TuSEM Essen

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    • Nach dem Zwangsabstieg des TuSEM in die Regionalliga antworteten die Essener mit einem 25:20 Sieg gegen den VfL Gladbeck zum Auftakt der neuen Saison.

      Am zweiten Spieltag gehts nun nach Aachen:

      Die Handballer des Regionalliga-Aufsteigers BTB Aachen erleben schon am zweiten Spieltag einen ersten Saisonhöhepunkt: Der Europapokalsieger Tusem Essen kommt am Samstag zu ihnen in die Halle Gillesbachtal (19.45 Uhr, Branderhofer Weg). Aufsteiger empfängt Titelfavorit. Egal, auch wenn die Niederlage der Gastgeber so gut wie programmiert ist, wird das Haus mit etwa 500 Fans bis unters Dach gefüllt prall sein.

      "Es wird laut", weiß Tusem-Trainer Ion Bondar. "Wir müssen Ruhe bewahren." Die hitzige Atmosphäre darf seinen Jungs nichts ausmachen. Sie sind deutlich besser besetzt, haben anspruchsvolle Ziele, während Aachen lediglich den Abstieg vermeiden möchte. Der Tusem steht in der Pflicht, auch den zweiten Saisonsieg einzufahren.

      Erst recht, weil auch Halldor Sigfusson inzwischen eingetroffen ist. Der Isländer ist am Freitag früh in Düsseldorf gelandet, die Nachricht, dass der Mittelangreifer am Samstag spielen darf, kam am Nachmittag. "Er hat zwar erst dreimal mit der Mannschaft trainiert", sagt Bondar, "doch er weiß schon, was wir spielen."

      Das spricht für das taktische Verständnis des Neuzugangs aus Akuyeri, der in Friesenheim Zweitliga-Erfahrungen gesammelt hat. Und ihm ebenfalls ein guter Wurf attestiert wird, könnte er dem Tusem individuell weiterhelfen gegen eine junge, aggressive Aachener Mannschaft, die eine ungewöhnlich offensive 3:3-Deckung bevorzugt.

      "Wir freuen uns auf das Spiel", sagt Aachens Trainer Khalid Khan. "und wollen unseren Zuschauern zeigen, was wir in der Vorbereitung erarbeitet haben. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen." Nur das als Warnung.

      waz-online
    • Pünktlich zum ersten Auswärtsspiel flog der isländische Spielmacher Halldor Sigfusson von Handball-Regionalligist Tusem am Freitgmorgen um sechs Uhr in der Frühe ein. Mannschaftsverantwortlicher Uli Eikermann holte den Isländer am Flughafen in Düsseldorf ab. Der Traditionsverein bemühte sich erfolgreich um seine Spielgenehmigung. Gestern kam die Nachricht: Alles klar, Sigfusson kann spielen in der Samstags-Partie (19.45 Uhr) bei der DJK BTB Aachen.

      Beim Aufsteiger müssen sich die Margarethenhöher auf eine lautstarke Kulisse einstellen. Die Mannschaft des neuen Trainers Khalid Khan erwartet zu ihrer Heimpremiere gegen die "kleine Europa-Auswahl" des Tusem Sporthalle Gillesbachtal (Branderhofer Weg) eine volle Halle mit 500 Fans.

      Respektables Ergebnis

      Zum Saisonauftakt hatten die Aachener bei Favorit Unitas Haan mit 29:36 (9:16) ein respektables Ergebnis erzielt. Überragender Akteur im BTB-Trikot war der 13-fache Torschütze Simon Breuer, der ein Eigengewächs ist. Haan hatte mit der ungewöhnlichen Deckung von 3:3 zu Beginn arge Probleme. Der Tusem wird sich ebenfalls auf diese seltene und unbequeme Deckungs-Variante einstellen müssen.

      Tusem-Trainer Ion Bondar rechnet damit, dass seine Mannschaft auch bei ihrem ersten Auftritt in fremder Halle eine gewisse Nervösität mitbringt. "Ein erfahrener Mann wie Sigfusson kann unser Spiel aber sicher beruhigen", hofft Bondar.

      In Liga drei gibt es viele Gegebenheiten, an die sich der Tusem erst gewöhnen muss. Dazu gehört auch, dass er ohne die Hilfe von Harz auskommen muss. Die Regionalliga West ist die einzige der insgesamt fünf Regionalligen, in der der "Klebstoff" nicht erlaubt ist. Verstöße werden mit Strafgeldern geahndet. Bereits zum Saisonauftakt hagelte es das erste Bußgeld in Höhe von 150 Euro. Die Schiedsrichter hatten einen Sonderbericht erstellt.

      Schon bei der Heimpremiere gegen Gladbeck haderten die Margarethenhöher mit dieser Beschränkung. "Aber daran ist nichts zu ändern. Damit müssen wir uns abfinden", so Mannschaftsführer Mark Schmetz.

      Die Aachener kündigten Richtung Revier an, dem Tusem so gut wie möglich Paroli bieten zu wollen. "Wir wollen Essen ärgern", so Trainer Khalid Khan entschlossen. Die Zielsetzung der Aachener ist ganz klar der Klassenerhalt. Für eine Überraschung kann das mit vier U 21-Nationalspielern (Torwart Roland Mainka, Kreisläufer Josef Hutsch (beide Dormagen), Rückraumspieler Oliver Krause (Aurich) und Rückkehrer Dennis Mosemann (Weiden) verstärkte Team sicher sorgen.

      Aachen hatte nach 26-jähriger Abstinenz bereits fünf Spieltage vor Schluss die Mittelrheinmeisterschaft gewonnen und damit den Aufstieg gesichert.

      Innerhalb von vier Jahren war der Verein, der für seine hervorragende Jugendarbeit mit insgesamt 22 Mannschaften (!) bekannt ist, von der Landesliga in die dritthöchste Klasse marschiert. Teile der Aufstiegsmannschaft sind schon seit der C-Jugend im Verein. BTB ist also gut eingespielt.

      ww.nrz.de
    • Nach dem Start in die Saison bei DJK Unitas Haan am vergangenen Wochenende steht für Regionalliga-Aufsteiger DJK-BTB Aachen im ersten Heimspiel gleich der absolute Titelfavorit auf dem Programm: Am Samstag, 19:45 Uhr, empfangen die Bandits den amtierenden Europapokal-Sieger TuSEM Essen.

      Der Traditionsverein hat für die laufende Spielzeit keine Lizenz für die 1. Bundesliga erhalten und musste in die Drittklassigkeit zwangsabsteigen. Doch dass der TuSEM so schnell wie möglich wieder ins Oberhaus zurück will, ist selbstverständlich. Dementsprechend hochklassig ist auch der Kader, mit dem Essen bei Liganeuling Aachen antritt: Mit dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Mark Dragunski, dem niederländischen Nationalspieler Mark Schmetz, Lettlands Nationaltorhüter Helmut Thihanovs, dem isländischen Torjäger Halldor Sigfusson, dem weißrussischen Shooter Igor Sharnikau und Evars Klesniks steht eine echte Europaauswahl auf dem Platz, die gemeinsam mit Trainer Ion Bondar und dem Mannschaftsverantwortlichen Uli Eikermann am Unternehmen Aufstieg arbeitet.

      "In dieser Saison wird es in der Regionalliga West keinen Kampf um Platz eins geben, weil der schon von der überragend besetzten TuSEM-Mannschaft belegt wird. Alles andere wäre eine Riesenüberraschung", hält BTB-Coach Khalid Khan die stark besetzten Essener ganz klar für die stärkste Mannschaft der Liga. "Wir freuen uns auf das Spiel", so Khan weiter, "schließlich spielt man nicht alle Tage gegen den Europacup-Sieger".

      Auch wenn den Aachenern noch viel mehr als im Auftaktspiel gegen Haan die Rolle des Außenseiters zukommt, so haben sie das Spiel keineswegs schon im Vorfeld abgehakt. "Wir wollen unseren Zuschauern zu Hause zeigen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen", verspricht Khan "Handball mit Herz".

      Erstmals im Kader der Aachener sind die Neuzugänge Oliver Krause (OHV Aurich) und Josef Hutsch (TSV Bayer Dormagen).

      btb-aachen.de
    • Auswärtssieg

      Nach einer 14 : 11 Halbzeitführung gewann der TuSEM am Ende mit 33 : 27 in Aachen und belegt somit zumindest bis Sonntag Platz 1:

      WHV-Regionalliga-West 2005/2006 - Stand:03.09.2004

      1 TuSEM Essen 2 2 0 0 4 : 0 58 : 47 + 11
      2 SG Schalksmühle-H. 2 2 0 0 4 : 0 68 : 58 + 10
      3 OSC 04 Rheinhausen 2 2 0 0 4 : 0 49 : 43 + 6
      4 Leichlinger TV 1 1 0 0 2 : 0 38 : 24 + 14
      5 TV Aldekerk 1 1 0 0 2 : 0 27 : 21 + 6
      6 MTV Rhw. Dinslaken 1 1 0 0 2 : 0 28 : 27 + 1
      7 Ibbenbürener SpVg 2 1 0 1 2 : 2 57 : 52 + 5
      8 DJK Unitas Haan 2 1 0 1 2 : 2 68 : 67 + 1
      9 VfL Gladbeck 2 1 0 1 2 : 2 46 : 47 - 1
      10 TuS Niederpleis 2 1 0 1 2 : 2 43 : 48 - 5
      11 TSV GWD Minden 2 1 0 0 1 0 : 2 27 : 28 - 1
      12 VfL Eintr. Hagen 1 0 0 1 0 : 2 23 : 27 - 4
      13 Soester TV 1 0 0 1 0 : 2 22 : 26 - 4
      14 TV Korschenbroich 1 0 0 1 0 : 2 25 : 30 - 5
      15 TuS Derschlag 1 0 0 1 0 : 2 24 : 38 - 14
      16 SC Bayer Uerdingen 2 0 0 2 0 : 4 51 : 59 - 8
      17 DJK-BTB Aachen He1 2 0 0 2 0 : 4 56 : 68 - 12
    • Lektion Nummer eins in Handball-Liga drei: Bescheidenheit! In dieser Spielklasse sind nicht nur die Hallen viel kleiner, sondern auch der Bus für die Auswärtsfahrten fiel einige Nummern winziger, dafür farbenfroher aus. Das erste Gastspiel in fremder Halle hat der Tusem gut überstanden: mit einem 33:27 (14:11)-Sieg bei Aufsteiger DJK BTB Aachen, zwei weiteren Zählern auf dem langen Weg zurück und mit bester Laune.

      Faires Publikum

      Die bange Frage, was die Essener im ländlich-idyllischen Gillesbachtal wohl erwarten würde, war schnell beantwortet: eine junge und dynamische Mannschaft mit viel Biss und einem erfreulich fairen Publikum. "Der Tusem ist eine Bereicherung für die Regionalliga, auch mit seinem Auftreten", schlug Aachens Trainer Khalid Khan nach der kurzweiligen Partie wohlwollende Töne Richtung Gast an. Hört, hört!

      Erstmals trat der Traditionsverein in Bestbesetzung an mit dem erst am Freitag eingeflogenen Isländer Halldor Sigfusson. Der überzeugte bereits mit seiner Präsenz und Übersicht. Er tat dem Spiel auf Anhieb gut. Der kantige Rückraumspieler wird sich schnell einleben. Auch, weil er die deutsche Sprache bereits beherrscht als ehemaliger Friesenheimer.

      Dennoch bestimmten in der ersten Halbzeit vorwiegend noch Einzelaktionen das Essener Spiel. "Da haben wir uns teilweise selbst im Weg gestanden", meinte Kreisläufer Mark Dragunski. Die aggressive Abwehr des Aufsteigers, der eine seit der C-Jugend eingespielte Mannschaft aufbieten kann, tat ein übriges, um den Tusem aus dem Takt zu bringen.

      Da war es gut zu sehen, dass der lettische Torhüter Helmuths Tihanovs ganz locker und voll konzentriert zugleich auf dem Posten war. Ihm war es zu verdanken, dass der Tusem nicht einmal in die Verlegenheit kam, einem Rückstand hinterherzulaufen.

      Nach der Pause stellte Tusem-Trainer Ion Bondar um. Mark Schmetz, der wegen einer Stirnhöhlenentzündung angeschlagen ins Spiel gegangen war, übernahm auf der Mitte. Sigfusson rückte in den linken Rückraum, Dennis Tenberken spielte den Flügelflitzer auf der rechten Seite. So lief es viel besser für die Essener, die innerhalb von zwölf Minuten auf 23:14 davonzogen und damit alles klar machten.

      Die Anspiele an Mark Dragunski kamen besser, Sigfusson hatte ein gutes Auge auf den ambitioniert aufspielenden Linksaußen Ingo Stary. Schließlich schwamm sich auch noch auf der rechten Rückraumposition Evars Klesniks frei, der allerdings die größten Umstellungsprobleme zeigt. Der Europapokalsieger hadert regelrecht noch mit der fremden Liga.

      Junge Garde

      In der Schlussphase konnte Trainer Bondar beruhigt die junge Garde mit Benjamin Kalinowski, Sebastian Reiners, Felix Busjan, Ben Schütte und Philipp Busjan aufs Feld schicken. Der Vorsprung schmolz zwar noch ein bisschen zusammen, aber die Verschnaufpause tat den Routiniers auch gut. "Das wird jetzt von Mal zu Mal besser, weil wir uns endlich richtig einspielen können", versprach Dragunski den mitgereisten Tusem-Fans, die sich mit Trommeln und Trompeten Gehör verschafft hatten. "Wir sind sehr froh, dass wir unser erstes Auswärtsspiel gewonnen haben", atmete Ion Bondar auf. Als guter Gast machte er Aachen Mut: "Mit dem Abstieg werdet Ihr nichts zu tun haben."

      Das hörte Kollege Khan nur zu gerne: "In einigen Phasen ist es uns gelungen, den großen Tusem zu ärgern." Aachens Kapitän Simon Breuer war ebenfalls zufrieden mit dem Spiel: "Wir haben Moral bewiesen."

      Tusem-Tore: Schmetz 9/4, Klesniks 6, Sigfusson 5, Stary 4, Dragunski 4, Tenberken 3, Schütte 2, Sharnikau 1

      nrz.de
    • Der Isländer Halldor Sigfusson gibt heute gegen Schalksmühle für den Tusem sein Heimdebüt am Hallo.

      Sie ist schon ganz besonders, die Beziehung zwischen Akuyeri und Essen. Mit Alfred Gislason fing alles an. Er war der erste Handballer aus der 15 000 Einwohner zählenden Stadt im Norden Islands, der das Trikot des Tusem trug und zu einer Spielerlegende wurde. Jahre später kam Patti Johannesson, dann Gudjon Valur Sigurdsson, ebenfalls überragende Persönlichkeiten. Und jetzt Halldor Sigfusson. "Der Tusem ist in unserer Heimat ein großer Verein." Am heutigen Samstag gibt Sigfusson in der Sporthalle Am Hallo sein Heimdebüt gegen Schalksmühle-Halver (18.15 Uhr).

      Das Leben umgekrempelt

      Binnen einer Woche krempelte der 27-jährige Rückraumspieler Ende August sein ganzes Leben um, nachdem er sich mit dem Tusem einig war. Den Job kündigen, den Nachfolger einarbeiten, einen Nachmieter für die Wohnung finden, Kisten packen für den Container, Familie und Freunden Auf Wiedersehen sagen. "Das war die unglaublichste Woche meines Lebens", berichtet die neue Nummer 5 der Essener bei einem Gespräch in seinem derzeitigen Wohnsitz, dem Scandic Hotel in Bredeney.

      Doch die Tage als Strohwitwer sind gezählt. Am Donnerstag fand Sigfusson mit Hilfe des Vereins eine geräumige Wohnung auf der Bredeneyer Straße. Frau Hanna Laura, die fünfjährige Tochter und der fast zweijährige Sohn kommen am 20. September nach Essen. Der Container mit allem Hab und Gut, vor allem mit dem heißgeliebten Salzfisch, soll rechtzeitig vor der Familie eintrudeln.

      Gerade einmal eine Woche ist Halldor in Essen und fühlt sich überhaupt nicht fremd. Das liegt daran, dass sein bester Freund und "Fürsprecher" Gokir Sigurdsson quasi um die Ecke wohnt. Und das liegt auch daran, dass der neue Regisseur ganz toll deutsch spricht.

      Obwohl er die Fremdsprache "eingefroren" hatte. Erlernt hat er sie von 2002 bis 2004, als er für den Zweitligisten Friesenheim am Ball war. Auch seine Tochter und seine Frau haben damals einiges aufgeschnappt, was jetzt wieder aufgefrischt wird. "Ich bin sicher, das geht ganz schnell." Der Alltag ist der beste Lehrmeister, so die Erfahrung des Lern-it-yourself-Sprachtalents.

      Von Friesenheim trieb das Heimweh die Familie zurück auf die Insel der Geysire, wo zu Wochenbeginn bereits der erste Schnee gefallen ist. Jetzt lockte erneut die Herausforderung Handball-Deutschland, wo die Regionalliga für Sigfusson und den Tusem nur eine Durchgangsstation sein soll. "Ich wollte es unbedingt noch mal probieren. Und wenn wir hart arbeiten, wird der Tusem bald wieder zurück sein", so der Isländer entschlossen.

      Aber bis dahin müssen alle die Ärmel hochkrempeln, da macht sich der Blondschopf nichts vor. "Wir haben jetzt gerade erst angefangen, taktisch richtig zu arbeiten. Wir brauchen noch Zeit, um eingespielt zu sein. Aber das wird." Das klingt wie ein Versprechen.

      Der hohe Trainingsaufwand wird sich ebenfalls auszahlen, davon ist der Hobbygolfer überzeugt. "Die Mannschaft wird schnell an Sicherheit gewinnen. Auch in der Zusammenarbeit mit unserem Torhüter Helmuths Tihanovs."

      Ziel ist es, Tempo-Handball zu präsentieren. Erfolgreich und attraktiv für die Zuschauer. Sicher werde es auch noch Rückschläge geben. "Die Regionalliga ist kein Selbstläufer."

      Ruhe bewahren

      "Wichtig ist, dass wir Ruhe bewahren", so der Aufbauspieler. Genau dafür ist er, zusammen mit den anderen "alten Hasen", zuständig.

      Die Routiniers sind auch heute gegen Schalksmühle gefragt. Der Aufsteiger schnitt bisher erstaunlich gut ab. Die Westfalen fackeln nicht lange, schließen teilweise sehr früh ab. "Davon dürfen wir uns nicht irritieren lassen", so Halldor. Das wird er verhindern. Versprochen.

      nrz.de
    • Tusem will fester zupacken



      HANDBALL-REGIONALLIGA / Große Aussprache nach dem Schalksmühle-Spiel. Die Bundesliga endlich vergessen.

      Drei Spieltage, drei Siege, Platz zwei in der Tabelle. Doch der Tusem hat sich nach seinem Zwangsabstieg in Liga drei noch nicht wirklich akklimatisiert. So leicht, wie es viele angesichts der Personaldecke erwartet haben, hat es der Traditionsverein von der Margarethenhöhe (noch) nicht in der Regionalliga West. Die NRZ sprach mit Tusem-Trainer Ion Bondar über die Hintergründe dafür, erste Erfahrungswerte und Perspektiven.

      NRZ: Wie fällt das erste Zwischenfazit aus?

      Bondar: Das wichtigste ist, dass wir sechs Punkte haben. Positiv ist auch, dass wir in allen Spielen in der zweiten Halbzeit viel besser gespielt haben. Negativ war vor allem unsere erste Halbzeit gegen Schalksmühle. Das war katastrophal. So etwas darf nicht passieren.

      NRZ: Nach dem Schalksmühle-Spiel haben Sie angekündigt, mit der Mannschaft zu reden. Was ist dabei herausgekommen?

      Bondar: Herausgekommen ist, dass es an der mangelnden Konzentration lag. Die Mannschaft ist ohne Spannnung ins Spiel gegangen. Ich erwarte, dass sich die Spieler künftig besser mental einstellen. Negativ war, dass die Mannschaft auf Anweisungen nicht reagiert hat. Es war abgesprochen, dass im Notfall immer Dragunski angespielt werden soll. Doch das ist erst nach der Halbzeit passiert. Diese Kopflosigkeit kann ich nicht akzeptieren.

      NRZ: Wie erklären Sie sich jetzt, mit Abstand, die erste Halbzeit Am Hallo?

      Bondar: Da kam wirklich alles zusammen. Keine Spannung, viele technische Fehler, Entscheidungen der Schiedsrichter, die schwüle Luft in der Halle - aber das kann alles keine Entschuldigung sein. Vielleicht haben es sich einige doch zu leicht vorgestellt. Oder den Erwartungsdruck unterschätzt. Man darf aber nicht vergessen, dass wir noch nicht viel Zeit hatten, uns einzuspielen. Die Zeit arbeitet klar für uns. Aber es liegt allein an uns, wie schwer oder wie leicht wir es haben.

      NRZ: Was muss sich sofort ändern, damit es der Tusem leichter hat?

      Bondar: In der Abwehr müssen wir viel aggressiver werden. Das war bisher zu passiv. Es wurde nur geblockt. Wir laden den Gegner dazu ein, zu werfen. Auch wenn wir dann riskieren, öfter zwei Minuten zu kassieren. Damit müssen wir auch unserem Torhüter Helmuth Tihanovs helfen. Aus dem Rückraum hat er gut gehalten, aber von Außen hat er leichstinnige Fehler gemacht. Das wird sicher auch besser.

      NRZ: Was erwarten Sie von den ehemaligen Bundesliga-Spielern?

      Bondar: Sie müssen die Bundesliga vergessen. Wir sind jetzt in der Regionalliga und haben ganz andere Bedingungen. Und an die müssen wir uns so schnell wie möglich gewöhnen. Die erfahrenen Spielern müssen unseren jungen Spielern helfen und ihnen ein Vorbild sein. Wir müssen uns noch beweisen in der Regionalliga. Und das sollte mit dieser Besetzung auch möglich sein. Man darf nicht vergessen, dass einige Spieler Verträge haben, die nicht normal sind für die dritte Liga. Da muss man auch was erwarten dürfen.

      NRZ: Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft im nächsten Spiel in Eintracht Hagen?

      Bondar: Dass sie nicht so schnell verkrampft. Denn dann bekommt sie Probleme. Gegen uns wollen alle Gegner gewinnen. Das ist normal.

      13.09.2005 SABINE HANNEN

      nrz essen
    • Tusem machte viel Dampf



      HANDBALL / 37:31-Sieg über Eintracht Hagen. Essener vor knapp 1000 Zuschauern verbessert.

      1991 war Mark Dragunski der größte Handballer, der je in der Hagenener Ischelandhalle aufgetaucht war. Jetzt sorgte der 2,14-Meter-Mann wieder für Aufsehen an seiner ehemaligen Wirkungsstätte. Allerdings im Trikot des Handball-Regionalligisten Tusem. Er war aber nicht nur in Hagen, um Erinnerungen aufzufrischen. Ihm ging es in erster Linie um zwei Punkte. Die bekam er auch. Mit 37:31 (17:11) fuhr der zwangsabgestiegene Traditionsverein den vierten Saisonsieg ein.

      Großes Aufatmen im Kreis der Margarethenhöher. Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Schalksmühle und der harschen Kritik wollte sich die Mannschaft von Trainer Ion Bondar unbedingt rehabilitieren. Das gelang ihr auch.

      Schnellangriffe über Schmetz

      Vor knapp 1000 Zuschauern übernahmen Dragunski und Co. nach zehn Minuten das Kommando in Hagen. Und sie gaben es nicht mehr her. Die Abwehr stand viel kompakter als zuletzt. Die große Aufmerksamkeit ermöglichte Schnellangriffe, bei denen sich Mannschaftsführer Mark Schmetz auszeichnen konnte.

      Erneut gelang es dem Tusem, unmittelbar nach dem Seitenwechsel binnen weniger Minuten für die Vorentscheidung zu sorgen. Da führte Essen erstmals mit zehn Toren. Im Gegensatz zum Schalksmühle-Spiel zogen die Bondar-Schützlinge diesmal durch und hielten Hagen deutlich auf Distanz. So konnte es sich der Trainer leisten, die Nachwuchsgarde mit Benjamin Kalinowski, Ben Schütte, Marian Bondar und Felix Busjan einzusetzen.

      Hagen vermochte noch ein wenig Ergebniskorrektur zu betreiben. Großen Anteil daran hatte der Ex-Essener Stephan Krebietke, der trotz einer Bänderdehnung ins Spiel gegangen war. Er koordinierte die Abwehr und leitete TempoGegenstöße ein. Die beiden Hagener Torhüter Björn Minzlaff und Mathias Kilfitt verhinderten mit guten Paraden, dass der Essener Sieg noch höher ausfiel.

      Ein Sonderlob gab es vom Essener Coach für den isländischen Regisseur Halldor Sigfusson. "Er hat die Mannschaft super geführt." Auch Torjäger Igor Sharnikau konnte sich im zweiten Abschnitt mit sechs Toren in Szene setzen. Das Anspiel an Mark Dragunski klappte diesmal von Beginn an. "Das war unsere bisher beste Saisonleistung", lobte Bondar.

      Die Treffer für den Tusem erzielten: Schmetz 11/4, Sharnikau 7, Dragunski 7, Sigfusson 4, Klesniks 2, Tenberken 2, Schütte 2, Reiners 1, Stary 1.


      nrz-lokalsport-essen-19.09.2005
    • Regionalliga,West hb171115


      VfL Eintr.Hagen - TV Korsch'broich 33 : 28
      TV Leichlingen - OSC Rheinh'sen 28 : 27
      Schalksm./Halv. - VfL Gladbeck 35 : 23
      Ibbenbüren 08 - DJK Unit.Haan 37 : 27
      VfL Eintr.Hagen - TUSEM Essen 31 : 37
      TuS Niederpleis - TV Korsch'broich 27 : 31
      BTB Aachen - Soester TV 32 : 34
      MTV Rhw.Dinslak. - SC Bay.Uerding. 25 : 24
      GWD Minden 2 - TuS Derschlag 29 : 22


      1. Leichlingen 4 4 0 0 139 : 110 8 : 0
      2. TUSEM Essen 4 4 0 0 125 : 105 8 : 0
      3. Schalk./Hal. 4 3 0 1 130 : 111 6 : 2
      4. Ibbenbüren 4 3 0 1 122 : 104 6 : 2
      5. OSC Rheinh. 4 3 0 1 113 : 100 6 : 2
      6. TV Aldekerk 3 2 0 1 74 : 72 4 : 2
      7. Soester TV 3 2 0 1 90 : 91 4 : 2
      8. DJK Haan 4 2 0 2 127 : 134 4 : 4
      9. Rhw.Dinslak. 4 2 0 2 94 : 101 4 : 4
      10. VfL Gladbeck 4 2 0 2 99 : 110 4 : 4
      11. GWD Mind.2 3 1 0 2 89 : 84 2 : 4
      12. Derschlag 3 1 0 2 73 : 91 2 : 4
      13. Eintr.Hagen 4 1 0 3 117 : 124 2 : 6
      14. TV Korsch'br. 4 1 0 3 109 : 118 2 : 6
      15. Niederpleis 4 1 0 3 99 : 116 2 : 6
      16. Bay.Uerding. 4 0 0 4 110 : 123 0 : 8
      17. BTB Aachen 4 0 0 4 116 : 132 0 : 8
    • Mit Ibbenbüren kommt der Tabellenvierte zum Tusem. Sieg Nummer fünf ist eingeplant.

      Der Spielplan meinte es gut mit dem Neu-Regionalligisten Tusem. Die leichteren Aufgaben standen zu Beginn der Saison an. So blieb Zeit genug, um sich einzuspielen und zu stabilisieren. Jetzt wird es langsam schwerer, weil die Gegner besser werden. Der Tabellenvierte Ibbenbürener SV ist eine echte Herausforderung für die Margarethenhöher am heutigen Samstag (18.15 Uhr, Sporthalle Lührmannwald). Da muss die Mannschaft von Trainer Ion Bobard richtig beißen.

      Der Tusem weiß, dass er sich kontinuierlich steigern muss, wenn er den Aufstiegskurs halten will. Zuletzt in Hagen lief es schon wesentlich besser als beim letzten Heimspiel. Schalksmühle war eine echte Schock-Therapie für den Liga-Favoriten, der konzentriert an sich arbeitet. Trainer Ion Bondar zeigt sich über die Fortschritte zufrieden und gleichzeitig erleichtert: "Die Mannschaft arbeitet sehr gut."

      Gute Stimmung

      Und auch das Stimmungsbarometer zeigte nach dem souveränen Sieg in Hagen deutlich nach oben. Die Lage hat sich entspannt. Und sie ist klarer geworden. Die Mannschaft bemüht sich, aus den gemachten Fehlern umgehend zu lernen und sich zu steigern.

      Was für den Tusem das Schalksmühle-Spiel war, war für Ibbenbüren die verkorkste Heimpremiere gegen den OSC Rheinhausen. Nach der 20:22-Pleite gab es lange Gesichter im Tecklenburger Land. Der Befreiungsschlag folgte auf dem Fuße. Unitas Haan bekam die ganze Wucht der Wut zu spüren. Mit 37:27 gelang der Mannschaft von Trainer Atila Petö die Rehabilitation.

      "Ibbenbüren ist wirklich gefährlich. Aber wir müssen trotzdem unser Spiel machen und wollen unbedingt gewinnen", so Ion Bondar entschlossen.

      Ein besonderes Augenmerk müssen die Margarethenhöher auf den Rückraumspieler Erik Wudtke richten. Der 32-Jährige spielte mit der belgischen Mannschaft HC Eynatten schon in der Champions-League. Er ist der Kopf der Truppe, die in Linkshänder Daniel Ahmann im rechten Rückraum einen durchschlagskräftigen Shooter besitzt. Nicht zu unterschätzen ist auch der LitauerGiedrius Cerniauskas. "Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit recht großen Spielern", so Bondar.

      Für den Tusem spricht sicher die gute körperliche Verfassung und die Gewissheit, über 60 Minuten Volldampf gehen zu können. Ein Vorzug, der sich besonders in der zweiten Halbzeit deutlich bemerkbar machte in den bisherigen Spielen.

      Für die Essener ist das Meisterschaftsspiel gegen Ibbenbüren gleichzeitig die Generalprobe vor dem Pokalspiel am kommenden Mittwoch in Fredenbeck. Der Tusem braucht ein Erfolgserlebnis im Rücken, um die Hürde im DHB-Wettbewerb überspringen zu können.

      23.09.2005 SABINE HANNEN


      nrz.de
    • Original von Dionysus
      Was macht eigentlich der anderen Zwangsabsteiger, Walllau-Massenheim?
      Die spielen Regionalliga irgendwo im Südwesten, Saarland oder?



      Wallau/Massenheim setzt eine Duftmarke
      Die Angst vor dem Fehlstart ist vertrieben

      Vom 19.09.2005

      möx. SAARLOUIS Vertrieben. Sie ist vertrieben. Die Angst vor einem ähnlichen Fehlstart wie in den vergangenen Jahren. Nach dem 37:33-Heimsieg über den TV Offenbach hat Handball-Regionalligist SG Wallau/Massenheim auch die erste Auswärtshürde genommen. 28:27 (13:15) bei der HG Saarlouis. Zugegeben, mit ein wenig Glück. Man hätte auch durchaus mit einem Tor verlieren können, gestand SG-Trainer Jörg Schulze. Aber wen interessiert das in einigen Tagen noch. Was zählt, sind 4:0 Punkte nach zwei Spielen.

      Und nun mit Irmenach/Kleinich/Horbruch eine vermeintliche Pflichtaufgabe vor der Brust. Das gibt Anlass zum Träumen. Doch davon will Schulze nichts wissen. Es überwiege die Erleichterung über den gelungenen Saisoneinstieg. "Der Sieg ist hoch einzuschätzen. In Saarlouis werden noch einige Mannschaften Federn lassen", ist der 39-Jährige überzeugt. Auch Sprecher Armin Luft sang wahre Lobeshymnen auf seine Mannen: "Das war eine echte Duftmarke, die wir gesetzt haben."

      Schließlich ging die Truppe von Trainer Murat Pohara nicht gerade zimperlich zu Werke. Doch am Ende zahlten die Gäste mit gleicher Münze zurück. "Zum Schluss gab es eine Situation, in der es Siebenmeter gegen uns hätte geben können", weiß Schulze, dass der Sieg im Saarland am seidenen Faden hing. "Aber wir hatten 50 Minuten lang desöfteren vergeblich auf einen Siebenmeterpfiff gewartet." Der Schlüssel zum Erfolg sei die Umstellung auf ein System mit zwei Kreisläufern gewesen. Jens Ehrmann und Fabian Bohnert schufen immer wieder Freiräume. 21 der 28 Tore fielen so über den Kreis oder die Außenpositionen.

      Nach Sebastian Eisenhauer zum Auftakt warf Schulze nun mit Christopher Prinz erneut einen Youngster der Wallauer A-Jugend, die im Mai Deutscher Meister geworden war, ins kalte Wasser. Und der 19-Jährige schwamm sich auf Anhieb frei. Nach seiner Einwechslung in der 22. Minute führte sich Prinz gleich königlich ein. Spektakulär sein erfolgreicher Hüftwurf um den Mann herum. Gut habe er gespielt, befand Schulze, und wenig Fehler gemacht. "Er ist sehr lernbereit. Meine Aufgabe ist es ihn zu bremsen." Christopher Prinz selbst war nach seinem 20-minütigen Debüt "ganz zufrieden". "Körperlich geht es da schon anders zur Sache. Daran muss man sich erst gewöhnen", weiß der Youngster, dass er vor allem Geduld aufbringen muss. "Gut, dass wir die Oberliga-Mannschaft haben. Da kann ich Spielpraxis sammeln."


      aus dem Wiesbadener Tagblatt
    • Tusem krampft unter seiner Last



      HANDBALL-REGIONALLIGA / Hohe Fehlerquote beim 30:26 gegen Ibbenbüren. Edelmeier appelliert an Zusammenhalt.

      Wer unter einer Herzschwäche leidet, sollte sich Tusemspiele verkneifen. Zu aufregend ist die Punktejagd des Zwangsabsteigers in der drittklassigen Handball-Liga. Noch! 800 Zuschauer, darunter eine Busladung Anhänger aus der nördlichsten Bergmannsstadt Deutschlands, erlebten zugegebenermaßen viel für ihr Eintrittsgeld. Nach aufreibenden 60 Minuten fuhr der Tusem mit 30:26 (14:14) gegen Ibbenbürener SV den fünften Sieg in Serie ein. Und von Spiel zu Spiel wird klarer: Der von allen erwartete Aufstieg ist für die Margarethenhöher doch eine sehr schwere Last.

      Erwartungsdruck ist sehr hoch

      Offenbar tut sich der Tusem derzeit noch in auswärtigen Hallen leichter. Auf der heimischen Höhe im Lührmannwald bekommen die Essener den hohen Erwartungsdruck ihres Umfeldes hautnah zu spüren. Durch Zwischenrufe und Körpersprache. Da gab es gegen Ibbenbüren nur wenig Schmeichelhaftes zu sehen oder zu hören. Was die ohnehin schon nervösen Tusemspieler noch mehr verkrampfen ließ.

      "So langsam spüren sie die volle Wucht des Erwartungsdrucks. Die Mannschaft will zu viel und wird dann, wenn nicht alles klappt, doch sehr nervös. Wir stehen vor einer schweren Aufgabe, aber wir werden das schaffen", versicherte Tusem-Trainer Ion Bondar nach der Partie, die seine Schützlinge in der Schlusskurve für sich entschieden. Weil sie physisch auf der Höhe sind und weil sie die besseren Könner in ihren Reihen haben. Überragend: Linksaußen Ingo Stary, der Nerven wie Drahtseile bewies.

      Aber souverän ist etwas anderes. Nach dem gelungenen Auftritt in Hagen hatten alle gehofft, es würde den Essenern leichter von der Hand gehen. Doch gegen die clever eingestellten Gäste, die in Erik Wudtke (14/8 Tore) einen mit allen Wassern gewaschenen und dreimal chemisch gereinigten Spielmacher hatten, fand Tusem schwer ins Spiel. Die Trefferquote ließ mehr als zu wünschen übrig, die Abwehr war für den schwachen Essener Torhüter Helmuths Tihanovs keine echte Hilfe.

      Abgeklärt agierten nur die Gäste. Der anfangs wegen seiner ungeheuren Körperfülle als "Bulle von Tölz" belächelte Kreisläufer Holger Nieters verschaffte sich mit seinem konsequenten Spiel aber schnell Respekt. Wenn er genügend Luft geschnappt hatte, ging er voll zur Sache und hatte dabei eine hundertprozentige Trefferquote.

      Der Tusem lief fast ständig einem Rückstand hinterher, glich erst in der 26. Minute zum 10:10 aus und konnte sich zunächst nicht absetzen. Mit einem forschen Start in Halbzeit zwei und einer 17:14-Führung schien das Schlimmste überstanden. Doch es blieb beim Zitterspiel bis zur 55. Minute. Da lagen die Hausherren nach einem Treffer von Evars Klesniks erstmals mit vier Toren vorne (27:23) und die Gesichter auf der Bank und den Zuschauerrängen entspannten sich sichtbar. Es hatte gelangt.

      Tusem-Kreisläufer Mark Dragunski nahm es notgedrungen mit Galgenhumor: "Bis zum Ende der Saison habe ich graue Haare."

      Es bleibt festzuhalten: Gegen den Tusem erreichten alle bisherigen Gegner rekordverdächtige 120 Prozent Leistung, während die Essener noch nicht einmal die Hälfte ihres vorhandenen Potenzials abzurufen vermögen. Noch nicht. "Wir müssen alle zusammenhalten und weiter hart arbeiten", gab Tusems Macher Horst-Gerhard Edelmeier die Parole der Stunde aus.

      Tusem-Tore: Stary 6, Sharnikau 5, Dragunski 5, Schmetz 5/2, Klesniks 5, Sigfusson 3, Tenberken 1.


      nrz-lokalsport essen-26.09.2005
    • Regionalliga,West hb171115
      TV Korsch'broich - TV Leichlingen 25 : 36
      DJK Unit.Haan - TuS Niederpleis 33 : 32
      TUSEM Essen - Ibbenbüren 08 30 : 26
      VfL Gladbeck - VfL Eintr.Hagen 28 : 30
      BTB Aachen - Schalksm./Halv. 33 : 33
      OSC Rheinh'sen - MTV Rhw.Dinslak. 22 : 20
      TV Aldekerk - GWD Minden 2 30 : 31
      Soester TV - TuS Derschlag 31 : 30


      1. Leichlingen 5 5 0 0 175 : 135 10 : 0
      2. TUSEM Essen 5 5 0 0 155 : 131 10 : 0
      3. OSC Rheinh. 5 4 0 1 135 : 120 8 : 2
      4. Schalk./Hal. 5 3 1 1 163 : 144 7 : 3
      5. Soester TV 4 3 0 1 121 : 121 6 : 2
      6. Ibbenbüren 5 3 0 2 148 : 134 6 : 4
      7. DJK Haan 5 3 0 2 160 : 166 6 : 4
      8. GWD Mind.2 4 2 0 2 120 : 114 4 : 4
      9. TV Aldekerk 4 2 0 2 104 : 103 4 : 4
      10. Eintr.Hagen 5 2 0 3 147 : 152 4 : 6
      11. Rhw.Dinslak. 5 2 0 3 114 : 123 4 : 6
      12. VfL Gladbeck 5 2 0 3 127 : 140 4 : 6
      13. Derschlag 4 1 0 3 103 : 122 2 : 6
      14. Niederpleis 5 1 0 4 131 : 149 2 : 8
      15. TV Korsch'br. 5 1 0 4 134 : 154 2 : 8
      16. BTB Aachen 5 0 1 4 149 : 165 1 : 9
      17. Bay.Uerding. 4 0 0 4 110 : 123 0 : 8
    • Tusem auch im Pokal obenauf



      HANDBALL / Nach der Pause zog die Bondar-Truppe in Fredenbeck auf und davon und gelangte mit 32:24 in Runde drei.

      Regionalligist Tusem Essen feierte nach seinem Zwangsabstieg aus dem Oberhaus gestern Abend einen erfolgreichen Auftritt auf der bundesweiten Handball-Bühne. In der zweiten Runde des DHB-Pokals siegten die Essener bei Zweitligist VfL Fredenbeck mit 32:24 (17:16) und hoffen nun in Runde drei auf einen attraktiven Gegner in eigener Halle.

      Mi t breiter Brust angereist

      Fredenbecks Spielertrainer Tomasz Malmon hatte von seiner Truppe einen Erfolg eingefordert, nachdem man in der Meisterschaft bislang erst ein Remis (30:30 gegen die HSG Varel) erreicht, aber zweimal (35:42 bei Spitzenreiter Emsdetten, 29:35 in Magdeburg) verloren hatte. Anders die Ausgangsposition bei den Essenern, die nach 10:0-Punkten in der Regionalliga mit breiter Brust die Reise in den Norden angetreten hatten.

      Nur rund 300 Zuschauer waren in die Geestlandhalle gekommen, um sich das Pokalduell anzuschauen. Ihnen wurde im ersten Durchgang ein offener Schlagabtausch geboten, bei dem sich kein Team absetzen konnte. Tusem steckte den 1:3-Rückstand (4.), problemlos weg und führte nach einer Viertelstunde mit 8:6. Mit dem Pausenpfiff gelang Klesniks sein fünfter Treffer, so dass es mit einer knappen 17:16-Führung in die Kabine ging.

      Nach dem Wechsel ergriffen die Essener die Initiative und bauten den Vorsprung auf 21:16 (35.) aus. Zwar kam Fredenbeck noch einmal auf 21:23 (44.) heran, doch damit war der Widerstand gebrochen. Zehn Minuten lang ließ Tusem-Torwart Tihanovs keinen Treffer zu, es hieß 29:21 - die Partie war entschieden.

      Tusem-Tore: Klesniks (9), Schmetz (8/1), Sigfusson (4), Sharnikau (4), Schütte (2), B. Kalinowski (2), Dragunski (2), F. Busjan (1).


      nrz-lokalsport essen-29.09.2005
    • HANDBALL / Tusem-Kapitän steuerte 17 Treffer zum höchsten Saisonsieg bei. Furioser 44:22-Erfolg in Niederpleis.

      Die Generalprobe des Tusem für das Schlagerspiel der Handball-Regionalliga am kommenden Samstag gegen den Leichlinger TV ist geglückt - und wie. Mit 44:22 gewann die Bondar-Truppe beim TuS Niederpleis und setzte sich damit im Fernduell mit Leichlingen dank des nun besseren Torverhältnisses an die Tabellenspitze. Die bisher beste Leistung im Liga-Spielbetrieb hatte der Tusem-Mannschaftsverantwortliche Uli Eikermann gesehen, nachdem sich die Truppe mit dem Sieg im DHB-Pokal in Fredenbeck das nötige Selbstvertrauen geholt hatte. "Das hat natürlich gut getan", freute sich Eikermann für die Mannschaft, die in Niederpleis furios nachlegte. Allen voran Kapitän Mark Schmetz: 17 Treffer markierte der Flügelflitzer, der wie aufgedreht spielte.

      "Mark hat nicht nur wegen seiner Treffer ein tolles Spiel absolviert. Er hat wahnsinnig Dampf gemacht und den Rest des Teams mitgezogen. Insgesamt ist die Mannschaft dann sehr konzentriert zu Werke gegangen, hat sich kaum technische Fehler geleistet und nichts anbrennen lassen."

      Klesniks an der Wade verletzt

      Auch der Ausfall von Evars Klesniks sorgte für keinen Bruch im Essener Spiel. Nach zehn Minuten zog sich der Linkshänder eine Wadenverletzung zu und konnte nur noch in der Abwehr helfen. In der zweiten Hälfte verzichtete Ion Bondar komplett auf Klesniks - um ihn für das Spitzenspiel am Samstag in der Margarethenhöhe zu schonen. Um 18.15 Uhr empfangen die Essener den Tabellenzweiten und wollen ihre Aufstiegsambitionen untermauern. "Ich hoffe, wir werden mit 1200 Zuschauern zum ersten Mal eine komplett ausverkaufte Halle haben", meinte Eikermann.

      Aus einem zuschauerträchtigen Heimspiel in der dritten Runde des DHB-Pokals ist nichts geworden. Das Los verschlägt den Tusem zum Zweitliga-Aufsteiger ASV Hamm, am 2. November geht´s nach Westfalen. "Sicher hätten wir gerne ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten gehabt. Aber vielleicht in der nächsten Runde. Denn ich halte Hamm durchaus für schlagbar", so Uli Eikermann.

      Tore gegen Niederpleis: Schmetz (17/6), Sharnikau (6), Tenberken (6), Dragunski (4), Schütte (4), Stary (2), B. Kalinowski (2), F. Busjan, Bondar und Reiners (je 1).


      nrz-lokalsport essen.04.10.2005
    • Tusem gegen Piraten gerüstet



      HANDBALL / Bondar-Truppe empfängt auf der Margarethenhöhe den Leichlinger TV zum Spitzenspiel der Regionalliga.

      "The Pirates" nennt sich der Leichlinger TV auch. Und möchte in dieser Eigenschaf gerne Punkte klauen, beim Tusem nämlich. Doch Gemach: Ganz sicher möchten sich die Essener beim Spitzenspiel der Handball-Regionalliga die Butter nicht vom Brot nehmen lassen, die Punkte nicht aus der Hand geben und auch nicht die Tabellenführung verlieren.

      Um die geht es heute Abend um 18.15 Uhr in der Sporthalle Margarethenhöhe - der Erste empfängt den Zweiten. Noch sind beide Teams ohne Verlustpunkt, mindestens einen wird es heute erwischen. Beide haben 12:0 Zähler auf dem Konto, der Tusem hat aber das bessere Torverhältnis. Seit dem formidablen 44:22-Erfolg am letzten Wochenende über den TuS Niederpleis.

      Gummersbach der nächste Pokalgegner

      "Dieser Sieg hat uns ebenso wie der Pokal-Erfolg über Fredenbeck viel Selbstvertrauen gebracht", meinte Uli Eikermann, Mannschaftsverantwortlicher des Tusem. Und rechnet mit einer couragierten Vorstellung seines Teams auch gegen die Rheinländer, die in der vergangenen Saison als Zweiter hinter den nächstem Pokalgegner des Tusem, dem ASV Hamm, nur knapp den Aufstieg in die Zweite Liga verpassten.

      "Wir haben uns gut auf Leichlingen vorbereitet, kennen deren Stärken und Schwächen. Wir müssen sie schätzen, wissen aber auch, dass wir das Spiel gewinnen, wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen und unser Spiel machen", so Eikermann. Gute Angreifer im LTV-Trikot hat man ausgemacht, "aber wenn unsere Deckung so steht wie zuletzt, klappt das." Da kommt die Nachricht, dass Evars Klesniks wieder mit von der Partie sein wird, natürlich gelegen. Eikermann: "Die Wadenverletzung zieht bis in die Achillessehne, da darf man nicht spaßen. Aber er hat einen Fersenkeil für den Schuh erhalten und ist dabei."

      Zuletzt tat sich Leichlingen in der Liga sehr schwer. Nur zu einem mühsamen 30:28-Sieg kam man über Unitas Haan, musste sogar einem Vier-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Auf der anderen Seite: Auch die Piraten setzten sich in der zweiten Runde des DHB-Pokals gegen einen Zweitligisten durch. LTV Wuppertal wurde mit 28:21 bezwungen. Und haben für Runde drei das große Los gezogen: Der VfL Gummersbach, derzeit Tabellenzweiter der Ersten Liga, wird in der Sporthalle Am Hammer auflaufen - Festwochen in Leichlingen. "Wenn mir vor zwei Jahren jemand gesagt hätte, dass wir mal in der Meisterschaft gegen den Tusem und im Pokal gegen Gummersbach spielen, hätte ich ihn in die Klappsmühle geschickt", jubelte LTV-Kapitän Bruno Scherer. So schnell´s kann gehen.

      Beim Tusem jedenfalls ist angerichtet. Man hofft auf eine ausverkaufte Halle, beste Stimmung ist vorprogrammiert. Die sich auch die "alten Recken", Chrischa Hannawald und Sergio Casanova, die ihr Kommen bereits angekündigt haben, nicht entgehen lassen wollen.


      nrz-lokalsport essen.08.10.2005
    • Der Tusem bleibt das Maß aller Dinge in der Handball-Regionalliga West. Der Spitzenreiter setzte sich mit 29:26 (17:11) beim Tabellenachten MTV Rheintreu Dinslaken durch. Ungefährdet, wenn auch nicht jederzeit anspruchsvoll. Aber der Top-Titelaspirant ist auch nach dem achten Spieltag noch immer ohne Minuspunkt.
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)