[Italien] Serie A (erstklassig)

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    • Juve-Schicksal : Zwangsabstieg ?

      Vor dem Beginn des Manipulations-Prozesses am Donnerstag: Früherer Juve-Manager beschuldigt den AC Milan und den zurückgetretenen Fußballverbandspräsidenten Franco Carraro.

      Moggi holt zum Gegenschlag aus


      Vor dem Prozessauftakt im italienischen Fußball-Skandal hat der mutmaßliche Drahtzieher der Spielmanipulationen, Luciano Moggi, zum Gegenschlag ausgeholt. "Ich bin kein Monster", verteidigte sich der frühere Manager des Rekordmeisters Juventus Turin und beschuldigte vor allem den zurückgetretenen Fußballverbandspräsidenten Franco Carraro und den AC Milan.

      "Wir haben uns nur gegen Carraro verteidigt, der gegen Juve war", behauptete der 68-Jährige in einem Fernsehinterview. "Carraro und diejenigen, die das Fernsehen kontrollieren, haben in Wirklichkeit die Macht im italienischen Fußball" sagte der mutmaßliche "Fußball-Pate" in Anspielung auf Medienzar und Milan-Besitzer Silvio Berlusconi.

      In dem an diesem Donnerstag in Rom beginnenden Sportgerichts-Prozess will Moggi nicht aussagen. Durch seinen Rücktritt sei er kein Mitglied des Fußballverbands (FIGC) mehr und unterliege damit nicht mehr der Sportgerichtsbarkeit. Gegenüber den ermittelnden Staatsanwaltschaften in Turin, Rom und Neapel musste Moggi jedoch bereits aussagen. Auch hier hatte Moggi behauptet, "nie eine Bevorzugung" von den Schiedsrichterkoordinatoren Paolo Bergamo und Pierluigi Pairetto verlangt zu haben. Vor den Zivilgerichten kommt ein Prozess wegen Nötigung, Sportbetrug und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung auf Moggi und seine Komplizen zu.

      (dpa)

      Fakten
      26 Vereins- und Verbandsfunktionäre, Schieds- und Linienrichter sowie die vier Top-Clubs Juventus Turin, AC Milan, AC Florenz und Lazio Rom müssen sich wegen Sportbetrugs und Unsportlichkeit verantworten. Rekordmeister Juve droht der Zwangsabstieg in die zweite Liga sowie die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel, Milan, Fiorentina und Lazio wohl nur Punktabzüge. Bis zum 9. Juli soll es eine Entscheidung geben.
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Liga Skandal

      Prozess-Auftakt in Italien auf Montag vertagt

      Der lang erwartete Prozess im Manipulationsskandal rund um den italienischen Fußball ist am Donnerstag kurz nach Beginn auf Montagvormittag vertagt worden. Dies wurde vom Präsidenten des Sportgerichts, Cesare Ruperto, auf Grund des Antrags mehrerer Rechtsanwälte der vier verdächtigen Klubs beschlossen, die mehr Zeit zur Überprüfung der Dossiers der Anklage gefordert hatten.

      Klubchefs, Referees und Funktionäre vor Gericht

      In einem Gerichtssaal unweit des Olympiastadions in Rom war am Donnerstag Auftakt des größten Prozesses in der Geschichte des italienischen Fußballs. Vier Klubs, Juventus Turin, AC Milan, Lazio Rom und der AC Florenz, sowie 26 Schiedsrichter, Klubchefs und Verbandsfunktionäre müssen sich vor Gericht wegen des Verdachts der Schiedsrichter-Absprachen sowie des Manipulationsverdachts in der Meisterschaftssaison 2004/2005 verantworten.

      Angeklagt wurden sie vom Untersuchungsrichter Stefano Palazzi auf Grund einer umfangreichen Untersuchung des vom Fußballverband beauftragten Staatsanwalts, Francesco Saverio Borrelli. Vor Gericht stehen unter anderem der zurückgetretenen Präsident des Fußballverbands FIGC, Franco Carraro, und sein Vertrauensmann Innocenzo Mazzini, die wegen "Vergehen gegen die Sportlichkeit" angeklagt sind. Der "große Abwesende" zum Prozessauftakt war allerdings der mutmaßliche Drahtzieher des Skandals, Ex-Juve-Manager Luciano Moggi. Er ließ sich durch seinen Anwalt vertreten.

      Moggi beteuert Unschuld

      "Big Luciano" verteidigte sich mit einem ausführlichen Interview mit dem britischen Sender BBC, in dem er seine vollkommene Unschuld beteuerte. Den verdächtigen Klubs droht der Zwangsabstieg in die dritte Liga. Juventus Turin droht auch die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel. Der Rechtsanwalt von Juventus Turin, Cesare Zaccone, hat alle Hände voll zu tun. Die Verteidigung hat den Richtern ein Dossier vorlegt, in dem die "alte Dame" die Vorwürfe des Sportbetrugs bestreitet. Neun Schiedsrichter, darunter der von Italien ursprünglich für die WM in Deutschland nominierte und später wieder gestrichene Referee Massimo De Santis, droht der Ausschluss vom italienischen Fußball.

      Sportgerichts-Präsident Ruperto eröffnete Verfahren

      Der Präsident des Sportgerichts, Cesare Ruperto, öffnete am Morgen das Verfahren. Der Prozess begann im Blitzlichtgewitter der Fotografen. Über 400 Journalisten aus der ganzen Welt verfolgen den "Prozess des Jahres", wie italienische Medien das Verfahren gegen die Spitzenvertretern des italienischen Calcio bezeichnen. "Der Prozess in Italien interessiert die ausländischen Medien wie die WM in Deutschland", kommentierte die römische Tageszeitung La Repubblica am Donnerstag. Zwölf Stunden lang werden die Richter Zeugen befragen. Der Gerichtssaal wurde im Gebäude eingerichtet, in dem bei der WM 1990 die Pressekonferenzen abgehalten wurden. 252 Sitzplätze befinden sich im Saal, Journalisten werden jedoch auf Distanz gehalten.

      Der Prozess soll in erster Instanz zwischen dem 8. und 10. Juli abgeschlossen werden.

      (c) sid
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • So laut einheitlichen Berichten der Medien, werden mögliche Sanktionen gegen die beteiligten Vereine einen Tag nach dem WM-Finale bekannt gegeben!
      Wäre schon lustig, Buffon steigt mit dem WM-Pokal in der Hand in Rom ausm Flugzeug hält ihn jubelnd in die Höhe und gleichzeitig wird Juve strafversetzt in die Serie B, wäre schon eine eigenartige Situation.
      Bevor hier aber jeder rumspamt, das das ja nicht passiere da Deutschland ja Weltmeister werde, sag ich das ist mir bekannt.
      "Doch weil ich arm bin, hab ich nur meine Träume.
      Die Träume breit ich aus vor deinen Füßen.
      Tritt leicht darauf, du trittst auf meine Träume."
      William Butler Yeats

    • Original von Irminio
      So laut einheitlichen Berichten der Medien, werden mögliche Sanktionen gegen die beteiligten Vereine einen Tag nach dem WM-Finale bekannt gegeben!


      Vermutlich aus gutem Grund!


      Ich kann nur endgültig sagen "Nein danke, Italien", was den WM-Titel heute abend angeht. Es ist doch wirklich nur ein schlechter Scherz, dass den beschuldigten Vereinen Amnestie gewährt werden soll, falls die Spieler Weltmeister werden, oder?!? Von der Politik gefordert, kam zumindest in einigen Medien! Wenn DAS wahr sein sollte, dann ist Fussball & Politik in Italien für mich endgültig Mafia (und mir soll jetzt bloß keiner wieder mit "Klischee" kommen!). :dreh: :runter:

      Die armen, armen Vereine dürfen nicht bestraft werden, schließlich haben unsere Spieler ja so tolles geleistet! :lool:
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    • Der Manipulations-Prozess

      Der italienische Rekordmeister Juventus Turin würde im Prozess um den Fußball-Manipulationsskandal einen Zwangsabstieg in die zweite Liga (Serie B) hinnehmen. Dies war von der Staatsanwaltschaft für die anderen drei in der Affäre verwickelten Serie-A-Klubs Lazio Rom, AC Florenz und AC Mailand gefordert worden.

      Schuldeingeständnis zur Strafmilderung

      "Eine Strafe wie für die anderen angeklagten Vereine, also der Zwangsabstieg in die Serie B, wäre für uns zu akzeptieren", sagte Juve-Anwalt Cesare Zaccone vor dem Sportgericht in Rom. Zaccone stimmte außerdem einem Punktanzug für die neue Saison zu. Offenbar gibt der Renommierklub damit seine Schuld im Manipulationsskandal zu. Das Eingeständnis soll sich offenbar strafmildernd auswirken. Die Staatsanwaltschaft hatte aber am Dienstag einen Zwangsabstieg für die "alte Dame" in die dritte Liga beantragt.

      Dechamps will neuer Trainer werden

      Nach dem Wechsel von Fabio Capello zu Real Madrid will unterdessen Didier Deschamps neuer Trainer bei Juventus Turin werden. "Ich bin bereit, Juve zu trainieren, unabhängig von der Liga, in der der Klub landen wird. Von Monte Carlo nach Turin ist der Weg nicht weit", sagte der Franzose, der von 1994 bis 1999 in Turin spielte. Deschamps war im vergangenen September beim AS Monaco entlassen worden. Weil der Weltmeister von 1998 die italienische Serie B und C nicht kennt, gilt aber auch der frühere Nationalspieler Roberto Donadoni, der bis Februar den Serie-A-Klub AS Livorno trainierte, als Alternative.

      (sport1.de)




      Real Madrid angelt angeblich nach drei Juve-Spielern

      Der spanische Rekordmeister Real Madrid ist laut Medienberichten an der Verpflichtung von drei Spielern von Juventus Turin interessiert. Wie die spanischen Sportzeitungen "As" und "Marca" am Samstag übereinstimmend berichteten, stehen die Verteidiger Fabio Cannavaro und Gianluca Zambrotta (beide ITA) sowie Mittelfeldspieler Emerson (BRA) auf der Wunschliste der Madrilenen, die erst am Mittwoch mit Fabio Capello den Ex-Trainer der "Alten Dame" geholt hatten. Verhandlungen über die Transfers seien seit Freitag im Gang, berichteten die beiden Blätter.

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    • RE: Der Manipulations-Prozess

      Noch einmal zu den geforderten Strafen:

      Juve in die Serie C?

      Die Anklage hatte beim Prozess im italienischen Korruptionsskandal in Rom schwere Strafen für die vier verwickelten Vereine und die 26 hauptverdächtigen Personen verlangt. Untersuchungsrichter Stefano Palazzi forderte für den skandalumwitterten Klub Juventus Turin den Zwangsabstieg zumindest in die Serie C, wobei der Rekordmeister dort mit sechs Minuspunkten in die Meisterschaft starten soll. Zudem verlangte Palazzi die Aberkennung der jüngsten beiden Meistertitel der "Alten Dame".

      Für den AC Milan forderte Palazzi den Abstieg in die Serie B und den Strafabbzug von drei Punkten. Für Fiorentina und Lazio Rom verlangte er die Relegation in die Serie B und den Abzug von 15 Punkten. Mit strengen Strafen sollen auch mehrere Hauptakteure des italienischen Fussballs belegt werden. Den ehemaligen Juve-Sportdirektor Luciano Moggi, der als Drahtzieher des ausgedehnten Manipulationsskandals gilt, und den ebenfalls zurückgetretenen Verbandschef Franco Carraro will Palazzi mit einer fünfjährigen Suspendierung belegen.

      (dpa)



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      Italiens Justizminister drängt nach WM-Sieg auf Amnestie

      "Ich finde es nicht richtig, dass Weltmeister in der Dritten Liga landen", so Clamente Mastella. Bereits Maurizio Paniz, Parlamentarier der Forza Italia, hatte vor einigen Wochen eine Amnestie für alle Angeklagten im Fußball-Skandal gefordert - vorausgesetzt, die italienische Nationalmannschaft erringt bei der WM in Deutschland den Titel. Der Vorschlag sorgte für hitzige Reaktionen. Gegen eine Amnestie hat sich Sportministerin Giovanna Melandri ausgesprochen.

      Wegen der möglichen Manipulation der Meisterschaft 2004/2005 droht Rekordmeister Juventus Turin sogar der Zwangsabstieg in die Serie C. Die anderen drei in den Skandal verwickelten Klubs, AC Milan, Lazio Rom und AC Fiorentina, sollen mit dem Abstieg in die Serie B bestraft werden. Ein Urteil im Prozess, in dem insgesamt 26 Personen angeklagt sind, ist voraussichtlich am Mittwoch zu erwarten.
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Hoffentlich bewahren die Richter in dem ganzen Freudentaumel nen kühlen Kopf und urteilen unabhängig und unbefangen.
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    • RE: Der Manipulations-Prozess

      Skandal-Klubs hoffen auf mildes Urteil

      Die große Party ist vorbei, der italienische Fußball muss sich wieder um seine alltäglichen Probleme kümmern. Ende dieser Woche wird das Urteil im schlimmsten Skandal der Fußball-Geschichte erwartet, vier Traditionsvereine zittern vor drastischen Strafen und hoffen auf die Milde der Richter. Justizminister Clemente Mastella, der sich vehement für eine Generalamnestie ausgesprochen hatte, hat nun eine neue Idee: Der Politiker fordert für Rekordmeister Juventus Turin den `Zwangabstieg light´.


      `Die Serie B genügt als Strafe´, erklärte Mastella und sprach sich dafür aus, der alten Dame wenigstens die Schmach des Absturzes in die dritte Klasse zu ersparen. Prominente Unterstützung erhält Mastella dabei von Gaetano Pecorella, Rechtsanwalt von Ex-Präsident Silvio Berlusconi und Spitzenpolitiker der Partei Forza Italia. `Mit einem Straferlass werden die Vergehen nicht vergeben, sondern nur die Strafen gemildert. Die italienischen Fußballer sind die besten der Welt. Mit dem Zwangsabstieg ihrer Klubs drohen sie für Vergehen zu zahlen, für die sie nicht verantwortlich sind´, sagte Pecorella. Dutzende Tifosi kampieren seit Tagen vor dem Gerichtsgebäude in der Nähe des Olympiastadions und erwarten mit Spannung das Urteil im `Calciopoli´, wie die Italiener den Skandal nennen.

      Auch sie hoffen auf Milde für ihren geliebten Verein Lazio Rom. Die Verantwortlichen beteuern unterdessen gebetsmühlenartig, eine weiße Weste zu besitzen. `Wir werden die Unschuld des Klubs und unseres Präsidenten Claudio Lotito beweisen´, erklärte Rechtsanwalt Giammichele Gentile. Die Schar der Politiker, die einen Straferlass oder zumindest eine Milderung der Sanktionen fordern, wird immer größer. Der Chef der Linksdemokratischen Regierungspartei DS, Piero Fassino, flehte am Mittwoch geradezu um Gnade. `Richter sind unabhängig und müssen nach ihrem Gewissen urteilen. Als Juve-Fan zittere ich, wenn ich daran denke, dass mein Klub in der dritten Liga spielen könnte. Als Fan bitte ich sie um Milde´, sagte Fassino.

      Gegen die Amnestie sprachen sich dagegen der italienische Regierungschef Romano Prodi und Sportministerin Giovanna Melandri aus. Melandri warnte vor den möglichen Folgen: `Eine Seite ist der WM-Sieg. Der Prozess, mit dem der italienische Fußball eine Wende zum Guten finden will, ist etwas völlig anderes. Er ist notwendig, um dem Fußball neue Regeln zu geben und dauerhaft Transparenz zu sichern.´

      Ungeachtet der öffentlichen Diskussion führt der Fußballverband FIGC seine Ermittlungen mit aller Konsequenz fort. Am Mittwoch wurde der frühere Trainer des Erstligisten US Lecce verhört. Zdenek Zeman hatte vor Jahren Doping- und Medikamentenmissbrauch im italienischen Fußball angeprangert und Juventus Turin namentlich beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft der Olympiastadt hatte daraufhin ermittelt und gegen Geschäftsführer Antonio Giraudo und Teamarzt Ricardo Agricola einen Prozess geführt. Beide wurden damals freigesprochen.

      (Reviersport vom Mittwoch)





      Ich frage mich, ob es nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist, dass die Urteilsfindung bzw. -verkündung immer wieder rausgeschoben wird! Ende der Woche vermutlich. :confused:
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dionysus ()

    • RE: Der Manipulations-Prozess

      Offiziell ist heute abend um 20:00 Uhr die Verlesung der Urteile im Manipulationsprozess.

      Aber es sind vorab schon Details nach außen gedrungen. Juventus Turin bleibt offenbar ein Zwangsabstieg in die Serie C erspart, der AC Mailand darf wohl sogar weiter in der ersten Liga spielen!

      Nach einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" soll Juve in der kommenden Saison in der Serie B an den Start gehen und vor der Saison mit 20 Minuspunkten belegt werden. AC Milan muss lediglich auf einen Start in der Champions League verzichten und startet mit zehn Minuspunkten in die Serie- A-Saison. Der AC Florenz und Lazio Rom wiederum sollen in Serie B absteigen und bekommen auch 10 Minuspunkte vor der Saison!



      ...

      Für mich ist und bleibt Juventus Turin der wesentliche Initiator und Antreiber dieser skandalösen Vorgänge und gehört eindeutig härter bestraft als die anderen Vereine. Wenn AC Florenz und Lazio Rom schon in die Serie B müssen, dann sollte Juve ein noch härteres Strafmaß erhalten! :sauer:
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Und was ist mit dem Aberkennen der letzten Meistertitel ??




      Liga-Skandal: AC Milan droht Sperre für Champions League

      Italien wartet fieberhaft auf die für Freitag (20:00 Uhr) erwartete Verlesung der Urteile im ausgedehnten Fußball-Manipulationsprozess. Nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Freitag entgeht Vize-Meister AC Milan dem Zwangsabstieg in die Serie B, der Klub von Präsident Silvio Berlusconi müsse jedoch auf die Champions League verzichten. Milan würden zudem voraussichtlich zehn Punkte abgezogen.

      Meister Juventus Turin würde laut Gazzetta der Zwangsabstieg in die dritte Liga (Serie C) erspart bleiben, die "Alte Dame" wird sich allerdings mit der Serie B begnügen und die Meisterschaft mit minus 20 Punkte beginnen müssen. In der Serie B sollen laut Indiskretionen auch AC Fiorentina und Lazio Rom landen, denen wie "Juve" Schiedsrichterabsprachen vorgeworfen werden. Fiorentina droht der Abzug von zehn Punkten, Lazio von sechs oder sieben Punkten.

      Staatsanwalt Stefano Palazzi hatte wesentlich strengere Strafen gefordert: Für Juventus den Zwangsabstieg in die dritte Liga und die Aberkennung der Meistertitel der vergangenen beiden Jahre. Milan soll laut Palazzi in die zweite Liga zwangsversetzt werden und mit drei Minuspunkten an den Start gehen. Für Fiorentina und Lazio forderte Palazzi ebenfalls den Abstieg in die Serie B und zusätzlich den Abzug von 15 Zählern.

      Die von Sportrichter Cesare Ruperto gefällten Urteile sollen am Freitag um 20:00 Uhr verkündet werden. Kommende Woche soll der Berufungsprozess beginnen. Bis 25. Juli muss Italien der UEFA die Liste der Klubs bekannt gegeben, die an den europäischen Wettbewerben teilnehmen.

      tirol.com
    • Die Urteile stehen fest.

      Juve, Florenz und Lazio müssen in die Serie B, Milan bleibt in der Serie A. Juve bekommt 30 Punkte, Milan 15, Lazio 7 und Florenz 12 Punkte abgezogen. Milan darf nicht in der Champions League starten. Juve bekommt die Meistertitel 2005, und 06 aberkannt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von tivolifan2004 ()

    • Die Urteile im Stenogramm

      VEREINE

      Juventus Turin


      Zwangsabstieg in die Serie B, 30 Punkte Abzug für die Serie-B-Saison 2006/2007, Aberkennung der Meistertitel 2005 und 2006

      AC Mailand

      Rückwirkender Abzug von 44 Punkten in der Saison 2005/2006. Damit als Tabellenzwölfter nicht zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Abzug von 15 Punkten in der Serie-A-Saison 2006/2007.

      Lazio Rom

      Zwangsabstieg in die Serie B, 7 Punkte Abzug für die Serie-B-Saison 2006/2007

      AC Florenz

      Zwangsabstieg in die Serie B, 12 Punkte Abzug für die Serie-B-Saison 2006/2007

      FUNKTIONÄRE

      Franco Carraro (Ehemaliger Präsident des italienischen Fußball-Verbandes FIGC)

      4,5 Jahre Betätigungsverbot im Fußball

      Innocenzo Mazzini (Ehemaliger FIGC-Vizepräsident)5 Jahre Betätigungsverbot im Fußball

      Andriano Galliani (Ehemaliger Präsident der italienischen Fußball-Liga)

      1 Jahr Betätigungsverbot im Fußball

      Luciano Moggi (ehemaliger Manager Juventus Turin)

      5 Jahre Betätigungsverbot im Fußball + 50.000 Euro Geldstrafe

      Antonio Giraudo (ehemaliger Geschäftsführer Juventus Turin)

      5 Jahre Betätigungsverbot im Fußball + 20.000 Euro

      Diego della Valle (Präsident AC Florenz)

      4 Jahre Betätigungsverbot im Fußball

      Claudio Lotiti (Präsident Lazio Rom)

      3,5 Jahre Betätigungsverbot im Fußball

      Pierluigi Pairetto (Ehemaliger Schiedsrichter-Koordinator)

      2,5 Jahre Betätigungsverbot im Fußball

      Tullio Lanese (Ehemaliger Vorsitzender des Schiedsrichter-Verbandes)

      2,5 Jahre Betätigungsverbot im Fußball Schieds-/Linienrichter

      SCHIEDSRICHTER

      Massimo De Santis


      4,5 Jahre und fünf Monate Betätigungsverbot im Fußball

      Paolo Dondarini

      3,5 Jahre Betätigungsverbot im Fußball

      Gianluca Paparesta

      3 Monate Betätigungsverbot im Fußball

      Linienrichter Claudio Puglisi

      1 Jahr Betätigungsverbot im Fußball

      Freisprüche für die Schiedsrichter Domenico Messina, Gianluca Rocchi, Paolo Tagliavento, Pasquale Rodomonti und Paolo Bertini


      kicker.de
    • Original von Saar-Schickeria
      Ich denke das sich die Urteile im Allgemeinen doch sehen lassen kann, Juve zwar nicht in Liga 3, aber dafür noch 30 Punkte Miese, die müssen die auch erstmal aufholen, also fraglich ob se direkt wieder aufsteigen werden.


      mit 30 punkten rückstand niemals..
      Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.
    • Original von Saar-Schickeria
      Ich denke das sich die Urteile im Allgemeinen doch sehen lassen kann, Juve zwar nicht in Liga 3, aber dafür noch 30 Punkte Miese, die müssen die auch erstmal aufholen, also fraglich ob se direkt wieder aufsteigen werden.


      Darum sind es ja 30 Punkte geworden. Damit wird Juve auf jeden Fall noch ein zweites Jahr in der unteren Liga verbleiben! Ist mir aber immer noch zu wenig. Wie schon weiter oben angemerkt, Turin gehört für mich deutlich schärfer bestraft als die übrigen Vereine. :sauer:


      Milan kommt glimpflich davon. Ansonsten waren das aber durchaus erntstzunehmende Schuldsprüche. Nur gegen die einzelnen Personen finde ich, ist das "Betätigungsverbot" ein Witz! Da gehören empfindliche Geldstrafen her, oder sogar Gefängnis für Leute wie Moggi! Betätigungsverbot, was soll das schon heißen?? lächerlich.... das wird die sehr jucken. (abgesehen von den Schiedsrichtern)
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Original von Saar-Schickeria
      Ich denke das sich die Urteile im Allgemeinen doch sehen lassen kann, Juve zwar nicht in Liga 3, aber dafür noch 30 Punkte Miese, die müssen die auch erstmal aufholen, also fraglich ob se direkt wieder aufsteigen werden.


      Mit 30 Punkten Abzug, da können sie bei Juve froh sein, wenn sie nächstes Jahr die Serie B überhaupt halten. Da müßten sie wohl an die 70 Punkte einfahren, um drin zu bleiben. Aufstieg ist absolut illusorisch.
      :D
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