Liga ohne Zukunft??

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Maulwurf schrieb:

      Rems Murr schrieb:

      Das wäre dann das Freistaatenmodell.
      Und warum sollten Bayern und Nord dem Zustimmen?
      Da kommt man z.B. für den Fall, dass ein 5.Aufsteiger ins Spiel kommt (vgl. Parallelthread), an den Punkt, ob Bayern mit Württemberg nicht viel besser dran wäre als mit Thüringen und insbesondere Sachsen. Vielleicht liebäugeln die Bayern aber auch mit einer RL nur mit Thüringen :)
      Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind.
    • WieWaldi schrieb:

      Maulwurf schrieb:

      Rems Murr schrieb:

      Das wäre dann das Freistaatenmodell.
      Und warum sollten Bayern und Nord dem Zustimmen?
      Da kommt man z.B. für den Fall, dass ein 5.Aufsteiger ins Spiel kommt (vgl. Parallelthread), an den Punkt, ob Bayern mit Württemberg nicht viel besser dran wäre als mit Thüringen und insbesondere Sachsen. Vielleicht liebäugeln die Bayern aber auch mit einer RL nur mit Thüringen :)
      Nur Thüringen, da kann dann Nord aber gar nicht mehr zustimmen.
    • Eigentlich auch nicht MeckPomm, Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die ja weniger Platz für ihre Teams hätten. Aber ich halte die NOFV-Vertreter für mittlerweile für so gaga, dass die eher wie in Zeiten der Dreiteilung bei einer Vierteilung ganz Nordost mit Nord zusammenschließen würden, nur damit ihre heilige DDR unversehrt bleibt. :ko:
      Für eine RL Südost und eine RL Nord von Meppen bis Cottbus
    • Silesiosaurus schrieb:

      Die traditionslos sind, weil (Deine Worte aus einem anderen Thread) diese nicht aus der Pionierzeit des deutschen Fußballs stammen (Südwest und Nordost haben diese Vorgabe gebrochen).

      Die heutigen Grenzen der Regionalverbände sind entlang der Besatzngszonen entstanden und sind als solches eher ein trauriges historisches Relikt. Sollte man vielleicht gänzlich abschaffen. Wir haben doch schon Landesverbände und in denen sind die Vereine Mitglieder und nicht in den RV.
      @Silesiosaurus verkürzt hier den Begriff 'Tradition' den ich verwende. selbstverständlich ist der nicht binär zu verstehen, sondern in Abstufung. Gerade den Rv Nord, West, Süd spreche ich hier also in höchstem Maße Tradition zu, Nordost und Südwest in geringerem. dass die heutigen Rv nicht den Verbänden aus der Gründungszeit genau entsprechen können, leuchtet unmittelbar ein, beim Blick auf Fußball-Deutschland, wie es damals war und heute ist
    • Das ist nicht richtig. Südwest könnte sich problemlos aufteilen oder anschließen. Lediglich der LV Rheinland hätte Probleme, da Trier mal zu Süd und Koblenz zu West gehört hatten.
      Die NOFV-Bildung als solche hatte ich 1990 nicht verstanden. Man hätte auch einen Mitteldeutschen Verband wiederbegründen können und Berlin auf Brandenburg erweitert wieder als RV etablieren können. Dann hätte auch MeckPomm historisch getreu wieder zu seinem Nordverband kommen können.
      SOFV und Baltenverband vermisse ich trotzdem, auch wenns da kein Zurück mehr gibt.
      Für eine RL Südost und eine RL Nord von Meppen bis Cottbus
    • Marc!? schrieb:

      Meines Wissens war der komplette Rheinland früher West, was natürlich nicht deckungsgleich mit dem LV Rheinland ist.
      Nein, dem ist nicht so. Süd mit Trier und West mit Koblenz (siehe beide Karten).

      Die Angleichung an die politischen Grenzen kam erst mit der Bildung der Sportgaue bei der nationalsozialistischen Gleichschaltung. Diese politischen Grenzen haben dann auch die Nachkriegsverbände übernommen und nicht ihre historischen Grenzen wiederaufgegriffen, etwa auch dass Osnabrück durch Zugehörigkeit zu Nds. nun im NFV lag oder Nordhessen über Hessen jetzt in Süd und nicht mehr zusammen mit Göttingen im Westen lag.
      Dateien
      Für eine RL Südost und eine RL Nord von Meppen bis Cottbus

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Silesiosaurus ()

    • Silesiosaurus schrieb:

      Marc!? schrieb:

      Meines Wissens war der komplette Rheinland früher West, was natürlich nicht deckungsgleich mit dem LV Rheinland ist.
      Nein, dem ist nicht so. Süd mit Trier und West mit Koblenz (siehe beide Karten).
      Die Angleichung an die politischen Grenzen kam erst mit der Bildung der Sportgaue bei der nationalsozialistischen Gleichschaltung. Diese politischen Grenzen haben dann auch die Nachkriegsverbände übernommen und nicht ihre historischen Grenzen wiederaufgegriffen, etwa auch dass Osnabrück durch Zugehörigkeit zu Nds. nun im NFV lag oder Nordhessen über Hessen jetzt in Süd und nicht mehr zusammen mit Göttingen im Westen lag.
      Na ja, was vor dem 2. Weltkrieg war ist nun wirklich nicht mehr interessant, da es keinen mehr gibt der das noch erlebt hat.
    • Du erinnerst mich an Leute, die bei Wer wird Millionär auf historisches Allgemeinwissen mit "Oh, da hab ich noch nicht gelebt" antworten. Der Mensch ist doch Produkt seiner gesamten Vorgeschichte. Also ein völlig deplaziertes Argument.

      Jetzt stell ich mich mal genauso dummdreist auf: "Ich erkläre die Jahre 1945-2019 für nicht interessant", entscheidend ist nach der Reform. Fußball wird seit 1885 in Deutschland gespielt. Traurig genug, dass man heute die Kanzler ab Adenauer zählt und meint man könne Bismarck oder Caprivi einfach mal als nicht relevant aussortieren.

      Im Übrigen habe ich nur eine Fehlannahme von Marc korrigiert. Aber scheinbar interessierst Du Dich für Geschichte überhaupt nicht...
      Für eine RL Südost und eine RL Nord von Meppen bis Cottbus
    • Und was sagst Du, wenn ich sage, dass ich mich freue, wenn ein Verein aus den 1880er Jahren in einer komplett neuen RL spielt. Bringt das alle Annahmen ins Wanken?
      Für eine RL Südost und eine RL Nord von Meppen bis Cottbus
    • Interessanter Ausflug in die Geschichte, ja. Aber es macht vielfach schon Sinn, dass sich die Verbandsgrenzen auch an den Bundesländern orientieren. Etwa wenn es um die Sportförderung geht oder um Vermarktungsmöglichkeiten. Ein Beispiel: Hessen hat mit seiner Hessenliga einen Ligasponsor. Lotto Hessen zahlt den Vereinen meines Wissens einen kleinen vierstelligen Betrag und überträgt einige Spiele online live. Ein solcher Sponsor würde sicherlich abspringen, wenn sich die hessischen Vereinen nun über mehrere Oberligen verteilen würden. Und vermutlich würden sich noch weitere Beispiele finden, in denen eine solche "moderne" Grenzziehung durchaus Sinn macht.
    • Es gibt schon einen Grund warum man Bundeslänerteilungen ausgeschlossen hat.

      und auch im Fall Hessens ist es ja so, dass der Schwerpunkt im Rhein-Main Gebiet liegt und auch die Region Gießen-Wetzlar und Marburg tendieren noch zum Rhein-Main Gebiet anstatt nach Nordhessen (Kassel) oder Osthessen (Fulda), sodass (obwohl jz keine genauen Zahlen der Kreise kenne) der Nutzen einer Teilung Hessens von dem Gewinn an Mannschaften, für wen auch immer, gering wäre.

      Das generelle Problem, was ich sehe, ist, dass eben die großen Verbände Bayern und auch Niedersachsen nicht in Landesverbände unterteilt sind. Im Falle von NDS kommt noch erschwerend hinzu, dass hier in der Mitte als Insel Bremen liegt.

      Wenn wir nur mal einen Moment annehmen, es gäbe einen LV Franken in Bayern, wäre auch das 5er Modell möglich:

      RL Nord - NDS, HB, SH, HH, MV
      RL Ost - BE, BB, SC, TH, ST, Franken
      RL Süd - Altbayern & Schwaben, Württemberg, Südbaden
      RL Südwest - HES, RLP, SL, Nordbaden
      RL West NRW

      Eigentlich müsste hier noch ein Teil von ST oder BB nach Nord. Also Magdeburg / Stendal. Was aber durch die beiden RL im NOFV Gebiet kein Problem wäre, dann wäre die RL NOFV Nord der RL Nord unterstellt und der Rest ohne Thüringen der RL Ost. Letzteres könnte eine Oberliga mit Franken bilden.

      Ein weiteres Problem ist, dass MV nur lächerliche 800 Mannschaften mitbringt, weniger als der Saarland oder Hamburg, nur knapp mehr als Bremen.
    • es war ein großer Fehler, dass der DFB 2013 auf der vierten Ebene diese GbR als Sonderform mit sog doppelter Gewichtung zugelassen hat. jetzt hat man einen unbeweglichen Klotz, der, solange ungeteilt, jede große Lösung blockiert. die nachhaltige Lösung steht einem sowas von klar vor Augen, wenn man nur klassisch von den Rv, Lv und ihren Zahlen ausgeht

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wacker-Wiggerl ()

    • @Marc!? Das sieht immerhin nach Kompromiss aus.

      Dass die Größe von MV ein Riesenproblem sein soll, kann ich nicht nachvollziehen, hatte man sich in der AG bei der Diskussion über 4 RL doch schon geeignet, dass dort 20% Mannschaften nicht zwingend erforderlich sind. Bei 5 RL wären das analog 16%, die Nord auch schon ohne MV erreichen würde.

      Dass man nun solche Modelle in die Debatte werfen "darf", während manche andere "Phantasiemodelle" für Dich tabu zu sein scheinen, überrascht mich.
      Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind.