Liga ohne Zukunft??

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    • lohmann schrieb:

      Silesiosaurus schrieb:

      Vorher gab es jahrhundertelang gelebte Tradition auf die andere geschissen haben. Welches seichte Gemüt muss man eigentlich haben, wenn man die Welt da draußen einfach ausklammert und sich festklammert, wo man gerade steht?
      Welche jahrhundertelang gelebte Tradition soll denn irgendsoeine Vorkriegsliga gehabt haben? :lol:
      Ich unterstelle mal, dass Du noch ein ganzes Stück weit unter 80 bist. Welche gelebte Tradition soll das also sein, die Du gelebt haben willst, in der weder NRW noch DDR/Nordost ein einheitliches Spielgebiet waren?

      Du willst also irgendwelche Fußballtraditionen von vor 1945 zurück? Nun ja, darf ich dezent darauf hinweisen, dass diese tradtionellen Zuschnitte - Baltenverband, Rheinprovinz, etc - inzwischen doppelt so lange nicht mehr existieren, wie sie vorher überhaupt jemals bestanden haben? Schon sehr abenteuerlich, Ligazuschnitte zum Nabel der Welt zu erheben, die schon stolze 70-80 Jahre Geschichte sind, und die vorher kaum 30-40 Jahre bestanden haben.
      Die Welt besteht nur aus Fußball, es gibt keinerlei andere Bezugsrahmen für Menschen, die sie in ihrer Welt verorten? Schon abenteuerlich.
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • lohmann schrieb:

      …Was genau scheitert in einem dreigleisigen Modell …
      es wird keine Hybridliga mehr sein; die Amateurvereine werden raus- und runtergedrängt. wir wissen alle, dass es von einigen Seiten genau dieses Interesse gibt; ein Grund wird wohl sein, dass die DFLigisten ihre u23 einem noch fordenderem und fördenderem Wettebewerb aussetzen wollen. es darf nur nicht offen kommuniziert werden aus Correctness Gründen

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    • Im Übrigen ist es auch sonst ziemlicher Unsinn, zusammengehörige Landsmannschaften von vor 100 Jahren oder mehr für den heutigen Zuschnitt der Regionalliga heranzuziehen. Wir Nachkriegszeitgenossen haben mehrere Generationen der Binnenmigration hinter uns. Wer hat denn bitte schön heute noch landsmannschaftliche Wurzeln bis weit ins 19. Jahrhundert oder noch weiter zurück ausschließlich an seinem heutigen Wohnort? Die allermeisten von uns sind längst beruflich woanders hingezogen und haben vier Großeltern aus mindestens drei Ecken Deutschlands, teils aus Ecken gar die gar nicht zu Deutschland gehören.
    • lohmann schrieb:

      Marc!? schrieb:

      Es scheitert in der Tat an den Entfernungen an einem 3 gleisigen Modell und v.a. der Durchlässigkeit von unten.
      Was genau scheitert in einem dreigleisigen Modell an den Entfernungen. Sind 5000 Euro mehr Buskosten pro Saison tatsächlich für die RL-Vereine nicht finanzierbar?
      Und auch das Argument mit der Durchlässigkeit will sich mir nicht erschließen. Ein dreigleisiges Modell verträgt problemlos 12 Aufsteiger:
      - Oberliga HH/SH
      - Oberliga NI/HB
      - Oberliga Nordost-Nord
      - Oberliga Nordost-Süd
      - Oberliga Westfalen
      - Oberliga Nordrhein
      - Oberliga Südwest
      - Oberliga Hessen
      - Oberliga Baden-Württemberg
      - Oberliga Bayern
      Et voila, passt hervorragend, alle Meister steigen direkt auf und für 2 Vize ist auch noch Platz.
      Vielleicht hätte einfach 2010 schon mal jemand auf den 2x12-Modus kommen sollen. Dann wäre das Problem mit den Fahrtwegen in der Regionalliga Nord auch gelöst gewesen. Nur die jewils besten 4 müssten dann zu 4 Auswärtsspielen zum anderen Regionalverband fahren. Die 4 besten werden sich da ja wohl leisten können.
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Es geht doch gar nicht um "leisten können". Es geht bei der Fläche einzig und allein darum, den sportlich dünn besetzen Nordosten zu pampern. Darum reitet der Nordosten ja auch so auf dem Thema herum. Weil es das einzige (Schein-)Argument ist, dass man in dieser Debatte überhaupt hat. Aber mal schauen, was bei den nächsten Verlautbarungen der Nordost-Vertreter so herauskommt, wenn das absehbare Vierer-Modell mit einem Strich quer durch den Nordosten so richtig publik wird. Mal schauen, wie lange der Nordosten da noch rumtönt, Meister müssten direkt aufsteigen...
    • Rems Murr schrieb:

      Marc!? schrieb:

      Die Reform 2012 wurde angestoßen um die große RL Nord/Nordost zu spalten, die RL BY war dann ein Nebeneffekt, den Koch, muss ich zugeben, geschickt ausgenutzt hat.
      Ich habe in Erinnerung, dass die vielen Zweiten in den Regionalligen West und Süd das große Problem waren.
      Das war ein Aspekt. Der andere Aspekt waren die fehlenden Derbys und die weiten Anfahrtswege.

      Ja, ich weiß, ich wiederhole mich hier gebetsmühlenartig, aber ich versuche es trotzdem nochmal:

      Die letzte Reform wurde von den Vereinen angestoßen. Die Vereine wollten die Aufspaltung von drei auf fünf Regionalligen, zu Lasten des sportlichen Niveaus und zugunsten der attraktivität - Zu dem Preis, das die Anzahl der Aufsteiger gleich bleibt. Was meines Erachtens auch völlig logisch war.
      EIN LEBEN LANG
    • lohmann schrieb:

      Aber mal schauen, was bei den nächsten Verlautbarungen der Nordost-Vertreter so herauskommt, wenn das absehbare Vierer-Modell mit einem Strich quer durch den Nordosten so richtig publik wird.
      Darauf hast du ja schon eine Antwort gegeben. :lachen:

      lohmann schrieb:

      23:27 Uhr. Nachdem der Vorsitzende der Expertenkommission Marc Sowieso vom Saarländischen Verband das Reformmodell Nr. 37 in der Variante Römisch III Strich b vorgestellt hat, liegen bei den einen die Nerven blank und bei den anderen fallen die Augenlider trotz Streichhölzern endgültig runter.


      23:31 Uhr. Die Vertreter des RV West gehen so dermaßen auf dem Zahnfleisch, nachdem sie den ganzen Tag lang von allen Seiten für ihre Blockadehaltung angefeindet wurden, dass sie bereitwillig doch einem Zusammenschluss ihrer Staffel mit dem neu zu gründenden Weser-Ems Verband zustimmen. Immerhin denkt man mit Blick auf die Pressemeldung am nächsten Tag noch daran, den notwendigen "Erfolg" auszuhandeln. Im Übergangsjahr wird die Staffel ausnahmsweise mit 19 Mannschaften spielen, NRW erhält daher einen zusätzlichen vierten Aufstiegsplatz befristet für ein Jahr.

      23:36 Uhr. Auch die Vertreter des RV Nordost stehen ihren Kollegen aus dem Westen im akuten Verfall der Aufmerksamkeitsspanne keinen Millimeter nach. Nachdem sie den ganzen Tag lang von allen Seiten für ihre Blockadehaltung angefeindet wurden, stimmen sie bereitwillig doch einem Zusammenschluss ihrer Staffel mit dem Restverband Niedersachsen sowie Hamburg und Schleswig-Holstein zu. Immerhin denkt man mit Blick auf die Pressemeldung am nächsten Tag noch daran, den notwendigen "Erfolg" auszuhandeln. Der RV Nordost kann die weitere Einheit seines Verbands vermelden, im Übergangsjahr wird die Staffel ausnahmsweise mit 19 Mannschaften spielen, Nordost erhält einen zusätzlichen Aufstiegsplatz befristet für ein Jahr.

      23:39 Uhr. Es kommt zur Abstimmung. NRW und Nordost heben die Hände dafür, ebenso die Weser/Ems-Vertreter. Die Vertreter der RL Südwest, die gerade von einer Kaffeepause zurück in den Saal kehren, stellen erstaunt fest, dass sie alle ihre Ziele plötzlich erreicht sehen und beeilen sich ebenfalls mit dem hektischen Handheben. Für die notwendige Dreiviertelmehrheit fehlt jetzt nur noch das Handzeichen aus Bayern. Das dauert allerdings einen Moment, denn dort entkorkt man gerade schon die Champagnerflaschen...
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.

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    • lohmann schrieb:

      Es geht doch gar nicht um "leisten können". Es geht bei der Fläche einzig und allein darum, den sportlich dünn besetzen Nordosten zu pampern. Darum reitet der Nordosten ja auch so auf dem Thema herum. Weil es das einzige (Schein-)Argument ist, dass man in dieser Debatte überhaupt hat. Aber mal schauen, was bei den nächsten Verlautbarungen der Nordost-Vertreter so herauskommt, wenn das absehbare Vierer-Modell mit einem Strich quer durch den Nordosten so richtig publik wird. Mal schauen, wie lange der Nordosten da noch rumtönt, Meister müssten direkt aufsteigen...


      Es betrifft aber auch die Nachbarn den Norden und Bayern, die selbst ja auch nicht so Dichte aufweisen, wie der Südwesten oder der Westen.

      und Fakt ist ein NRW hat wenig Fläche, wenn man hier also was verändern möchte müsste man NRW vergrößten mit Teilen von NDS/HB oder NDS/HB komplett und dafür Mittelrhein an den Südwesten abgeben. Dann könnte Württemberg mit Bayern und Thüringen in einer RL SO spielen und die restlichen NOFV Verbände inklusive SH und HH würden in der RL Nordost spielen. Über Lüneburg könnte man noch diskutieren, da es eher Hamburg zugewandt ist und auch MV und ST nicht weit weg ist und v.a. auch SH und HH den Übertritt in "fremdes" Gebiet erleichtern würde.
    • Marc!? schrieb:

      lohmann schrieb:

      wenn das absehbare Vierer-Modell mit einem Strich quer durch den Nordosten so richtig publik wird.
      Es betrifft aber auch die Nachbarn den Norden und Bayern,
      Bayern wird bei dem Modell ja nicht geteilt.

      Marc!? schrieb:

      oder NDS/HB komplett und dafür Mittelrhein an den Südwesten abgeben. Dann könnte Württemberg mit Bayern und Thüringen in einer RL SO spielen und die restlichen NOFV Verbände inklusive SH und HH würden in der RL Nordost spielen. Über Lüneburg könnte man noch diskutieren, da es eher Hamburg zugewandt ist und auch MV und ST nicht weit weg ist und v.a. auch SH und HH den Übertritt in "fremdes" Gebiet erleichtern würde.
      Optimal wäre in etwa die Hälfte von NDS/HB. Das heißt also entweder Weser/Ems und Hannover im Nordwesten, HB/LG/BS im Norden oder man erweitert Weser/Ems/Bremen um noch ein paar Kreise mehr und der Rest geht in den Norden.
      • Niederrhein (1 Aufsteiger)
      • Westfalen (2 Aufsteiger)
      • Anteil Nord (1 Aufsteiger)
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Die Frage ist, ob die vier Gruppen quasi zum "Profifußball" zwingen oder ob noch Platz bleibt für "Edelamateure". Natürlich spielen die auch nicht für Bier und Bratwurst, aber es geht doch darum:
      Braucht man "Profis", die mehr oder minder nur Fußball spielen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, muss man schon am Vortag zum Auswärtsspiel anreisen (Hotelübernachtung etc.), ein richtiges Stadion mit entsprechender Infrastrukur haben etc.
      oder geht es noch mit dem Modell halbtags oder sogar mehr arbeiten oder studieren (meinetwegen in der Firma des Sponsors im Büro oder als Werbe-Repräsentant) und nur Spätnachmittag / abends trainieren, am Montag morgen ausgeschlafen zu Job oder Uni erscheinen, einen "normalen" Beruf haben damit man nach Karriereende nicht zum Jobcenter muss, ein "Sportplatz mit MInitribühne", Der Trainer ein A-Scheininhaber der noch einem Beruf nachgeht, schlanke Struktur im Verein etc.
      Ist das Ziel "Aufstieg in die 3.Liga" oder "dabei sein ist alles in der Topliga meiner Großregion?" Muss man entsprechend großes Geld ranschaffen zur Finanzierung des Teams oder kann man als braver e.V. mit dem örtlichen Autoteilezulieferer, Möbelfabrikanten oder einem Pool von Metzgern, Bäckern und Malermeistern im Rücken die Sache meistern? Etat 2 Mio oder 250 000?
      Wird das die Liga der Essen, Aachen, Offenbach, Saarbrücken (und der Profi-U23, ätsch) oder haben auch Norderstedt, Bautzen, Buchbach ihren Platz? Kann man in Pirmasens, Balingen und Fulda-Lehnerz noch sagen: dahin will ich aufsteigen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Manfred ()

    • Silesiosaurus schrieb:


      lohmann schrieb:


      Und natürlich gibt es neue Grenzen nicht nur in Niedersachsen. Der Nordosten wird nach 70 Jahren als Spielgebiet zerteilt. Thüringen und Sachsen wandern im Weser/Ems-Modell ja schließlich zu Bayern. Daran ist niemand gewöhnt. Das ist Reißbrett.
      Entsetzlich, das ist ja wie 1945!
      nichtmal 45 Stunde Null und in den Jahren danach wurde am Reißbrett eine Sinnlosliga konstruiert, die Bayern mit Sachsen und Thüringen zusammenklebt; Gebiete die noch niemals in der Fußballgeschichte zusammengespielt haben
    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      Silesiosaurus schrieb:

      lohmann schrieb:

      Und natürlich gibt es neue Grenzen nicht nur in Niedersachsen. Der Nordosten wird nach 70 Jahren als Spielgebiet zerteilt. Thüringen und Sachsen wandern im Weser/Ems-Modell ja schließlich zu Bayern. Daran ist niemand gewöhnt. Das ist Reißbrett.
      Entsetzlich, das ist ja wie 1945!
      nichtmal 45 Stunde Null und in den Jahren danach wurde am Reißbrett eine Sinnlosliga konstruiert, die Bayern mit Sachsen und Thüringen zusammenklebt; Gebiete die noch niemals in der Fußballgeschichte zusammengespielt haben
      Warum nicht mal was neues ausprobieren, sowie die GbR Südwest 2012? :pardon:
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Marc!? schrieb:

      Also in Bayern und im Norden ist das Niveau sicherlich in der Breite gesunken.

      Eine Liga muss auch für eine ausreichende Anzahl von Teams aus der Klasse darunter interessant sein.
      Und das ist sie, wenn sie wirtschaftlich und strukturell leistbar ist und auch sportlich eine gewisse Chance für Aufsteiger bietet. Aber nicht, wenn sie wie die frühere Dreigruppigkeit viel zu hohe Hürden hat und/oder einige (möchtegern)Traditionsclubs und "gefühlte Bundesligisten" teure Profiteams haben und die anderen entweder auch zum Profitum "gezwungen" sind oder von vornherein schlechte Karten haben.
      Oder man entschließt sich zu einer klaren Grundsatzentscheidung, was denn die Regionalliga sein soll: eine vierte Profiliga oder wie bisher die Schnittstelle. Dann aber mit allen Konsequenzen.
    • lohmann schrieb:

      Im Übrigen ist es auch sonst ziemlicher Unsinn, zusammengehörige Landsmannschaften von vor 100 Jahren oder mehr für den heutigen Zuschnitt der Regionalliga heranzuziehen. Wir Nachkriegszeitgenossen haben mehrere Generationen der Binnenmigration hinter uns. Wer hat denn bitte schön heute noch landsmannschaftliche Wurzeln bis weit ins 19. Jahrhundert oder noch weiter zurück ausschließlich an seinem heutigen Wohnort? Die allermeisten von uns sind längst beruflich woanders hingezogen und haben vier Großeltern aus mindestens drei Ecken Deutschlands, teils aus Ecken gar die gar nicht zu Deutschland gehören.
      Wenn Du dieses Argument in Gänze ernst nehmen würdest, müsste Dir jede Landesgrenze völlig wurscht sein. Aber Du kommst ja immer wieder verliebt in diese Zufallsgrenzen von 1945 daher. Es ist übrigens nicht so, dass die mich nicht interessieren, denn auch die gehören zur Geschichte. Es gibt aber auch ein paar Argumente über die Reißbrettgrenzen von 1945 hinaus.
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
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