Ski Alpin

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    • Kostelic besiegt den Schmerz - Schild die Konkurrenz

      Mit 1:55,08 Minuten lag Janica Kostelic 1,45 Sekunden hinter der Siegerin Marlies Schild aus Österreich. Mit Schmerzen erkämpfte sich die Kroatin den dritten Platz und machte sich als Nationalheldin unsterblich, dann brach sie im Ziel weinend zusammen.

      «Es hat so wehgetan, dass ich die ganze Fahrt geschrien habe. Nach einer Weile musste ich den Ellbogen zum Wegboxen der Stangen benutzen, weil ich meine Hand nicht mehr spürte», sagte die dreimalige Olympiasiegerin. Mit nur einem Stock und ohne Handschuh fuhr sie beim Weltcup-Slalom in ihrer Geburtsstadt Zagreb noch von Rang sieben auf Platz drei vor. An ihrem 24. Geburtstag versetzte sie ihre 25 000 Landsleute am Hausberg Sljeme in einen Freudentaumel.

      Die 24-jährige Marlies Schild setzte sich bei ihrem zweiten Slalomsieg hintereinander in 1:53,63 Minuten vor ihrer Teamkollegin Kathrin Zettel (1:54,07) durch. Aus deutscher Sicht sorgte Anja Blieninger (Altenau) für das Ausrufezeichen. Die 24-Jährige schaffte als überraschende 14. nicht nur ihre beste Weltcup-Platzierung, sondern die halbe Qualifikation für die Olympischen Winterspiele. «An Turin denke ich gar nicht», sagte Blieninger, die trotz zwei schwerer Fehler selbst Cheftrainer Wolfgang Maier («Coole Leistung») verblüffte. «Momentan mache ich zu viele Fehler. Deswegen muss ich volles Risiko fahren, um die Böcke zu kompensieren», meinte Blieninger, die noch einmal unter die Top 15 fahren muss, um sich das Olympia-Ticket zu sichern.

      Annemarie Gerg (Lenggries) war als Elfte nicht zufrieden: «Da war mehr drin.» Die stabilste deutsche Slalomläuferin konnte mit ihrem Trümmerbruch im Daumen nachempfinden, welche Leistung Janica Kostelic vollbracht hatte. «Das sind so brutale Schmerzen, aber sie hat eben diesen unglaublichen Willen», sagte sie. Martina Ertl-Renz blieb als 19. unter ihren Möglichkeiten, Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) schied nach guter Zwischenzeit kurz vor dem Ziel aus. «Die Form geht nach oben, aber das Pech klebt mir an der Ferse», meinte sie.

      Mit dick geschwollener Hand musste Janica Kostelic den Wissensdurst ihrer Landsleute befriedigen, die alles über den wohl schmerzvollsten Geburtstag ihres Lebens wissen wollten. «Ich habe während des Laufs gedacht, wenn ich jetzt aufgebe, bringen mich die Leute um. Ich war den Zuschauern und den vielen Helfern etwas schuldig und wollte ihnen etwas zurückgeben», sagte Kostelic, die wegen ihrer kaputten Knie seit Jahren unter Schmerzen fährt. Mit 652 Punkten baute sie ihr Führung im Gesamtweltcup vor Titelverteidigerin Anja Pärson (Schweden/585) aus und liegt auch in der Slalom-Wertung weiter vorn.

      Mit dick getapter Hand wird Janica Kostelic die Weltcup-Rennen im slowenischen Maribor bestreiten. Die «35 Treffer» am lädierten Arm während ihres denkwürdigen Laufs haben sich nicht nur wegen des Rekord-Preisgeldes von 165 000 Euro gelohnt, auch viele Fußballfans dürften Janica beneiden. Zum Geburtstag bekam sie eine Eintrittskarte für Kroatiens WM-Spiel gegen Brasilien am 13. Juni in Berlin geschenkt.

      Quelle: dpa
    • "Fahren Sie mal betrunken Slalom"

      Bode Miller ist offenbar mehrfach in stark alkoholisiertem Zustand Rennen gefahren.
      "Betrunken Ski zu fahren, das ist zu hart. Einige Male war mir am Start richtig schlecht. Versuchen Sie einmal, unter Einfluss von Alkohol Ski zu fahren. Ein Slalom fühlt sich an, als ob man jede Sekunde gegen eine Tür knallt", sagte der Gesamtweltcup-Sieger aus den USA in einem CBS-Interview
      "Sie würden ihr Leben riskieren. Das ist wie betrunken Auto zu fahren", fügte er hinzu.
      Miller findet allerdings offenbar Spaß an dem fragwürdigen Kick: "Ich kann nicht versprechen, dass ich es nicht wieder tue."

      Bereits in der Vergangenheit hatte Miller mit eigenwilligen Aussagen zum Thema Doping für Aufsehen gesorgt.
      Der Doppel-Weltmeister von Bormio bezeichnete das bestehende Anti-Doping-Programm als heuchlerisch, krank und unmenschlich. Die Verantwortlichen - inklusive WADA-Chef Dick Pound - müssten angesichts dieses Systems wohl selbst auf Drogen sein, meinte Miller.
      Zum Auftakt der Weltcup-Saison im Oktober in Sölden hatte er sich für die Freigabe des Dopingmittels Epo ausgesprochen und dafür herbe Kritik vom Weltverband FIS geerntet.

      Quelle: sport1.de
    • Slalom-Sieg an Schild - Blieninger bei Olympia

      Aus dem Nichts sicherte sich Newcomerin Anja Blieninger das Olympiaticket, den Podestplatz schon vor Augen stand Annemarie Gerg doch noch mit leeren Händen da: Freud und Leid hielten sich für die deutschen Skidamen beim Weltcup im slowenischen Maribor die Waage.

      Martina Ertl-Renz (Lenggries) freute sich als Sechste über ihren besten Slalom im Olympia-Winter, Anja Blieninger (Altenau) schaffte mit Rang zwölf ihr bestes Karriere-Resultat und überraschend den Sprung nach Turin. Annemarie Gerg hingegen trauerte beim Sieg der Österreicherin Marlies Schild dem möglichen ersten Podestplatz nach.

      «Wenn man schon ein Super-Resultat vor Augen hatte, ist man natürlich erst einmal down. Aber ich werde weiterkämpfen», sagte die Lenggrieserin. Die Drittplatzierte des ersten Laufs schied drei Tore vor dem Ziel aus. «Es ist schade, dass sie es wieder nicht geschafft hat, ein gutes Resultat auch ins Ziel zu bringen», sagte Cheftrainer Wolfgang Maier über Gerg, die in dieser Saison mit den Plätzen vier und fünf bereits in die Weltspitze vorgefahren war. Marlies Schild gewann in 1:48,34 Minuten ihren dritten Slalom hintereinander und verwies Janica Kostelic (Kroatien/1:48,91) und die Schwedin Therese Borssen (1:49,03) auf die Plätze.

      Der Riesenslalom war wegen der zu weichen Piste abgesagt worden und soll nun wahrscheinlich am 3. Februar in Ofterschwang nachgeholt werden. Janica Kostelic baute mit 732 Punkten ihre Führung im Gesamtweltcup vor der ausgeschiedenen Titelverteidigerin Anja Pärson (Schweden/585) aus.

      Martina Ertl-Renz kam auch auf der eigentlich ungeliebten weichen Piste gut zurecht. «Ich bin absolut zufrieden, dass ist eine Super- Bestätigung für mich», sagte die 32-Jährige und freute sich mit der acht Jahre jüngeren Anja Blieninger, die sich in ihrer ersten echten Weltcup-Saison als fünfte deutsche Alpinläuferin für die Winterspiele in Turin (10. - 26. Februar) qualifiziert hat. «Wahnsinn! Letztes Jahr war ich nicht mal in der Mannschaft, und jetzt bin ich bei Olympia», jubelte Blieninger, gab aber auch den erstmals verspürten Druck zu: «Im zweiten Lauf hatte ich ganz schön die Hosen voll.» Techniktrainer Mathias Berthold erwartet von der technisch noch lange nicht ausgereiften Spätstarterin Blieninger noch Großes: «Sie hat das Potenzial zu einer Topläuferin.»

      Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) kam als 17. mit ihrem kraftvollem Fahrstil auf der weichen Unterlage nicht zurecht. «Ich wollte nicht zu hart fahren, bekam aber eins über gebraten», sagte sie. Die 27-Jährige ist generell unzufrieden. «Ich muss einiges ändern, so kann es nicht weiter gehen. So macht es keinen Spaß: Nicht mir und nicht dem Umfeld», sagte sie, ohne konkret werden zu wollen. Pech hatte Nachwuchsfahrerin Carolin Fernsebner (Ramsau): Mit Startnummer 71 glich die Piste mehr einer Bobbahn, doch die 19-Jährige schlug sich tapfer und verpasste als 32. den zweiten Lauf nur um 0,07 Sekunden.

      Der abgesagte Riesenslalom soll wohl am 3. Februar in Ofterschwang nachgeholt werden. Im Allgäu finden bereits am 4./5. Februar ein Slalom und Riesenslalom statt. «Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, das Rennen in Deutschland zu haben», sagte Cheftrainer Wolfgang Maier.

      Quelle: dpa
    • Maribor-Riesenslalom in Ofterschwang ?

      Der Deutsche Skiverband (DSV) bemüht sich um die Ausrichtung des am Samstag im slowenischen Maribor wegen starker Regenfälle abgesagten Damen-Riesenslalom.
      Wie der DSV und das Organisationskomitee am Sonntag bestätigten, soll das Rennen am 3. Februar in Ofterschwang ausgetragen werden.
      Eine Entscheidung will der Internationale Skiverband (FIS) am kommenden Dienstag treffen. Probleme machen im Moment noch die Gewährleistung der TV-Liveübertragung sowie Mehrkosten in Höhe von rund 85.000 Euro.

      Quelle: sport1.de
    • Raich siegt bei alpiner Super-Kombination

      Skirennläufer Benjamin Raich aus Österreich hat die alpine Super-Kombination im schweizerischen Wengen gewonnen.

      Der Führende im Gesamtweltcup siegte nach Abfahrt und Slalom in 2:38,46 Minuten mit 0,19 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Kjetil Andre Aamodt und dem Italiener Peter Fill. Der Lenggrieser Andreas Ertl war als einziger deutscher Starter in der Abfahrt gestürzt, blieb aber unverletzt. Im Slalom wurde Bode Miller (USA) in Führung liegend nach einem Torfehler disqualifiziert.

      Quelle: dpa
    • Pärson holt Abfahrtssieg in Bad Kleinkirchheim

      Anja Pärson aus Schweden düpierte mit ihrem überraschenden Sieg ausgerechnet auf der neuen «Franz-Klammer-Piste» die österreichischen Spezialistinnen, die deutschen Abfahrinnen fuhren der Konkurrenz weit hinterher.

      Beim alpinen Weltcup in Bad Kleinkirchheim (Österreich) war Martina Ertl-Renz am Freitag auf Platz 25 noch die beste Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV). Vier Wochen vor den Olympischen Winterspielen nutzte die Lenggrieserin die technisch anspruchsvolle Strecke als Training für den Kombinations-Wettbewerb beim Saisonhöhepunkt in Turin.

      Petra Haltmayr aus Rettenberg verpasste dagegen auf Rang 31 die anvisierten Weltcup-Punkte. «Nach dem Ausfall von Maria Riesch und Hilde Gerg haben wir im Speed-Bereich nur noch die Petra. Und ohne sie ist halt keiner da», sagte DSV-Alpinchef Walter Vogel. Für einen kleinen Lichtblick sorgte wenigstens Steffi Stemmer (Rottach-Egern) als 29. und holte sich zum ersten Mal in ihrer Karriere Weltcup-Punkte.

      Mit ihrem zweiten Weltcupsieg in der Abfahrt hatte Anja Pärson nach wechselhaftem Saisonbeginn gar nicht gerechnet. «Ich bin so überrascht, weil ich in der Abfahrt bisher immer so schlecht gefahren bin», sagte die Gesamtweltcupsiegerin, die vor einem Jahr die Olympia-Generalprobe im italienischen San Sicario gewonnen hatte. In 1:37,70 Minuten siegte die 24 Jahre alte Doppel-Weltmeisterin von Bormio mit 0,04 Sekunden Vorsprung auf die Österreicherin Michaela Dorfmeister. 0,08 Sekunden zurück wurde die Schweizerin Fränzi Aufdenblatten Dritte. Beim Hundertstel-Krimi in Kärnten fuhr Janica Kostelic nur 0,09 Sekunden zurück auf Platz vier, behauptete aber mit 782 Punkten die Führung in der Gesamtwertung vor Pärson (685).

      Martina Ertl-Renz konnte mit dem Zeitabstand auf die anderen Kombiniererinnen im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Turin (10. - 26. Februar) nicht ganz zufrieden sein. Die Weltmeisterin von 2001 hatte sich nach längerer Pause erst wieder an die Abfahrt herantasten müssen. «Im ersten Training ist es gar nicht gelaufen, so dass ich schon gesagt habe, ich brauche die Kombination gar nicht fahren», sagte Ertl-Renz, die zunächst mit Materialproblemen zu kämpfen hatte. Doch mit dem alten und geflickten Skischuh klappe es besser.

      Zufrieden mit den ersten Weltcup-Punkten ihrer Karriere war dagegen Steffi Stemmer. «Ich habe es im Training ja schon öfters gezeigt, dass ich es kann», sagte die 24-Jährige und hofft, «dass der Knoten jetzt geplatzt ist und es bergauf geht». Selbstkritisch beurteilte Petra Haltmayr ihre Fahrt: «Im Training bin ich zu weich gefahren, heute zu hart.» Während die Rettenbergerin durch Rang vier in Lake Louise/Kanada bereits für Olympia qualifiziert ist, muss Isabelle Huber (Ruhpolding) dafür noch eine Platzierung unter den besten 15 vorweisen. Als 48. und Drittletzte war sie am Freitag von diesem Ziel meilenweit entfernt.

      Quelle: dpa
    • Janica Kostelic gewinnt ihren ersten Super-G

      «Hexe» Janica Kostelic hat mit zwei magischen Läufen für einen weiteren Rekord gesorgt. Durch die Premieren-Weltcupsiege in Abfahrt und Super-G ist die Kroatin die erste Skirennläuferin, die in allen sechs alpinen Wettbewerben triumphieren konnte.

      Im österreichischen Bad Kleinkirchheim setzte sich die dreimalige Olympiasiegerin im Super-G in 1:09,41 Minuten gegen die Österreicherinnen Michaela Dorfmeister und Alexandra Meißnitzer (beide 0,10 Sekunden Rückstand) durch. Am Vortag hatte sie die Abfahrt in 1:37,96 Minuten vor Nike Bent (Schweden/1:38,13) und Dorfmeister (1:38,53) gewonnen. Die Sportlerinnen des Deutsche Skiverbandes (DSV) spielten auf der «Franz-Klammer-Piste» nur Nebenrollen. Petra Haltmayr aus Rettenberg war als jeweilige 20. noch die Beste.

      Durch die Erfolge vom Wochenende ist Kostelic nach Petra Kronberger (Österreich/1990) und Pernilla Wiberg (Schweden/1997) die dritte Läuferin, die in allen fünf olympischen Disziplinen (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Kombination) gewonnen hat. Dazu hat sie noch einen Erfolg in der neuen Super-Kombination vorzuweisen, die erst nach dem Karriereende der beiden anderen eingeführt wurde. Begünstigt wurde Kostelic bei dem historischen Erfolg vom Ausfall der klar in Führung liegenden Schwedin Anja Pärson, die wie schon am Vortag ein Tor verpasste und ausschied. «Ich habe in der Früh die Anja gesehen und mir gedacht, die scheidet heute aus. Ich bin ein Hexe», hatte die Kroatin geunkt und auch prompt unerwartete Hilfe erhalten.

      Vier Wochen vor den Olympischen Winterspielen hat Kostelic beste Chancen, in Turin gleich mehrfach Gold zu holen - doch die Spezialistinnen kündigten nach der Schmach vom Wochenende harte Gegenwehr an. «Ich gönne ihr den Doppelsieg, aber wir sind dann vorn, wenn es mehr tut», sagte Dorfmeister nach ihrem letzten Rennen auf österreichischem Boden. Noch im Ziel verneigte sie sich vor Kostelic, die ihre Gefühlswelt selbst nicht einordnen konnte. «Das ist unglaublich und lustig. Ich will lachen und gleichzeitig weinen», sagte die 24- Jährige, die die Führung im Gesamtweltcup mit 982 Punkten vor der neuen Zweiten Dorfmeister (730) und Pärson (685) ausbaute.

      Enttäuscht verließ der DSV die Weltcup-Wettbewerbe in Kärnten. «Das ist sicher nicht der Anspruch, den wir haben», klagte Damen- Cheftrainer Wolfgang Maier. Petra Haltmayr sei für Überraschungen gut, doch eben keine Top-Drei-Fahrerin. Martina Ertl-Renz kam mit dem aggressiven Schnee nicht zu recht und haderte nach Platz 38 auch mit dem Material. «Irgendwas stimmt mit der Abstimmung der Skier nicht», sagte die Lenggrieserin.

      Auch Haltmayr war nicht zufrieden. «Ich bin zu rund gefahren», meinte die Rettenbergerin, die wie Ertl-Renz das Olympia-Ticket in der Tasche hat. Das verpasste Isabelle Huber, der für die Qualifikation noch ein Rang unter den besten 15 fehlt, am Samstag als vorletzte von 46 platzierten Fahrerinnen deutlich. Steffi Stemmer (Rottach-Egern) wurde 35., am Sonntag schied sie aus.

      Quelle: dpa
    • Vogl Slalom-Dritter - Sieg erneut an Rocca

      Alois Vogl aus Zwiesel hat beim Weltcup-Slalom im schweizerischen Wengen Platz drei belegt und damit den ersten alpinen Podestplatz für den Deutschen Skiverband im Olympia-Winter erreicht.

      Der Vorjahressieger sicherte sich in 1:42,79 Minuten auch das Ticket für die Spiele in Turin. Der Sieg ging erneut an den Italiener Giorgio Rocca, der damit auch den fünften Slalom der Saison gewann. Rocca lag in 1:42,28 Minuten 0,20 Sekunden vor dem Finnen Kalle Palander. Benjamin Raich (Österreich) schied aus.

      Quelle: dpa
    • Walchhofer siegt auf der Hahnenkamm-Abfahrt

      Mit einem «Riesenritt» über die entschärfte Kitzbüheler Streif hat sich Michael Walchhofer einen Kindheitstraum erfüllt und der Ski-Nation Österreich nach einem Abfahrtskrimi einen Feiertag beschert.

      Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 99,99 km/h und einem Vorsprung von 5/100 Sekunden auf Marco Büchel setzte sich der Weltcup-Sieger in der Hahnenkamm-Abfahrt vor dem Liechtensteiner sowie den Amerikanern Daron Rahlves (0,33 Sekunden zurück) und Bode Miller (0,38) durch. «Das war ein Riesenritt. Jetzt habe ich mir den riesengroßen Traum erfüllt», sagte der 30 Jahre alte Skirennläufer aus Salzburg.

      Der Abfahrts-Weltmeister von 2003 übernahm durch seinen neunten Weltcup-Sieg wieder die Führung in der alpinen Königsdisziplin. Sein Landsmann Benjamin Raich bleibt nach Platz zehn in Kitzbühel im Gesamtweltcup nach 23 Rennen mit 732 Punkten an der Spitze vor Walchhofer (704), Rahlves (689) und Miller (595). Für seinen ersten Kitzbühel-Sieg kassierte Walchhofer das Rekordpreisgeld von 65 000 Euro.

      20 Tage vor den Olympischen Spielen in Turin war beim prestigeträchtigsten Weltcup-Rennen kein deutscher Abfahrer am Start. Wenigstens im Slalom wollen Alois Vogl (Lohberg) und Felix Neureuther (Partenkirchen) angreifen. Nachdem es in der Nacht erneut geschneit hatte und der Wind am Morgen über die Strecke wehte, wurde das Rennen verkürzt und erst nach der Mausefalle gestartet.

      Lange hielt die Bestzeit des österreichischen Debütanten Andreas Buder, der das Rennen mit der Startnummer Eins eröffnet hatte. «Die Streif ist die schwerste Abfahrt der Welt. Auch wenn die Mausefalle fehlt, ist sie noch immer sehr selektiv», sagte der 26-Jährige, der am Ende starker Achter wurde. Erst der Schweizer Didier Defago knackte mit Startnummer 21 die Bestmarke; danach ging es Schlag auf Schlag.

      Einen Tag nach dem fünften Super-G-Sieg von Hermann Maier auf der Streif verpatzte er «Herminator» seinen Lauf, ehe Gröden-Sieger Marco Büchel eine Traumfahrt gelang. Die als Mitfavoriten gestarteten Amerikaner Miller und Rahlves bissen sich an den vorgelegten 1:46,80 Minuten die Zähne aus. Olympiasieger Fritz Strobl rutschte bei der Einfahrt in den Zielschuss in die letzte Stange. «Bei der Landung bin ich in ein Loch gesprungen. Es hätte noch schlimmer ausgehen können», sagte Strobl, der seine schmerzende Hand in Eis gepackt hatte.

      Kurz danach erlöste Walchhofer, mit Startnummer 30 ins Rennen gegangen, die bald 50 000 Ski-Fans in Kitzbühel. Doch auch für ihn gab es eine Schrecksekunde: Kurz vor dem Ziel leistete sich der Salzburger einen dicken Fehler. «Da habe ich gedacht, jetzt habe ich es geschafft», hatte sich Büchl zu früh gefreut. Doch am Ende triumphierte Walchhofer in 1:46,75 Minuten und hat gute Chancen auf den Sieg in der Hahnenkamm-Kombination. «Ich hoffe, dass ich fit werde, denn ich muss auch ein wenig feieren» sagte der stolze Sieger.

      Quelle: dpa
    • Haltmayr Fünfte beim Super-G

      Petra Haltmayr hat im Schneetreiben von Cortina d'Ampezzo den Durchblick behalten und mit Platz fünf ihr bestes Weltcup-Resultat in einem Super-G seit über vier Jahren erzielt.

      Die 30-Jährige aus Rettenberg fuhr bei schwierigen Bedingungen auf der Tofana-Piste ein beherztes Rennen und hatte in 1:17,84 Minuten 1,09 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Anja Pärson (Schweden). «Ich freue mich, dass ich endlich einmal einen guten Lauf heruntergebracht habe. Man merkt vor allem, dass man das Skifahren nicht verlernt hat», sagte Haltmayr, die nach zuletzt schwächeren Resultaten bereits vor einer Woche in St. Moritz/Schweiz nur wegen eines Torfehlers ein Spitzenresultat verpasst hatte.

      Das Rennen in Cortina d'Ampezzo war wegen 30 Zentimeter Neuschnees um zweieinhalb Stunden verschoben worden. Super-G-Weltmeisterin Anja Pärson kam am besten mit den schlechten Sichtbedingungen zurecht und lag bei ihrem 31. Weltcupsieg in 1:16,75 Minuten vor den beiden Amerikanerinnen Julia Mancuso (1:17,09) und Lindsey Kildow (1:17,53). Im Gesamtweltcup behauptete die viertplatzierte Kroatin Janica Kostelic mit 1208 Punkten ihre Führung vor Michaela Dorfmeister (Österreich/957), die trotz eines zehnten Rangs ihre Spitzenposition in der Disziplinenwertung verteidigte.

      Isabelle Huber (Ruhpolding) wurde nur 37. und muss nun ihre letzte Chance zur Olympia-Nominierung in der Abfahrt suchen. Auf der Olympia-Strecke von 1956 muss Huber unter die besten 15 fahren, um das Ticket für Turin doch noch zu lösen. Martina Ertl-Renz (Lenggries) hatte mit den weichen Pistenbedingungen ihre Schwierigkeiten und fuhr mit 1,94 Sekunden Rückstand auf Pärson auf Platz 17. «Ich bin nicht wirklich zufrieden, aber immerhin war es schon besser als in den letzten Super-G-Rennen», sagte die 32-Jährige, deren wahre Form erst im Riesenslalom auf dem Prüfstand steht. Stefanie Stemmer (Rottach-Egern) verpasste als 43. Weltcup-Zähler.

      Die Amerikanerin Caroline Lalive muss wegen eines Bruchs der Kniescheibe ihre dritten Olympischen Winterspiele abschreiben. Die 26-Jährige zog sich die Verletzung im ersten Abfahrtstraining zu und flog zurück in die USA. Auf der anspruchsvollen Abfahrt von Cortina hatte bereits die Österreicherin Brigitte Obermoser nach einem Sprung einen Kreuzbandriss erlitten.

      Quelle: dpa
    • Maier triumphiert auf der Kandahar - Keppler 21.

      Beim österreichischen Dreifach-Triumph mit Hauptdarsteller Hermann Maier hat der schwäbische Skirennläufer Stephan Keppler immerhin eine gute Nebenrolle gespielt.

      Der 22-Jährige aus Ebingen holte bei der Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen als 21. die ersten Weltcup-Zähler seiner Karriere und bescherte den deutschen Speedfahrern das beste Ergebnis seit einem knappen Jahr. «Weltcup-Punkte waren mein Ziel für dieses Jahr und ich bin froh, dass ich das erreichen konnte», sagte Keppler nach einer beherzten, aber nicht fehlerfreien Fahrt auf der Kandahar-Piste. Der nach Platz sechs im Training hoch gelobte Johannes Stehle (Obermaiselstein) beendete das Rennen wegen Materialproblemen nicht.

      Während es für die deutschen Abfahrer ein kleiner Schritt in eine bessere Zukunft war, dominierte «Herminator» Maier an der Stätte seines ersten Weltcup-Erfolgs vor neun Jahren. «Ich bin überglücklich gerade hier zu gewinnen, wo ich meinen ersten Sieg hatte», sagte der nun 53fache Weltcup-Sieger Maier, der im Ziel nach 1:57,56 Minuten erschöpft zu Boden sank. «Das war ein Kampf.» Bei seinem ersten Abfahrtssieg im Olympia-Winter verwies er seine Landsmänner Klaus Kröll (+ 0,27) und Andreas Buder (+ 0,28) auf die Plätze. Eindrucksvoll demonstrierten die drei die österreichische Dominanz auf der Kandahar: Bei den vergangenen 17 Rennen in Garmisch-Partenkirchen gingen 15 Siege an die Alpenrepublik. Am 29. Januar steht beim Super-G für Maier der 200. Weltcup an.

      Während im österreichischen Team wohl ein Ausscheidungsrennen zwischen Kröll und Buder um einen Olympia-Start gefahren werden muss, sind die deutschen Alpinen froh, überhaupt Weltcup-Starter zu haben. Sehr viel hatte sich Stehle vorgenommen und wollte «einfach nur Spaß haben». Nach ein paar Schwüngen war es mit dem Spaß aber vorbei, eine Bindungsplatte hatte sich gelockert. «Zum Glück habe ich es früh genug gemerkt. Beim Sprung kann das blöde enden», sagte der Ehemann von Langlauf-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher und haderte nicht lange mit seinem Pech. Relativ gelassen nahm Keppler den erfolgreichen Auftritt zur Kenntnis. Er sei nicht nervös gewesen, «das hat mich auch gewundert», sagte Keppler, der im Ziel 2,02 Sekunden hinter Maier lag. «Die anderen haben ein bisschen mehr Gas gegeben als im Training, deshalb der Rückstand.»

      Doch nicht nur zwischen den Streckenabschnitten «Himmelreich» und «Hölle» auf der 3455 Meter langen Kandahar dominierten die Österreicher. Knapp zwei Wochen vor den Olympischen Winterspielen wiesen sie Skinationen wie die USA klar in die Grenzen. Abfahrtsspezialist Daron Rahlves wurde nur 14., sein Landsmann Bode Miller ließ Garmisch-Partenkirchen wegen der Olympia-Vorbereitung aus. Im Gesamtweltcup bleibt der Österreicher Benjamin Raich trotz seines Ausscheidens mit 952 Punkten vor seinem Landsmann Michael Walchhofer (730) und Rahlves (707) vorn.


      Quelle: dpa
    • Maier und Götschl in Gold-Form - Ertl-Renz schwach

      Sorgenkind Martina Ertl-Renz ist ratlos, Andreas Ertl verpasste wie Isabelle Huber das Turin-Ticket, und Österreichs Skirennläufer bereiten sich auf goldene Winterspiele vor.

      Knapp zwei Wochen vor der Olympia-Eröffnung haben sich die österreichischen Ski-Asse - angeführt von Hermann Maier - durch vier Siege in vier Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen und Cortina d'Ampezzo zu klaren Favoriten aufgeschwungen. Die Lenggrieserin Ertl-Renz dagegen gab mit Platz 16 im Riesenslalom allen Rätsel auf. «Das bereitet einem schon einige schlaflose Stunden. Es funktioniert einfach nicht», sagte Ertl-Renz, die in ihrer Spezialdisziplin immerhin 2,31 Sekunden hinter Siegerin Nicole Hosp zurücklag.

      Während Maier die Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewann, musste er sich in seinem 200. Weltcuprennen tags darauf im Super-G als Vierter nicht nur Landsmann Christoph Gruber geschlagen geben. Andreas Ertl (Lenggries) verpasste als 25. die letzte Chance auf das Olympia-Ticket wie bereits Isabelle Huber (Ruhpolding) als Abfahrts-32. In den italienischen Dolomiten krönte sich die Österreicherin Renate Götschl endgültig zur Königin von Cortina. Mit ihrem neunten Sieg setzte sie eine Bestmarke im alpinen Weltcup. «Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich bin. Es war ein schwieriger Weg», sagte Götschl, die Schwedens Ski-Legende Ingemar Stenmark (8 Siege) in der Rekordliste überflügelte.

      Nach seinem 53. Weltcup-Sieg in Garmisch-Partenkirchen sieht sich Maier seinem Traum vom olympischen Abfahrtsgold einen Schritt näher. Die Freude trübte auch Platz vier im Super-G nicht. «So herum ist es mir lieber, denn einen Sieg im Super-G hatte ich in diesem Winter schon», sagte der Doppel-Olympiasieger. Auf der Kandahar, wo er 1997 seinen ersten Weltcup gewann, verwies er beim ersten Abfahrtssieg im Olympia-Winter seine Landsmänner Klaus Kröll und Andreas Buder auf die Plätze. Der Ebinger Stephan Keppler holte sich als Abfahrts-21. erstmals in seiner Karriere Punkte und bescherte den deutschen Speedfahrern das beste Ergebnis seit einem knappen Jahr. «Ein kleines Licht am Ende des Tunnels», kommentierte Cheftrainer Werner Margreiter den leichten Aufwärtstrend.

      Am Folgetag fuhr Ertl als 25. in die Punkte, Gruber holte sich in Garmisch-Partenkirchen seinen dritten Super-G-Sieg. Dabei ließ er in 1:26,52 Minuten den Amerikaner Scott Macartney und Kjetil Andre Aamodt hinter sich. Keppler auf Rang 43, Johannes Stehle (Obermaiselstein) als 47. und Felix Neureuther (Partenkirchen) auf Platz 48 verpassten im Super-G dagegen die Top 30.

      Petra Haltmayr (Rettenberg) sorgte auf der wegen Neuschnees verkürzten Abfahrt als 14. für die beste deutsche Platzierung des Wochenendes. Götschl lag bei ihrem 38. Weltcupsieg in 1:09,64 Minuten 0,05 Sekunden vor der Amerikanerin Julia Mancuso. Durch Rang vier sicherte sich die Österreichin Michaela Dorfmeister vorzeitig den Abfahrtsweltcup vor der Amerikanerin Lindsey Kildow. Dorfmeister hatte bereits 2003 die Disziplinenwertung für sich entschieden.

      Bei ihrem viertem Weltcupsieg lag Hosp 0,31 Sekunden vor der Kanadierin Genevieve Simard. Hosps Teamkollegin Elisabeth Görgl wurde Dritte. Maria Jose Rienda Contreras (Spanien) schied als Führende des ersten Laufes aus. Anja Blieninger (Altenau) als 23. ebenso Weltcup-Punkte wie Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) auf Rang 25 sammelten ebenso wie Ertl-Renz Weltcup-Punkte. «Ich war schon oft vor Großereignissen außer Form und habe dann noch Medaillen geholt», sagte die Lenggrieserin.

      Im Gesamtweltcup bleibt der Österreicher Benjamin Raich mit 965 Punkten vor Landsmann Michael Walchhofer (770) vorn. Neuer Dritter ist Maier (735), der dazu noch die Führung im Super-G übernahm. Bei den Damen bleibt Janica Kostelic (Kroatien) mit 1264 Zählern vor Dorfmeister (1030).

      Quelle: dpa
    • Ertl hört nach diesem Winter auf

      Nach seiner verpasste Olympia-Qualifikation hat Skirennläufer Andreas Ertl angekündigt, nach dem Ende der Saison seine Skier an den Nagel zu hängen.
      "Da ich mein Ziel leider nicht erreichen konnte, habe ich den Entschluss gefasst, meine Karriere als Skirennfahrer am Ende der Saison zu beenden. Meine vielen Knieverletzungen zeigten mir zudem, dass mein Körper nicht mehr unbegrenzt belastbar ist", so der 30-Jährige.
      Den größten Erfolg feierte der Lenggrieser als Team-Weltmeister bei der WM 2005 in Bormio.

      Quelle: sport1.de
    • Ertl-Renz mit Formschwäche - Raich vor Gesamtsieg

      Die Hiobsbotschaften für die deutschen Skidamen reißen nicht ab: Martina Ertl-Renz ist eine Woche vor ihren fünften Olympischen Winterspielen verunsichert und völlig außer Form, Anja Blieninger wird in Turin verletzt fehlen.

      Beim Sieg der Spanierin Maria Rienda Contreras rätselte Cheftrainer Wolfgang Maier über die Krise von Martina Ertl-Renz. Die 32-jährige Lenggrieserin kam über den 21. Platz nicht hinaus. «Es ist bitter, weil sie die Galionsfigur wäre, die vorne mitfahren könnte.»

      Im französischen Chamonix baute der Österreicher Benjamin Raich durch den Sieg in der Super-Kombination seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Der Doppel-Weltmeister verwies nach verkürzter Abfahrt und Slalom in 2:36,48 Minuten seinen Landsmann Rainer Schönfelder mit 0,83 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz.

      Nach einer Wettkampfpause mit Kurzurlaub in Dubai kam US-Skistar Bode Miller mit 0,99 Sekunden auf den dritten Rang. Raich führt in der Gesamtwertung mit 1065 Punkten vor Landsmann Michael Walchhofer (820) und Miller (748). Deutsche waren nicht am Start. Nach Rang drei in der Abfahrt verzichtete der Österreicher Hermann Maier aus Protest gegen seiner Meinung nach mangelnde Chancengleichheit zwischen Abfahrern und Torlauf-Spezialisten auf einen Slalom-Start.

      Martina Ertl-Renz lag in Ofterschwang 3,07 Sekunden hinter Rienda Contreras zurück und bekannte: «Ich habe keine Lösung parat, da fehlen mir die Worte.» Ausgerechnet in ihrer Lieblingsdisziplin ist die Kombinations-Weltmeisterin von 2001 derzeit nicht mehr konkurrenzfähig. «Es liegt nicht daran, dass sie nicht gut Ski fährt. Es liegt daran, dass sie die Trainingsleistung nicht im Wettkampf umsetzen kann», sagte Maier, der bereits reichlich Erfahrung mit Ertls Formkrisen vor sportlichen Großereignissen hat.

      Der Cheftrainer konnte sich wenigstens über den beste Weltcup- Platzierung von Kathrin Hölzl (Bischofswiesen/23.) sowie die ersten Weltcup-Punkte der 19-jährigen Carolin Fernsebner (Ramsau) als 26. freuen. «Die Jungen haben hier ein gutes Bild abgegeben, das lässt für die Zukunft hoffen», sagte er. Slalomspezialistin Annemarie Gerg (Lenggries) wurde 29. und war mit den Gedanken bei ihrer verletzten Zimmerkollegin Blieninger. «Das tut mir so leid, es war die erste Saison, wo sie den Anschluss gefunden hatte», sagte Gerg mit Tränen in den Augen.

      Maria Jose Rienda Contreras errang in 2:19,52 Minuten ihren zweiten Saisonsieg. Anja Pärson (Schweden) lag als Zweite 0,64 Sekunden zurück. Die Österreicherin Kathrin Zettel fuhr mit einem Rückstand von 0,84 Sekunden auf Platz drei. Janica Kostelic (Kroatien) verteidigte als 14. mit 1282 Punkten ihre Führung im Gesamtweltcup vor der Österreicherin Michaela Dorfmeister (1044).

      Quelle: dpa
    • Unentschieden nach zwei Läufen - Hölzl überrascht

      Kathrin Hölzl hat den vom Pech verfolgten deutschen Ski-Rennläuferinnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zurückgegeben.
      Während das von Verletzungen dezimierte Olympia-Team sechs Tage vor den Winterspielen in Turin weiter verzweifelt seine Form sucht, erzielte die 21-Jährige das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere.
      Beim zweiten Weltcup-Riesenslalom am Ofterschwanger Horn fuhr die Bischofswiesenerin überraschend auf Rang zwölf.

      Martina Ertl-Renz enttäuschte mit Platz 19 erneut. Dennoch ruhen die Erwartungen des deutschen Skiverbandes (DSV) im Piemont vor allem auf den Schultern der 32-Jährigen - Hölzl ist für die Spiele nicht qualifiziert.
      "Wir wären froh um jede, die wir noch dazubekämen. Aber das Nationale Olympische Komitee wird sie nicht mitnehmen", ist sich Damen-Chaftrainer Wolfgang Maier sicher.

      Die Ränge 25 und 24 standen vor den Rennen im Allgäu in Hölzls Karriere zu Buche. Am Freitag überzeugte sie mit Rang 23. Einen Tag später fuhr sie beim Sieg der zeitgleichen Schwedin Anja Pärson und Maria Jose Rienda Contreras aus Spanien erstmals in die Top 15.
      "Es ist super gelaufen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut geht, unglaublich", jubelte Hölzl, nachdem sie sich ein Küsschen von Martina Ertl-Renz abgeholt hatte.

      "Ich hätte nicht erwartet, dass sie so weit nach vorne kommt", sagte der Bundestrainer über die Führende der Riesenslalom-Wertung im Europacup.
      "Sie hat das Talent von Maria Riesch, aber sie hatte lange nicht die richtige Einstellung für den Leistungssport. Jetzt hat sie endlich gezeigt, dass wir mit den Jungen auf einem guten Weg sind", so Maier weiter.
      Gerg und Fernsebner scheiden aus
      Hölzl blieb aus deutscher Sicht aber der einzige Lichtblick. Petra Haltmayr musste bei ihrem Heimrennen wegen eines grippalen Infektes schon vor dem Start passen.
      Slalom-Spezialistin Annemarie Gerg schied einen Tag vor dem letzten vorolympischen Torlauf genauso aus wie Carolin Fernsebner. Auch Veronika Staber verpasste das Finale als 32. knapp.
      Maier begräbt Medaillenhoffnung im Riesenslalom
      Maiers größtes Sorgenkind aber bleibt Martina Ertl-Renz. "Sie ist durchschnittlich gefahren", sagte der Coach über die Leistung seiner einstigen Vorzeige-Athletin: "Über eine Medaille beim Olympia-Riesenslalom müssen wir nicht diskutieren."
      Ertl-Renz selbst sprach von "einem kleinen Schritt nach vorne." Beim ersten Versuch am Freitag fuhr sie noch auf Platz 21.
      Ihr Trainer glaubt, dass sie die Formkrise mit Hilfe eines Psychologen noch rechtzeitig vor Olympia beheben könnte. Doch Ertl-Renz will davon nichts wissen: "Ich bemühe mich ja - und in Turin habe ich ohnehin nichts zu verlieren."

      3,07 Sekunden betrug der Rückstand von Ertl-Renz auf Rienda-Contreras in ihrer einstigen Paradedisziplin am Freitag, mit 2,88 Sekunden war es am Samstag nur unwesentlich besser.
      Diesmal musste sich die Spanierin den Sieg mit Anja Pärson teilen.
      Nach 2:22,18 Minuten in der Addition hatte das Duo die Skispitzen knapp vor Julia Mancuso (USA/2:22,27). Mit fünf Weltcup-Siegen ist Rienda-Contreras nun die erfolgreichste Spanierin der Skigeschichte.
      Pärson behielt die Führung in der Disziplin-Wertung, im Gesamt-Weltcup rückte sie mit nun 1121 Punkten auf Rang zwei hinter Janica Kostelic. Die Kroatin konnte das Rennen aufgrund einer Grippe und einer leichten Knieverletzung nur mit halber Kraft fahren und verpasste das Finale als 41. klar.

      Die Männer müssen vor den Olympischen Spielen auf eine Generalprobe in der Abfahrt verzichten.
      Die für Samstag geplante Weltcup-Abfahrt im französischen Chamonix musste am Nachmittag wegen Nebels abgesagt werden, nachdem der Start zuvor mehrmals verschoben worden war.
      Eine Verlegung des Rennens auf Sonntag war aufgrund der Abreise der Mannschaften nach Turin nicht möglich.

      Quelle: sport1.de
    • Annemarie Gerg Slalom-5. - Herren-Absage

      Erstmals seit 26 Jahren fahren die einst erfolgsverwöhnten deutschen Ski-Damen ohne einen Podestplatz zu Olympischen Winterspielen.

      Beim Heim-Weltcup in Ofterschwang unterstrich wenigstens Annemarie Gerg (Lenggries) mit Platz fünf im Slalom als einzige Deutsche ihre Zugehörigkeit zur Weltklasse. «Wir haben in keiner Disziplin den Anspruch, ein Medaillenkandidat zu sein. Dafür waren unsere Leistungen im Olympia-Winter einfach nicht gut genug», lautete das ernüchternde Fazit von Cheftrainer Wolfgang Maier. «Aber wir wollen aus unserer Außenseiterposition angreifen.»

      Immerhin zeigten Nachwuchsläuferinnen wie Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) als Riesenslalom-Zwölfte oder Fanny Chmelar (Partenkirchen) mit Platz 16 im Slalom ihr Potenzial. «Das zeigt, dass nach Ertl und Co nicht die Lichter ausgehen», sagte Maier.

      Janica Kostelic düpierte mit einem Slalom-Traumlauf die Konkurrenz. In 1:42,22 Minuten distanzierte die Kroatin die beiden Österreicherinnen Kathrin Zettel und Marlies Schild um 1,33 bzw. 1,45 Sekunden. Durch ihren 26. Weltcup-Sieg ist sie erst die zweite Skiläuferin nach der Österreicherin Petra Kronberger, die in einer Saison in allen fünf Disziplinen gewonnen hat. «Ich denke über so etwas nicht nach. Es ist schön, wenn Rekorde passieren. Es war aber nie eines meiner Ziele», sagte die dreimalige Olympiasiegerin.

      Annemarie Gerg lag bereits 1,89 Sekunden zurück, war aber nach mehreren Ausfällen froh, wieder einmal im Ziel angekommen zu sein. «Das war ganz wichtig für mein Selbstvertrauen», sagte die 30- Jährige.

      Bei ihrem letzten Heimrennen setzte sich die Talfahrt von Martina Ertl-Renz fort. In ihrer Spezialdisziplin Riesenslalom fuhr die Team-Weltmeisterin als 19. hinterher, im Slalom schied sie aus. «Ich fahre ganz locker nach Turin, weil ich dort nichts mehr zu verlieren habe. Es kann ja nur besser werden», sagte die Lenggrieserin über ihre fünften Winterspiele.

      Slalom-Spezialistin Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) auf Platz 23 offenbarte erneut technische Mängel, hatte aber eine gute Entschuldigung parat: «Ich habe die ganze Nacht durchgekotzt und fühle mich wie durch den Fleischwolf gedreht.»

      Dank ihres ersten Saisonerfolgs im Slalom baute Janica Kostelic, die mit Fieber am Samstag im Riesenslalom den Finallauf noch verpasst hatte, mit 1382 Punkten ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Anja Pärson (Schweden) liegt bei neun noch ausstehenden Rennen 261 Punkte und damit fast aussichtslos zurück. Die Titelverteidigerin im Gesamtweltcup hatte sich den Riesenslalom-Sieg mit der Spanierin Maria Rienda Contreras geteilt, war im Slalom als Führende des ersten Laufs jedoch ausgeschieden.

      Kathrin Hölzl überraschte zwar als Riesenslalom-Zwölfte, durfte aber trotz halb geschaffter Olympia-Qualifikation nicht mehr auf das Ticket nach Turin hoffen. «Darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, sondern nehme das als tolle Bestätigung», sagte die lange als «schlampiges Talent» geltende 21-Jährige. Ebenso ihr bestes Weltcup-Resultat erzielte Chmelar (20). Maria Rieschs 18-jährige Schwester Susanne verpasste als 32. knapp den Finaldurchgang.

      Von der Absage des letzten Herren-Weltcups vor Olympia in Chamonix (Frankreich) profitierte der Österreicher Benjamin Raich, der kurz vor dem Gewinn der Großen Kristallkugel steht. «Den kann ich nicht mehr einholen, und ich weiß nicht, wer das sonst noch schaffen soll», sagte Raichs ärgster Verfolger, Landsmann Michael Walchhofer, der bei acht noch ausstehenden Rennen bereits 245 Punkte zurückliegt. Dichter Nebel auf der Abfahrtsstrecke hatte ein Rennen unmöglich gemacht. Eine Verlegung auf Sonntag war nicht möglich, da für viele Teams schon die Anreise nach Italien auf dem Programm stand. Deutsche Abfahrer wären in Chamonix nicht am Start gewesen.

      Quelle: dpa
    • Super-G: Knappstes Rennen der Weltcup-Geschichte

      Bei der knappsten Entscheidung in der Geschichte des alpinen Weltcups teilten sich gleich drei Skirennläuferinnen den Sieg.

      Die Amerikanerin Lindsey Kildow, Nadja Styger (Schweiz) sowie die Österreicherin Michaela Dorfmeister gewannen im norwegischen Hafjell in 1:18,65 Min. den Super-G. «Irgendwie kommt in dieser Saison alles an Glück zurück. Jetzt kann ich den Lohn ernten, weil ich immer so hart gearbeitet hab», sagte Olympiasiegerin Dorfmeister, die sich auch den Disziplinen-Weltcup sicherte. Petra Haltmayr (Rettenberg) fuhr auf Platz zehn, Martina Ertl-Renz aus Lenggries wurde 15. Beide Deutsche sicherten sich damit die Teilnahme im letzten Super-G-Rennen der Saison beim Weltcup-Finale Mitte März im schwedischen Are.

      Das geschichtsträchtige Rennen im Ort der olympischen Alpin- Wettbewerbe von 1994 hatte in der Kanadierin Kelly Vanderbeek die tragische Figur. Nur eine hundertstel Sekunde zurück reichte es für sie noch als Vierte nicht zum Platz auf dem Siegerpodest. Zwischen dem Siegertrio und der Achtplatzierten Kathrin Zettel (Österreich) lagen gerade einmal 0,12 Sekunden. Erst einmal hatte es drei Siegerinnen gegeben. Beim Riesenslalom 2002 in Sölden lagen Tina Maze (Slowenien), Nicole Hosp (Österreich) und Andrine Flemmen (Norwegen) gemeinsam vorn. Bei einem Speed-Rennen jedoch ist ein Dreifach-Sieg ein Novum.

      Der vom kroatischen Trainer Ante Kostelic gesetzte Lauf wies einige Tücken auf und stellte die ersten drei Starterinnen vor unlösbare Probleme. «Da sind die Funkgeräte am Start heiß gelaufen», sagte Petra Haltmayr über ein schwer zu fahrendes Tor im Zielhang. Tochter Janica konnte von der Kurssetzung ihres Vaters nicht profitieren: Die viermalige Olympiasiegerin wurde nur 14. Trotzdem verteidigte Janica Kostelic mit 1400 Punkten ihre Führung vor Dorfmeister (1162) und Titelverteidigerin Anja Pärson (Schweden/1161). Bereits vor dem letzten noch ausstehenden Rennen sicherte sich Dorfmeister die kleine Kristallkugel mit 546 Punkten vor ihrer Teamkollegin Alexandra Meißnitzer.

      Eine halbe Sekunde hinter dem Sieger-Trio zurück fuhr Petra Haltmayr auf Platz zehn. Vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen, wenn die 30-Jährige an einer der Stelle «nicht dem Ski hinterhergefahren» wäre. Nicht unzufrieden über ihr zweitbestes Super-G-Resultat in ihrem letzten Weltcup-Winter war Martina Ertl- Renz: «Ich habe eine Welle übersehen. Ich denke, es war ein besserer Super-G als zuletzt. Ich sehe es positiv», sagte sie. Die 32-Jährige hatte vor zwölf Jahren auf diesem Hang die olympische Silbermedaille im Riesenslalom geholt.

      Quelle: dpa
    • Sieg im Riesenslalom für Ligety - Neureuther stark

      Erst Trottel des Tages, dann strahlender Held: Der amerikanische Skirennläufer Ted Ligety gewann im südkoreanischen Yongpyong mit dem Riesenslalom seinen ersten Weltcup, nachdem er am Vortag noch das Rennen verschlafen hatte.

      Der Kombinations-Olympiasieger war nach 13-stündigem Schlaf erst während des ersten Laufs aufgewacht. Mit Wut im Bauch fuhr der 21-Jährige dann einen Tag später von Rang acht im ersten Durchgang noch ganz nach vorn und gewann in 2:18,54 Minuten.

      «Deswegen ist dieser Sieg wie ein Märchen für mich und zählt doppelt», sagte Ligety, dessen Fehlen den Trainern erst bei der Pisten-Besichtigung aufgefallen war. «Ich war ganz schön bedient. Das hat mich heute stark gemacht.»

      Mit einem Rückstand von jeweils 0,03 Sekunden fuhren der Schwede Frederik Nyberg und Kalle Palander aus Finnland auf Platz zwei. Das Rennen am Vortag hatte Davide Simoncelli (Italien) für sich entschieden. Mit den Rängen vier und fünf baute Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich (Österreich) seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus.

      Felix Neureuther (Partenkirchen) kam, als der Start wegen starken Windes um vier Stunden verschoben wurde, mit 1,18 Sekunden Rückstand auf den 25. Platz. Der 21-Jährige hatte am 4. März als 21. erstmals Punkte in dieser Disziplin geholt und dem Deutschen Skiverband (DSV) damit einen zweiten Riesenslalom-Startplatz gesichert. «Das wurde auch höchste Zeit, ich will nicht immer allein rumfahren», sagte der Sohn von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. Bei den Olympischen Winterspielen in Turin war er mit seiner ungestümen Fahrweise noch ausgeschieden, in Südkorea führte eine dosierte Taktik zum Achtungserfolg: «Ich habe nun endlich gezeigt, dass es auch im Riesenslalom klappt.»

      Simoncelli hatte sich mit seinem Sieg vor Landsmann Massimiliano Blardone für den enttäuschenden Auftritt bei den Olympischen Winterspielen ein wenig rehabilitiert. Beide hatten in Turin ihre Landsleute bitter enttäuscht.

      Raich ist der erstmalige Sieg im Gesamtweltcup bei sechs noch ausstehenden Rennen kaum noch zu nehmen. Mit 1160 Punkten liegt er klar vor seinen Landsleuten Michael Walchhofer (831) und Hermann Maier (750), der am Vortag sogar hinter Neureuther lag. Im Riesenslalom-Weltcup übernahm Raich mit 381 Punkten die Führung vor Blardone (362) und Nyberg (354).

      Quelle: dpa
    • Raich gewinnt Weltcup-Slalom - Neureuther Achter

      Felix Neureuther jubelte über sein bestes Weltcup-Resultat in diesem Winter und Benjamin Raich kann den Champagner schon einmal kalt stellen.

      Während Neureuther als Slalom-Achter im japanischen Shigakogen endlich einmal zwei gute Läufe zeigte, triumphierte der österreichische Doppel-Olympiasieger auf der Olympia-Piste von 1998. Dem 27-Jährigen fehlen nach seinem Sieg nur noch 18 Punkte zum erstmaligen Gewinn des alpinen Ski- Gesamtweltcups. «Ich bin sehr glücklich. Jetzt habe ich eine exzellente Chance, die große Kristallkugel zu holen», sagte Raich. Alois Vogl aus Zwiesel kam mit Rückenbeschwerden über den 24. Platz nicht hinaus.

      Felix Neureuther fehlte in 1:37,64 Minuten gerade einmal 1/10 Sekunde zu Platz fünf und damit seinem besten Weltcup-Resultat überhaupt. «Das ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann», sagte die Partenkirchener und nahm für das Rennen am 11. März sogar einen Podestplatz ins Visier. «Ich kann hier noch einmal Gas geben, während andere mit der Saison bereits abgeschlossen haben.»

      Nur noch theoretische Zweifel bestehen am sechsten Weltcup- Gesamtsieg eines Österreichers in den vergangenen sieben Jahren. Bei fünf noch ausstehenden Rennen hat Raich mit 1260 Punkten 482 Zähler Vorsprung auf den einzig verbliebenen Konkurrenten Aksel Lund Svindal (Norwegen). Zwar liegt Michael Walchhofer (Österreich) mit 831 Punkten vor Svindal, doch der Abfahrts-Spezialist tritt in den Technikrennen nicht an.

      Beim Slalom reicht Raich bereits ein 14. Platz, um sich endgültig den Gesamtweltcup zu sichern und die Nachfolge des in Asien pausierenden Amerikaners Bode Miller anzutreten. Raich lag in 1:36,66 Minuten vor dem japanischen Lokalmatador Akira Sasaki (1:36,83) und dem Thomas Grandi (Kanada/1:37,17).

      Nachdem der 21-jährige Neureuther bei den Olympischen Winterspielen in Turin mit zwei «Nullnummern» im Riesentorlauf sowie Slalom enttäuscht hatte, zeigt er nun sein Talent. «Ich bin überzeugt, dass der Stockerlplatz bald kommt. Wenn er endlich einmal eine verletzungsfreie Vorbereitung durchziehen kann, wird er zu den Schnellsten gehören», sagte Cheftrainer Werner Margreiter.

      Eine wieder aufgebrochene Rückenverletzung bremste Alois Vogl, der nach Platz 13 nach dem ersten Lauf noch auf Rang 24 zurückfiel. «Im ersten Lauf ist es mir ins Kreuz geschossen, im zweiten Durchgang konnte ich mich fast nicht mehr bewegen. Mehr war in der Verfassung nicht drin», sagte der 33-Jährige «Er hat sich eher runtergerettet, als dass er Ski gefahren ist», meinte Margreiter.

      Quelle: dpa
    • Raich und Kostelic kurz vor Sieg im Gesamtweltcup

      Felix Neureuther und Monika Bergmann-Schmuderer freuten sich über ihre besten Resultate in diesem Winter, Benjamin Raich und Janica Kostelic können für ihre Feiern den Champagner schon einmal kalt stellen.

      Die beiden Ski-Olympiasieger stehen ganz dicht vor dem Erfolg in der Gesamtwertung des alpinen Weltcups. Beim Slalom-Sieg des Österreichers Raich im japanischen Shigakogen kam Neureuther auf den achten Platz. Bergmann-Schmuderer landete bei Kostelics Erfolg im Nachtslalom von Levi (Finnland) auf dem zehnten Rang.

      Raich kann nur noch theoretisch um den Gewinn der großen Kristallkugel gebracht werden. Bei fünf noch ausstehenden Rennen hat Raich mit 1260 Punkten 482 Zähler Vorsprung auf den einzig verbliebenen Konkurrenten Aksel Lund Svindal (Norwegen). Zwar liegt Michael Walchhofer (Österreich) mit 831 Punkten vor Svindal, doch der Abfahrts-Spezialist tritt in den Technikrennen nicht an. Raich wäre der sechste österreichische Gesamtweltcup-Sieger in den vergangenen sieben Jahren.

      «Ich glaube, ich werde viel Zeit brauchen, um zu realisieren, was ich in den vergangenen Wochen geschafft habe. Ich habe ja alles erreicht, was ich erreichen wollte. Olympiasieger und Gesamtweltcup-Sieger, das waren Riesenziele von mir», sagte der 27-Jährige und rechnet selbst schon nicht mehr damit, noch vom Thron gestoßen zu werden. «Vor allem der Gesamtweltcup-Sieg bedeutet mir viel, ist er doch der Beweis für Konstanz.» Raich fehlen nach seinem Sieg nur noch 18 Punkte zum erstmaligen Erfolg im Gesamtweltcup. Bereits am 11. März beim Slalom kann er den Triumph perfekt machen.

      Neureuther, dem auf der Olympiastrecke von 1998 endlich einmal zwei gute Läufe gelangen, fehlte in 1:37,64 Minuten gerade einmal eine Zehntelsekunde zu Platz fünf und damit seinem besten Weltcup-Resultat überhaupt. «Das ist ein Erfolg, der sich sehen lassen kann», sagte der Partenkirchener und stimmte Trainer Werner Margreiter zuversichtlich: «Ich bin überzeugt, dass der Stockerlplatz bald kommt. Wenn er endlich einmal eine verletzungsfreie Vorbereitung durchziehen kann, wird er zu den Schnellsten gehören.» Alois Vogl aus Zwiesel kam mit Rückenbeschwerden über den 24. Platz nicht hinaus. Raich lag in 1:36,66 Minuten vor dem japanischen Lokalmatador Akira Sasaki (1:36,83) und Thomas Grandi (Kanada/1:37,17).

      Kostelic verwies in 1:37,52 Minuten die Schwedin Anja Pärson um 1,47 Sekunden auf den zweiten Platz, Kathrin Zettel hatte als Dritte sogar 2,65 Sekunden mehr auf dem Konto. «Kostelic und Pärson sind schon eine Klasse für sich. Das ist imponierend», sagte der deutsche Trainer Wolfgang Maier. Mit dem 21. Platz von Kathrin Hölz (Bischofswiesen), die zum zweiten Mal im Slalom Weltcup-Punkte holte, war er zufrieden. Dagegen stimmte bei der Lamerin Bergmann-Schmuderer nur die Platzierung. «Der zeitliche Abstand auf die Weltspitze ist zu groß», sagte Maier. Die Lenggrieserinnen Martina Ertl-Renz und Annemarie Gerg schieden im zweiten bzw. ersten Durchgang aus, Fanny Chmelar verpasste als 33. den zweiten Lauf.

      Im Gesamtweltcup baute Kostelic den Vorsprung auf Pärson weiter aus. Die Kroatin führt mit 1640 Punkten vor der zur Zeit an Knieproblemen laborierenden Schwedin (1366) und will die Führung auf dem Weg zu ihrem dritten Sieg in der Gesamtwertung bereits beim Slalom noch weiter ausbauen.

      Quelle: dpa
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