Liga ohne Zukunft??

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    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      Klutsch schrieb:

      …Herausgekommen ist 2012 dann die Aufteilung auf 5 Staffeln und die Begrenzung auf max. 7 Bundesliga-Farmteams pro Liga.…
      aber es gab ja auch Bestrebungen zu einem ganz klaren Schnitt und 8(?) Amateuroberligen unter der 3., oder soweit ich mich erinnere. Insofern eigentlich ein ganz guter Kompromiss damals mit paar Mängeln, die man jetzt eben angeht. Der Verzicht auf das Naturrecht des Direktaufstiegs gehört nicht dzu den Mängeln mmn.
      Doch. Gerade an der Schnittstelle zwischen Profis und Halbprofis/Amateuren ist das ein gravierender Mangel.
      "Die Majorität der Dummen ist unüberwindbar und für alle Zeiten gesichert. Der Schrecken ihrer Tyrannei ist indessen gemildert durch Mangel an Konsequenz.." (Albert Einstein)
    • Der Vorschlag der Bayern war damals der Radikalschnitt mit 6-8 Gruppen. Heraus kam der Kompomiss. Bayern hatte und hat nicht die Mehrheit am DFB-Bundestag, aber der Kompromiss fand breite Mehrheit bei den Delegierten, was einen Sieg der Amateure und Regionalinteressen bedeutete, wähend die Befürworter einer Straffung bzw. Profi-4.Liga unterlagen. Soviel zur Geschichte ;)
      Zur RL Südwest: fünf Absteiger aus einer 18er Liga sind unverhältnismäßig, außerdem sind drei Plätze abhängig vom Auf/Abstieg zur 3.Liga. Das haben alle anderen RL besser geregelt. Wenn man über die Sollzahl aufstockt, ist klar, dass es verschärften Abstieg geben muss, also 19. und 20. sowieso"überzählig" sind. Dann kanns auch fünf Absteiger von 20 geben. Südwest sollte mal über eine Relegation z.B. der OL-Zweiten mit dem 15. der RL nachdenken und über drei feste Absteiger (werden durch OL-Meister ersetzt). Den Rest regelt man wie die anderen RL über ggf. Aufstockung oder bei möglicher Unterschreitung durch erweiterte Relegation.
      Es muss Planungssicherheit für die Vereine geben bzw. das Wissen, ab Platz x bin ich auf alle Fälle weg, ab Platz y habe ich die Relegationschance. Aber nicht: ob ich drin bleibe, hängt vom Ausgang einer anderen Liga oder Aufstiegsspielen ohne mich ab.
    • @Manfred Trotzdem war ja nicht die Dreigruppigkeit in ihrer Ligeneinteilung an sich ein Fehlschlag. In meinen Augen hat sich eher die Reform 2012 als Fehlschlag erwiesen. Man hätte im Nachhinein besser alles so belassen. Profitiert haben letztendlich nur die bayerischen Vereine durch die extreme Verwässerung der Regionalliga. DFB-Vize Koch war halt schon seinerzeit parteiisch und das bayerische Hemd wichtiger als die gesamte Hose. Westen sowie Nord/Nordosten verloren die festen Aufstiegsplätze und die neue RL Südwest konnte ihre Sonderregelung sportlich nicht ausnutzen.
      Bleibt zu hoffen, dass jetzt am 08.12. nicht der Nordosten für vergangene Fehler sowie Proporz geopfert und geteilt wird.
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!
    • @Rems-Murr: Es geht um die Regel-Absteiger bei Sollzahl der Liga, nicht um den logischerweise verstärkten Abstieg nach einer Aufstockung. Dass die "überzähligen" wieder runter müssen, ist unbestritten. Guck dir zum Vergleich auch mal die anderen RL und ihre Regelungen an.
    • Wenn von oben zu viele herunter kommen, müssen irgendwann auch mehr nach unten. Im Südwesten ist es eben einer im gleichen Jahr und die weiteren im nächsten Jahr. In anderen Ligen ist es eben alle im nächsten Jahr. Ich finde weder das eine noch das andere besser oder schlechter. Es muss eben irgendwie geregelt sein.

      Es wäre natürlich alles ein Stück weit einfacher gewesen, wenn der Südwesten von Anfang an einen Direktaufstiegsplatz bekommen hätte, anstatt zwei Relegationsplätze.
      :smile:
    • Klutsch schrieb:

      @Manfred Trotzdem war ja nicht die Dreigruppigkeit in ihrer Ligeneinteilung an sich ein Fehlschlag. In meinen Augen hat sich eher die Reform 2012 als Fehlschlag erwiesen. Man hätte im Nachhinein besser alles so belassen. Profitiert haben letztendlich nur die bayerischen Vereine durch die extreme Verwässerung der Regionalliga.
      eine sehr einseitige Sichtweise. Profitiert haben auch der Norden und der Osten, die jeweils statt 9 Regionalligisten 2012 jetzt 18 stellen

      Klutsch schrieb:


      Bleibt zu hoffen, dass jetzt am 08.12. nicht der Nordosten für vergangene Fehler sowie Proporz geopfert und geteilt wird.
      da schließ ich mich an
    • Man wird es nicht auf eine Kampfabstimmung ankommen lassen, daher dürften die fünf Gruppen bleiben, nur der Modus des Aufstiegs von vier Teams wird noch vorher ausverhandelt. Ich vermute ohnehin, das "großzügige Entgegenkommen" Bayerns für eine neue RL-Südost war genauso wie Kochs gleichzeitige unverhüllte Drohung "es gibt nur vier Gruppen wenn Nordost geteilt wird" nur Manöver, um die fünf Gruppen zu erhalten. Denn es ist ja klar, Nordost will nicht gespalten werden.
      Der Westen und der Norden wollen ihre Ligen erhalten. Der Regionalverband Südwest will keinesfalls zum Westen. Die RL Südwest hat den Vorteil, dass der Rhein nicht trennt sondern Südwestler, Rhein-Main und Nordbadener zusammen sind - all diese Wünsche werden auch erfüllt.
    • Ich finde, dass das vom Nordosten dumm ist und eigentlich reine Emotionalisierung, bei der ja auch Klutsch ("Nordosten wird geopfert") mitmacht. Nordost wird eher gewinnen, da sie künftig m.E. häufiger mal zwei Aufsteiger über die beiden Gruppen Nord und Südost stellen dürften - einfach weil es im alten Norden und in Bayern nicht so viele Hochkaräter gibt, die nach oben mitrüsten.
      Ich nenne das "Gewinn des Nordostens".
      Red Bull probieren, Retortenklub Sonnenhof boykottieren.
    • Ich bin ja eher für eine Straffung der 4. Ligen, aber wenn man schon auf Regionalität setzt, dann richtig. Und eine regionale Attraktivität funktioniert natürlich nur über Emotionen: Wenn Rot-Weiß Hintertupfingen sich mit Blau-Weiß Vordertupfingen misst und dieses Duell ganz Tupfingen polarisiert.
      Die Existenz und die Bindungen die durch die DDR und ihren Spielbetrieb entstanden sind, sind nun einmal nicht zu leugnen. Ob man es nun gerne sieht oder nicht. Ich hatte/habe mit der DDR nichts am Hut und trotzdem wäre es für mich ein Opfern. Und mit dieser Sichtweise wäre ich in Ostgefilden nicht alleine, im Gegenteil.
      Dazu kommt, wie ich letztens vom dortigen Präsidenten gelesen habe, dass es von Memmingen nach Mailand nahezu halb so weit wie zu manchen ostdeutschen Vereinen an der polnischen Grenze ist (zu denen man ohnehin überhaupt keine regionale Beziehung hat).
      Und wer soll das in einer Halbamateurliga finanzieren? Zahlen die anderen Ligen dann solidarisch Übernachtungskosten und Zuschauerpauschalen? Ich bin bei einer gemeinsamen Bayern-Thüringen-Sachsen Liga auf die Rückzüge gespannt. Und die werden, bei hohen Kosten gepaart mit Unattraktivität, sicherlich kommen.
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    • Rems Murr schrieb:

      Dazu passt auch dieser Artikel aus Brandenburg:

      sportbuzzer.de/artikel/regiona…-auf-der-nordost-staffel/
      Die Frage vom Cottbuser Präsidenten ist durchaus berechtigt:

      ...
      Wahlich hält von der Beibehaltung der Südwest- und Weststaffel wenig und sagt, der DFB vermeide es damit, ans Eingemachte zu gehen. „Man sollte eine vertretbare Zwischenlösung finden und dann auch mal die Frage stellen dürfen, ob 21 Fußballlandesverbände noch zeitgemäß sind. Womöglich wäre eine gesamtdeutsche Gebietsreform denkbar?“, schlägt der Präsident des FC Energie vor. „Das Streichen einer Regionalliga und deren Aufteilung werde etliche Vereine in Schwierigkeiten bringen, wenn sie es nicht jetzt schon sind. Der DFB wird sicherlich nicht für zusätzliche Kosten eintreten wollen.“
      ...
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    • Genau! Er hat vollkommen recht. Man könnte doch einfach 4 Regionalverbände und 11 Landesverbände schaffen:

      RV Südost: LV Bayern, LV Sachsen/Thüringen/Halle und Umgebung
      RV Südwest: LV Rheinland-Pfalz/Saar, LV Hessen, LV Baden, LV Württemberg
      RV West: LV Nordrhein, LV Westfalen
      RV Nord: LV Bremen/Niedersachsen, LV Ostsee, LV Berlin/Brandenburg/Sachsen-Anhalt (ohne Halle und Umgebung)
      :smile:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rems Murr ()

    • Genau, das wäre perfekt und wenn er das am Ende damit bewirkt, wird zugelich auch der DFB-Pokal regional endlich gerecht.

      Modifizieren würde ich dabei:
      RV Obersachsen aus: Thüringen, Sachsen und aus Sachsen-Anhalt die Kreise Saalekreis, Burgenlandkreis, Kreis Mansfeld-Südharz und die kreisfreie Stadt Halle/Saale. Der Rest Sachsen-Anhalts + Brandenburg/Berlin = Brandenburg-Anhalt

      Bei einer "Gebietsreform" sollte man die Regionalverbände dann komplett abschaffen. Eine Regionalliga können Verbände auch als GbR führen wie der Südwesten beweist. Dann eben auf Basis von Landes- statt Regionalverbänden. Dieser Doppelföderalismus jetziger Art ist doch in allen Diskussionen ein riesiger Bremsklotz.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Silesiosaurus ()

    • Silesiosaurus schrieb:

      Bei einer "Gebietsreform" sollte man die Regionalverbände dann komplett abschaffen. Eine Regionalliga können Verbände auch als GbR führen wie der Südwesten beweist. Dann eben auf Basis von Landes- statt Regionalverbänden. Dieser Doppelföderalismus jetziger Art ist doch in allen Diskussionen ein riesiger Bremsklotz.
      Naja, wenn man die 4 Regionalverbände so zuschneidet , hat man eben gleich einen guten Grund, warum die Regionalliga so zugeschnitten werden soll. :pardon:
      :smile:
    • Klutsch schrieb:

      Ich bin ja eher für eine Straffung der 4. Ligen,
      warum ? wozu ?

      Rabbit83 schrieb:


      Doch. Gerade an der Schnittstelle zwischen Profis und Halbprofis/Amateuren ist das ein gravierender Mangel.
      das ist eben ein richtig hoher Sprung, vor dem ruhig auch eine richtig hohe Hürde aufgestellt werden darf. wie es auch lange Zeit diese zur Bundesliga und dann zur 2.Bundesliga gab.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wacker-Wiggerl ()

    • Silesiosaurus schrieb:

      Ich finde, dass das vom Nordosten dumm ist und eigentlich reine Emotionalisierung, bei der ja auch Klutsch ("Nordosten wird geopfert") mitmacht. Nordost wird eher gewinnen, da sie künftig m.E. häufiger mal zwei Aufsteiger über die beiden Gruppen Nord und Südost stellen dürften - einfach weil es im alten Norden und in Bayern nicht so viele Hochkaräter gibt, die nach oben mitrüsten.
      Ich nenne das "Gewinn des Nordostens".
      Solche Prognosen sind aber immer gefährlich, sie könnten ja dann auch ganz leer ausgehen. In der Aufstiegsfrage zählt halt nunmal nicht die Breite, sondern nur die Spitze.

      Selbst bei einer Reduzierung auf nur 12 bairische Vereine (und weniger dürften es nicht sein!), wäre ich ja optimistisch, dass der FC Pipi das nötige tun würde, um auch das zu stemmen. Sie sind ja gerade erst so richtig in der Regionalliga angekommen (mit 3 Siegen in Folge) und werden in der Rückrunde noch die obere Tabellenhälfte erstürmen.
    • Man kann das Problem auch simpel lösen und die jetzige Regionalliga nicht in 4 Gruppen, sondern in 4 Leistungsstufen aufteilen.

      - Bundesweite 4. Liga, Vollprofitum, Lizenzbedingungen wie für 3. Liga.
      - Bundesweite 5. Liga, Halbprofitum, abgeschwächte Lizenzbedingungen.
      - 6. Liga Nord und Süd, Halbprofitum, abgeschwächte Lizenzbedingungen.
      - 7. Liga Nord/Nordost, West/Südwest, Süd, Amateure, keine Lizenzbedingungen.

      Im Übergangsjahr darf sich jeder Regionalligist aussuchen, wo in der 4., 5., 6. oder 7. Liga er einsortiert werden will. Bewerben sich zuviele für die 4. oder 5. Liga, geht es nach Tabellenstand.
    • lohmann schrieb:

      Man kann das Problem auch simpel lösen und die jetzige Regionalliga nicht in 4 Gruppen, sondern in 4 Leistungsstufen aufteilen.

      - Bundesweite 4. Liga, Vollprofitum, Lizenzbedingungen wie für 3. Liga.
      - Bundesweite 5. Liga, Halbprofitum, abgeschwächte Lizenzbedingungen.
      - 6. Liga Nord und Süd, Halbprofitum, abgeschwächte Lizenzbedingungen.
      - 7. Liga Nord/Nordost, West/Südwest, Süd, Amateure, keine Lizenzbedingungen.

      Im Übergangsjahr darf sich jeder Regionalligist aussuchen, wo in der 4., 5., 6. oder 7. Liga er einsortiert werden will. Bewerben sich zuviele für die 4. oder 5. Liga, geht es nach Tabellenstand.
      Interessante Variante, die mal komplett vom bisherigen abweicht.
      Aber eine bundesweite 5.Liga halte ich für extrem gewagt; mal ganz abgesehen davon, dass dadurch die Oberliga auf die 8.Ligastufe abstürzt.
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