Fanrechtefonds, Repressionen & Proteste

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    • Fanrechtefonds, Repressionen & Proteste

      Ich habe für diese gute Idee noch einmal einen eigenen Thread eröffnet und kopiere mal ein Posting aus einen anderen Forum. Wäre toll, wenn jeder User darüber auch etwas in sein jeweiliges Vereinsforum einstellen könnte, um eine möglichst breite Unterstützung zu gewährleisten denn schließlich betrifft es uns alle. Getrennt in den Farben, vereint in der Sache!


      Fanrechtefonds

      nach langer vorbereitungszeit nun endlich da:
      http://www.fanrechte.de/

      Unser Projekt wird getragen von zahlreichen deutschen Fanclubs und Fangruppen, von den beiden überregionalen Fanorganisationen BAFF und PRO FANS sowie von vielen Einzelpersonen. Ein aus fünf Fans verschiedener Vereine bestehender Kassenrat entscheidet im Einklang mit der Satzung des Treuhandkontos über die Verwendung der Spenden. Zwei Anwälte verwalten das Geld und überwachen die satzungsgemäße Nutzung. Sei auch du dabei! Sprich mit deinen Freunden, um die Idee zu unterstützen und allen zu Ihrem Recht zu verhelfen!

      und der spiegel berichtet auch schon:
      [URL=http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,452978,00.html]Fans gründen Fonds für Klagen gegen den DFB[/URL]
      ...
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    • PRESSEMITTEILUNG

      Fußballfans gründen bundesweiten Fanrechtefonds

      Fußballfans aus ganz Deutschland haben sich zusammengeschlossen, um mit vereinten Kräften gegen die stetige Verletzung der Rechte von Fußballfans vorzugehen. Mit Hilfe des heute gegründeten Fonds soll die nötige finanzielle Basis geschaffen werden, um die nicht mehr hinnehmbare Behandlung unschuldiger und friedlicher Fußballfans juristisch überprüfen zu lassen.

      Bereits seit Jahren haben Fußballanhänger eine zunehmende kollektive Kriminalisierung durch Polizei und DFB zu beklagen. Entgegen der Hoffnungen der Fans hält die im Vorwege der WM spürbar verschlechterte Situation auch nach der Rückkehr zum Liga-Alltag an. So führt eine einfache, routinemäßige Personalienaufnahme an einem Spieltag häufig zu einem Eintrag in die Polizeidatei „Gewalttäter Sport". Zur Erteilung eines Stadionverbots reicht die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Dass die meisten Verfahren im Fußballumfeld später eingestellt werden, findet bei der Vergabepraxis keinerlei Berücksichtigung. Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist, gilt hierbei leider nicht.

      Exemplarisch für die oft willkürliche Praxis von offizieller Seite ist der Fall einer Gruppe argentinischer Fußballfans, denen bei der Fußball-WM im vergangenen Sommer ein Stadionverbot vom FIFA-WM-Organisationskomitee erteilt wurde. Der konkrete Vorwurf lautete damals, die Fans hätten innerhalb (!) des argentinischen Fanbereichs ihre Sitzplätze mit anderen Fans getauscht und bei emotionalen Situationen während des Spiels zeitweilig auf ihren Sitzen gestanden. Die ausgesperrten Fußballfans klagten gegen das erteilte Stadionverbot und erhielten vor dem Landgericht Frankfurt Recht: Eine einstweilige Verfügung des Gerichts ermöglichte ihnen, die weiteren Spiele ihrer Nationalmannschaft zu besuchen.

      Ähnlich groteske Fälle sind leider auch im deutschen Ligaalltag – unbemerkt von einer großen Öffentlichkeit – an der Tagesordnung.
      Allerdings fehlen den zumeist jugendlichen Betroffenen fast immer die finanziellen Mittel, um eine juristische Auseinandersetzung einzuleiten. Die Initiatoren wollen mit Hilfe des Fonds die Rechte aller Fans stärken. Mit erwarteten mehreren tausend Euro Spenden pro Jahr und ausgewählten, richtungweisenden Fällen, kann ein Umdenken auf Seiten der Verantwortlichen bewirkt werden – insbesondere beim DFB.

      Die Initiatoren des Fanrechtefonds waren immer und sind auch weiterhin gesprächsbereit. Ausdrücklich begrüßt wird auch, dass die Arbeit der Fanprojekte gestärkt werden soll und ein „Fankongress" durch DFB und DFL vorbereitet wird. Bei ähnlichen, durchaus konstruktiv verlaufenen, Gesprächen in den vergangenen Jahren konnte eine Verbesserung der Situation jedoch nicht erreicht werden. Selbst die Appelle des Bundespräsidenten Rau verpufften ergebnislos. Das im Sommer 2005 vom damaligen Bundesinnenminister Schily und dem DFBPräsident Zwanziger abgegebene Versprechen, eine Ombudsstelle für Fans einzurichten, wurde jüngst vom DFB widerrufen.

      Die Initiatoren der Unterstützungskasse für Fanrechte verschließen nicht die Augen vor den tatsächlich existierenden Problemen bzgl.
      Gewalt rund um den Fußballsport, wie sie in den vergangenen Wochen bedauerlicherweise wiederholt zu Tage getreten sind. Derartig unhaltbare Zustände, wie sie am Rande einiger Fußballspiele zu beobachten waren, rechtfertigen jedoch keine Stadionverbote gegen unschuldige Fans nach dem Gießkannenprinzip. Die Initiatoren distanzieren sich in aller Deutlichkeit von Gewalt und Rassismus in und außerhalb der Stadien. Eine Unterstützung von Hooligans und rassistischen Fans ist durch die Satzung des Fonds ausdrücklich ausgeschlossen.

      Die Kontoverbindung des Spendenkontos lautet:
      Kontoinhaber: Rechtsanwalt Dirk Seitz
      Kontonummer: 4956785
      Bankleitzahl: 20070024 (Deutsche Bank Hamburg)

      Ein aus fünf Fans verschiedener Vereine bestehender Kassenrat entscheidet in Einklang mit der Satzung des Treuhandkontos über die Verwendung der Spenden. Zwei Anwälte verwalten das Geld und überwachen die satzungsgemäße Nutzung. Weitere Informationen über das Projekt „Fanrechtefonds" sind unter fanrechte.de abrufbar. Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen deutschen Fanclubs und Fangruppen, sowie den beiden großen überregionalen Fanorganisationen BAFF und PRO FANS.

      Für persönliche Anfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
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    • so langsam kommt immer mehr klarheit in dieses lobenswerte vorhaben. ich zitiere mal den beteiligten unioner:

      ...Die Idee ist, dass besonders prägnante Fälle, wo Fanrechte mit Füßen getreten wurden, finanziell unterstützt werden, mit dem Ziel, zu einem für uns günstigen Urteil zu kommen, das für ähnliche Fälle als Muster dienen kann, so dass Ordnungskräfte etc. daran gebunden sind. Dies im bundesweiten Rahmen, mit der Unterstützung möglichst vieler Fanszenen und Einzelpersonen.
      ...


      ...es gibt eine ganze Reihe von sich wiederholenden Sachen, deren Rechtmäßigkeit auch von Juristen in Frage gestellt wird.

      Zum Beispiel die vorab geplanten (also ohne aktuellen Anlass angewiesenen) Einkesselungen auswärts, unter dem juristischen Deckmantel, die auswärtigen Fans vor Gefahr zu beschützen. In Dresden mag das sogar zutreffen, aber ansonsten ist der wahre Grund natürlich ein ganz anderer: Es werden alle vorsorglich in Sippenhaft genommen, weil die Polizei meint, es könnten sich Leute unter dem Mob befinden, die sich daneben benehmen.

      Oder die Datenübermittlungen der Polizei an die Vereine, wenn gegen Fans ermittelt wird. Die Folge ist klar: Stadionverbot. Solange es dabei um ein Vorkommnis im Stadion geht, ist das nicht zu beanstanden, aber darüber hinaus ist die Rechtmäßigkeit zumindest sehr zweifelhaft.

      Dagegen zu klagen, hat nur noch niemand durchgezogen, weil Prozesse eine Menge Geld kosten und der Leidensdruck schon sehr hoch sein muss, ehe man sich als Privatperson auf so ein Abenteuer einlässt, dessen Ausgang in der Tat (siehe das erstinstanzliche Urteil im Prozess des Dresdner Mädchens, das sich in Saarbrücken vor der Polizei ausziehen musste) ungewiss ist. Aber wenn es dann tatsächlich zu dem einen oder anderen Urteil kommen sollte, das die Bürgerrechte von Fußballfans bestätigt, wäre das sehr nützlich.
      ...
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    • allein die datenweitergabe der polizei für vorkommnisse außerhalb des stadions, ist für mich angesicht unserer sonstigen datenschutzsensibilität, eigentlich völlig unverständlich.
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    • Original von Klutsch
      allein die datenweitergabe der polizei für vorkommnisse außerhalb des stadions, ist für mich angesicht unserer sonstigen datenschutzsensibilität, eigentlich völlig unverständlich.

      Um die Sache etwas abzukürzen, sollte man vielleicht versuchen aufzuzählen, welches Verhalten der Polizei denn in diesem Zusammenhang überhaupt verständlich ist! :rolleyes:
    • guter artikel in der süddeutschen zeitung darüber:

      Fanrechte
      "Ich fühlte mich erniedrigt und beschmutzt"
      Demütigungen durch die Polizei, ungerechtfertigte Stadionverbote, zahlreiche Klagen: Parallel zur DFB-Task Force geht ein Bündnis für Fanrechte an die Öffentlichkeit.

      Corinna F., 16, wollte ein Fußballspiel ansehen. Dann kam die Polizei. Routinekontrolle. Das Mädchen stand mit bloßen Füßen auf einer eiskalten Straße, dann musste sie sich in einer Kabine nackt ausziehen, die von außen einzusehen war. Keiner klärte sie auf, dass sie die Demütigung ganz einfach hätte beenden können, wenn sie auf den Besuch des Zweitligaspiels zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Dynamo Dresden verzichtet hätte. ,,Ich fühlte mich erniedrigt und beschmutzt‘‘, sagt Corinna F., ,,die Männer sind alle nur abgetastet worden. Im Stadion trafen wir eine andere Frau, die auch im Zelt war. Die hat die erste Halbzeit lang nur geheult.‘‘
      ...

      Quelle: sueddeutsche.de, ganzer Artikel
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    • Thema: Polizeiwillkür

      Stellungnahme zu den Vorfällen am 17.12.2006 in Karlsruher Wildpark beim Spiel Karlsruher SC - SpVgg Fürth:

      Nach ca. 10 Minuten verließen die Ultras Fürth 1998 geschlossen den Block um ihren Protest gegenüber den heutigen Polizeimaßnahmen zum Ausdruck zu bringen. Die Maßnahmen der Karlsruher Polizei an diesem Tag waren absolut unangebracht, freiheitseinschränkend und standen in keiner Relation zu der Anzahl und zum Verhalten der mitgereisten Fürther Fans. Das Verhalten unserer Gruppe und der gesamten mitgereisten Anhängerschaft war an diesem Tag tadellos. Wenn es soweit gekommen ist, dass man ohne konkreten Grund keinen unbeobachteten Schritt mehr gehen kann, ist für uns eine Grenze erreicht, an dem die Unterstützung der Mannschaft in den Hintergrund tritt. Die Polizeimaßnahmen an diesem Tage äußerten sich konkret wie folgt:

      - komplette Durchsuchung unseres Busses durch Beamte und Hunde
      - Polizeikessel vom Bus zum Stadion, Fortbewegung nur auf Kommando der Polizei erlaubt
      - eine völlig unbegründete Festnahme eines Fürthers zur Gefahrenabwehr NACH Kaufen der Eintrittskarte ohne das dieser bis dahin irgendwie aufgefallen wäre
      - teilweise Entkleidung bei den Eingangskontrollen (Herunterlassen der Hose)
      - Einkesselung im Block von drei Seiten und Videoüberwachung von mehreren Seiten
      - zwei weitere unbegründete Festnahmen nach Verlassen des Blockes
      - Komplette Entkleidung der zwei Festgenommenen und Kontrolle des Analbereiches
      - Jeder Fürther der das Stadion daraufhin verlassen wollte, wurde gewaltsam von Polizisten daran gehindert und die Stadiontore wurden verschlossen
      - Eine Person die nach Namen und Dienstnummern der Polizisten fragte, wurde hingegen sofort aus dem Stadion geschmissen

      Wenn die Grundrechte für Fußballfans nicht mehr gelten, und Menschenwürde einen Polizisten unbekannter Begriff zu sein scheint, werden Grenzen überschritten, die nicht mehr hinnehmbar sind. Alle mitgereisten Fans verhielten sich zu jedem Zeitpunkt ruhig, und äußerten ihren Unmut nur verbal. Die Ordner und die Fanbetreuung des KSC äußerten ihr Entsetzen über das Verhalten der Polizei. Auf Grund der Vorkommnisse entschloss man sich sobald wie möglich die Heimreise anzutreten, was uns von der Polizei nur gestattet wurde, in dem unser Bus ins Stadion gefahren wurde. Allen Anwesenden wurde zudem ein Betretungsverbot für die Karlsruher Innenstadt ausgesprochen und man wurde den kompletten Heimweg von Polizeikräften begleitet und in Fürth von einheimischen Beamten im Empfang genommen. Wir danken allen denen die den Block mit uns verlassen und teilweise mit uns die Heimreise angetreten haben für ihre Solidarität.

      Als erste Konsequenz wird es beim Pokalspiel gegen Wolfsburg von unserer Seite keinen organisierten Support geben. "

      Quelle: Ultras Fürth
    • Original von WaldhofBub
      Original von Leimener
      Traurig sowas.
      Die Fürther haben friedlich ihre Fahnen geschwenkt, auf einmal waren sie weg. :no:

      Ist leider fast schon Normalität in Karlsruhe. Die Förster sind da irgendwie immer "leicht" übermotiviert! :dreh:


      Egal wo, die Förster drehen zur Zeit überall durch. Das ganze scheint System zu haben. Aber daß ausgerechnet die harmlosen Fürther so fertiggemacht werden, wundert mich schon.
      Ist es das Ziel dieser ganzen "Kampagne", daß man keine Gästefans mehr haben will? Es scheint darauf hinauszulaufen.
      Bin mal gespannt, wann jeder Fußballfan seinen eigenen Polizisten bekommt. Lang dürfte das ja nicht mehr dauern.
      Wenn ich einen Polizisten sehe, könnte ich mittlerweile nur noch :kotz:
    • Fußballfans sind keine Verbrecher !!!

      Stellungnahme zu den Vorfällen am 17.12.2006 in Karlsruher Wildpark beim Spiel Karlsruher SC - SpVgg Fürth:

      Nach ca. 10 Minuten verließen die Ultras Fürth 1998 geschlossen den Block um ihren Protest gegenüber den heutigen Polizeimaßnahmen zum Ausdruck zu bringen. Die Maßnahmen der Karlsruher Polizei an diesem Tag waren absolut unangebracht, freiheitseinschränkend und standen in keiner Relation zu der Anzahl und zum Verhalten der mitgereisten Fürther Fans. Das Verhalten unserer Gruppe und der gesamten mitgereisten Anhängerschaft war an diesem Tag tadellos. Wenn es soweit gekommen ist, dass man ohne konkreten Grund keinen unbeobachteten Schritt mehr gehen kann, ist für uns eine Grenze erreicht, an dem die Unterstützung der Mannschaft in den Hintergrund tritt. Die Polizeimaßnahmen an diesem Tage äußerten sich konkret wie folgt:

      - komplette Durchsuchung unseres Busses durch Beamte und Hunde
      - Polizeikessel vom Bus zum Stadion, Fortbewegung nur auf Kommando der Polizei erlaubt
      - eine völlig unbegründete Festnahme eines Fürthers zur Gefahrenabwehr NACH Kaufen der Eintrittskarte ohne das dieser bis dahin irgendwie aufgefallen wäre
      - teilweise Entkleidung bei den Eingangskontrollen (Herunterlassen der Hose)
      - Einkesselung im Block von drei Seiten und Videoüberwachung von mehreren Seiten
      - zwei weitere unbegründete Festnahmen nach Verlassen des Blockes
      - Komplette Entkleidung der zwei Festgenommenen und Kontrolle des Analbereiches
      - Jeder Fürther der das Stadion daraufhin verlassen wollte, wurde gewaltsam von Polizisten daran gehindert und die Stadiontore wurden verschlossen
      - Eine Person die nach Namen und Dienstnummern der Polizisten fragte, wurde hingegen sofort aus dem Stadion geschmissen

      Wenn die Grundrechte für Fußballfans nicht mehr gelten, und Menschenwürde einen Polizisten unbekannter Begriff zu sein scheint, werden Grenzen überschritten, die nicht mehr hinnehmbar sind. Alle mitgereisten Fans verhielten sich zu jedem Zeitpunkt ruhig, und äußerten ihren Unmut nur verbal. Die Ordner und die Fanbetreuung des KSC äußerten ihr Entsetzen über das Verhalten der Polizei. Auf Grund der Vorkommnisse entschloss man sich sobald wie möglich die Heimreise anzutreten, was uns von der Polizei nur gestattet wurde, in dem unser Bus ins Stadion gefahren wurde. Allen Anwesenden wurde zudem ein Betretungsverbot für die Karlsruher Innenstadt ausgesprochen und man wurde den kompletten Heimweg von Polizeikräften begleitet und in Fürth von einheimischen Beamten im Empfang genommen. Wir danken allen denen die den Block mit uns verlassen und teilweise mit uns die Heimreise angetreten haben für ihre Solidarität.

      Als erste Konsequenz wird es beim Pokalspiel gegen Wolfsburg von unserer Seite keinen organisierten Support geben. "

      Quelle: Ultras Fürth


      Meinen Kommentar dazu verkneife ich mir, aber jeder aktive Fußballfan dürfte wohl dasselbe darüber denken
    • Original von Saar-Schickeria
      Ich verstehs irgendwie nicht so ganz.... im Osten kommt es immer wieder zu Ausschreitungen wo die Polizei sich immer nur "dazwischen stellt" und wenn nix los ist dann sorgen die für Action im Haus.....


      wie kommst du denn darauf? allein in berlin gab es dieses jahr schon etliche vorfälle mit unseren (demoerfahrenen) prügelcops. wie sirdinho schon schreibt: "Egal wo, die Förster drehen zur Zeit überall durch." und das ist im westen wie im "bösen" osten der fall.
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    • Ok, ich hab mich nicht so klug ausgedrückt. Aber wenn man sich die massigen Videos von Vorfällen anschaut dann sind da so gut wie keine prügelnden Cops zu sehen, obwohl sie "Grund" dazu hätten richtig drauf zu gehen. Statt dessen stehen sie nur zwischendrin rum und schauen blöd.

      Bin froh das wir diese Probleme nicht haben mit den Cops, von denen bekommt nur der Verein was zu spüren, wegen neuem Polizeipräsident und stärkeren Sicherheitsauflagen und so nem bla.
    • RE: Thema: Polizeiwillkür

      Die Ultras Fürth 1998 lösen sich mit sofortiger Wirkung auf.

      Das Jahr 2006 war geprägt von zahlreichen Rückschlägen, die es uns in der Konsequenz unmöglich machen, unsere Vorstellung von Ultra weiterhin so auszuleben wie wir es wollen. Wir standen vor der Wahl, uns der Repression und dem modernen Fußball zu beugen und anzupassen oder einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Wir haben uns entschieden. Kompromisse und Anpassungen kommen für uns nicht mehr in Frage, zu viel und zu lange haben wir zurückgesteckt. In den letzten 1,5 Jahren war es für uns nicht mehr möglich, eigene Akzente zu setzen und sich auf die wesentliche Ziele zu konzentrieren, zu sehr war man mit externen und internen Problemen beschäftigt. Deshalb bleibt uns nur der einzige ehrliche Ausweg: die Auflösung. Oder mit anderen Worten: Kapitulation, Aufgabe, Resignation, Schwäche. Wir müssen eingestehen: Für uns ist der Kampf verloren.
      Die Ursachen lassen sich in zwei wesentliche Bereiche aufteilen: die Repression durch den Staat und die "Scheinehe" mit "Greuther Fürth."
      Angefangen mit den Vorfällen Ende 2005 in Regensburg traf uns regelmäßig die Keule der Staatsmacht mit voller Kraft. Sicherlich hat man auch das ein oder andere Mal über die Stränge geschlagen, aber auch eine gewisse Radikalität gehört eben zu unserer Vorstellung von Fankultur. Schlagpunkte wie Augsburg oder Karlsruhe waren dabei nur die Höhepunkte im Jahr 2006. Im speziellen muss man jedoch sagen, dass Augsburg auch gewissermaßen ein Erfolg für die aktive Fürther Szene war, da man entschlossen den Zugriff der Polizei abwehrte und diese zum Verlassen des Blockes zwang. Klar ist uns auch, dass man dafür im Nachhinein die Konsequenzen zu tragen hat, aber das ist es wert.
      Im heutigen modernen Fußball und unter der Fuchtel des Polizeistaates ist es einer Gruppe wie der unsrigen nicht mehr möglich ihre Vorstellung von Fansein so auszuleben, wie sie es will. Zu viele Angriffspunkte bietet eine kleine Gruppe, wie die UF 98, zu oft mussten Einzelpersonen Angriffe verschiedenster Institutionen über sich ergehen lassen, ohne, dass man ein wirksames Mittel dagegen finden konnte. Während man sich nach den ersten Angriffen noch eher gestärkt fühlte, und als Gruppe zusammenwuchs, ist es uns mittlerweile nicht mehr möglich ein gesundes Gruppenleben aufrecht zu erhalten. Als Gruppe können wir nicht mehr gemeinsam und geschlossen auftreten. Somit fällt auch die letzte Verteidigungsbastion gegen äußere Einflüsse und unsere Feinde weg.
      Zudem zeigte sich in den letzten Jahren eine zunehmende Distanzierung von der Marke "Greuther Fürth". Während man vor einigen Jahren noch nicht nachvollziehen konnte, dass ältere Fürther sich von ihrem Verein abwenden, kann manch einer dies mittlerweile vielleicht besser verstehen. Der Gang zu Heimspielen in den Ronhof macht keinen Spaß mehr, es ist nur noch ein einziger Graus und zur Gewohnheit gewordene Pflicht. So wie weltweit der moderne Fußball um sich greift, ist dies natürlich auch im beschaulichen Fürth so, auch wenn uns hier der härteste Schlag schon vor gut zehn Jahren traf, als uns die SpVgg Fürth genommen wurde. Zu damaliger Zeit waren wir damit wohl der traurige Vorreiter in Deutschland. Man konnte damals aber noch nicht ahnen welche Ausmaße dieser Beitritt nach sich ziehen sollte, mittlerweile ist man eines besseren belehrt worden. Aber niemand braucht "Greuther Fürth", niemand will "Greuther Fürth". Auch der letzte Identifikationspunkt ist mittlerweile verloren gegangen. Für uns gibt es nur die SpVgg Fürth. In den ersten Jahren nach dem Beitritt des TSV Vestenbergsgreuth gab es jedoch immer Punkte die für uns einen ehrlichen Fußball ausmachten, die sind aber mittlerweile nahezu komplett verschwunden (z.B. Ikea Tag, Gärtla Abriss, Maskottchen Eddy, 100-Jahre Jubiläum, Modernisierung des Vereinswappens, Verschweigen bzw. Ignorieren von vorhandener Tradition usw.)
      Während man sich lange Zeit noch mit seinem Idealismus über Wasser halten konnte, ist mittlerweile die kalte und nüchterne Realität eingekehrt. Man rennt einem Gesichts- und seelenlosen Verein hinter her, der sich Kunden statt Fans wünscht und sein ganzes Verhalten nur noch auf Verkaufsoptimierung ausrichtet. Das dieser Weg in die absolut falsche Richtung führt, und auf Vernichtung echter Fankultur ausgerichtet ist, müsste jedem klar sein, der sich die Marke "Greuther Fürth" etwas genauer ansieht. Echte Werte sind Fehlanzeige und von den Verantwortlichen auch nicht gewünscht.
      Wir stellen uns die Frage, wofür wir das Ganze noch auf uns nehmen? Zuletzt gelang uns das nur noch durch volle Konzentration auf unsere Gruppe, auf die von uns geschaffene Kultur. Doch mittlerweile ist der Preis, denn wir dafür zahlen sollen, zu hoch. Ein ehrliches und konsequentes Weiteragieren als Gruppe ist unmöglich geworden.
      Auch wenn es eine Kapitulation und ein Scheitern sein mag, ist es für uns immer noch der ehrlichste Weg. Wir beenden die Sache so, wie wir auch die 8 1/2 Jahre Ultras Fürth gelebt haben: Ganz oder gar nicht. In diesem Sinne bedanken wir uns bei allen Personen die wir in den letzten 8 1/2 Jahren kennen gelernt haben, die das Kleeblatt mit uns gelebt haben und weiterleben, diejenigen die mit uns gefeiert haben und uns auch in schwierigen Situationen unterstützt haben. Trotz aller Rückschläge und Probleme war es eine geile und gute Zeit. Vieles haben wir in den letzten 8 1/2 Jahren aufgebaut, vieles davon hat sich im letzten Jahr schon verabschiedet, der Rest folgt nun. Am heutigen Tage löst sich alles von uns geschaffene in Asche auf und wird für immer Vergangenheit sein. Die Szene liegt brach. Jeder von uns muss nun seinen eigenen Weg mit (oder ohne) dem Kleeblatt und dem modernen Fußball finden.
      Zuletzt bleibt nur die Hoffnung, dass genug Kämpfer in Deutschland übrig bleiben, die dem Staat und dem modernen Fußball die Stirn bieten und sagen: "Mit uns nicht!" Wir können uns als Gruppe nicht mehr zu diesen zählen. Unser Weg bleibt hoffentlich lange Zeit die einzige derartige Entscheidung in Deutschland. Wir wünschen allen Gruppen genug Kraft für die zukünftigen Gefechte, macht es besser als wir.

      Nur das Kleeblatt Fürth
      Fürth, den 19.01.2007
      1998 - 2007
      Ultras Fürth
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    • ...
      Wir standen vor der Wahl, uns der Repression und dem modernen Fußball zu beugen und anzupassen oder einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Wir haben uns entschieden. Kompromisse und Anpassungen kommen für uns nicht mehr in Frage, zu viel und zu lange haben wir zurückgesteckt. In den letzten 1,5 Jahren war es für uns nicht mehr möglich, eigene Akzente zu setzen und sich auf die wesentliche Ziele zu konzentrieren, zu sehr war man mit externen und internen Problemen beschäftigt. Deshalb bleibt uns nur der einzige ehrliche Ausweg: die Auflösung. Oder mit anderen Worten: Kapitulation, Aufgabe, Resignation, Schwäche. Wir müssen eingestehen: Für uns ist der Kampf verloren.
      ...


      respekt für diese evaluierung des eigenen handelns, mit aller konsequenz für die zukunft.
      eine schlacht ist verloren aber hoffentlich nicht der krieg:
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    • RE: Thema: Polizeiwillkür

      Original von Klutsch
      [...]

      Die Ursachen lassen sich in zwei wesentliche Bereiche aufteilen: die Repression durch den Staat und die "Scheinehe" mit "Greuther Fürth."

      [...]

      Zudem zeigte sich in den letzten Jahren eine zunehmende Distanzierung von der Marke "Greuther Fürth". Während man vor einigen Jahren noch nicht nachvollziehen konnte, dass ältere Fürther sich von ihrem Verein abwenden, kann manch einer dies mittlerweile vielleicht besser verstehen. Der Gang zu Heimspielen in den Ronhof macht keinen Spaß mehr, es ist nur noch ein einziger Graus und zur Gewohnheit gewordene Pflicht. So wie weltweit der moderne Fußball um sich greift, ist dies natürlich auch im beschaulichen Fürth so, auch wenn uns hier der härteste Schlag schon vor gut zehn Jahren traf, als uns die SpVgg Fürth genommen wurde. Zu damaliger Zeit waren wir damit wohl der traurige Vorreiter in Deutschland. Man konnte damals aber noch nicht ahnen welche Ausmaße dieser Beitritt nach sich ziehen sollte, mittlerweile ist man eines besseren belehrt worden. Aber niemand braucht "Greuther Fürth", niemand will "Greuther Fürth". Auch der letzte Identifikationspunkt ist mittlerweile verloren gegangen. Für uns gibt es nur die SpVgg Fürth.

      [...]

      Während man sich lange Zeit noch mit seinem Idealismus über Wasser halten konnte, ist mittlerweile die kalte und nüchterne Realität eingekehrt. Man rennt einem Gesichts- und seelenlosen Verein hinter her, der sich Kunden statt Fans wünscht und sein ganzes Verhalten nur noch auf Verkaufsoptimierung ausrichtet. Das dieser Weg in die absolut falsche Richtung führt, und auf Vernichtung echter Fankultur ausgerichtet ist, müsste jedem klar sein, der sich die Marke "Greuther Fürth" etwas genauer ansieht. Echte Werte sind Fehlanzeige und von den Verantwortlichen auch nicht gewünscht.

      [...]

      Vieles haben wir in den letzten 8 1/2 Jahren aufgebaut, vieles davon hat sich im letzten Jahr schon verabschiedet, der Rest folgt nun. Am heutigen Tage löst sich alles von uns geschaffene in Asche auf und wird für immer Vergangenheit sein. Die Szene liegt brach. Jeder von uns muss nun seinen eigenen Weg mit (oder ohne) dem Kleeblatt und dem modernen Fußball finden.
      Zuletzt bleibt nur die Hoffnung, dass genug Kämpfer in Deutschland übrig bleiben, die dem Staat und dem modernen Fußball die Stirn bieten und sagen: "Mit uns nicht!" Wir können uns als Gruppe nicht mehr zu diesen zählen. Unser Weg bleibt hoffentlich lange Zeit die einzige derartige Entscheidung in Deutschland. Wir wünschen allen Gruppen genug Kraft für die zukünftigen Gefechte, macht es besser als wir.

      Nur das Kleeblatt Fürth
      Fürth, den 19.01.2007
      1998 - 2007
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      Dieses Statement ist aller Ehren wert und für mich persönlich eine Stärkung der eigenen Anti-Fusions Einstellung. Eine Fusion wollten sie uns ja auch schon mindestens 3x schmackhaft machen. :rolleyes: