Liga ohne Zukunft??

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    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      Silesiosaurus schrieb:

      lohmann schrieb:

      Und natürlich gibt es neue Grenzen nicht nur in Niedersachsen. Der Nordosten wird nach 70 Jahren als Spielgebiet zerteilt. Thüringen und Sachsen wandern im Weser/Ems-Modell ja schließlich zu Bayern. Daran ist niemand gewöhnt. Das ist Reißbrett.
      Entsetzlich, das ist ja wie 1945!
      nichtmal 45 Stunde Null und in den Jahren danach wurde am Reißbrett eine Sinnlosliga konstruiert, die Bayern mit Sachsen und Thüringen zusammenklebt; Gebiete die noch niemals in der Fußballgeschichte zusammengespielt haben
      Doch 45 ff. ist das gleiche passiert. Auf einmal waren Trier und Koblenz in einer Liga oder Kassel und München oder Schwerin und Dresden. Hatte alles nicht die geringste historische Grundlage im Fußball. Interesiert heute keinen Arsch, so wie in 10 Jahren sich Menschen an Duelle von Budissa Bautzen gegen Schweinfurt 05 gewöhnt haben werden. Entscheidend ist doch, dass Thüringen und Sachsen zusammenbleiben oder Franken und Altbayern. Das erhöht Derbyquoten, ohne dass einige andere Spiele die Liga gleich kaputt machen. Bei vier Ligen muss es Zusammenfassungen geben und wieso Schweinfurt - Hessen Kassel nun intereressanter sein sollen, weil sie in den 50ern vielleicht mal zeitgliech in der OL Süd waren als Jena-Regensburg erschließt sich mir nicht. Entscheidend ist, ob der Gegner attrktiv ist. Bayern kann angesichts des Dorfcharakters zusammen mit Thüringen/Sachsen nur gewinnen, während Mannschaften aus diesen Bundesländern es leichter im Aufstiegsrennen hätten. Eine Win-Win-Situation eher.
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • Silesiosaurus schrieb:

      lohmann schrieb:

      Im Übrigen ist es auch sonst ziemlicher Unsinn, zusammengehörige Landsmannschaften von vor 100 Jahren oder mehr für den heutigen Zuschnitt der Regionalliga heranzuziehen. Wir Nachkriegszeitgenossen haben mehrere Generationen der Binnenmigration hinter uns. Wer hat denn bitte schön heute noch landsmannschaftliche Wurzeln bis weit ins 19. Jahrhundert oder noch weiter zurück ausschließlich an seinem heutigen Wohnort? Die allermeisten von uns sind längst beruflich woanders hingezogen und haben vier Großeltern aus mindestens drei Ecken Deutschlands, teils aus Ecken gar die gar nicht zu Deutschland gehören.
      Wenn Du dieses Argument in Gänze ernst nehmen würdest, müsste Dir jede Landesgrenze völlig wurscht sein. Aber Du kommst ja immer wieder verliebt in diese Zufallsgrenzen von 1945 daher. Es ist übrigens nicht so, dass die mich nicht interessieren, denn auch die gehören zur Geschichte. Es gibt aber auch ein paar Argumente über die Reißbrettgrenzen von 1945 hinaus.
      Es mögen 1945 von außen diktierte Zufallsgrenzen sein. Aber es ist (fast) niemand mehr auf der Welt, der sich abseits angegilbter Almanache noch an den Fußball vor 1945 erinnern könnte. Staffelgrenzen müssen sich an den gelebten Traditionen heutiger Fans orientieren. Und für heutige Fans sind die 1945 gezogenen Grenzen nunmal so selbstverständlich wie die Erde keine Scheibe ist. Alles andere ist Gesichtsrevisionismus, besser aufgehoben auf einem Vertriebenentreffen schlesischer Landsmannschaften, nein, eigentlich nicht mal mehr da.

      Doch 45 ff. ist das gleiche passiert. Auf einmal waren Trier und Koblenz in einer Liga oder Kassel und München oder Schwerin und Dresden. Hatte alles nicht die geringste historische Grundlage im Fußball.
      Nun sind aber 70 Jahre Gras drüber gewachsen. Ein Menschenleben. Heute hat es damit eine unbestreitbare historische Grundlage, 70 Jahre, dass Trier und Koblenz in der gleichen Amateurliga spielen. Die von Dir bemühten Vorkriegszuschnitte haben weniger lange bestanden, kaum 30-40 Jahre, maximal wenn überhaupt, als sie längst nur noch Daten in vergilbten Almanachen sind, 70 Jahre und täglich werden es mehr.

      Was soll das denn für eine historische Grundlage sein, Ligazuschnitte, die länger nicht mehr existent sind, als sie jemals bestanden haben?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von lohmann ()

    • Ach Du liebe Güte, wenn nichts mehr hilft, kommt diese Leier mitt von Schnitzler abgekupferten Revisionismusvorstellungen.
      Du kommst einfach nicht aus dem seelenlosen "Hier und heute" raus, der Inbegriff des Unflexiblen, ohne Vergangenheit und damit vor allem auch ohne Zukunft.
      Ewigheutig...
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Silesiosaurus ()

    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      nichtmal 45 Stunde Null und in den Jahren danach wurde am Reißbrett eine Sinnlosliga konstruiert, die Bayern mit Sachsen und Thüringen zusammenklebt; Gebiete die noch niemals in der Fußballgeschichte zusammengespielt haben
      Es gibt in Deutschland ein paar Freistaaten, drei an der Zahl, die alle im Südosten Deutschlands liegen. Das passt super zusammen.
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Silesiosaurus schrieb:


      Ewigheutig...
      ja es gilt schon in erster Linie heute eine Lösung für die Rl zu finden, unter historisch einmaligen Bedingungen der Kommerzialisierung, die eben dann historische Parallelen mit Vorsicht genießen lassen

      Rems Murr schrieb:


      Es gibt in Deutschland ein paar Freistaaten, drei an der Zahl, die alle im Südosten Deutschlands liegen. Das passt super zusammen.
      mag sein, dass das aus der Ferne so aussieht; aber vertrauen wir lieber dem kenntnisreichen Blick vor Ort aus den Vereinen, die wissen, was passt
    • Marc!? schrieb:

      Ein anderes Modell hat einen anderen Grundsatz. Die RL West bleibt mit 18 Teams in ihrer bisherigen Form bestehen. Die RL SW wird in 2 Staffeln mit je 12 Teams (BW / Rest) geteilt. Dazu werden 2 weitere RL mit 2x12 Teams geschaffen. Grundsätzlich wird im Herbst eine Doppelrunde gespielt und dann im Frühjahr spielen die besten 4 jeder Teilstaffel eine Meisterrunde um den Aufstieg und es gibt Regional 2 Abstiegsrunden, sodass in diesem Zeitraum 3x8 Gruppen gibt:


      dropbox.com/s/oou5q7r80lyicjp/…orm(Fl%C3%A4che).pdf?dl=0
      Wie wäre es eigentlich, wenn man bei diesem Modell die Regionalliga Nord so aufteilt, dass die Bezirke Hannover und Braunschweig in der Teilstaffel mit NOFV-Nord spielen und der Rest des NFV die andere Teilstaffel bildet? Als Unterbau gibt es dann eine Oberliga für Mecklenburg-Vorpommern/Berlin/Brandenburg und eine für Hannover/Braunschweig/Sachsen-Anhalt.

      Genaugenommen würde ich noch Sachsen-Anhalt aufteilen und die Region Halle oder sogar Halle/Dessau der Südoststaffel zuordnen. Auch wenn man ja eigentlich keine Bundesländer teilen will, halte ich es in diesem Fall für sinnvoll, um Halle/Leipzig nicht zu trennen. Dann gäbe es eine Oberliga Hannover/Braunschweig/Magdeburg.
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Teilstaffeln? Das wird ja immer obskurer...Wir sind hier nicht beim American Football oder Eishockey oder Hallenhalma.
      Fußball hat einfache Regeln, sauber gestrickte jeder gegen jeden Spielklassen,und gerade diese Klarheit schafft gleichzeitig die ungeheure Vielfalt und Unwägbarkeit, die den Sport ausmachen.
      Jeder Versuch von irgendwelchen Quali-Teilrunden, Playoffs, Meister- und Abstiegsrunden, Extrapunkten, und was da soll alles ausprobiert wurde und wird, z.B.Schweiz, Österreich, Belgien etc. endete früher oder später im Chaos und wurde ständig rummodifiziert und über kurz oder lang abgeschafft.
    • Warum denn immer gleich so destruktiv? :facepalm: So kommt man doch nicht zu einer Lösung. Man kann ja mal verschiedene Modelle diskutieren und sich am Ende für eins entscheiden.

      Von Playoffs war überhaupt nicht die Rede. Im Gegenteil. Die Playoffs, die sich im aktuellen System Relegation nennen, werden ja abgeschafft.

      So extravagant ist es auch nicht. Zwei Gruppen, Aufstiegsrunde mit den jeweils besten 4 und in der Abstiegsrunde bleibt jede Region für sich. Ganz einfach und unkompliziert.

      Ideal finde ich es auch nicht, aber besser als das aktuelle System bei Weitem. Es muss ja nicht jede Regionalliga das 2x12-System einführen. Kann ja jeder für sich entschieden.

      In der Regionalliga West ist es nicht notwendig, da sie flächenmäßig nicht so groß ist. Die Regionalliga Südwest, hat bisher funktioniert und wird auch weiterhin funktionieren. Bei den Freistaaten ist es auch nicht unbedingt notwendig. In der Nordstaffel, hätte man sehr weite Fahrtwege und sollte es sich schon überlegen.

      Nur sollte die Aufteilung in zwei Teilstaffeln auch gerecht sein. Dass die Regionalliga Nord reduzieren muss und die Regionalliga Nordost nicht, fände ich nicht gerade fair.
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Klar, das ist ein Nachteil. Eine richtige Liga finde ich ja schon besser. Aber das bedeutet eben auch weitere Fahrtwege. Da muss dann eben jede der 4 Regionen für sich entschieden, was ihr wichtiger ist. Der genaue Modus muss dann eben noch fest gelegt werden.
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Das kommt alles davon, wenn man Direktaufstieg der Meister will, nicht zuviel Absteiger aus Liga 3, keine zu großen Ligen,aber auch etwa gleich "gerechte" Ligen ohne zwangsweise Bundesland/Landesverband-zerreißen, Mannschaftszahl, Einwohner, Fläche nicht unter/ober x-% , Wege nicht zu weit, möglichst noch gleiche Anzahl der OL unter jeder RL etc.
      Trotzdem gibt es konkretere Vorschläge, die realistisch und diskutabel erscheinen, z.B. RL Südost (da wurde schon aus Bayern Verhandlungsbereitschaft signalisiert); oder diese Erweiterung von West um Teile von Nord und dafür eine neue RL aus Rest-Nord und Rest-Nordost (gibts da schon eine Reaktion der betroffenen RV/LV?). Da sollen die Funktionäre mal machen.
      Und wenn nicht, bleibts bei den fünf Gruppen mit verbesserter Aufstiegsregelung. Wäre auch nicht so verkehrt.
      Da brauchts weder Teilgruppen mit Endrunden der Besten (obwohl, das gabs in gewisser Weise schon im Süddeutschen Verband vor 1933) und keine Ligen, die sich orientieren an "Wie hätte Bismarck das Ligensystem 1871 eingeteilt" oder "was wäre wenn es im Heiligen Römischen Reich von 1250 schon Fußball gegeben hätte" :lachen:
    • Rems Murr schrieb:

      Wacker-Wiggerl schrieb:

      Rems Murr schrieb:

      Da muss dann eben jede der 4 Regionen für sich entschieden,
      es gibt keine 4 Regionen
      Tut mir Leid, dass ich den Begriff nicht vorher definiert habe. Mit Region meine ich das Gebiet, das einer Regionalliga zugeordnet wird.
      da fehlt ein Zusatz: zugeordnet wird im bisher nur auf dem Papier befindlichen Plan 'Massaker', der noch längst nicht beschlossen ist
    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      Rems Murr schrieb:

      Wacker-Wiggerl schrieb:

      Rems Murr schrieb:

      Da muss dann eben jede der 4 Regionen für sich entschieden,
      es gibt keine 4 Regionen
      Tut mir Leid, dass ich den Begriff nicht vorher definiert habe. Mit Region meine ich das Gebiet, das einer Regionalliga zugeordnet wird.
      da fehlt ein Zusatz: zugeordnet wird im bisher nur auf dem Papier befindlichen Plan 'Massaker', der noch längst nicht beschlossen ist
      Nein, der Zusatz fehlt nicht. Der Begriff Region kann ja auf jeden beliebigen Regionalligazuschnitt angewendet werden, zum Beispiel auf den aktuellen. Dass in diesem Fall die geplante viergleisige Regionalliga mit Zerschlagung :bash: Nordost gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang bzw. den vorangegangenen Beiträgen.
      Wär Rechdschreib- umd Tipfeler finset, kamn sieh behaöten.
    • Marc!? schrieb:

      Eine Liga muss auch für eine ausreichende Anzahl von Teams aus der Klasse darunter interessant sein.
      für die 3.Bundesliga und die Regionalliga sehe ich das Muss nicht, erkenne sogar im Gegenteil einen positiven Aspekt im geringen Interesse. denn es geht hier schon um einen großen organisatorischen und finanziellen Sprung zum Vollprofitum. da ist es gut, den nur nach reiflicher Planung zu wagen. den Sprung muss man ja schon in der Viertklassigkeit ansetzen und wenn zuviele gleichzeitig dabei sind, führt das zu einem ruinösen Wettbewerb mit einem Gewinner und einigen Verlierern, die dann vielleicht als Folge eine Insolvenz quittieren müssen.
      so 10 Vereine für 4 Aufstiegsplätze sind also sicherlich ausreichend.
    • 10 verteilt auf 4 oder 5 Ligen finde ich dann doch etwas zu wenig. Es sollte ja in jeder Regionalliga so was wie einen Meisterschaftskampf stattfinden. 15 - 20 müssten es mMn schon sein. Also Teams die grundsätzlich interessiert sind, aufzusteigen. Dass das im Saisonverlauf sich dann als sportlich nicht realisierbar erweist, kann natürlich passieren.
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