VfR Wormatia Worms - SV Waldhof Mannheim

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    • Mir sind keine Pläne für das Südweststadion bekannt. Für wen oder was soll man das denn sanieren? Schätze mal, das lässt man vor sich hinrotten.
      "Der alteingesessene Supporter bezieht seine identität als Fan aus der lebenslangen bindung an den Fußball und seinen Klub. Nichts kann diese Zuneigung erschüttern, keine Niederlage, kein Abstieg, keine Ehekrise."

      "Mit Wormatia haben wir uns Zielsicher den Verein ausgesucht, der sich offensichtlich vorgenommen hat, das Spannungsverhältnis zwischen Enttäuschung, Versagen sowie Rettung und Glück in letzter Sekunde im endlosen Dauerbetrieb zu testen."
    • Rüdiger Ofenloch schrieb:

      Waldhof nicht zu stoppen

      Von unserem Redaktionsmitglied Rüdiger Ofenloch

      LUDWIGSHAFEN. Jannik Sommer hatte gut lachen. Als ihn Teamkollege Alban Sabah im nicht ganz so ernst gemeinten Interview für das Waldhöfer Fan-TV nach seiner vergebenen Kopfballchance Mitte der zweiten Halbzeit ansprach, scherzte Sommer: "Die Flanke war nicht so gut getreten, da muss ich noch mal mit Marco reden." Flankengeber Müller allerdings hatte punktgenau serviert, Sommer mit einem völlig missglückten Abschluss quasi einen Doppelpass gespielt - und seine Pflicht ohnehin schon etliche Minuten vorher erledigt. Durch seinen Treffer zum 1:0 in der 55. Minute bescherte der 24-Jährige dem SV Waldhof im "Gastspiel" bei Wormatia Worms den zehnten Sieg im 13. Saisonspiel.

      Mit 32 Punkten steht der SVW nun noch ein bisschen souveräner an der Tabellenspitze. Weil die SV Elversberg bei Aufsteiger Spielberg überraschend 0:2 verlor, sind es drei Zähler, die die Mannheimer vor der Konkurrenz um die Aufstiegsplätze liegen. Nur Trier punktete dreifach, steht jetzt auf Rang zwei. Saarbrücken, Offenbach und Kassel kamen nur zu Unentschieden. Besser hätte es für die Blau-Schwarzen an diesem Spieltag nicht laufen können. "Wir haben die drei Punkte geholt, die anderen haben Federn gelassen, jetzt können wir richtig feiern", sagte Mittelfeld-Mann Ali Ibrahimaj. Abheben werde man aber ganz bestimmt nicht. "Wir haben noch so viele Spiele und werden weiter hart arbeiten. Nur dann kann man sich belohnen", sagte Ibrahimaj in Anlehnung an das Credo seines Trainers.


      Kenan Kocak musste sich natürlich auch die Frage gefallen lassen, was den SV Waldhof jetzt noch stoppen könne? Überheblichkeit, hätte es der Mannheimer Coach in einem Wort formulieren können. "Wir werden weiter konzentriert arbeiten. Natürlich genießen wir diese Zeit, dafür haben wir viel investiert. Jetzt geht es darum, die Mannschaft hungrig zu halten und weiter zu optimieren", sagte Kocak, der die Ergebnisse der Aufstiegskonkurrenten registriert, aber nicht zum Anlass nimmt, nun plötzlich große Töne zu spucken.

      AUFSTELLUNG

      Worms: Paterok - Stulin (62. Lahn), Metzger, Maas, Auracher - Saiti, Himmel, Pinheiro, Antonaci (90. Karwot) - Treske, Akcam (62. Tahiri)
      Mannheim: Scholz - Mühlbauer, Seegert, Fink, Müller - Balitsch, di Gregorio (78. Lindner) - Sommer (88. Sabah), Förster, Ibrahimaj - Burgio (86. Sökler)

      Das Spiel des SVW im Ludwigshafener Südweststadion gab zunächst auch gar keinen Anlass dazu. Mannheim tat sich schwer gegen tief und bestens organisiert stehende Wormser. Die tragen einen Teil ihrer Heimspiele in Ludwigshafen aus, weil das heimische Stadion gerade umgebaut wird. Und obwohl zwei Drittel der rund 4000 Zuschauer zum Waldhof hielten, zeigte sich die Wormatia voller Selbstvertrauen. Zu Chancen freilich kam die Mannschaft von Steven Jones nicht - was wiederum an den gewohnt sicher stehenden Mannheimern lag. "Dass wir nicht so viel Druck wie zuletzt gegen Elversberg machen konnten, lag daran, dass dies der SV Waldhof nicht zugelassen hat", sagte Jones, der ansonsten mit der Leistung seiner Truppe zufrieden war: "Wir haben das über weite Strecken sehr diszipliniert gemacht."

      Doch das alleine ist gegen diesen Waldhof derzeit zu wenig. Defensivmann Daniel di Gregorio zeigte sich so torhungrig wie selten und setzte gleich die ersten zwei Ausrufezeichen (8./11.), Giuseppe Burgio legte nach (23./28./30.). Nach der Pause verstärkte Mannheim noch einmal die Offensivbemühungen: Nach guten Chancen von Marcel Seegert (51.) und dem immer stärker werdenden Burgio (54.) war es dann Sommer, der mit seinem zehnten Saisontor für den Moment des Spiels sorgte. "Vor dem Tor treffe ich es derzeit ganz gut", sagte der Goalgetter mit Understatement.

      Kollege Burgio hatte gestern nicht so viel Schussglück. "Für Jannik freut es mich natürlich. Prinzipiell ist es aber egal, wer die Tore schießt", sagte der Angreifer, der nach seiner Blinddarm-OP nach und nach wieder an seine Topform herankommt. "Dieses Mal war es schon besser als zuletzt", sagte Burgio, der unglaublich viel lief und die Wormser Abwehr dauerhaft beschäftigte. Ganz nach dem Geschmack von Trainer Kocak, der seiner Mannschaft einmal mehr ein großes Kompliment aussprach: "Die Jungs haben alles gegeben und verdient gewonnen." Einzig die vielen vergebenen Konterchancen nach dem 1:0 dürften dem Coach nicht gefallen haben. So musste Mannheim noch ein bisschen zittern, bis die 32 Zähler auf dem Konto waren.
      57. min: "Noch mal Mustafi in der Zeitlupe. Und in der Vereinskneipe von Waldhof Mannheim köpft Jürgen Kohler die Bierbank aus dem Fenster."

      Aus dem 11Freunde-Liveticker Deutschland-Ghana 2:2 WM 2014