Biathlon

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    • Ein superspannendes Rennen mit Fotofinish...
      Gut, dass Kati nicht schon wieder gewonnen hat, sonst wäre der Druck für die Olympischen Spielen wohl noch grösser gewesen.
      Liv-Grete hat sich im Vergleich zu den letzten Rennen aber auch sehr gesteigert und den Sieg verdient.

      Freue mich schon auf die Verfolgung der Herren.
    • Vom Rückenkranken zum Olympia-Favoriten

      Antholz - Die Skistöcke hoch in den stahlblauen Antholzer Himmel gereckt, feierte Ricco Groß mit einem breiten Siegerlächeln im Gesicht die Wandlung vom Rückenkranken zum Olympia-Favoriten.

      Der 35 Jahre alte Ruhpoldinger gewann beim Biathlon-Weltcup in Südtirol das Jagdrennen und sicherte sich damit nach überstandenem Hexenschuss den ersten großen Sieg seit zwei Jahren.

      "So macht mir Biathlon wieder richtig Spaß"

      "Das war einer meiner besseren Tage. So macht mir Biathlon wieder richtig Spaß", kommentierte der Altmeister den neunten Weltcup-Einzelsieg seiner Karriere, der mit Prämien von fast 20.000 Euro belohnt wurde.

      "Ich wusste um die Laufstärke der Norweger und dass ich ohne Fehler über das Schießen kommen muss, um zu gewinnen. Zum Glück hat es geklappt."

      Am Ende triumphierte Groß einen Tag nach seinem zweiten Sprintplatz mit 29,8 Sekunden vor Halvard Hanevold und 34,7 Sekunden vor Sprintsieger Frode Andresen (beide Norwegen).

      Greis nicht am Start

      Der Weltcup-Zweite Michael Greis reiste nach seinem sechsten Platz im Vortagessprint wegen Halsschmerzen aus Antholz ab und soll das Wochenende laut Bundestrainer Frank Ullrich zur Regeneration nutzen.

      Auch Weltcup-Spitzenreiter Raphael Poiree ließ das Jagdrennen zugunsten einer Erholungsphase aus, verteidigte aber dennoch mit 358 Punkten sein Gelbes Trikot knapp, weil Michael Rösch (350) statt dem zum Führungswechsel nötigen 7. nur den 11. Rang schaffte.

      "Da gibt es absolut nix zu mäkeln"

      "Das war der Ricco, wie er leibt und lebt. Die Ausgangsposition nach dem Sprint war prima, und dann setzt er noch einen "Nuller" am Schießstand drauf. Da gibt es absolut nix zu mäkeln", meinte Frank Ullrich.

      Der Coach konnte bereits seinen vierten Saisonsieger nach dem Tages-13. Sven Fischer, dem in Antholz wegen Erkältung fehlenden Alexander Wolf und Rösch registrieren.

      Da auch Greis im Olympiawinter bereits mit zwei dritten und vier vierten Plätzen glänzte, ist die Vergabe der vier deutschen Startplätze für die Olympia-Rennen in San Sicario für den Coach zu einem Luxus-Problem geworden.

      Birnbacher legt vor

      Der Schlechinger Andreas Birnbacher legte nach dem neunten Sprintrang nun auch im Jagdrennen einen neunten Platz als Empfehlung für das letzte vakante Ticket für die Olympischen Spiele vor und dürfte damit im letzten Moment noch ins Turin-Aufgebot aufgenommen werden.

      Der Deutsche Skiverband DSV will insgesamt zwölf Athleten (jeweils sechs Herren und Damen) entsenden.


      sport1.de
    • Habe das Rennen nicht gesehen, mir jedoch berichten lassen, dass Ricco Groß perfekt geschossen hat...Manchmal reicht das - wie in diesem Fall.

      Will mich zwar nicht in die Riege derjenigen einreihen, die jetzt sagen: "Jawoll, Ricco, wir haben das immer gewusst, dass Du rechtzeitig vor Turin in Form kommst..." - aber dennoch: Dieser Sieg ist wohl ein Fingerzeig, und zeugt auch von großer Erfahrung dieses Athleten!
    • Kati Wilhelm auch in der Verfolgung überragend

      Kati Wilhelm ist derzeit das Maß aller Dinge im Biathlon. Zwei Tage nach dem Sprintsieg entschied die 29 Jahre alte Thüringerin im Südtiroler Antholz auch das Verfolgungsrennen über 10 Kilometer zu ihren Gunsten und baute ihre Weltcupführung weiter aus.

      Zweite wurde mit 25,1 Sekunden Rückstand Sandrine Bailly (Frankreich) vor der Russin Albina Achatowa, die als einzige im Feld ohne Strafrunde geblieben war. Das überragende Ergebnis der deutschen Mannschaft rundeten Uschi Disl (Moosham) als 5., Martina Glagow (Mittenwald) auf Platz 6, Andrea Henkel (Großbreitenbach) als 7. und Katrin Apel (Frankenhain) auf Position 8 sowie Simone Denkinger (Gosheim/10.) und Magdalene Neuner (Wallgau/11.) ab.

      «Da kann man nicht nur, da muss man zufrieden sein», lobte Bundestrainer Uwe Müssiggang seine sieben Damen. «Sie haben heute alle gut auf die wechselnden Windbedingungen reagiert. Kati ist einfach sehr gut drauf. Die kann derzeit nichts aus der Ruhe bringen. Jetzt müssen alle gesund bleiben», ergänzte er und wischte Befürchtungen vom Tisch, die Skijägerinnen seien zu früh in Form. «Alle haben ein sehr gutes Grundniveau. Das wollen wir in den kommenden Wochen bis Turin stabilisieren und möglichst noch ausbauen».

      Die als erste gestartete Thüringerin stürmte fast das gesamte Rennen an der Spitze des Feldes durch die Loipe. Lediglich zwei Mal ließ sie Sandrine Bailly für wenige Meter führen. «Sie hat mich in der Abfahrt überholt. Da habe ich gedacht, soll sie doch auch Mal das Tempo bestimmen. Doch dann wurde es mir zu langsam, denn ich wusste, dass die Verfolgerinnen auch gut geschossen haben. Und an der Spitze kann ich besser mein eigenes Tempo laufen», erzählte «Rotkäppchen» Wilhelm, die mit dem vierten Saisonsieg ihre Führung im Gesamtweltcup mit nunmehr 533 Punkten vor Uschi Disl (383) und der nicht startenden Anna Carin Olofsson (Schweden/375) weiter ausbaute.

      Bereits 50 Meter vor dem Ziel konnte Kati Wilhelm den Zuschauern zuwinken und sich für die Fotografen in Pose bringen. «So leicht wie es ausgesehen hat, war es aber nicht. Zum Glück hat Sandrine beim letzten Schießen eine Scheiben verfehlt, so dass ich auf der Schlussrunde nicht mehr volle Pulle gehen musste. Ich spüre nämlich auch die schweren Rennen von Oberhof, Ruhpolding und Antholz in den Beinen», sagte Wilhelm.

      Dass sie jetzt auch die große Olympia-Favoritin ist, scheint Wilhelm nicht zu belasten. «Ich will dort ja Medaillen gewinnen. Deshalb ist der Druck normal. Den mache ich mir auch selber», sagte sie. «Wichtig ist, dass ich jetzt bei der weiteren Olympia- Vorbereitung gesund bleibe», blickte sie nach dem 13. Weltcup-Tagessieg ihrer Laufbahn dem Saisonhöhepunkt entgegen.

      Quelle: dpa
      Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.
    • Original von Thomas
      Habe das Rennen nicht gesehen, mir jedoch berichten lassen, dass Ricco Groß perfekt geschossen hat...Manchmal reicht das - wie in diesem Fall.

      Will mich zwar nicht in die Riege derjenigen einreihen, die jetzt sagen: "Jawoll, Ricco, wir haben das immer gewusst, dass Du rechtzeitig vor Turin in Form kommst..." - aber dennoch: Dieser Sieg ist wohl ein Fingerzeig, und zeugt auch von großer Erfahrung dieses Athleten!


      Ricco Groß ist zwar nicht mehr der Schnellste, aber der Junge hat es schon immer verstanden, sich auf große Wettkämpfe punktgenau vorzubereiten. Das ist bei ihm ein Phänomen. :rauf:

      Und Kati Wilhelm ist fantastisch drauf, nach dem Sprint gestern nun auch heute Sieg in der Verfolgung! :jo:
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Deutscher Damen-Dreifacherfolg im Massenstart


      Im letzten Rennen vor den Olympischen Winterspielen haben die deutschen Damen ihre derzeitige Dominanz einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt und belegen mit Martina Glagow, Andrea Henkel und Uschi Disl alle drei Plätze auf dem "Stockerl". Glagow (eine Strafrunde) hatte im Ziel einen deutlichen Vorsprung von 28,6 Sekunden vor ihrer Freundin und Zimmerkollegin Andrea Henkel (drei Schießfehler). Uschi Disl hatte noch einmal mehr als Henkel daneben geschossen, ihr Rückstand betrug am Ende 48,8 Sekunden.

      Die Überraschung des Tages gelang Natalia Levtchenkova mit dem siebten Platz, ihrer ersten Top Ten-Platzierung überhaupt. Die 28-jährige Moldawierin hatte als Einzige der Starterinnen alle 20 Scheiben getroffen.

      Im Gesamtweltcup bleibt weiter Kati Wilhelm (545 Punkte) in Führung, vor ihrer Teamkollegin Uschi Disl (425). Auf dem dritten Platz liegen Anna Carin Olofsson (SWE) und Sandrine Bailly (FRA) gleichauf. Beide haben 375 Zähler auf ihrem Konto.

      Damit ist der Weltcup von Antholz beendet, die Athleten bereiten sich nun auf die Olympischen Spiele von Turin vor. Die Biathlon-Wettbewerbe, die im italienischen San Sicario ausgetragen werden, beginnen am 11. Februar mit der Herren-Einzelkonkurrenz über 20 Kilometer.



      biathlonworld.com
    • Doppelsieg für deutsche Biathletinnen

      Die deutschen Biathletinnen sind mit einem Doppelsieg in die Junioren-WM in Presque Isle (USA) gestartet.
      Im 7,5-km-Sprint holte sich Carolin Hennecke mit nur einem Schießfehler und 4,8 Sekunden Vorsprung auf ihre Mannschaftkollegin und Titelverteidigerin Magdalena Neuner den Sieg.
      Neuner musste insgesamt vier Strafrunden drehen und vergab damit die Chance auf einen erneuten Titelgewinn.

      Quelle: sport1.de
    • Damen-Staffel gewinnt Gold

      Die deutsche Damenstaffel hat bei der Junioren-WM der Biathleten in Presque Isle/USA die Goldmedaille gewonnen.
      Stephanie Müller (Willingen), Magdalena Neuner (Wallgau) und Carolin Hennecke (Willingen) lagen nach 3x6 km im Ziel deutlich vor Frankreich (0:29,7 Minuten zurück) und Russland (1:00,4).
      Das deutsche Team hat damit vor dem abschließenden Staffelrennen der Herren dreimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze geholt.

      Quelle: download.de
    • Pump kann Titel nicht verteidigen

      Die deutschen Biathleten haben zum Auftakt der Europameisterschaften in Langdorf-Arbersee die Medaillenränge deutlich verpasst. Titelverteidiger Carsten Pump aus Altenberg erreichte im 20-km-Einzelrennen nach vier Schießfehlern nur den achten Rang.

      Alexander Os aus Norwegen gewann den EM-Auftakt mit 22,4 Sekunden vor Lois Habert (Frankreich) und dem Weißrussen Wladimir Dratschew (24,2 Sekunden zurück).

      Die deutschen Olympia-Starter pausieren derzeit und bereiten sich auf den Weltcup in Pokljuka/Slowenien vor.

      Quelle: sport1.de
    • 58. Weltcupsieg für Ole Einar Björndalen

      Sprint-Olympiasieger Sven Fischer hat als 35. im ersten nacholympischen Biathlon-Rennen das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters eingebüßt.

      Mit dem Sieg im Sprint über 10 Kilometer im slowenischen Pokljuka schob sich der Norweger Ole Einar Björndalen mit nunmehr 504 Punkten ebenso am Oberhofer (488) vorbei wie der zweitplatzierte Raphael Poiree aus Frankreich, der mit 511 Zählern nach 19 von 26 Rennen die Weltcupführung übernahm.- «Mein Körper war heute leer, die Beine vom ersten Schritt an schwer», kommentierte Fischer lapidar.

      Björndalen stürmte mit Wut im Bauch zum 58. Weltcuperfolg seiner Laufbahn. «Allerdings nicht wegen der Olympia-Rennen, bei denen es nicht zu hundert Prozent geklappt hat. Die sind abgehakt», sagte der Norweger. Geärgert hätten ihn vielmehr die zwei Strafrunden beim Liegendschießen, erklärte Björndalen, der nun die zwei Ruhetage bis zum Verfolgungsrennen nutzen will, um «Einladungen für meine Hochzeit am 27. Mai zu schreiben». Im Ziel hatte der 32-Jährige 12,3 Sekunden Vorsprung vor Poiree und 24,2 vor dem Schweden Carl Johan Bergman, die jeweils eine Scheibe verfehlten.

      Bestplatzierter der sieben deutschen Starter war Michael Rösch (Altenberg) als Neunter mit zwei Strafrunden und 55,5 Sekunden Rückstand vor Andreas Birnbacher (Schleching/+56,4) auf Position zehn. Im von Bundestrainer Frank Ullrich vorgegeben Limit blieben auch noch Alexander Wolf (Oberhof/+57,5) als 12. und Ricco Groß (Ruhpolding/+1:01,7 Minuten) auf Rang 13. «Nach den vielen Strapazen und Empfängen nach Olympia ist das Ergebnis mit Vier unter den ersten 15 okay», sagte Ullrich und schmunzelte dabei.

      «Im Verfolger sind noch Verbesserungen möglich, vielleicht sogar bis aufs Podest», ergänzte er und lobte gänzlich zufrieden vor allem die Jungen. «Beide Youngster haben das erreicht, was ich erhofft hatte. Man merkte heute aber, dass sich einige für Olympia rächen wollen, wo wir ja richtig abgeräumt haben», stellte der Bundestrainer fest.

      Nicht so gelöst wie Ullrich fühlte sich der dreimalige Olympiasieger Michael Greis. «Ich war heute vom ersten Meter an richtig träge und lahm. Da war nicht mehr drin», bewerte der neue und einzige Ehrenbürger seines Heimatortes Nesselwang den 20. Platz und kündigte an, sich nach dem Feierstress der vergangenen Tage erst Mal richtig ausschlafen zu wollen. «Die vielen Termine haben schon geschlaucht, obwohl ich noch nicht richtig zum Feiern mit der Familie gekommen bin», ergänzte Sven Fischer. «Vielleicht sind die vielen Termine die Kehrseite der Medaille. Doch wir wollen nicht meckern. Das war alles zwar stressig, aber auch sehr, sehr schön», sagte der Thüringer.

      Quelle: dpa
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    • Denkinger fehlen 60 Zentimeter zum Podest

      Um die Winzigkeit von einer Zehntelsekunde oder umgerechnet 60 Zentimeter hat Olympia-Ersatzfrau Simone Denkinger den ersten Podestplatz dieses Winters verpasst.

      Beim Biathlon-Weltcupsprint über 7,5 Kilometer im slowenischen Pokljuka verfehlte die 26-Jährige von der Schwäbischen Alb die letzte der zehn Scheiben, musste in die Strafrunde - und ihre Siegchancen begraben. «Das war schon ärgerlich, hätte nicht sein müssen, weil ich zu schnell am Abzug war. So leicht wie heute hätte ich noch nie gewinnen können. Aber mit vierten Plätzen kenne ich mich ja aus», bemerkte Denkinger mit «einem lachenden und weinenden Auge». Bereits zum zehnten Mal war sie im Weltcup auf dem undankbaren vierten Rang gelandet.

      Der Tagessieg ging mit 3,2 Sekunden Vorsprung an die Norwegerin Linda Tjörhom, die als einzige der Top-Athletinnen ohne Strafrunde über den Kurs kam. «Dabei war ich zuletzt etwas müde», sagte sie nach ihrem ersten Saisonsieg. Platz zwei sicherte sich die Französin Sandrine Bailly vor ihrer Team-Kollegin, Olympiasiegerin Florence Baverel-Robert (27,1 Sekunden zurück).

      Verfolgungs-Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) scheiterte als Drittschnellste in der Loipe am wechselnden Wind. «Ich habe extra beim Hinlegen noch auf die Windfähnchen geschaut. Er hat während des Schießens gedreht. Das habe ich erst nach den zwei Fehlern gemerkt, dann den Diopter verstellt und wieder getroffen», berichtete die Thüringerin. Durch den zehnten Platz behauptete «Rotkäppchen» aber weiterhin souverän die Führung im Gesamtweltcup. «Und am Samstag will ich angreifen. In der Verfolgung ist bestimmt noch eine Verbesserung drin», meinte Kati Wilhelm.

      Noch mehr hat sich Simone Denkinger vorgenommen. «Ich starte ja praktisch zeitgleich mit Florence. Da ist alles machbar. Ich will das Podest angreifen», sagte sie kämpferisch. Auch Andrea Henkel (Großbreitenbach) als 13. und Katrin Apel (Frankenhain) auf Platz 18 können sich noch gute Chancen ausrechnen.

      Bundestrainer Uwe Müssiggang ärgerte sich wie Denkinger über die eine Zehntelsekunde, den geringsten im Biathlon gemessenen Zeitabstand. «Der letzte Schuss lag hauchdünn daneben. Wieder Vierte, wieder eine Zehntelsekunde - wie beim Staffelrennen in Ruhpolding, das ist schon bitter für 'Simmi', die aber trotzdem ein sehr gutes Rennen gemacht hat», sagte der Trainer. «Insgesamt sind wir heute trotz der 17 Strafrunden aber noch glimpflich davon gekommen. Man merkt den Mädchen schon an, dass sie nach Olympia mehr auf Empfängen als beim Training waren. Der Ruhetag wird allen gut tun.»

      Über die Besetzung der beiden deutschen Vierer für die zum zweiten Mal ausgetragene WM der Mixed-Staffeln wollen Müssiggang und Herren-Bundestrainer Frank Ullrich erst nach den Verfolgungsrennen am Samstag entscheiden. «Ich will nicht vorgreifen, doch könnte ich mir gut vorstellen, dass mit Andi Birnbacher und Simone Denkinger unsere beiden Olympia-Ersatzleute Starts erhalten. Sowohl als Bonbon für das Zuschauen in Turin als auch wegen ihrer guten Form», sagte Ullrich.

      Quelle: dpa
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    • Schneesturm verbläst deutsche Medaillen-Hoffnungen

      Der eisige Schneesturm von Pokljuka hat bei der Mixstaffel-Weltmeisterschaft alle deutsche Medaillen-Hoffnungen verblasen und den DSV-Biathleten in der Windlotterie nur Nieten beschert.

      Den zum zweiten Mal vergebenen Titel über 4 x 6 Kilometer mit je zwei Damen und Herren gewannen erneut die russischen Skijäger, die trotz einer Strafrunde und zehn Nachladern beste Schützen der Konkurrenz waren. Für das erste deutsche Quartett mit Simone Denkinger (Gosheim), Michael Rösch (Altenberg), Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) und Andreas Birnbacher (Schleching) gab es mit 2:36,4 Minuten Rückstand und vier Strafrunden hinter den zweitplatzierten Norwegern sowie Bronzemedaillengewinner Frankreich auf Rang vier nur «Blech».

      Die zweite deutsche Staffel mit Martina Glagow (Mittenwald), Ricco Groß (Ruhpolding), Andrea Henkel (Großbreitenbach) und Sven Fischer (Oberhof) belegte Platz zehn. Am Vortag waren Kati Wilhelm als Zweite und Katrin Apel (Frankenhain) auf Rang drei bei faireren Bedingungen im Verfolgungsrennen als Beste der mannschaftlich groß auftrumpfen deutschen Damen aufs Siegertreppchen gestürmt. Wilhelm behauptete damit ihre Führung im Gesamtweltcup, die Sven Fischer in Pokljuka an den Franzosen Raphael Poiree abgeben musste. In den Verfolgungsrennen hatten Sandrine Bailly (Frankreich) ihren 15. und Ole Einar Björndalen (Norwegen) seinen 59. Weltcupsieg gelandet.

      «Das war heute ein Windrennen an der Grenze des Machbaren. Aber am Ende waren wieder die vier stärksten Nationen vorn», schätzte Herren-Bundestrainer Frank Ullrich die Staffel-Entscheidung ein. «Allerdings hat man gesehen, dass die Frauen mehr Probleme mit dem Wind hatten. Man sollte sich Gedanken machen, ob es bei solchem Sturm noch sinnvoll ist, ein Rennen zu starten», kritisierte Frauen-Chef Uwe Müssiggang. Trotzdem konnte er dem neuen Wettbewerb gute Seiten abgewinnen, «auch wenn wir heute nicht sehr glücklich agierten».

      Die als stabile Schützin bekannte Simone Denkinger kam nach einem Sturz im Startgedränge und ungewohnten vier Strafrunden nur als 22. mit 3:44 Minuten Rückstand zum ersten Wechsel. Dass die drei anderen dann zusammen nur noch sieben Reservepatronen benötigten, reduzierte zwar den Rückstand, in Medaillennähe kam das Quartett aber nie. «Ich habe im Eissturm meine Finger überhaupt nicht mehr gespürt», bemerkte Wilhelm. Trotzdem sei es «ein interessanter Wettbewerb» gewesen, der sogar «Spaß gemacht» habe. Auch in der zweiten deutschen Staffel patzten die Damen am Schießstand. Martina Glagow musste erstmals in ihrer Laufbahn eine Staffel-Strafrunde drehen, Andrea Henkel sogar fünf. «Das war heute reine Glücksache», meinte Glagow.

      Kati Wilhelm hatte am Vortag mit dem siebten zweiten Platz des Winters ihre Führung im Gesamtweltcup mit 760 Punkten vor der Französin Bailly (587) behauptet. «Das Gelbe will ich jetzt auch nicht mehr hergeben», sagte die Thüringerin. Auch Sven Fischer wahrte in der Verfolgung mit dem Sprung von Platz 35 auf Rang neun seine Chance auf die große Weltcup-Kugel. «Da ist noch nichts entschieden», meinte er. In der Gesamtwertung ist er bei noch sechs ausstehenden Rennen mit 516 Punkten nun Dritter hinter Poiree (557) und Björndalen (554).

      Quelle: dpa
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    • Wilhelm krönt sich mit Gesamtweltcup-Sieg

      Kati Wilhelm hat ihren größten Erfolg vollendet. Als die Olympiasiegerin aus Zella-Mehlis im finnischen Kontiolahti als Zweite des Massenstartrennens über die Ziellinie fuhr, bejubelte die 29-Jährige den erstmaligen Gewinn des Gesamtweltcups.

      Die Biathletin krönte damit einen triumphalen Winter mit zuvor drei Olympia-Medaillen in Turin. Die Große Kristallkugel für den Gesamtweltcup hatte vor ihr im deutschen Lager 2003 nur die Mittenwalderin Martina Glagow gewonnen. «Jetzt habe ich mein großes Ziel erreicht», jubelte «Rotkäppchen» Wilhelm. Das Rennen über 12,5 km gewann die Weißrussin Olena Zubrilowa in 42:38,2 Minuten.

      Wilhelm kam mit 29,5 Sekunden Rückstand und drei Schießfehlern ins Ziel. Dadurch baute sie ihren Vorsprung mit 886 Punkten vor der in der Gesamtwertung folgenden Schwedin Anna-Carin Olofsson (695) und der Französin Sandrine Bailly (590) vor den letzten drei Rennen am kommenden Wochenende in Oslo uneinholbar aus. «Ich wollte unbedingt mit einem Vorsprung von mehr als 150 Punkten nach Norwegen fahren und habe die ganze Zeit gerechnet. Man weiß schließlich nie, was noch alles passiert. Man kann krank werden», sagte Wilhelm, die im Vorjahr in der Gesamtwertung den zweiten Platz belegt hatte. Doch sie strotzte im Schneetreiben von Kontiolahti vor Stärke, während ihre Verfolgerinnen Olofsson als Achte und Bailly als 28. patzten.

      Vor dem viertletzten Rennen des Weltcup-Winters hatte sich Wilhelm bereits in den Disziplinen Sprint und Verfolgung den Gesamtsieg gesichert. Auf neue Ziele angesprochen, sagte die Sportsoldatin diszipliniert: «Im nächsten Winter geht's wieder von vorne los.» Jedoch auch ihre Teamkolleginnen empfahlen sich in Finnland mit guten Resultaten. Andrea Henkel (Großbreitenbach) als Sechste, Katja Beer (Altenberg) als Siebte und Newcomerin Magdalena Neuner (Wallgau) auf Rang neun platzierten sich unter den besten Zehn.

      Quelle: dpa
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    • Disl kündigt Rücktritt an - Glagow gewinnt

      Uschi Disl kündigte ihren Rücktritt an, Martina Glagow setzte die Erfolgsserie fort. Die deutschen Biathletinnen sorgten auch beim letzten Saison-Weltcup auf dem traditionsreichen Holmenkollen oberhalb von Oslo für die Schlagzeilen.

      Nach dem 23. Platz im Sprint über 7,5 Kilometer verkündete die 35 Jahre alte deutsche Sportlerin des vergangenen Jahres die erwartete Entscheidung. «Es ist offiziell, am Sonntag ist mein letzter Wettkampf», sagte Disl genau zu dem Zeitpunkt, als die neun Jahre jüngere Glagow für ihren dritten Saisonsieg und dem dritten ihrer Laufbahn im norwegischen Skisport-Mekka geehrt wurde.

      Im Sprint der Herren über 10 Kilometer feierte der Norweger Ole Einar Björndalen seinen 61. Tagessieg vor dem Letten Ilmars Bricis und Mattias Nilsson (Schweden). Björndalen übernahm bei noch zwei ausstehenden Rennen auch die Führung im Gesamtweltcup mit 712 Punkten vor Raphael Poiree (Frankreich/683) und Sven Fischer (638). Der Oberhofer war auf Rang 26 nur viertbester Deutscher hinter Ricco Groß (Ruhpolding/9.), Andreas Birnbacher (Schleching/ 14.) und Daniel Graf (Frankenhain/20.), die damit alle ungünstige Ausgangspositionen in der Verfolgung haben. Den Sprint-Weltcup sicherte sich überraschend der Pole Tomasz Sikora.

      «Wir hatten mit der Entscheidung von Uschi gerechnet. Sie will ja auch Mal Mutti werden», sagte Martina Glagow zur Rücktrittsankündigung der letzten verbliebenen Biathletin der «Gründer-Generation», als die Damen ihre WM noch gemeinsam mit den Junioren austragen mussten. Die nur 1,58 m große Mittenwalderin hingegen plant auf alle Fälle noch bis zu den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver.

      «Mit dem heutigen Sieg hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich hatte schon beim Ski-Testen blaue Haxen», sagte Glagow. An den Zeiten der bereits mit Nummer zwei ins Rennen gegangenen dreimaligen Silbermedaillengewinnerin von Turin bissen sich alle 76 Kontrahentinnen die Zähne aus. Die Bayerin startet als Erste ins Verfolgungsrennen am 25. März.

      Die Weltcup-Gesamtsiegerin von 2003 schob sich in der Saisonwertung um einen Platz an der Französin Sandrine Bailly vorbei auf Rang drei. Drei Sekunden hinter Glagow wurde Michaela Ponza (Italien) Zweite vor der Weißrussin Jekaterina Iwanowa (+3,6 s). Kati Wilhelm (Zella-Mehlis), die als Gewinnerin der kleinen Weltcupkugel für den Sprint ausgezeichnet wurde und auch bereits als Weltcup- Gesamtsiegerin feststeht, lieferte ein «grundsolides Rennen» ab. Sie musste allerdings im Gegensatz zu Glagow eine Strafrunde drehen, die die zweitschnellste Läuferin - hinter der Schwedin Anna Carin Olofsson - den Sieg kostete, und belegte als zweitbeste Deutsche den sechsten Platz.

      Uschi Disl will nach dem Winter mit ihrem schwedischen Freund Thomas fünf Wochen Urlaub in Neuseeland machen. Ganz vom Biathlon lassen kann sie aber nicht. «Biathlon war und ist mein Leben. Doch jetzt freue ich mich auch auf etwas Neues», erklärte die 30-malige Weltcupsiegerin, achtmalige Weltmeisterin und zweimalige Olympiasiegerin, die in ihrer 16 Jahre andauernden Laufbahn bei Weltcups 120 Mal auf dem Siegertreppchen stand.

      Quelle: dpa
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    • Im Forum von biathlon-online steht geschrieben, dass nicht nur Uschi Disl und Liv Grete Poiree zum Saisonende ihre Karrieren beenden sondern auch noch Linda Tjørhom und Gunn Margit Andreassen.

      Also Tjørhom wär der Hammer. Sicher, die heiratet dieses Jahr, aber muss man deswegen schon so früh aufhören?
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    • Sechster Sieg für Wilhelm - Björndalen holt Weltcup

      Kati Wilhelm war auch im 25. und vorletzten Rennen des Winters kein bisschen siegesmüde. Die Olympiasiegerin gewann mit makellosem Schießen und der zweitschnellsten Laufzeit erstmals das Verfolgungsrennen beim Biathlon-Weltcup auf dem Holmenkollen.

      In der 12,5 Kilometer langen Verfolgung der Herren landete der Norweger Ole Einar Björndalen seinen 62. Weltcup- Tagessieg, der ihm zugleich vorzeitig zum dritten Mal die große Weltcup-Kugel für den Gesamtsieg einbrachte. Dritter wurde hinter dem Polen Tomasz Sikora der fehlerfrei schießende Ricco Groß (Ruhpolding), für den es das drittbeste Saison-Resultat war.

      Nach 10 Kilometer und vier Schieß-Einlagen hatte «Königin Kati» bei Kaiserwetter im Skisport-Mekka deutliche 51,5 Sekunden Vorsprung vor der ebenfalls fehlerfrei schießenden Russin Anna Bogali-Titowez. Als Dritte lief mit 1:02,9 Minuten Rückstand und drei Strafrunden die Schwedin Anna Carin Olofsson auf dem Osloer Hausberg ins Ziel.

      Auch Björndalen kam nach seinem überlegenen Sprint-Erfolg trotz vier Strafrunden nie in Gefahr. Er konnte bereits 300 Meter vor dem Ziel jubeln und hatte am Ende 5,6 Sekunden Vorsprung vor Sikora, der Groß (+ 7,1) im Zielspurt keine Chance ließ. «Trotzdem hat es heute wieder richtig Spaß gemacht», meinte der Ruhpoldinger. Gefallen konnten auch Andreas Birnbacher (Schleching) als Neunter, Sven Fischer (Oberhof) als Elfter sowie Daniel Graf (Frankenhain) auf dem 15. Platz. Fischer erhielt sich damit vor dem Massenstart-Rennen am Sonntag die Chance auf den zweiten Rang in der Saisonwertung.

      Neben Kati Wilhelm überzeugten auch Simone Denkinger (Goosheim), die zum vierten Mal in der Saison auf Platz vier einlief, Sprint- Siegerin Martina Glagow (Mittenwald) als Siebte und Andrea Henkel (Großbreitenbach) als Neunte. «Der Sieg auf dem Holmenkollen fehlte mir noch. Schließlich wollte ich auch mal zum König», scherzte «Rotkäppchen» Wilhelm nach ihrem sechsten Saison-Erfolg. Doch daraus wurde nichts: König Harald V. kündigte sein Kommen für Sonntag an.

      «Da muss ich halt entweder morgen noch Mal gewinnen oder es klappt auch so», hoffte die erfolgreichste Skijägerin des Winters auf ihre erste Königs-Audienz. Die einstige Sprint-Spezialistin setzte am Samstag ihre überragende Serie in den Verfolgungs-Konkurrenzen fort. In den acht Rennen des Winters siegte sie drei Mal und wurde fünf Mal Zweite. «Ich hatte heute von Anfang an ein gutes Gefühl. Das hat trotz der Müdigkeit Spaß gemacht, war ein Rennen richtig zum Genießen», berichtete die Athletin aus Zella-Mehlis.

      Quelle: dpa
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