Testbericht Bier

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    • So gehen die Weizenbier-Geschmeker auseinander. Haben wir jetzt seit kurzem neben dem Licher und Paulaner-Weizen bei uns im Sportlerheim. Finde es jetzt nicht so schlecht, wobei es natürlich deutlich bessere gibt.
      "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
      Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)
    • Unfassbar lecker...




      kirner-bier.de schrieb:

      Diese untergärige Bierspezialität ist ein traditionell handwerklich eingebrautes Bier nach einer alten KIRNER Rezeptur. Lange und kaltgereift ist es jetzt abgefüllt in Bügelflaschen ein Geschmackserlebnis für jeden Genießer! Limitierte Auflage!
      Vergangene Woche durfte ich es endlich testen. Der Wahnsinn... :positiv2:

      Auch optisch ein absoluter Hingucker: 9-er Holzkiste, Bügelflasche und Etikett in alter Aufmachung. :thumbup:

      Leider nach aktuellem Stand nur in limitierter Auflage. :weinen1:

      Fürst Dominik Bier

      Auch das Kirner Schinderhannes Alt kommt wieder in den Handel.


      Klasse, was die Brauerei da auf die Beine stellt. :ja1:
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      28.09.2008, 15.50 Uhr: Die Stunde Null.

      IGNORANZ - Meine Verachtung habt ihr nicht mehr verdient. :D
    • Nach längerer Zeit wieder mal die Ayinger Bräu-Weisse getrunken. War mein 312., mittlerweile bin ich bei 672 :)

      Bin ja kein großer Hefe-Fan, aber das finde ich einfach sehr süffig, cremig und ausgewogen. Zähle ich jetzt mal neben dem Hösl Reis Dunkel, dem Meckatzer Weiss Gold, dem Keiler und dem Vielanker Weißbier zu meinen Lieblings-Hefe.

    • Neumarkter Lammsbräu Edelhell


      Der Ayatollah hat Arbeitskolleg(inn)en, die ausschließlich im Bioladen einkaufen. Ob das nun besser für die Gesundheit, das Karma oder die Konjunktur ist, sei dahingestellt. Lustig wird es in jedem Fall, wenn versucht wird, weitgehende Ignoranten wie den Ayatollah (okay, die Bananen müssen auch bei ihm Bio sein und die Eier natürlich aus Freilandhaltung) zu bekehren. So unlängst geschehen mit einer Flasche Neumarkter Lammsbräu Edelhell.

      Produziert in einer Gegend Deutschlands, in der man sich offenbar nicht täglich den Kohlenstaub aus der Kehle oder den Schwefelgeschmack aus dem Mund spülen muss, kommt das Neumarkter Lammsbräu Edelhell geradezu mild daher und füllt den Gaumen dennoch nachhaltig mit (Bio-)hopfigem Geschmack. Arbeiten müsste die Brauerei noch an der klobigen 0,5-Liter-Flasche für ihr süffiges Hellbier - etwas Taille muss nämlich auch im Biomarkt sein!
      Für Wasser schlucke ich nicht.
      Martin Walser
    • Das ist die gute alte Flaschenform, die bleibt! :lachen:
      Aber sonst stimme ich 100% zu. Ein sehr gutes Bier! Lammsbräu, die auch ein sehr gutes Dunkles und den wunderbaren Urstoff produzieren, vereint Bio mit der guten alten bairisch-fränkischen Brautradition. Bio ist bei denen keine "neue Masche", die machen das schon seit vielen Jahren. Vermutlich haben die Oberpfälzer das schon immer so gemacht, weil sie nie umstellten. Wenn die Welt mal unter geht, dauerts in der Oberpfalz 30 Jahre länger bis die das mitkriegen. :lachen:
      Für mich als Franken im "linksrheinischen Exil" ist Lammsbräu ein Gruß aus der Heimat.
      Natürlich ist das aufgrund der langen Transportwege auch nicht ganz koscher, aber wenn die Großbrauereien ihr Industriebier quer durch Deutschland fahren, dann ist das im Biohandel eine "vernachachlässigbare Sünde" zugunsten der Qualität.
    • Der Ayatollah hat einen Teil seiner Sommerferien in Kuba verbracht. Wie nicht anders zu erwarten, war es dort sehr heiß und feucht, sodass der Ayatollah viel trinken musste. Die Reiseführer empfohlen unisono, auf jede Form von Alkohol zu verzichten, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten. Was also tun? Fruchtsäfte unklarer Herkunft trinken, die einem womöglich länger Freude machen würden, als man mochte? Kubanische Cola bestellen? :nono: Heißen Tee oder Kaffee in den überhitzten Leib gießen? :crazy: Alles Quatsch!

      Der Ayatollah beschloss also, den Flüssigkeitshaushalt seines Körpers ausschließlich mit keimfreiem Wasser (im Reisebus) und Alkohol (sonst) auszugleichen und hatte Recht in der Annahme, dass der Alkohol auch gegen eventuelle Bakterien hilfreich sein würde. Krank wurden jedenfalls nur die Abstinenzler... :frech:

      Eröffnet wurde jede Rast mit einem Cocktail, wobei munter zwischen Mojitos und Daiquiris gewechselt wurde. Nach dem Essen gab es dann noch einen Cocktail - Etikette hin oder her, sie schmeckten einfach phantastisch. Zum Essen selbst wurde auf Wunsch immer Bier gereicht, und nun kommen wir auch zum Thema. In Kuba scheint es genau zwei Sorten Bier zu geben, die für des Ayatollahs Begriffe auch ziemlich gleich schmeckten, aber völlig verschieden verpackt waren:

      Cerveza Cristal ist ein fast durchsichtiges, sehr leichtes Bier (4,9%). Es erinnerte in seinem Geschmack entfernt an Beck's. Wenn man beim Cerveza Cristal also schon keine ausgefallene Hopfennote honorieren kann, bleibt das Wort süffig als ernstgemeintes Kompliment übrig. Auf Kühlschranktemperatur gebracht, bekam die Flasche (manchmal auch Dose) wegen des extrem hohen Taupunkts in Sekundenschnelle dekorative Kondenswasserperlen, lag angenehm in der Hand und war dementsprechend schnell geleert. Eine Wirkung hinterließ der Konsum übrigens selbst in Kombination mit zwei Cocktails nie.

      Bucanero Fuerte nennt sich in Kuba das Konkurrenzprodukt - von echter Konkurrenz kann im Sozialismus freilich nicht die Rede sein. Dieses Pils ist minimal dunkler und trüber als das Cristal; auch in Sachen Geschmack ist es vielleicht einen Hauch würziger. Das Attribut fuerte ist aber eine hemmungslose Übertreibung. Jeder Ruhri würde das Bucanero (5,4%) genau wie das Cristal als Light-Bier einstufen und trinkt es in beliebiger Menge wie Wasser zum Essen.

      Auf welches Getränk fiel also des Ayatollahs Wahl? Auf das Cristal. Nicht aber wegen des Geschmacks, sondern weil die Wassertropfen auf der grünen Flasche viel sexier waren als auf der braunen. :cool:
      Für Wasser schlucke ich nicht.
      Martin Walser

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ayatollah Choleri ()

    • Nach einer Woche in Kuba reiste der Ayatollah dann weiter nach Mexiko, das mit ganz anderen Sehenswürdigkeiten als Kuba beeindrucken konnte, aber irgendwie den gleichen Biergeschmack zu haben schien.

      Wir alle kennen diese Marken hier aus Bars und Restaurants, die besonders hip sein wollen und mexikanische Exotik der deutschen Qualität vorziehen:
      Okay, auch hier kondensiert die Luftfeuchtigkeit Mittelamerikas verlockend am Glas der Flasche. Okay, auch dieses Bier stillt den Durst, den man bekommt, wenn man stundenlang auf Maya-Pyramiden herumklettert. Aber das kann doch nicht alles sein! :denken:

      Der Ayatollah beschloss recht schnell, gezielt nach anderen Bieren als Sol und Corona zu fragen und bekam zum Beispiel folgendes gereicht:
      Der Zusatz des Kellners in Uxmal lautete "La Rubia que todos quieren" - "Das Blonde, das jeder möchte". Den Werbeslogan fand der Ayatollah nicht schlecht, das Cerveza Superior selbst wusste aber nicht zu überzeugen, schmeckte zu süß. Vielleicht war es aber auch die generelle Abneigung des Konsumenten gegen alles, was jeder mag oder möchte. :nein1: Für die zweite Runde musste also ein anderes Hopfenerzeugnis her, und der Ober lieferte:
      Leicht dunkel in der Farbe, war auch dieses Bier keine Offenbarung. Das Cerveza Indio hatte aber mit dem wild dreinblickenden Cuauhtémoc das schönste Etikett der gesamten Reise durch Kuba und Mexiko.

      In Mérida gab es als lokales Bier des Bundesstaates Yucatán ist dies hier:

      Das Cerveza Montejo ist - wie sollte es anders sein - ein helles Lager, das in Mérida selbst gebraut wird. Es passte gut zu den delikaten, mit reichlich Rindfleisch belegten Burgern, die es im Hotelrestaurant gab. Um einen Unterschied zu Corona oder Sol auszumachen, fehlten dem Ayatollah jedoch anscheinend genügend Geschmacksknospen auf seiner Zunge. ?(

      Das beste Bier der Woche in Mexiko sollte wider Erwarten - so etwas bestellt der Ayatollah in Deutschland eigentlich nie - ein dunkles sein:
      Erstmals bestellt in einem Strandrestaurant in Celestún, überzeugte das Cerveza Leon sofort durch seine individuelle, malzige Note. Das beste Bier des ganzen Mexiko-Urlaubs :positiv1: Leider gab es dieses dunkle Getränk andernorts nur selten.

      In Campeche servierte das Personal nach Anfrage bezüglich eines Cerveza Léon etwas vermeintlich Vergleichbares:
      Das Cerveza Bohemia ist das dunkle Lager aus der Unternehmensgruppe, die auch das Sol produziert, und insofern ein Konkurrenzprodukt zum Léon aus dem Hause Corona. Es hatte in der Tat eine ähnliche Farbe und einen ähnlich malzigen Geschmack. Irgendetwas aber störte, und bei der Nachlektüre fand der Ayatollah heraus, dass dies die Reisnote des Bohemia war. Reis. Was, bitteschön, hat Reis in einem Bier verloren? :crazy:

      Fazit

      Falls jemand von Euch auch einmal nach Mexiko reisen möchte, ein abschließender, gut gemeinter Tipp: Trinkt das Bier gegen den Durst, Cocktails für den Geschmack und Mezcal für die Wirkung. Alles andere schafft Enttäuschungen. :zwinker:
      Für Wasser schlucke ich nicht.
      Martin Walser

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Ayatollah Choleri () aus folgendem Grund: Neue Foto-Links.


    • ich hoffe,das der Name nach dem Genuß Programm wird :lol:
      eine Rezension werde ich nach der Verköstigung abgeben,wenn ich diese Brauerei samt Lokal im Rahmen einer Städtetour ab 25.8. besuchen werde
      ich kannte wen
      der litt akut
      an Fußballwahn
      und Fußballwut
      (Joachim Ringelnatz)
    • Niedrige Stammwürze? Farbstoff? Süßstoff? 1,0 % vol?
      Was soll das denn bitte sein? Rezept aus DDR-Zeiten? Darf sich sowas Bier nennen?
      Falls sowas nach Bayern importiert werden sollte, würde man das an der Grenze beschlagnahmen und auskippen :lachen:
    • Kleiner Schlenker in die Geschichte:
      Ich habs noch nicht en detail recherchiert, aber früher gabs eine Art "Nährbier","Dünnbier", "Kinderbier" bzw. Malzbier mit wenig Alkohol, aber immerhin. In den 1960ern braute auch die Pirmasenser Parkbrauerei sowas. Da soll es einen kuriosen aber ernsten Streit gegeben haben. Die bayerischen Behörden wollten nicht, das dieses Getränk in Bayern als "Bier" verkauft wird, das gab wohl einige Auseinandersetzungen.
      Später (vielleich auch in Folge dessen?) war in der BRD geklärt, was Bier ist und was nicht. Malzbier für Kinder hat gefälligst alkoholfrei zu sein. Wobei auch bei "alkoholfreiem Bier" verfahrensbedingt Restwerte von unter 0,5 % drin sein können.
      Mit der Liberalisierung des Biermarktes in der EU wurden später wieder die Vorschriften gelockert, auch das Reinheitsgebot gilt nicht mehr. Man darf also auch Enzyme etc. reinmachen und auch andere Grundstoffe als Gerste und Weizen verwenden. Wobei keine normale deutsche Brauerei es wagen würde, Bier auf z.B. Reisbasis und mit Zusatzstoffen ernsthaft einführen zu wollen.
      Es gibt auch traditionelles Bier aus Roggen, Dinkel oder Emmer (z.B. Riedenburger Emmer, sehr lecker!). Davon zu unterscheiden das ganze Craft-Zeugs, das zwar legal ist, aber naja, Geschmackssache...
      PS: nochmal recherchiert:
      Die Lüdde bezeichnet dieses Bier als "Braunbier". Das war früher in "Preußen"/Ostdeutschland die Bezeichnung für dünnes einfaches Bier. In Süddeutschland sagte man hingegen manchmal Braunbier zu Gerstenbier. Allerdings war das "preussische" Braunbier nicht gezuckert. Hingegen gabs in der DDR sogenanntes Doppelcaramel, das war gezuckert und hatte niedrigen Alkoholgehalt, aber Stammwürze wie Vollbier.
      Rätselhaft. Also: Teste und berichte! Prost!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Manfred ()

    • Schöner Fred

      Ich liebe Bier über alles

      Hier zwischendurch mal ne Buchempfehlung

      Der Bierzauberer - historischer Roman

      Mit dem Büchlein in der Rechten und kühlen Blonden in der Linken



      Sehr zu empfehlen

      books.google.de/books/about/De…p_read_button&redir_esc=y
      Einmal Löwe - immer Löwe ..
    • Tochter des Hauses samt Lebensabschnittsgefährte sind gestern von einem Wochenurlaub in der Therme Erding zurückgekehrt.

      Reisegepäck und Mitbringsel: 2 gemischte Kisten mit allen möglichen Gerstensäften aus bayerischen Braustätten - dabei auch viel "Neuland" für mich. :frech:

      Gelegentlich werde ich nach den Verköstigungen berichten. ;)
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      28.09.2008, 15.50 Uhr: Die Stunde Null.

      IGNORANZ - Meine Verachtung habt ihr nicht mehr verdient. :D
    • Rollbraten schrieb:

      Tochter des Hauses samt Lebensabschnittsgefährte sind gestern von einem Wochenurlaub in der Therme Erding zurückgekehrt.

      Reisegepäck und Mitbringsel: 2 gemischte Kisten mit allen möglichen Gerstensäften aus bayerischen Braustätten - dabei auch viel "Neuland" für mich. :frech:

      Gelegentlich werde ich nach den Verköstigungen berichten. ;)
      bitte nicht gelegentlich, sondern sehr detailiert berichten
      :bitten:
    • Dem Ayatollah wurde von einem ehemaligen Schüler ein spezielles Bier samt passendem Glas aus dem Zillertal mitgebracht (da sage noch jemand, Lateinlehrer nähmen ihren Erziehungsauftrag nicht ernst):

      Das Produkt aus dem Hause Zillertal Bier GmbH zu Zell am Ziller/Austria trägt den Namen Grande Reserve - Barrique und gehört in die Kategorie der Starkbiere. Es hat bei 21% Stammwürze 9,6‰ Alkoholgehalt und wird in einer 0,33l-Flasche vertrieben. Ausgebaut wurde dieses Bier u.a. in Glenmorangie-Barrique-Fässern, erinnert in seinem Geschmack aber keinesfalls an Whisky. Es hat stattdessen eine ausgeprägte fruchtige Süße und schmeckt deutlich nach Honig. Der Empfehlung des Herstellers, das Grande Reserve - Barrique zu flambierter Ananas oder Crêpe Suzette zu trinken, konnte der Ayatollah leider nicht nachkommen, da er nicht kochen kann. Auch so entfaltete das Zillertaler Bier jedoch sein Aroma und bescherte dem Trinker einen besonderen Schlusspunkt für seine Sommerferien. Für den Alltag bevorzugt er jedoch weiterhin die herben Sorten Nord- und Westdeutschlands.
      Für Wasser schlucke ich nicht.
      Martin Walser
    • Das klingt hochinteressant. Wenn ich das nächste mal bei der Schwiegermutter im Chiemgau bin, fahre ich mal über die Grenze und versuche was zu kriegen. Selbst nach Zell wärs dann nicht so übermäßig weit.
      Ich fahr ja auch zum Schnapskaufen nach St. Johann und an den Pillersee.