FSV Gütersloh 2009

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    • FCG 2000 bald FSV Gütersloh 09

      Fußball-Braut möchte lieber solo sein
      Kmoch und Hillebrenner im Vorstand des FSV Gütersloh 09 - FCG-Mitglieder entscheiden

      Von Dirk Heidemann
      (Text und Foto)
      Gütersloh (WB). Der Frauenfußball in Gütersloh steht vor einem Quantensprung. Vorausgesetzt, die Mitglieder des FC Gütersloh 2000 entlassen ihre Abteilung auf der für den 26. Mai angestrebten Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins in die Selbständigkeit, wird der neu gegründete Frauenfußball-Sportverein (FSV) Gütersloh 09 zeitnah mit Leben gefüllt.

      Notwendig dafür ist eine einfache Mehrheit der anwesenden, abstimmungsberechtigten Mitglieder. Gut 100 aktive Fußballerinnen werden dem neuen Klub angehören, der die Gütersloher Stadtfarben Grün, Weiß und Rot in seinem Vereinswappen trägt. Mit Sebastian Kmoch (48 Jahre), Bernd Hillebrenner (51) und Michael Horstkötter (45) als Geschäftsführer stehen bereits drei Mitglieder des fünfköpfigen Vorstands fest. Des weiteren soll ein Aufsichtsrat installiert werden, dem drei Personen angehören. Für beide Gremien suchen die »Macher« vor allem weibliche Unterstützung. Involviert in die Abspaltungspläne waren insgesamt 17 Personen, die erstmals am Karfreitag zusammentrafen.

      Bis zur Mitgliederversammlung sind dem FSV allerdings die Hände gebunden, wobei nicht mit einer negativen Entscheidung gerechnet wird. »Wir können noch nicht nach vorne preschen. Die momentane Situation behindert uns etwas in den Gesprächen mit der Mannschaft und den Sponsoren aus der Wirtschaft«, so Hillebrenner, der das Amt des 2. Vorsitzenden bekleiden soll.

      Dennoch rechnet der künftige Vorstand mit einem Etat in der Größenordnung zwischen 120 000 und 140 000 Euro. Bislang steht der Abteilung ein Budget in Höhe von 100 000 Euro zur Verfügung. Von einer Herauslösung würde auch der FCG profitieren, der seine weiblichen Fußballer mit einer Summe im deutlich fünfstelligen Bereich unterstützt. »Beide Teile könnten in Zukunft ihre Kräfte bündeln und sich neu positionieren«, denkt Hillebrenner.

      Die sportliche Zielsetzung wird bewusst niedrig angesetzt, um die Mannschaft nicht zu sehr unter Druck zu setzen. »Natürlich streben wir mit der 1. Mannschaft in der 2. Bundesliga eine vordere Platzierung an. Aber im Vordergrund steht die Konsolidierung und Stabilisierung«, sagt der designierte FSV-Vorsitzende Sebastian Kmoch. Gespräche über eine Fusion mit der Frauenfußball-Abteilung von Arminia Bielefeld führten laut Kmoch für beide Seiten zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis: »Diese Option wurde geprüft, aber wir möchten unsere Eigenständigkeit am Standort Gütersloh behalten.« Die Fußball-Braut möchte lieber solo sein. Daher bleibt das Heidewaldstadion nach Rücksprache mit der Stadt auch Spielort des FSV Gütersloh, die Sportstätten am LAZ Nord und SZ Ost stehen weiter als Übungsstätten zur Verfügung.

      Zweitligatrainer des FSV soll Heiko Bonan werden. »Das ist unser größter Wunsch, seine Verpflichtung genießt Priorität. Mit ihm lässt sich hier richtig viel bewegen«, schwärmt Bernd Hillebrenner. Der Verein will den 43-Jährigen dabei unterstützen, beruflich an der Dalke Fuß zu fassen. Bonan selbst wollte zu der Thematik keinen Kommentar abgeben, lobte aber »den Aufwand, den meine Mädels hier betreiben.« Würden die Spielerinnen einzeln und nicht in Fahrgemeinschaften beim Training entscheiden, käme pro Weg eine Strecke von 914 Kilometern zusammen.
    • Frauensportverein Gütersloh erlebt offizielle Geburtsstunde
      Gütersloh. Elf Wochen nach der "Befruchtung" durch das viel zitierte Karfreitag-Treffen und drei Wochen nach dem Einsetzen der "Presswehen" durch den Abtrennungsbeschluss vom FC Gütersloh erlebte der Frauensportverein (FSV) Gütersloh 2009 gestern Abend seine eigentliche Geburtsstunde. Die erste offizielle Mitgliederversammlung verlief so glatt, dass dem neuen Verein gute Startchancen für ein erfolgreiches Leben zur Verfügung stehen.

      Gut 60 Mitglieder, die meisten davon aktive Fußballerinnen und Eltern, legten in der "Parkschänke" zunächst die administrativen Rahmenbedingungen des FSV fest. So wurden Sebastian Kmoch (48 J.), Bernd Hillebrenner (51) und Michael Horstkötter (45) einstimmig in ihren Ämtern als 1. und 2. Vorsitzender sowie Geschäftsführer bestätigt. Zum Vorstand gehört mit Kati Kasing auch eine Frau. Die 46-Jährige, beruflich als Personal Coach tätig und Lebenspartnerin des kurzzeitigen FCG-Präsidenten Detlef Burghardt, kümmert sich um den Bereich Buchhaltung/Finanzen. Kmoch präsentierte aber auch das Team hinter dem Vorstand, zu dem neben Burghardt noch Dirk Austmeyer (Jugend), Ralf Rudat (Organisation), Heinz Krüger (Talent-Scout) und Peter Schröder (Ausrüstung) gehören. Die Besetzung des ersten dreiköpfigen Aufsichtsrates legten die Mitglieder in die Hand des Vorstandes, der ihn benennen will, wenn neben der Bereitschaft einer Frau auch die Zusage weiterer Kandidaten vorliegt.

      Die Mitgliedsbeiträge wurden auf 36 Euro für Passive, 72 Euro für Spielerinnen unter 15 Jahren und 96 Euro für Spielerinnen ab 16 Jahren festgelegt. Zusätzlich wurde eine Aufnahmegebühr in Höhe von 20 Euro pro Mitglied (50 Euro für Familien) beschlossen. Der Vorschlag von Detlef Burghardt, jedes Mitglied um eine freiwillige 100-Euro-Spende zu bitten, wurde mit allgemeiner Zustimmung bedacht.

      Der FSV Gütersloh kann die "Starthilfe" gut gebrauchen, um den geplanten Etat von "120.000 bis 140.000 Euro" (Kmoch) auf die Beine zu stellen und den zwei Frauenteams (2. Liga, Westfalenliga) sowie vier Jugendmannschaften adäquate Bedingungen für das anspruchsvolle Training zu gewährleisten. "Die Tendenz ist gut, die Eigenständigkeit ist positiv angenommen worden", berichtete Sebastian Kmoch von den Sponsoring-Gesprächen. Der Vater einer Jugendspielerin verhehlte aber auch nicht: "Es ist noch viel zu tun, damit wir am 1.Spieltag mit unseren Teams fertig auf dem Platz stehen."

      Formell steht dem sportlichen Start des FSV Gütersloh nichts im Wege. Der FLVW hat den Verein mit Beschluss vom 10. Juni aufgenommen und ihm die Spielklassen des FC Gütersloh übertragen. Den ersten sportlichen Auftritt hat der FSV im Juli beim "Football-Festival" in Dänemark. Am 26. Juli präsentiert sich der Verein im LAZ Nord mit dem "FSV-Tag". Neben Schnuppertraining für Mädchen findet hier auch das Auftakttraining des Zweitligakaders und ein Testspiel des Perspektivteams statt.

      Dass die Spielerinnen des FSV Gütersloh mehr zu bieten haben, als nur guten Fußball, beweist Anja Barwinsky. Die 23-jährige Stürmerin entwickelte zusammen mit ihrer Schwester Lena das Logo desKlubs. Es ziert die Homepage (fsv-guetersloh-2009.de) und die neuen Trikots.



      VON WOLFGANG TEMME

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    • FSV Gütersloh 2009

      Homepage:
      fsv-gt.net/

      Der FSV Gütersloh 2009 wurde vor 3 Jahren mit der Abstaltung der Frauenfußball-Abteilung vom Hauptverein FC Gütersloh 2000 (Frauenfußball seit 1984) gegründet. Größter Erfolg war der diesjährige Bundesligaaufstieg. Hauptsponsor ist übrigens die Fleischerei-Firma Tönnies, dürfte sicherlich geläufig sein. ;)

      Das ist aber noch nicht alles: Nach dem feststehenden Bundesligaaufstieg wird auf dem Tönnies-Firmengelände im ca. 6 km von Gütersloh entfernten Rheda-Wiedenbrück ein Stadion für 4.000 Zuschauer, davon 3.500 Sitzplätze, genannt "Tönnies-Arena" gebaut. Dort soll die Bundesligamannschaft ab September auflaufen.