Eisschnelllauf

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    • Eisschnelllauf 2005/06

      Pechstein verliert Weltrekord an Klassen

      Claudia Pechstein hat ihren Weltrekord über 3.000 Meter beim ersten Weltcup der Eisschnellläuferinnen der Saison in Calgary verloren.

      Die Kanadierin Cindy Klassen verbesserte in 3:55,75 Minuten die alte Bestmarke der viermaligen Olympiasiegerin (3:57,70) um fast zwei Sekunden. Pechstein kam im direkten Vergleich mit Klassen auf 3:57,99 Minuten, lief mit der zweitschnellsten Zeit ihrer Karriere auf Rang zwei und entschied zumindest das Duell gegen Anni Friesinger für sich.

      Friesinger läuft persönliche Bestzeit

      Die Olympiasiegerin aus Inzell, die Klassen in der vergangenen Woche den Weltrekord über 1500m abgenommen hatte, lief in 3:58,52 Minuten persönliche Bestzeit und wurde Dritte. Fünfte wurde Daniela Anschütz (Erfurt), die ihre persönliche Bestmarke gleich um über fünf Sekunden auf 4:02,01 Minuten verbesserte. Die Berlinerin Lucille Opitz lief in neuer persönlicher Bestzeit von 4:07,48 Minuten auf Platz 13. Außerdem stellte die Tschechin Martina Sablikova in 4:03,35 Minuten einen Junioren-Weltrekord auf.

      Klassen demonstrierte damit sechs Tage nach Friesingers Fabelzeit über 1.500m ihre Klasse und untermauerte ihre Favoritenstellung für die Olympischen Spiele in Turin (10. bis 26. Februar 2006). Friesinger ging unterdessen in ihrem Lauf mit der Niederländerin Moniek Kleinsman schnell an und lag bei den ersten Zwischenzeiten mit Pechstein gleichauf. Am Ende verlor sie jedoch etwas an Zeit.

      Davis landet ersten Saisonsieg

      Bei den Herren feierte unterdessen Mehrkampf-Weltmeister Shani Davis über 1.500m den ersten Saisonsieg, seine eigene Weltrekordzeit verpasste er allerdings knapp. Der erste farbige Weltmeister der Eisschnelllauf-Geschichte verwies auf der Olympiabahn von 1988 in 1:43,52 Minuten seinen Landsmann Chad Hedrick (1:44,24) und den Russen Aleksandr Kibalko (1:45,26) deutlich auf die Plätze zwei und drei. Den Weltrekord (1:43,33) hatte der 23-Jährige Davis im Januar 2005 in Salt Lake City aufgestellt.

      Bester deutscher Teilnehmer war Christian Breuer auf Platz zwölf. Der Grefrather verfehlte in 1:46,62 Minuten seine persönliche Bestleistung nur um knapp drei Zehntelsekunden. Jan Friesinger aus Inzell (1:48,32) belegte Rang 17.

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    • 30. Weltcup-Sieg für Anni Friesinger

      Anni Friesinger stieß beide Fäuste in die Luft und konnte ihre Zeit gar nicht fassen: Die Olympiasiegerin feierte in Heerenveen mit der besten je im Flachland gelaufenen Zeit den 30. Weltcupsieg ihrer Karriere.

      Auf ihrer Paradestrecke über 1500 Meter bezwang sie mit dem Bahnrekord von 1:54,66 Minuten die kanadische Weltrekordlerin Cindy Klassen um den Wimpernschlag von 6/100 Sekunden. Es war die schnellste Zeit, die jemals außenhalb der beiden Höhen-Bahnen von Calgary und Salt Lake City erreicht wurde. Claudia Pechstein (Berlin/1:57,76) wurde Fünfte, Daniela Anschütz (Erfurt/1:58,54) und Sabine Völker (Erfurt/1:59,05) kamen auf die Ränge zehn und zwölf.

      «Die Zeit hat mich total verblüfft. Ich konnte es kaum glauben, als ich auf die Anzeigetafel schaute», jubelte Friesinger. «Ich bin sehr schnell angegangen und konnte das Tempo auch auf der Schlussrunde mit 31 Sekunden durchstehen», fügte sie hinzu. «Dieser Sieg tut mir sehr gut. Wir zwei sind momentan etwas besser als der Rest der Welt. Allerdings haben mit Jennifer Rodriguez und Chiara Simionato heute zwei starke Läuferinnen gefehlt», meinte die 28- jährige Wahl-Salzburgerin, die ihren Vorsprung im Weltcup-Klassement vor Klassen nun auf 40 Zähler ausbaute.

      Zu einem heißen «Länderkampf» Deutschland gegen Kanada war es auch tags zuvor über 5000 m gekommen. Claudia Pechstein stand dabei nach einer Super-Schlussrunde im Duell gegen Klassen (6:57,33) schon vor ihrem ersten Einzel-Erfolg der Saison, ehe ihr Langstrecken- Spezialistin Clara Hughes aus Kanada im letzten Paar laufend in 6:56,45 den erhofften Sieg noch vor der Nase wegschnappte. «Natürlich ist es ärgerlich, dass es nicht zum Sieg gereicht hat, aber ich kann Platz eins nicht abonnieren. Ich hoffe, bei Olympia ist das Ergebnis wieder andersherum», sagte Claudia Pechstein. Die 33-Jährige hatte zuvor wegen einer Grippe Antibiotika einnehmen müssen und daher zehn Tage lang nur eingeschränkt trainieren können.

      Anni Friesinger war als Vierte haarscharf am Podest vorbeigeschrammt. «Ich wollte gern aufs Stockerl. Aber es war ein tolles Rennen, so schnell bin ich in Europa noch nie gelaufen», meinte die Weltmeisterin. «Ich sehe das Rennen mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Zum einen war ich knapp dran an meiner persönlichen Bestzeit. Zum anderen ist es schade, wenn man so knapp das Podest verpasst.» Daniela Anschütz verbesserte mit 7:04,11 ihre persönliche Bestzeit gleich um 3,59 Sekunden und wurde Achte. Damit haben sich alle drei deutschen Top-Athletinnen auf Anhieb das Olympia-Ticket für die 5000 m gesichert.

      Insgesamt ist derzeit sieben deutschen Damen die Fahrkarte nach Turin nicht mehr zu nehmen. Bei den Herren hingegen darf bislang nur Christian Breuer aus Grefrath die Koffer für die Spiele packen. Über 1500 m kam der deutsche Meister in 1:47,78 Minuten mit Rang elf zu seiner besten Weltcup-Platzierung seit fast vier Jahren. Seinen ersten Weltcup-Erfolg landete der Niederländer Simon Kuipers mit Bahnrekord von 1:45,39.

      Die größte Hoffnung der deutschen Herren ist nun, über die Team- Verfolgung fünf Startplätze für Turin klar zu machen. Zwar ist nach dem erneuten achten Platz in 3:49,45 Minuten durch Breuer, seinen Vereinsgefährten Stefan Heythausen sowie Jörg Dallmann (Erfurt) noch Zittern angesagt, doch liegt das Trio vor dem entscheidenden Rennen am kommenden Wochenende in Turin auch in der Gesamtwertung auf Platz acht, der gerade noch für Olympia reichen würde. Der Sieg ging in 3:43,77 an die Niederlande vor Kanada (3:44,98).

      Quelle: dpa
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    • Doppelschlag von Friesinger

      Turin - Zwei Monate vor den Olympischen Winterspielen dominiert Anni Friesinger die Generalprobe im Oval Lingotto von Turin fast nach Belieben.

      Einen Tag nach ihrem Sieg über 1500 m setzte sich die Doppel-Weltmeisterin auch über die von ihr ungeliebten 3000 m durch.

      Für eine große Überraschung sorgte außerdem die Berliner Sprinterin Jenny Wolf, die über 500 m ihren ersten Weltcupsieg feierte.

      Friesinger "überglücklich"

      "Ich bin sehr glücklich. Das war ein super-erfreulicher Tag für mich", meinte Friesinger, die sich in 4:05,46 Minuten wie schon am Freitag hauchdünn vor ihrer großen Rivalin Cindy Klassen (4:05, 70) durchsetzte.

      Dritte hinter Klassen, die auf der letzten Runde einen Vorsprung von sieben Zehntelsekunden auf Friesinger verspielte, wurde ihre Teamkollegin Kristina Groves - mit fast drei Sekunden Rückstand auf Klassen und Friesinger (4:08,51).

      Mit ihrem 32. Weltcup-Erfolg sicherte Friesinger den deutschen Damen damit den 1. Saisonerfolg über diese Strecke.

      Pechstein nur Sechste

      Olympiasiegerin Claudia Pechstein (4:10,11) kam nicht über Rang sechs hinaus und hatte erneut mit einer Erkältung zu kämpfen. Wegen der Erkrankung wird die Berlinerin vorzeitig die Heimreise antreten. Bereits am Freitag war sie über 1500 m nur Zwölfte geworden.


      Für die größte Überraschung am Samstag sorgte Wolf. Die 26 Jahre alte Literaturstudentin verwies in 38,64 Sekunden die Japanerin Tomomi Okazaki mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Platz zwei.

      "Das ist cool, wenn man gewinnt", meinte Wolf, die nach ihrem Erfolg aber erstaunlich selbstkritisch war: "Ich bin nicht zufrieden. Die ersten 100 m waren eine Zehntel zu langsam, und den Eingang in die erste Kurve habe ich beinahe verpasst. Ich hätte lieber einen perfekten Lauf gehabt als zu gewinnen."

      Wang mit zwei Fehlstarts

      Wolf, die ihre bisherigen zwei Weltcupsiege auf der nicht-olympischen 100-m-Distanz erreicht hatte, profitierte allerdings auch von der Disqualifikation von Weltmeisterin Manli Wang.

      Das erste 500-m-Rennen am Freitag hatte Wang gewonnen, Wolf war Vierte geworden. Damit rückte die Berlinerin im Weltcup hinter die Chinesin auf Rang zwei vor.


      sport1.de
    • Friesinger räumt weiter ab

      Vierter Start, vierter Sieg: Anni Friesinger hat beim Eisschnelllauf-Weltcup in Turin nach den 1500, den 3000 Metern und den 1000 Meter auch mit dem Team gewonnen. Bei den Allroundern hatte es noch nie vier Triumphe in einem Weltcup gegeben.

      Über die 3000 Meter siegte sie in 1:16,30 Minuten vor der Cindy Klassen (Kanada) und Jennifer Rodriguez (USA), obwohl Friesinger ihr Rennen ohne Gegnerin bestritt.

      Im Team gewann sie mit Sabine Völker und Daniela Anschütz in 3:04,22 Minuten vor Kanada und Japan.

      Quelle: sport1.de
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    • Gillarduzzi bester Deutscher

      Lokalmatador Dino Gillarduzzi sprintete beim Eisschnelllauf-Weltcup in Inzell über 500 Meter auf den sechsten Rang.

      Der Deutsche Meister fuhr nach 36,57 Sekunden über die Ziellinie und war damit bester Vertreter der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft.

      Am besten kam Dimitri Dorofejew mit den stürmischen Windverhältnissen auf der Open-Air-Bahn zurecht. Der Russe siegte in 35,78 Sekunden vor Gerard van Velde aus den Niederlanden (36,27) und dem Norweger Even Wetten (36,32).

      Wolf übernimmt Weltcup-Führung

      Beim Eisschnelllauf-Weltcup in Inzell gewann die Berlinerin Jenny Wolf das Rennen über 500 Meter in 39,59 Sekunden und übernahm damit erstmals die Führung im Weltcup. Eine Woche zuvor gewann sie bereits die 500 Meter in Turin.

      Mit diesem Sieg hat sie 482 Punkte auf ihrem Konto und löst damit die chinesische Weltmeisterin Manli Wang mit 480 Punkten ab.

      Swetlana Schurowa aus Russland wurde in 39,70 Sekunden Zweite vor der Niederländerin Sanne van der Star in 39,97 Sekunden.

      sport1.de
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    • Wolfs heimliche Olympiahoffnung


      Inzell - Jenny Wolf hat sich beim Weltcup der Eisschnellläufer in Inzell endgültig in der Weltspitze etabliert.

      Die 26 Jahre alte Studentin aus Berlin belegte nach ihrem Sieg am Samstag über 500 m (39,59 Sekunden) einen Tag später auf der kürzesten Olympia-Strecke den zweiten Rang (39,13) und baute ihre Führung im Weltcup auf 562 Punkte aus.

      Ihre ärgste Verfolgerin blieb die chinesische Weltmeisterin Manli Wang (480), die in Inzell nicht am Start war.

      Gelungenes Wochenende für Wolf

      "Ein erster und ein zweiter Platz - ich bin sehr glücklich. Das war ein gelungenes Wochenende", bilanzierte Wolf. Am Samstag hatte sie erstmals in ihrer Karriere die Weltcup-Führung übernommen.

      Einen Tag später blieb Wolf bei erneut heftigem Schneetreiben drei Hunderstelsekunden hinter Swetlana Schurowa (39,10). Die Russin feierte seit Februar 1999 wieder einen Weltcup-Erfolg. Dritte wurde die Niederländerin Sanne van der Star (39,93). Monique Angermüller (Berlin/41,12) belegte Rang neun.

      "Hoffe auf eine Medaille"

      "Ich weiß nicht so recht, warum es nicht gelangt hat. Aber Swetlana war heute enorm schnell", analysierte Wolf. Nach einem Traumstart auf den ersten 100 m (10,39) verlor die Studentin in der Kurve an Tempo und musste Schurowa vorbeiziehen lassen.

      "Nach den guten Ergebnissen vom Wochenende hoffe ich bei den Olympischen Spielen auf eine Medaille", erklärte Wolf selbstbewusst. Die Berlinerin nutzte die Chance, in Abwesenheit der deutschen Stars wie Anni Friesinger (Inzell) und Claudia Pechstein (Berlin) sowie der Top-Läuferinnen aus Kanada und Asien ins Rampenlicht zu laufen.

      Angermüller Vierte

      Einen respektablen Eindruck hinterließ auch die erst 21 Jahre alte Angermüller, die am Samstag über 1000 m in 1:22,49 Minuten auf den vierten Rang gelaufen war.

      Damit hätte die Berlinerin gemäß des ursprünglichen Reglements die Olympia-Norm erreicht, doch angesichts der nur mäßigen Beteiligung in Inzell soll die Norm nachträglich verschärft werden.

      Bei den Männern setzte sich über 500 m am Sonntag Dimitri Dorofejew in 35,88 Sekunden durch.


      Schneestürme sorgen für Wetterchaos

      Auf der Freiluftbahn in Inzell machten heftige Schneestürme am Samstag den Sportlern mehr und mehr zu schaffen.

      Das 1000-m-Rennen der Damen musste für nahezu eine Stunde unterbrochen werden, ehe sich die Niederländerin Els Murris in 1:20,81 Minuten vor Swetlana Schurowa (1:20,97) und Marieke Wijsman (Niederlande/1:21,42) den Sieg sicherte. Angermüller wurde als beste Deutsche Vierte in 1:22, 49.

      Bei den Männern konnte Lokalmatador Dino Gillarduzzi die Gunst der Stunde nicht nutzen und musste sich über 500 m in 36,57 Sekunden mit Platz sechs begnügen. Es siegte der Russe Dimitri Dorofejew (35,78) vor dem Niederländer Gerard van Velde (36,27) und dem Norweger Even Wetten (36,32).


      sport1.de
    • Timmer nicht zu Olympia


      Eisschnellläuferin Marianne Timmer wird bei den Olympischen Winterspielen in Turin nicht über die 1500 Meter an den Start gehen.

      Die Olympiasiegerin von 1998 erreichte bei den niederländischen Einzelstrecken-Meisterschaften in Heerenveen nur den 14. Platz.

      Die erst 19-jährige Junioren-Weltmeisterin Ireen Wust deklassierte in 1:56,71 Minuten die Konkurrenz. Mit 1,62 Sekunden Rückstand wurde Paulien van Deutekom Zweite vor Renate Groenewold (1:59,00).


      sport1.de

      Photo von ireenwust.nl
    • Friesinger verletzt

      Inzell - Bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt (6./7. Januar) wird Anni Friesinger nach einem Trainingsunfall nicht an den Start gehen können.

      Gleichzeitig bedeutet die Fleischwunde im Bereich der Achillessehne, die sich die Doppel-Weltmeisterin beim Starttraining auf ihrer Hausbahn in Inzell zuzog, einen herben Rückschlag für die Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Turin (10. bis 26. Februar).

      Ob die 28-Jährige bei der Mehrkampf-EM in Hamar/Norwegen eine Woche später an den Start gehen kann, ist noch unklar.

      Mindestens zehn Tage Trainingspause

      Friesinger erlitt die Verletzung, als sie sich die linke Kufe in den rechten Unterschenkel rammte.

      Die Wunde musste nach Auskunft ihres Managers Jochen Habermeier "mit zwei, drei Stichen" genäht werden.

      Nach Meinung der Ärzte kann Friesinger in den kommenden zehn Tagen nicht auf dem Eis trainieren.


      sport1.de
    • Annis Pläne


      Erfurt - Olympiasiegerin Anni Friesinger denkt nach ihrer Unterschenkel-Verletzung über weitere Terminänderungen bei ihrer Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Turin (10. bis 26. Februar) nach.

      "Sollte sie bei der Mehrkampf-EM nicht starten, ziehen wir eine Teilnahme an der Sprint-WM in Betracht", sagte ihr Trainer Markus Eicher.

      Die Mehrkampf-EM findet am 14./15. Januar im norwegischen Hamar statt, eine Woche später steht die Sprint-WM in Heerenveen auf dem Programm.

      Entscheidung nach der DM

      Bereits abgesagt hat die Welt- und Europameisterin ihre Teilnahme an den deutschen Meisterschaften (6./7. Januar) in Erfurt.

      "Anni wird trotzdem am Wochenende nach Erfurt kommen. Dann wird sie am Sonntag oder Montag aufs Eis gehen. Wir werden dann entscheiden, ob sie bei der Mehrkampf-EM starten wird", sagte Eicher.

      Olympia nicht in Gefahr


      Am Montag hatten die Ärzte noch eine zehntägige Pause angeordnet. "Eine Woche reicht aus", meinte Verbands-Arzt Dr. Volker Smasal am Dienstagnachmittag nach einer erneuten Untersuchung.

      Der Arzt diagnostizierte eine drei Zentimter große Schnittwunde oberhalb der Ferse im Bereich der Achillessehne.

      Die Sehne selbst sei nicht betroffen. "Olympia ist nicht gefährdet", meinte Smasal, der jedoch vor möglichen Infektionen gerade in den ersten Tagen nach dem Eingriff warnte.


      sport1.de
    • Pechstein mit Ein-Frau-Show

      Eine Woche vor der Mehrkampf-EM in Hamar hat Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt fast im Spaziergang zum insgesamt fünften Mal den Allround-Titel geholt.
      In Abwesenheit ihrer großen Rivalin Anni Friesinger (Wadenverletzung) und der EM-Zweiten Daniela Anschütz-Thoms (Erkältung) gewann die 33-Jährige alle vier Rennen (500, 1000, 1500 und 3000 m).
      Sie verwies mit insgesamt 161,367 Punkten beim Berliner Dreifachtriumph Lucille Opitz (164,674) und Katrin Mattscherodt (165,720) auf die Plätze zwei und drei.

      Pechstein, die zuvor aus trainingstaktischer Sicht einen 3000-m-Startverzicht erwogen hatte, ließ sich den Titel in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle nicht mehr nehmen.
      "Wenn ich gesund bin, laufe ich immer durch. Es wäre ja auch schön blöd gewesen, wenn ich bei diesem riesigen Vorsprung den Gesamtsieg noch verschenkt hätte", sagte Pechstein, die den nationalen Vierkampftitel bereits 1996, 2000, 2002 und 2004 gewonnen hatte.
      Schon über 500 m hatte die Langstrecken-Spezialistin der Konkurrenz in 40,12 Sekunden keine Chance gelassen.

      Danach blieb die Allround-Weltmeisterin von 2000 über 1500 m in 1:59,57 als einzige Starterin unter der Zwei-Minuten-Marke und gewann am Schlusstag auch die 1000 m in 1:18,38 und die 3000 m, wo sie es in 4:13,21 Minuten allerdings gemächlich angehen ließ.
      "Mit den Zeiten bin ich sehr zufrieden, vor allem mit den Ergebnissen auf den kurzen Strecken.
      Über 1500 m und 3000 Meter fehlte mir natürlich die starke Konkurrenz, um mich richtig zu motivieren", erklärte Pechstein mit Blick auf die Absagen von Friesinger und Anschütz, die im Vorjahr bei den DM Platz eins und zwei belegt hatten.

      Bei den Sprintern siegten Lokalmatadorin Judith Hesse und Dino Gillarduzzi aus Inzell.
      Gillarduzzi, der sich bei der Sprint-WM am 21. und 22. Januar im niederländischen Heerenveen noch für Olympia qualifizieren kann, feierte über zweimal 500 m und zweimal 1000 m ebenso wie Pechstein einen souveränen Vier-Strecken-Erfolg und siegte mit 143,590 Punkten vor Anton Hahn aus Erfurt (146,500) und Frank Steiner aus Dresden (147,450).

      Hesse konnte ihre nach dem ersten Tag führende Vereinkollegin Pamela Zoellner noch abfangen.
      Dank eines Sieges im abschließen 1000-m-Rennen in 1:18,44 Minuten lief Hesse nach ganz nach vorn und siegte in der Endabrechnung vor Zoellner und Jenny Wolf aus Berlin.
      Wolf, Weltcup-Führende über 500 m, hatte auf ihrer Paradestrecke zweimal gewonnen, über die doppelte Distanz aber jeweils viel Zeit eingebüßt.
      Die Titelverteidiger im Sprint-Mehrkampf, Sabine Völker (Erfurt) und Christian Breuer (Grefrath), hatten die DM ebenfalls verletzungsbedingt absagen müssen, sind jedoch für die WM in Heerenveen in zwei Wochen qualifiziert.

      Quelle: sport1.de
    • Friesinger sagt Sprint-WM ab

      Einen Monat vor Beginn der Winterspiele in Turin muss Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger einen weiteren Rückschlag hinnehmen.
      Wegen ihrer Beinverletzung sagte die Doppel-Weltmeisterin am Montag die Teilnahme an der Mehrkampf-EM am Wochenende in Hamar ab.
      Auch ein Start bei der Sprint-WM in Heerenveen ist unwahrscheinlich. Damit kann Friesinger ihren Titel in Hamar nicht verteidigen und muss auf wichtige Wettkampf-Kilometer im Vorfeld von Turin verzichten. Die gute Nachricht: Eine Olympiateilnahme ist nicht in Gefahr.

      "Das steht gar nicht zur Debatte. Sie kann ja auch schon wieder auf dem Eis trainieren, aber für den Wettkampf am Wochenende wäre es zu früh gewesen", sagte Verbandsarzt Dr. Volker Smasal.
      "Es hat einfach keinen Sinn. Sie kann in der Kurve den Fuß nicht richtig strecken", erklärte Friesingers Trainer Markus Eicher, nachdem zuvor ein Test auf dem Eis in Erfurt nicht den Erwartungen entsprechend verlaufen war. Friesinger selbst wollte am Montag die Entscheidung nicht weiter kommentieren.

      Unklarheit herrschte zunächst über Friesingers Absage für die Sprint-WM in Heerenveen, die ihr Management schon bestätigt hatte. Eicher hob allerdings hervor, dass sich sein Schützling eine Option auf einen Start in den Niederlanden weiter offen halte.
      Die EM-Absage wollte der Coach nicht dramatisieren: "Natürlich hätten wir vor allem die EM gerne mitgenommen, aber ich finde das ganze trotzdem nicht so tragisch."
      Auch Smasal hob hervor, dass der Heilungsverlauf gut fortgeschritten sei.Eine tiefgehende Wundinfektion sei nicht mehr zu erwarten. "Wir werden Ende der Woche die Fäden ziehen, ein paar Tage später wird sie wieder reizfrei sein", sagte der Münchner Mediziner.

      Sollte Friesinger nicht an der Sprint-WM teilnehmen, wird die Inzellerin voraussichtlich am 28./29. Januar beim Weltcup in Klobenstein/Südtirol ihren letzten großen Wettkampf vor den Olympischen Spielen in Turin (10. bis 26. Februar) bestreiten.

      Nun wird sie zunächst weiter in Erfurt trainieren und dort Anfang der kommenden Woche auch gemeinsam mit Claudia Pechstein und Co. für den Teamwettbewerb in Turin testen.

      Friesinger hatte sich am 2. Januar bei einem Trainingsunfall mit der eigenen Schlittschuhkufe eine Fleischwunde im Bereich der rechten Achillessehne zugefügt.
      Die Doppel-Weltmeisterin war wegen der unklaren Situation sicherheitshalber für beide Wettkämpfe nominiert worden, nun rücken die Berlinerin Katrin Mattscherodt in Norwegen und die Erfurterin Pamela Zoellner notfalls in den Niederlanden für Friesinger nach.

      Quelle: sport1.de
    • Manchmal erzieht der Körper

      München - Wenn Anni Friesinger über Geduld spricht, dann unterscheidet sie zwischen sportlichen Belangen und den privaten Dingen.

      Privat könne sie richtig geduldig sein, referiert sie dann und lächelt.

      "Sportlich habe ich wirklich andere Vorzüge. Geduld gehört da nicht unbedingt dazu. Aber manchmal erzieht mich eben auch mein Körper." Die letzten Wochen erteilte er ihr wieder einige Lehrstunden.

      Anfang Januar war ihr ein folgenschweres Missgeschick passiert. Beim Starttraining rammte sie sich die Kufe in den rechten Unterschenkel, nur knapp oberhalb der Achillessehne.

      Keine Plattitüde

      "Wäre es ein bisschen tiefer gewesen, hätte ich direkt ein Urlaubsticket buchen können." Was folgte, waren eine Woche Eis-Abstinenz, die Absage der Mehrkampf-Europameisterschaft und der Sprint-Weltmeisterschaft.

      "Man kann es nicht in Zahlen fassen, was ich verloren habe." Wichtiges Eis-Training, aber viel mehr wohl Wettkampfpraxis und ein Sicherheit gebendes Erfolgserlebnis.

      "Es ist nun mal so gekommen. Ich muss das Beste draus machen", sagt Friesinger und meint das nicht als Plattitüde. "Wenn man Situationen annimmt, dann kann man sich auch darauf einstellen. Und dann wird das halbleere Glas schnell wieder halbvoll."

      "Ich bin topfit"

      Immerhin sei sie trotz des Unfalls topfit. "Und ich bin auch wieder optimistisch, was Turin angeht." Ihren Trainingsmittelpunkt hat die 29-Jährige momentan von Salzburg nach Erfurt verlegt. In der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle übt sie mit Claudia Pechstein und Daniela Anschütz für den Teamwettbewerb.

      "In den letzten Tagen konnte ich auch wieder schnelle Sachen trainieren. Zwar noch keine Starts." Aber das kommt am Samstag, wenn sie einen 1500-Meter-Testlauf absolvieren wird. Erst dann wird sich zeigen, wo sie steht. Blockiert der Kopf aus Angst vor einer neuen Verletzung oder startet sie ganz unbefangen?

      Ihr Olympia-Ziel hat sie nicht geändert. Eine Einzel-Goldmedaille wolle sie aus Turin mitbringen, betet Friesinger seit Saisonbeginn gebetsmühlenartig herunter. "Das wird schwer genug."

      Zu gegenwärtig sind die Erinnerungen an Olympia vor vier Jahren in Salt Lake City. Alle Weltcups hatte sie im Vorfeld gewonnen. Als Goldabräumerin der Spiele wurde Friesinger gehandelt. Dazu der Zickenkrieg mit Konkurrentin Claudia Pechstein, der noch mehr Öffentlichkeit auf sie lenkte. Der Druck war immens, auch wenn sie damals sagte, sie komme damit schon klar. Am Ende gewann sie einen Titel. Nur, hieß es damals.

      "Lasse den Druck nicht mehr an mich ran"

      Diesmal dominierte sie im Dezember die Generalprobe auf der Olympiabahn. Dennoch spricht sie von einer Leistungsdichte, die enorm zugenommen hat und von einer Favoritenbürde, die sich bei jeder Strecke zumindest auf vier oder fünf Schultern verteilt.

      "In Turin wird mich keiner mehr so verrückt machen können wie in Salt Lake City." Den Druck lasse Friesinger einfach nicht mehr an sich ran. "Ich nehme mir nicht mehr zu Herzen, was gesagt oder geschrieben wird." Aber auch das war ein Lernprozess. Ähnlich dem mit der Geduld.


      sport1.de
    • Friesinger ist wieder da

      Anni Friesinger ist nach ihrer Verletzung ein viel versprechendes Comeback geglückt. Die 29-Jährige lief bei einem Testwettkampf in Erfurt die 1500 Meter in 1:57,83 Minuten und beseitigte im Hinblick auf die OlympischenWinterspiele in Turin alle Zweifel an ihrer Fitness.
      "Diese Zeit ist erstaunlich. Ziel war, dass sie ein gleichmäßiges Rennen läuft. Das ist ihr glänzend gelungen", meinte ihr Trainer Markus Eicher.
      Friesinger hatte sich Anfang Januar eine Fleischwunde im Bereich der Achillessehne zugezogen.

      Quelle: sport1.de
    • Ausgerutscht - Wolf fiel zurück

      Jenny Wolf fällt bei der Sprint-WM der Eisschnellläufer in Heerenveen zurück. Nach Platz zwei über 500 Meter lief Wolf über 1000 Meter nur auf Platz Platz 21.
      In der Gesamtwertung fiel sie auf den zwölften Rang zurück - bleibt aber beste deutsche Starterin.
      Das 1000-Meter-Rennen gewann die Italienerin Chiara Simionato vor Marianne Timmer aus den Niederlanden und der Russin Swetlana Schurowa.
      Im Gesamt-Klassement führt Schurowa vor Timmer und 500-m-Siegerin Wang Manli aus China.

      Quelle: sport1.de
    • Friesinger in Topform: Konkurrenz deklassiert

      Anni Friesinger hat die Zwangspause wegen ihrer Fleischwunde an der Wade glänzend verkraftet und befindet sich 14 Tage vor dem ersten Olympia-Rennen in Turin bereits in einer Superform.

      Beim Sprint-Weltcup in Klobenstein/Südtirol feierte die 29-jährige deutsche Olympia-Hoffnung mit ihrem insgesamt 34. Weltcupsieg ein glanzvolles Comeback. In Bahnrekordzeit von 1:16,36 Minuten deklassierte die 1500-m-Olympiasiegerin die Konkurrentinnen um fast zwei Sekunden und bleibt in dieser Saison über 1000 m weiter ungeschlagen.

      «Das war einfach grandios. Damit konnte nach der langen Pause keiner rechnen, zumal sie ja erst diese Woche wegen einer Erkältung zwei Tage mit dem Training pausieren musste», meinte Trainer Markus Eicher begeistert. Anni Friesinger strahlte nach dem Rennen neue Zuversicht für die Olympischen Winterspiele aus. «Das beflügelt mich natürlich. Solch ein Rennen gibt mir viel Kraft für Turin», sagte Friesinger nach ihrem zehnten Weltcup-Erfolg der Olympia-Saison.

      Gestartet gegen die WM-Dritte Chiara Simionato aus Italien, die zuvor die 500 m in 38,51 Sekunden vor der Berlinerin Jenny Wolf (38,70) gewonnen hatte, ging Friesinger das Rennen furios an und lag schon bei 200 Metern klar vor ihrer Rivalin. Auf der Schlussrunde stürzte Simionato, doch zu diesem Zeitpunkt lag Friesinger mehr als fünf Meter vor der italienischen Weltcup-Verteidigerin, die in Turin zu ihren Haupt-Gegnerinnen zählen wird.

      In Abwesenheit der Olympia-Mitfavoritinnen Cindy Klassen (Kanada) und Jennifer Rodriguez (USA) kam überraschend die Japanerin Aki Tonoike (1:18,11) mit gehörigem Rückstand vor Paulien van Deutekom (Niederlande/1:18,38) und Weltmeisterin Barbara de Loor (Niederlande/1:18,71) auf den zweiten Platz. Im Gesamt-Klassement des Weltcups schob sich Anni Friesinger mit nunmehr 400 Punkten aus nur vier Rennen gemeinsam mit Rodriguez an die Spitzenposition und kann bereits am 29. Januar die Weichen für den mit 14 000 Dollar dotierten Gesamtsieg stellen.

      «Nach diesem Superrennen wird sie natürlich auch am Sonntag über 1000 m starten», kündigte Eicher an. Nach dem Rennen fährt die Olympia-Favoritin noch einmal kurz in die Heimat, um dann am 5. Februar ihr Quartier in Turin zu beziehen.

      Gut drauf ist auch Jenny Wolf, die mit ihrem zweiten Rang ihrem ersten Gesamterfolg im Weltcup über 500 m entgegen strebt. Drei Rennen vor Abschluss der Serie behauptete die 26-jährige Germanistik-Studentin mit 642 Punkten die Führung mit einem beruhigenden Vorsprung von 162 Zählern auf die 500-m-Weltmeisterin Manil Wang (China), die in Klobenstein nicht am Start ist.

      Bei den Herren unterstrich Sprint-Vierkampf-Weltmeister Joey Cheek (USA) mit seinem 500-m-Erfolg in 35,11 Sekunden seine gute Verfassung. Er siegte vor dem Japaner Yuya Oikawa (35,43) und dem nicht für Turin qualifizierten 1000-m-Olympiasieger Gerard van Velde (Niederlande/35,57). Dino Gillarduzzi (Inzell) kam in 36,22 Sekunden auf Rang 16.

      Quelle: dpa
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    • Grandioses Friesinger-Comeback - Wolf holt Weltcup

      Anni Friesinger hat eindrucksvoll in die Erfolgsspur zurückgefunden: Mit einem souveränen Doppelpack und zwei Freiluft-Weltrekorden über 1000 Meter feierte die Inzellerin ein grandioses Comeback nach ihrer Verletzungspause.

      Zugleich untermauerte Friesinger mit ihren Topleistungen 13 Tage vor dem ersten Olympia- Rennen ihre Favoritenstellung für Turin. Beim letzten Eisschnelllauf-Weltcup vor den Olympischen Winterspielen deklassierte die 29-jährige Olympiasiegerin auf der 1200 Meter hoch gelegenen Freiluftbahn von Klobenstein/Südtirol die Konkurrentinnen fast nach Belieben.

      Nachdem sie am ersten Tag in 1:16,36 Minuten die sechs Jahre alte Freiluft-Bestmarke der Amerikanerin Chris Witty gleich um 0,6 Sekunden verbessert hatte, fügte die zwölfmalige Weltmeisterin am zweiten Tag in fantastischen 1:15,47 Minuten ihren fünften Strecken-Sieg in ihrem fünften Saisonrennen hinzu. Zwischenzeitlich hatte ihr die einheimische Chiara Simionato die Bestmarke in 1:15,62 Minuten entrissen, doch Friesingers Konter saß perfekt.

      Mit nunmehr 500 Punkten baute sie ihre Gesamt-Führung im mit 14 000 Dollar dotierten Weltcup aus. «Es ist fantastisch. Diese Freiluft-Weltrekorde sind ein gutes Zeichen. Jetzt fahre ich voller Zuversicht nach Turin», sagte Anni Friesinger, die bei Olympia als Medaillen-Kandidatin gleich auf fünf Strecken gilt.

      27 Tage nach ihrem Unfall mit einer tiefen Fleischwunde im Unterschenkel, die sie sich mit ihrem Schlittschuh zugezogen hatte und die sie zur Absage von Mehrkampf-EM und Sprint-WM zwang, bestätigte Deutschlands Gold-Hoffnung für Turin ihre Weltklasse mit den Weltcupsiegen 35 und 36 ihrer Karriere. «Ich bin absolut happy, dass ich die Verletzung so gut verkraftet habe. Natürlich zwickt die Narbe noch, aber das kann ich gut wegdrücken. Alle Zweifel an der Form sind jetzt besiegt», meinte sie erleichtert.

      «Das war einfach grandios. Zwar sah es noch etwas staksig aus, weil sie Angst vor einer erneuten Verletzung hatte. Aber mit dieser Zeit konnte nach der langen Pause keiner rechnen», meinte Trainer Markus Eicher nach dem elften Weltcupsieg seines Schützlings in dieser Saison. In Abwesenheit einiger Favoritinnen kam am ersten Tag überraschend die Japanerin Aki Tonoike (1:18,11) mit riesigem Rückstand auf Platz zwei, während Simionato - im Duell mit Friesinger aussichtslos zurückliegend - in der Zielkurve stürzte. Am zweiten Tag bewies dann die Weltcup-Verteidigerin aus Italien, die zuvor über 500 m in 38,51 und 38,63 Sekunden ihre ersten internationalen Erfolge auf der Kurzstrecke gelandet hatte, ihre Klasse und erwies sich als einzige ebenbürtige Gegnerin für Friesinger.

      In hervorragender Olympia-Form präsentierte sich auch Jenny Wolf, die nach zwei zweiten Plätzen (38,70/38,91) kurz vor ihrem ersten Sieg im Gesamt-Weltcup über 500 m steht. Zwei Rennen vor Abschluss der Serie liegt die 26-jährige Germanistik-Studentin mit 722 Punkten schier uneinholbar vor 500-m-Weltmeisterin Manli Wang (China/480) in Führung, die in Klobenstein nicht am Start war. «Angesichts der nicht vollständig antretenden Konkurrenz wollte ich ganz vorn rein laufen und meine Chance auf den Cup sichern. Die Zeiten waren auch super - ich bin total zufrieden», meinte die Berlinerin.

      Bei den Herren landete Turin-Favorit Shani Davis aus den USA mit dem Freiluft-Weltrekord von zwei Mal exakt 1:09,26 Minuten seinen fünften und sechsten Sieg in dieser Weltcupsaison. Er verbesserte die alte Bestmarke von Jeremy Wotherspoon (Kanada) um 0,05 Sekunden. Über 500 m unterstrich Weltmeister Joey Cheek (USA) mit seinen Siegen in 35,11 und 35,18 Sekunden seine starke Verfassung. Der nicht für Turin nominierte deutsche Meister Dino Gillarduzzi (Inzell) kam in 36,22 Sekunden über 500 m beziehungsweise 1:11,63 über 1000 m jeweils auf Rang 16 und fügte am Folgetag die Plätze 15 über 500 m (35,92) und 17 (1:10,90) über 1000 m hinzu.

      Quelle: dpa
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