Müllers "Tor des Monats" 1980

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    • Müllers "Tor des Monats" 1980

      Vor 35 Jahren erzielte der Bocholter Peter Müller das „Tor des Monats“.

      In der 2. Bundesliga gegen Rot-Weiß Lüdenscheid! :thumbsup:

      Auszeichnung der ARD-Sportschau
      Bocholter erzielte „Tor des Monats“ vor 35 Jahren

      Am vergangenen Sonntag war es bereits 35 Jahre her, dass sich Peter Müller endgültig in die Herzen der Bocholter Fußballfans schoss. Damals erzielte der Stürmer des 1. FC Bocholt das Tor des Monats der ARD-Sportschau. Am 16. August kommt in der 26. Minute ein langer Ball weit links in den Strafraum von RW Lüdenscheid geflogen. Der Stürmer des damaligen Zweitligisten 1. FC Bocholt fackelt nicht lange und zieht mit dem linken Fuß von der Strafraumkante ab. Der Ball landet im hohen Bogen im Tor des verdutzten Lüdenscheider Keepers Hans-Ulrich Wegner – ein Traumtor. „Es war eigentlich reine Glückssache. Ich habe einfach abgezogen und hinterhergeschaut. Eigentlich bin ich ja Rechtsfuß“, sagt Müller. Was er zum damaligen Zeitpunkt noch nicht weiß: Gerade eben hat er das Tor des Monats August der ARD-Sportschau erzielt. Bis heute ist er der einzige Bocholter Fußballer, dem das gelungen ist.

      „Mein damaliger Trainer Tito Elting hat mir irgendwann beim Training erzählt, dass mein Treffer zur Wahl als Tor des Monats nominiert wurde“, sagt Müller. Doch so wirklich große Chancen rechnet er sich nicht aus. Schließlich gibt es namhafte Konkurrenz. Ein Treffer von Klaus Allofs, der damals für Fortuna Düsseldorf spielte, steht ebenso zur Wahl wie einer von Werner Lorant von Eintracht Frankfurt. Doch 30.000 Zuschauer entscheiden sich schließlich für das Tor des Stürmers des gerade aufgestiegenen 1. FC Bocholt. „Tito kam dann zu mir und sagte, dass ich gewonnen habe und jetzt zur Verleihung der Medaille in die Sportschau müsse. Da ging mir die Düse 1 zu 100“, sagt Müller. Im Fernsehstudio in Köln ist dann alles ganz anders als vorher gedacht. „Da lagen überall nur so Kabel rum und man saß vor einer blauen Wand.“ Der Moderator Volker Kottkamp stellt im Gespräch plötzlich ganz andere Fragen als vorher abgesprochen. „Da habe ich erst einmal gestockt. Aber nach den ersten Sätzen ging es dann.“ Müllers Auftritt im TV scheinen damals fast alle Bocholter zu verfolgen. „Jedenfalls wollten bei meinem nächsten Gang durch die Stadt immer wieder Leute Autogramme von mir haben“, sagt Müller, der selbst heute noch hin und wieder Briefe mit Autogrammwünschen bekommt. „Ich habe das damals genossen, nur als man dann nicht mehr in Ruhe essen konnte, hat das schon gestört“, so Müller. Nach den Spielen geht es oft noch in die Kneipe Rob Roy, wo die ganze Mannschaft im Mittelpunkt steht. Dabei erweist sich Müllers Tor des Monats durchaus als hilfreich. Ein Sponsor bietet Müller, der bis heute keinen Führerschein besitzt, eines Tages an, die Taxifahrten zu seinem Wohnort Walsum zu bezahlen, wo Müller noch arbeitet. „Wir waren ja alles Amateure.“

      Irgendwann entschließt sich Müller aber doch, mit seiner Frau Elke nach Bocholt zu ziehen. „Es hat uns hier einfach gefallen“, so Müller. Dazu trägt auch das Engagement beim 1. FC Bocholt bei. Müller hat so manche Anekdote zu erzählen – beispielsweise über Trainer Tito Elting, der die Spieler an Ostern schon mal Ostereier gefüllt mit Fünf-Mark-Stücken suchen lässt. Oder die Derbys gegen den FC Olympia – inklusive Bombendrohung und umgeworfener Mülltonnen vor seiner Haustür. „Wir waren damals ein echtes Team. Schade, dass wir die Klasse damals aufgrund der Einführung der eingleisigen Zweiten Liga nicht halten konnten“, sagt Müller und fügt hinzu: „Wenn ich wüsste, dass ich 80 Jahre alt werde, würde ich fünf Jahre dafür geben, noch einmal diese fünf Jahre mit dem 1. FC Bocholt zu erleben.“ Die damals aufgezeichneten Videokassetten von seinen Spielen schaut sich Müller noch zweimal im Jahr an, die Zeitungsausschnitte sind sauber abgeheftet. Nur die Medaille für das Tor des Monats hat Müller bereits vor zehn Jahren an seine Tochter Nicole übergeben. „Ich finde es besser, wenn sie die schon zu Lebzeiten von mir bekommt“, sagt Müller.

      Bericht aus dem BBV
      1. FC Bocholt 1900 e.V. - Die Macht vom Hünting
    • Das Münsterland ist schwarz, war schon immer so. :D

      Am Hünting fanden früher auch Wahlkampfveranstaltungen statt. Im Vorfeld der Bundestagswahl 1980 weilte mal der CSU-Vorsitzende und damalige Kanzlerkandidat Franz Josef Strauß in Bocholt und hielt im Stadion eine Wahlkampfrede vor über 20.000 Zuhörern.
      1. FC Bocholt 1900 e.V. - Die Macht vom Hünting