Biathlon

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    • Biathlon 2005/06

      Ergebnisse Deutsche Meisterschaft Ruhpolding 2005


      Frauen, Sprint

      1. Uschi Disl (Moosham) 19:07,9 Minuten / 0 Strafrunden
      2. Simone Denkinger (Gosheim) + 36,3 Sekunden / 1 Strafrunde
      3. Martina Glagow (Mittenwald) +38,5 Sekunden / 1 Strafrunde
      4. Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) + 52,2 Sekunden / 2 Strafrunden
      5. Sabrina Buchholz (Oberhof) + 1:14,9 Minuten / 2 Strafrunden
      6. Andrea Henkel (Großbreitenbach) + 1:22,4 Minuten / 1 Strafrunde

      Herren, Sprint

      1. Andreas Birnbacher (Schleching) 25:20,6 Minuten / 1 Strafrunde
      2. Michael Greis (Nesselwang) + 38,5 Sekunden / 2 Strafrunden
      3. Michael Rösch (Altenberg) + 43,7 Sekunden / 2 Strafrunden
      4. Carsten Pump (Altenberg) + 1:05,7 Minuten / 3 Strafrunden
      5. Christoph Knie (Bad Berleburg) + 1:09,8 Minuten / 1 Strafrunde
      6. Fabian Mund (Oberhof) + 1:18,1 Minuten / 1 Strafrunde
      Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.
    • Wilhelm gelingt in Hochfilzen erster Saisonsieg

      Sprint-Spezialistin Kati Wilhelm reckte die Fäuste gen Himmel und bejubelte schon vor der Ziellinie den zehnten Weltcupsieg ihrer Laufbahn.

      Mit einem fehlerfreiem Schießen und der drittschnellsten Laufzeit aller 109 Starterinnen feierte die Biathletin vom SCM Zella-Mehlis in Hochfilzen ihren ersten Saison-Erfolg und untermauerte ihre Anwartschaft für den Olympia-Start in San Sicario. Hinter der Russin Swetlana Ischmuratowa, die sich auch durch einen Sturz nicht aus der Ruhe bringen ließ, komplettierten Uschi Disl (Moosham) als Dritte, Simone Denkinger (Gosheim) als Vierte und Andrea Henkel (Großbreitenbach) auf Position sechs das herausragende Abschneiden der deutschen Biathletinnen.

      «Das war heute so, wie ich es mir wünsche, eine wirklich prima Vorstellung der Mädels. Mit nur acht Strafrunden hat es für alle sieben Starterinnen heute auch beim Schießen prima geklappt», lobte Bundestrainer Uwe Müßiggang. «Nachdem nun auch Simone Denkinger die Olympia-Norm geschafft hat, sollte das Ergebnis weiter Selbstvertrauen geben», meinte Müßiggang. «Ich merke schon, dass sie alle vor Olympia ein bissel hippelig sind. Sie wissen, dass man zu den ersten vier in der Mannschaft gehören muss, um in San Sicario sicher starten zu dürfen», sagte der Coach. «Heute haben die Mädels gezeigt, dass die Ergebnisse vor zwei Tagen nicht unser Niveau sind.»

      Kati Wilhelm genoss im Ziel die Ovationen der Zuschauer - und die Interviews. «Der Sprint ist einfach mein Ding», betonte jubelnd die 29 Jahre alte Thüringerin, die sieben ihrer zehn Weltcup-Erfolge über 7,5 Kilometer schaffte. «Heute hat sich auch ausgezahlt, dass ich den Mut hatte, mich in der dritten Startgruppe auslosen zu lassen.» Als sie nach dem ersten Schießen mit Bestzeit geführt wurde, kamen schon Sieggedanken auf. «Das motiviert zusätzlich. Vor dem letzten Schuss habe ich noch Mal durchgeschnauft, weil ich das Schwarze nicht mehr sicher im Visier hatte. Das hat sich gelohnt», sagte die Doppel- Olympiasiegerin von 2002 über ihre Vorstellung am Schießstand.

      Trotz ihres dritten Ranges war Uschi Disl nicht total glücklich. «Ich bin läuferisch noch nicht hundertprozentig fit, fühle mich immer ein bissel müde, lätschert, wie man in Bayern sagt. So gesehen bin ich sehr zufrieden, sowohl mit der zweitschnellsten Laufzeit als auch dem dritten Platz», berichtete die Zweite im Gesamtweltcup und Trägerin des Roten Trikots als Führende im Disziplin-Weltcup.

      Dagegen war Simone Denkinger total happy. «Ich konnte bisher das Thema Turin zwar noch ausblenden, doch es ist schon ein schönes Gefühl, die Norm geschafft zu haben. Jetzt kann ich in Ruhe Weihnachten feiern», sagte die Biathletin von der Schwäbischen Alb, die sich damit auch für das Staffelrennen aufdrängte. Der Bundestrainer nominierte dafür Martina Glagow (Mittenwald), Denkinger, Katrin Apel (Frankenhain) und Wilhelm.

      Quelle: dpa
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    • Deutsche Biathleten in Olympia-Form

      Bei Kaiserwetter haben die deutschen Biathleten Seriensieger Norwegen vom Thron gestoßen und erstmals seit dem WM-Sieg vor 22 Monaten in Oberhof wieder eine Staffel gewonnen.

      Im österreichischen Hochfilzen präsentierte sich das Quartett mit Ricco Groß (Ruhpolding), den beiden Oberhofern Alexander Wolf und Sven Fischer sowie Michael Greis (Nesselwang) in Olympia-Form und verwies in 1:20:58,9 Stunden für die 4 x 7,5 Kilometer Russland (+ 36,6 Sekunden) und Frankreich (+ 1:02,5 Minuten) auf die weiteren Plätze.

      Bundestrainer Frank Ullrich freute sich nach dem ersten Sieg im Olympia-Winter über den nach dem Rennverlauf unerwarteten Erfolg - «denn mit einer Strafrunde haben wir noch nie eine Staffel gewonnen». Wolf hatte die Extrarunde drehen müssen. «Toll wie sich speziell Ricco, Sven und Michael verkauft haben. Bei Ali Wolf reicht es noch nicht ganz. Er war wohl etwas übermotiviert. Zudem hat er nach der Information, dass der Wind etwas nachgelassen hat, wohl zu sehr am Diopter gedreht. Da war dann auch etwas Pech dabei», sagte Ullrich.

      Groß strahlte nach zwei «unbefriedigenden Einzelrennen» über ein fast perfektes Rennen ohne Nachlader. «Beim Sturz kurz vor dem Wechsel bin ich Iwan Tscheressow über den Ski gefahren. Wir sind beide kraftlos umgefallen», erzählte er und entschuldigte sich bei dem Russen. Fischer, der wie Groß Rundenbestzeit lief und eine Reservepatrone benötigte, freute sich über die «perfekte Laufform», Schlussläufer Greis über ein «Traumrennen, so wie ich es mir vorstelle».

      Einzig Wolf, der trotz der Strafrunde noch als Zweiter wechselte, haderte mit dem Liegendschießen. «Dabei war ich mir hundertprozentig sicher, dass ich treffe. Dumm, dass es wieder mir mit der Strafrunde passiert ist. Um so glücklicher bin ich, dass es die anderen noch rausgerissen haben», sagte der Thüringer. Mit den zwei vierten Plätzen im Einzelrennen am Donnerstag und dem Sprint am Samstag hat er wie Fischer und Greis die Olympia-Norm erfüllt. Bei den Damen gelang das schon allen sieben Weltcupstarterinnen.

      In allen Rennen von Hochfilzen imponierten neben den deutschen Damen auch die Männer mit nahezu unglaublichen Lauf-Bestzeiten. «Unsere zweijährigen Bemühungen, zu den läuferisch überragenden Norwegern aufzuschließen, haben sich ausgezahlt. Wir sind jetzt auf Augenhöhe mit ihnen, können andere läuferisch in Zugzwang bringen», sagte Ullrich. «Das ist - ohne übermütig zu werden - schon hilfreich und eine gute Basis für die nächsten Weltcups.»

      Bereits jetzt hat sich seine Saisonplanung mit dem verspäteten Einstieg der «großen Drei» - Fischer, Groß und Greis - ausgezahlt. «Das Extratraining auf der Tauplitzalm an Stelle der Weltcuprennen in Östersund war perfekt und sollte Mut machen, auch in Zukunft so unpopuläre Entscheidungen zu treffen», stimmte auch Fischer zu.

      Quelle: dpa
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    • Vierfach-Erfolg für deutsche Biathleten

      In Olympia-Form sind die deutschen Biathleten beim Weltcup-Sprint über 10 Kilometer im slowakischen Osrblie zu einem Vierfach-Triumph gestürmt. Fünf Tage vor seinem 27. Geburtstag landete der Oberhofer Alexander Wolf den zweiten Sieg seiner Laufbahn.

      Mit fehlerfreiem Schießen behauptete er sich um 5,5 Sekunden vor dem vier Jahre jüngeren Michael Rösch (Altenberg), der ebenfalls alle zehn Scheiben traf. Als Dritter und Vierter komplettierten Sven Fischer (Oberhof) und Michael Greis (Nesselwang) das hervorragende Ergebnis der deutschen Biathleten. Fischer war erneut Laufschnellster.

      Das Quartett startet am 18. Dezember von den ersten vier Plätzen ins Verfolgungsrennen. «Hoffentlich haben wir dann nicht so einen Dauerschneefall wie heute, damit die vier nicht Schneepflug für den Rest des Feldes spielen müssen», sagte der überglückliche Bundestrainer Frank Ullrich. «Ganz ehrlich - wir hatten uns für heute schon viel vorgenommen, doch mit den ersten vier Plätzen hätte ich nicht gerechnet. Vor allem die beiden jungen Burschen haben heute alles richtig gemacht», lobte Ullrich, der sich nicht an einen Vierfach-Erfolg als Trainer erinnern konnte.

      «Das hatte schon sensationellen Anstrich», meinte der nicht zu Superlativen neigende Thüringer. «Wir hatten aber auch das Glück der Tüchtigen, dass sich viele andere bei den komplizierten Bedingungen etwas verschossen haben. Und bestimmt wären auch zwei, drei der besten Norweger vorn mit reingelaufen, wenn sie da gewesen wären», fügte Ullrich relativierend an. Wohl auch, um den Erwartungsdruck nun nicht zu groß werden zu lassen.

      Alexander Wolf, der mit der Startnummer 25 bei Schneetreiben die Richtzeit setzte, musste warten, bis mit Startnummer 96 der norwegische Junioren-Weltmeister Emil Svendsen als Fünfter im Ziel war. Erst dann konnte er seinem Vater Karl-Heinz um den Hals fallen, der als internationaler Kampfrichter dabei war. «Läuferisch ging es heute weit schwerer als gestern. Doch das Nuller-Schießen hat motiviert und dann hat sich unsere harte Trainingsarbeit ausgezahlt», berichtete der lange Thüringer, der nun im Gesamtweltcup auf den zweiten Platz hinter dem neuen Spitzenreiter Raphael Poiree (Frankreich) vorrückte.

      Michael Rösch fühlte sich nach dem besten Ergebnis seiner Laufbahn wie im Traum. «Ich würde am liebsten überhaupt nicht aufwachen. Vier Deutsche auf der Anzeigetafel ganz oben und ich mittendrin, das ist der absolute Hammer», sagte der Osterzgebirgler, der neben dem flotten Lauf mit extrem schnellem Schießen glänzte. Sven Fischer dagegen bedankte sich zuerst bei den Ski-Technikern. «Was sie heute wieder geleistet haben, steht unseren Ergebnissen nicht nach», meinte der Mann aus Schmalkalden und trauerte seinem Fehler im zehnten und letzten Schuss nur für einen Moment nach.

      Quelle: dpa
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    • Biathletin Wilhelm übernimmt Weltcup-Spitze

      Kati Wilhelm hat sich erstmals in diesem Winter das Gelbe Trikot der Weltcupführenden übergestreift und geht nach ihrem zweiten Platz im Sprint als erste Jägerin von Anna Carin Olofsson ins Verfolgungsrennen.

      Allerdings hat sie bereits 53,5 Sekunden Rückstand auf die Schwedin, die mit einem perfekten Rennen im slowakischen Osrblie ohne Schießfehler und mit Laufbestzeit den zweiten Weltcupsieg ihrer Laufbahn feierte. Damit schlüpft die vom Ruhpoldinger Trainer Wolfgang Pichler betreute 32- Jährige immer mehr in die Rolle der Top-Favoritin für die Olympischen Winterspiele in Turin.

      Während Wilhelm als einzige den Rückstand unter einer Minute halten konnte, hatte Uschi Disl (Moosham) als Sechste bereits 1:28 Minuten Rückstand und Katrin Apel (Frankenhain) lag auf Rang zehn schon 1:32,6 Minuten zurück. «Anna Catrin ist brutal gut drauf. Die hätte ich heute auch ohne den dummen Fehler beim letzten Schuss nicht gefährden können», sagte Kati Wilhelm, nachdem sie ihrem Freund im Ziel umarmt hatte. «Ich will aber nicht meckern. Bei mir funktionierts derzeit wirklich ganz gut. Vor allem mit dem Schießen bin ich zufrieden», fügte die Thüringer Doppel-Olympiasiegerin an.

      Ganz im Gegensatz zu Andrea Henkel (Großbreitenbach), die wie Wilhelm in Salt Lake City zwei Mal Gold gewonnen hatte und die bei den ersten beiden Weltcups überzeugen konnte. «Wir sind schon lange unterwegs. Bei mir lassen die Kräfte langsam nach», erklärte Henkel, die mit fünf Strafrunden als 67. wie auch Sabrina Buchholz (Oberhof/75.) sogar die Qualifikation für das Verfolgungsrennen verpasste. «Das ist besonders ärgerlich», sagte sie.

      Auch Uschi Disl war nicht restlos zufrieden, obwohl sie das Rote Trikot als Spitzenreiterin im Disziplin-Weltcup verteidigte. «Vor allem der Schießfehler im Stehendanschlag war völlig überflüssig. Ich habe das Schwarze überhaupt nicht mehr gesehen und trotzdem abgedrückt. Das war ein Anfängerfehler. Ich hätte noch Mal absetzen müssen», schimpfte sie über sich selbst.

      Quelle: dpa
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    • Erneut Vierfach-Erfolg für deutsche Biathleten

      Sven Fischer hat das Verfolgungsrennen beim Biathlon-Weltcup im slowakischen Osrblie gewonnen.

      Der 34 Jahre alte Oberhofer behauptete sich nach 12,5 Kilometern mit 26,3 Sekunden Vorsprung vor seinem Vereins-Kollegen Alexander Wolf, der damit auch die Weltcup-Führung übernahm. Als Dritter stürmte Michael Rösch aus Altenberg vor Michel Greis (Nesselwang) ins Ziel. Ricco Groß (Ruhpolding) erfüllte als Sechster ebenfalls noch die Olympia-Norm.

      Quelle: dpa
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    • Biathlet Fischer gewinnt zweiten Grand mit Vieren

      Der zweite «Grand mit Vieren» in Osrblie hat die deutschen Biathleten 54 Tage vor Eröffnung der Olympischen Wintersiele in die Rolle der Favoriten gebracht.

      Zwei Tage nach dem Vierfacherfolg im Sprint stachenauch im Verfolgungsrennen die Trümpfe von Bundestrainer Frank Ullrich. Nach 12,5 Kilometer siegte der Oberhofer Sven Fischer mit deutlichen 26,3 Sekunden vor seinem Vereins-Kollegen Alexander Wolf, der erstmals in seiner Laufbahn das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters übernahm. Nur eine Zehntelsekunde später stürmte Michael Rösch (Altenberg) als Dritter vor Michael Greis (Nesselwang/+54,2 Sekunden) ins Ziel. Ricco Groß erfüllte mit Tagesbestzeit als Sechter die Olympia-Norm.

      Die deutschen Damen standen dem mit Platz zwei durch Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) und Rang drei für Uschi Disl (Moosham) nicht viel nach. Die Schwedin Anna Carin Olofsson gewann einen Tag nach dem Sprint auch die Verfolgung mit deutlichen 1:05,1 Minuten erneut vor Wilhelm. Disl lag im Ziel 1:32,3 Minuten zurück. «Anna Carin war in den beiden Rennen am Wochenende nicht zu schlagen. Sie ist jetzt die Olympia-Favoritin. Doch mit den zwei zweiten Plätzen und dem Gelben Trikot bin auch ich mehr als zufrieden», bilanzierte die Thüringerin Kati Wilhelm die Dienstreise in die Slowakei.

      «Das ist unglaublich. So etwas habe ich in meiner langen Laufbahn bisher weder als Aktiver noch als Trainer erlebt. Das hat's wohl im Weltcup noch nie gegeben», jubelte der sonst eher als nüchterner Analytiker bekannte Bundestrainer Frank Ullrich. «Wir genießen das, können ruhig Weihnachten feiern, müssen aber trotzdem nüchtern bleiben, denn die besten Norweger waren nicht dabei. So werden wir die Fans wohl kaum wieder verwöhnen können», fügte Ullrich an.

      Im Ziel lagen sich Fischer, Wolf und Rösch - das Trio vom Zimmer 212 im deutschen Mannschaftshotel - lachend in den Armen. «Heute bin ich die Lusche im Zimmer und bekomme einen Aufkleber auf die Stirn», stellte Rösch schmunzelnd fest. Er bedankte sich nach seinem dritten Podestplatz bei den drei Rennen in der Niederen Tatra bei den Skitechnikern und betonte: «Heute hat der Beste gewonnen.»

      Sven Fischer überhörte das Kompliment. «Läuferisch waren wir drei heute gleich. Da musste das Schießen entscheiden. Und da habe ich doch noch ein bissel mehr Erfahrung», begründete der Sieger, der nur eine Strafrunde drehen musste, während der lange führende Wolf zwei und Rösch gar drei Mal die zusätzlichen 150 Meter absolvieren mussten. Alexander - genannt Ali - Wolf strahlte ob des gewonnenen Zielsprints gegen Rösch. «Das war wichtig, denn ich wollte nicht der Schlechteste im Zimmer sein», sagte er augenzwinkernd. «Dass mir das sogar die Weltcup-Führung einbrachte, wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Doch Weihnachten in Gelb, das ist das Sahnehäubchen auf den prima Dezember», meinte Wolf, der zudem in Osrblie rund 30 000 Euro an Prämien kassierte. Fischers zwei Siege wurden sogar mit rund 40 000 Euro belohnt, Röschs Leistungen immerhin mit 24 000 Euro.

      Mindestens ebenso glücklich wie das Trio lief Ricco Groß als Sechster ins Ziel und bejubelte die Olympia-Norm. «Die wollte ich bis Weihnachten. Auf der Strecke muss es ein mittleres Erdbeben gegeben haben, so schwer war der Felsbrocken, der mir nach dem letzten Schießen von dem Schultern geplumpst ist», erklärte der Team- Routinier. Denn ihn freute es besonders, dass er erstmals in diesem Winter im Wettkampf seine Trainings-Leistungen bestätigen konnte.

      Quelle: dpa
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    • Alexander Wolf ist zur zeit Bärenstark! :jo: Mach weiter so Alex!
      SV Backnang - Steinbach
      :cool:

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    • 'Sportlerin des Jahres' Disl auf dem Höhepunkt'

      Als 'Lady in red' gab Hauptdarstellerin Uschi Disl bei der Wahl zur 'Sportlerin des Jahres' in Baden-Baden eine glänzende Figur ab. 'Das ist eine wunderschöne Sache und ich bin echt stolz drauf', sagte sie über die Auszeichnung.

      Die 35-jährige Bayerin wurde zuvor vom Überbringer des Siegerpokals überrascht: Es war ihr Bruder Stefan, der vor fünf Jahren nach einer Gehirnblutung zwei Wochen im Koma lag. Wäre er nicht wieder gesund geworden, hätte Disl damals ihren Sport aufgegeben und nicht in diesem Jahr gleich zwei Mal das lang ersehnte WM-Gold geholt. Hinter Disl belegten Eisschnellläuferin Anni Friesinger und Diskus-Dame Franka Dietzsch die Plätze.

      Sie gilt als Vorzeige-Bayerin - und sie will es auch sein. 'Ich bin mit ganzem Stolz Bayer', bekennt Disl. Lediglich im heimischen Dietramszell, wo seit drei Generationen ein Mitglied ihrer Familie den Vornamen Ursula trägt, wird häufig geschimpft, dass sie zu hochdeutsch spreche. Dabei hat Uschi Disl die bayerische Mundart auch jenseits des Weißwurst- Äquators hoffähig gemacht. 'Vielleicht gerade, weil ich mich bemühe, einigermaßen hochdeutsch zu sprechen', meint die seit 1989 im Weltcup tätige und inzwischen 35 Jahre alte Biathletin schmunzelnd.

      Nach 16 Jahren ist sie nun auf dem Gipfel ihrer Karriere angekommen, erntet den Lohn ihrer nie nachlassenden Mühen. Im März holte sie ihre ersten beiden WM-Einzeltitel, an die sie nach 30 Weltcupsiegen und vier Mal WM-Silber schon nicht mehr glauben mochte. Es folgten das 'Bambi' und die Ehrung als 'Bayerin des Jahres'.

      Ob das schon ein Vorgriff auf ihr sportliches Lebenswerk war, lässt Uschi Disl offen. 'Turin werden auf alle Fälle meine letzten Olympischen Spiele sein. Ob der Winter auch die letzte Saison sein wird, entscheide ich erst im Frühjahr', sagte sie zu Spekulationen um das Karriereende. Allerdings hat sie sich eines fest vorgenommen: 'Ich werde im kommenden Frühjahr erstmals seit 1993 wieder länger als eine Woche Urlaub machen, will nach Neuseeland fahren.' Auch für die Zeit nach der aktiven Laufbahn hat die BGS-Polizeiobermeisterin schon feste Pläne. Sie möchte Kinder haben. 'Und mir schwebt vor, als TV- Expertin weiter beim Biathlon dabei zu sein. Gespräche dazu sind schon gelaufen. Denn eines weiß ich schon genau. Der Abschied wird mir sehr schwer fallen, denn ich bin mit Herzblut dabei.'

      Dass Uschi Disl in der Beliebtheitsskala der Wintersportlerinnen in Deutschland ganz weit vorn rangiert, erklärt sie mit ihrem Naturell. Sie lässt die Fans an ihren Gefühlen teil haben, zeigt gleichermaßen Frust wie Lust. 'Ich denke auch, dass beim Publikum gut ankommt, dass ich immer ehrlich darum kämpfe, mein Bestes zu geben, dass ich viel lache und versuche, höflich zu sein', meint die Frohnatur. An den ihr von den Medien zugeschriebenen Namen 'Turbo- Disl' hat sie sich längst gewöhnt. 'Mein Turbo sind die pure Willenskraft und mein Ehrgeiz. Die Schmerzgrenze überwinden, das kann ich ganz gut', sagt die 'Sportlerin des Jahres' bescheiden.

      Quelle: sport.de
    • Original von ssv_grieche
      Wenn die Deutschen so weiter machen dann holen sie bestimmt Gold in Olympia :jo:


      jo denke ich auch
      :supporter10:SVS und der S04!! :velbert:

      Felix Magath der Meistermacher von Schalke 04?? :unsicher:




      Der Krieg macht aus Jungs keine Männer,sondern Leichen!
    • Zweiter Staffel-Platz für die «Golden Girls»

      Im Nebel über Oberhof haben die «Golden Girls» von Salt Lake City den Durchblick verloren und müssen weiter auf ihren ersten Staffel-Sieg im Olympia-Winter warten.

      Vor 16 000 Zuschauern mussten sich Uschi Disl (Moosham), Andrea Henkel (Großbreitenbach), Katrin Apel (Frankenhain) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) beim Heimspiel mit dem zweiten Platz 7,1 Sekunden hinter Frankreich begnügen. Rang drei belegte in dem Rennen über 4 x 6 Kilometer Weißrussland mit 19,3 Sekunden Rückstand. Disl und Henkel mussten je eine Strafrunde drehen. Apel ließ sogar zwei Scheiben stehen. Nur Kati Wilhelm konnte das Handicap vermeiden.

      «Ich bin trotz der vier Strafrunden zufrieden. Das hätte bei den sehr schwierigen Bedingungen auch ganz anders ausgehen können. Doch es hat alle getroffen. Nur eine der 16 Staffeln blieb ohne Zusatzrunde», sagte Bundestrainer Uwe Müßiggang. «An ein Staffelrennen mit so vielen Strafrunden kann ich mich nicht erinnern», fügte der dienstälteste Auswahltrainer im Weltcup an.

      Uschi Disl wechselte als Zweite, Andrea Henkel brachte das heimische Quartett knapp in Front. Katrin Apel übergab als Zweite mit 13,2 Sekunden Rückstand, den Kati Wilhelm, die nach dem Liegendschießen sogar noch um einen Rang zurückgefallen war, nicht mehr verbessern konnte. «Im Moment sehe ich mich noch nicht in der Olympia-Staffel», sagte Disl nach ihrer Runde. «Doch es war heute extrem schwer zu schießen. Zu den Nebelschwaden kam auch noch der Wind. Es war grenzwertig, so dass ich mir wegen der Runde keinen Vorwurf mache. Dafür habe ich mich in der Loipe super gefühlt», berichtete die «Sportlerin des Jahres.

      Die als sichere Schützin geltende Andrea Henkel machte auf ihren letzten zwei Kilometern mit Wut im Bauch wegen der Strafrunde über 15 Sekunden auf die Französin Florence Baverel-Robert gut. «Ich musste mich abreagieren», begründete sie schmunzelnd den Sturmlauf an die Spitze. Katrin Apel beklagte die schlechte Sicht. «Ich habe mich beim Schießen gut gefühlt, hatte keine 'Nähmaschine' in den Beinen, aber nichts gesehen. Wenn man nach dem Schuss übers Visier gucken muss, ob die Scheibe gefallen ist, kann man nix machen», bewertete sie ihren Auftritt.

      Schlussläuferin Kati Wilhelm verdrängte auf der letzten Schleife zwar noch die Weißrussin Olena Zubrilowa auf den dritten Platz, den ersten französischen Staffelsieg seit zwei Jahren konnte sie aber nicht mehr verhindern. «Schon Olena in Schach zu halten war sehr hart. Ich wusste nicht, ob sie noch an meinen Skienden klebt und habe erst auf der Zielgeraden einen Blick nach hinten riskiert», sagte Wilhelm.

      Quelle: dpa
      Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.
    • Starker Auftritt der Staffeln in Oberhof. :rauf: :respekt:
      Das macht Hoffnung. :jo:
      Dann ham mer mal wieder was zu feiern. :winke: :sieger: :saufen:
      SV Backnang - Steinbach
      :cool:

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    • Überragendes Mannschaftsergebnis der Männer im Sprint in Oberhof. :rauf:
      Klasse Stimmung dort. :supporterbrd:
      SV Backnang - Steinbach
      :cool:

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    • Glagow krönt Biathlon-Festspiele in Oberhof

      Nach fünf Tagen Biathlon-Party in Oberhof wurden die 20.000 begeisterten Fans mit einem tollen Finale belohnt. In einem dramatischen Massenstartrennen feierte Martina Glagow ihren sechsten Weltcupsieg.

      Die Mittenwalderin verwies nach 12,5 Kilometern in einem packenden Endspurt Olga Pyleva und Katrin Apel auf die weiteren Plätze. Kati Wilhelm (4.), Uschi Disl (5.), Simone Denkinger (8.) und Andrea Henkel (9.) untermauerten die Dominanz der DSV-Damen in dieser Saison eindrucksvoll.
      "Das war eine tolle Leistung zum Abschluss der Oberhof-Tage, wobei mir besonders das letzte Schießen der gesamten Mannschaft imponierte.Nur ein Fehler aller sieben Mädchen, das gab's noch nie", freute sich Uwe Müßiggang. Dennoch dürfte dem Bundestrainer nicht verborgen geblieben sein, dass seine Schützlinge am Schießstand noch Verbesserungspotenzial haben.

      Lediglich Martin Glagow (0 Fehler) und Katrin Apel (1 Fehler) wussten zu überzeugen. Wilhelm, Disl und Denkinger mussten allesamt drei Strafrunden drehen. Dank der läuferischen Klasse der Drei reichte es aber dennoch zu einem Top-10-Platz. Kati Wilhelm konnte zudem ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen.
      Angesichts dieser tollen Ergebnisse blickte Müßiggang optimistisch in die Zukunft: "Wer vor der tollen Kulisse in Oberhof und ab Mittwoch dann auch in Ruhpolding besteht und da mit dem Druck des Heimspiels fertig wird, der kann das auch bei Olympia", sagte er mit Blick auf den Saison-Höhepunkt.

      Quelle: sportal.de
    • Hanevold gewinnt Weltcup in Oberhof - Fischer 2.

      Der Oberhofer Sven Fischer hat im Massenstartrennen seines Biathlon-Heimweltcups den zweiten Platz belegt. Nach 15 Kilometern und drei Strafrunden hatte er im Ziel 10,1 Sekunden Rückstand auf den Norweger Halvard Hanevold.

      Hanevold verfehlte nur eine der 20 Scheiben und feierte seinen ersten Saisonsieg. Als Zwölfter verteidigte Alexander Wolf (Oberhof) mit 288 Punkten die Führung im Gesamtweltcup vor Fischer (271) und Raphael Poiree (Frankreich/258), der auch Dritter in der Tageswertung wurde.

      Vor 22 500 Zuschauern hatte lange Ricco Groß das Geschehen bestimmt. Der Ruhpoldinger übernahm nach dem zweiten Schießen die Führung und sah bis zur letzten Stehend-Serie wie der kommende Sieger aus. Doch dann verfehlte er zwei Scheiben und fiel nach den 300 Zusatzmetern noch auf den siebten Rang zurück, direkt vor Michael Greis (Nesselwang). Unmittelbar vor dem letzten Schießen hatte er einen Hexenschuss bekommen.

      «Deshalb stand ich so beschissen da, doch am Besuch der 'Hexe' haben die beiden Fehler nicht gelegen. Sie habe ich selbst geschossen», meinte Groß, der nach dem Wettkampf wie ein alter Mann durch die Mixed-Zone humpelte und sich vom Mannschaftsarzt behandeln lassen musste. «Ich hoffe, bis zum Weltcup ist das überstanden. Damit plage ich mich nun schon seit Dezember 2002 herum», berichtete der Wahl-Bayer.

      «Trotzdem war das für Ricco ein ganz wichtiges Erfolgserlebnis. Er hat sein Herz in beide Hände genommen und genau das umgesetzt, was wir am Vorabend besprochen hatten. Er sollte sich beim Schießen was zutrauen, denn er kann es ja», meinte Bundestrainer Frank Ullrich.

      Quelle: dpa
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    • Wilhelm fehlt Zehntelsekunde zum Sieg

      Kati Wilhelm hat beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding eine Zehntelsekunde zum Sieg gefehlt. Im Zielspurt des Verfolgungsrennen unterlag die Zella-Mehliserin gegen Liv Grete Poiree (Norwegen) mit dem kleinsten im Biathlon gemessenen Zeitunterschied.

      «Nachdem wir bereits die Staffel so knapp verloren haben, nun erneut etwas Pech. Doch mit zwei Mal nur einem Zehntel Rückstand gehen wir auch in die Geschichte ein», kommentierte der «rundum zufriedene» Bundestrainer Uwe Müßiggang.

      Platz drei belegte mit 23,9 Sekunden Rückstand die Russin Albina Achatowa, die als einzige der ersten Acht alle 20 Scheiben getroffen hatte. Poiree musste zwei Mal in die Strafrunde, Wilhelm sogar drei Mal, baute aber ihren Vorsprung im Gesamtweltcup gegenüber der Tagesfünften Anna Carin Olofsson (Schweden) auf 58 Punkte aus.

      Neben Wilhelm überzeugte auch Katrin Apel (Frankenhain), die sich vom 17. Startplatz auf den siebten Rang nach vorn kämpfte. Martina Glagow (Mittenwald) als Zehnte, Simone Denkinger (Gosheim) auf Platz 13 und Andrea Henkel (Großbreitenbach) als 16. rundeten das gute Ergebnis ab. Die erst 18 Jahre alte Magdalena Neuner (Wallgau) sammelte durch Platz 21 beim ersten Weltcup-Einsatz gleich zehn Punkte.

      Quelle: dpa
      Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.