Allgemeiner Handball-Thread

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    • Original von Speldorfer
      Frisch Auf erbt jetzt ja den EHF-Pokal-Platz vom TuSEM!

      Schöne Sche... :no:


      Schade für TuSEM, aber Klasse für Frisch-Auf. Die waren bei derPokalendrunde in Hamburg bärenstark und haben nur sehr unglücklich das Finale verpasst. Hatten dazu echt tolle Fans. So ein Traditionsverein hat es verdient International zu spielen. Das wird den Göppingern einen zusaätzlichen Schub verleihen.
      :mod:
    • Echt bedauerlich für TuSEM Essen, gerade nach dem Erfolg.

      Die Göppinger haben zwischenzeitlich echt ne starke Saison gespielt!
      Haben die eigentlich auch ne neue Halle, sind umgezogen? oder wie war das?
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • RE: Allgemeiner Handball - Thread

      WELTMEISTERSCHAFT FRAUEN!!!

      DHB-Frauen mit perfektem WM-Einstand gegen Polen

      Die deutschen Handball-Frauen haben mit einem Schützenfest einen perfekten Einstand in die Weltmeisterschaft gefeiert und sich eindrucksvoll für das Playoff-Aus sechs Monate zuvor revanchiert.

      Im Auftaktspiel der Vorrundengruppe C besiegte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) in St. Petersburg Polen souverän 33:21 (16:12). Vor nur rund 150 Zuschauern im Sportpalast Jubileini warfen die Leverkusenerin Nadine Krause (8/2) und Torjägerin Grit Jurack (Viborg/6) die meisten Tore für die deutsche Mannschaft, die im zweiten WM-Spiel auf Österreich trifft.

      Mit dem deutlichen Erfolg hat der EM-Fünfte die Scharte aus den Playoff-Spielen gegen Polen ausgewetzt. Im Juni war die deutsche Mannschaft in der WM-Qualifikation an den Handballerinnen aus dem Nachbarland gescheitert und nur dank des Rückzugs von Taiwan und der Sperre Kasachstans ins WM-Starterfeld nachgerückt. «Das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen», sagte Torjägerin Nadine Krause. «Wir waren konzentriert und haben eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt.»

      Auch der Bundestrainer war vollauf zufrieden. «Wir haben uns gezielt auf dieses Spiel vorbereitet. Man hat gesehen, dass ein unbändiger Siegeswillen da war», betonte Armin Emrich nach dem wichtigen Erfolg im Richtung weisenden ersten Spiel. «Wir sind alle froh, dass wir heute gewonnen haben», meinte der Coach erleichtert.

      Entsprechend konzentriert und motiviert trat seine Mannschaft in dem eminent wichtigen und brisanten Spiel auch an. Bis zum 4:1 (6.) hatte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mit sehenswerten Kombinationen geglänzt. Die Polinnen aber kamen danach besser ins Spiel und glichen zum 5:5 (10.) aus. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase musste die DHB-Mannschaft eine Schrecksekunde überstehen. Kreisläuferin Anne Müller (Leverkusen) erlitt in einem Zweikampf eine klaffende Platzwunde über dem linken Auge, die noch in der Kabine mit drei Stichen genäht wurde. Der EM-Fünfte kam kurz aus dem Rhythmus und lag beim 7:8 (16.) zum zweiten Mal nach dem 0:1 (2.) zurück.

      Davon aber ließ sich das Emrich-Team nicht irritieren. Dank einer resoluten Abwehrarbeit setzte die Mannschaft die Polinnen unter Druck und zwang diese zu Fehlern. Mit fünf Treffern hintereinander setzte sich der EM-Fünfte dann auf 16:11 (29.) ab und baute den Vorsprung zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 18:12 (34.) aus. «Die Mannschaft hat sich weiter entwickelt», erkannte Emrich zufrieden an. Fortan bestimmte seine Auswahl des Geschehen nach Belieben, zumal sich auch Torhüterin Sabine Englert steigerte und zahlreiche Bälle hielt. Beim 23:15 (41.) hatte das DHB-Team mit dem ersten Acht-Tore-Vorsprung für die Vorentscheidung gesorgt.

      Quelle: dpa
      Red Bull boykottieren!
    • Nach dem zweiten Sieg binnen 24 Stunden benötigen Deutschlands Handballerinnen bei der WM in St. Petersburg/Russland nur noch einen Erfolg zum vorzeitigen Erreichen der Hauptrunde.

      Das Team von Bundestrainer Armin Emrich gewann auch sein zweites Vorrundenspiel gegen den Erzrivalen Österreich klar mit 34:27 (17:14) und wahrte am Nikolaustag seine weiße Weste. "Wir hatten zwar einige Wellen im Spiel, aber wir haben Moral und positive Energie gezeigt", lobte Emrich.

      Zum Auftakt der 17. Welttitelkämpfe hatte der EM-Fünfte am Montag gegen Angstgegner Polen ein Schützenfest (33:21) gefeiert.

      "Matchball" gegen Dänemark

      Bereits am Mittwoch könnte die deutsche Mannschaft mit einem weiteren Sieg über den schwächelnden Olympiasieger Dänemark (19.00 Uhr MEZ) die Qualifikation für die Hauptrunde bereits vor den letzten beiden Gruppenspielen perfekt machen.

      "Die Däninnen tun sich immer schwer gegen uns. Sie kommen jetzt zum richtigen Zeitpunkt", unkte Spielmacherin Nina Wörz

      Vor 300 Zuschauern in der Yubileyny-Halle I besiegelten Grit Jurack (8/2 Tore) und Susanne Henze (8) als beste Werferinnen den 26. Erfolg im 35. Duell mit den Österreicherinnen, die vom Nürnberger Bundesliga-Coach Herbert Müller trainiert werden.

      Blitzstart und Konzentrationsschwächen

      Wie bereits am Vortag legte die zumeist konsequent agierende deutsche Deckung vor einer sicheren Keeperin Sabine Englert den Grundstein zum Erfolg. Nach einem Blitzstart (9: 2/12. Minute) leistete sich die Emrich-Equipe allerdings Konzentrationsschwächen und musste in der 23. Minute sogar den 11:11-Ausgleich hinnehmen.


      Doch angetrieben von Weltklasse-Rückraumspielerin Jurack, die auch in ihrem 199. Länderspiel Dreh- und Angelpunkt war, und der erneut treffsicheren Nadine Krause (7/3) zog die DHB-Auswahl über 22:17 (40.) davon.

      Selbst die umstrittene Rote Karte gegen Krause (42.) wegen übertriebener Härte brachte die souveränen Deutschen nicht mehr von der Siegstraße ab. Emrich dämpfte aber gleich die Euphorie. "Wir müssen weiter von Spiel zu Spiel schauen und dürfen keine Luftschlösser bauen."

      Jurack freut sich auf Jubiläum

      Mit doppelter Vorfreude blickt Jubilarin Jurack dem Duell gegen ihre Wahlheimat Dänemark am Mittwoch entgegen, in dem sie ihren 200. Länderspieleinsatz feiern will. "Diese Zahl macht mich schon ein wenig stolz", verriet die 28-jährige Linkshänderin, die vor drei Wochen die magische 1000-Tore-Schallmauer durchbrach.

      Weitere Vorrundengegner der Deutschen sind am Freitag Brasilien und am Samstag die Elfenbeinküste (beide 17.00 MEZ). Die jeweils ersten Drei der vier Sechsergruppen qualifizieren sich für die Hauptrunde (ab 12. Dezember).


      sport1.de
    • DHB-Team verpasst vorzeitigen Hauptrunden-Einzug

      Deutschlands Handballerinnen haben bei der WM in St. Petersburg den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde und den ersehnten Favoritensturz nur knapp verpasst. Das bislang so überzeugende Team von Bundestrainer Armin Emrich musste beim 26:27 (14:12) gegen Olympiasieger Dänemark im dritten WM-Spiel seine erste Niederlage hinnehmen und verspielte dabei in einem hochdramatischen Match einen zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Vorsprung.

      Doch bereits ein Erfolg in den noch ausstehenden beiden Gruppenspielen am Freitag gegen Brasilien oder am Samstag gegen die Elfenbeinküste (beide 17.00 Uhr MEZ) würde der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes zum sicheren Einzug in die nächste Runde reichen. "Das war Weltklassehandball von beiden Mannschaften. Dänemark war am Ende glücklicher, aber nur bei den Tempogegenstößen wirklich besser", resumierte ein keineswegs enttäuschter Emrich.

      Vor 400 Zuschauern im Jubiläums-Sportpalast konnte auch die überragende Nadine Krause (9/3 Tore/Leverkusen) die 44. Niederlage im 84. Duell mit dem Vize-Europameister aus Skandinavien nicht verhindern. Auch, weil Dänemark-Legionärin Grit Jurack (4/2/Viborg) ausgerechnet in ihrem 200. Länderspiel gegen das Team aus ihrer Wahlheimat einen schwarzen Tag erwischte. 26 Stunden nach dem Prestigeerfolg gegen Österreich (34:27) präsentierte sich die als Nackrücker ins WM-Feld gerutschte Emrich-Sieben zunächst äußerst deckungsstark.

      Englert in ausgezeichneter Form

      Ihre ausgezeichnete WM-Form bestätigte dabei Keeperin Sabine Englert (Leverkusen), die am zwischenzeitlichen 14:9 (27.)-Vorsprung maßgeblichen Anteil hatte. Für die glücklose Jurack, die sich allein in der ersten Halbzeit sieben Fehlwürfe leistete, sprang lange Zeit ihr Rückraum-Pendant Krause in die Bresche. Nach dem Wechsel leistete sich der EM-Fünfte aber ungewohnte Konzentrationsschwächen im Abschluss und geriet nach 40 Minuten erstmals in Rückstand (18:19). Die Däninnen kamen immer wieder über den Tempogegenstoß zum Erfolg und zogen entscheidend auf 26:24 (56.) davon.

      Doppelt wichtige Punkte verloren

      Da die Punkte gegen diejenigen Mannschaften mitgenommen werden, die die Hauptrunde erreichen, hätte ein Erfolg gegen die mitfavorisierten Skandinavierinnen doppelt gewogen. Für Jurack, die als 17. deutsche Nationalspielerin in den illustren 200-Länderspiel-Klub einzog, war das Duell gegen die Däninnen eine spezielle Herausforderung. "Das sind eben immer besondere Spiele für mich. Außerdem machen mich die Zahl 200 und das Jubiläum schon sehr stolz", verriet die Ex-Leipzigerin, die erst vor drei Wochen als zweite Auswahlakteurin die 1000-Tore-Schallmauer durchbrochen hatte. Vor der Partie bekam Jurack die Goldene Ehrennadel des DHB überreicht.

      ( sport1.de )
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • DHB-Frauen entzaubern Titelverteidiger Frankreich

      Die deutschen Handball-Frauen haben Titelverteidiger Frankreich entzaubert und halten bei der Weltmeisterschaft in St. Petersburg weiter Kurs auf das Halbfinale. Zum Auftakt der Hauptrunde bezwang der EM-Fünfte den Weltmeister mit 32:26 (18:13).

      Vor nur rund 250 Zuschauern waren Nadine Krause (Leverkusen/8) und Grit Jurack (Viborg/7) beste Werferinnen der deutschen Mannschaft, die nun auf Geheimfavorit Rumänien trifft. «Wir haben die Leistungen aus der Vorrunde fortgesetzt mit einer tollen Abwehrleistung und einer überragenden Sabine Englert im Tor. Sie hat die big points gehalten. Gegen Rumänien wird es ein verdammt schweres Spiel, in dem Rumänien der Favorit ist. Diese Rolle nehmen wir gern an», sagte Bundestrainer Armin Emrich.

      Den Ruhetag zwischen Abschluss der Vorrunde und dem Auftakt zur zweiten Turnierwoche hatten die deutschen Spielerinnen zu aktiver Erholung und intensiver Vorbereitung auf das Spiel gegen den Weltmeister genutzt. «Wir müssen taktische Dinge reaktivieren», hatte Bundestrainer Armin Emrich angekündigt.

      Dies gelang der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) hervorragend. Wie schon beim 20:20 im vorangegangenen Aufeinandertreffen beim Vier-Nationen-Turnier in Paris in der WM-Vorbereitung ließ der EM-Fünfte die Französinnen nie zur Entfaltung kommen. Hinter der konzentrierten und beweglichen Abwehr wurden einmal mehr zahlreiche Bälle eine sichere Beute von Torfrau Sabine Englert.

      Nach der 2:0-Führung (3.) glich Frankreich zum 4:4 (8.) aus. Dies verunsicherte die deutsche Mannschaft jedoch nicht. Mit Geduld und Übersicht spielte sie ihre Angriffe aus und schloss die sehenswerten Spielzüge ein ums andere Mal mit Erfolg ab. Nach dem 10:9 (20.) sorgte die sehr engagierte Grit Jurack mit drei Treffern hintereinander für das 13:9 (22.) und die erste Vier-Tore-Führung. Knapp fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit nahm Armin Emrich beim Stand von 14:11 eine Auszeit, in deren Anschluss sich sein Team zwischenzeitlich gar auf 17:11 (28.) absetzte.

      Auch im zweiten Durchgang glänzte die DHB-Auswahl zeitweilig mit kompromissloser Abwehrarbeit und und überlegtem Offensivspiel. Mit dem ersten Treffer kurz nach Wiederanpfiff erzielte die Leverkusenerin Nadine Krause ihren 300. Länderspieltreffer und erreichte als 25. deutsche Spielerin diese Marke.

      Nach dem 20:13 (33.) und dem ersten Sieben-Tore-Vorteil schlichen sich jedoch Unkonzentriertheit ins Spiel ein. Mit den daraus resultierenden Fehlern baute das DHB-Team den Kontrahenten wieder auf. Der Vorsprung schmolz auf 24:21 (46.) und Emrich reagierte auf die Schwächephase mit einer Auszeit. Anschließend rückte immer mehr Torhüterin Englert in den Mittelpunkt, die mit zahlreichen Paraden verhinderte, dass Frankreich weiter aufholen konnte.

      Quelle: dpa
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    • WM-Halbfinal-Traum geplatzt


      St. Petersburg - Nach einer bitteren Lehrstunde und dem vergeblichen Hoffen auf Schützenhilfe ist der Halbfinaltraum von Deutschlands Handballerinnen bei der WM in St. Petersburg/Russland binnen fünf Stunden jäh geplatzt.

      Nachdem das Team von Bundestrainer Armin Emrich sein zweites Hauptrundenspiel überdeutlich mit 26:37 (14:20) gegen Rumänien verloren hatte, nutzte Olympiasieger Dänemark die zweite Turnierpleite der Deutschen gnadenlos aus.

      Die Skandinavierinnen gewannen am Dienstagabend gegen den entthronten Titelverteidiger Frankreich mit 22:19 (11:10) und sicherten sich mit 7:1 Zählern nach den Rumäninnen (8:0 Punkte) vorzeitig die Semifinal-Teilnahme.

      "Platz fünf wäre auch toll"

      Bereits mit einem Unentschieden am Donnerstag in der abschließenden Hauptrundenpartie gegen die Ukraine könnte die deutsche Mannschaft (4:4) aber zumindest in das Spiel um den fünften Rang einziehen.

      "Platz fünf wäre doch auch toll", meinte Torhüterin Alexandra Gräfer (Trier) zu dieser Möglichkeiten.

      Emrich baut auf Moral der Mannschaft

      Nach der Pleite gegen Rumänien flossen aber zunächst viele Tränen. "Das Ergebnis und das Spiel passten nicht in die Leistungsentwicklung der letzten Wochen", haderte Emrich.

      Gleichzeitig versprach der Coach nach der zweiten Niederlage im siebten WM-Match allerdings: "Diese Mannschaft hat so viel Moral, dass wir gegen die Ukraine wieder zeigen werden, was wir können."


      Ungewohnte Abwehrfehler

      Doch 24 Stunden nach der Gala gegen Titelverteidiger Frankreich (32:26) konnten auch Nina Wörz (6/Leipzig) und Grit Jurack (6/1/Viborg) die 40. Niederlage im 68. Duell mit dem EM-Siebten aus Rumänien nicht verhindern.

      Nach ausgeglichenem Beginn offenbarten die nur als Nachrücker ins WM-Feld gerutschten Deutschen ungewohnte Schwächen in der Abwehr und kassierten im ersten Abschnitt gleich drei Treffer in Unterzahl.

      Weil auch die bis dato beste DHB-Turnierwerferin Nadine Krause (4/1/Leverkusen) nicht wie gewohnt traf, zogen die technisch überlegenen Rumäninnen vorentscheidend von 11:10 (18.) auf 17:10 (23.) davon.

      Schwächste Turnierleistung

      Auch nach dem Wechsel blieb die ersehnte Leistungssteigerung aus. Vielmehr bot der WM-Zwölfte von 2003, der einen Platz unter den ersten Acht aber sicher hat, die schwächste Turniervorstellung und lag zeitweise mit zehn Toren zurück.

      Trotz aller Konzentration auf das Spiel gegen den EM-Sechsten Ukraine am Donnerstag plant das Emrich-Team am spielfreien Mittwoch eine Besichtigung der Kunstsammlung im Eremitage-Museum.

      Große Anziehungskraft üben auf die Spielerinnen aber besonders die Multimedia-Läden aus, in denen aktuelle CDs für umgerechnet drei Euro angeboten werden. Nicht zuletzt Jurack nutzte die Gunst der Stunde und schrieb ihrer in St. Petersburg weilenden Mutter eine lange Einkaufsliste mit etlichen CD-Wünschen.


      sport1.de
    • DHB-Frauen vor besonderem Duell gegen Niederlande

      Deutschland I gegen Deutschland II: Das Duell mit den Niederlanden um den fünften Platz bei der Handball-Weltmeisterschaft in St. Petersburg steht für die deutschen Frauen unter besonderen Vorzeichen.

      Zehn aktuelle oder ehemalige Spielerinnen aus der Bundesliga haben das «Oranje»-Team zum größten Erfolg für den niederländischen Handball geführt. «Die haben einen totalen Lauf. Die haben schon einige sehr gute Mannschaften geschlagen. Da müssen wir uns in Acht nehmen», warnte Torhüterin Clara Woltering von Bayer Leverkusen.

      Immerhin besiegten die Niederländerinnen zum Abschluss der Hauptrunde den Olympia-Zweiten Südkorea mit 29:26 und sicherten sich damit Platz drei in der Gruppe hinter den Halbfinal-Teilnehmern Russland und Ungarn. «Jetzt freuen wir uns auf das Niederlande-Spiel. Auf Südkorea hätte ich keine Lust gehabt, die sind so wuselig», sagte Rückraumspielerin Grit Jurack (Viborg).

      Der 28-Jährigen kommen die zwei spielfreien Tage besonders entgegen. Zum einen bleibt der bislang besten Spielerin der WM in der kanadischen Wertung mit 86 Punkten aus 46 Treffern und 40 Anspielen, die zu Toren führten, mehr Zeit, ihre Adduktorenprobleme auszukurieren. Zum anderen kann sie sich ihren sehnlichsten Freizeitwunsch erfüllen. «Ich hoffe, wir können endlich mal shoppen gehen», hatte sie gesagt, bevor die Tagespläne feststanden.

      Nach acht Turnierspielen machen sich im deutschen Team langsam Ermüdungserscheinungen breit. Neben Grit Jurack ist auch Stefanie Melbeck (Buxtehude) angeschlagen. Die Abwehrchefin erlitt beim 29:26-Erfolg gegen die Ukraine eine Schulterblessur. «Das ist ganz normal, dass der Spannungsbogen abnimmt», sagte Bundestrainer Armin Emrich und forderte: «Ich erwarte, dass sich alle am Sonntag noch einmal aufbauen. Wir wollen Fünfter werden, aber dafür müssen wir einiges tun. Bis dahin heißt es: Energie-Depots aufbauen, Köpfe frei machen.»

      Die Niederländerinnen haben sich im Verlauf der WM als Überraschungsteam entpuppt. «Die sind zu Recht in dieser Etage. Wir müssen Respekt vor dem Gegner haben, sonst geht das in die Hose. Zum Turnierschluss wird das ein ganz schweres und hoffentlich auch attraktives Spiel», urteilte Emrich nach dem Videostudium. Die Handballerinnen aus dem Nachbarland seien nicht nur technisch stark, beweglich und aggressiv in der Abwehr, sondern auch bei Tempo-Gegenstößen enorm gefährlich. «Wir dürfen uns im Angriff nicht all zu viele Fehler leisten, weil die sehr schnell sind beim Konter», verlangte der Bundestrainer.

      Quelle: dpa
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    • Rumänien fordert Gastgeber Russland zum WM-Finale

      43 Jahre nach dem letzten Titelgewinn fordert Rumänien im Finale der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen Gastgeber Russland zum Duell der ungeschlagenen Mannschaften heraus.

      Die Rumäninnen gewannen im Eispalast von St. Petersburg ihr Halbfinale gegen den WM-Zweiten Ungarn mit 26:24 (15:14). Im Anschluss besiegte Russland vor 8000 enthusiastischen Zuschauern Olympiasieger Dänemark mit 31:24 (16:9) und strebt den zweiten Titelgewinn binnen vier Jahren an. Die Halbfinal-Verlierer Dänemark und Ungarn bestreiten davor das «kleine Finale» um Platz drei.

      «Wir haben zwei Halbfinals mit vier gleichwertigen Mannschaften gesehen, und die Tagesform hat entschieden», urteilte Bundestrainer Armin Emrich. Seine Auswahl trifft nach zwei spielfreien Tagen in der Partie um Platz fünf auf die Niederlande. In der ersten Begegnung des Tages hatte Brasilien im Spiel um Platz sieben den Olympia-Zweiten Südkorea mit 29:28 (15:14) bezwungen und mit der starken Torhüterin Chana Masson vom Bundesligisten HC Leipzig den größten Erfolg im Frauen-Handball gefeiert.

      Rumänien und Ungarn hatten sich ein Kräftemessen auf hohem Niveau geliefert. Kaum hatte sich Rumänien auf 17:14 (32.) abgesetzt, holte der Olympia-Dritte Ungarn wieder auf und glich zum 20:20 (42.) aus. Erst in den letzten zehn Minuten entschieden die Rumäninnen, die bei der WM vor zwei Jahren nicht über Rang zehn hinausgekommen waren, die ausgeglichene Partie für sich, indem sie auf 25:21 (52.) enteilten. «Rumänien ist ein deutlich verdienter Final-Teilnehmer und hat gute Chancen, das Finale zu gewinnen», sagte Emrich.

      Russland sorgte anschließend gegen die nicht in bester Form angetretenen Däninnen zeitig für klare Fronten. Nur bis zum 7:5 (16.) war der Olympiasieger ebenbürtig. Den Skandinavierinnen fiel gegen die mauerartige 6:0-Deckung des Weltmeisters von 2001 nicht viel ein. So setzte sich Russland schon bis zu Pause auf 16:9 ab und geriet auch im zweiten Durchgang nicht mehr in Gefahr, obwohl Dänemark Moral bewies und zwischenzeitlich auf 22:24 (51.) herankam.

      Quelle: dpa
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    • Tränen zum WM-Abschluss: DHB-Frauen Sechste

      Die deutschen Handball-Frauen haben die Weltmeisterschaft in St. Petersburg als Sechste beendet. Zum Abschluss des Turniers unterlag der EM-Fünfte im Spiel um Platz fünf den Niederlanden mit 26:28 (12:17).

      Vor rund 1000 Zuschauern im Eispalast waren Grit Jurack (Viborg/9/1) und Nadine Krause (Leverkusen/8/4) die besten Werferinnen in der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Im Anschluss spielten Ungarn und Dänemark um Platz drei. Das Finale bestritten Russland und Rumänien.

      Quelle: dpa
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    • Kapitän Baur fehlt im vorläufigen EM-Kader

      Kapitän Markus Baur fehlt im vorläufigen Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft in der Schweiz vom 26. Januar bis 5. Februar 2006.

      Wie der Deutsche Handballbund (DHB) mitteilte, laboriert der 34 Jahre alte Lemgoer noch an den Folgen einer Fuß-Operation. 'Markus hat noch Beschwerden. Er soll in Ruhe richtig fit werden und bei der WM 2007 wieder eine feste Größe in unserem Team darstellen', sagte Bundestrainer Heiner Brand.

      Brand muss neben Routinier Baur, der in 187 Länderspielen 562 Tore erzielte, auch Daniel Stephan (TBV Lemgo) als Leitfigur ersetzen. Der Bundestrainer nimmt es gelassen: 'Die Spieler kennen diese Situation und müssen damit umgehen.'

      Baur hatte zwar Ende November bei den beiden Auftritten des Nationalteams gegen Slowenien noch einmal das DHB-Trikot getragen, ist aber immer noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Eine Schlüsselrolle soll nun Michael Kraus (22) zukommen. Der Spielmacher von Frisch Auf Göppingen ist nach überstandenen Knieproblemen wieder fit. Michael Haaß von der HSG Düsseldorf ist der einzige Neuling im Kader.

      Gemäß des neuen Reglements der Europäischen Handball-Föderation (EHF) wird Brand einen Tag vor dem EM-Start am 26. Januar sein 24-köpfiges Aufgebot auf 16 Spieler reduzieren. Die überarbeiteten Bestimmungen erlauben es, nach der Vorrunde am 30. Januar zwei Spieler auszutauschen, die jedoch zum 24er Kader zählen müssen. Diese Möglichkeit besteht erneut nach der Hauptrunde am 3. Februar. 'Das kann eine Hilfe sein, muss aber nicht', meinte Brand.

      Der DHB teilte mit, dass Brand seinen Kader für den Lehrgang vor den beiden ersten Länderspielen im neuen Jahr am 7. Januar in Aschaffenburg und am 8. Januar in Wetzlar gegen die Schweiz auf 19 Akteure verkleinern wird. In der EM-Vorrunde trifft das Team dann in Basel auf Weltmeister Spanien (26. Januar), auf die Slowakei (28. Januar) und auf den WM-Dritten Frankreich (29. Januar).

      Das DHB-Aufgebot:

      Tor: Henning Fritz (THW Kiel, 168 Spiele/0 Tore), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo 56/1), Johannes Bitter (SC Magdeburg 31/2)

      Feld: Christian Zeitz (THW Kiel, 104/282), Frank von Behren (VfL Gummersbach 140/331), Florian Kehrmann (TBV Lemgo, 156/541), Torsten Jansen (HSV Hamburg 76/186), Pascal Hens (HSV Hamburg, 93/261), Christian Schöne (Frisch Auf Göppingen, 47/52), Holger Glandorf (HSG Nordhorn, 31/79), Sebastian Preiß (TBV Lemgo, 34/85), Jens Tiedtke (TV Großwallstadt, 33/50), Christian Sprenger (SC Magdeburg, 18/47), Michael Hegemann (VfL Gummersbach, 27/43), Oleg Velyky (SG Kronau/Östringen, 18/69), Michael Kraus (Frisch Auf Göppingen, 4/12), Rolf Hermann (TuS N- Lübbecke, 1/4), Michael Haaß (HSG Düsseldorf, - /-), Oliver Köhrmann (Wilhelmshavener HV, 2/1), Dominik Klein (TV Großwallstadt, 4/9), Andrej Klimovets (SG Kronau/Östringen, 5/ 16), Volker Michel (Frisch Auf Göppingen, 12/26), Uwe Gensheimer (SG Kronau/Östringen, 2/7), Oliver Roggisch (SC Magdeburg, 25/6).

      Quelle: sport.de
    • Guter Start ins EM-Jahr

      Deutschlands Handballer haben 19 Tage vor Beginn der EM in der Schweiz (26. Januar bis 5. Februar) Selbstvertrauen getankt und ihrer nicht enden wollenden Verletzungsmisere getrotzt.
      Im ersten Länderspiel des neuen Jahres besiegte das Team von Bundestrainer Heiner Brand den EM-Gastgeber Schweiz in Aschaffenburg nach einer insgesamt guten Leistung 35:27 (20:12).

      Vor 4500 Zuschauern in der ausverkauften Unterfrankenhalle besiegelten Florian Kehrmann (6/2/Lemgo), Christian Sprenger (5/Magdeburg) sowie Christian Zeitz (5/Kiel) gegen die Eidgenossen den Prestige-Erfolg des deutschen Teams, in dem der starke Keeper Hennig Fritz (Kiel) den großen Rückhalt bilderte.
      Für die vom deutschen Ex-Bundestrainer Arno Ehret betreuten Gäste traf Manuel Liniger (8/3), der in der Bundesliga für die HSG Wilhelmshaven spielt, am besten.
      Brand sah trotz des Erfolgs vor dem zweiten Duell mit dem EM-Zwölften am Sonntag in Wetzlar (15.00 Uhr) noch reichlich Steigerungspotenzial: "Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir hatten zwar besonders in der ersten Hälfte gute Phasen, aber das reicht noch nicht aus, um auf neutralem Boden gegen gute Mannschaften zu bestehen."

      Dabei dominierte die DHB-Auswahl knapp drei Wochen vor dem EM-Auftaktspiel gegen Weltmeister Spanien am 26. Januar in Basel die Partie von Anfang an.
      Dabei hatte Brand nach dem Rücktritt von Daniel Stephan und der EM-Absage von Markus Baur (beide Lemgo) im Vorfeld erneut einige personelle Rückschläge hinnehmen müssen.
      Unter anderem fehlten zum Auftakt der letzten Vorbereitungsphase der Nordhorner Holger Glandorf (Knieprobleme), Andrej Klimowets (Fersenbeinanbruch) aus Kronau-Östringen sowie der Göppinger Volker Michel (Nasenbeinbruch).

      Doch trotz des Verletzungspechs leistete sich die deutsche Mannschaft wenig Fehler und lag gegen die mit zwei Bundesliga-Legionären angetretenen Schweizer ständig in Führung.
      Auch dank einer exzellenten Chancenverwertung zog der WM-Neunte binnen sieben Minuten von 6:4 (10.) auf 13:6 (16.) davon. Den ersten Elf-Tore-Vorsprung (25.) stellte Kapitän Kehrmann sicher.
      Da im deutschen Tor zudem "Welthandballer" Fritz glänzte und unter anderem zwei Siebenmeter parierte, entwickelte sich das Trainer-Duell der beiden Weltmeister von 1978 zu einer einseitigen Partie.

      Quelle: sport1.de
    • Triumph über Olympiasieger

      ineinhalb Wochen vor der Handball-EM in der Schweiz feierte Titelverteidiger Deutschland beim Vierländer-Turnier in Slowenien und Kroatien einen klaren 31:25 (17: 14)-Sieg über Vize-Weltmeister Kroatien.
      "Unsere Mannschaft hat in vielen Bereichen gut gespielt. Aber diesen Sieg darf man nicht überbewerten, denn die Kroaten haben momentan Probleme", meinte Trainer Heiner Brand nach dem Erfolg in Pula. Letzter deutscher Gegener ist am Sonntag Ungarn.

      Vor 2800 Zuschauern in der ausverkauften Halle begann die Partie beim Stande von 0:3 mit einem Schock für die deutsche Mannschaft. Denn nach vier Minuten wurde Andre Klimowets erheblich verletzt.
      Teamarzt Dr. Marco Kettrukat musste ihn mit drei Stichen unter dem rechten Auge nähen, ein Zahn brach ab, auch der Fuß ist lädiert.

      Dennoch gelang nach 17 Minuten die erste deutsche Führung zum 8:7, sie wurde bis Halbzeit auf 17:14 ausgebaut.
      In der zweiten Hälfte fiel die Vorentscheidung, als die Kroaten beim Stande von 20:17 (36.) für das deutsche Team zehn Minuten kein Tor erzielten und mit 17:26 in Rückstand gerieten.

      In Gefahr geriet der deutsche Sieg, als Christian Zeitz (53.) die Rote Karte sah, dann auch Christian Kehrmann und Frank von Behren jeweils 2-Minuten-Strafen erhielten.
      Doch auch mit drei Spielern gab es gegen sechs Kroaten kein Gegentor, bei 3 gegen 5 erzielte Michael Kraus sogar noch einen Treffer gegen den Gastgeber, der im 37 Jahre alten Torhüter Sola seinen besten Mann hatte.

      Schlüssel zum deutschen Sieg war die starke Abwehr mit einem hervorragenden Torwart Bitter (19 Paraden).
      Auch Zeitz und von Behren standen gut, im Sturm überzeugten Kehrmann (7/1) und Hens (6 Tore).

      Quelle: sport1.de
    • Formschwankungen und Personalnot

      Deutschlands Handballer kämpfen anderthalb Wochen vor Beginn der EM in der Schweiz (26. Januar bis 5. Februar) weiter mit Unbeständigkeit und Verletzungssorgen.
      Nur einen Tag nach dem Überraschungs-Coup gegen Olympiasieger Kroatien (35:31) verlor das Team von Bundestrainer Heiner Brand am Sonntag zum Abschluss des hochkarätigen Vierländer-Turniers in Kroatien und Slowenien das Duell mit Ungarn in Pula 30:34 (13:18).
      Mit 2:4 Punkten landete der von Personalsorgen geplagte Europameister auf dem letzten Platz hinter den punktgleichen Ungarn, denen der direkte Vergleich zu Gute kam. Turniersieger wurde Kroatien (4:2) dank eines abschließenden 27:25 (14:10) über Slowenien (4:2).

      Nach dem unversöhnlichen Abschluss ging Brand mit seiner gebeutelten Mannschaft hart ins Gericht. "Wir wurden schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Mit dem Ergebnis waren wir noch gut bedient, denn wir waren geistig nicht wach und haben uns zu wenig bewegt", monierte der Bundestrainer.
      Vor 2500 Zuschauern im Dom von Pula konnten auch Andrej Klimowets (5/Östringen) und Torsten Jansen (5/3/Hamburg) die zweite Turnier-Niederlage nicht verhindern.
      Linksaußen Jansen war mit insgesamt 15 Treffern auch bester deutscher Werfer der Veranstaltung. Den Auftakt hatte der Olympia-Zweite am Freitag in einer Neuauflage des EM-Finals von 2004 gegen Slowenien (32:33) verloren.

      Doch auch das erneute Verletzungspech sorgte bei Brand für Kopfschütteln. Während der Östringer Uwe Gensheimer (Magen-Darm-Virus) in den letzten beiden Partien ausfiel, erlitten der Kieler Linkshänder Christian Zeitz und Abwehrspezialist Oliver Roggisch (Magdeburg) gegen Ungarn Fingerverletzungen und kamen kaum zum Einsatz.
      Immerhin meldete sich Kreisläufer Klimowets nach überstandener Gesichts- und Fußverletzung mit fünf Treffern erfolgreich zurück.
      Jedoch war die Not im rechten Rückraum nach dem Ausfall der verletzten Holger Glandorf (Kniebeschwerden/Nordhorn) und Volker Michel (Nasenbeinbruch/Göppingen) sogar so groß, dass der etatmäßige Außenspieler Florian Kehrmann (Lemgo) am Sonntag im Aufbau aushelfen musste.

      Dabei hatten die beiden ersten Begegnungen Anlass zu Hoffnung gegeben. "Der Sieg war für uns wieder ein wichtiger Schritt nach vorne?, hatte Klimowets nach dem Sieg über Kroatien bei Sport1.de erklärt.
      "Wir sind ein Stückchen weitergekommen. Vor allem Erfolgserlebnisse in fremder Halle sind immer sehr wichtig", hatte Brand betont, aber vor verfrühter Euphorie gewarnt. "Es wäre fatal, den Sieg überzubewerten."
      Hoffnungen geben vor dem EM-Auftakt gegen Weltmeister Spanien am 26. Januar in Basel der Formanstieg von Sorgenkind Zeitz. Der jetzt zwar wieder angeschlagene Linkshänder hatte die Folgen seiner Ellbogen-OP überwunden und gilt im rechten Rückraum als der große Hoffnungsträger.
      Auf Glandorf und Michel als die beiden angeschlagenen Kandidaten für diese Schlüsselposition hofft Brand beim am Mittwoch in Steinbach beginnenden Abschlusslehrgang. Der Bundestrainer plant, ins Badische die 16 Spieler einzuladen, die er einen Tag vor Beginn der EM offiziell auch nominieren will.

      Als doppelte EM-Generalprobe dienen die Spiele gegen Ungarn am 20. Januar in Offenburg und am 21. Januar in Mannheim. Beide Hallen sind bereits seit Wochen ausverkauft, in Mannheim werden 14.500 Zuschauer erwartet.
      Bei der EM trifft Titelverteidiger Deutschland nach dem Auftakt gegen Spanien in der Vorrundengruppe B noch auf die Slowakei (28. Januar) sowie Ex-Weltmeister Frankreich (29. Januar). Die jeweils drei Besten der vier Vierer-Gruppen qualifizieren sich für die Hauptrunde (ab 31. Januar

      Quelle: sport1.de
    • EM-Aus für Glandorf

      Holger Glandorf wird aller Voraussicht nach nicht zur Europameisterschaft in die Schweiz reisen. Das vereinbarte der Rückraumspieler der HSG Nordhorn am Montag in einem ausführlichen Gespräch mit Bundestrainer Heiner Brand. Der Nationalspieler, der es bislang auf insgesamt 30 Einsätze im Trikot des Deutschen Handball-Bundes bringt und dabei 78 Treffer erzielte, laboriert an einer schmerzhaften Reizung des linken Knies, das ihn schon im vergangenen Jahr mehrere Monate außer Gefecht setzte.

      Zwar arbeitete der 22-Jährige in der vergangenen Woche mit dem Kraft-Diagnostiker Helmut Müller daran, das lädierte Gelenk so wieder herzustellen, dass es den Belastungen eines solchen Turniers stand hält, ohne weiteren Schaden zu nehmen. Doch Glandorf selbst diagnostizierte lediglich eine „leichte Verbesserung, aber es ist noch lange nicht optimal“.

      Die gemeinsam mit Bundestrainer Brand getroffene Entscheidung, daheim zu bleiben und dem Heilungsprozess den Vorrang zu geben, ist für Glandorf „eine große Enttäuschung, ich wäre gerne mitgefahren. Aber aus gesundheitlichen Gesichtspunkten ist eine Absage wohl die richtige Alternative.“

      Brand selbst fiel die Entscheidung sicherlich nicht leicht. Gegenwärtig droht auf der Position im rechten Rückraum ein personeller Engpass.

      Der Kieler Christian Zeitz ist nach einer Ellenbogenoperation gerade erst wieder zurückgekehrt, Volker Michel aus Göppingen laboriert an den Folgen eines Nasenbeinbruchs und Rolf Hermann (Nettelstedt) musste wegen einer Grippe beim Turnier in Kroatien und Slowenien passen. Doch Brand weiß: „Holger muss uns helfen können, sonst macht eine Nominierung keinen Sinn.“

      Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings noch für den Linkshänder. Mit dem Bundestrainer ist Glandorf zu der Vereinbarung gekommen, dass er sich beim ihm meldet, sobald eine deutliche Verbesserung des Knies eintreten sollte, weil Brand bei der Benennung seines Kaders noch einen Platz offen hält. „Vielleicht“, so Glandorf, „komme ich für die Nachnominierung in Frage, aber gegenwärtig wage ich keine Prognose.“

      Quelle: HSG Nordhorn