Olympische Winterspiele 2018

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    • Olympische Winterspiele 2018


      München ist Olympia-Kandidat

      Riesenjubel auf dem Marienplatz in München. Ausnahmsweise war diesmal nicht der ambitionierte Fußballklub der bajuwarischen Metropole verantwortlich, sondern die Ernennung zum offiziellen Kandidaten für die 23. Olympischen Winterspiele und die 12. Winter-Paralympics 2018. Dadurch sind die Chancen gestiegen, dass die Spiele am 6. Juli 2011 bei der 123. IOC-Vollversammlung in Durban/Südafrika an München gehen.

      "Es ist immer beruhigend, so ein klares Ja zu bekommen. Und die Begeisterung hier auf dem Marienplatz zeigt, wie viele Bürger Münchens und aus ganz Deutschland den Traum von den Winterspielen 2018 haben", sagte Oberbürgermeister Christian Ude, der mit allerlei Wintersportprominenz die gute Nachricht feierte. "Jetzt packen wir das. Wir holen das schönste, tollste und größte Sportereignis nach München", sagte der dreimalige Rodel-Olympiasieger Georg Hackl. Doppel-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier ergänzte: "Olympische Spiele in Deutschland wären eine große Ehre für unser Land. Ich stecke da mein ganzes Herzblut rein, aber wir haben viel Arbeit vor uns."

      Es wäre das erste Mal, dass eine Stadt sowohl Sommer- als auch Winterspiele austragen darf. In München fanden bereits 1972 die Sommerspiele statt. Es wäre das vierte Mal, dass Olympia in Deutschland stattfindet. 1936 waren Garmisch-Partenkirchen im Winter und Berlin im Sommer Gastgeber...


      Quelle: Kicker
    • Olympia: Bauern schreiben ans IOC

      Nach dem Ablauf ihres Ultimatums an die Münchner Olympiabewerber haben sich 59 Grundstücksbesitzer aus Garmisch-Partenkirchen direkt an das Internationale Olympische Komitee (IOC) gewandt. In dem Brandbrief an IOC-Präsident Jacques Rogge teilten sie mit, dass sie ihren Grundbesitz nicht für die Winterspiele 2018 zur Verfügung stellen werden.

      Ohne diese Grundstücke seien die vorgesehenen Sportstätten nicht funktionsfähig, hieß es. Die Münchner Olympiamacher zogen ihre Bewerbung erwartungsgemäß nicht zurück. DOSB-Chef Bach glaubt nach wie vor an eine Lösung des Streits.

      Quelle: ARD-Text
    • IOC-Präsident Jacques Rogge hat im südafrikanischen Durban die 123.Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eröffnet. Sie steht am Mittwoch im Zeichen der Wahl der Stadt der Olympischen Winterspiele 2018 (kurz nach 17.00 h MESZ). München geht mit dem zum dritten Mal in Folge antretenden Pyeongchang und Annecy ins Rennen.

      München bewirbt sich zusammen mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land um die Winterspiele 2018. Am morgigen Mittwoch fällt die Entscheidung. Nach dem 43-monatigen Bewerbungsmarathon hofft die Isar-Metropole bei der Abstimmung in Durban auf den Sieg.

      Olympia total im TV

      Felix Neureuther lädt zum Frühschoppen, Hilde Gerg serviert Kaffee und Kuchen: Am Tag der Entscheidung ist das Fernsehen überall live dabei.

      Das Bayerische Fernsehen beginnt schon morgens um 8.30 Uhr mit der Berichterstattung und begleitet den Countdown mit einer zehnstündigen Sondersendung. BR-Sportschef Werner Rabe besetzt mit 50 bis 60 Mitarbeitern die Schauplätze München, Garmisch und Schönau. Auch die ARD-Sportschau bringt neben der Fußball-WM und der Tour de France Live-Bilder aus Durban. Das ZDF zeigt ein 90-minütiges "Olympia Special".

      6.Juli: Das olympische ARD-Programm

      Das Erste

      14.10-15.00 Uhr: Sportschau live aus Durban und München

      16.50-17.30: Die Entscheidung

      20.15-22.45: Sportschau live mit Hintergründen und Analysen nach der Olympiaentscheidung

      Bayerischer Rundfunk (BR)

      08.30-17.00: Blickpunkt Sport aktuell aus Durban, München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau/Königsee

      17.00-18.00: Blickpunkt Sport aktuell: Die Entscheidung

      20.15-21.00: Bürgerforum live aus Garmisch-Partenkirchen
    • Kommerz gewinnt gegen die Verbundenheit zum Wintersport. Die Spiele kommen nicht heim in die Alpen. Sehr schade !!
      "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
      Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)
    • Es passt:

      2014 Olympia Sotschi/RUS
      2018 Fußball WM Rußland
      2018 Olympia Pjöngschang oder wie dat Kaff heisst...
      2022 Fußball WM Katar

      Kommerz - Tradition 4:0! Aussicht auf Änderung: Nein!

      Die IOC Spacken sind genauso geldgierige Spackos wie die FIFA Mafia!
      Da werden demnächst einige teure Teile der Firma SAMSUNG bei den Herrschaften eintrudeln - bzw. sind bereits eingetrudelt...
    • Auch wenn die Entscheidung gewiss nicht aus hehren Beweggründen getroffen wurde: Ich bin froh, dass uns (und dem Naturraum Alpen) eine derartige Großveranstaltung erspart bleibt. Zu nächtlicher Stunde lassen sich lebensmüde Abfahren und Frauen in Ganzkörperkondomen doch direkt viel besser ignorieren. Und das dumme Gesicht von Stasi-Kati... :)
      SV Adler Osterfeld - hoch geflogen, tief gefallen, heiß geliebt.

      Wenn es mal großer Fußball sein muss: Bayer O4 Leverkusen.
    • Seh ich komplett anders. Es wären die grünsten olympischen Winterspiele aller Zeiten geworden. Lediglich 1,4 ha Bäume hätten dran glauben müssen.
      In Korea hauen sie jetzt 94 ha Wald weg!
      Bist du mal in den Alpen gewesen? Zum Ski oder Snowboard fahren? Vermutlich nicht! Eher ein Wintersportmuffel... Wie der Bundespräsident in der Präsentation schon sagte. Deutschland ist ein wintersportbegeistertes Land, Bayern dank der Berge insbesondere! Es ist ein Jammer das mal wieder der Kommerz und womöglich das Mitleid gesiegt hat.
      München/Garmisch-Partenkirchen/Königsee hätten es verdient gehabt! Vor allem ein sachkundiges Publikum an den Strecken bzw. in den Stadien.
      In Korea kennt man nur Shorttrack und ein bissl Bob - das war´s. Jammerschade!

      Jetzt Kräfte bündeln und Olympia 2022 nach Deutschland holen!
    • Meine Ablehnung hat weniger mit München denn mit genereller Ablehnung dieser derzeitigen, völlig kommerzialisierten und überdimensionierten Illusion vom Wettkampf der Völker zu tun. Da kann ich über deine Worte das mal wieder der Kommerz gesiegt hat, eigentlich nur schmunzeln, denn der gewinnt (ähnlich wie bei der FIFA) bei Olympia immer.
      Ich war seinerzeit (zum Glück erfolgreich) schon gegen Olympia in Berlin demonstrieren und an meiner Meinung zu dieser Art von Spielen hat sich seitdem nichts verändert. Das hat nicht mit Winter/Sommersportmuffel zu tun sondern mit Grundsätzlichem und ja, ich war auch schon in den Bergen. Mir ist übrigens kein neuerer Fall bekannt, wo Olympia nachträglich im Austragungsort positive Spuren hinterlassen hat. Meist müssen die Steuerzahler noch heute bluten und von den (meist negativ) veränderten, strukturellen und sozialen Rahmenbedingungen mal ganz abgesehen...
      Ich bin nicht generell gegen die Olympischen Spiele, aber generell gegen eine Austragung in ihrer derzeitigen Form in Deutschland und das gilt, so lange keine olympische Rückbesinnung auf ein vernünftiges Maß beim IOC einsetzt, selbstverständlich auch für Olympia 2022.
      Ach ja, und als Ostzonenbewohner hat mich diese Entscheidung, speziell mit Blick auf Katarina Witt, besonders gefreut und das hat seine Gründe...
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!
    • Gerne überlasse ich das Zahlen der Rechnung den Koreanern, und in Sachen Umwelt ist man dort eh nicht so zimperlich, deshalb passt das schon. Mir bleibt ein weiterer Hype mit schwarz-rot-güldener Zwangsbegeisterung erspart. Was genau wäre der Nutzen gewesen? Was genau hätte mich daran freuen sollen, wenn für hanebüchene Summen überdimensionierte Sportstätten gebaut werden, wenn mal wieder sich selbst und aller Welt die deutsche Weltoffenheit bewiesen werden soll?

      Nebenbei: Wer meint, Kati Witt sei eine geeignete Repräsentantin für irgendetwas, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Die Titten sind ganz o.k. oder waren es zumindest mal, aber das täuscht über den Rest dann auch nicht mehr hinweg.
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      Wenn es mal großer Fußball sein muss: Bayer O4 Leverkusen.
    • @Klutsch
      Hi! Also zum einen galt die "Kritik" jetzt nicht dir sondern Rothebuscher! Wir haben unsere Kommentare nahezu zeitgleich geschrieben, in Unkenntnis voneinander.
      Du schreibst wo hat Olympia nachträglich positive Spuren hinterlassen?? Einfache Antwort. Gerade in München. Der Olympiapark wird bis heute tagtäglich genutzt, zwar ohne Fußball im Olympiastadion aber auch so ist dort genung los. Das ehemalige olympische Dorf ist meines Wissens nach ein Studentenwohnheim, ohne Olympia wäre der U-Bahn Bau niemals so früh so fortgeschritten gewesen wie ohne Olympia 72. Jetzt hätte sich die Chance ergeben das alles aufzuhübschen und längst überfällige Investitionen anzugehen.
      Gerade in München/GAP/Königsee stand doch schon nahezu alles. In München der Olypark, lediglich ne temporäre Eishalle hätte man hinstellen müssen. In GAP gibt´s die nagelneue Olympiaschanze, die Kandahar, den Gudiberg mit allem Schnickschnack (siehe WM Febr. 2011) und die Eisbahn am Königsee ist die älteste der Welt, nichtsdestotzotz hochmodern.

      Gegen solche Projekte wie z.B. Sotschi bin ich auch, genauso wie du und Rothebuscher wo mal eben für 2 Wochen Olympia und 2 Wochen Paralympics eine komplette Region umgegraben wird. Geld spielt dank Öl und Gas im Riesenreich Russland keine Rolle. Genosse Putin macht das schon. So was kotzt auch mich an.
      Und Pyöngyang ist, nicht wie das 850 Jahre alte München, ein Konstrukt vom Reißbrett. Garniert mit vielen Millionen und Milliarden des Samsung Konzerns.
      Last but not least fehlt es mir offenbar nicht an Patriotismus (ein böses Wort???). Mich macht es stolz wenn unser Land hervorragende Sportereignisse ausrichten kann und Athleten wie Zuschauer unisono ein neues, ein gutes Bild von unserem Land bekommen. Ist das verwerflich? Ich denke NEIN!

      Zu allerletzt noch ein kurzer Satz zu Kati Witt. Das ehemalige "Lächeln des Sozialismus", Honeckers ganzer Stolz hat ihre Sache Olympia 2018 fantastisch gemacht.
      Wie viele andere wurde auch sie für ihr Land vorgeschoben. Erfolgreich, dazu gut aussehend. Das haben sich Genosse E.H. und seine Spießgesellen gerne ans Rever geheftet. So wie das alle Diktaturen sehr gerne machen... Aber: Mittlerweile ist das 21 Jahre her. Vielleicht war sie ein Wendehals, aber irgendwann ist dann auch mal gut. Lieber nach vorne gucken und nun ja...mit ihren 45 Jahren ist sie nach wie vor absolut tageslichttauglich!
      Nun kann ich als Wessi möglicherweise leicht reden. Nie hat einem hier einer das Maul verboten, von Geburt an bin ich Freiheit in allen Bereichen gewohnt, schon möglich das einer wie du Klutsch, der seinerzeit "schweigen musste oder ab nach Bautzen" darüber ganz anders denkt...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von petermy ()

    • petermy schrieb:


      ...
      Zu allerletzt noch ein kurzer Satz zu Kati Witt. Das ehemalige "Lächeln des Sozialismus", Honeckers ganzer Stolz hat ihre Sache Olympia 2018 fantastisch gemacht.
      Wie viele andere wurde auch sie für ihr Land vorgeschoben. Erfolgreich, dazu gut aussehend. Das haben sich Genosse E.H. und seine Spießgesellen gerne ans Rever geheftet. So wie das alle Diktaturen sehr gerne machen... Aber: Mittlerweile ist das 21 Jahre her. Vielleicht war sie ein Wendehals, aber irgendwann ist dann auch mal gut. Lieber nach vorne gucken und nun ja...mit ihren 45 Jahren ist sie nach wie vor absolut tageslichttauglich!
      Nun kann ich als Wessi möglicherweise leicht reden. Nie hat einem hier einer das Maul verboten, von Geburt an bin ich Freiheit in allen Bereichen gewohnt, schon möglich das einer wie du Klutsch, der seinerzeit "schweigen musste oder ab nach Bautzen" darüber ganz anders denkt...


      Sorry, aber dazu muss ich auch kurz was sagen. Madame hat mitgenommen, was mitzunehmen geht und hat sich ganz offen der Diktatur angebiedert. Ihre Karriere beruht auf charakterlose Ausnutzung und dabei ging sie "über Leichen".
      Und NEIN es ist nicht irgendwann gut. Unrecht bleibt Unrecht und so wie nach über 66 Jahren noch den Opfern des WK gedacht wird, so wehre ich mich dagegen die gut 50 Jahre Diktatur- u. Unrechtsstaat und alle die daran mitgewirkt haben einfach zu vergessen.
      Vielen denen es damals schon gut ging, geht es heute auch weiterhin blendend und viele die aufgrund ihrer Überzeugung in den Knast mußten, physiche und psychische Schäden davon trugen leiden noch immer.
      Frau Witt hat sich auch nie offen zu ihren Fehlern bekannt, sondern immer alles verharmlost nach dem Motto: "Das hat es gegeben ? Das wußte ich nicht". Aber so weltfremd kann nichtmal sie gewesen sein.

      Sandow - Born in GDR

      PS: Auch ich bin froh, dass der Hype um Olympia an uns vorüberzieht, ganz unabhängig von meiner Meinung über solche Vor-u.Nachwendegewinnler wie Frau Witt.
      Groundspotting

      FCM-Du bist mein Leben (Song) <3


      Oberliga Mitte (3.Liga)
      1991/92 (06.05.)
      BSV Spindlersfeld Berlin - 1.FCM 1:3
      Zuschauer: 31
      ICH WAR DABEI :thumbsup:
    • Jetzt hätte sich die Chance ergeben das alles aufzuhübschen und längst überfällige Investitionen anzugehen.
      Und es gäbe in Deutschland wirklich nichts Dringlicheres, in das man investieren könnte, als in die Sport- und sonstige Infrastruktur im ausgesprochen wohlhabenden Großraum München?

      Z.B. werden in vielen deutschen Städten Eissporthallen geschlossen weil kein Geld mehr für den Betrieb da. Für Olympia in München hätte man "nur" eine temporäre Eishalle bauen müssen und dies und das und dann das noch...
      SV Adler Osterfeld - hoch geflogen, tief gefallen, heiß geliebt.

      Wenn es mal großer Fußball sein muss: Bayer O4 Leverkusen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rothebuscher ()

    • Das artet hier ja in eine hübsche Grundsatzdiskussion aus... :D

      @petermy
      Auch wenn ich gar nicht gemeint war, trotzdem mal noch einige Worte dazu. Ich schrieb absichtlich: "Mir ist übrigens kein neuerer Fall bekannt, wo Olympia nachträglich im Austragungsort positive Spuren hinterlassen hat. Meist müssen die Steuerzahler noch heute bluten und von den (meist negativ) veränderten, strukturellen und sozialen Rahmenbedingungen mal ganz abgesehen...", hätte das aber zeitlich etwas genauer eingrenzen müssen. Natürlich meinte ich nicht die 1970er. Keine Ahnung wie Olympia damals ablief und ich will die von dir erwähnten positiven Nachwirkungen von München 1972 auch gar nicht in Abrede stellen. Mir ging es eher um die Entwicklung der Spiele seit Sonnenkönig Juan Antonio Samaranch im IOC das Sagen hatte und das läßt sich durchaus mit dem Wirken eines Sepp Blatter bei der FIFA vergleichen: Korruption, Kommerz und Gigantismus bis zum Umfallen. Die Spiele als Mittel zum finanziellen Zweck - die mit der Olympische Idee nicht aber auch gar nichts mehr zu tun haben. Nachfolger Jacques Rogge ist als IOC- Chef ja dann mit dem Bestreben angetreten, Gigantismus & Kommerz wenigstens etwas einzugrenzen und damit kläglich gescheitert, was man u.a. auch an den Vergabeorte sieht. Da gebe ich dir z.B. mit Sotschi oder auch aktuell mit Pyeongchang völlig Recht. So lange sich an der derzeitigen Grundausrichtug der Spiele nichts ändert, so lange freue ich mich, wenn an einer deutschen Stadt bzw. Region dieser Vergabekelch vorüber geht.
      Und mal kurz zum Thema Katarina Witt:
      Die Dame war zumindest unter jüngeren Menschen eine der meist verachtesten Personen in der DDR. Die Vorzüge eines westlichen Lebensstils in der DDR genießen (so fuhr Frau Witt z.b. im Audi durch die DDR & genoß völlige Reisefreiheit) und zeitgleich auf diversen Parteitagen in FDJ-Bluse über die Vorzüge des Sozialismus sächseln... :thumbdown:
      Die von FCMatze verlinkte, berühmte Wendehymne der Cottbuser Band "Sandow" enthält nicht ohne Grund nachfolgende Zeilen als Anspielung auf die Verbohrtheit der DDR-Führung (Wenn ihr Nachbar tapeziert, tapezieren sie dann mit? Als Antwort auf Glasnost & Perestroika unter Gorbatschow in der UdSSR) und nachstehend auf Frau Witt als Vorzeigeobjekt sozialistischer Errungenschaften im Sport bzw. auf ein brühmtes DDR-Konzert westlicher Künstler, bei dem Frau Witt gnadenlos von den anwesenden 160.000 Leuten ausgebuht wurde. Damit dürfte sie vermutlich einen deutschen Rekord inne haben. Schön, dass Frau Witt ihre DDR-Realitätsferne sofort mit der Wende abgelegt hat und zur Vorzeige-Kapitalistin mutierte, wie unter anderem die Mieter in ihren Berliner Mietshäusern am recht zweifelhaften Umgang mit ihnen bemerken konnten. Wenn man diversen Interviews Glauben schenken mag, hat Frau Witt mit ihrer DDR-Zeit wohl innerlich abgeschlossen. Gut so, denn ich denke das die Mehrzahl der Ostdeutschen seitdem auch mit ihrer Meinung über Fau Witt abgeschlossen haben.
      "...
      Wir bauen auf und tapezier'n nicht mit.
      Wir sind sehr stolz auf Katarina Witt.
      Katarina
      Katarina
      I was born in the G.D.R.
      Born in the G.D.R.
      Wir können bis an unsre Grenzen gehn,
      hast Du schon mal drüber hinweg geseh'n ?
      Ich hab 160.000 Menschen geseh'n die sangen so schön.
      Die sangen so schön.
      ..."
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!
    • Am verlogensten ist es aus meiner Sicht, wenn jetzt aus München Stimmen à la "Der Kommerz hat gesiegt" zu hören sind. Was hätte den in München gesiegt? Tradition? Wer hätte denn die Um- und Neubauten finanziert? Der Trachtenverein Hintertupfingen und die Rodelfreunde Voralpen? Der Unterschied zwischen Korea und Deutschland ist wahrscheinlich, dass dort ein Großkonzern fast alles zahlt und hier die Steuerzahler am Ende großzügig aufrunden dürfen.

      In welche Richtung die Entscheidungen von IOC und FIFA sich in den letzten Jahren entwickelt haben, ist doch mehr als offenkundig: In neue, zu erschließende Märkte. Das mag ja "kommerzieller" wirken als das Wiederbeleben alter Märkte, aber letztenendes geht es hier und da nur um Geld und um die Abrundung des Lebenswerks irgendwelcher Provinzpolitiker.

      Mögen doch Russen, Kataris und Koreaner die Großveranstaltungen der Zukunft austragen und die Folgen ausbaden. Je weiter weg, desto besser.
      SV Adler Osterfeld - hoch geflogen, tief gefallen, heiß geliebt.

      Wenn es mal großer Fußball sein muss: Bayer O4 Leverkusen.
    • Rothebuscher schrieb:

      Am verlogensten ist es aus meiner Sicht, wenn jetzt aus München Stimmen à la "Der Kommerz hat gesiegt" zu hören sind. Was hätte den in München gesiegt? Tradition? Wer hätte denn die Um- und Neubauten finanziert? Der Trachtenverein Hintertupfingen und die Rodelfreunde Voralpen? Der Unterschied zwischen Korea und Deutschland ist wahrscheinlich, dass dort ein Großkonzern fast alles zahlt und hier die Steuerzahler am Ende großzügig aufrunden dürfen.

      Mit der Kandahar und dem Gudiberg in GAP sind schon alle Pisten für die Skiwettbewerbe da. Dazu die neue Skisprungschanze in Partenkirchen. Da gleiche gilt für die Bob, Rodel und Skeletonwettbewerbe am Königssee. Auch diese Bahn ist schon jetzt vorhanden.
      "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
      Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Waldgirmes ()

    • Ich hätte mich einfach nur darauf gefreut in 7 Jahren olympische Wettkämpfe im eigenen Land mitzuerleben. Bestimmt hätte ich die Wettkämpfe, zumindest den einen oder anderen (Alpin, Biathlon) vor Ort angeguckt. Ich hätte gerne dieses internationale Flair erlebt was es nur bei Olypia oder WM zu erleben gibt. So wie vor fünf Jahren bei der Fußball WM. Deshalb habe ich für München 2018 mitgefiebert, deshalb bin ich traurig und enttäuscht, gerade als begeisterter Wintersportler, das es nicht geklappt hat.

      Zu Kati Witt/Klutsch: Wow, das ist krass. Ich wusste zwar das sie ein sehr privilegiertes Leben in der DDR geführt hat, aber das ist schon ein Unding und eure Meinung über sie nach dem was du mir hier berichtest absolut nachvollziehbar...
    • Dieses Jahr hat es zum Zeitpunkt, für den die olympischen Winterspiele 2018 geplant sind, in und um München keine einzige Schneeflocke gegeben. So merkwürdig ich es auch finde, dass sich Menschen für Wintersport auf künstlichem Schnee begeistern können: das sei ja jedem selbst überlassen. Aber wie naiv ist es, eine "Umweltbilanz" allein an der Menge der abgeholzten Bäume festzumachen? Was ist denn mit dem Energiebedarf für Kunstschneeerzeugung? Was ist denn mit den Hunderttausenden Fans, die in diesem hochsensiblen Naturraum anreisen, übernachten, essen, trinken und zuschauen wollen?

      Und wofür genau? Um unter dem Deckmantel der olympischen Idee Größenwahn und Geldgier zu befriedigen. Um nicht missverstanden zu werden: Ich hab nichts gegen Großveranstaltungen und Geld. Aber ich hab etwas dagegen, wenn diese eigentliche und einzige Interesse so dreist hinter Propaganda und Politikergeschwätz versteckt wird. Vor diesem Hintergrund wirkt die Wahl von Witt als Gesicht der Bewerbung schon fast wieder passend.
      SV Adler Osterfeld - hoch geflogen, tief gefallen, heiß geliebt.

      Wenn es mal großer Fußball sein muss: Bayer O4 Leverkusen.
    • Tja wieder eine falsche Entscheidung. Hatte letztens Berichte gesehen über die Bewerbung von Pyeongchang, da kann es einen schon gruseln was da noch gemacht werden muß und wenn man weiß was für die Anbindung an Verkehrswegen und Flughafen etc. noch verschwinden muß :freak: Aber man hätte sich auch darauf einrichten müssen das die Entscheidung wegen viel Geld fallen kann.

      Wie weit liegt nochmal die Grenze zu Nordkorea weg ? Ich glaub das waren nur 300 km Luftlinie, oder ???
      Mia 5an Mia 2013 - 2014 - 2015 - 2016 - 2017 :jaaa: :cool: :prost1: :meister: :thumbsup: