Fußball-Hochburgen / Fußball-Diasporen in Deutschland

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    • Benibenben schrieb:

      CurvaSud schrieb:


      Sogar die Ostalb ist seit neuestem ne kleine Fussballhochburg mit dem 1.FC Heidenheim, dem VfR Aalen und Normannia Gmünd in der Oberliga. Zu dem darf man nicht vergessen das die SF Dorfmerkingen schon DFB-Pokal und Oberliga spielten. Dazu gibts in unmittelbarer Nachbarschaft noch einige Traditionsvereine: Der TSV Crailsheim Oberliga spielte. Dazu die SF Schwäbisch Hall, der SV Göppingen, der SC Geislingen, der FC Eislingen und natürlich der SSV Ulm.


      Nicht zu vergessen, dass der TSV aus Crailsheim auch eine Frauenmannschaft in der 2. Bundesliga am Start hat!
      Der VfL Sindelfingen ebenfalls (gehört das eigentlich noch dazu?)


      Sindelfingen liegt südlich von Stuttgart im Kreis Böblingen. Das ist schon so etwa 80 km von der Ostalb entfernt.

      Doch Damenfußball hat auch bei der Normannia Tradition. Bereits im Jahre 1970, also in dem Jahr, in dem der DFB überhaupt sein Ja-Wort zum Damenfußball gegeben hat, wurde bei der Normannia eine Damen-Mannschaft gegründet. Diese war dann auch in der 1977 neu gegründeten höchsten württembergischen Liga, der Verbandsliga, vertreten und wurde da auch mal Vize-Meister. Doch momentan ist der Damenfußball in Gmünd auf dem absteigenden Ast. :huh: Und es ist in der Tat so, dass für talentierte Spielerinnen aus unserer Gegend Crailsheim und Sindelfingen die interessantesten Adressen sind.
      Ein Fußball-Vereinsheim, das nicht wie ein Fußball-Vereinsheim aussieht, hat kein Ambiente.
    • Da fällt mir aber noch Wehen-Wiesbaden ein. Auch so ein schlimmes Produkt...

      Das mit den Eventfans ist halt leider so, aber das haste nicht nur im Ruhrgebiet. Ich als BVB-Fan kann da ein Lied von singen. Überall wo du hinfährst, hat man Umlandfans, die dann zum ersten Mal nen Stadion betreten. Leider ist sowas eben in Mode gekommen, gerade in den 80er/90er Jahren haben wohl mehrere Leute ihren Heimatverein unterstützt. In Duisburg oder Bochum gibts sicherlich schon fast mehr S03+1/BVB-Anhänger als eben MSV oder VfL-Fans. Nun ja, ich bin selber aus nem Haushalt gekommen, wo niemand Fußballinteressiert war. So konnte mich mein Vater auch nicht zum FC- oder BSC-Fan machen, weil das eigentlich mein Heimatverein sein müsste (von den Großen jetzt). Naja und wenn du als Kind nun mal so zum Fan wirst, dann isses halt so. Dafür fahre ich aber auch nahezu jedes Heim- und Auswärtsspiel.

      Auf der einen Seite bin ich immer etwas neidisch auf so unterklassige Mannschaften, da dort der Eintritt billiger ist, die naheliegenden Fahrten auch, die Stadien cooler, man selber nicht überall von Werbung genervt wird und man auch immer an Karten kommt, was bei BuLi oder DFB-Pokal nicht immer der Fall ist (z.B. Fürth). Allerdings kann ich auch nicht auf so spaßige weite Fahrten nach Hamburg, Berlin oder München verzichten. Die machen eigentlich immer am Meisten Spaß. Und der Fußball ist eben auch was besser, mir würde das Pendeln zwischen unterklassigen Ligen irgendwann langweilig werden.

      Umso mehr Respekt habe ich von denjenigen, die ihre Heimatmannschaft konstant unterstützen, davon sollte es eigentlich mehr geben. Gerade bei so Traditionsvereinen ist das schon ziemlich schade, wenn da keiner mehr hingeht.
    • bonn schrieb:

      Umso mehr Respekt habe ich von denjenigen, die ihre Heimatmannschaft konstant unterstützen, davon sollte es eigentlich mehr geben. Gerade bei so Traditionsvereinen ist das schon ziemlich schade, wenn da keiner mehr hingeht.


      Da dies hier ein "Amateurfußball-Forum" ist kannst du davon ausgehen, dass die meisten
      Mitglieder nach dem Motto "support your local team" zumeist Amateurspiele in ihrer näheren
      oder auch weiteren Heimat besuchen. So habe ich es z.B. heute wieder gehalten, auch wenn
      die Fahrt etwas weiter war als gewöhnlich (einfacher Weg 180 km). :D
    • Wuppertal ist ein Sonderfall. Es soll bitte keiner sagen, es wären die WSV-Fans, die fehlen. Dem ist nicht so. Der Verein, bzw. die Vereinsführung hat das Vertrauen der Wuppertaler über Jahre verspielt, weshalb der Schnitt konstant bergab geht. Die Fusion zum Wuppertaler SV Borussia spielt auch eine Rolle.

      Aber seid euch sicher, wenn das Rungeregime fällt und der Verein neuaufgebaut wird, wird es wieder einen Wuppertaler SV geben, dem die Wuppertaler peu á peux wieder vertrauen lernen und der die Massen begeistert. :)

      Wenn ein Präsident den Fans auf der "J"HV, die alle 3 Jahre stattfindet, an den Kopf knallt, sie sollen erstmal beweisen, dass sie Fans sind, dass sie 5-Euro-Fans seien und dass die doch zum nörgeln nach Düsseldorf, Bochum oder Barcelona gehen sollen, braucht sich eben keiner wundern, wenn der Verein nicht mehr unterstützt wird. Die Opposition wurde niedergeschlagen und Vereinsposten durch Abnicker ersetzt. Wenn du in Wuppertal zu einem Fußballfan den Namen Runge erwähnst, wird er sich in 4/5 Fällen erstmal mächtig auskotzen. Es sei denn er gehört zur unbelehrbaren Minderheit, die sagt, dass es ohne Runges Kohle nicht ginge.

      Seht es so: Die WSV-Fans stimmen mit dem Füßen ab, jetzt wo kein sportlicher Erfolg mehr über die bittere Wahrheit hinweg täuschen kann. Aber aus der Welt sind diese Leute nicht, das Potential für höherklassigen Fußball in Wuppertal ist immer noch da!
      Wuppertaler SV
    • Hallöle

      Der TSV Wäldenbronn ist entgegen vieler Meinungen hier, wieder voll im Aufwind.

      Vor Zwei Wochen wurde der Aufstieg nach 9 Jahren Kreisliga A Staffel 1,in die Bezirksliga Neckar/Fils souverän zwei Spieltage vor Saison- Ende geschafft.

      Und in der kommenden Saison,in der der Aktuelle Kader komplett zusammenbleibt, und es schon ziemlich Gute höherklassig spielende Neuzugänge gibt,wird der nächste Schritt nach Oben angestrebt.

      Die Bezirksliga Neckar/Fils wird in der Saison 2012/2013 die stärkste seid langen Zeiten,mit massig geilen Derbys.

      Gruß Conny
      Grüße vom Wäldenbronner Fan Conny :)
    • Bredi schrieb:

      Bei uns in Württemberg ist es schwer, von Hochburgen oder Diasporen zu sprechen. Und es kommt auch vor, dass eine Region, wie aktuell die Gegend um Heilbronn, von einer echten Hochburg (mit Union Böckingen und dem VfR Heilbronn sowie dem zwar badischen, aber im badisch-württembergischen Grenzgebiet belegenen VfB Eppingen hat der Fußball dort wirklich Tradition) innerhalb von nicht allzu langer Zeit zu einer absoluten Diaspora wird. Ähnlich, allerdings nicht ganz so krass, ist es mit der Region nördlich und westlich von Stuttgart, wo Vereine wie die TSF Ditzingen, 07 Ludwigsburg, FC Marbach, TSV Eltingen oder SpVgg Renningen bei weitem nicht mehr das sind, was sie mal waren und auch der SGV Freiberg mit dem Abstieg aus der Oberliga einen "Betriebsunfall" erlitten hat, den die Freiberger allerdings wieder wettmachen zu scheinen. Relativ große Städte mit wenig Fußballbegeisterung sind bei uns Tübingen und auch Esslingen (erstere war noch nie eine Fußball-Hochburg, bei letzterer ist seit dem Sponsoren-Rückzug beim TSV Wäldenbronn in den mittleren 90ern auch völlig der Ofen aus). Doch die Einwohner dieser Städte haben mit dem SSV Reutlingen oder der TSG Balingen (im Falle Tübingen) sowie dem VfB Stuttgart und den Stuttgarter Kickers (im Falle Esslingen) durchaus auch interessante Vereine quasi vor der Haustüre. Ähnlich ist es mit dem Rems-Murr-Kreis, wo die Backnanger Vereine sowie insbesondere auch die SG Schorndorf schwer abgerutscht sind und Waiblingen keine Fußball-Tradition besitzt und erst nach der Fusion mehrerer örtlicher Clubs zum FSV eine leichte Aufwärtstendenz zeigt. In dieser Ecke scheint es aber immerhin so zu sein, dass sich die SG Sonnenhof Großaspach als regionale Kraft etabliert.

      Eine echte Fußballhochburg ist aber jeden Fall Oberschwaben und das Allgäu, wo sich die Leute allerdings noch voll und ganz auf den Regional-Fußball konzentrieren und dem Kommerz, der in höheren Klassen herrscht, zumeist eher ablehnend gegenüberstehen. Und auch die Ostalb und die Ulmer Gegend sind durchaus, zumindest für württembergische Verhältnisse, Fußball-Hochburgen. Das Filstal ist demgegenüber eher auf Handball fixiert (insbesondere auf FrischAuf Göppingen), bietet aber dennoch mit dem SV Göppingen, dem SC Geislingen und dem FC Eislingen noch echte Fußball-Tradition, wobei letztgenannter Verein im Gegensatz zu den beiden anderen eine deutliche Abwärtstendenz hat und nur noch wenige Zuschauer zieht. Dennoch würde ich auch das Filstal in keiner Weise als Diaspora, sondern trotz der Handball-Dominanz, als Hochburg bezeichnen, zumal auch Vereine wie der SV Ebersbach und der TSV Bad Boll durchaus im Kommen sind.
      Da spricht endlich mal jemand ein wichtiges Theam an. Es ist doch so mit der zunehmenden Komerzialisierung die in den höheren Klassen herrscht, geht doch mehr und mehr der sportliche Charackter verloren und die geschäftlichen Aspekte stehlen dem Sport die Zentralität des Geschens. Schade so etwas. Aber wohl auch nicht mehr aufzuhalten...
    • StevenSegal schrieb:


      Da spricht endlich mal jemand ein wichtiges Theam an. Es ist doch so mit der zunehmenden Komerzialisierung die in den höheren Klassen herrscht, geht doch mehr und mehr der sportliche Charackter verloren und die geschäftlichen Aspekte stehlen dem Sport die Zentralität des Geschens. Schade so etwas. Aber wohl auch nicht mehr aufzuhalten...


      Erstmal ein herzliches Willkommen an Dich hier an Board. :)

      Das Problem der Kommerzialisierung unseres Fußballs ist für mich keins, da ich den betroffenen Veranstaltungen einfach fernbleibe.

      Vor 20 Jahren bin ich meinem VfB so oft es ging zu halbwegs in meiner Region liegenden BL-Partien hinterhergereist, heute lasse ich es einfach bleiben und vermisse auch nicht wirklich etwas.

      Aktuell wird ja auch der sportliche Charakter des DFB-Pokals (siehe Splitterspieltag in Runde 1 wegen Liveübertragungen aller Partien sowie Zwangsumzüge der "Kleinen") endgültig zerstört.

      Also hole ich mir "meinen" Fußball einfach durch den Besuch von Spielen bis hinauf in die 3. Liga und fertig.

      Das Schöne daran: Mir fehlt NICHTS. :)
      _________________________________________________________

      28.09.2008, 15.50 Uhr: Die Stunde Null.

      IGNORANZ - Meine Verachtung habt ihr nicht mehr verdient. :D
    • bonn schrieb:


      Naja, man muss ja auch sagen, dass das Ruhrgebiet auch das größte Metropolgebiet in Deutschland ist, da verwundert das kaum. München kann man noch dazu zählen, haben ja den FCB, die 60er und Unterhaching. Sonst in Bayern eher tote Hose, mal von Nürnberg/Fürth abgesehen. In Ingolstadt geht man eher zum Eishockey und der FC Augsburg zieht jetzt auch nicht viele Menschen an. Niederbayern ist z.B. gar nichts, keine Ahnung wo Passau und Landshut spielen, aber Landshut hat nach meiner Erinnerung ja auch einen großen Eishockeyverein. Bamberg ist auch keine kleine Stadt, aber hier dominiert der Basketball. In Würzburg der gleiche Fall. Bayern hat da also einige Fälle, wo man eher zum Basketball/Eishockey geht, als zum Fußball.
      da hat sich aber in Bayern einiges geändert seitdem
    • Womit wieder mal bewiesen wäre, dass das Schnuppern an höheren Regionen und die im Anschluss eintretenden Euphorien Produkt eines Ligazuschnitts sind und erst im Anschluss aus der entstandenen Stärke von Mannschaften wachsen.
      Sowas wie Bayern gab es in dieser Schärfe zuvor aber nur mit dem franzöischen Zwergverband Südwest, dessen Exitstenz innerhalb weniger Jahre aus Kaiserslautern ein Team mit Tomöglichkeiten gemacht hat. Jetzt soll mir keiner mit den Walters etc. ankommen. Solche gibt es immer mal hier und da. Dass die bleiben können kann aber auch eine Spielklassensturktur erheblichst fördern.
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
    • Silesiosaurus schrieb:

      Womit wieder mal bewiesen wäre, dass das Schnuppern an höheren Regionen und die im Anschluss eintretenden Euphorien Produkt eines Ligazuschnitts sind und erst im Anschluss aus der entstandenen Stärke von Mannschaften wachsen.
      in erster Linie ist es doch ein Produkt der örtlichen Finanzkraft, die in Bayern in Metropolregionen halt besonders hoch ist
    • Hochburgen gibt es im Fußball viele.
      eine Fußball-Diaspora,die hier noch nicht genannt wurde,fällt mir gerade spontan ein:

      Heidelberg.

      das ist wahrscheinlich auch DER Grund,warum ich bis heute noch keine Städtetour dorthin unternommen habe,da ich solche Reisen immer mit dem Besuch eines Fußballplatzes verbinde,die Stadt selber ist ja mehr als sehenswert
      ich kannte wen
      der litt akut
      an Fußballwahn
      und Fußballwut
      (Joachim Ringelnatz)
    • Wacker-Wiggerl schrieb:

      Silesiosaurus schrieb:

      Womit wieder mal bewiesen wäre, dass das Schnuppern an höheren Regionen und die im Anschluss eintretenden Euphorien Produkt eines Ligazuschnitts sind und erst im Anschluss aus der entstandenen Stärke von Mannschaften wachsen.
      in erster Linie ist es doch ein Produkt der örtlichen Finanzkraft, die in Bayern in Metropolregionen halt besonders hoch ist
      Das ist ein Aspekt. 2010/11 im letzten Jahr der Dreigleisigkeit waren es 6. Mit der eignene Liga kamen (rechnerisch bei doppelter Gewichtung Südwest mit 6 Bereichen) aber nicht doppelt so viele = 12 raus, sondern 18. Im Handstreich mal die Region um 1/3 verbessern hat nichts mit Finanzkraft zu tun.
      BETILA - Broder und Tichy gegen die Böhmermannisierung des Lerchenberglandes
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