Fußball-Hochburgen / Fußball-Diasporen in Deutschland

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Fußball-Hochburgen / Fußball-Diasporen in Deutschland

      Mich würde mal Eure Meinung interessieren...

      Welche Städte und Regionen in Deutschland sind für Euch absolute Fußball-Hochburgen und wo ist tote Hose in Sachen Fußball? Und woran macht Ihr das in erster Linie fest?

      Anzahl Profivereine? Oder insgesamt Fußballvereine? Oder Zuschauerezahlen des klassenhöchsten Vereins? Oder Anzahl der Sky-Kneipen vor Ort? Oder ganz was anderes?

      Legt los. :D
      KÖLN UND MANNHEIM!
    • Ich würde ja spontan das Ruhrgebiet als Fußballhochburg bezeichnen. Ist für mich allerdings aus der Ferne nicht so leicht zu beurteilen. Aber in einem Gebiet, in dem jedes Wochenende Hunderttausende in die Stadien pilgern, in dem mehrere Bundesliga-Traditionsvereine sich auf engstem Raum ballen, kann man schon davon sprechen oder?
      - "Gegen wen spielen wir denn am Sonntag?"
      - "Wir sind spielfrei"
      - "Gut. Das heißt wir verlieren nicht"
    • NieMehrZehnteLiga schrieb:

      Ich würde ja spontan das Ruhrgebiet als Fußballhochburg bezeichnen. Ist für mich allerdings aus der Ferne nicht so leicht zu beurteilen. Aber in einem Gebiet, in dem jedes Wochenende Hunderttausende in die Stadien pilgern, in dem mehrere Bundesliga-Traditionsvereine sich auf engstem Raum ballen, kann man schon davon sprechen oder?
      Naja, man muss ja auch sagen, dass das Ruhrgebiet auch das größte Metropolgebiet in Deutschland ist, da verwundert das kaum. München kann man noch dazu zählen, haben ja den FCB, die 60er und Unterhaching. Sonst in Bayern eher tote Hose, mal von Nürnberg/Fürth abgesehen. In Ingolstadt geht man eher zum Eishockey und der FC Augsburg zieht jetzt auch nicht viele Menschen an. Niederbayern ist z.B. gar nichts, keine Ahnung wo Passau und Landshut spielen, aber Landshut hat nach meiner Erinnerung ja auch einen großen Eishockeyverein. Bamberg ist auch keine kleine Stadt, aber hier dominiert der Basketball. In Würzburg der gleiche Fall. Bayern hat da also einige Fälle, wo man eher zum Basketball/Eishockey geht, als zum Fußball.
    • Bei mir in Mittelhessen (GI/MR/WZ) ist eindeutig "Handball-Land" - Hüttenberg und Wetzlar (1.Bundesliga), Pohlheim und Kleenheim (3.Liga). Das Ganze dazu in einem Umkreis von 15-20 km. Dazu haben wir im Handball noch Vereine in der Oberliga (Dutenhofen II, Wettenberg) und in der Landesliga (Hüttenberg II, Linden, Dilltal und Heuchelheim). Dazu noch Basketball in Gießen (Bundesliga und ProB) sowie Lich (ProB) und Eishockey in Bad Nauheim. Beim Fussball geht es bei uns bis zur Hessenliga (Waldgirmes, Stadtallendorf, Wetzlar).
      "Die großen Trainer haben schließlich alle gesoffen: Weisweiler, Happel, Zebec.
      Und ich gehöre ja auch zu den Großen." (Udo Lattek)
    • Waldgirmes schrieb:

      Bei mir in Mittelhessen (GI/MR/WZ) ist eindeutig "Handball-Land" - Hüttenberg und Wetzlar (1.Bundesliga), Pohlheim und Kleenheim (3.Liga). Das Ganze dazu in einem Umkreis von 15-20 km. Dazu haben wir im Handball noch Vereine in der Oberliga (Dutenhofen II, Wettenberg) und in der Landesliga (Hüttenberg II, Linden, Dilltal und Heuchelheim). Dazu noch Basketball in Gießen (Bundesliga und ProB) sowie Lich (ProB) und Eishockey in Bad Nauheim. Beim Fussball geht es bei uns bis zur Hessenliga (Waldgirmes, Stadtallendorf, Wetzlar).



      Ja, das ist wahr. Allerdings habe ich schon das Gefühl das (zumindest bei uns im Hinterland) der Amateurfußball einen recht hohen Stellenwert genießt
      - "Gegen wen spielen wir denn am Sonntag?"
      - "Wir sind spielfrei"
      - "Gut. Das heißt wir verlieren nicht"
    • nach dem Absturz von Göttingen 05 ist Südniedersachsen, also alles südlich von Braunschweig und Hannover Diaspora. Und nimmt Kassel aus, setzt sich das ja in Nordhessen fort. Und westlich davon kommt bis Paderborn auch nichts.

      Das Ruhrgebiet ist Fußballhochburg, weil Fußball hier auch im Alltagsleben eine wichtige Rolle spielt. Da kann jeder mitreden. Das ist z.B in Berlin anders. Hamburg schien mir im Vergleich immer noch etwas mehr Fußballkultur auch in den unteren Ligen zu haben.
    • Bei uns im nördlichen Rheinland-Pfalz ist auch nix los.
      Koblenz war mal ein paar Jahre 2. Liga, jetzt spielen sie gottlob wieder in den Regionen wo sie schon eher hingehören, sprich Tabellenletzter der RL West. :thumbsup:
      Auch in Trier gab es bis vor wenigen Jahren Zweitligafußball, auch lange her. Allerdings klopfen sie diese Saison als Tabellenzweiter der RL West an die Tür zur 3. Bundesliga. Und im DFB Pokal sorgen die Trierer immer wieder für positive Schlagzahlen.
      In den 80ern war der FSV Salmrohr ein Jahr lang 2. Liga. Seitdem steht dort das 12.000 Mann Stadion rum, meist bleiben 11.800 Plätze bei den Heimspielen leer.
      Ansonsten ein paar Oberligisten (Fünftklassig), die VL Rheinland (Sechstklassig)...nix spektakuläres... :sleeping:
    • Bei uns in Württemberg ist es schwer, von Hochburgen oder Diasporen zu sprechen. Und es kommt auch vor, dass eine Region, wie aktuell die Gegend um Heilbronn, von einer echten Hochburg (mit Union Böckingen und dem VfR Heilbronn sowie dem zwar badischen, aber im badisch-württembergischen Grenzgebiet belegenen VfB Eppingen hat der Fußball dort wirklich Tradition) innerhalb von nicht allzu langer Zeit zu einer absoluten Diaspora wird. Ähnlich, allerdings nicht ganz so krass, ist es mit der Region nördlich und westlich von Stuttgart, wo Vereine wie die TSF Ditzingen, 07 Ludwigsburg, FC Marbach, TSV Eltingen oder SpVgg Renningen bei weitem nicht mehr das sind, was sie mal waren und auch der SGV Freiberg mit dem Abstieg aus der Oberliga einen "Betriebsunfall" erlitten hat, den die Freiberger allerdings wieder wettmachen zu scheinen. Relativ große Städte mit wenig Fußballbegeisterung sind bei uns Tübingen und auch Esslingen (erstere war noch nie eine Fußball-Hochburg, bei letzterer ist seit dem Sponsoren-Rückzug beim TSV Wäldenbronn in den mittleren 90ern auch völlig der Ofen aus). Doch die Einwohner dieser Städte haben mit dem SSV Reutlingen oder der TSG Balingen (im Falle Tübingen) sowie dem VfB Stuttgart und den Stuttgarter Kickers (im Falle Esslingen) durchaus auch interessante Vereine quasi vor der Haustüre. Ähnlich ist es mit dem Rems-Murr-Kreis, wo die Backnanger Vereine sowie insbesondere auch die SG Schorndorf schwer abgerutscht sind und Waiblingen keine Fußball-Tradition besitzt und erst nach der Fusion mehrerer örtlicher Clubs zum FSV eine leichte Aufwärtstendenz zeigt. In dieser Ecke scheint es aber immerhin so zu sein, dass sich die SG Sonnenhof Großaspach als regionale Kraft etabliert.

      Eine echte Fußballhochburg ist aber jeden Fall Oberschwaben und das Allgäu, wo sich die Leute allerdings noch voll und ganz auf den Regional-Fußball konzentrieren und dem Kommerz, der in höheren Klassen herrscht, zumeist eher ablehnend gegenüberstehen. Und auch die Ostalb und die Ulmer Gegend sind durchaus, zumindest für württembergische Verhältnisse, Fußball-Hochburgen. Das Filstal ist demgegenüber eher auf Handball fixiert (insbesondere auf FrischAuf Göppingen), bietet aber dennoch mit dem SV Göppingen, dem SC Geislingen und dem FC Eislingen noch echte Fußball-Tradition, wobei letztgenannter Verein im Gegensatz zu den beiden anderen eine deutliche Abwärtstendenz hat und nur noch wenige Zuschauer zieht. Dennoch würde ich auch das Filstal in keiner Weise als Diaspora, sondern trotz der Handball-Dominanz, als Hochburg bezeichnen, zumal auch Vereine wie der SV Ebersbach und der TSV Bad Boll durchaus im Kommen sind.
      Ein Fußball-Vereinsheim, das nicht wie ein Fußball-Vereinsheim aussieht, hat kein Ambiente.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Bredi ()

    • petermy schrieb:

      Bei uns im nördlichen Rheinland-Pfalz ist auch nix los.


      Stimmt. :D



      petermy schrieb:

      Auch in Trier gab es bis vor wenigen Jahren Zweitligafußball, auch lange her. Allerdings klopfen sie diese Saison als Tabellenzweiter der RL West an die Tür zur 3. Bundesliga. Und im DFB Pokal sorgen die Trierer immer wieder für positive Schlagzahlen.
      In den 80ern war der FSV Salmrohr ein Jahr lang 2. Liga. Seitdem steht dort das 12.000 Mann Stadion rum, meist bleiben 11.800 Plätze bei den Heimspielen leer.


      :confused:

      Was haben Trier und Salmrohr mit dem nördlichen Rheinland-Pfalz zu tun? :??: :??: :??:

      Beide habe ich direkt vor der Haustür und darüber bin ich auch sehr glücklich.

      Mein persönlicher Fußballbedarf wird auch hier an der schönen Mittelmosel absolut ausreichend gedeckt.

      Sollte hier in meiner Ecke fußballtechnisch mal gar nichts gehen, so habe ich auch ruck-zuck und problemlos das Saarland geentert.

      Bei Euch "da oben" sieht das Ganze natürlich wesentlich bescheidener aus. Ich will keinem zu nahe treten, aber Wirges, Koblenz, Betzdorf, Eisbachtal, Bad Breisig und Co. gehen für meinen Geschmack mal gar nicht.

      Und nach Rossbach und Mayen locken mich ehrlich gesagt auch am Ehesten meine persönlichen Kontakte dorthin.

      Aus diesen Gründen tut Ihr (u.a. petermy, bhakundo, Ahnungsloser, Mayener) mir schon fast jedes Wochenende leid.

      bhakundo's regelmäßige (Zwangs-)NRW-Trips sprechen ja ebenfalls Bände.
      _________________________________________________________

      28.09.2008, 15.50 Uhr: Die Stunde Null.

      IGNORANZ - Meine Verachtung habt ihr nicht mehr verdient. :D
    • Rollbraten schrieb:

      bhakundo's regelmäßige (Zwangs-)NRW-Trips sprechen ja ebenfalls Bände.


      Das sind nun mal die Vorteile wenn man im Grenzgebiet von Rh.-Pfalz - NRW - Hessen lebt.
      Da muss man nicht mit den Gummistiefelkickern von der Mittelmosel vorlieb nehmen, bis ins Saarland
      oder gar in das Fußballentwicklungsland Luxemburg reisen um unterklassigen Fußball zu sehen.
      Weniger als 100 km Autobahn bis in den Großraum Köln (oder wahlweise auch Frankfurt) lassen
      mich das südliche Gebiet unseres Bundeslandes und den dort angesiedelten viermaligen Deutschen
      Ex-Meister keinesfalls vermissen. Und auch 170 km Landstraßen in das Zentrum der Edelsteinindustrie
      sind da wirklich keine Alternative. :love:
    • Das Ruhrgebiet ist definitiv ne Fußball-Hochburg! Keine andere Sportart ist so populär! Abgesehen davon gibt es nirgendwo in Deutschland mehr hochklassig-spielende Vereine wie im Pott! Das Ruhrgebiet ist fussballverrückt! :)
      Seit wir zwei uns gefunden .... OHHHHHHHH RWE!!
    • -Pico- schrieb:

      Das Ruhrgebiet ist definitiv ne Fußball-Hochburg! Keine andere Sportart ist so populär! Abgesehen davon gibt es nirgendwo in Deutschland mehr hochklassig-spielende Vereine wie im Pott! Das Ruhrgebiet ist fussballverrückt! :)


      Als kleine Ausnahme ist hier aber Mülheim zu nennen, die meine ich einzige Stadt im Ruhrgebiet, die fußballmäßig nie so recht aus dem Quark gekommen ist.

      Klar, die Mülheimer suchen sich dann halt einen der vielen Nachbarvereine aus, aber die Stadt selber konzentriert sich auf Hockey und Badminton vom Spitzensport her.
    • linkinkev schrieb:



      Als kleine Ausnahme ist hier aber Mülheim zu nennen, die meine ich einzige Stadt im Ruhrgebiet, die fußballmäßig nie so recht aus dem Quark gekommen ist.


      Nun ja, immerhin gab's in Mülheim auch schon Zweitliga-Fußball. Siehe de.wikipedia.org/wiki/1._FC_M%C3%BClheim .
      Ein Fußball-Vereinsheim, das nicht wie ein Fußball-Vereinsheim aussieht, hat kein Ambiente.
    • linkinkev schrieb:

      -Pico- schrieb:

      Das Ruhrgebiet ist definitiv ne Fußball-Hochburg! Keine andere Sportart ist so populär! Abgesehen davon gibt es nirgendwo in Deutschland mehr hochklassig-spielende Vereine wie im Pott! Das Ruhrgebiet ist fussballverrückt! :)


      Als kleine Ausnahme ist hier aber Mülheim zu nennen, die meine ich einzige Stadt im Ruhrgebiet, die fußballmäßig nie so recht aus dem Quark gekommen ist.

      Klar, die Mülheimer suchen sich dann halt einen der vielen Nachbarvereine aus, aber die Stadt selber konzentriert sich auf Hockey und Badminton vom Spitzensport her.


      gut, ich sag mal es gibt mehrere Städte im Ballungsraum Ruhrgebiet, die selber keinen beheimateten "höherklassigen" Fußballverein haben. Hierzu zählt sicherlich auch Mülheim! Aber wie du schon sagtest: Der Mülheimer an sich geht dann nach Schalke oder auch nach RWE! ;)
      Gladbeck wäre auch so eine Stadt...
      Seit wir zwei uns gefunden .... OHHHHHHHH RWE!!
    • interessant wird vor allem die weitere entwicklung sein. da der kapitaleinsatz im profi-fußball stetig steigt, ist damit zu rechnen, daß sich dieser in mittlerer zukunft (fast) ausschließlich in zonen hoher kapitalkonzentration konzentrieren wird. kapital ist zwar an sich nicht ortsgebunden, weil ständig in bewegung, aber trotzdem lassen sich diese räume erkennen, die geographisch dann als metropolregionen erscheinen metropolregionen.
      in der 1.dfl sind nur noch zwei vereine außerhalb davon, nämlich freiburg und kaiserslautern, und denen gehts nicht so gut
    • NieMehrZehnteLiga schrieb:

      Ich würde ja spontan das Ruhrgebiet als Fußballhochburg bezeichnen. Ist für mich allerdings aus der Ferne nicht so leicht zu beurteilen. Aber in einem Gebiet, in dem jedes Wochenende Hunderttausende in die Stadien pilgern, in dem mehrere Bundesliga-Traditionsvereine sich auf engstem Raum ballen, kann man schon davon sprechen oder?
      Ja, da stimme ich vollkommen zu! Im Pott ist es echt heftig, wenn es um Fußball geht! Hab da eine Weile gewohnt und wenn Spiele von Schalke oder Rot Weiß Essen waren - ging nichts mehr! Die Züge waren total voll und die Polizei ist auch vorsichtshalber immer präsent gewesen.
      Natürlich ist das in Köln und Dortmund auch so!
      Ansonsten kann ich nicht so viel dazu sagen - war noch nicht in den anderen Regionen Deutschlands unterwegs!