Fotobericht: Wacker Innsbruck - LASK Linz

    • Fotobericht: Wacker Innsbruck - LASK Linz

      Nachdem ich das Wiener Derby gesehen hatte, wollte ich in Österreich Partien der nachfolgend größten Städte sehen. Dazu war das letzte August-Wochenende geradezu prädestiniert, denn es spielten freitags Innsbruck gegen Linz und samstags Salzburg gegen Graz. Also die fünftgrößte gegen die drittgrößte und die viertgrößte gegen die zweitgrößte Stadt des Landes.



      Dabei ist zu beachten, dass von zwei verschiedenen Ligen die Rede ist. Innsbruck und Linz spielen nur in der zweithöchsten Klasse, wobei Innsbruck zuvor aus der Bundesliga ab- und Linz aus der Regionalliga aufgestiegen war. Nun begegneten sich beide Teams vor einer prächtigen Alpenkulisse.



      Der Tivoli, das Innsbrucker Stadion, ist von innen nicht gerade das schönste aller Stadien. Auch hier beeindruckt eher der Blick auf die Berge. Und so nahm ich meinen Platz ein und sah fast als einziger in aller Ruhe der Sonne beim Untergehen zu. Es ist mir immer wieder ein Rätsel, warum viele Fans erst so spät ins Stadion gehen. Die Stunde vor dem Anpfiff, wenn man der fortschreitenden Betriebsamkeit auf und neben dem Rasen zusehen und der Musik aus den Lautsprechern zuhören kann, ist oftmals genauso schön wie das Spiel an sich.



      Irgendwann kamen ein paar Linzer herein und hingen ihr Banner auf.



      Gegenüber waren noch beinahe gar keine Aktivitäten zu vernehmen.



      Es war jetzt kurz vor Anpfiff. Die Spieler waren wieder in den Kabinen, die Sonne hinter den Bergen, nur die Zuschauer waren größtenteils immer noch draußen.



      Bei den Linzern merkte man, dass es zur Show gehörte, dass noch niemand im Block war. Davor postierten sich nun zehn Gestalten.



      Drei Minuten vor Anpfiff ging plötzlich die Post ab. Die Ultra-Gruppe strömte ins Stadion, hing die Fahnen auf und sofort wurde es laut.



      Auch im Gästeblock begann das Spektakel innerhalb von Sekunden.



      So wurden die Mannschaften dann doch von immerhin 4.000 Zuschauern begrüßt.



      Kontrollierte, aber maskierte Zündelei. Da fehlt mir ein wenig das Anarchische.



      Laut waren beide Kurven, ohne Frage. Dazu ist so ein modernes Stadion dann doch ganz gut.



      Die Fangesänge erinnerten mich teilweise an Deutschland vor etwa zehn Jahren.



      Zum Glück war der Fußball zeitgemäß. Ziemlich flott ging es hin und her.



      Beste Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten.



      Tor! Das schon, aber abseits. Es blieb bis zur Pause beim 0:0, wobei es auch gut 2:2 hätte stehen können.



      Die Blitztabelle zeigt: Entweder setzt sich ein Trio ab oder Innsbruck bekommt Blickkontakt nach oben.



      Endlich mal kein Gedränge an der Imbissbude. Schön ordentlich mit Zugang und Ausgang, sehr schlau!



      Da gibt man dann auch gerne mal 3,80 Euro für eine Burenwurst aus.



      Frisch gestärkt wurde in der zweiten Halbzeit nochmal alles aus sich heraus geholt.



      Linz hatte auch tatsächlich die besseren Chancen.



      Doch auf keiner der beiden Seiten brachte man es fertig, den Ball über die Linie zu bringen.



      Angetrieben vom immer lauter werdenden Publikum sollte der Ball irgendwie ins Tor getragen werden.



      Doch egal ob kurz vor dem Strafraum...



      ...oder schon im Sechzehnmeterraum - ein Treffer fiel hier nicht.



      Bis zur 90. Minute. Da war es dann doch passiert. Innsbruck nutzte eine Nachlässigkeit in der Linzer Hintermannschaft und so hieß es am Ende doch 1:0 für die Gastgeber.



      Der Jubel kannte nur wenige Grenzen.



      Und so war das Tor gefallen: Wacker drang über links in den Strafraum ein und schoss gnadenlos aus etwa sieben Metern am verblüfften Torwart vorbei in dessen Gehäuse.



      Danach war recht bald Abpfiff. Die Ordner rüsteten sich direkt mal für einen Platzsturm. Den gab es natürlich nicht.



      Freitagabend, Heimsieg. Es stand eine lange Innsbrucker Nacht an.



      Bitter für Linz, doch auf beiden Seiten wurden die Mannschaften gebührend verabschiedet. Beiden Vereinen wäre eine Rückkehr in die Bundesliga sicherlich zu gönnen.
      Red Bull boykottieren!
    • freilich darf man, ist ja autorisiert von der anzeigetafel im photo und auch vom fachblatt kicker ;)
      bei wikipedia hat man sich offensichtlich nicht auf einen standard für fußballvereinsartikel titel verständigt, mal mit kürzel, mal ohne usw ?(

      Speldorfer schrieb:


      Zweifellos richtig, aber der schöne Bericht und die prima Photos lassen über diese klitzekleine Unkorrektheit sehr gerne hinweg sehen.

      dem schließe ich mich an, wie immer topbericht @ Linienzieher