Liga ohne Zukunft??

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Das eigentliche Probelm das mir auch die Bundesliga überdrüssig gemacht ist ist die von Jahr zu Jahr gähend langweiliger werdende Dominanz durch den FC Bayern. Da hilft im Grunde nur noch der Radikalwandel der Bundesliga zu einem Franchisesystem und Drafting. Die Deutschen sind ja letztlich der Welt größten Herdentiere, nur hier kann die Fokussierung auf einen einzigen so perfekt klappen. Das kriegen wir nie wieder weg, es sei denn ein Ligafranchise sorgt für den internen Ausgleich. Und das ist mein voller Ernst.
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • Jau bitte. Ein Draft und natürlich Playoffs. Achtelfinale bis Halbfinale, mit best of three. Und vorher die Bundesliga auf 24 aufstocken. In 6 regionalen Gruppen zu Viert. 3 Nord, 3 Süd. Und jeder spielt gegen jeden Gegner aus der eigenen Gruppe 4x. Dafür gegen jeden Gegner aus der anderen Hälfte, also Nord oder Süd, nur 1x. :lol:
    • Silesiosaurus schrieb:

      Das eigentliche Probelm das mir auch die Bundesliga überdrüssig gemacht ist ist die von Jahr zu Jahr gähend langweiliger werdende Dominanz durch den FC Bayern. Da hilft im Grunde nur noch der Radikalwandel der Bundesliga zu einem Franchisesystem und Drafting. Die Deutschen sind ja letztlich der Welt größten Herdentiere, nur hier kann die Fokussierung auf einen einzigen so perfekt klappen. Das kriegen wir nie wieder weg, es sei denn ein Ligafranchise sorgt für den internen Ausgleich. Und das ist mein voller Ernst.
      Die Drafting-Idee ist eigentlich sogar ziemlich geil :lachen: :thumbup:
    • lohmann schrieb:

      Jau bitte. Ein Draft und natürlich Playoffs. Achtelfinale bis Halbfinale, mit best of three. Und vorher die Bundesliga auf 24 aufstocken. In 6 regionalen Gruppen zu Viert. 3 Nord, 3 Süd. Und jeder spielt gegen jeden Gegner aus der eigenen Gruppe 4x. Dafür gegen jeden Gegner aus der anderen Hälfte, also Nord oder Süd, nur 1x. :lol:
      Ich hätte vor einigen Jahren auch nicht gedacht, dass mir dieses Szenario lieber ist als eine sinnlose Bundesliga mit Meisterschaftswildcard. Der Fußball alter Art dann eben unterhalb einer solchen Franchiseliga mit einem echten deutschen Amateurmeister. Außer dem FC Bayern gewinnen dabei alle. Die Amateurfans, deren Sport aufgewertet wird und die Eventfans sowieso. Arminia Bielefeld z.B. wäre so ein echter Kandidat für die deutsche Amateurmeisterschaft, solange man kein Franchise kaufen will. Aber das wäre ja in Sachen Arminia nicht das erste Mal, dass man ganz modern den 1.-Liga-Zutritt finanziell steuert ;)
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • Leider sind die US-Ligen (NFL und NHL) nicht auf das europäische System übertragbar. Spannung ist dort garantiert.

      Die Frage wird sein, wie lange der Konsument, das ganze noch mitmacht. Im Prinzip ist ja nur England wirklich ausgeglichen.

      Zur OL/VL Mittelrhein. Ich sehe in keinem Modell eine Zukunft für diese Liga. Es gäbe ja noch eine Erweiterung zur RL W/SW oder eben Angliederung Mittelrhein an der RL SW als hypothtische Modelle und allen hätte die Mittelrheinliga keine Zukunft.

      Eigentlich ist ja auch unverständlich, dass es keine OL Nordrhein mehr gibt, denn die OL Westfalen ist größer und das gebiet Abseits des Potts auch weitaus ländlicher geprgt als der Rheinische Landesteil.

      Das Grundproblem bleibt NRW ist alle zu klein für eine 4 gleisige RL und auch zu dicht besiedelt bzw daraus resultierend die Fläche zu klein. Mit NDS/HB als ganzes aber schon zu groß. Eine Angliederung Hessens bringt uns bei der Minimierung der Flächen auch nicht weiter.
    • Wie läuft denn das bisherige Feedback aus den Kreisverbänden im Raum Weser-Ems einschl. der denkbaren Erweiterungskreise und dem LV Bremen? Da müssten doch langsam mal Reaktionen eintrudeln...
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • Marc!? schrieb:

      Zur OL/VL Mittelrhein. Ich sehe in keinem Modell eine Zukunft für diese Liga. Es gäbe ja noch eine Erweiterung zur RL W/SW oder eben Angliederung Mittelrhein an der RL SW als hypothtische Modelle und allen hätte die Mittelrheinliga keine Zukunft.
      Wie wäre es damit?

      liga3-online.de/aufstiegsmodus…ga-warum-kein-kompromiss/

      Darunter eine Oberliga Mittelrhein/Rheinland, OL Niederrhein und eine doppelt gewichtete OL Westfalen.
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Silesiosaurus schrieb:


      Ich hätte vor einigen Jahren auch nicht gedacht, dass mir dieses Szenario lieber ist als eine sinnlose Bundesliga mit Meisterschaftswildcard. Der Fußball alter Art dann eben unterhalb einer solchen Franchiseliga mit einem echten deutschen Amateurmeister. Außer dem FC Bayern gewinnen dabei alle. Die Amateurfans, deren Sport aufgewertet wird und die Eventfans sowieso. Arminia Bielefeld z.B. wäre so ein echter Kandidat für die deutsche Amateurmeisterschaft, solange man kein Franchise kaufen will. Aber das wäre ja in Sachen Arminia nicht das erste Mal, dass man ganz modern den 1.-Liga-Zutritt finanziell steuert ;)
      Wen interessiert, ob die Bayern 2042 ihren 30. Titel in Folge gewonnen haben? Ich kann auch Frankfurt gegen Gladbach was abgewinnen, wenn es da um die CL-Plätze geht. Oder Werder gegen HSV im Überlebenskampf.

      Und die Arminia arbeitet ja jetzt (wohl) wieder am Bundesligaaufstieg. Für nächste Saison will man schließlich satte 50% mehr in den Lizenzspielerkader investieren. Wenn man jetzt endlich mal die Kurve kriegt jedenfalls, den aktuellen Sinkflug Richtung Platz 16/17 zu stoppen.
    • Rems Murr schrieb:

      Marc!? schrieb:

      Zur OL/VL Mittelrhein. Ich sehe in keinem Modell eine Zukunft für diese Liga. Es gäbe ja noch eine Erweiterung zur RL W/SW oder eben Angliederung Mittelrhein an der RL SW als hypothtische Modelle und allen hätte die Mittelrheinliga keine Zukunft.
      Wie wäre es damit?
      liga3-online.de/aufstiegsmodus…ga-warum-kein-kompromiss/

      Darunter eine Oberliga Mittelrhein/Rheinland, OL Niederrhein und eine doppelt gewichtete OL Westfalen.
      Eine Spaltung von RLP würde die Auflösung der OL SW bedeuten und somit dem RV SW seiner einzigsten Liga berauben. Schwer vorstellbar, dass sowas umgesetzt wird.
      Außerdem bringt uns ein Verschieben zwischen W und SW nicht beim Flächenproblem im restlichen D weiter.
    • Schaller schrieb:

      … Aber ist es nicht so, dass gerade die Anzahl jener schwächeren Regionalliga-Klubs durch weniger Staffeln deutlich reduziert werden würde? Das Ergebnis wären einzelne Staffeln mit einem deutlich geringeren Leistungsgefälle und einer größeren Konzentration von Traditionsklubs mit hohen Zuschauerzahlen.
      klar ausgedrückt, einige wollen keine Amateurvereine mehr in der Rl haben. aber ob die gefallenen Traditionsvereine mit professionellem Anspruch und Anstrich dann alle auch die Qualifikation schaffen :pfeifen:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wacker-Wiggerl ()

    • Marc!? schrieb:

      Rems Murr schrieb:

      Marc!? schrieb:

      Zur OL/VL Mittelrhein. Ich sehe in keinem Modell eine Zukunft für diese Liga. Es gäbe ja noch eine Erweiterung zur RL W/SW oder eben Angliederung Mittelrhein an der RL SW als hypothtische Modelle und allen hätte die Mittelrheinliga keine Zukunft.
      Wie wäre es damit?liga3-online.de/aufstiegsmodus…ga-warum-kein-kompromiss/

      Darunter eine Oberliga Mittelrhein/Rheinland, OL Niederrhein und eine doppelt gewichtete OL Westfalen.
      Eine Spaltung von RLP würde die Auflösung der OL SW bedeuten und somit dem RV SW seiner einzigsten Liga berauben. Schwer vorstellbar, dass sowas umgesetzt wird.Außerdem bringt uns ein Verschieben zwischen W und SW nicht beim Flächenproblem im restlichen D weiter.
      Rheinland-Pfalz besteht aus zwei Landesverbänden und ist von daher eher teilbar als Niedersachsen. Genau genommen wird allen Regionalverbänden, die eine Liga haben, die Liga genommen. Die Aufstiegsplätze sind viel gerechter verteilt:
      • Südwest: 15157
      • West: 14161
      • Südost: 12494+x
      • Nord: 14780-x
      Das x steht für eine Unbekannte Anzahl von Mannschaften aus Sachsen-Anhalt, da ich es für sinnvoll halte, wenn die Region Halle in den Südosten geht.

      West und Südwest haben die Hälfte der Mannschaften und die Hälfte der Aufstiegsplätze, anstatt 7:9 wie beim Weser/Ems-Modell.
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Ach so ein Schmarrn, das mit dem Rheinland. Denn bekanntlich darf nur dem RV West seine eigene Liga weggenommen werden. Der RV Südwest dagegen muss seine eigene Liga in jedem Fall behalten. Das ist schließlich ein Naturgesetz. Und die Regionalliga Südwest darf ja sowieso nicht verändert werden. Das ist neuerdings bekanntlich das 11. Gebot. Würdest ihr also bitte aufhören, so dermaßen destruktive Vorschläge hier zu diskutieren?

      Nachtrag: Warum die OL RL/P nicht angeknabbert werden darf, liegt auch auf der Hand. Der ohnehin schiefe Aufstiegsproporz unterhalb der RL Südwest würde noch unfairer zu Lasten von (Baden-)Württemberg ausfallen. Da wäre eine Neuregelung fast unerlässlich. Die Hessen-Hausmacht an der Otto-Fleck-Schneise würde ergo Gefahr laufen, dass ihrer viel zu kleinen Oberliga künftig nicht mehr mit 1/3 Aufstieg zur Regionalliga der Hintern gepudert wird, sondern da nur noch 1/4 in der Spielordnung stünde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von lohmann ()

    • lohmann schrieb:

      Nachtrag: Warum die OL RL/P nicht angeknabbert werden darf, liegt auch auf der Hand. Der ohnehin schiefe Aufstiegsproporz unterhalb der RL Südwest würde noch unfairer zu Lasten von (Baden-)Württemberg ausfallen. Da wäre eine Neuregelung fast unerlässlich. Die Hessen-Hausmacht an der Otto-Fleck-Schneise würde ergo Gefahr laufen, dass ihrer viel zu kleinen Oberliga künftig nicht mehr mit 1/3 Aufstieg zur Regionalliga der Hintern gepudert wird, sondern da nur noch 1/4 in der Spielordnung stünde.
      Richtig. Man müsste dann entweder den Rest von Südwest mit Hessen zusammenlegen oder BW bekommt zwei Aufstiegsplätze, am besten dann auch in einer Staffel Baden und einer Staffel Württemberg. :positiv2:

      Alternativ könnte man auch eine OL Rhein/Neckar/Saar und eine OL Württemberg/Südbaden gründen. Dann könnte Hessen sogar sein 1/3 behalten. Darunter dann
      • VL Saar (1 Aufsteiger)
      • VL Südwest (1,5 Aufsteiger)
      • VL (Nord-) Baden (1,5 Aufsteiger)
      • VL Südbaden (1,5 Aufsteiger)
      • VL Württemberg (2,5 bzw. 2x1,25 Aufsteiger)
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rems Murr ()

    • lohmann schrieb:

      Silesiosaurus schrieb:

      Ich hätte vor einigen Jahren auch nicht gedacht, dass mir dieses Szenario lieber ist als eine sinnlose Bundesliga mit Meisterschaftswildcard. Der Fußball alter Art dann eben unterhalb einer solchen Franchiseliga mit einem echten deutschen Amateurmeister. Außer dem FC Bayern gewinnen dabei alle. Die Amateurfans, deren Sport aufgewertet wird und die Eventfans sowieso. Arminia Bielefeld z.B. wäre so ein echter Kandidat für die deutsche Amateurmeisterschaft, solange man kein Franchise kaufen will. Aber das wäre ja in Sachen Arminia nicht das erste Mal, dass man ganz modern den 1.-Liga-Zutritt finanziell steuert ;)
      Wen interessiert, ob die Bayern 2042 ihren 30. Titel in Folge gewonnen haben? Ich kann auch Frankfurt gegen Gladbach was abgewinnen, wenn es da um die CL-Plätze geht. Oder Werder gegen HSV im Überlebenskampf.
      Und die Arminia arbeitet ja jetzt (wohl) wieder am Bundesligaaufstieg. Für nächste Saison will man schließlich satte 50% mehr in den Lizenzspielerkader investieren. Wenn man jetzt endlich mal die Kurve kriegt jedenfalls, den aktuellen Sinkflug Richtung Platz 16/17 zu stoppen.
      Wen interessierts? Das ist die entscheidende Frage! Der Abstiegskampf ist jedes Jahr im Grunde das einzige, was mich noch interessiert. Eigentlich drücke ich RB ja auch nur in Verzweiflung über die völlig regionale Schieflage in der 1. Liga die Daumen. Da haben wir nämlich das gleiche Problem, das dich ja auch in Sachen Amateurfußball nicht interessiert. Das Fehlen des Nordostens, die ja kein Fußball auf hohem Niveau brauche, da ja die jungen Leute wegziehen.
      Gladbach gegen Frankfurt ist m.E. so interessant wie Grindavik gegen Hafnafjödur. Am Ende geht es um die Teilnahme in einem "Verlierercup", den man übersetzen muss mit, Pokalsieger einer Runde, aus der zuvor die besseren Teams ausgestiegen sind, vermindert um Teams in einer zweiten Runde aus dem Feld der besseren Teams ausgestiegen sind. Also im Grunde ein reiner Cup der Groteskerie. Sprich UEFA-Cup ist für mich so interessant wie Rhönradturnen. Wenn schon nichts regionales für mich dabei ist, dann packt mich im Meisterschaftsrennen nur noch der natürliche Instinkt, dem Underdog die Daumen zu drücken - in Deutschland mittlerweile ein völlig sinnloses Unterfangen. Ich bin mittlerweile soweit - weil es eben sinnlos ist - dass ich Bayern Siege im Abstiegskampf wünsche, die die Position meiner Favoriten unten verbessern.
      Oder: Das beste Training sich mit so einem Unsinn die Bundesliga ganz abzugewöhnen.
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • Silesiosaurus schrieb:

      Gladbach gegen Frankfurt ist m.E. so interessant wie Grindavik gegen Hafnafjödur.
      Mit dieser Deinen Einstellung ist mir jetzt auch klar, warum Du ständig so auf dem Thema Fläche herumreitest. DU willst mehr Profifussball vor DEINER Haustür. Weil es im Radius von etwa achtdreiviertel Lichtjahren rund um Görlitz Deiner Meinung nach zu wenig Profifussball gibt, willst Du NRW dafür zur Kasse bitten. Weil Deiner Meinung nach nicht sein kann, was nicht sein darf. Egal ob einer in Görlitz oder in Gelsenkirchen wohnt, keiner darf mehr Profifussball vor der Haustür haben als der andere. Vielleicht sollte man extra für Dich das staatskommunistische Wegdelegieren von Vereinen wieder einführen. Bayer Leverkusen zieht nach Görlitz um. Der MSV Duisburg und der VfL Bochum nach Schwerin respektive Gera. Damit jeder Deutsche genau die gleiche Entfernung zum nächsten DFL-Verein hat.
    • So eine arrogante Art ist schon eine Frechheit. Wer in Gelsenkirchen lebt hat ein Dutzend Vereine im Straßenbahnradius vor der Nase hat, sollte wissen, dass er vom Sportgott verwöhnt wird. Ich muss einen Tagesausflug mit Nachtfahrt nach Leipzig unternehmen, aber selbst das wir von solchen arroganten Fatzkes dann noch als Zuviel schlechtgeredet.
      Ich bin für einen FAIREN Proporz und bin zudem geografisch voll auf der Höhe. Insofern ist es selbstverständlich, dass NRW ein Mehrfaches haben kann - aber wo es anfängt, anderen das Schwarze unterm Fingernagel streitig zu machen ist für mich nur noch Verachtung übrig.

      Du hast noch nie etwas von Interessenabwäung verstanden und - dies mehrfach bekundet - geht es Dir ja letztlich von der 1.-5. Liga oder darunter auch nur um noch ein Krümelchen mehr für Bielefeld und Umland, während anderenorts nicht mal ein Viertel Keks angekommen darf.

      Im Übrigen kennst Du meine Haltung ja, dass die DDR den Fußball durch das Delegieren gerade kaputt gemacht hat. Da (Beispiel Leipzig) der VfB platt gemacht wurde, ist ja RB erst zu einer erträglichen Alternative geworden, denn ob Lok oder Chemie - alles Produkte der DDR-Sportpolitik, gegen die RB noch Demokratie in Reinkultur ist. Aber wenn man das vorherige einfach nicht durch die Gehirnwindungen bekommt, muss man natürlich solche lächerlichen Geschütze auffahren - wider besseres Wissen.
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • Der Unterschied zwischen uns beiden ist ganz simpel. Ich möchte Aufstiegsplätze nach sportlicher Dichte verteilen. Also nach dem Leistungsprinzip. Du möchtest Aufstiegsplätze nach Quadratkilometern menschenleerer Einöde verteilen. Das hat was von Fünfjahresplan. Da brauchst Du doch die Spiele um die Meisterschaft gar nicht mehr austragen. Da kannst Du auch gleich am grünen Tisch festlegen, dass Erzgebirge Aue das Abstiegsduell gegen Arminia Bielefeld mit 3:0 gewonnen hat, weil es in NRW auch nach Arminias Abstieg noch genug DFL-Vereine gibt.
    • Kleiner Geschichtsschlenker: Es stimmt, dass 1945 in der SBZ alle "bürgerlichen" Sportvereine aufgelöst wurden. Das geschah übrigens in allen Besatzungszonen. da die Sportvereine in der NS-Zeit ihre Selbständigkeit verloren und formal der DAF unterstellt wurden und damit 1945 unter das Verbot der NSDAP und ihrer Untergliederungen fielen. Nur durften in den anderen Zonen die Vereine schnell wiedergründet werden (US-Zone tw. schon ab Juni 45), tw. unter zunächst anderen Namen. In der SBZ blieben sie verboten und wurden durch SG (später BSG etc.) ersetzt. In Dörfern und Kleinstädten warens aber oft die gleichen Spieler, Sportplätze, Trikots, Vereinsfarben etc., de facto also fast die alte Vereine. Sogar in Großstädten enstanden quasi Nachfolger, siehe Union Oberschöneweide (Berlin). Da streiten sich oft die Experten und die Fans, wer denn nun jeweils "Nachfolger" eines Vereins vor 45 ist oder nicht. Dazu kommen die Umbennereien, Zusammenwürfelungen und Delegierungen sowie "Neugründungen" von leistungsorientierten SC und später FC. Und trotzdem gab es in der DDR einige wenige Sportvereine als SG oder FSV, die zwar nicht frei im demokratischen Sinne, aber am üblichen BSG-System bzw. FC / Dynamo / AK -System vorbei existierten. Und dabei schamhaft verschwiegen wurden wie der FSV Dresden, der als "Lok Dresden" in Tabellen und Presse geführt wurde, obwohl es keine BSG im engeren Sinne war.
      In Leipzig waren Lok und Chemie zwar Neugründungen ohne direkten Bezug zur Vorgängern (auch wenn die heutige Lok da eine "Abstammungslegende" gebastelt hat). aber natürlich haben die seitdem eine lange Geschichte mit Höhen und Tiefen und in beiden Fällen waren es treue Fans, die ihren Verein wiederbelebten. Ist das keine Tradition und keine wertvolle Geschichte?
      Der "neue" VfB, entstanden aus dem umbenannten FC Lok, ging nicht wegen der DDR zugrunde, sondern weil man in den Jahren "nach der Wende" zum Teil an den Rahmenbedingungen scheitete (die für Vereine der neuen Bundesländer viel schwieriger sind als z.B. ín NRW oder im Mittelstandsmilieu der Dörfer und Klein/Mittelstädte Süddeutschlands) und zum Teil durch Unvermögen, unseriöses Wirtschaften etc.
      Zur RL-Reform:
      Es muss ein gewisser "Schutz" für die Vereine der Flächen Nord- und Nordostdeutschlands gewährleistet werden. Aber deswegen darf man nicht die finanziell und sportlich leistungsstarken Regionen abwatschen.
      Es liegen Vorschläge vor, z.B. die einer neuen RL Südost (Bayern, Sachsen, Thüringen) und es gibt offenbar Überlegungen, West zu erweitern damit der Proporz besser passt. Das sind doch Ansatzpunkte, die nicht aus ideologischer Verbissenheit von verschiedenen Seiten gleich weggeworfen werden müssen.
      Und ein wenig Mäßigung im Ton wäre auch geboten.