Nordische Kombination

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    • Nordische Kombination 2005/06

      Ackermann verpasst knapp ersten Saisonsieg

      Ronny Ackermann hat beim Sprint-Weltcup der nordischen Kombinierer in Ruhpolding mit seinem dritten zweiten Rang in dieser Saison seine Anwartschaft auf Olympia-Medaillen nachdrücklich untermauert.

      Die geballte Faust in den schneeverhangenen Himmel gestreckt und ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen: Als Zehnter nach dem Springen kämpfte er sich mit einer starken Laufleistung über 7,5 km nach vorn, musste nur dem Österreicher Felix Gottwald den Vortritt lassen und schaffte es sogar, Weltcup-Dominator Hannu Manninen (Finnland) nach dessen Schwächeperiode in der letzten Runde zu überholen. Nebenbei übernahm er auch noch die Führung im Deutschland-Grand-Prix, der am Dreikönigstag mit dem Wettbewerb in Schonach beendet wird und schob sich im Gesamt-Weltcup auf Rang zwei.

      «Das war ein hartes Rennen mit sehr hohem Tempo», sagte Ackermann nach dem Zieldurchlauf. «Das muss man aber gehen, sonst hat man keine Chance», erzählte der Dermbacher, der in einer Dreiergruppe mit den Österreichern Mario Stecher und Gottwald das Tempo machte. «Da haben sie mich etwas allein gelassen und so konnte ich auch dem Antritt von Felix dann nicht mehr standhalten. Da fehlte die Kraft», bemerkte der deutsche «Sportler des Jahres».

      Bundestrainer Hermann Weinbuch sah sich nach einem überaus starken Mannschaftsergebnis in seiner Saisonvorbereitung bestätigt. Mit Jens Gaiser (Mitteltal-Obertal/6.), Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt/9.) und Sebastian Haseney (Zella-Mehlis/15.) kamen drei weitere DSV-Kombinierer unter die besten 15. «Wir haben im Sommer viel Wert auf die Laufleistung gelegt. Das zahlt sich aus. Wenn wir jetzt speziell mit Ronny und Björn noch im Springen eine Verbesserung erreichen, ist mir vor der nächsten Zukunft nicht bange», sagte der Bundestrainer, der im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele auch schon eine Zielsetzung formulierte: «Wenn Ronny dort seinen ersten Saisonsieg schafft, würde mir das reichen.»

      Drei von sechs Turin-Tickets vergab er bereits an Ackermann, Kircheisen und Georg Hettich (Schonach-Rohrhardsberg), der in Ruhpolding nur 25. wurde. Auch Gaiser hat nach seinem starken Auftritten zuletzt allerbeste Aussichten. «Von den anderen erwarte ich in jedem Fall noch eine Platzierung unter den besten zehn», sagte Weinbuch.

      Nach dem Springen hatte Sprungtrainer Andreas Bauer noch mit den Athleten gehadert. «Bei Ronny kam wieder der alte Fehler im Absprung durch. Er will immer noch eine Schippe drauf legen und forciert deshalb mit den Knien. Das ging früher, als es noch die weiten Anzüge gab, sehr gut. Aber jetzt mit dem Einheitsschnitt muss man erst auf Höhe kommen und kann sich nicht nach oben tragen lassen», betonte Bauer. Dennoch sieht er schon eine positive Entwicklung. «Wir sind jetzt schon bei 50 Prozent guter Sprünge, Tendenz steigend.» Auch Kircheisen und Hettich blieben weit hinter den Erwartungen zurück und mussten sich die Kritik des Trainers gefallen lassen.

      Der Japaner Daito Takahashi zog sich bei einem schweren Sturz im Probedurchgang eine Gehirnerschütterung und eine offene Wunde im Gesicht zu. Er konnte nicht in den Wettkampf starten.

      Quelle: dpa
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    • Ackermanns Fluch setzt sich fort


      Schonach - Ronny Ackermann gratulierte dem großen Sieger Hannu Manninen, nachdem er wieder mal den ersehnten ersten deutschen Triumph im Deutschland-Pokal verpasst hatte.

      Ein fünfter Platz beim letzten Rennen der "Drei-Städte-Tournee" in Schonach reichte dem Doppel-Weltmeister zum sechsten Mal in Folge nur zu Silber in der Gesamtwertung.

      Manninen riss derweil als Triumphator im Schwarzwald überglücklich seine Skistöcke in den blauen Himmel und kassierte wie im Vorjahr die Pokal-Siegprämie von 10.000 Euro.

      "Natürlich ärgere ich mich ein bisschen"

      "Natürlich ärgere ich mich ein bisschen, dass ich wieder nicht gewonnen habe. Aber so ein zweiter Platz beim Deutschland-Pokal ist ein gutes Omen für Olympia", kommentierte der mit 6000 Euro Extraprämie getröstete Ackermann mit Blick auf das doppelte-WM-Gold von 2005.

      In der Gesamtwertung der drei Rennen in Oberhof, Ruhpolding und Schonach lag Manninen am Ende mit 245 Punkten klar vor Ackermann (205), der als Spitzenreiter ins Finale gegangen war.

      Dann kosteten Deutschlands Sportler des Jahres jedoch zwei schwache Sprünge auf 86,5 und 83,5 Meter auf der ungeliebten Normalschanze von Schonach fast schon alle Chancen.

      Im Schlussspurt fehlten die Kräfte

      "Mein Springen war nur mittelmäßig, und im Langlauf hätten die drei Topläufer besser zusammenarbeiten müssen. Da wäre viel mehr drin gewesen", kommentierte Ackermann.

      Von Platz 16 nach dem Springen startete der Deutsche gemeinsam mit Magnus Moan (Norwegen) und Felix Gottwald (Österreich) unter dem Jubel von 5000 Fans eine am Ende erfolglose Aufholjagd.

      Im Schlussspurt gingen dem Thüringer "ein bisschen die Kräfte aus", so dass er mit 28,8 Sekunden Rückstand auf den ungefährdeten Manninen als Fünfter sogar das Podest verpasste.

      Der überragend laufende Finne triumphierte mit 21,5 Sekunden Vorsprung vor Sprunglaufsieger Christoph Bieler (Österreich) und dem Norweger Moan.

      Tolles deutsches Teamresultat


      Das erneut starke deutsche Team-Resultat krönte Marcel Höhlig (Oberhof), der auf Platz acht als insgesamt siebter deutscher Kombinierer die Olympianorm schaffte.

      Thorsten Schmitt (Furtwangen/9.), Georg Hettich (Schonach/11.), Jens Gaiser (Mitteltal-Obertal/12.) und Björn Kircheisen (Johanngeoregenstadt/ 18.) landeten ebenfalls im Vorderfeld.

      "Wir sind vorn dabei, auch wenn heute der Podestplatz gefehlt hat. Aber das ist logisch, denn im Springen sind wir einfach noch nicht in Olympiaform", kommentierte Hermann Weinbuch.

      Ackermann zum Sondertraining

      Der Bundestrainer wird in den nächsten Tagen zum Sondertraining mit Ackermann ins österreichische Ramsau reisen, um die Sprungschwächen seines Frontmanns zu beheben: "Natürlich ist der zweite Platz beim Deutschland-Pokal ärgerlich, aber entscheidend ist doch, dass Ronny bei Olympia ganz oben steht."

      Weil Ackermann inzwischen seit über einem Jahr auf einen Weltcup-Sieg wartet, belegt er auch in der Gesamtweltcup-Wertung mit 462 Punkten Platz zwei hinter Manninen (664).


      sport1.de
    • Ackermanns Formkurve beängstigend

      Knapp vier Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele nimmt die Formkurve von Ronny Ackermann beängstliche Formen an.
      Der Doppel-Weltmeister und Sportler des Jahres 2005 hat beim Weltcup der Kombinierer in Val di Fiemme nur den 16. Platz belegt und damit sein schlechtestes Resultat im Olympiawinter abgeliefert.
      Georg Hettich wurde nach Rang sechs disqualifiziert. Jens Gaiser war am Ende als Zehnter noch der beste DSV-Starter.
      Der Finne Hannu Manninen feierte bei der "verkehrten Welt" mit 10-km-Massenstartrennen und dann zwei Sprüngen seinen sechsten Saisonsieg.
      "Ronny Ackermann verfällt beim Springen immer wieder in sein altes Muster. Wir überlegen, ob wir ihn rausnehmen und die Technik neu lernen, ihn also wieder richtig aufbauen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch.
      Bei Hettich wurde der zu weite Schnitt im Schritt des Sprunganzuges bemängelt. Der 27-Jährige aus Schonach sieht aber einen Aufwärtstrend, will "bei Olympia um die Medaillen kämpfen".

      Rekordgewinner Manninen gelang der insgesamt 37. Erfolg, er setzte sich mit einem Zehntelpunkt Vorsprung auf seinen Landsmann Anssi Koivuranta durch.
      Dritter wurde der Österreicher Christoph Bieler mit einem Zähler weniger. Manninen hatte im Langlauf seinen Stock verloren und viel Zeit eingebüßt.

      Hinter Gaiser folgten Björn Kircheisen, Matthias Menz und Sebastian Haseney auf den Plätzen elf bis 13. Im Gesamtweltcup führt Manninen (764 Punkte) vor Ackermann (477), der sich zum Auftakt in Kuusamo auch schon einen 16. Rang geleistet hatte, und dem Norweger Magnus Moan (464).
      Weinbuch rätselt
      Weinbuch rätselte bereits nach dem Langlauf: "Es kann viele Gründe geben. Nach dem letzten Weltcup hatte fast die komplette Truppe einen Magen-Darm-Virus - es könnte noch eine Nachwirkung sein. Vielleicht liefen auch die Ski nicht so gut, auch die Kälte könnte eine Rolle gespielt haben".
      Nach der ersten Teildisziplin, bei etwa minus 15 Grad Celsius am Morgen, hatte Haseney noch aussichtsreich im Rennen gelegen. Der Thüringer büßte als Zweiter in der Loipe auf Manninen lediglich acht Sekunden ein.
      Ackermann war da nur Zehnter. Der Doppel-Weltmeister aus Dermbach hatte 59,3 Sekunden oder umgerechnet 14,8 Punkte Abstand zum Spitzenreiter, das entspricht etwa zwölf Weitenmetern.

      Quelle: sport1.de
    • 31,5 Sekunden fehlten zum ersten Sieg

      Kombinierer Georg Hettich sprang beim Sprint-Weltcup in Harrachov als Zweiter für den wegen Formschwäche fehlenden Ronny Ackermann in die Bresche.
      Nur Seriensieger Hannu Manninen verhinderte mit seinem achten Erfolg im Olympiawinter den überhaupt ersten Triumph des 27-Jährigen.
      Nach einem Sprung und dem 7,5-km-Langlauf lag der Finne 31,5 Sekunden vor dem Schonacher und feierte seinen 39. Weltcup-Erfolg.

      "Ich freue mich riesig. Der zweite Platz zählt, auch wenn von den Top 10 im Weltcup gleich acht gefehlt haben", sagte Hettich.
      "Das war ein richtig schweres Stück Arbeit, denn ich musste lange Zeit ganz allein laufen. Aber ich habe auf die Zähne gebissen." Dritter wurde 3,5 Sekunden hinter ihm der Franzose Jason Lamy Chappuis.
      Manninen allein auf weiter Flur
      Manninen (964) baute mit seinem vierten Erfolg hintereinander seine Führung in der Gesamtwertung nach 12 von 21 Wettbewerben vor Ackermann (501) weiter aus.
      Der deutsche Doppel-Weltmeister absolviert Sonderschichten in Berchtesgaden. Die Norweger tragen ihre nationale Meisterschaft aus, die Österreicher trainieren in St. Moritz.

      Für Hettich war es nach Rang drei beim Auftakt in Kuusamo der zweite Podestplatz in diesem Winter. "Noch sind es drei Wochen bis Turin, ich denke noch nicht Tag und Nacht an eine Medaille", meinte er.
      Aufsteigende Form bewies Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt als Fünfter - besser war er in diesem Winter noch nicht. Zum drittplatzierten Lamy Chappuis fehlten nur 2,8 Sekunden. Tino Edelmann(Zella-Mehlis) wurde Siebter.

      Hettich hatte den Sprunglauf, der wegen starken Schneetreibens über eine Stunde später begann, als Erster beendet.
      Für einen Sprung auf 89,5 Meter erhielt er 113 Punkte und verwies damit Lamy Chappuis (90 Meter/2 Sekunden Rückstand) sowie Manninen auf die nächsten Plätze. Dahinter war Edelmann (87,5/22) bei Halbzeit des Wettbewerbes überraschend Vierter.

      Quelle: sport1.de
    • Manninen stiehlt Kircheisen die Show

      Ein überragender Hannu Manninen hat in Harrachov den ersten Sieg von Björn Kircheisen im Olympia-Winter verhindert.

      Der Finne verwies den Deutschen im Gundersen-Rennen wie zuvor schon Georg Hettich im Sprint auf den zweiten Platz und feierte seine Triumphe Nummer 39 und 40.

      Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann konnte derweil "verbesserte Technik" vom Sondertraining in Berchtesgaden vermelden.

      "Mein Ski war katastrophal, mit dem hätte ich nicht mal einen Volkslauf gewonnen - das war nicht so toll", schimpfte Kircheisen nach dem 15-km-Rennen.

      Der 22-Jährige ging fast eine Minute vor Manninen in die Loipe, nach der Hälfte der Strecke war der Vorsprung aufgebraucht. Im Ziel betrug der Rückstand auf den "Überflieger" 47,1 Sekunden. Immerhin sprang sein erster Podestplatz der Saison heraus.

      Hettich hatte die Abwesenheit eines Großteils der Weltelite schon im Sprint genutzt und bewies einen Tag später als Dritter erneut seine Topform. Sebastian Haseney (Zella-Mehlis), Jens Gaiser (Mitteltal-Obertal) und Marcel Höhlig (Oberhof) folgten auf den Rängen 5 bis 7.

      Frohe Kunde kam auch auch von Bundestrainer Hermann Weinbuch aus Berchtesgaden. "Ronny hat Fortschritte gemacht. Wenn er das auf die große Schanze rüberbringt, bin ich optimistisch für Olympia", sagte Weinbuch.

      "Acker" selbst meinte erleichtert: "Es war ein Schritt nach vorn. Es waren viele Sprünge auf gutem Level."

      Nach fast 100 Hüpfern auf der "Kinderschanze" sprang der Thüringer 20-mal auf der 30-Meter-Schanze, ehe er zum Abschluss am Sonntag auf die 60-Meter-Anlage ging.

      Ziel des dreitägigen Sondertrainings war es, den eingeschliffenen Bewegungsablauf zu ändern und über den ganzen Fuss abzuspringen.

      Unter der Woche stößt Ackermann wieder zum deutschen Kombinierer-Olympiateam, dass sich in St. Moritz auf die Winterspiele vorbereitet. Über den Start des Thüringers beim letzten vorolympischen Weltcup am Wochenende in Seefeld ist noch nicht endgültig entschieden.

      Mit zwei guten Sprüngen am Sonntag hatten sich Hettich als Zweiter und Kircheisen als Vierter eine gute Ausgangsposition für einen möglichen Triumph verschafft. Aber der zwölftplatzierte Weltcup-Spitzenreiter Manninen rollte das Feld auf, schaffte seinen fünften Sieg in Serie und den neunten Erfolg in diesem Winter.

      Auch im Sprint-Wettbewerb war an Manninens Ausnahmestellung nicht zu rütteln gewesen. Nach einem Sprung und dem 7,5-km-Langlauf lag er 31,5 Sekunden vor Hettich.

      "Ich freue mich riesig. Der zweite Platz zählt, auch wenn von den Top 10 im Weltcup gleich acht gefehlt haben", sagte Hettich: "Das war ein richtig schweres Stück Arbeit."

      Die Norweger trugen ihre nationale Meisterschaft aus, die Österreicher und einige Finnen gingen lieber ins Trainingscamp.

      Quelle: sport1.de
    • "Lieber jetzt müde als bei Olympia"

      Ronny Ackermann war längst daheim, als sein Erzrivale Hannu Manninen bei der Olympia-Generalprobe überlegen zum 41. Weltcup-Sieg seiner Karriere flog.
      Der Finne gewann im österreichischen Seefeld locker den sechsten Wettkampf in Folge mit 15,7 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Magnus Moan.
      Bester der nach dem Trainingslager in St. Moritz geschlauchten deutschen Kombinierer war der sechstplatzierte Björn Kircheisen, der nach dem Springen noch um 20 Plätze nach vorn stürmte.

      "Es ging brutal schwer, nach dem harten Training war ich total müde. Aber nach Seefeld ruhe ich mich erstmal aus, und dann wird das was mit Olympia", meinte Geheimfavorit Kircheisen.
      Georg Hettich (Schonach) landete auf Platz acht, Matthias Menz (Steinbach-Hallenberg) wurde Zehnter, und Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) lief auf Platz 14.
      "Der letzte Kick zum Podestplatz hat uns beim Springen gefehlt. Aber lieber sind wir jetzt müde als bei Olympia", erklärte Bundestrainer Hermann Weinbuch. "Wir können in Turin von hinten angreifen, diese Chance werden wir nutzen. Auch ein Manninen ist schlagbar."

      Zumindest beim Sprint-Weltcup in Seefeld konnte den fliegenden Finnen jedoch keiner am zehnten Saisonsieg hindern.
      Als Achter war der Dominator mit 46 Sekunden Rückstand auf den österreichischen Sprunglaufsieger Christoph Bieler (94,5 Meter) auf die 7,5-km-Strecke gegangen. Nach drei Kilometer hatte er das Feld aufgerollt und lief locker zum Sieg.
      Im Gesamtweltcup führt Manninen jetzt mit 604 Punkten Vorsprung vor Moan und kann sich bereits beim letzten vorolympischen Rennen am Sonntag (11 Uhr/ARD live) die dritte große Kristallkugel in Folge sichern.

      "Die Saison ist phänomenal, ich habe schon jetzt so viele Siege wie die ganze letzte Saison", meinte Manninen, der bereits 142.100 Schweizer Franken verdient hat.
      Siegen werde niemals langweilig und "Druck vor Olympia verspüre ich überhaupt nicht". Dort wird allerdings Doppel-Weltmeister Ackermann wieder dabei sein, der bereits am Freitag völlig erschöpft aus Seefeld abgereist war.

      Nach dem Neuaufbau im Springen mit 180 Sprüngen binnen einer Woche ging nichts mehr.
      "Ich war einfach zu kaputt für einen Wettkampf. Wenn man ausgepowert, platt und nicht 100 Prozent fit ist, macht es keinen Sinn", erklärte Ackermann und fuhr nach Thüringen. Seinen letzten Weltcup hatte der deutsche Sportler des Jahres am 15. Januar in Val di Fiemme bestritten.

      Chefcoach Weinbuch hatte seinem Vorzeigeathleten eigentlich noch einen harten Wettkampf vor Olympia empfohlen: "Ronny soll jetzt drei Tage nichts tun, mit seiner Freundin entspannen, damit er dann in der Olympia-Vorbereitung wieder voll angreifen kann".
      Am Donnerstag kommender Woche kehrt der 28-Jährige beim Trainingslager in Courchevel ins sechsköpfige Olympiateam zurück.
      Von dort geht es direkt an die Olympiastrecken von Pragelato, wo sich Ackermann seinen letzten großen sportlichen Traum von Olympiagold erfüllen will - trotz Manninen.

      Quelle: sport1.de
    • Manninen holt Gesamtweltcup - Kircheisen laufstark

      Der überragende Finne Hannu Manninen hat schon zwei Monate vor Saisonschluss den Gesamtweltcup der Nordischen Kombinierer gewonnen und reist als Top-Favorit zu den Olympischen Winterspielen nach Turin.

      Doch der deutsche Bundestrainer Hermann Weinbuch setzt trotz der schon beängstigenden Dominanz Manninens weiter fest auf seine Schützlinge: «Wir können von hinten heraus angreifen, das ist eine gute Ausgangsposition.» Hoffnung macht dem Coach besonders die Laufleistung. Der Johanngeorgenstädter Björn Kircheisen verbesserte sich als bester deutscher sowohl im Sprint als auch beim Gundersen-Wettbewerb nach schlechten Sprüngen auf Top-Ten-Plätze.

      Während Manninen mit seinen Weltcup-Siegen Nummer 41 und 42 die letzten Weltcups vor Olympia in Seefeld (Tirol) dominierte und sich zum dritten Mal in Serie den Gesamtweltcup sicherte, regenerierte sich Dreifach-Weltmeister Ronny Ackermann nach den harten Trainingseinheiten der vergangenen Wochen im heimischen Oberhof. «Jetzt hat Hannu den Druck, nicht wir», machte Weinbuch klar.

      Die deutschen Starter konnten vor allem im Lauf überzeugen. Kircheisen verbesserte sich im Sprint von Rang 26 auf Platz sechs. Am zweiten Wettkampftag hatte der 22-Jährige aus Johanngeorgenstadt Pech mit den Windbedingungen an der Schanze und schimpfte anschließend: «Da hätte ich mich auch auf den Tisch setzen und Karten spielen können.» In der ersten Wut verkündete der Vizeweltmeister von 2005 auch gleich einen Startverzicht für den 15-km-Lauf. «Er ist eben noch ein Heißsporn. Wir haben ihm dann aufgezeigt, was mit einer guten Laufleistung noch möglich ist und ich denke, jetzt ist er ganz zufrieden, dass er gestartet ist», sagte Weinbuch später, denn der Sachse kam nach einer erneut couragierten Laufleistung von Rang 23 auf Platz acht.

      Georg Hettich (Schonach-Rohrhardsberg) platzierte sich auf den Rängen acht und neun. «Die vergangenen Wochen mit den Wettkämpfen und dem Höhentraining in St. Moritz waren ziemlich hart», sagte der Schwarzwälder. Deshalb verordnete Weinbuch seinen Athleten nun drei Tage Erholung, bevor am 2. Februar in Courchevel die Olympia-Vorbereitung beginnt.

      Manninen dagegen kann locker und gelöst nach seinem dritten Gesamtweltcuperfolg in Richtung Olympia blicken. «Es gibt mir ein gutes Gefühl und Selbstvertrauen für Turin», sagte der Finne, der dort vor allem seine Nerven in den Zaum bringen muss. Denn noch nie gewann er eine Einzelmedaille bei internationalen Titelkämpfen.

      Quelle: dpa
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    • Kombinierer Kircheisen feiert ersten Saisonsieg

      Björn Kircheisen hat die Flucht nach vorn mit dem ersten Weltcup-Saisonsieg für die deutschen nordischen Kombinierer gekrönt.

      Einen Tag nach seinem zweiten Platz beim Gundersen-Rennen gewann der 22 Jahre alte Mannschafts-Olympia-Zweite aus Johanngeorgenstadt in Lahti den Sprint mit Hurricanstart mit einem Sprung und anschließendem Lauf über 7,5 Kilometer. «Endlich mein fünfter Weltcupsieg, auf den ich genau ein Jahr lang warten musste. Und das wieder in Lahti», jubelte Kircheisen, der am Vortag zum sächsischen Sportler des Jahres 2005 gekürt worden war.

      14,3 Sekunden hinter Kircheisen belegte der norwegische Sprunglaufsieger Petter Tande den zweiten Platz. Einzel-Olympiasieger Georg Hettich (Schonach-Rohrhardsberg) machte mit 17,1 Sekunden Rückstand und Platz drei den deutschen Erfolg komplett. Damit übernahmen die deutschen Kombinierer in Abwesenheit des erkälteten finnischen Weltcup-Gesamtsiegers Hannu Manninen auch die Führung im Nationencup vor Finnland. «Den Pokal erneut zu gewinnen, ist das letzte große Ziel dieses Winters, nachdem wir ja beim Saisonhöhepunkt in Turin auch sehr erfolgreich waren», sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch, als endlich der ersehnte erste Saisonsieg eingefahren war. «Wir haben lang genug darauf warten müssen. Platz eins und drei machen mich überglücklich.»

      Am Vortag hatte Kircheisen im Gundersen-Wettkampf mit zwei Sprüngen und dem 15-km-Lauf als Zweiter noch 39,3 Sekunden Rückstand auf den Norweger Magnus Moan, der seinen zweiten Saisonerfolg feierte. Platz drei ging an den überragend laufenden österreichischen Sprint-Olympiasieger Felix Gottwald, der sich um 24 Plätze nach dem Springen verbesserte.

      «Von mir aus könnten alle wichtigen Wettkämpfe hier in Lahti stattfinden. Das ist meine Schanze. Ich mag sie», erklärte der rundum zufriedene Kircheisen nach dem Sprint-Erfolg. Bereits nach dem neunten Platz im Springen hatte er sich gute Chancen auf den Platz ganz vorn ausgerechnet. «Ich wollte mein Tempo laufen und wusste, dass 318 Meter Rückstand auf Tande einzuholen sind», erzählte er - und setzte die Flucht nach vorn auch fort, als er an die Spitze gestürmt und von hinten unbedrängt war. «Die letzten 400 Meter im Stadion habe ich allerdings genossen», berichtete er.

      Hettich muss dagegen weiter auf seinen ersten Weltcupsieg warten, war aber mit Rang drei sehr zufrieden. «Dass heute 'Kirche' gewinnt, war mir vor dem Start schon klar. Gegen ihn hatte keiner eine Chance. Ich hab' versucht mitzugehen, als er mich überholte, doch am Berg musste ich abreißen lassen», erzählte der Schwarzwälder. Danach habe er sich Kraft für einen eventuell nötigen Zielspurt aufgehoben.

      Ziemlich frustriert verließ dagegen Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann (Dermbach) Lahti. Trotz neuer Sprungstiefel und anderer Bindung kam er beim Springen überhaupt nicht zurecht und fuhr mit zwei 16. Plätzen seine schlechtesten Saisonresultate ein.

      Quelle: dpa
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    • Kircheisen erfüllt sich Traum: Sieg in Oslo

      Björn Kircheisen hat sich einen großen Traum erfüllt. Beim Sprint-Weltcup der Kombinierer siegte der Johanngeorgenstädter am legendären Holmenkollen oberhalb von Oslo und durfte zur Siegeraudienz in die Königsloge von Norwegens Regent Harald V.

      «Ich bin froh, einmal zum König zu dürfen. Ein Sieg am Holmenkollen ist mit das Größte, was man erreichen kann», sagte der Sachse, der am Vortag im Einzelwettkampf als Vierter das Podium nur knapp verpasst hatte. Den Königspokal durfte da Lokalmatador Petter Tande in Empfang nehmen.

      Kircheisens nacholympische Form ist verblüffend. Nachdem er bereits eine Woche zuvor in Lahti den Sprint gewonnen und im Einzel Rang zwei erreicht hatte, war er auch im Mekka das nordischen Skisports kaum zu bremsen. Hatte er am Vortag noch etwas Pech mit den Windbedingungen vor allem im ersten Durchgang des Springens, so war er in der Loipe gewohnt stark und bügelte das Sprungergebnis aus. Am Ende fehlten ihm nur sieben Sekunden zu Platz drei. Im Sprint aber erwischte er sehr guten Wind, segelte auf Platz neun und zeigte sich da schon angriffslustig: «Meine Ausgangsposition ist besser als beim Sieg in Lahti», lautete seine Kampfansage.

      Ganze 2,2 km der 7,5 km-Strecke ließ er den nach dem Sprung führenden Finnen Jaakko Tallus an der Spitze. Dann hatte er beim Hurricane-Sprint die 216 Meter Rückstand aufgeholt und stürmte nach vorn. Vor der letzten Runde betrug sein Vorsprung 16 Sekunden auf den Olympia-Zweiten Magnus Moan, der am Ende noch gefährlich aufkam. «Ich habe plötzlich Sterne gesehen, war total blau. Der Lauf war viel schwerer als am Samstag», schnaufte Kircheisen, der aber unbedingt gewinnen wollte: «Es ist ein besonderer Sieg», sagte er.

      Nachdem es bei den Olympischen Winterspielen nicht wie erhofft mit einer Goldmedaille geklappt hatte, setzt sich der Erzgebirgler nun schon neue Ziele: «Ich trainiere jetzt für die WM in Sapporo und die Spiele in Vancouver 2010», betonte der 22-Jährige. Zuvor will er aber am kommenden Wochenende bei der WM-Probe in Japan noch seinen dritten Rang im Gesamtklassement verteidigen.

      Da hat der Dermbacher Ronny Ackermann bereits eine freie Woche hinter sich gebracht. Mit einem versöhnlichen vierten Platz schied der zweimalige Weltmeister aus einer Saison mit Höhen, aber auch vielen Tiefs. «Heute hat vieles gepasst. Ich wollte unter die besten Zehn, bin am Ende nur knapp am Podium vorbeigelaufen. Das war ein gutes Finale», sagte Ackermann, der einen Podestplatz an den Anstiegen verspielte. «Da musste ich abreißen lassen. Die Löcher wieder zuzulaufen, hat die Kraft gekostet, die mir am Ende fehlte», erklärte der Thüringer, der in der nächsten Zeit neues Material für die kommende Saison aussuchen und testen wird. Olympiasieger Georg Hettich (Schonach-Rohrhardsberg) belegte in Oslo zwei Mal Rang acht.

      Quelle: dpa
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    • Nordische Kombination 2006/07

      Sebastian Haseney stürmt in Kuusamo auf Platz drei

      «Turbo-Hasi» Sebastian Haseney hat den deutschen nordischen Kombinierern den Weltcup-Auftakt gerettet und die Vorschusslorbeeren von Bundestrainer Hermann Weinbuch gerechtfertigt.

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      Quelle: dpa


      :häh: das hätte ich ja nun nicht gedacht, nach dem springen..
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    • Bieler führt Weltcup an - Ackermann Vierter

      Beim zweiten Saisonsieg des Österreichers Christoph Bieler haben Ronny Ackermann (Dermbach) als Vierter und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) als Fünfter ihre besten Saisonergebnisse in der Nordischen Kombination eingefahren.

      Bieler gewann den sehr sprunglastigen Massenstart-Wettkampf beim Weltcup in Ramsau dank der Tagesbestweite von 97,5 Meter im letzten Sprung vor dem Finnen Anssi Koivuranta und dem Überraschungsdritten Maxime Laheurte (Frankreich). Der Österreicher, der nach dem Lauf mit 8,2 Sekunden Rückstand nur auf Platz 17 lag, übernahm nach Sprüngen von 96 und 97,5 Meter mit dem Tagessieg auch die Weltcupführung.

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      Quelle: dpa
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    • Haseney und Ackermann auf Podest - Manninen-Sieg

      Sebastian Haseney aus Zella-Mehlis und sein Trainings-Kollege Ronny Ackermann vom Rhöner WSV Dermbach haben ihre grandiose Aufholjagd mit dem besten Saisonergebnis für die deutschen nordischen Kombinierer gekrönt.

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      Quelle: dpa
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    • Wieder kein Sieg für deutsche Kombinierer

      Auch mit vereinten Kräften hat es nicht für den ersten Saisonsieg gereicht: Beim Teamsprint der nordischen Kombinierer in Ruhpolding musste sich das deutsche Duo Ronny Ackermann (Dermbach) und Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) erneut mit Rang zwei zufrieden geben.

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      Quelle: dpa
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    • Kircheisen gewinnt Sprint der Kombinierer in Lahti

      Björn Kircheisen hat beim Sprint-Weltcup der Nordischen Kombinierer in Lathi seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der WM-Dritte aus Johanngeorgenstadt setzte sich nach einem Sprung und dem 7,5 Kilometer Langlauf vor dem Österreicher Felix Gottwald durch.

      Dritter wurde Jason Lamy Chappuis aus Frankreich. Für Kircheisen war es der achte Weltcup-Erfolg in seiner Karriere. «Jeder Weltcupsieg ist etwas ganz Besonderes. Ich freue mich, dass der Mist von gestern vergessen und alles super gelaufen ist», sagte Kircheisen.

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      Quelle: dpa
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    • Nordische Kombination 2007/08

      Deutsche Kombinierer erstmals ohne Podestplatz

      Die deutschen Kombinierer sind beim Sprint-Weltcup in Trondheim erstmals in diesem Winter an den Podestplätzen vorbeigelaufen. Beim ersten Saisonsieg des Österreichers Christoph Bieler war nach einem Sprung und dem abschließenden 7,5 km-Lauf der Oberwiesenthaler Eric Frenzel als Vierter bester Deutscher. Der 19- Jährige ließ im Foto-Finish Weltmeister Ronny Ackermann aus Dermbach hinter sich und musste nur dem Franzosen Jason Lamy Chappuis sowie Bernhard Gruber aus Österreich den Vortritt lassen. Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt belegte Rang sieben.

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      Quelle: dpa
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    • Haseney und Ackermann im Siegesrausch

      Sebastian Haseney im Freudentaumel, Ronny Ackermann weiter in Gelb: Die deutschen Kombinierer haben den Weltcup im italienischen Val di Fiemme trotz widriger Bedingungen dominiert und Werbung in eigener Sache für den Weltcup in Klingenthal betrieben. Nachdem Ackermann den Einzelwettbewerb gewonnen hatte, zog Haseney im Sprint-Wettkampf nach. Der Zella-Mehliser raste in beeindruckender Manier von Platz 13 nach dem Springen zum Sieg und beendete eine schier endlos erscheinende Serie: Letztmalig hatte der Thüringer am 27. Januar 2001 in Steamboat Springs einen Weltcup-Wettbewerb gewonnen.

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      Quelle: dpa
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    • Nordische Kombination 2007/08

      Der Weltcup der nordischen Kombinierer im polnischen Zakopane ist heute wegen Tauwetter und starkem Wind abgesagt worden. Nach den Absagen im tschechischen Liberec ist es bereits der dritte Ausfall innerhalb einer Woche.


      Weltcup-Stand (nach 17 von 21 Rennen)


      1. Ronny Ackermann (GER) 1040
      2. Bill Demong (USA) 841
      3. Petter L.Tande (NOR) 733
      4. Jason Lamy Chappuis (FRA) 728
      5. Bernhard Gruber (AUT) 714
      6. Björn Kircheisen (GER) 631
      7. Christoph Bieler (AUT) 622
      8. Eric Frenzel (GER) 610
      9. Magnus Moan (NOR) 558
      10. David Kreiner (AUT) 522
      ...
      12. Sebastian Haseney (GER) 315
      14. Tino Edelmann (GER) 305
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

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    • RE: Nordische Kombination 2007/08

      Ackermann vor dem Gesamt-Weltcup Sieg

      Ronny Ackermann steht vor dem 3. Triumph im Gesamtweltcup nach 2002 und 2003. Beim Weltcup der Kombinierer in Lahti kam er auf Rang 3 hinter Petter Tande und seinem Teamkollegen Eric Frenzel. Eine Energieleistung vollbrachte Björn Kircheisen, der sich nach Rang 25 nach dem Springen noch auf Platz 5 nach vorn lief.


      Lahti: 2 Sprünge und 15-km-Langlauf

      1. Petter Tande (NOR) 37:11,9
      2. Eric Frenzel (GER) + 7,1
      3. Ronny Ackermann (GER) + 29,9
      4. Hannu Manninen (FIN) + 44,4
      5. Björn Kircheisen (GER) + 45,3
      6. Norhito Kobayashi (JPN) + 53,7
      7. Mario Stecher (AUT) + 54,5
      8. Christoph Bieler (AUT) + 56,4
      9. Magnus Moan (NOR) + 1:06,1
      10. Jason L. Chappuis (FRA) + 1:06,5
      ...
      18. Tino Edelmann (GER) + 1:45,7
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Nordische Kombination 2008/09

      Ronny Ackermann routiniert - Finnisches Duo auf dem Podest in Kuusamo

      Autor: Sascha Witzke


      Ronny Ackermann hat den Auftaktwettkampf der Nordischen Kombinierer in Kuusamo für sich entschieden. Der deutsche Vorzeigekombinierer lieferte eine souveräne Vorstellung ab und hatte das Renngeschehen nach verhaltenem Start dann schnell unter Kontrolle. Die beiden jungen Finnen Janne Ryynänen und Anssi Koivuranta wussten ebenfalls zu überzeugen, teilten sich ihre Kräfte glänzend ein und sicherten die Podiumsplätze zwei und drei vor heimischer Kulisse. Hinter dem Überraschungsvierten Tschechen Churavy, stürmte Eric Frenzel auf den fünften Platz. Wilhelm Denifl kam kurz darauf mit Platz sechs als bestplatzierter Österreicher ins Ziel.


      Erstmals bestritten die Athleten die neue Wettkampfform mit einem Sprung und dem 10 Kilometer Langlauf, der die Gundersen und den Sprint zu einem Rennen zusammenfassen soll.
      Auf der Schanze bot sich dem Zuschauer im Verlaufe des Vormittages noch ein zähes Wettkampfgeschehen. Der Durchgang musste neu aufgenommen werden, nachdem der junge Finne Asikainen einen gewaltigen Satz über die 140 Meter-Marke hinlegte. Anschließend musste das Springen aufgrund der unterschiedlichen Windbedingungen immer wieder unterbrochen werden. Den besten Sprung zeigte Ryynänen mit 141,5 Metern. Platz zwei ging an Koivuranta vor dem Japaner Takahashi. Besonders hoch einzuschätzen und die Basis für den späteren Triumph waren die 135 Meter von Ronny Ackermann. Dieser hatte genauso wie der Norweger Petter Tande minutenlang warten müssen und lieferte dennoch im Gegensatz zum Norweger einen Spitzensprung ab und die Konkurrenz schwächelte. Vor allem die starken Läufer ließen Federn. Magnus Moan, Björn Kircheisen und Bill Demong mussten allesamt ihre Ambitionen auf der Schanze zurücklassen.
      Im Lauf ging der favorisierte Ackermann ruhig an und knabberte erst ab der zweiten Zwei-Kilometerrunde Stück für Stück seines 45 sekundigen Rückstands ab. Besonders in der dritten Runde drehte der Weltcuptitelverteidiger auf und holte beide Finnen ein. Diese versuchten hartnäckig die Skienden des Thüringers zu halten, mussten aber in der Schlussrunde noch vor den letzten Anstiegen abreißen lassen. So fuhr der Deutsche letztendlich problemlos den Sieg ein und knüpfte direkt an die Dominanz der Vorsaison an. Ryynänen konnte Koivuranta in Schacht halten und wurde Zweiter. Im nachfolgenden Feld hatte der Tscheche Churavy dank eines starken Sprunges die Gelegenheit sich im Lauf bis auf Platz vier zu verbessern. Dicht gefolgt wurde er von Youngster Eric Frenzel, der nach mäßigem Sprung von Platz 19 noch auf Position fünf vor eilte. Die Österreicher Denifl und Bieler, die in einer Gruppe mit Churavy den Großteil der Laufstrecke absolviert hatten, kamen auf die Positionen sechs und acht und lieferten einen ordentlichen Saisonstart hin. Tino Edelmann wurde 14.


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