Borussia: Neuer Vorstand Teil 1

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    • H_St schrieb:

      Aber wir Mitglieder haben dieser Satzung zugestimmt. Vielleicht bei früheren Mitgliederversammlungen, ganz sicher jedoch bei unserem Vereinseintritt.
      Ja, wir alle haben auch schon vor diesem Vorsitzenden zugesehen, wie der Mangel verwaltet wurde, keiner ist aufgestanden. Gab es Bemühungen von den Vorgängern, die Satzung wieder demokratischer zu gestalten? Ich kann mich nicht erinnern... Du hast Recht, es wurde alles abgenickt.

      H_St schrieb:

      Nun erleben wir seit Jahren immer wieder Satzungsverstöße. Und das ist für mich das eigentliche Problem, angesichts dessen ich mich als Mitglied ohnmächtig fühle.
      Aus diesem Grund bin ich ausgetreten. Aber was bringt es, den Kopf in den Sand zu stecken? Weiter zusehen, dieses Mal als Nichtmitglied?

      H_St schrieb:

      Es geht hier nur bedingt ums Prinzip. Wir haben als Mitglieder nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.
      Wobei ich mich frage, bei wem in der Gesamtheit (Mitglieder und Fans) in den letzten Jahren die alleinige Bringschuld gesucht wurde?

      Was anderes, kann es sein, dass wir uns kennen? Habe da so ne Ahnung :D

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    • Ich bin kein Jurist. Deshalb weiß ich auch nicht, welche Konsequenzen es haben könnte oder sollte, eine JHV nicht oder verspätet durchzuführen. Vermutlich sind solche Satzungsverstöße rechtlich nicht allzu wild – solange niemand dagegen vorgeht. Trotzdem ist die Wirkung solcher Verstöße in meinen Augen verheerend. Denn die Satzung sollte die Grundlage des Miteinanders im Verein sein.

      Es gab in der Vergangenheit durchaus Bestrebungen, die Satzung grundlegend zu ändern. Das Ergebnis waren die marginalen Änderungen vor zwei oder drei Jahren. Ich sehe einige Regelungen in der Satzung kritisch. Aber ich bin zugleich überzeugt, dass es tatsächlich demokratischer zugehen würde, wenn die bestehende Satzung wirklich gelebt werden würde. Und wenn die Verantwortlichen ihre Aufgabe auch darin sehen würden, die Mitglieder in Entscheidungen einzubinden, mitzunehmen, sie als eigene Öffentlichkeit zu nutzen, sprich: den Verein mehr als Verein begreifen würden. Man darf ja z.B. auch Mitglieder über etwas abstimmen lassen, das letztlich die Gremien zu entscheiden haben – und sei es nur, um ein Zeichen nach innen oder außen zu setzen.

      Nun werden die Versammlungen aber offenbar als Pflichtveranstaltungen angesehen, als formale Akte, nicht als Forum und Schauplatz des Vereins. Gleichzeitig werden nachlassendes Interesse und Engagement beklagt, mancher in den Gremien fühlt sich alleingelassen. Aber so ist das eben, wenn man die Leute vor der Tür zu lange warten lässt. Dann sind sie irgendwann weg und unzufrieden, manche kommen nicht mehr wieder usw.

      Ich weiß nicht, ob ich das mit der Bringschuld richtig verstehe. Meinst Du, dass Mitglieder (und Fans) zu sehr auf ihre Rechte pochen, ohne ihre Pflichten zu sehen? Ich würde das eine nicht vom anderen trennen. Oder meinst Du, dass zu sehr auf Rechte abgehoben wird, die uns die jetzige Satzung nicht einräumt, etwa die Wahl des Vorstandes?
    • Die Bringschuld?
      Allzuoft musste man in den vergangenen Jahren hören/lesen, keiner sei mehr bereit, dem Verein in irgendeiner Form zu helfen. Sei es bei der Betreuung der Jugendmannschaften, bei Stadionsäuberungen und, und, und...
      Gleichzeitig sieht der gemeine Fan/das gemeine Mitglied aber, dass der Verein nicht mehr als Verein gelebt wird. So wie Du das richtig beschreibst.

      Er erlebt, dass hinter verschlossenen Türen irgendwelche K-Teams besetzt werden, um dann von diesen K-Team Leuten zu hören oder auf irgendwelchen Internetforen zu lesen, sie seien einsame Kämpfer, ganz auf sich alleine gestellt.
      Wenn ein Verein eine Bringschuld einfordert, muss er seine erfüllen. Die K-Team-Affäre zeigt aber, dass die gemeinen Mitglieder und Fans keine Rolle spielen, eigentlich nicht erwünscht sind.
      Wir können jetzt darüber streiten, ob das richtig ist, was ich schreibe. Aber die Aussenwahrnehmung ist nun einmal so. Was hätten sie zu verlieren gehabt, die Breite zur Besetzung der K-Teams einzuladen? Fürchten sie so sehr die offene Diskussion? Oder geht es eigentlich nicht wirklich darum, alle zur Vereinsarbeit einzuladen?
      Ich wette mit Dir, ernsthaft hätten sich vlt 5 Hanseln gemeldet, die mitarbeiten wollen. Aber der Effekt Aussendarstellung wäre immens gewesen. Der gemeine Fan, das gemeine Vereinsmitglied hätte das Gefühl gehabt, die vor ein paar Jahren propagierte Transparenz würde endlich umgesetzt.

      Ich gehe mit allem mit, was Du schreibst, Du hast Recht!
      Nur ist die Wahrnehmung der Vereinsgremien in der Öffentlichkeit mittlerweile hundsmiserabel. Daran wird auch eine gelebte Satzung in dieser Form nichts mehr ändern. Das, was Du schreibst, hätte in den letzten 3 Jahren umgesetzt werden müssen. Das ist nicht passiert.
      So bleibt das Gefühl, ein paar Handverlesene entscheiden über alles, aber ich kann nix daran ändern. Das Schlimme ist, man erfährt auch nichts über die Beweggründe, warum wie gehandelt wird. Nehmen wir die aktuelle Besetzung des Vorstandes. Gut, der AR hat kurz vor der einberaumten MV so entschieden. Diese MV hätte eine Plattform darstellen können, diese Entscheidung zu begründen. Einen Tag vorher wird abgesagt und wir alle können rätseln, warum dieser Rumpfvorstand eingesetzt wurde. Trotzdem könnte man sich die Mühe machen, etwas zu erklären... Aber ist eine MV die eigentliche Plattform? Besteht die Borussia nur aus Mitgliedern?

      Ich denke, der grösste Fehler, den die Vereinsgremien begingen, weiter begehen, ist zum einen die Abschottung. Dazu besetzt eine handverlesene Schar von Ehrenamtlern K.Teams, fernab jeglicher Realität wird der Verein geführt. Diese Realitätsferne/Abschottung hat sich schon gerächt, wenn Du Dir die Reaktionen der Neunkircher Bevölkerung ansiehst, sobald die Sprache auf die Borussia kommt. Mehr als ein Schulterzucken und zynische Kommentare siehst und hörst Du nicht! Die Leute interessieren sich nicht mehr für die Borussia.
      Das ist die Realität, nicht die 300, die noch kommen, auch nicht die handverlesene Schar, die weiter hinter verschlossenen Türen ihr Süppchen kocht.
      Die Realität ist Ignoranz und Desinteresse.
      Und das ist ein seit Jahren hausgemachtes Problem!

      Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von Russel P. ()

    • Wir sind weitgehend einer Meinung, bis auf den Punkt Satzungsänderung.
      Egal, wie man dazu steht, egal, ob die jetzige Satzung gerechtfertigt ist, ohne ein Aussensignal wird die Borussia sterben.
      Unabhängig davon, wie sich das Vereinsleben verändern würde, eine Änderung wäre eine Einladung mit offenen Armen!
      Bei dem bestehenden Desinteresse und dem "Inner-Circle" bei der Borussia wird es keine Mehrheit in einer Abstimmung dafür geben können.

      Es muss also von Seiten der Gremien gehandelt werden.
      Und das wird die, meiner Meinung nach, letzte Chance sein, den Verein vor dem Untergang zu retten. Ohne das Interesse der Öffentlichkeit wird das nix.
      Die andere Möglichkeit wäre der absolute sportliche Erfolg, der so wohl mittel- bis langfristig nicht möglich sein wird.
      Also gilt es, die Borussia vorm Vergessen zu retten. Du musst die Neunkircher Bevölkerung daran erinnern, dass es eine Borussia gibt, für die es sich lohnt, wieder ins Stadion zu kommen.
      Das sehe ich aktuell aber nicht!
    • Welche Möglichkeiten, das Interesse an der Borussia zu fördern, bleiben also?

      Der maximal sportliche Erfolg? Dazu ist diese Liga zu uninteressant und die Kassen angeblich zu klamm!

      Eine Veränderung im Verein? Das wäre die einzige Möglichkeit, die ich sehe, um schnell eine Öffentlichkeit für die Borussia zu schaffen...
      Transparenz, Einladung und Offenheit, aber ich wiederhole mich!
    • Russel J.:

      "Eine Veränderung im Verein ? " (eher mit Ausrufezeichen, statt Fragezeichen ?)
      Aber wie könnte die aussehen? - Eine Vereinsstruktur stinknormal wie im Hundeverein, Sponsorabhängigkeit wie bei Hoffenheim Hannover oder RB Leibzig oder professionell wie bei Bayern München. Dazwischen müsste es sein. Aber wie können die Mitglieder das erreichen- Ich sehe kaum Möglichkeiten.
    • Neinkerjer schrieb:

      Eine Vereinsstruktur stinknormal wie im Hundeverein, Sponsorabhängigkeit wie bei Hoffenheim Hannover oder RB Leibzig oder professionell wie bei Bayern München.
      Wie im Hundeverein? Das wäre zumindest ein demokratischer Fortschritt :D
      Abhängigkeit? Da musst Du nicht explizit Hoffenheim und RB Leipzig bemühen. In irgendeiner Form sind alle Vereine abhängig.

      Aber das meinte ich nicht.
      Ich meinte, es ist an der Zeit, ALLE Mitglieder und Fans wieder am Vereinsgeschehen teilhaben zu lassen.
      Bei den jetzigen Strukturen geht das aber nur durch die Vereinsgremien selbst.
      Mit einer Mitgliederentscheidung wirst Du nichts ändern können, weil das Interesse an der Borussia nur noch marginal vorhanden ist. Und die, die kommen und abstimmen, machen das Linientreu. Aus welchen Gründen auch immer...
      Aus diesem Teufelskreis muss die Borussia raus. Dann steigt auch wieder das Interesse am Verein.