60 Jahre Westfalenliga

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    • 100 Jahre Fußball in Nordrhein-Westfalen äußert sich da leider auch nicht dazu.

      Der Band listet die Einrichtung der 7 Bezirke auf; bleibt bei den Kreisen allredings auf dem Gebietsstand von 1997 und meint dazu nur lapidar, dass sich gegenüber 1956 kaum etwas geändert habe....
      09.11.2019 : "Könnt ihr denn den Depp nicht wieder nach Gmünd mitnehmen?" :hohn:
    • Die frühen Nachkriegsjahre sind eh so ein bisschen Wildwest hier in Westfalen. In der ersten Saison 1945/46 gab es neben dem (heutigen) FLVW auch noch den "Volkssportbund", der ebenfalls einen Spielbetrieb organisierte. Der FLVW war mal ganz grob umrissen mehr in Richtung Ostwestfalen/Münsterland der tonangebende Verband, der Volkssportbund dagegen im Sauer- und Siegerland. Und das Ruhrgebiet war ein Kuddelmuddel zwischen beiden Verbänden. Der FLVW hatte bereits 7 Bezirke eingerichtet, darunter angesiedelt dann diverse Kreisligen. Beim Volkssportbund war es genau andersherum, die Bezirksliga war die untere Spielklasse und die übergeordneten Kreisligen zudem nur ausschnittsweise bereits eingerichtet, so dass teilweise Endrunden der Bezirksmeister um die Kreismeisterschaft ausgespielt wurden. Bereits zur Saison 1946/47 wurde aber alles unter dem Dach des FLVW vereinigt.

      Was dazu führt, dass die Zahl der Dauerbrenner ab 1945/46 schon deshalb sehr gering ausfällt, da es in vielen Bezirken eben noch keinen Spielbetrieb des FLVW gab bzw diverse Vereine die erste Saison dem Volkssportbund angeschlossen waren. Übrig geblieben sind imho nur 4 Vereine, dies sind der BV Brambauer, der VfL Schwerte, der SC Hassel und der FC Eintracht Rheine, letzterer Dank seiner Fusionitis. Weitere 4 Vereine, der BV Bad Lippspringe, der Hasper SV, die SuS Menden und der SC Neheim sind erst 1946/47 dem FLVW beigetreten, aber seither auch Dauerbrenner. Zu guter Letzt kommen noch die beiden Vereine Spvg Olpe und die SuS Niederschelden dazu, die zwar 1946/47 noch auf Kreisebene spielten, aber entschuldigt sind, weil es im Siegerland vor 1947/48 noch keine Bezirksklasse gab.
    • Funfact aus Westfalen: Der VfB Salzkotten, Kreis Paderborn, aktuelles Schlusslicht der Bezirksliga Staffel 3, ist bereits neun Mal in die Bezirksliga aufgestiegen, hat insgesamt 38 Spielzeiten dort absolviert, konnte aber nie die Landesliga erreichen. Klingt rekordverdächtig. Der FC Blau-Weiß Weser, Kreis Höxter, ebenfalls in der Staffel 3 spielend, kommt sogar auf 41 Spielzeiten in der Bezirksliga ohne Aufstieg in die Landesliga. Die Blau-Weißen sind aber streng genommen ein Fusionsklub. Der das Spielrecht übertragende Vorläufer VfB Beverungen bringt es allein auf nur 37 Spielzeiten in der Bezirksliga. Der SC Lauenförde als zweiter Vorläufer deren 12.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von lohmann ()

    • lohmann schrieb:

      Dieses Mal nicht Bielefeld, aber trotzdem Westfalen. Kleine Fingerübung in Sachen Layout. Und inhaltlich was für Sammler von Zahlenfriedhöfen abseits der längst ausgetretenen Pfade.
      Kreisliga AB Detmold 1978-2017.pdf
      Deine Übersichten von KLA und jetzt auch KLB-Tabellen gefallen mir immer wieder. Ich hätte gerne mehr davon. Die fehlenden Punktverhältnisse suche ich Dir Ende September in der Lippischen Landesbibliothek raus, ich wollte eh im Urlaub dahin. Das einzige, was ich anders machen würde (keine Kritik, nur ein Vorschlag) wäre, die Tabellen nicht über zwei Spalten laufen zu lassen. Ist aber persönlicher Geschmack.
    • Ist auch nicht mein persönlicher Geschmack. Um die Tabellen aber ohne Umbruch auf die Seiten zu bringen, hätte ich die Ausgaberoutine, die das pdf erzeugt etwas umprogrammieren müssen. Nicht wirklich kompliziert, aber auch nicht die allererste Priorität. Es wird mehr solche Auswertungen geben. Ich habe aus den AM seit 1970 bereits einen signifikanten Teil der Kreisligen A/B digitalisiert (auf gut deutsch: abgetippt) und nun seit einiger Zeit auch erste Kreisverbände indexiert, sprich Vereinsnamen wie "SpVg. Diestelbruch-V.", SV Diestelbr.-Vahlhsn.", "SpVg. Diestelbruch-Vahlhausen", "SpVgg. Distelb-Vhsn." glattgezogen. Letzteres wäre ja noch zügig machbar, aber leider sind gerade die älteren Jahrgänge sehr schlampig geführt worden, wenn es darum geht, erste, zweite und dritte Mannschaften korrekt zu kennzeichnen. Ist ne Sisyphus-Arbeit, aber letzten Endes doch ein spaßiges Hobby und man lernt ne Menge über die örtliche Geografie.
    • Hullu_poro schrieb:

      lohmann schrieb:

      Beim Aufsortieren der Vereine bin ich dabei über den SSV Hagen gestolpert. Der in den DSFS-Büchern in den Anfangsjahren der Verbandsliga unter "SSV Hagen 05/11" firmiert. Bei Wikpedia finde ich aber, dass die immer mal wieder in der Landesliga Staffel 2 spielende "SpVgg Hagen 1911" schon unmittelbar nach dem Krieg die Fusion mit dem SSV wieder verlassen habe. Der SSV und die SpVgg müssten daher doch durchgängig zwei verschiedene Vereine sein? Wenn ja, woher kommt dann das ".../11" beim DSFS? Müsste der Verein in den DSFS-Büchern daher nicht bloß nur "SSV Hagen (19)05" heißen? Fragen über Fragen...
      SSV und SpVg Hagen sind zwei Vereine. Die SpVg hat sich laut Hardy Grüne nach dem Krieg vom SSV abgespalten um die "Tradition" eines Vorgängervereins fortzuführen.
      Weiß jemand, wann denn aus dem FC Eppenhausen 1911 die SpVg Hagen 1911 geworden ist? Bei einem Groundhopper habe ich mal grob 1931 gelesen, aber das wäre ja erst kurz vor der Fusion 1933 mit dem Hagener SC zum DSC Hagen (lt. Wiki) gewesen...

      Es ist 2011 eine ausführliche Vereinschronik geschrieben worden. Mehr als hier finde ich aber auch nicht dazu...
      wp.de/archiv-daten/chronik-zum…eum-fertig-id4212022.html
      Hammer SpVg <3
    • Um das hier kurz abzuschließen. Hab mich nochmal ausgetauscht und Quellen gelesen. Ich komme für mein Projekt, das mind. zu allen überkreislichen Vereinen einen kleinen Steckbrief enthalten soll, zu folgender Entstehung:

      SpVg Hagen

      Laut verschiedener Quellen ist der heutige Verein im Jahr 1924/1925 aus einer Fusion des im Jahr 1911 gegründeten „Fußballclub Eppenhausen“ und dem „Polizei Sportverein Hagen“ entstanden. Im Jahr 1933 kam es zur Fusion mit dem „Hagener Sportclub“ zum Verein „Deutscher Sportclub Hagen“. Die Fusion wurde jedoch nach Ende des 2. Weltkriegs wieder aufgelöst. So entstand erneut die SpVg Hagen und der heute ebenfalls noch existierende SSV Hagen.
      Hammer SpVg <3