneweide zog der Klub 1923 sogar ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein, unterlag aber dem Hamburger SV mit 0:3. Legendär ist die Flucht einiger Spieler im Juni 1950 nach West-Berlin und die Gründung des parallel (und heute noch) existierenden Union 06. Ein Schlag, von dem sich der Klub nur schwer erholte. Nach unzähligen Umbenennungen führt der Klub seit 1966 seinen heutigen Namen. Die zahlreichen Rückschläge im Laufe der Vereinshistorie – verschobene Spiele, verhinderte Europapokalteilnahmen, mehrere knapp verpasste oder am Grünen Tisch abgesprochene Aufstiege – brachten dem Klub den Beinamen „die Eisernen“ sowie den Schlachtruf („Eisern Union!“) ein. Von 2000 bis 2003 war auch Waldhof-Coach Steffen Menze für die Köpenicker am Ball. Bekannte Spieler: Ralf Sträßer, Sergej Barbarez, Marko Rehmer, Robert Huth.
      • 1 x Pokalsieger (1968)

      BFC DYNAMO
      Heißt nach einer zwischenzeitlichen Umbenennung in FC Berlin wieder wie zu DDR-Zeiten, spielt aber weitaus weniger erfolgreich in der Oberliga Nordost vor ein paar Hundert Zuschauern im Sportforum an der Steffenstraße, wenige Meter neben dem „Wellblechpalast“ gelegen. Von 1979 bis ’88 fragwürdiger Serienmeister, weil Staatschef Mielke einerseits die besten Spieler zu seinem Lieblingsklub beorderte und andererseits die Schiedsrichter beeinflusste, wenn es mal nicht so lief. Im Europapokal, wo Mielkes Einfluss nicht ganz so stark war, lief es weniger rund. 1980 und ’84 erreichten die Dynamos immerhin das Viertelfinale im Landesmeister-Cup. Unvergessen die 0:5-Klatsche im Bremer Weserstadion 1988 nach einem 3:0-Hinspielsieg im direkt an der Mauer gelegenen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (unter den Torschützen: Thomas Doll und Andreas Thom). Nach dem Ende der DDR (und dem Verlust des „Förderers“ Mielke) hatte Dynamo nicht nur sportlich, sondern auch mit seinen rechtsradikalen Problem-Fans zu kämpfen. Bekannte Spieler: Thomas Doll, Rainer Ernst, Falko Götz, Werner Lihsa, Wolf-Rüdiger Netz, Frank Rohde, Bodo Rudwaleit, Frank Terletzki, Andreas Thom, Norbert Trieloff.
      • 10 x Meister (1979, ’80, ’81, ’82, ’83, ’84, ’85, ’86, ’87, ’88), 2 x Pokalsieger (1988, ’89)

      CHEMIE BÖHLEN
      Das Team aus dem 6000-Einwohner-Örtchen südlich von Leipzig machte lediglich als Fahrstuhlmannschaft auf sich aufmerksam. Zwischen 1977 und ’83 stieg Chemie zwei Mal auf und drei Mal ab. Nur einmal, in der Premierensaison 1977/78, wurde im Stadion an der Jahnbaude der Klassenerhalt bejubelt. Mit der Wende kam auch für Böhlen das Aus. Nur wenige Wochen nach der Umbenennung in FSV Böhlen ging der Verein im FC Sachsen Leipzig (vormals Chemie) auf.


      STAHL BRANDENBURG
      Heißt nach dem Konkurs seit 1998 wieder „Stahl“, diesmal „FC“ anstatt wie zuvor „BSG“ bzw. „BSV“. Das Team vom Stadion am Quenz spielt allerdings nur noch sechstklassig in der Landesliga. Besonders bitter: Die Stahler sind noch nicht einmal mehr die Nummer 1 in der eigenen Stadt: Während sie in der Verbandsliga-Runde 2005/06 nur Vorletzter wurden und absteigen mussten, hielt der Ortsrivale BSC Süd 05 mit Rang sechs die Klasse. Von 1984 bis zum Ende der DDR spielte Stahl ununterbrochen in der Oberliga und wurde 1986 sogar Fünfter, wodurch sich das Team für den UEFA-Cup qualifi zierte (Zweitrunden-Aus gegen den späteren Sieger IFK Göteborg). Nach der Wende durften die Brandenburger (mit Stürmer Roy Präger) in der zweigeteilten Zweiten Liga (Nord) ran, stiegen aber als Tabellenletzter sang- und klanglos ab. In jener Spielzeit verschliss Stahl vier (!) Trainer. Seitdem geht es ständig bergab, der Sturz in die Landesliga ist der vorläufige Tiefpunkt. Bekannte Spieler: Roy Präger.


      ENERGIE COTTBUS
      Heißt heute immer noch so (lediglich das „BSG“ für Betriebssportgemeinschaft musste nach der Wende dem westlichen „FC“ weichen) und ist als einziger Bundesliga-Klub der Stolz des Fußball-Ostens. Zu DDR-Zeiten hatte Energie allerdings wenig zu melden, wurde erst 1973 erstklassig und beendete fünf von insgesamt nur sechs Oberliga-Spielzeiten als Absteiger. Titel geschweige denn internationale Auftritte blieben in der Lausitz aus. Mit der Wende kam die Wende. Unter Trainer „Ede“ Geyer sorgte der Klub für Furore, als er 1997 als Regionalligist ins DFB-Pokal-Finale vorstieß (0:2 gegen den VfB Stuttgart) und souverän in die Zweite Liga aufstieg. Seitdem ist Energie im gesamtdeutschen Profi-Fußball vertreten. Im Sommer wurde im Stadion der Freundschaft der zweite Bundesliga-Aufstieg nach 2000 gefeiert.


      DYNAMO DRESDEN
      Damals SG, heute 1. FC – aber immer noch Dynamo. Dresden war neben Lok Leipzig der populärste Klub in der DDR und ist es im Osten der Republik trotz seiner Regionalliga-Zugehörigkeit noch immer. Mit 15 Titeln (acht Mal Meister, sieben Mal Pokalsieger) ist Dynamo zudem der erfolgreichste DDR-Klub. Unvergessen ist das deutsch-deutsche Duell im Landesmeister Pokal 1973, als Dynamo in der zweiten Runde dem späteren Sieger FC Bayern zwei heiße Gefechte lieferte und nach dem 3:4 im Olympiastadion zu Hause „nur“ ein 3:3 erreichte. Auch gegen den HSV, den VfB Stuttgart (zwei Mal) und Bayer Uerdingen (legendär das 3:7 in der Grotenburg 1986) zog Dynamo den Kürzeren. Imposant war vor allem die Heimstärke bei internationalen Auftritten: Nur drei Mal in 49 Begegnungen verließen die Dresdner als Verlierer den Rasen. Nach der Wiedervereinigung – Dynamo qualifizierte sich als Vizemeister gemeinsam mit Hansa Rostock als einziges DDR-Team für die Bundesliga – versuchten sich ehemalige Stars im Rudolf-Harbig-Stadion als Trainer, zwielichtige Figuren pfuschten als Präsidenten herum und führten den Verein an den Rand des Ruins. Dem sportlichen Bundesliga-Abstieg 1994 folgte der Lizenzentzug und der direkte Durchmarsch in die Regionalliga. Zwischendurch war Dynamo sogar nur noch viertklassig, ehe 2004 die vielumjubelte Rückkehr in die Zweite Liga gelang. Nach zwei Jahren war dieses Gastspiel allerdings schon wieder beendet. Ein kleiner Trost für die Dynamo-Fans: Für den Sommer 2007 ist die Rückbenennung in SG Dynamo bereits beschlossene Sache – verbunden mit der Hoffnung auf bessere Zeiten. Lokalrivale Dresdner SC, während des Zweiten Weltkriegs zwei Mal Deutscher Meister und Pokalsieger, wurde übrigens nach 1945 aufgelöst und war zu DDR-Zeiten nicht existent. Bekannte Spieler: „Dixie“ Dörner, Matthias Döschner, Eduard Geyer, Torsten Gütschow, Reinhard Häfner, Ulf Kirsten, Hans-Jürgen Kreische, Frank Lieberam, Ralf Minge, Hans-Uwe Pilz, Klaus Sammer, Matthias Sammer, Andreas Trautmann.
      • 8 x Meister (1953, ’71 , ’73 , ’76 , ’77 ,’78 , ’89 , ’90), 7 x Pokalsieger (1952, ’71 ,’77 , ’82 , ’84 , ’85 , ’90)

      STAHL EISENHÜTTENSTADT
      Heißt heute kurz und knapp EFC Stahl – und gurkt in der Verbandsliga Brandenburg herum, wo er siegloser Tabellenletzter ist. Bei der Vereinsgründung (1950) hieß die Stadt noch Fürstenberg, drei Jahre später wurde sie als Wohnstadt des benachbarten Eisenhüttenkombinats Ost in Stalinstadt umbenannt. Doch sowohl als Stahl Fürstenberg als auch als Stahl Stalinstadt blieb der Klub erfolglos und durfte erst als Stahl Eisenhüttenstadt, so heißt die Grenzstadt zu Polen seit 1960, den Aufstieg in die Oberliga bejubeln (1969). Allerdings ging es sofort – und für die nächsten 20 Jahre – wieder runter. Nach der Rückkehr ins Oberhaus 1989 wurde den „Hüttenwerkern“ die Eingliederung der DDR-Teams in den DFB zum Verhängnis. Der neunte Platz in der letzten Oberliga-Saison berechtigte zwar zur Zweitliga-Qualifikation. Hier scheiterte Stahl aber an Lok Leipzig und verschwand von der Bildfläche – zumindest fast, denn als Finalist des letzten FDGB-Pokals qualifizierte sich der Klub für den Cup der Pokalsieger 1991/92, scheiterte aber in der ersten Runde – als gesamtdeutscher Oberligist – klar an Galatasaray Istanbul (1:2, 0:3). Seitdem ging es stetig bergab. Der Insolvenz 2004 folgte der Zwangsabstieg in die Verbandsliga, jetzt droht Schlimmeres. Bekannte Spieler: Bodo Rudwaleit.
      • 1 x Pokal-Finalist (1991)

      ROT-WEISS ERFURT
      Die Wurzeln dieses reinen Fußballvereins, der seit Januar 1966 ohne Unterbrechung seinen Namen trägt, reichen bis zum 1895 gegründeten Cricket Club Erfurt zurück, der 1909 (als SC Erfurt) das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erreichte, allerdings mit einem peinlichen 1:9 an Phönix Karlsruhe scheiterte. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterlagen die zunächst in Fortuna umbenannten Erfurter 1949 im Finale um die Ostzonen-Meisterschaft Union Halle mit 1:4 und hatten zwei Jahre später ziemliches Pech: Aus Fortuna war mittlerweile die BSG Kommunales Wirtschaftsunternehmen (KWU) und im März 1951 die BSG Turbine geworden, und als solche hätte Erfurt die DDR-Meisterschaft gewonnen, wenn das Torverhältnis damals schon eine Rolle gespielt hätte. Tat es aber nicht, und so musste bei Punktgleichheit mit Chemie Leipzig ein Entscheidungsspiel her, das Turbine vor 60.000 Zuschauern in Karl-Marx-Stadt 0:2 verlor. 1954 und ’55 holte Turbine dann endlich zwei Mal den Titel. Anschließend gab es im Klub, der sich 1966 in FC Rot-Weiß umbenannte, nur noch wenig zu jubeln. Nach dem Abstieg 1958 mutierten die Erfurter im Georgi-Dimitrov-Stadion zur Grauen Maus, die aber immerhin seit 1972 ununterbrochen erstklassig war. Ausgerechnet die letzte Oberliga-Saison war mit Platz drei die erfolgreichste, am Ende fehlte sogar nur ein Punkt auf Platz zwei und der Qualifikation für die Bundesliga! So ging es allerdings in der Zweiten Liga Süd weiter. Hier wurde Erfurt abgeschlagener Letzter (13 Punkte auf das rettende Ufer), obwohl es im UEFA-Pokal in zwei Duellen gegen niederländische Erstligisten für Furore sorgte: Nach zwei 1:0-Siegen über den FC Groningen war in der zweiten Runde gegen den späteren Cup-Gewinner Ajax Amsterdam Schluss. Wieder führte Rot-Weiß in seiner mittlerweile in Steigerwaldstadion umbenannten Heimspielstätte mit 1:0, doch Wim Jonk und Dennis Bergkamp drehten den Spieß um, in Amsterdam gab es schließlich nichts zu erben (0:3). 2004 kehrte Erfurt ein vorerst letztes Mal in die Zweite Liga zurück, wurde aber nach gutem Start wieder nur Letzter. Derzeit dümpelt der zweifache DDR-Meister im Regionalliga-Mittelfeld herum. Immerhin. Bekannte Spieler: Rüdiger Schnuphase, Thomas Linke.
      • 2 x Meister (1954, ’55)

      Die Klubs von damals und was aus ihnen geworden ist (Teil 2 von 2)

      VORWÄRTS FRANKFURT
      Heißt heute Frankfurter FC Viktoria 91, spielt in der Verbandsliga Brandenburg – und hat eine ziemlich bewegte Historie hinter sich. Denn als der Klub Anfang der 50er Jahre als sportliches Aushängeschild der DDR-Streitkräfte gegründet wurde, war er noch in Leipzig beheimatet. Als SV Vorwärts KVP („Kasernierte Volkspolizei“) wurde der Verein schließlich 1953 – nach dem Abstieg in die Zweite Liga – in die Hauptstadt delegiert. Der Grund: Ost-Berlin spielte im Oberliga-Fußball keine Rolle, weil alle guten Spieler in den Westteil der Stadt abwanderten. Diesem Umstand sollte durch „fluchtresistente“ Spieler, da Armeeangehörige, Einhalt geboten werden. Als Vorwärts Berlin gelang nicht nur der sofortige Wiederaufstieg, sondern auch noch der Gewinn des FDGB-Pokals 1954. Es war der Beginn einer langen Dominanz, die nach sechs Meister- und drei Vize-Titeln 1970 mit dem zweiten Pokalsieg endete. Am 31. Juli 1971 wurde Vorwärts unter mysteriösen Umständen an die polnische Grenze nach Frankfurt/Oder delegiert. Bis heute hält sich das Gerücht, dass Stasi-Chef Erich Mielke – als Vorsitzender der Sportvereinigung Dynamo Günstling des BFC – den Stadtkonkurrenten ein für allemal loswerden wollte. Mit Erfolg: Bis auf einige UEFA-Cup-Teilnahmen gab es im Frankfurter Stadion der Freundschaft nicht allzu viel zu feiern. Bekannte Spieler: Horst Assmy, Otto Fräßdorf, Gerhard Körner, Rainer Nachtigall, Jürgen „Kuppe“ Nöldner, Jürgen Piepenburg, Karl-Heinz Spickenagel, Günther Wirth.
      • 6 x Meister (1958, ’60, ’62, ’65, ’66, ’69), 2 x Pokalsieger (1954, ’70)

      CHEMIE HALLE
      „Bei uns stimmt die Chemie!“ Mit diesem nicht weit hergeholten Slogan begrüßt der Klub die Besucher seiner Homepage. Heute heißt der Verein Hallescher FC und liebäugelt in der Oberliga NOFV-Süd mit dem Regionalliga-Aufstieg. Die Wende kam für Chemie zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, immerhin standen Anfang der 90er elf ehemalige Spieler des HFC in der Bundesliga unter Vertrag, darunter ein Dariusz Wosz oder ein René Tretschok. Seinen zu DDR-Zeiten gängigen Namen, HFC Chemie Halle, erhielt der Klub erst 1966. Anfang der 70er qualifi zierte sich Chemie mit einem dritten Platz sogar für den UEFA-Pokal, doch die Teilnahme am internationalen Wettbewerb endete in einer Tragödie: Nach einem 0:0 zu Hause gegen die PSV Eindhoven wurde das Team aus Halle in den Niederlanden in einen Hotelgroßbrand verwickelt. Während es einigen Spielern, wie Klaus Urbanczyk oder Erhard Mosert, unter wagemutigem Einsatz gelang, einigen Gästen das Leben zu retten, kam Nachwuchsspieler Wolfgang Hoffmann in den Flammen um. Chemie zog sich aus dem UEFA-Pokal zurück. Die letzte Saison in der DDR-Oberliga beendete Halle auf einem beachtlichen vierten Rang. Die Zukunft schien rosig, doch nach dem Exodus der Spieler und dem sofortigen Abstieg aus der gesamtdeutschen Zweiten Liga musste der HFC sogar kurzzeitig seine Vormachtstellung in der eigenen Stadt abgeben, als der VfL Halle 96 vorbeizog. Nun ist die Hackordnung wieder hergestellt – und vielleicht klappt‘s ja mit dem Aufstieg in die Regionalliga... Bekannte Spieler: Bernd Bransch, Klaus Urbanczyk, Werner Peter, René Tretschok, Dariusz Wosz.
      • 2 x Meister (1949, ’52), 2 x Pokalsieger (1956, ’62)

      CARL ZEISS JENA
      In der Saison 1980/81 spielte der FC Carl Zeiss die europäischen Top-Klubs reihenweise an die Wand. Unvergessen ist dabei der 1. Oktober 1980, als die AS Rom – nach 0:3-Hinspielniederlage – im Ernst-Abbe-Sportfeld mit einem grandiosen 4:0 auseinander genommen wurde. Über die weiteren Stationen Valencia, Newport (Wales) und Lissabon (Benfica) erreichte die von Hans Meyer (ja, genau der Hans Meyer, der heute den 1.FC Nürnberg coacht!) trainierte Elf das Finale im Cup der Pokalsieger. In Düsseldorf unterlag die Truppe um Kapitän Kurbjuweit im Ostblock-Duell allerdings Dinamo Tiflis nach 1:0-Führung mit 1:2 und verpasste den großen Coup. Den landete der Klub in den 50er Jahren, als er sich die Dienste eines Studenten der Jenaer Uni sicherte: Georg Buschner reifte zum Nationalspieler und feierte anschließend beachtliche Erfolge als Trainer. Mit Carl Zeiss wurde er drei Mal Meister (beim ersten Mal noch als „Motor Jena“, wie der Klub bis 1966 hieß), die DDR-Auswahl führte er 1974 mit bekanntem Ausgang zur WM nach Deutschland. Buschner hatte 1970 den Job des Auswahltrainers übernommen, zunächst in Doppelfunktion als CZ-Coach, ab 1971 war er ausschließlich für die Belange der Nationalmannschaft verantwortlich. Unter seinem Nachfolger Hans Meyer wuchsen Größen wie etwa Keeper Hans-Ulrich Grapenthin oder Lothar Kurbjuweit heran, der Klub etablierte sich als Konstante, was folgende Statistik eindeutig belegt: In der „Ewigen Tabelle“ der DDR-Oberliga liegt Carl Zeiss vor dem BFC Dynamo und Dynamo Dresden auf Rang 1. Der Einzug ins Europapokal-Finale 1981 war der letzte große Erfolg der Thüringer, die vor allem nach der Wende für einige Zeit in der Versenkung verschwanden. Immerhin gelang Carl Zeiss nach dem zwischenzeitlichen Sturz in die Oberliga zuletzt die Rückkehr in die Zweite Liga. Mit dem namenstiftenden Optik-Unternehmen hat der Verein heute übrigens nichts mehr zu tun. Er hat ihn lediglich aus Identifi kationsgründen behalten. Bekannte Spieler: Peter Ducke, Roland Ducke, Hans-Ulrich Grapenthin, Lothar Kurbjuweit, Lutz Lindemann, Bernd Schneider, Rüdiger Schnuphase, Eberhard Vogel.
      • 3 x Meister (1963, ’68, ’70), 4 x Pokalsieger

      FC KARL-MARX-STADT
      Heißt heute Chemnitzer FC und ist nach mehreren Jahren in der Zweiten Liga mittlerweile nur noch viertklassig. Immerhin führen die „Himmelblauen“ vom Stadion an der Gellertstraße die Oberliga NOFV-Süd an und liebäugeln mit der Regionalliga. Zu DDR-Zeiten trug der Verein den Namen FC Karl-Marx-Stadt, weil die Stadt von 1953 bis 1990 so hieß. Gegründet wurde der Klub 1946 noch als SG Chemnitz-Nord, die wiederum Nachfolgeverein des Polizei-Sportvereins Chemnitz war. Der PSV erreichte 1935 das Halbfi nale um die Deutsche Meisterschaft, scheiterte aber in Düsseldorf am späteren Champion Schalke 04 mit 2:3. Den größten Erfolg landete der FCK 1967, als er mit sieben Zählern Vorsprung auf Lok Leipzig zum ersten – und letzten – Mal DDR-Meister wurde. 1986 stieß als Zehnjähriger ein gewisser Michael Ballack zum FC Karl-Marx-Stadt, der die „Umwandlung“ zum Chemnitzer FC miterlebte und den Klub erst 1995 verließ. Den letzten großen internationalen Auftritt hatten die „Himmelblauen“ 1990, als sie in die dritte Runde des UEFA-Cups vordrangen und im Hinspiel bei Juventus Turin lange 1:0 führten. Doch Salvatore Schillaci (82‘) und Pierluigi Casiraghi (88‘) retteten „Juve“ den 2:1-Sieg. In Chemnitz siegten die Turiner 1:0, wenige Wochen später holten sie schließlich den Cup. Bekannte Spieler: Dieter Erler, Rico Steinmann, Eberhard Vogel.
      • 1 x Meister (1967)

      LOKOMOTIVE LEIPZIG
      Gemeinsam mit Dynamo Dresden war „Lok“ der populärste Klub der DDR – auch wenn es ihm nie gelang, die Meisterschaft zu holen. Der Nachfolgeverein des ersten deutschen Meisters VfB Leipzig erlebte seine große Zeit erst in den 70ern und 80ern, wurde drei Mal Vizemeister und erlebte zahlreiche Europapokal-Abende. 1974 scheiterte die „Loksche“ erst im UEFA-Cup- Halbfinale an Tottenham Hotspur, 1989 standen die Blau-Gelben sogar im Finale des Cups der Pokalsieger, unterlagen aber Ajax Amsterdam durch ein Marco-van-Basten-Tor mit 0:1. Nach der Wende etablierte sich der VfB Leipzig, wie der Klub nach der Wiedervereinigung zunächst wieder hieß, an der Spitze der Zweiten Liga und stieg 1993 – nach langem Zweikampf mit dem SV Waldhof im Kampf um Platz 3 – sogar auf, nach nur einem Jahr allerdings wieder ab. Der Weg ging ständig bergab und endete 2004 im Bankrott. Der von Fans neu gegründete 1.FC Lokomotive startete in der untersten Klasse einen Neuanfang und hat sich mittlerweile durch zwei Meisterschaften und eine Fusion (mit dem SSV Torgau) bis in die sechsthöchste Klasse (Bezirksliga Leipzig) hochgekämpft. Bekannte Spieler: Manfred Geisler, René Müller, Uwe Zötzsche, Matthias Liebers, Matthias Lindner.
      • 5 x Pokalsieger (1957, ’76, ’81, ’86, ’87)

      CHEMIE LEIPZIG
      Heißt heute FC Sachsen Leipzig und war zu DDRZeiten nur die Nummer 2 in der sächsischen Metropole. Chemie galt – ähnlich wie Union Berlin – als volksnaher „Klub der kleinen Leute“ und hatte darunter zu leiden, dass talentierte Spieler immer wieder zum privilegierten Lokalrivalen Lok abkommandiert wurden. Immerhin reichte es für das Team aus dem Stadtteil Leutzsch zu zwei Meistertiteln und einem Pokalsieg. Nach der Wende kratzten die Leutzscher mehrfach am Tor zur Zweiten Liga, den großen Sprung schafften sie allerdings nie. Immerhin sind sie nun die Nummer 1 in der Stadt, derzeit rangieren sie in der NOFV-Oberliga Süd auf Platz acht. Bekannte Spieler: Bernd Bauchspieß, Henning Frenzel, Manfred Walter.
      • 2 x Meister (1951, ’64), 1 x Pokalsieger (1966)

      1. FC MAGDEBURG
      Heute unvorstellbar, im Mai 1974 noch Realität: Die „Regionalauswahl“ des 1.FC Magdeburg besiegt den AC Mailand 2:0. Und das nicht etwa in irgendeinem Freundschaftskick, sondern im Europapokalfi nale. Der Triumph von Rotterdam markiert zugleich den einzigen internationalen Erfolg eines DDR-Klubs. Der 1.FCM erfreute sich mit Spielern wie Jürgen Sparwasser, Jürgen Pommerenke und „Paule“ Seguin seiner Goldenen Generation, die in den 70er Jahren zudem drei Meisterschaften und drei Pokalsiege bejubelte. In den 80er Jahren blieb den Blau-Weißen mit Ausnahme des FDGB-Pokalsiegs 1983 nur die Statistenrolle, nach der Wende führten grobe Managementfehler zum Absturz des Klubs, der die Qualifikation für die zweite Bundesliga verpasste. Größtes Highlight der jüngeren Vereinsgeschichte war der DFB-Pokalsieg gegen den FC Bayern München 2001. Ein Jahr später ebbte die Euphorie durch die Insolvenz und den Zwangsabstieg aus der Regionalliga schnell ab. Immerhin sind die Magdeburger – deren traditionsreiches Ernst-Grube-Stadion im vergangenen Jahr abgerissen wurde, um Platz für eine moderne Fußball-Arena zu schaffen – im Sommer in die Regionalliga zurückgekehrt. Bekannte Spieler: Martin Hoffmann, Jürgen Pommerenke, Detlef Raugust, Wolfgang Seguin, Jürgen Sparwasser, Joachim Streich, Wolfgang Zapf.
      • 3 x Meister (1972, ’74, ’75), 7 x Pokalsieger (1964, ’65, ’69, ’73, ’78, ’79, ’83), 1 x Europapokalsieger (1974)

      STAHL RIESA
      Der Fußball-Klub aus Mannheims Partnerstadt spielte zwischen 1968 und ’88 als BSG Stahl Riesa 16 Spielzeiten in der DDR-Oberliga, allerdings meist gegen den Abstieg. 1975 erreichten die Stahler mit Rang sechs die beste Platzierung und verpassten den UEFA-Pokal-Einzug nur knapp. Nach der Wende ereilte den Verein dasselbe Schicksal vieler anderer DDRKlubs. Sportlicher Absturz, Namensänderungen, schlechtes Management, Insolvenz. Heute ist der TSV Stahl Riesa in der Bezirksklasse Dresden Staffel 4 zu Hause und rangiert sogar hinter dem SC Riesa auf Platz vier. Kleiner Trost: Mit 78 Pfl ichtspielen in Folge ohne Niederlage hält Stahl einen deutschlandweiten Rekord. Die Serie riss am 23. September mit einer 0:2-Heimniederlage gegen die SpVgg Grün/Weiß Coswig. Bekannte Spieler: Willi Arlt, Ulf Kirsten, Hans-Ulrich Thomale.


      HANSA ROSTOCK
      Hansa ist seit der Wende mit elf Bundesliga-Spielzeiten der mit Abstand erfolgreichste Ost-Verein. Die Geschichte des Klubs beginnt im Erzgebirge. Die 1945 gegründete BSG Empor Lauter wurde 1954 als Tabellenführer der Oberliga nach Rostock delegiert, um der Ostseestadt einen attraktiven Fußballverein zu schenken. Bis 1965 spielte der Klub als Empor Rostock, später als Hansa – doch Erfolge gab es erst im letzten Jahr der DDR-Oberliga zu feiern: 1991 gelang Hansa sogar das Double. Die Qualifikation für die Bundesliga war somit geglückt. Hier sorgte Hansa für Furore, als es nach Siegen über Nürnberg (4:0), in München (2:1) und gegen Dortmund (5:1) die Tabellenspitze zierte. Am Ende stieg Hansa dennoch ab, ließ es sich aber nicht nehmen, Eintracht Frankfurt mit einem 2:1 am letzten Spieltag noch die Meisterfeier zu verderben. Von 1995 bis 2005 mischten die Rostocker ununterbrochen in der Eliteklasse mit. Eine Rückkehr in die Bundesliga scheint bei der derzeitigen Spitzenposition in der Zweiten Liga vorprogrammiert. Bekannte Spieler: Thomas Doll, Daniel Hoffmann, Juri Schlünz, Klaus-Dieter Seehaus, Joachim Streich, Florian Weichert.
      • 1 x Meister (1991), 1 x Pokalsieger (1991)

      SACHSENRING ZWICKAU
      Heißt heute FSV Zwickau und ist gerade in die NOFV-Oberliga Nord zurückgekehrt. Nachdem 1948 die SG Planitz die Ostzonenmeisterschaft gewonnen hatte, wurde das Team aus dem südlichen Vorort nach Zwickau delegiert und der ZSG Horch (benannt nach den Auto-Werken) angegliedert. 1950 folgte der zweite – und letzte – Meistertitel. Danach wurde Horch, das später Motor und ab 1968 Sachsenring hieß, ähnlich wie andere kleine Klubs vom Staat entscheidend benachteiligt. Das hinderte Sachsenring nicht daran, 1976 sensationell das Halbfinale im Cup der Pokalsieger zu erreichen. Nach der Wende blieb Zwickau zunächst außen vor, stieg aber 1994 in die Zweite Liga auf, wo es 1996 sogar am Bundesliga-Aufstieg schnupperte. Nach dem Abstieg 1998 und der Entlassung von Gerd Schädlich, heute erfolgreich in Aue tätig, ging es – mit den üblichen Begleiterscheinungen Zahlungsunfähigkeit und Insolvenzverfahren – bergab.
      • 2 x Meister (1948, ’50), 3 x Pokalsieger (1963, ’67, ’75)

      DIE DDR-POKALSIEGER
      1949 Waggonbau Dessau
      1950 EHW Thale
      1951 -
      1952 Volkspolizei Dresden
      1953 -
      1954 Vorwärts Berlin
      1955 Wismut Karl-Marx-Stadt
      1956 Chemie Halle-Leuna
      1957 Lokomotive Leipzig
      1958 Einheit Dresden
      1959 SC Dynamo Berlin
      1960 Motor Jena
      1961 -
      1962 Chemie Halle
      1963 Motor Zwickau
      1964 Aufbau Magdeburg
      1965 Aufbau Magdeburg
      1966 Chemie Leipzig
      1967 Motor Zwickau
      1968 Union Berlin
      1969 1.FC Magdeburg
      1970 Vorwärts Berlin
      1971 Dynamo Dresden
      1972 Carl Zeiss Jena
      1973 1.FC Magdeburg
      1974 Carl Zeiss Jena
      1975 Sachsenring Zwickau
      1976 Lokomotive Leipzig
      1977 Dynamo Dresden
      1978 1.FC Magdeburg
      1979 1.FC Magdeburg
      1980 Carl Zeiss Jena
      1981 Lokomotive Leipzig
      1982 Dynamo Dresden
      1983 1.FC Magdeburg
      1984 Dynamo Dresden
      1985 Dynamo Dresden
      1986 Lokomotive Leipzig
      1987 Lokomotive Leipzig
      1988 BFC Dynamo
      1989 BFC Dynamo
      1990 Dynamo Dresden
      1991 FC Hansa Rostock

      Quelle: SportWoche Nr. 38/06 & 39/06
    • schöner artikel mit trauriger realität.
      vielleicht versteht jetzt auch FCP-Schwabe warum es in leipzig nie eine fusion geben wird. :zwinkern:

      @ WaldhofBub
      nö, der inhalt ist auf dem 1. blick ok, hat bestimmt ein ossi geschrieben. :lool:
      man könnte den artikel sicherlich auch noch mit etlichen weiteren vereinen ergänzen.
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!
    • Original von Klutsch
      schöner artikel mit trauriger realität.
      vielleicht versteht jetzt auch FCP-Schwabe warum es in leipzig nie eine fusion geben wird. :zwinkern:

      @ WaldhofBub
      nö, der inhalt ist auf dem 1. blick ok, hat bestimmt ein ossi geschrieben. :lool:
      man könnte den artikel sicherlich auch noch mit etlichen weiteren vereinen ergänzen.

      info@spowo.net

      Die Jungs von der Sportwoche wären bestimmt dankbar dafür. :zwinkern:
    • Upps noch gar nicht gesehen:

      Man ist das bitter wenn man das teilweise liest die einzigsten die halbwegs überleben oder professionell spielen sind Hansa und Energie!

      Der Rest ist einfach nur traurig. :paranoid: :(


      Wenn es interessiert von eine mfrüheren Oberligisten....


      SV Babelsberg 03 Rückblick: Die letzten Jahre


      Saison Liga Platz Punkte Tore
      1991/92 Bezirksliga 2 46:18 92:40
      1992/93 Landesliga Süd 1 66:02 118:16
      1993/94 Verbandsliga 2 45:15 68:25
      1994/95 Verbandsliga 2 47:13 79:25
      1995/96 Verbandsliga 1 79 90:14
      1996/97 Oberliga Nord 1 68 67:13
      1997/98 Regionalliga Nordost 14 38 33:50
      1998/99 Regionalliga Nordost 15 34 36:50
      1999/00 Regionalliga Nordost 5 57 57:40
      2000/01 Regionalliga Nord 2 68 57:41
      2001/02 2. Bundesliga 18 18 39:82
      2002/03 Regionalliga Nord 16 34 54:73
      2003/04 Oberliga NOFV Nord 2 58 91:33
      2004/05 Oberliga NOFV Nord 2 65 59:25

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grobmotoriker ()

    • Original von Bigone
      Upps noch gar nicht gesehen:

      Man ist das bitter wenn man das teilweise liest die einzigsten die halbwegs überleben oder professionell spielen sind Hansa und Energie!
      Der Rest ist einfach nur traurig. :paranoid: :(

      na ja, wismut aue nicht zu vergessen aber grundsätzlich hast du recht.

      Original von Bigone
      Wenn es interessiert von einem früheren Oberligisten....
      SV Babelsberg 03 Rückblick: Die letzten Jahre
      ...

      ähm, in dem text ging es um die ddr- oberliga und warum taucht da wohl babelsberg 03 nicht auf... :zwinkern:
      ...und niemals vergessen
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    • Original von Bigone
      Alter..03 hat 2 Jahre DDR-Oberliga gespielt also Keep Smyling. Oder wie das gechrieben wird. :D


      b03 wurde erst 1991 wiedergegründet und um das erbe von rotation streitet ihr euch wohl noch mit fortuna, oder? also, immer schön sachlich bleiben....
      ...und niemals vergessen
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    • Original von Klutsch
      Original von Bigone
      Alter..03 hat 2 Jahre DDR-Oberliga gespielt also Keep Smyling. Oder wie das gechrieben wird. :D


      b03 wurde erst 1991 wiedergegründet und um das erbe von rotation streitet ihr euch wohl noch mit fortuna, oder? also, immer schön sachlich bleiben....


      Fortuna hat mit 03 gar nix zu tun!

      Die Fusion erging aus Rotation und Sc Potsdam die mit aufgenommen wurden das war genau warte mal..1966 gründete ma ndie BSG Motor.

      1991 kam die Gründung zum SVB richtig ja.

      Ja ich hätte es anders schreiben sollen sorry bin auch nur ein Mensch es hätte heisse nmüssen BSG Motor Babelsberg!!!!
      So zufrieden. :paranoid:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Grobmotoriker ()

    • Original von Bigone
      ...
      Fortuna hat mit 03 gar nix zu tun!


      und ich dachte in eurer vereinsgeschichte steht zu beginn eine fusion mit fortuna, woraus der sv nowawes später babelsberg bzw. potsdam 03 entstand. :rolleyes:
      der verein nach dem 2. weltkrieg und vorläufer von der bsg rotation hieß doch sg babelsberg, oder? letztendlich auch egal, in der oberliga hat zwar anfangs rotation aber motor babelsberg nie eine rolle gespielt (weder erfolgs- noch fantechnisch), schwankte der verein doch zwischen bezirks- und ddr- liga (vergleichbar mit der heutigen 2. liga)
      ...und niemals vergessen
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    • Original von Klutsch
      Original von Bigone
      ...
      Fortuna hat mit 03 gar nix zu tun!


      und ich dachte in eurer vereinsgeschichte steht zu beginn eine fusion mit fortuna, woraus der sv nowawes später babelsberg bzw. potsdam 03 entstand. :rolleyes:
      der verein nach dem 2. weltkrieg und vorläufer von der bsg rotation hieß doch sg babelsberg, oder? letztendlich auch egal, in der oberliga hat zwar anfangs rotation aber motor babelsberg nie eine rolle gespielt (weder erfolgs- noch fantechnisch), schwankte der verein doch zwischen bezirks- und ddr- liga (vergleichbar mit der heutigen 2. liga)


      Ja damit hast du leider Recht das stimm aber das Thema ist interessant deswegen wolte ich es posten.

      1903 Gründung des SC Jugendkraft 1903
      1905 Gründung des FC Fortuna 05 Nowawes
      1919 Fusion beider Vereine zum SV Nowawes 03
      1928/29 Sepp Herberger (später jahrzehntelang Coach der Nationalmannschaft) trainiert den SV Nowawes 03
      1933-1935 Durchmarsch von der dritthöchsten, der Kreisliga, in die höchste Spielklasse, die Gauliga (insgesamt 42 Spiele mit 200 : 68 Toren und 71 : 13 Punkten)


      Du meinst das (gesposort von babelsberg03.de) ja aber die Rede ist von FC Fortuna zu Nowawes ich weis nicht ob das die Fortuna von heute ist glaub nicht! :paranoid:

      Aber letzlich egal in der Oberliga haben wir keine Rolle gespielt!
    • Original von Bigone
      ...
      Du meinst das (gesposort von babelsberg03.de) ja aber die Rede ist von FC Fortuna zu Nowawes ich weis nicht ob das die Fortuna von heute ist glaub nicht! :paranoid:

      fortuna babelsberg

      Original von Bigone
      Aber letzlich egal in der Oberliga haben wir keine Rolle gespielt!

      so ist es und mehr wollte ich eigentlich auch nicht zum ausdruck bringen. :zwinkern:
      ...und niemals vergessen
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    • 1949/1950
      1. Spieltag 04.09.49 SV Babelsberg 03 - SG Dresden-Friedrichstadt 2:12
      1978/1979
      25. Spieltag 06.06.79 FSV Böhlen - BFC Dynamo 3:10
      1978/1979
      26. Spieltag 09.06.79 1. FC Magdeburg - FSV Böhlen 10:2
      1949/1950
      5. Spieltag 11.12.49 SG Dresden-Friedrichstadt - FC Anker Wismar 11:0
      1981/1982
      3. Spieltag 05.09.81 Dynamo Dresden - SV 1899 Merseburg 10:1
      1982/1983
      23. Spieltag 07.05.83 FSV Böhlen - BFC Dynamo 2:9
      1952/1953
      29. Spieltag 22.03.53 Dresdner SC - 1. SV Gera 9:2
      1984/1985
      24. Spieltag 11.05.85 Dynamo Dresden - 1. SV Suhl 1906 8:3
      1971/1972
      19. Spieltag 11.03.72 Hallescher FC - BFC Dynamo 3:8
      1979/1980
      17. Spieltag 15.03.80 BFC Dynamo - Sachsen Leipzig 10:0
      1978/1979
      17. Spieltag 17.03.79 BFC Dynamo - FSV Zwickau 10:0
      1949/1950
      18. Spieltag 05.02.50 SV Dessau 05 - SG Vorwärts Schwerin 10:0
      1984/1985
      1. Spieltag 18.08.84 Dynamo Dresden - Sachsen Leipzig 9:1
      1979/1980
      15. Spieltag 01.03.80 BFC Dynamo - Stahl Riesa 9:1


      Hier ein paar der höchsten Siege in der Geschichte der Liga, und die BSG ganz vorne mit dabei. :unsicher: Die sind zu finden bei weltfussball.de :cool:
    • Original von Bigone
      1949/1950
      1. Spieltag 04.09.49 SV Babelsberg 03 - SG Dresden-Friedrichstadt 2:12
      ...


      da sind die daten von weltfussball.de anscheinend nicht korrekt. die oberliga ging laut fussballdaten.de erst zwei wochen später los und besagtes spiel fand am 10. spieltag statt (siehe hier). der verein hieß ab juli 1949 auch bereits bsg märkische volksstimme babelsberg (vorher sg babelsberg) bzw. ein jahr später bsg rotation babelsberg.
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Klutsch ()

    • Original von Klutsch
      Original von Bigone
      1949/1950
      1. Spieltag 04.09.49 SV Babelsberg 03 - SG Dresden-Friedrichstadt 2:12
      ...


      da sind die daten von weltfussball.de anscheinend nicht korrekt. die oberliga ging laut fussballdaten.de erst eine woche später los und besagtes spiel fand am 10. spieltag statt (siehe hier). der verein hieß ab juli 1949 auch bereits bsg märkische volksstimme babelsberg (vorher sg babelsberg) bzw. ein jahr später bsg rotation babelsberg.


      Na dann schreib ma ne Mail an die das die falsche Daten haben! :häh:
    • Neu

      Ich hatte mich schon vor ein paar Wochen gewundert, wieso sich in der Ergebnisübersicht bei MDR online (mdr.de/sport/ergebnisse) wo man RL, OL oder die Verbandsligen etc. anwählen kann, auf einmal auch eine Zeile "DDR-Oberliga 1989" eingeschlichen hatte; zu dem Zeitpunkt leer, ohne Ergebnisse.

      Jetzt ist es klar, der MDR scheint chronologisch Woche für Woche diese Saison noch einmal durchzugehen! :thumbsup:

      DDR-Oberliga - Die Wendesaison:

      1. FC Lok mit Blitztor - Erfurt schockt BFC

      12. August 1989 - 1. Spieltag

      Der 1. FC Lok Leipzig hat sich mit einem 3:1-Auftaktsieg gegen Aufsteiger Fortschritt Bischofwerda an die Tabellenspitze der DDR-Oberliga 1989/90 gesetzt. Das entscheidende Tor erzielte mit Dirk Parnow ein Neuzugang. Für die Überraschung des ersten Spieltags sorgte aber Rot-Weiß Erfurt: Die Thüringer trotzten dem BFC Dynamo ein 2:2 ab. Der einzige Auswärtssieg gelang derweil dem 1. FC Magdeburg.

      mdr.de/sport/fussball/ddr-ober…ch-blitztor-vorn-100.html
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
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