Ein Stadion verliert sein Wahrzeichen

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    • Ein Stadion verliert sein Wahrzeichen

      Das Faltdach war wirklich ein Erkennungsmerkmal und machte das Stadion besonders.


      Ein Schmuckstück mit Dachschaden
      Erkennungsmerkmal der BELKAW-Arena abgerissen.

      Eins der schönsten Stadien des rheinischen Amateurfußballs hat sein Wahrzeichen verloren. Dreißig Jahre lang war das „Faltdach“ das Erkennungsmerkmal der BELKAW-Arena an der Paffrather Straße in Bergisch Gladbach. Nun wurde es abgerissen.

      Bei einer Routine-Kontrolle wurde festgestellt, dass die 14 Holzleimträger der BELKAW-Arena von Pilz befallen und übel durchgefault waren. Die Balken, die die auffällige Dachkonstruktion hielten, zerbröselten dem schleunigst hinzugezogenen Gutachter nahezu zwischen den Fingern, nachdem sie über die ganzen Jahre der Feuchtigkeit ausgesetzt waren. Ein Konstruktionsmangel, der wegen einer Metallabdeckung der Träger eher zufällig, aber immerhin noch rechtzeitig vor einem möglichen Unglück entdeckt wurde.
      Mitte Februar rückten deshalb die Bagger an und entfernten das Dach von der Haupttribüne des Stadions. „Das ist wirklich schade, denn es war ein Schmuckstück“, trauert Volker Weirich, Leiter des Sportamts in Bergisch Gladbach. Er kennt das Stadion seit seinem Fertigbau. „Doch die Kosten für eine Reparatur hätten die eines Neubaus deutlich überstiegen.“ Satte 560.000 Euro kostet das neue Dach. Die „Falt-Optik“ und damit das charakteristische an der Gladbacher Arena wird auch nach der Fertigstellung nicht mehr zu sehen sein. Die würde nicht nur den Baupreis in die Höhe treiben, sondern auch extrem wartungsintensiv sein und damit weitere laufende Kosten verursachen.

      Im Mai, so hofft Volker Weirich, ist das neue Dach fertiggestellt. Ein unspektakuläres Pultdach wird es, das laut Weirich „die Arena trotzdem ein Schmuckstück bleiben lässt“. Wenn nichts dazwischen kommt, könnte die Sitzplatztribüne dann schon beim letzten Heimspiel des SV 09 in der Oberliga ihr Comeback feiern. Am finalen 30. Spieltag gastiert der „Poldi-Klub“ FC Bergheim 2000 an der Paffrather Straße.

      Quelle: rheinfussball.de
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)