Liga ohne Zukunft??

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    • Im Augenblick funktioniert Hessen (aus hessischer Sicht) doch ganz gut. Die Hessenliga hat einige durchaus ambitionierte Clubs, einen Ligasponsor und dank Gießen/Fulda/Kassel wohl eher steigende Zuschauerzahlen. Ich sehe also nicht, weshalb der Landesverband seiner eigenen Zerschlagung zustimmen sollte.
      Das würde im Regionalverband Südwest (Rheinland vs. Rest) mehr Sinn machen.
    • Rems Murr schrieb:

      Naja, als Kassel noch Regionalliga gespielt hatte, wurde schon mal der der Wunsch geäußert in die Regionalliga West zu wechseln.
      Kassel ist ja auch ein Sonderfall. Die können sich auch vorstellen mit Göttingen zusammenzugehen. Generell muss man natürlich immer in die Mitte eines Gebietes schauen, weil nur da sind die Schnittstellen und möglichen Veränderungen. Das erlebt ja Nord Ost in diesen Tagen.
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      Umso mehr erstaunt mich diese Verbissenheit in Nordost. Da gibt es Berlin und da gibt es die südliche Thüringen-Hessen-Flanke. Dazsischen einsam ihre Kreise ziehende Klubs im Niemandsland. Wieso die Sachsen so scharf auf Berlin sind verstehe ich nicht wirklich.
      Ich bin Berlinfan und werde Berlin in einer RL Südost zwar vermissen, das müsste aber eher doch eine Eigenart von mir als ein Gesamtphänomen sein. Geht es um einmal BFC Dynamo im Jahr um einmal Dampf abzulassen? Das wäre wohl zu wenig.
      Für eine RL Südost und eine RL Nord von Meppen bis Cottbus
    • Neu

      DFB-Vizepräsident schrieb:

      ...
      Welche Szenarien halten Sie für möglich?
      Ich gehe von drei Szenarien aus. Beim ersten kommt es wie geplant zur Reduzierung von fünf auf vier Ligen - in welcher Form auch immer. Alternativ bleibt es bei fünf Ligen - mit festen Direktaufsteigern im Westen und Südwesten. Die anderen drei spielen dann zwei Aufsteiger aus, in einem noch festzulegenden Modus. Und das dritte Szenario - für mich das Sinnloseste - wäre, dass alles abgeblockt wird. Dann müssen wir zurück auf Anfang.

      Das heißt konkret?
      Dass wir nach wie vor fünf Ligen haben und wieder sechs Teams, die in Aufstiegsspielen drei Aufsteiger ermitteln. Für den Südwesten würde das heißen, dass wir wieder auf zwei Teilnehmer an der Aufstiegsrunde pochen. Das aktuelle Übergangsmodell wäre dann wieder hinfällig. Gleiches könnte übrigens auch für die 3. Liga gelten, die das Zugeständnis des vierten Absteigers nur deshalb machte, weil sie von vier Regionalligen ausging. Dann müsste womöglich beim Bundestag 2019 auch über dieses Thema neu abgestimmt werden.

      Die Drittliga-Vertreter haben sich beim ausgearbeiteten Vorschlag enthalten. Ein Zeichen von Skepsis?
      Sie hatten ja einen klaren Auftrag von ihren Kollegen aus der 3. Liga in dieser Kommission. Sie sollten gewährleisten, dass es künftig vier Staffeln in der Regionalliga gibt, aus der jeder Meister in die 3. Liga aufsteigt. Da der jetzige Vorschlag nicht in ausreichendem Umfang ihrem Auftrag entspricht, kann ich die Haltung verstehen.

      Wird es denn beim Bundestag 2019 in jedem Fall eine Entscheidung über die Reform geben?
      Das hoffe ich. So ein Thema auszusitzen, macht keinen Sinn. Deswegen war ich ja auch unbedingt für diese Übergangslösung, um den Entscheidungsdruck zu erhöhen. Aber klar ist eben auch: Am Ende diskutiert jeder nur für seine Interessen.
      Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind.
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      Silesiosaurus schrieb:

      Umso mehr erstaunt mich diese Verbissenheit in Nordost... Geht es um einmal BFC Dynamo im Jahr um einmal Dampf abzulassen? Das wäre wohl zu wenig.
      Das ist doch Quatsch, entscheidend sind immer noch diese Einschätzungen:
      "Die Reduzierung der Staffeln macht die Regionalliga für den Osten noch uninteressanter, neben langen Anfahrtswegen kommen auch Übernachtungskosten dazu, die wir nicht stemmen können. Auch ist es das Ende des Amateursports in dieser Liga, Mittwoch-Spiele in Ingolstadt oder sonntags in München sind mit arbeitenden und studierenden Fußballern nicht machbar.“
      "Der Osten wird einfach aufgeteilt. Logische Folge ist die akute Gefährdung der Existenz vieler Vereine"

      Das ist nicht nur die Sichtweise der hier zitierten Verantwortlichen aus B'werda und Auerbach, das ist auch die realistische Sicht der meisten Regionalligavereine im NOFV auf die Durchführbarkeit eines Spielbetriebs unter den tatsächlich vorhandenen Bedingungen und Möglichkeiten in Liga 4!
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      Es gibt auch in der RL Südwest Vereine mit studierenden oder arbeitenden "Amateuren". Die Wege sind dort z.T. auch weit.
      Allerdings ist ja eine "Hintertür" offen, die im weiteren Vorgehen noch drin ist: die betroffenen Verbände müssen "2 aus 3" hinkriegen. Können sie sich nicht auf eine Reduzierung der Staffeln einigen bzw. wird das von den kleineren / finanzschwächeren Vereinen mit durchaus nachvollziehbaren Gründen abgelehnt, könnte es bei den bisherigen Ligen bleiben. Es muss nur "gut begründet und nachvollziehbar" sein, so der "Gummiparagraf" im Beschluss der Kommission.
      Es gibt in der Tat auch Gründe, die für die Beibehaltung der RL Nord, Nordost und Bayern sprechen. Nur muss dann klar sein, es gibt dort keinen Direktaufsteiger, sondern eine irgendwie geartete Aufstiegsrunde.
      Die Bayern würden sowohl "Freistaatenliga" als auch Beibehaltung ihrer RL mittragen. Nord weiß ich nicht, wie da die Stimmung ist. Nur der NOFV kann nicht Erhalt seiner Liga plus Direktaufsteiger erwarten.
      Und es ist auch klar: zwei Aufstiegsplätze gehen an West und Südwest, was zu 99.99 % heißt, diese Ligen bleiben und bekommen je einen Direktaufsteiger. Die Gründe dafür sind genannt und von der Kommission empfohlen.
      Nochmal: es sind weder "böse Wessis" noch "Intriganten a la Koch im Hinterzimmer", die den Osten einfach aufteilen wollen. Es ist vielmehr ein gemeinsam beschlossener Vorschlag der Kommission, der aufgrund von Verhandlungen und eben den ebenfalls gemeinsam beschlossenen Kriterien entstand.
      Also NOFV: runter vom hohen Ross der unrealistischen Forderungen. Auf in die Verhandlungen mit Nord und Bayern. Und dann einen gemeinsamen Vorschlag zum Bundestag präsentieren.
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      Manfred schrieb:

      Es lohnt sich, das ganze Interview zu lesen. Seine Aussagen passen aber nicht zu den Veschwörungstheoretikern und "wir sind benachteiligt"Schreiern.
      Stimmt, da sind durchaus 3 wichtige Sätze vom DFB-Südwestler dabei:
      Aber ich habe kein Gefühl dahingehend, wie stark die emotionale Bindung gerade bei den Vereinsvertretern in den anderen Regionen, allen voran im Nordosten, wirklich ist.
      ...
      Deswegen war ich ja auch unbedingt für diese Übergangslösung, um den Entscheidungsdruck zu erhöhen. Aber klar ist eben auch: Am Ende diskutiert jeder nur für seine Interessen.
      Insofern hoffe ich auf Szenario 3. Dies scheint mir in der derzeitigen Situation das sinnvollste Szenario zu sein. Zurück auf Anfang und ohne Kriterienvorgaben die Strukturen grundsätzlich neu diskutieren:
      Und das dritte Szenario - für mich das Sinnloseste - wäre, dass alles abgeblockt wird. Dann müssen wir zurück auf Anfang.
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!
    • Neu

      Manfred schrieb:

      Es gibt auch in der RL Südwest Vereine mit studierenden oder arbeitenden "Amateuren". Die Wege sind dort z.T. auch weit.
      Du sagst es: Zum Teil. Unterschiede innerhalb eines Bereiches bleiben nicht aus. Bei einigen der auf dfb.de vorgestellten Modelle sind die Angaben zu durchschnittlichen Entfernungen dabei. Die Entfernungen der fiktiven Bereiche Südost, Nordost, Nord... unterscheiden sich gravierend von den Entfernungen in Südwest und vor allem West. Was dort aber noch der ungünstigste Fall für nur einige wenige Vereine wäre, ist in den Flächenbereichen als Bedingung weniger als der Durchschnitt. Je nach Variante wäre die durchschnittliche Entfernung zwischen den Spielorten 260 bis 283 km! Für etliche Vereine dürfte dieser Wert noch weit drüber liegen, das ist nicht bezahlbar!
    • Neu

      Manfred schrieb:

      Allerdings ist ja eine "Hintertür" offen, die im weiteren Vorgehen noch drin ist: die betroffenen Verbände müssen "2 aus 3" hinkriegen. ...
      Also NOFV: runter vom hohen Ross der unrealistischen Forderungen. Auf in die Verhandlungen mit Nord und Bayern. Und dann einen gemeinsamen Vorschlag zum Bundestag präsentieren.
      Es gibt diesbezüglich auch aus meiner (Nordost)-Sicht Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann:
      Eine eigene Nordoststaffel ist unter den Vorbedingungen illusorisch. Nur eine Durchmischung der Ballungsgebiete mit den Flächengebieten hätte eine gerechte Lösung bezüglich des Knackpunktes "durchschnittliche Entfernung der Spielorte" ergeben. Nur ein kurzer Blick auf j e d e s der vorgeschlagenen Modelle zeigt, dass dies mit festen Grenzen unmöglich ist. Dass dann auch Nordost gegen das Modell mit den fließenden Grenzen stimmte, finde ich deshalb sehr ärgerlich.
      Nach dem man nun diesem Teilungsmodell zw. West/Südwest und dem Rest zugestimmt hat, tippe ich mal, man wird jetzt für eigenständige Ligen in Nord, Nordost und Bayern plädieren und für eine Aufstiegsrunde dieser drei Meister. Fraglich ist aber, ob man mit diesem Ansinnen die 3.Ligisten "in's Boot kriegt".
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      Rems Murr schrieb:

      Die kann man überstimmen. :pardon:
      Ob man sich das so einfach machen kann, ist die Frage. Es ist sowieso schon ein Trppenwitz, dass Regionalverbände, denen die Amateurligen unterstehen, über die Anzahl der Absteiger einer Profi-Liga mitzuentscheiden haben. Weshalb nicht gleich 6 oder 7 Direktauf- und absteiger?
      Ein Kompromiss ist dann vollkommen, wenn alle unzufrieden sind.