Ski Alpin

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    • Ski-Alpin - Saison 2005/06

      Ertl mit gutem Saisonauftakt


      Sölden - Die eine schon gut dabei, die andere mit einem ansprechenden Comeback.

      Den deutschen Ski-Rennläuferinnen ist ein durchaus verheißungsvoller Start in den Olympia-Winter gelungen.

      "Noch Raum für Verbesserungen"

      Beim ersten Weltcup-Rennen der Saison auf dem Rettenbachferner über Sölden holte sich Martina Ertl-Renz mit Rang acht auf Anhieb die Qualifikationsnorm für Turin, Maria Riesch fuhr nach zehnmonatiger Verletzungspause als 24. gleich wieder in die Punkteränge.

      "Wir haben noch Raum für Verbesserungen, aber wir sind dabei. Im Großen und Ganzen stimmt die Richtung", sagte Cheftrainer Wolfgang Maier nach dem Riesenslalom im ewigen Eis.

      Riesch mit durchwachsenem Comeback

      Seine Läuferinnen sahen es ähnlich. "Ich wäre gerne unter die ersten 15 oder 20 gefahren, aber dieses Rennen ist auch nicht das Maß aller Dinge. Das ist wie die erste Etappe der Tour de France", tröstete sich Maria Riesch nach ihrem ersten Rennen seit etwas mehr als zehn Monaten.

      Am 12. Januar 2005 hatte sie sich in Cortina das Kreuzband im rechten Knie gerissen, dann wurde die Vorbereitung im September noch durch eine Knochenstauchung gestört.

      Die 20 Jahre alte Partenkirchenerin ist auf der Suche nach der Wettkampf-Form, ihr fehle noch das Zutrauen, im Rennen ans Limit zu gehen, erklärte Chefcoach Maier.

      Erleichterung überwiegt

      Trotz eines Absturzes von Rang 17 nach dem ersten Durchgang überwog bei Maria Riesch dann aber doch die Erleichterung. "Auch wenn das jetzt nicht mein Wunschergebnis war, ich bin froh, dass ich wieder fahren kann und keine Schmerzen habe."

      Außerdem wird in den kommenden Rennen die Aufregung wohl geringer sein. "Ich war am Start diesmal schon ziemlich nervös, das war irgendwie ungewohnt. Es wird ein bisschen dauern, bis ich meinen Rhythmus wieder habe", sagte die Gesamtweltcup-Dritte von 2004. Tatsächlich, betonte Maier, "ist sie schon viel weiter als sie hier gezeigt hat."

      1,4 Sekunden vom Podest entfernt

      Auch von Martina Ertl-Renz hätte sich Maier gemessen an den bisherigen Trainingseindrücken mehr erwartet. "Aber die Platzierung ist trotzdem in Ordnung", versicherte der Cheftrainer.

      Die 32 Jahre alte Lenggrieserin, nach dem ersten Lauf noch Sechste, sah dies zu Beginn ihrer letzten Saison ähnlich: "Das Ergebnis ist ausbaufähig, das gibt aber auch Selbstvertrauen. Ich weiß jetzt, dass ich dabei bin. Ich möchte aber künftig schon das eine oder andere mal auf's Stockerl fahren."

      Diesmal war sie in 2:26,41 Minuten aber noch rund 1,4 Sekunden zumindest von Rang drei entfernt, Maria Riesch fehlten in 2:28,16 rund sieben Zehntel zu den Top 15.

      Poutiainen patzt

      Auf dem Siegertreppchen standen die üblichen Verdächtigen. Tina Maze aus Slowenien, schon in der vergangenen Saison dreimal im Riesenslalom erfolgreich, gewann in 2:24,59 souverän ihr insgesamt fünftes Weltcup-Rennen.


      Auf dem zweiten Rang landete die während des Sommers einmal mehr verletzte sowie am Knie operierte Kroatin Janica Kostelic (2:24,93).

      Dritte wurde Gesamtweltcup-Siegerin und Riesenslalom-Weltmeisterin Anja Pärson aus Schweden (2:25,03).

      Sie alle profitierten vom den Patzern der Finnin Tanja Poutiainen, die im Finale ihre deutliche Führung nach dem ersten Lauf verschenkte und nur 11. wurde.

      Ärger bei Anja Blieninger

      Viel hätte nicht gefehlt, und der DSV wäre mit einem Trio im Finale vertreten gewesen. Anja Blieninger (Altenau) aber verfehlte den zweiten Durchgang nur knapp um 0,04 Sekunden.

      Die 24 Jahre alte Spätzünderin, die in den vergangenen zwei Wintern meist auf eigene Faust und schließlich erfolgreich um ihre Rückkehr in den Weltcup gekämpft hatte, war entsprechend verärgert:

      "Ich war im Training immer schneller als Martina und Maria, und jetzt so eine Sch....." Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) fuhr dagegen als 43. (1:15,69) weit am Finale vorbei, Annemarie Gerg (Lenggries) stürzte.


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    • Ski alpin: Weltcup-Auftakt in Sölden

      Riesenslalom der Damen:

      1. Tina Maze (Slowenien) 2:24,59 Minuten (1:11,30/1:13,29)
      2. Janica Kostelic (Kroatien) 2:24,93 (1:12,16/1:12,77)
      3. Anja Pärson (Schweden) 2:25,03 (1:11,30/1:13,73)
      4. Kathrin Zettel (Österreich) 2:25,98 (1:12,63/1:13,35)
      5. Andrea Fischbacher (Österreich) 2:26,22 (1:13,32/1:12,90)
      6. Maria Rienda Contreras (Spanien) 2:26,36 (1:11,81/1:14,55) und Anna Ottosson (Schweden) 2:26,36 (1:12,76/1:13,60)
      8. Martina Ertl-Renz (Lenggries) 2:26,41 (1:12,45/1:13,96)
      9. Genevieve Simard (Kanada) 2:26,94 (1:13,04/1:13,90)
      10. Elisabeth Görgl (Österreich) 2:27,00 (1:13,34/1:13,66)
      .
      24. Maria Riesch (Partenkirchen) 2:28,16 (1:13,53/1:14,63)

      Nicht qualifiziert für den zweiten Lauf:
      31. Anja Blieninger (Altenau)
      43. Kathrin Hölzl (Bischofswiesen)

      Ausgeschieden im ersten Lauf:
      Annemarie Gerg (Lenggries)


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    • Gerg und Ertl schwer verletzt

      Hilde Gerg und Andreas Ertl fallen nach Trainingsstürzen voraussichtlich mehrere Woche aus. Die beiden DSV-Athleten zogen sich jeweils schwere Knieverletzungen zu.

      Bei einem Sturz im Super-G-Training in Copper Mountain (USA) verletzte sich Hilde Gerg schwer am rechten Knie.

      Riss des hinteren Kreuzbandes

      Kniespezialist Dr. Richard Steadman diagnostizierte in der Hawkins Clinik in Vail eine Impression des Schienbeinkopfes im rechten Knie, einen Meniskusschaden sowie eine Teilruptur des hinteren Kreuzbandes.

      "Es handelt sich hier um eine sehr komplexe Verletzung, die von einer massiven Überstreckung des Knies herrührt", so Dr. Steadman, der von einer mehrwöchigen Trainingspause für Gerg ausgeht.

      Olympia-Start fraglich


      "Ob es eine Chance gibt, bei den Olympischen Spielen zu starten, werden die weiteren Untersuchungen zeigen", meinte Deutschlands beste Abfahrerin, die in den nächsten Tagen in Deutschland zurückerwartet wird.

      Cheftrainer Wolfgang Maier: "Die Verletzung und der damit verbundene Ausfall von Hilde Gerg ist ein großer Rückschlag für die Speed-Mannschaft. Ihr Ausfall tut sehr weh."

      Zwangspause für Andreas Ertl

      Auch Andreas Ertl zog sich am Mittwoch eine Knieverletzung zu und wird eine mehrwöchige Trainingspause einlegen müssen.

      Der 30-jährige fädelte beim Riesenslalomtraining in Nakiska (Canada) ein und verletzte sich am Innenband des linken Knies.

      Andreas Ertl ist auf dem Weg nach München, wo weitere Untersuchungen bei DSV-Mannschaftsarzt Dr. Ernst-Otto Münch im Orthopädischen Centrum München (OCM) Aufschluss über die genaue Art der Verletzung geben sollen.


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    • Gerg hofft noch auf Olympia-Start

      Copper Mountain - Es sollte der letzte große Auftritt sein, ein Abschied auf dem Höhepunkt, mit einer olympischen Gold-Medaille um den Hals.

      Doch der Traum der Hilde Gerg vom krönenden Abschluss ihrer zwölf Jahre währenden alpinen Ski-Karriere ist am Donnerstag auf einer zu weichen Piste im amerikanischen Copper Mountain möglicherweise schon knapp drei Monate vor Olympia in Turin geplatzt.

      Das Malheur ereignete sich im Training. Der Innenski rutschte weg, Hilde Gerg stürzte und erlitt erneut eine schwere Knieverletzung. "Das ist ein Tiefschlag", sagt die 30 Jahre alte Lenggrieserin.

      Form sei gut gewesen

      Ihre Form sei gut gewesen, ergänzt die beste Abfahrerin des Deutschen Ski-Verbandes (DSV).

      Für die ersten Weltcup-Rennen Anfang Dezember in Nordamerika hatte sie sich einiges ausgerechnet, doch nun muss sie wehmütig zuschauen, wenn sich die Konkurrenz die Hänge runterstürzt: "Es ist klar, dass das auf die Moral drückt."

      Nach einer ersten Diagnose zog sich Hilde Gerg eine Stauchung des Schienbeinkopfes, einen Meniskusschaden sowie einen Teileinriss des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie zu.

      "Ein Rückschlag für das Speed-Team"

      "Ihr Ausfall tut sehr weh. Das ist ein großer Rückschlag für das ganze Speed-Team", sagt Cheftrainer Wolfgang Maier.

      Sollte Hilde Gerg für die komplette Saison passen müssen, würden die deutschen Olympia-Hoffnungen in den Speed-Disziplinen alleine auf Maria Riesch ruhen.

      Doch die 20 Jahre alte Partenkirchenerin hat nach eben erst überstandener Verletzung genug mit sich selbst zu tun.

      Schon mehrere schwere Verletzungen

      Die 20-fache Weltcup-Siegerin Gerg aber schöpft Hoffnung aus der Vergangenheit. Sie kennt sich mit sowas aus. Im Februar 2000 brachen Schien- und Wadenbein, bei der anschließenden WM in St. Anton fuhr sie quasi aus dem Krankenbett zu Bronze im Super-G.

      Im Dezember 2002 dann der erneute Rückschlag, Kreuzbandriss im linken Knie. Schon damals war das Karriere-Ende in Sicht, doch Hilde Gerg ließ sich nicht entmutigen.

      Rekordverdächtige 14 Tage später stand sie beim Weltcup-Super-G in Cortina als Dritte wieder auf dem Treppchen.

      Weitere Untersuchung soll alles klären


      Dieses Kunststück zu wiederholen, wird schwer, ausgeschlossen ist es nicht. Spätestens Anfang nächster Woche wird Gerg in Deutschland erwartet.

      Eine weitere Untersuchung bei ihrem Hausarzt Erich Rembeck wird dann Aufschluss darüber geben, ob das Knie der Teamweltmeisterin operiert werden muss.

      "Ob es eine Chance gibt, bei den Olympischen Spielen in Turin zu starten, werden diese Untersuchungen zeigen", sagt Hilde Gerg.

      Schon dreimal bei Winterspielen

      Dreimal schon war sie bei Winterspielen am Start, erstmals 1994 in Lillehammer als 18-Jährige.

      Neben Gold im Slalom 1998 in Nagano holte sie einmal Bronze in der Kombination, ebenfalls in Japan. 2002 reiste sie als Gold-Favoritin nach Salt Lake City und musste mit den Plätzen vier in der Abfahrt und fünf im Super-G eine der größten Enttäuschungen ihrer Laufbahn wegstecken.

      Hilde Gerg hat also noch eine Rechnung offen mit Olympia. Sie wird alles daran setzen, diese trotz aller Widerstände doch noch zu begleichen.


      sport1.de
    • US-Star Miller siegt wieder

      Bode Miller hat das Siegen nicht verlernt. Mit einer tollen Riesenslalom-Fahrt kehrte der US-Star zurück in die Erfolgsspur und sorgte mit seinem ersten Weltcup-Erfolg der Saison vor seinem Landsmann Daron Rahlves für amerikanische Ski-Festspiele in Beaver Creek.

      Einen Tag nach dem US- Doppelerfolg in der Abfahrt durch Rahlves vor Miller zeigten die Amerikaner, dass im Olympia-Winter mit ihnen zu rechnen ist. Nur der Finne Kalle Palander, nach dem ersten Lauf zeitgleich mit Miller an der Spitze, verhinderte als Dritter vor Erik Schlopy einen amerikanischen Dreifach-Erfolg. Der deutsche Solist Felix Neureuther aus Partenkirchen fuhr über einen Stein und schaffte einmal mehr nicht die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

      Schwer geschlagen wurden die Österreicher. Hermann Maier, Auftaktsieger beim Weltcup-Riesenslalom in Sölden vor Miller, war als Achter bester Skirennläufer aus der Alpenrepublik. Geht es nach Gesamtweltcup-Sieger Miller, wird das in Zukunft auch so bleiben. «Es gibt in der US-Mannschaft noch mehr gute Rennläufer. Wenn wir alle so fahren, wie wir können, dann kommen noch viel mehr von uns in die Top Ten», verkündete der Doppel-Weltmeister von Bormio. Auch Rahlves sagte nach der US-Ski-Gala auf dem heimischen Berg im US-Bundesstaat Colorado der Konkurrenz aus Übersee den Kampf an. «In Europa wird Bode nicht mehr alleine stehen. Wir haben gezeigt, was wir können. Diese Erfolge geben unserem Team viel Selbstvertrauen.»

      Vor allem Miller zeigte bei schweren äußeren Bedingungen, warum er zum Superstar geworden ist. «Ich bin sofort auf den Hintern gefallen. Da habe ich nur noch laut geschrien. Von diesem Moment an war mein Lauf entweder genial oder verrückt», schilderte er seine wilde Fahrt. «Beim vierten Tor vor dem Ziel habe ich so falsch gestanden, dass es eigentlich unmöglich war, durch das Tor zu fahren. Aber ich habe es geschafft.»

      In der letzten Saison hatte Miller vier der ersten fünf Rennen gewonnen und sich später als erster Amerikaner seit 1983 den Gesamt- Weltcup geholt. In dieser Saison sorgte er bisher eher mit seinen Plädoyers für die Doping-Freigabe für Aufsehen. Genervt vom Rummel um seine Person dachte er erneut an ein frühzeitiges Karriereende. «Es ist der Ruhm, der mich immer mehr von dem Sport entfernt, den ich so liebe», sagte Miller, ehe ihm in Beaver Creek der Befreiungsschlag gelang.

      Quelle: dpa
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    • Riesch kommt im Olympia-Winter in Fahrt

      Maria Riesch ist der Angst ganz schnell davongefahren. Früher als erwartet hat die große deutsche Ski- Hoffnung nach ihrem Kreuzbandriss die Furcht überwunden und ist mit Rang neun in Lake Louise auf Anhieb zurück in die absolute Weltspitze gerast.

      «Das war eine Steigerung. Es geht Schritt für Schritt nach vorne. Und das war ein großer Schritt», sagte die Partenkirchenerin nach ihrer zweiten Abfahrt im Olympia-Winter. «Das Ergebnis gibt Maria Sicherheit, die Lockerheit wieder zu bekommen», sagte Cheftrainer Wolfgang Maier. Bei den ersten Abfahrtsrennen nach dem verletzungsbedingten Rücktritt von Hilde Gerg legte auch Isabelle Huber, die wie Maria Riesch erstmals nach einem Kreuzbandriss wieder Vollgas gab, mit Platz 15 den Grundstein für das Erreichen der Olympia-Norm.

      «Das war mehr als zu erwarten war nach den vergangenen Tagen», sagte Maier und lobte seine Vorzeigefahrerin Maria Riesch. Einen Tag nach ihrem 34. Platz in der ersten Abfahrt zeigte die 21-Jährige mit einer blitzsauberen Fahrt trotz Materialproblemen, warum sie im Ski- Zirkus so hoch gehandelt wird. «Das war ein Erfolgserlebnis, allein schon im Ziel anzukommen und Zweite zu sein», sagte sie, ehe sie doch noch nach hinten rutschte. Kurz vor Schluss hatte sie als Achte sogar das Olympia-Ticket gebucht, dann verdrängte die Amerikanerin Stacey Cook sie mit Startnummer 51 noch auf Rang neun.

      Die glückliche Maria Riesch, die Gesamt-Weltcup-Dritte der Saison 2003/2004, hatte am Ende einen Rückstand von 0,77 Sekunden auf die stolze Siegerin Lindsey Kildow (1:49,51 Minuten). Die Amerikanerin hatte bereits im Vorjahr einen der beiden Abfahrtsläufe in Lake Louise gewonnen. Diesmal holte sie ihren zweiten Weltcup-Sieg vor der Schweizerin Sylviane Berthod (1:49,54). Die Ränge drei bis sechs gingen an die Österreicherinnen Michaela Dorfmeister (1:49,63), Alexandra Meissnitzer (1:49,69), Renate Götschl (1:49,71) und Brigitte Obermoser (1:50,01). Die Italienerin Elena Fanchini, die am Vortag Erste geworden war, kam auf Rang sieben.

      «Unterbewusst ist es sicher so, dass ich noch nicht so locker bin wie früher. Ich habe jetzt die halbe Olympia-Qualifikation, daran muss man auch denken», sagte Maria Riesch, die sich im Januar beim Super-G in Cortina schwer am rechten Knie verletzt hatte. «Es ist nicht so einfach, sich nach dem Kreuzbandriss zu überwinden», hatte sie nach ihrem ersten Abfahrtsrennen zugegeben. «So wie sie da gefahren ist, hat man gesehen, fehlt ihr noch ein Quäntchen Selbstbewusstsein. Technisch ist sie diesmal viel besser gefahren. Sie ist der Spitze wesentlich näher gekommen», sagte Maier und sieht seinen Star im Fahrplan Richtung Olympia.

      Auch Isabelle Huber aus Ruhpolding, als 20. im ersten Rennen einzige Deutsche in den Punkterängen, konnte sich in der zweiten Abfahrt nach ihrer schweren Knieverletzung im WM-Training in Santa Caterina noch einmal steigern. «Ihr Abschneiden ist ordentlich, besser als ich erwartet habe», sagte Maier. Als 38. enttäuschte dagegen die Rettenbergerin Petra Haltmayr, die vor fünf Jahren die Weltcup-Abfahrt in Lake Louise gewinnen konnte. Stefanie Stemmer (Rottach-Egern) belegte Rang 52.

      Quelle: dpa
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    • Maria Riesch schwer gestürzt


      Aspen - Das wäre ein Schock: Dem arg gebeutelten DSV-Team droht der Ausfall einer seiner letzten verbliebenen Medaillenhoffnungen für die Olympischen Winterspiele in Turin. Beim Weltcup-Riesenslalom in Aspen stürzte Maria Riesch aus Garmisch-Partenkirchen schwer und musste im Rettungsschlitten abtransportiert werden.

      Unmittelbar nach dem Sturz fasste sie sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ans linke Knie. Das lässt nichts Gutes ahnen.

      Neuerlicher Schock nach Gerg-Rücktritt

      Für den DSV ist das bereits die vierte Hiobsbotschaft binnen weniger Monate. Zunächst hatten Max Rauffer und Florian Eckert ihre Karriere beendet.

      Dann gab auch Hilde Gerg nach einem Kreuzbandriss ihren Rücktritt bekannt.

      Abfahrt unter Tränen

      Im zweiten Druchgang des Riesentorlaufs rutschte Maria Riesch kurz vor dem Ziel weg. Zunächst schien sie die Balance wieder finden zu können, da gab das Knie nach und sie stürzte in den Schnee. Unter Tränen wurde sie anschließend ins Tal gebracht.

      Tags zuvor hatte sich die 21-Jährige gerade erst das Olympia-Ticket mit einem zehnten Rang im Super-G gesichert.

      Erst vor elf Monaten Kreuzbandriss

      Nun muss sie wohl erneut auf ein Großereignis verzichten. Im vorigen Winter hatte sie in Cortina D'Ampezzo einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten und fiel für die Weltmeisterschaft in Bormio aus.

      Von dieser schweren Verletzung hatte sie sich gerade erst erholt. In der Saisonvorbereitung wurde sie außerdem durch eine Schulterverletzung aus der Bahn geworfen. Nun droht der neuerlicher Rückschlag.


      Rekordmarke von Ertl-Renz

      Der Riesch-Sturz trübt den Rekord von Martina Ertl-Renz, die ihr 402. Weltcup-Rennen bestritt.

      Sie stellte die Marke von Anita Wachter ein. Am Ende des Rennens belegte die 32-Jährige als beste Deutsche Rang 20.

      Rienda Contreras triumphiert

      Siegerin im zweiten Riesenslalom der Saison war die Spanierin Maria Rienda Contreras. Die 30-Jährige war im amerikanischen Aspen nach zwei Läufen in 1:57,17 Minuten 0,34 Sekunden schneller als die zweitplatzierte Schwedin Anja Pärson (1:57,51).

      Dritte wurde die junge Österreicherin Kathrin Zettel (1:57,53).

      Dorfmeister im Gesamt-Weltcup vorne

      Annemarie Gerg (Lenggries/2:00,27) holte als 21. erstmals in dieser Saison Weltcup-Punkte,

      Anja Blieninger (Altenau) hatte den zweiten Durchgang dagegen als 38. deutlich verpasst. Petra Haltmayr (Rettenberg) schied nach einem Fahrfehler bereits im ersten Lauf aus.

      Die Österreicherin Michaela Dorfmeister verteidigte ihre Führung im Gesamt-Weltcup als Vierte.


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    • Neue Hiobsbotschaft: Auch Neureuther verletzt

      Die Hiobsbotschaften für die deutschen Skirennfahrer reißen nicht ab: In Felix Neureuther hat sich nun auch der neben Alois Vogl einzige Topfahrer im Alpin-Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) verletzt.

      Er muss am Wochenende im Weltcup pausieren. «Wir hoffen, dass er kurz vor Weihnachten in Kranjska Gora wieder dabei sein kann», sagte Cheftrainer Werner Margreiter nach dem Super-G-Überraschungssieg seines österreichischen Landsmannes Hans Grugger in Gröden.

      Beim Riesenslalom am Sonntag in Alta Badia wird Neureuther von Andreas Ertl vertreten, der nach seiner Knieverletzung wieder in den Weltcup-Zirkus zurückgekehrt ist. Beim Super-G war Ertl der einzige deutsche Starter. Der Bruder der Lenggrieserin Martina Ertl-Renz fuhr bei seinem Comeback auf Rang 36, war aber 2,17 Sekunden langsamer als Grugger. «Ich bin überhaupt nicht zufrieden, denn ich wollte in die Punkteränge», sagte er. «Aber so ein Rennen hilft einem, um wieder in Form zu kommen.»

      Einen Tag vor dem Abfahrts-Klassiker behielt Grugger bei schlechten Sichtverhältnissen den Durchblick und feierte seinen insgesamt dritten Weltcup-Erfolg. Bei seinem ersten Sieg im Super G lag der Salzburger in 1:37,55 Minuten gleich 0,31 Sekunden vor dem Kanadier Erik Guay und hatte 0,32 Sekunden Vorsprung vor dem drittplatzierten Ambrosi Hoffmann aus der Schweiz. «Es ist unglaublich, irre, einfach klasse», sagte der 24-Jährige.

      Die Topstars Hermann Maier (Österreich/6.) und Bode Miller (USA/8.) blieben hinter den Erwartungen zurück. Der Amerikaner verlor zudem seine Führung im Gesamt-Weltcup an Aksel Lund Svindal. Der Norweger hat nun zwei Punkte Vorsprung und hat liegt auch in der Super-G-Wertung vorn.

      Noch im Vorjahr hatte Ski-Deutschland nach dem ersten Weltcup- Sieg von Max Rauffer in Gröden jubeln können. Sieben Wochen vor den Olympischen Winterspielen ist die Lage im DSV-Lager ernüchternd. Rauffer, Florian Eckert und Hilde Gerg sind aus gesundheitlichlichen Gründen zurückgetreten, Maria Riesch hat sich so schwer verletzt, dass sie in Turin ebenfalls nicht fahren kann. So gesehen hat Neureuther noch Glück: Der 21-Jährige zog sich bei einem Europacup-Rennen in Vigilio di Marebbe eine kleine Absplitterung im Mittelhandknochen zu, als er im zweiten Riesenslalom-Lauf eine Stange touchierte. «Das ist nichts Gravierendes, aber es tut sehr weh», sagte Margreiter und verordnete dem Partenkirchener Schonung.

      Quelle: dpa
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    • Petra Haltmayr überraschend Abfahrts-Vierte

      Im Schneesturm von Val d'Isère hat Petra Haltmayr den irregulären Bedingungen getrotzt und mit ihrem überraschenden vierten Platz für ein Lebenszeichen der deutschen Abfahrerinnen gesorgt.

      Die 30-Jährige aus Rettenberg sicherte sich in einem Rennen, das von Stürzen und vielen Unterbrechungen geprägt war, auch die Olympia-Qualifikation. «Ich bin wirklich froh, mein Ziel erreicht zu haben. So ein Rennen gibt Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben», sagte Petra Haltmayr, die ihr bestes Weltcup- Resultat seit vier Jahren erreichte. «Das zeigt uns, dass wir noch vorne mitfahren können», meinte Cheftrainer Wolfgang Maier erleichtert.

      Die nach dem Rücktritt von Hilde Gerg und Maria Rieschs Kreuzbandriss beste deutsche Abfahrerin lag im französischen Wintersportort in 1:22,46 Minuten 0,55 Sekunden hinter Siegerin Lindsey Kildow (USA), die bereits die zweite Abfahrt des Olympia- Winters gewann. Zweite wurde Kildows Teamkollegin Caroline Lalive (1:22,29) vor der Österreicherin Alexandra Meißnitzer (1:22,30).

      Die Abfahrt stand wegen heftigen Windes und Schneefalls mehrfach kurz vor dem Abbruch und wurde immer wieder unterbrochen. «Das Rennen hätte nie gestartet werden dürfen. Die Gefahr für die Läuferinnen war bei Böen von über 100 Stundenkilometern viel zu groß», schimpfte Maier. «Es war schwierig, aber für mich hat sich das Warten gelohnt», sagte Haltmayr.

      Wegen Neuschnees von über 30 Zentimetern hatte die dritte Abfahrt der Saison anderthalb Stunden später begonnen. Der Start musste wegen des heftigen Windes vom Super-G-Start erfolgen. Trotzdem war die Piste von vielen Läuferinnen stellenweise nicht zu erkennen, was von einigen Athletinnen im Ziel mit Kopfschütteln und eindeutigen Gesten quittiert wurde. Doch der neue Renndirektor des Internationalen Skiverbandes FIS, Atle Skardaal, zog das Rennen durch. Eine Entscheidung, die noch heftige Diskussionen nach sich ziehen dürfte.

      Nach der Startnummer 47 wurde das Rennen von der Jury abgebrochen, die Resultate werden jedoch gewertet. So musste Steffi Stemmer (Rottach-Egern) sich nicht unnötig in Gefahr bringen. In der Weltcup- Gesamtwertung behauptete die Österreicherin Michaela Dorfmeister die Führung vor der neuen Zweiten Lindsey Kildow, die in der Disziplinen- Wertung ihren Vorsprung ausbaute.

      Quelle: dpa
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    • Büchel gewinnt überraschend Abfahrt in Gröden

      Die berühmten Kamelbuckel der Saslong- Abfahrt von Gröden bleiben das Terrain der Außenseiter im alpinen Ski-Weltcup.

      Ein Jahr nach dem Sensationssieg des Leitzachtalers Max Rauffer gewann überraschend Marco Büchel aus Liechtenstein den Weltcup-Klassiker in den Südtiroler Alpen. Büchel setzte sich bei der wegen Neuschnees verkürzten Konkurrenz in 1:27,99 Minuten durch. «Dass das wahr wurde, ist ein Traum. Als ich im Ziel meine Ruhe hatte, musste ich weinen. Und das mit 34 Jahren», sagte Büchel.

      Der frühere Riesenslalom-Spezialist feierte seinen ersten Abfahrtssieg im Ski-Weltcup. Mit nur 2/100 Sekunden Rückstand wurde der Österreicher Michael Walchhofer Zweiter vor Erik Guay (Kanada). Lokalmatador Kristian Ghedina verpasste als Vierter den Sieg in seiner letzten Abfahrt auf der Saslong um 0,43 Sekunden. Deutsche Abfahrer fehlten nach den verletzungsbedingten Rücktritten von Rauffer und Florian Eckert. Im Gesamtweltcup übernahm Titelverteidiger Bode Miller (USA) mit Rang acht wieder die Führung vom Norweger Aksel Lund Svindal.

      Johann Grugger (Österreich), der am Vortag den Super G gewonnen hatte, verpasste ebenso eine Platzierung unter den Top Ten wie Teamkollege Hermann Maier. «Ich hatte das Gefühl, es war eine gute Fahrt. Keine Ahnung, was los war», zeigte sich der viermalige Gesamtweltcup-Sieger ratlos. Allerdings hatten die höheren Startnummern wieder schlechtere Bedingungen. Wie bei den Damen wurde das Rennen vorzeitig abgebrochen, aber dennoch gewertet. Den Regeln nach müssen mehr als 50 Prozent aller Fahrer, mindestens aber die ersten 30 ins Ziel kommen.

      Vor dem Riesenslalom-Klassiker von Alta Badia empfindet Abfahrts-Sieger Büchel «schon Angst, weil es da immer so steil ist». Für den Deutschen Skiverband (DSV) wird Andreas Ertl (Lenggries) an den Start gehen. Er ersetzt Felix Neureuther, der sich im Training eine kleine Absplitterung im Mittelhandknochen zuzog. Der Partenkirchener hofft, bei den Rennen in Kranjska Gora (Slowenien) in der kommenden Woche wieder dabei zu sein.

      Quelle: dpa
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    • Licht und Schatten bei deutschen Alpinisten

      Dem Abfahrts-Hoch folgte das Tief im Super-G: Petra Haltmayr sicherte sich im Schneesturm von Val d'Isère zunächst mit einem überraschenden vierten Platz in der Weltcup-Abfahrt ihr Olympia-Ticket.

      Haltmayr sorgte für einen lang ersehnten Glücksmoment bei den vom Pech verfolgten deutschen Skidamen. Im Super-G fuhr sie bei Sonnenschein wie Martina Ertl-Renz dann aber nur hinterher. «Ich habe einen Riesenfehler gemacht, aber verrückt mache ich mich deswegen nicht, sondern hake es schnell ab», sagte Haltmayr nach ihrem 32. Platz. Nach zwei Patzern lag sie 1,76 Sekunden hinter Siegerin Michaela Dorfmeister zurück. Die Österreicherin baute damit ihre Führung im Disziplinen- sowie im Gesamtweltcup aus.

      Bei den Herren-Rennen in Italien düpierte der Liechtensteiner Riesenslalom-Spezialist Marco Büchel beim Klassiker in Gröden die versammelte Abfahrts-Elite. Der 34-Jährige gewann vor dem Favoriten Michael Walchhofer und verdrückte nach seinem Überraschungscoup Tränen. Ein Jahr nach dem Sensationssieg von Max Rauffer waren mangels Klasse keine deutschen Abfahrer am Start. Andreas Ertl (Lenggries) verpasste im Riesenslalom von Alta Badia den Finallauf der besten 30. Massimliano Blardone (Italien) gewann sein Heimrennen vor Landsmann Davide Simoncelli. Bode Miller (USA) schied aus, verteidigte aber seine Führung im Gesamtweltcup.

      Trotz des schlechten Super-G-Resultats kehrte Petra Haltmayr mit gestärktem Selbstbewusstsein aus den französischen Alpen zurück. Die 30-Jährige hatte den irregulären Bedingungen getrotzt und als Vierte für einen Hoffnungsschimmer bei den deutschen Abfahrerinnen gesorgt. Unbeeindruckt von vielen Stürzen und Unterbrechungen erreichte sie ihr bestes Weltcup-Resultat seit vier Jahren.

      «So ein Rennen gibt Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben», sagte Haltmayr, die bei den Übersee-Rennen noch enttäuscht hatte. «Das zeigt uns, dass wir noch vorne mitfahren können. Es täte uns gut, wenn wir mal aufs Podium kämen», meinte Cheftrainer Wolfgang Maier. Die derzeit einzige konkurrenzfähige Abfahrerin lag in 1:22,46 Minuten 0,55 Sekunden hinter Siegerin Lindsey Kildow (USA), die bereits die zweite Abfahrt des Olympia-Winters gewann. Zweite wurde Kildows Teamkollegin Caroline Lalive (1:22,29) vor der Österreicherin Alexandra Meißnitzer (1:22,30).

      Martina Ertl-Renz konnte ihren vierten Platz im Super-G von Lake Louise/Kanada nicht bestätigen. Die Lenggrieserin kam nach guten Zwischenzeiten im oberen Streckenteil mit den zunehmend weichen Pistenbedingungen nicht zurecht und fuhr nur auf Rang 24. «Ich kann mit meinen 32 Jahren nicht mehr meine Technik ändern. Aber es kommen auch wieder andere Bedingungen», sagte sie.

      Die Abfahrt am Vortag stand wegen heftigen Windes und Schneefalls mehrfach kurz vor dem Abbruch und kurz vor einem handfesten Skandal. «Das Rennen hätte nie gestartet werden dürfen. Die Gefahr für die Läuferinnen war bei Böen von über 100 Stundenkilometern viel zu groß», schimpfte Maier. «Es war schwierig, aber für mich hat sich das Warten gelohnt», sagte Haltmayr.

      Viele Läuferinnen konnten die Piste stellenweise nicht erkennen, was von einigen Athletinnen im Ziel mit Kopfschütteln und eindeutigen Gesten quittiert wurde. Doch der neue Renndirektor des Internationalen Skiverbandes FIS, Atle Skardaal, zog das Rennen durch. Erst nach Startnummer 47 wurde es von der Jury abgebrochen, die Resultate wurden jedoch gewertet, da genügend Läuferinnen das Ziel erreicht hatten. So musste Steffi Stemmer (Rottach-Egern) sich nicht unnötig in Gefahr bringen.

      Quelle: dpa
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    • Verletzter Neureuther Slalom-20. - Rocca vorn

      Die deutschen Slalomläufer hoffen auf Besserung im neuen Jahr. Der mit angebrochener Hand gestartete Felix Neureuther besiegte zwar die Schmerzen, verpasste jedoch als 20. des Weltcup-Rennens im slowenischen Kranjska Gora die erhoffte Olympia-Qualifikation.

      Nach Rang 22 im ersten Lauf ging der 21-jährige Partenkirchener beim neuerlichen Sieg des Italieners Giorgio Rocca zu defensiv in den Finaldurchgang. «Ich bin nicht mit Köpfchen gefahren, sondern wie ein Vollidiot», sagte Neureuther selbstkritisch. Der durch einen Muskelfaserriss gehandicapte Alois Vogl (Zwiesel) verpasste nach einem schweren Fahrfehler den Finallauf um 0,02 Sekunden und blieb auch im dritten Slalom der Saison ohne Punkte.

      Mit einer Spezialmanschette waren die Schmerzen der Knochenabsplitterung der rechten Mittelhand für Neureuther erträglich. «Es ging besser als ich dachte», sagte der Team-Weltmeister nach dem ersten Lauf. Doch statt im zweiten Durchgang die guten Pistenverhältnisse zur Attacke zu nutzen, fuhr Neureuther «nur auf Durchkommen». Auch Cheftrainer Werner Margreiter befand: «Es wäre mehr drin gewesen.» Am Vorabend des Rennes hatte Neureuther bereits das Erreichen des Finallaufs als «eine absolute Sensation» bezeichnet, deswegen empfand er nach dem Rennen auch die 11 Punkte für Platz 20 «schon als ein Weihnachtsgeschenk».

      Giorgio Rocca unterstrich seine derzeitige Ausnahmestellung mit dem dritten Sieg im dritten Slalom-Weltcup. In 1:35,98 Minuten lag der WM-Dritte vor dem Kanadier Thomas Grandi (1:36,62) und Ted Ligety (USA/1:36,65). Der Führende nach dem ersten Lauf, Benjamin Raich (Österreich), schied nach guter Zwischenzeit kurz vor dem Ziel ebenso aus wie Bode Miller (USA), der damit die Führung im Gesamtweltcup an den Norweger Aksel Lund Svindal abgeben musste.

      Für Alois Vogl, den sein Muskelfaserriss nach eigenen Angaben kaum behinderte, war das Rennen bereits nach wenigen Sekunden so gut wie gelaufen. Der Überraschungssieger von Wengen bekam nach einem Schlag die Skienden übereinander und verlor seinen ganzen Schwung. Nach drei «Nullnummern» hintereinander macht sich der 32-Jährige angesichts vier ausstehender Slalom-Rennen noch keine Sorgen um die Olympia-Qualifikation. «So darf ich nicht denken, sondern einfach weiter machen. Bis auf das eine Tor war es ja eine gute Fahrt», sagte Vogl.

      Verbale Schützenhilfe erhielt er von seinem Zimmerkollegen Neureuther: «Der Luis braucht sich überhaupt keinen Druck machen, so wie der Ski fährt. Der muss nur herunter kommen, dann gibt es überhaupt keine Probleme.» Auch Cheftrainer Werner Margreiter macht sich noch keine Sorgen um den als Spätstarter bekannten Vogl. «Er hat gesehen, dass er ohne Fehler vorne mit dabei sein kann. Das sollte ihm Auftrieb geben.»

      Quelle: dpa
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    • Pärson gewinnt Slalom - Annemarie Gerg Vierte

      Annemarie Gerg ist 50 Tage vor Turin endgültig in der Weltspitze angekommen. Selbst Cheftrainer Wolfgang Maier staunte über den vierten Platz der Lenggrieserin beim Weltcup-Slalom im tschechischen Spindlermühle.

      «Für uns ist es eine Sensation, dass sie sich so festfährt in der Weltspitze», sagte Maier nach der Gala-Vorstellung der Skirennläuferin im Riesengebirge. Das «ewige Talent» schaffte nach Rang fünf in Aspen die zweite Top-Platzierung im Olympia-Winter und ist zur Leistungsträgerin in der vom Verletzungspech gebeutelten deutschen Damen-Mannschaft geworden. «Ich bin zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren frei von Verletzungen», sagte die 30-Jährige über das Geheimnis ihres späten Erfolges.

      Der Sieg ging an die Schwedin Anja Pärson, die sich mit einem Vorsprung von 0,49 Sekunden vor Olympiasiegerin Janica Kostelic durchsetzte. Dritte wurde die Österreicherin Marlies Schild, die nach den beiden Läufen neun Hundertstel-Sekunden schneller war als Annemarie Gerg. «Vor allem Pärson und Kostelic sind eine Klasse für sich», sagte die Deutsche und demonstrierte ihr gewonnenes Selbstvertrauen: «Ich muss hart daran arbeiten, dass ich bei Olympia soweit bin, um sie zu schlagen.» In der Slalom-Weltcupwertung ist sie mit 95 Punkten bereits Vierte hinter Pärson (200), Kostelic (160) und der Österreicherin Kathrin Zettel (105). Deren Teamkollegin Michaela Dorfmeister führt in der Gesamtwertung mit 502 Punkten vor der dreimaligen Olympiasiegerin Kostelic (492).

      Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) erkämpfte sich als Zwölfte wenigstens die halbe Olympia-Qualifikation. Anja Blieninger qualifizierte sich erstmals im Slalom für den zweiten Lauf, doch sie kam nur auf Rang 30. «Darüber bin ich froh, aber es war mehr drin» sagte die Skirennfahrerin aus Altenau. Martina Ertl-Renz wurde 27. und freut sich auf die Pause: «Jetzt bin ich froh, wenn Weihnachten kommt», sagte sie. Das Christfest feiert die dienstälteste deutsche Skirennläuferin im Kreise der Familie: «Da ist es am schönsten, da kann man Energie tanken für die nächsten Rennen.»

      Nach den vielen Rückschlägen in diesem Winter mit dem Rücktritt von Hilde Gerg und dem verletzungsbedingten Olympia-Aus der großen Hoffnungsträgerin Maria Riesch sieht Damen-Chef Maier wieder einen Hoffnungsschimmer am Horizont. «Wir verschwinden nicht von der Bildfläche», sagte er.

      Quelle: dpa
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    • Die Verletzungsmisere der deutschen Damen hat sich fortgesetzt: Annemarie Gerg hat sich im Training den Daumen gebrochen. Ihr Weltcup-Einsatz in Lienz ist fraglich. "Wir werden es versuchen, aber wenn es nicht geht, lassen wir sie nicht fahren", sagte Cheftrainer Wolfgang Maier.

      Mit Gips und umgehend angefertigter Spezialmanschette will die 30- Jährige am Mittwoch mit Startnummer 27 zunächst im Riesenslalom und einen Tag später im Slalom an den Start gehen. Vier Wochen wird es dauern, bis die Verletzung vollständig ausgeheilt ist. Die Olympischen Winterspiele in Turin beginnen am 10. Februar.

      Hoffnungsvolles Resultat vor Weihnachten

      Nach dem verletzungsbedingten Karriereende von Hilde Gerg (Lenggries) und dem Olympia-Aus für Maria Riesch (Partenkirchen) nach einem weiteren Kreuzbandriss hatte Annemarie Gerg kurz vor Weihnachten beim Slalom in Spindleruv Mlyn in Tschechien mit Platz vier überzeugen können.

      Neben ihrer Clubkollegin Martina Ertl-Renz ist sie zur Hoffnungsträgerin der von Verletzungen heimgesuchten Alpinen des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) aufgestiegen.

      Verletzung durch Riesenslalomstange

      Die gerade so gut in Fahrt gekommene Annemarie Gerg verletzte sich beim Riesenslalom-Training in Lienz, als sie eine Stange mit der Hand heftig berührte und sich einen mehrfachen Daumenbruch zuzog. Die Lenggrieserin wurde nach dem Unfall zunächst in Lienz und dann in Bad Reichenhall behandelt. "Das schockt uns nicht mehr", sagte Cheftrainer Maier und wollte das Verletzungspech der deutschen alpinen Ski-Mannschaft nicht mehr kommentieren: "Keine Ahnung, woran das liegt."

      In Felix Neureuther (Partenkirchen) und Alois Vogl (Zwiesel) sind auch die beiden einzigen deutschen Ski-Herren von Weltformat angeschlagen. Florian Eckert (Partenkirchen) und Max Rauffer (Leitzachtal) hatten ihre Karrieren genau wie Hilde Gerg aus gesundheitlichen Gründen beendet.

      Moral trotz Rückschläge weiter ungebrochen

      Trotz aller Rückschläge kämpft das alpine DSV-Team vor den Spielen in Turin vorbildlich. Auch Annemarie Gerg will in Lienz unbedingt um Weltcup-Punkte fahren. "Wir werden alles tun, damit sie fahren kann", sagte Techniktrainer Matthias Berthold.

      Die derzeit stärkste deutsche Skirennfahrerin hat ihre Olympia-Qualifikation bereits bei den Überseerennen mit Platz fünf im Slalom erkämpft. "Ich bin zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren frei von Verletzungen", sagte sie über das Geheimnis ihres späten Erfolges. Die Lenggrieserin war schon als "ewiges Talent" abgestempelt worden.


      Quelle:dpa
    • Gerg mit «Glück im Unglück» - Ertl Neunte

      Auch mit Trümmerbruch im Daumen will Annemarie Gerg
      im Ski-Weltcup auf die Zähne beißen, Martina Ertl-Renz sieht wieder Licht am Ende des Tunnels: «Nachdem es die letzten Rennen nichts war, bin ich mit Platz neun absolut zufrieden.»

      «Von Formkrise kann keine Rede sein», sagte Ertl-Renz nach ihrem 407. Weltcup-Einsatz beim Riesenslalom im österreichischen Lienz. Annemarie Gerg bestand einen Tag nach ihrem Trainingunfall beim Sieg der Schwedin Anja Pärson vor der Österreicherin Nicole Hosp und der Slowenin Tina Maze den Härtetest dank einer Spezialmanschette an der linken Hand mit Bravour.

      Nach nur zwei Stunden Schlaf («Es hat so weh getan»), war die Lenggrieserin als 29. drittbeste Deutsche hinter der auf Rang 27 platzierten Anja Blieninger (Altenau). «Nun kann ich wieder Vollgas geben, denn nun weiß ich, dass die Schiene hält», sagte sie und lächelte sogar wieder, ehe sich zum Training für den Slalom verschwand. «Ich will unbedingt starten», sagte sie.

      Annemarie Gerg fuhr nach ihren Slalom-Plätzen vier und fünf als derzeit beste deutschen Skirennläuferin in der Erfolgsspur. Kein Wunder, dass sie nach dem Malheur Tränen in den Augen hatte. «Ich habe gedacht, der Daumen ist ab, so weh hat es getan. Mir ist richtig schlecht geworden», sagte die 30-Jährige über ihren Zusammenprall mit der Torstange beim Riesenslalom-Training. Schon nach dem ersten Schreck hat sie sich damit getröstet, dass sie in dem vom Verletzungspech gebeutelten deuschen Alpin-Team weit besser davongekommen ist, als ihre Mannschaftskolleginnen Hilde Gerg und Maria Riesch.

      «Ich habe mir gesagt, das Knie ist heil geblieben und die Hand heilt bis Turin bestimmt wieder.» In vier Wochen wird Annemarie Gerg wieder ohne die schützende Plastikschiene Ski fahren können. Ihre entfernte Verwandte Hilde hat die Karriere beenden müssen; Maria Riesch wird nach ihrem zweiten Kreuzbandriss erst im nächsten Winter wieder dabei sein.

      Auch Annemarie Gerg ist nur knapp am Olympia-Aus vorbeigerutscht. «Ich hatte Glück im Unglück, dass ich nicht operiert werden muss. Dann wäre es vorbei gewesen», sagte sie. Nun fährt sie mit Manschette und legt in der Nacht einen Gips an. Für die couragierte Vorstellung gab es ein dickes Lob von Walter Vogel, dem Alpin-Chef des Deutschen Ski-Verbandes (DSV): «Das war ein starker Einsatz. Das spricht für sie.»

      Da der Hang hinab vom Lienzer Hausberg Hochstein nicht zu den steilsten im Weltcup-Zirkus zählt, verlor Annemarie Gerg schon beim Start wertvolle Zeit. «Beim Anschieben war es blöd, denn da konnte ich nicht richtig zupacken», sagte sie. Bei immer heftigerem Schneefall behielt Anja Pärson den Durchblick. Die Schwedin lag in 2:09,94 Minuten vor der Österreicherin Nicole Hosp (2:10,15) und Tina Maze (Slowenien/2:10,34). Die Titelverteidigerin übernahm damit mit 540 Punkten auch die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung vor Janica Kostelic (Kroatien/532).

      Quelle: dpa
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    • Ertl-Renz disqualifiziert - Schild mit Heimerfolg

      Martina Ertl-Renz wurde beim Weltcup-Slalom in Lienz kurz vor der Siegerehrung disqualifiziert, Monika Bergmann-Schmuderer bezahlte das Olympia-Ticket mit einer Rückenverletzung:

      Auch im letzten Rennen des Jahres setzte sich die unglaubliche Pechsträhne im deutschen alpinen Damen-Skiteam fort. Denn zuvor war auch die mit Plastikschiene um den gebrochenen Daumen fahrende Annemarie Gerg im ersten Durchgang nach «einer Unaufmerksamkeit» ausgeschieden. «Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Es wäre mehr drin gewesen», sagte Cheftrainer Wolfgang Maier.

      Monika Bergmann-Schmuderer quälte sich mit starken Rückenschmerzen durch den Stangenwald. «Das sind Verschleißerscheinungen, die im Leistungssport vorkommen. Das ist ätzend», klagte die Zollhauptwachtmeisterin nach Rang 13 - ihrer zweiten Top-15-Platzierung nach Platz zwölf vor einer Woche. Martina Ertl-Renz fuhr beim ersten Heim-Doppelerfolg der Österreicherinnen durch Marlies Schild und Nicole Hosp zunächst auf Rang sieben, ehe sie wegen eines Torfehlers von der Jury doch noch ausgeschlossen wurde. «Das geht in Ordnung», sagte Walter Vogel, der Alpin-Chef des Deutschen Ski-Verbandes (DSV), nach dem Zeitlupen-Studium.

      Lienz-Pechvogel Martina Ertl-Renz darf sich damit trösten, dass sie 43 Tage vor Beginn der Spiele in Turin die einzige Topläuferin des DSV ist, die noch gesund ist. Zwei Tage nach ihrem Daumenbruch schied Annemarie Gerg nach den Plätzen fünf und vier bei den ersten beiden Slaloms der Saison mit toller Zwischenzeit aus. Doch nach dem erneut bestandenen Härtetest blickte die Lenggrieserin hoffnungsfroh ins Olympia-Jahr: «Ich bin froh, dass ich trotz der Verletzung so angreifen kann. Bis Turin ist das ausgeheilt.»

      Einen Tag nach ihrem Riesenslalom-Erfolg in Osttirol rutschte die bisher den Ski-Zirkus dominierende Anja Pärson im ersten Durchgang kräftig aus. Die Schwedin verlor ihre Führung im Gesamtweltcup an die dreimalige Olympiasiegerin Janica Kostelic, die einen österreichischen Dreifach-Erfolg verhinderte. Die Kroatin hat nun einen Vorsprung von 52 Punkte. In der Slalom-Wertung ist Kostelic, die nach einem Schwächeanfall vor dem zweiten Lauf im Krankenhaus eine Infusion bekam, vor ihrem Heimrennen ebenfalls Spitze. Annemarie Gerg ist trotz ihres Aufalls noch Achte.

      Als Monika Bergmann-Schmuderer nach dem ersten Lauf mit der siebtbesten Zeit ins Ziel gekommen war, fiel sie mit schmerzverzerrtem Gesicht in den Schnee. «Das ist so, als ob man mit Stricknadeln links und rechts in den Rücken sticht», sagte sie. Vor vier Jahren war sie auf der langen und schweren Piste hinab vom Hochstein als Zweite erstmals im Weltcup auf das Podium gefahren. Ihren Erfolg hatte sie zwei Jahre später als Dritte fast wiederholen können. Diesmal wurde sie vom eigenen Körper gebremst, wurde zwischen den Läufen behandelt. «So schlimm war es noch nie im Rennen, aber wenigstens habe ich das Olympia-Ticket», sagte sie.

      Quelle: dpa
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    • Rahlves gewinnt Sturz-Abfahrt von Bormio

      Aus dem alpinen Ski-Klassiker in Bormio wurde ein fragwürdiges Spektakel mit einigen Opfern: Schwere Stürze mit Verletzten überschatteten den Sieg des Amerikaners Daron Rahlves bei der wohl schwersten Weltcup-Abfahrt des Olympia-Winters.

      Selbst der Vize-Weltmeister konnte bei seiner Erfolgsfahrt in 1:57,68 Minuten auf der extrem schwierigen «Stelvio»-Piste einen Sturz nur knapp vermeiden. Vorjahressieger Hans Grugger (Österreich) hingegen musste mit Verdacht auf Bruch des Oberschenkels und mit blutüberströmten Gesicht ebenso ins Krankenhaus wie der italienische Vorläufer Alexander Ortler, der sich ersten Diagnosen zufolge mehrere Rippen und die Schulter gebrochen hat.

      Der drittplatzierte Schweizer Tobias Grünenfelder stürzte wenige Meter vor der Ziellinie und blieb deswegen hinter Olympiasieger Fritz Strobl (Österreich), der so 0,03 Sekunden vor Grünenfelder lag. Der Schweizer, der ohne den Sturz das Rennen wohl gewonnen hätte, war zunächst davon ausgegangen, unverletzt zu sein. Doch nach dem ersten Schock kamen die Schmerzen und Grünenfelder begab sich mit Verdacht auf Bänderriss ebenfalls ins Krankenhaus. «Ich war froh, dass ich heil im Ziel war», bekannte Kombinations-Weltmeister Benjamin Raich (Österreich). Der Kanadier Brad Spence hatte sich bereits im Abschlusstraining einen doppelten Beinbruch zugezogen.

      Während die deutschen Abfahrer mangels Konkurrenzfähigkeit sich der Gefahr erst gar nicht erst aussetzten, kommentierten die Spezialisten kühl das fragwürdige Spektakel an der Grenze des Zulässigen. «Das war eine richtige Abfahrt. Eine Abfahrt sollte immer eine Abfahrt bleiben», meinte der Liechtensteiner Marco Büchel und sein österreichischer Kollege Fritz Strobl erklärte: «Es war ein Nervenkitzel von Anfang an. Für mich ist wichtig, dass ich gesund herunten bin.»

      Sieger Daron Rahlves sagte: «Ich hatte die Mission, hier zu gewinnen. Ich lebe für solche Momente.» Der Amerikaner will nach diesem Winter seine Karriere beenden, vorher aber seinen persönlichen «Grand Slam» gewinnen. «Nach Beaver Creek und Bormio fehlen mir noch Kitzbühel und die Olympia-Abfahrt in Sestriere», sagte Rahlves, der mit seinem elften Weltcupsieg auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Titelverteidiger Bode Miller (USA), der im Training ebenfalls schwer gestürzt war, belegte Rang neun und bekannte: «Ich bin sehr müde. Das alles hier hat sehr viel Kraft gekostet.»

      Quelle: dpa
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    • Riesch zum zweiten Mal operiert


      Maria Riesch ist nach ihrem Kreuzbandriss vor rund drei Wochen in Aspen/Colorado am Dienstag zum zweiten Mal am linken Knie operiert worden.

      Laut DSV-Mannschaftsarzt Prof. Dr. Ernst-Otto Münch verlief der Eingriff genau wie geplant.

      "Mir geht es gut. Ich bin froh, dass ich die Operation endlich hinter mich gebracht habe. Jetzt werde ich mich in die Reha stürzen, denn nächste Saison will ich wieder voll angreifen", sagte Riesch nach dem Eingriff.


      sport1.de
    • Kostelic bei Schild-Sieg ohne Stock aufs Podium

      Marlies Schild hat sich mit dem zweiten Saisonsieg zur Olympia-Favoritin gekürt und Anja Blieninger kann plötzlich von den Winterspielen träumen. Der Titel der «Schneekönigin» von Zagreb gebührte aber eigentlich Geburtstagskind Janica Kostelic.

      Nach einem Missgeschick im zweiten Lauf fuhr die Olympiasiegerin bei ihrem Heimweltcup mit nur einem Stock und einem Handschuh unter großen Schmerzen auf den dritten Rang und versetzte 25 000 Zuschauer in Begeisterung. In 1:55,08 Minuten lag Kostelic 1,45 Sekunden hinter Siegerin Schild. Die 24-jährige Österreicherin setzte sich in 1:53,63 Minuten vor ihrer Teamkollegin Kathrin Zettel (1:54,07 Minuten) durch.

      «Das ist Janicas großer Wille. Das war eine unglaubliche Leistung», staunte Annemarie Gerg. Die mit gebrochenem Daumen fahrende Lenggrieserin wurde in 1:57,34 Elfte. Sie blieb wie auch Martina Ertl-Renz (1:57,88) auf Rang 19 auch beim ersten Rennen des Jahres unter ihren Möglichkeiten. «Ich habe brutal viele Fehler gemacht. Da kann man sich nicht ganz vorne platzieren», sagte die 32- Jährige.

      Immerhin sorgte Anja Blieninger für eine positive Überraschung aus deutscher Sicht. Die 24-Jährige verblüffte als 14. mit ihrer besten Weltcup-Platzierung und der halben Olympia-Norm auch Cheftrainer Wolfgang Maier («Cool, diese Leistung»). Mit Startnummer 32 fuhr sie im ersten Lauf trotz weicher Piste auf Rang 18 und schob sich dann noch weiter nach vorne. «Ich versuche, weiter meine Leistung zu bringen. Ich denke nicht an Olympia», sagte sie. Um in Turin an den Start gehen zu können, müsste die Oberbayerin nochmals unter die besten 15 im Weltcup fahren.

      In ihrem Heimrennen war der Druck für Kroatiens Nationalheldin Janica Kostelic wieder groß. Nach Durchgang eins stand nur Platz sieben zu Buche. Doch die Ausnahmeathletin zeigte im Schneetreiben und unter Flutlicht ein weiteres Highlight ihrer Karriere. Vor dem ersten Tor verlor sie im zweiten Lauf Stock und Handschuh und kämpfte sich unter großen Schmerzen ins Ziel. «Der erste Lauf war eine Schande. Mit Platz drei bin ich zufrieden», sagte sie. Durch den furiosen Auftritt behielt Janica Kostelic auch die Führung im Gesamtweltcup vor der schwedischen Titelverteidigerin Anja Pärson, die Fünfte wurde.

      Im Vorjahr war die 24-Jährige bei der Weltcup-Premiere in Zagreb bereits im ersten Lauf ausgeschieden. Dieses Schicksal ereilte diesmal Monika Bergmann-Schmuderer. Die 27-Jährige aus Lam fuhr nach guter Zwischenzeit kurz vor der Ziellinie an einem Tor vorbei. «Die Form geht zwar nach oben, aber das Pech klebt mir an der Ferse», meinte sie. Noch immer leidet Bergmann-Schmuderer an Rückenproblemen. «Das ist alles akut entzündet. Das soll aber keine Ausrede sein, mit Schmerztabletten war das okay.»

      Quelle: dpa
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