TSV Abtswind

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Carl Murphy verabschiedet sich aus Abtswind
      Der Verteidiger wechselt zum DFB-Pokal-Teilnehmer SF Dorfmerkingen

      thumbnail_tsv_abtswind_carl_murphy.jpg
      (Foto: Michael Kämmerer / TSV Abtswind)

      Der Fußball-Landesligist TSV Abtswind verliert nicht nur einen erfahrenen Führungsspieler, sondern gleichzeitig auch seinen Co-Trainer: Carl Murphy verlässt den Verein Ende Juli und wechselt zu den Sportfreunden Dorfmerkingen in die Verbandsliga Württemberg. Der Grund: Für den 31-Jährigen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Nach Abschluss seines Studiums in Würzburg tritt Murphy eine Arbeitsstelle in der Nähe von Heidenheim an. „Carls Abgang tut uns gleich mehrfach weh“, sagt Abtswinds Trainer Petr Skarabela. „Er ist ein hervorragender Verteidiger, war als Co-Trainer meine rechte Hand und war als Persönlichkeit in der Mannschaft sehr geschätzt.“ Groß ist das Bedauern im Verein über Murphys Abschied, der Abtswind allerdings nicht unerwartet trifft. Schon vor Wochen hatte der Deutsch-Schotte seine Absichten mitgeteilt, dass der Beruf ihn aus Mainfranken wegführen könne. „Wir müssen eine Alternative für die linke Seite finden und werden das mit einer internen Besetzung lösen“, sagt Skarabela, der einen Neuzugang als Ersatz nicht für erforderlich hält. Der Posten des Co-Trainers bleibt indessen vakant. Zweieinhalb Jahre spielte Carl Murphy für den TSV Abtswind. Im März 2015 schloss sich der Linksfuß dem Verein nach einem Auslandssemester in den USA an. Seitdem kam er 74 Mal in der Landesliga zum Einsatz; dabei erzielte er vier Tore. Mit der Mannschaft erreichte er zweimal den dritten und einmal den vierten Tabellenplatz. „Ich hatte in Abtswind eine unvergessliche Zeit mit einer einmaligen Truppe“, sagt Murphy. „Ich habe den Verein ins Herz geschlossen. Daher fällt der Abschied nicht leicht.“

      Im Oktober beginnt für den Absolventen der Betriebswirtschaftslehre die Arbeit bei einem Automobilzulieferer in der Nähe von Heidenheim in Baden-Württemberg. Sportlich geht es für Murphy unweit davon bei den Sportfreunden Dorfmerkingen weiter. Der Verbandsligist ist vor kurzem in die sechste Liga, vergleichbar mit der bayerischen Landesliga, aufgestiegen. Einen noch größeren Coup landete der Klub mit dem Einzug in den DFB-Pokal, wo das Team in der ersten Runde auf RB Leipzig trifft. „Wir bedanken uns bei Carl für seinen vorbildlichen Einsatz und wünschen ihm in seinem Beruf, bei seinem neuen Verein und privat weiterhin alles Gute“, sagt Petr Skarabela. Vor seinem Engagement in Abtswind bestritt der gebürtige Bad Neustädter auf seinen Stationen beim TSV Großbardorf, bei Waldhof Mannheim und den Würzburger Kickers 101 Spiele in der Regionalliga sowie insgesamt 75 Partien in der Bayernliga und in der Oberliga Baden-Württemberg.

      PM TSV Abtswind
    • Der TSV Abtswind ist vorbildlich in vielerlei Hinsicht
      Bayerischer Fußball-Verband verleiht die zweite silberne Raute

      thumbnail_tsv_abtswind_silberne_raute.jpg(Verdienst für vorbildliche Arbeit: Abtswinds Vorsitzender Ulrich Zehnder (links) und Ehrenamtsbeauftragter Frank Tallner (rechts) erhalten von Edgar Hedrich,Ehrenamtsreferent des Bayerischen Fußball-Verbands,die silberne Raute. Foto: Michael Kämmerer / TSV Abtswind)

      Der TSV Abtswind hat zum zweiten Mal die silberne Raute erhalten, eine der höchsten Auszeichnungen des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV). Sie ist vergleichbar mit einer Zertifizierung in der freien Wirtschaft und ein Gütesiegel für besondere Leistungen in den Bereichen Jugend, Ehrenamt, Breitensport, Gesundheit und Prävention. Honoriert werden damit herausragende Standards im sportlichen und sozialen Spektrum des Vereins.

      Edgar Hedrich, BFV-Ehrenamtsreferent im Fußballkreis Schweinfurt, übergab die Urkunde an den Vorsitzenden des TSV Abtswind, Ulrich Zehnder, und an den Ehrenamtsbeauftragten des Klubs, Frank Tallner. „Beim TSV Abtswind bewegt sich seit Jahren etwas, hier wird das Ehrenamt gelebt, der Zusammenhalt ist groß“, sagte Edgar Hedrich bei der erneuten Preisverleihung. Das Motto der Aktion „Engagiert im Sport, aktiv im Ehrenamt“ werde in Abtswind vorbildlich umgesetzt, was sich anhand der 40 Kriterien für die Vergabe der Raute dauerhaft bestätigt habe. Das veranlasste den BFV zur wiederholten Ehrung, die dem TSV vor drei Jahren zum ersten Mal zuteil geworden war. Eine besondere Rolle sei dabei Frank Tallner zugekommen, so Edgar Hedrich: „Ohne sein Zutun wäre diese Auszeichnung nicht möglich gewesen.“

      Den steten Aufwärtstrend des TSV Abtswind verdeutlichte der BFV-Funktionär anhand der sportlichen Aufstiege der Fußballer, die 2011 den Sprung in die Bezirksoberliga schafften, ein Jahr später in die Landesliga vorrückten und in dieser Saison kurz vor der Bayernliga stehen. „Nach mehreren Anläufen ist Abtswind jetzt an der Reihe, seinen Titeltraum zu verwirklichen“, sagte Hedrich, der außerdem die Förderung und Integration der Jugend lobte. Seinen Dank richtete er an alle ehrenamtlichen Helfer, Vorstandsmitglieder, Trainer, Betreuer und Sponsoren. „Beim TSV ist jeder Euro gut angelegt“, sagte Hedrich mit Blick auf deren finanzielles Engagement. Angesichts der mustergültigen Vereinsarbeit stellte er die nächste Stufe bereits in Aussicht: „Ihr seid jetzt schon ganz nah an der goldenen Raute.“

      PM TSV Abtswind
    • Abtswinds Fahrplan durch den Winter
      Landesliga-Tabellenführer testet gegen fünf Bayernligisten

      Ab 18. Januar ist die Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit vorbei. Dann wird beim Fußball-Landesligisten TSV Abtswind nach eineinhalb Monaten Pause wieder trainiert. Für die Mannschaft von Trainer Petr Skarabela beginnt die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison. Sieben Wochen lang bittet der Ex-Profi seine Schützlinge bis zu vier Mal in der Woche auf den Platz. Mehrere Testspiele, allesamt auswärts, stehen zusätzlich auf dem Programm, ehe am 10. März das erste Meisterschaftsspiel nach der Winterpause angepfiffen wird.

      „Wir wollen den ersten Tabellenplatz bis zum Saisonende verteidigen und in die Bayernliga aufsteigen“, sagt Skarabela. „Um unser Ziel in den verbleibenden elf Ligaspielen zu erreichen, werden wir uns in den sieben Wochen intensiv vorbereiten.“ Dass für den 50-Jährigen in nächster Zeit die Fitness seiner Akteure an erster Stelle steht, liegt nicht zuletzt an den eigenen Erfahrungen als Profi des Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. „Die Wintervorbereitung ist die wichtigste Phase der Saison“, stellt Skarabela fest. „Das Training wird in die Beine gehen, doch davon werden wir in der Rückrunde zehren.“ Um unabhängig von winterlichen Wettereinflüssen trainieren zu können, werden mehrere Einheiten auf dem Kunstrasen in Estenfeld vor den Toren Würzburgs stattfinden.

      Daneben absolviert der TSV Abtswind sechs Testspiele, fünf davon gegen die Bayernligisten FC Würzburger Kickers II, TSV Großbardorf, FC Sand, DJK Don Bosco Bamberg und Würzburger FV. „In diesen Spielen werden wir richtig gefordert. Dann wissen wir, wo unser Niveau liegt“, sagt Petr Skarabela. „Wir wollen sehen, ob wir es mit gestandenen Mannschaften aus der Bayernliga aufnehmen können.“ Ein weiterer Gegner in der Vorbereitung ist der Bezirksligist FC Eintracht Bamberg. Der TSV Abtswind überwintert an der Tabellenspitze mit neun Punkten Vorsprung auf den Zweiten ASV Vach, der ein Spiel weniger bestritten hat. Erster Gegner zum Wiederbeginn in der Landesliga ist am 10. März der SV Alemannia Haibach.

      Die zweite Mannschaft des TSV Abtswind nimmt am 22. Januar das Training auf und bestreitet bis zum Wiederbeginn in der Kreisliga Ende Februar sieben Vorbereitungsspiele. Der TSV Abtswind III / FC Feuerbach beginnt am 31. Januar mit den Übungseinheiten für die Restrunde in der A-Klasse und testet dreimal.

      Winterfahrplan der Landesliga-Mannschaft
      Donnerstag, 18. Januar, 18:30 Uhr: Trainingsauftakt in Abtswind
      Samstag, 27. Januar, 14 Uhr: FC Würzburger Kickers II (Bayernliga) – TSV Abtswind
      Sonntag, 4. Februar, 11 Uhr, in Estenfeld: TSV Abtswind – TSV Großbardorf (Bayernliga)
      Samstag, 10. Februar, 14 Uhr: FC Sand (Bayernliga) – TSV Abtswind
      Sonntag, 18. Februar, 14 Uhr: DJK Don Bosco Bamberg (Bayernliga) – TSV Abtswind
      Samstag, 24. Februar, 13:30 Uhr: FC Eintracht Bamberg (Bezirksliga) – TSV Abtswind
      Samstag, 3. März, 15 Uhr: Würzburger FV (Bayernliga) – TSV Abtswind
      Samstag, 10. März, 15 Uhr: Landesliga-Auftakt TSV Abtswind – SV Alemannia Haibach

      PM TSV Abtswind
    • Florian Warschecha ist wieder da
      Nach einem halben Jahr kehrt der Torhüter zum TSV Abtswind zurück

      thumbnail_tsv_abtswind_florian_warschecha.jpg(Foto Michael Kämmerer / TSV Abtswind)

      Beim TSV Abtswind, „dem mit Abstand besten Verein, für den ich gespielt habe“, erlebte Florian Warschecha seine schönste und erfolgreichste Zeit als Fußballer, wie er selbst einmal feststellte. Von 2014 bis 2017 stand der Torhüter in Diensten des Landesligisten, ehe er sich entschied, als Spielertrainer zum TSV Repperndorf in die A-Klasse zu wechseln. Nun ist der 28-Jährige nach einer Halbserie an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt.

      In der Winterpause benötigte der TSV Abtswind dringend einen Torwart. Ersatzkeeper Patrick Hefner hatte angekündigt, ab Januar in den USA zu studieren. Florian Warschechas Kontakt in den Kräuterort war auch nach seinem Abschied im vergangenen Sommer nicht abgebrochen. Mehrmals hatte er in der Vorrunde Heimspiele des Tabellenführers gesehen. Bei der Suche nach einem Mann hinter Stammtorhüter Julian Schneider stieß der Verein schnell auf dessen Vorgänger. „Wenn Abtswind anfragt, überlegt man nicht lange, ob man in der A-Klasse bleibt oder die verlockende Chance ergreift, nächste Saison vielleicht Bayernliga zu spielen“, sagt Warschecha über seinen Wechsel während der laufenden Runde. „Ich bin froh, dass Florian wieder da ist und wir mit unserer ehemaligen Nummer eins guten Ersatz für Patrick Hefner gefunden haben“, sagt Abtswinds Trainer Petr Skarabela.

      Aus gesundheitlichen Gründen hatte Florian Warschecha vor einem Jahr den Entschluss gefasst, den höherklassigen Fußball hinter sich zu lassen und (Spieler-)Trainer zu werden. Im Dezember 2016 war er an der Schulter operiert worden. Die Heilung zog sich über Monate, so dass Warschecha anschließend kein Spiel mehr für Abtswind bestritt. Das Risiko einer erneuten Verletzung schien ihm zu groß, die Sorge um seine Gesundheit nicht vereinbar mit den Anforderungen an einen Torhüter in der Landesliga. Das ist nun anders: „Ich bin wieder vollkommen schmerzfrei, die Beweglichkeit der Schulter ist zum Glück zurück“, sagt der 28-Jährige, der für Repperndorf sowohl im Tor als auch im Feld spielte. „Der Zustand ist von Woche zu Woche besser geworden. Nachdem ich von meinem Arzt und meinem Physiotherapeuten grünes Licht bekommen habe, ist meine Angst weg, mich wieder zu verletzen.“
      In den kommenden sieben Wochen bereitet sich Warschecha mit der Mannschaft auf die im März beginnende Restsaison vor. Den Stammplatz, den er voriges Jahr aufgab, möchte er zurückerobern – spätestens ab der neuen Spielzeit. „Ich freue mich auf den Konkurrenzkampf mit Julian Schneider“, sagt der Rückkehrer, der in den Trainingseinheiten und Testspielen möglichst schnell zu früherer Form und Fitness finden und sich an das einstige Niveau gewöhnen will. Eine noch größere Veränderung als den Wechsel nach Abtswind hatte es für Florian Warschecha allerdings schon einige Wochen zuvor gegeben: Im Oktober wurde er zum ersten Mal Vater.

      PM TSV Abtswind
    • Gestern Abtswind – morgen Profi?
      Die außergewöhnliche Geschichte des Thilo Wilke

      thumbnail_tsv_abtswind_thilo_wilke.jpg(Thilo Wilke und Abtswinds Trainer Petr Skarabela; Foto Michael Kämmerer / TSV Abtswind)

      Im Januar 2017 packte Thilo Wilke seine Sachen und brach in die Vereinigten Staaten auf – mit dem Ziel, ein Jahr im Ausland Wirtschaftswissenschaften zu studieren, sein Englisch aufzupolieren und am College Fußball zu spielen. Doch es kam viel besser. Der Offensivmann des TSV Abtswind verzückte die Amerikaner mit seiner Spielweise und seinen Toren – so sehr, dass für Wilke selbst im Alter von 26 Jahren der Beginn einer Profikarriere nicht unmöglich erscheint. Wie er sich seinen rasanten Aufstieg in den USA erklärt, wie es ist, auf der Straße erkannt zu werden, und ob er sich vorstellen kann, zum TSV Abtswind zurückzukehren, erzählt Thilo Wilke im Interview.

      Frage: Welche Erlebnisse und Erfahrungen liegen nach einem Jahr in den USA hinter dir?

      Thilo Wilke: Ich habe zwei Semester mit der Shaw University von Raleigh, North Carolina, in der College-Liga gespielt. In der Zwischenzeit hatte ich das Glück, einen Vertrag beim neugegründeten Klub Rochester Med City FC in Minnesota in der vierten Liga, einer Halbprofi-Liga, zu bekommen. Das war eine sehr prägende Erfahrung. Der Höhepunkt war ein Spiel vor 1600 Zuschauern, in dem ich das erste Tor der Vereinsgeschichte geschossen habe. Ich habe nach jedem Heimspiel Autogramme gegeben und bin im Fitnessstudio angesprochen worden. Das war schon außergewöhnlich und hat riesigen Spaß gemacht.

      Frage: Das klingt nach einer unvergleichlichen und zugleich intensiven Zeit.
      Thilo Wilke: Der Fußball in den USA ist sehr professionell organisiert, es gibt keine Amateurligen wie in Deutschland. Am College habe ich jeden Tag mindestens einmal Training, dazu noch eine Fitness-Einheit. Und das alles zusätzlich zum Studium. In Minnesota konnte ich mich in den Semesterferien ausschließlich auf den Sport konzentrieren. Das hat es einfacher gemacht. In Amerika hast du in zwei Monaten vierzehn Spiele. Dann gibt es Phasen, in denen du drei Monate nur trainierst. Ich war mit meinem College-Team mal acht Tage im Hotel, weil wir eine Fünftagestour nach Cincinnati hatten.

      Frage: War 2017 bis jetzt das Jahr deines Lebens?
      Thilo Wilke: Es hätte nicht besser laufen können. Ich habe es dorthin geschafft, wo ich hinwollte. Ich habe in der Halbprofi-Liga von vierzehn Spielen elf von Beginn an gespielt und drei Tore erzielt, darunter das erste Tor der Vereinsgeschichte. Wir hatten im Schnitt 2000 Zuschauer. Am College, wo es auch zum ersten Mal Fußball gab, habe ich ebenfalls das allererste Tor geschossen. In vierzehn College-Spielen sind mir vierzehn Tore gelungen. Ich habe mich fußballerisch und menschlich weiterentwickelt. Das einzige Ärgerliche war, dass ich mit beiden Mannschaften die Play-Offs verpasst habe. Das will ich dieses Jahr schaffen.

      Frage: Was sind abgesehen davon deine Erwartungen und Träume für 2018?
      Thilo Wilke: Ich werde alles in die Waagschale werfen, um Fußballprofi zu werden, um in den USA in die erste oder zweite Liga zu wechseln. Das Kapitel war in meinem Alter eigentlich schon längst weggeschoben. Mein College-Trainer hat den Traum wieder aufleben lassen, indem er mich ermutigt hat, in die Halbprofi-Liga zu gehen, um vielleicht den Sprung zu den Profis zu schaffen. Ich will natürlich mein Studium nicht vernachlässigen, aber ich will alles für den Fußball geben und schauen, was möglich ist, um in einem Jahr sagen zu können: Ich habe alles versucht, egal ob es klappt oder nicht.

      Frage: Ist damit die Rückkehr nach Abtswind in weite Ferne gerückt?
      Thilo Wilke: Das will ich nicht behaupten. Ich bin ein sehr heimatverbundener Mensch. Anfangs hatte ich nur ein Jahr in den USA geplant. Aber es sind hier so viele tolle Sachen passiert, dass ich mindestens ein weiteres Jahr dranhänge. Wann ich nach Deutschland zurückkomme, kann ich heute noch nicht sagen. Wenn ich es in den USA nicht zu den Profis schaffe, kann ich mir auch vorstellen, in anderen Ländern mein Geld nur mit Fußball zu verdienen und so auch noch ein anderes Stück von der Welt zu sehen. Wenn es um höherklassigen Amateurfußball geht, ist Abtswind natürlich mein erster Ansprechpartner. Ich würde mich freuen, wenn ich irgendwann zurückkomme und der TSV in der Bayernliga spielt und es vielleicht noch eine Liga weiter nach oben schaffen kann. Der Verein ist für mich eine Herzensangelegenheit. Die Zuschauer, die Auswärtsspiele mit vollem Fanbus – das habe ich nicht vergessen.

      Frage: Wie lässt sich dein Studium mit dem Traum vom Profifußball vereinbaren?
      Thilo Wilke: Ich muss aufpassen, dass ich das Studium nicht vernachlässige. Mein Abschluss ist mir auch sehr wichtig, falls es mit dem Fußball nicht klappt. Ich habe vergangenes Jahr sehr viele Reisen gemacht und nahezu alle großen Städte gesehen. Ich war in Florida, New York, Washington, an der kompletten Westküste und an der Ostküste. Künftig will ich auf Freizeit verzichten, um mich ganz Fußball und Studium zu konzentrieren.

      Frage: Fühlt du dich als Star, nachdem du in den USA vor einigen tausend Leuten spielst, auf der Straße erkannt wirst und Autogramme gibst und die Spiele live im Fernsehen gezeigt werden?
      Thilo Wilke: Natürlich ist es ein schönes Gefühl. Ich würde lügen, wenn es nicht so wäre. Aber ich kann das, glaube ich, schon richtig einschätzen. Ich bin da hoffentlich auf dem Boden geblieben.

      Frage: Wie erklärst du dir deine Leistungssteigerung von der Landesliga in die vierte US-Liga?
      Thilo Wilke: Das professionelle Training, mindestens einmal am Tag, hat mir den schnellen Sprung nach vorne ermöglicht. Ich konnte meinen Fokus ganz auf den Fußball richten und habe dank eines Ernährungsberaters das Richtige gegessen. Außerdem habe ich mit einem Sportpsychologen und guten Fitnesstrainern gearbeitet.

      Frage: Inwieweit verfolgst du das Geschehen beim TSV Abtswind?
      Thilo Wilke: Ich tausche mit einigen Spielern Nachrichten aus und telefoniere gelegentlich mit Trainer Petr Skarabela, mit dem ich mich im Januar während meines Heimaturlaubs in Abtswind getroffen habe. Sonntagmittag werfe ich im Internet meistens einen Blick auf die Ergebnisse. Über Facebook bekomme ich einiges mit und lese auf der Homepage gerne einen Spielbericht. Abtswind bleibt für mich eine Herzensangelegenheit.

      PM TSV Abtswind
    • Christopher Lenhart wagt beim TSV Abtswind den Neuanfang
      Eine Verletzung zwang den Verteidiger über ein Jahr zur Pause

      Die Leidenszeit soll endlich vorbei sein: Christopher Lenhart wagt beim TSV Abtswind einen Neuanfang und schließt sich dem Tabellenführer der Fußball-Landesliga Nordwest an. Mit Beginn der Wintervorbereitung ist der Verteidiger ins Mannschaftstraining eingestiegen. Infolge einer langwierigen Schambeinentzündung hatte Lenhart, der zuletzt für Bayern Kitzingen auf dem Platz stand, seit mehr als einem Jahr nicht mehr spielen können.

      thumbnail_tsv_abtswind_christopher_lenhart.jpg(Manager Christoph Mix (links) und Sportkoordinator Thorsten Götzelmann (rechts) heißen Neuzugang Christopher Lenhart beim TSV Abtswind willkommen. Foto Michael Kämmerer / TSV Abtswind):

      „Ich bin frei von Schmerzen“, sagt Christopher Lenhart nach den ersten Trainingseinheiten in Abtswind. In der Situation des 27 Jahre alten Abwehrspielers ist das die wichtigste Botschaft überhaupt. Im Sommer 2016 hatte Lenhart Probleme mit dem Schambein bekommen, die ihn eineinhalb Jahre beeinträchtigten. Für den damaligen Landesligisten Bayern Kitzingen betritt er noch einige Partien, in denen er schmerzlindernde Spritzen erhielt, um unter körperlicher Belastung die Entzündung des Knochens nicht zu spüren. Seit Dezember 2016 hatte Lenhart pausiert. „Jetzt will ich es noch einmal versuchen“, sagt der schussgewaltige Linksfuß (im Bild mit Abtswinds Manager Christoph Mix und Sportkoordinator Thorsten Götzelmann).

      Seit Herbst vergangenen Jahres unternahm der Verteidiger beim TSV Abtswind behutsame Gehversuche für sein Comeback: Er absolvierte individuelle Übungen und Laufeinheiten, ohne jedoch mit der Mannschaft zu trainieren, und ließ sich medizinisch behandeln. „Es stand lange auf der Kippe, ob ich meine Laufbahn fortsetzen kann, da die Schambeinentzündung mittlerweile chronisch ist“, sagt Christopher Lenhart. „Entscheidend wird sein, dass die Schmerzen nicht zurückkommen.“ Bleibt Lenhart verletzungsfrei, kann er für den TSV Abtswind die erhoffte Verstärkung in der Defensive sein. „Christopher ist mir in Kitzingen als Antreiber aufgefallen, der niemals aufgibt. Unser Team braucht so einen Typen“, sagt Abtswinds Manager Christoph Mix. „Mit seinem unwiderstehlichen Linksschuss hat er viele Torhüter zur Verzweiflung gebracht.“

      Trainer Petr Skarabela ergänzt: „Die ersten Eindrücke im Training waren vielversprechend.“ Nach der langen Verletzungspause will Lenhart, der bislang meist in den Innenverteidigung spielte, aber auch auf Außen einsetzbar ist, in den sieben Wochen bis zum Wiederbeginn der Landesliga wieder in Form kommen, die ihn in all den Jahren als Leistungsträger und Führungspersönlichkeit in der Landesliga auszeichnete: „Ich muss vor allem Kraft aufbauen und in den Spielrhythmus kommen.“ Für den 27-Jährigen, dessen Heimatverein der TSV Repperndorf ist, lag der Wechsel in den Kräuterort nahe: „In den vergangenen Jahren stand ich schon öfters kurz davor. Für meinen Neuanfang ist Abtswind der richtige Schritt“, sagt Lenhart. „Die Mannschaft besitzt Qualität und hat das Zeug für die Bayernliga.“

      PM TSV Abtswind
    • Abtswinds Przemyslaw Szuszkiewicz beendet seine Laufbahn
      Der Verteidiger bestritt seit 2013 117 Landesliga-Spiele

      thumbnail_tsv_abtswind_przemyslaw_szuszkiewicz.jpg(Foto Michael Kämmerer / TSV Abtswind)

      Seit Oktober 2013 trug Przemyslaw Szuszkiewicz das Trikot des TSV Abtswind. Nun hat der 27-Jährige überraschend erklärt, seine Laufbahn mit sofortiger Wirkung zu beenden. Familiäre Gründe gaben für den Verteidiger den Ausschlag, dem Fußball den Rücken zu kehren. Trainer Petr Skarabela steht damit vor der Herausforderung, die entstandene Lücke auf der linken Abwehrseite zu schließen. Am Dienstagabend trainierte Przemyslaw Szuszkiewicz nochmals mit der Mannschaft und verabschiedete sich von den Trainern und Mitspielern, die sich seit Mitte Januar in der Vorbereitung auf den zweiten Teil der Landesliga-Saison befinden. Der sechzigminütige Einsatz im Testspiel gegen den FC Würzburger Kickers II (3:4) am vergangenen Wochenende war damit die letzte Partie des Linksverteidigers für den TSV Abtswind. „Ich muss seine Entscheidung akzeptieren“, sagt Trainer Petr Skarabela über den Verlust des Stammspielers. „Der Zeitpunkt mitten in der Vorbereitung und so kurz vor dem Ende der Wechselfrist ist natürlich sehr unglücklich.“

      Nach dem beruflich veranlassten Weggang Carl Murphys wenige Wochen nach Saisonbeginn war Szuszkiewicz der einzige gelernte Abwehrspieler auf der linken Seite der Viererkette gewesen. Eine kurzfristige Nachverpflichtung bis zum 31. Januar schloss Skarabela aus. Stattdessen überlegt der Übungsleiter, neben der bewährten 4-4-2-Formation das 3-5-2-System zu etablieren. „Statt mit vier Verteidigern kommen wir dann mit drei aus“, erklärt der A-Lizenzinhaber. „In der Rückwärtsbewegung, wenn der Gegner in Ballbesitz ist, lässt sich ein Mittelfeldspieler nach hinten fallen, um den Abwehrverbund zu stärken.“ Als Szuszkiewicz-Ersatz auf links im 4:4:2 kommt auch Winter-Neuzugang Christopher Lenhart in Betracht. Der frühere Spieler Bayern Kitzingens hatte eineinhalb Jahre an den Folgen einer chronischen Schambeinentzündung zu leiden. Infolge der langen Verletzungspause benötigt der 27-Jährige allerdings noch mehrere Wochen, um zu seiner alten Form zu finden.

      „Wir werden bis zum ersten Punktspiel im März gegen Alemannia Haibach in jedem Fall eine Lösung für den Abgang von Przemyslaw Szuszkiewicz finden“, sagt Petr Skarabela. Im Herbst 2013 war der Linksfuß aus seinem Heimatland Polen, wo er als Profi in der zweiten und dritten Liga gespielt hatte, nach Abtswind gekommen und zu einer festen Größe im Team geworden. In den knapp viereinhalb Jahren bestritt Szuszkiewicz 117 Landesliga-Spiele und erzielte 14 Tore, zehn davon per Elfmeter. In dieser Zeit sah der Defensivspezialist lediglich acht Gelbe Karten und wurde kein einziges Mal des Feldes verwiesen. Jetzt räumte er seinen Platz von alleine.

      PM TSV Abtswind
    • Julian Schneider verlässt den TSV Abtswind am Saisonende
      Den Schlussmann zieht es zurück zum TSV Großbardorf

      Der TSV Abtswind verliert nach dem Ende der Saison seinen Torhüter Julian Schneider. Der 23-Jährige schließt sich dem Bayernligisten TSV Großbardorf an und kehrt damit zu seinem Heimatverein zurück. Der 1,96 Meter lange Schlussmann war vorigen Sommer in den Kräuterort gewechselt. Als unumstrittene Nummer eins absolvierte er bis zur Winterpause sechzehn von neunzehn Landesligaspielen und leistete einen entscheidenden Beitrag, dass Abtswind als Tabellenführer in den zweiten Saisonabschnitt geht und um den Aufstieg spielt.

      thumbnail_tsv_abtswind_julian_schneider.jpg(Foto Michael Kämmerer / TSV Abtswind)

      „Es ist bedauerlich, dass Julian seinen Vertrag nicht verlängert“, sagt Abtswinds Trainer Petr Skarabela. „Er hat in der Vorrunde stark gehalten. Sein Weggang wird ein großer Verlust.“ Für Schneider schließt sich mit dem Wechsel nach Großbardorf der Kreis: Wenige Meter neben dem Sportgelände in der Rhön aufgewachsen, durchlief er dort sämtliche Jugendmannschaften und wurde mit zwanzig Jahren Stammtorwart des Bayernligisten. „Dass ich nach Großbardorf zurückgehe, hat mehrere Gründe, aber gewiss keine sportliche Ursache“, erklärt Schneider, der mit Abtswind erstmals in der Vereinsgeschichte den Sprung in die fünfte Liga schaffen kann.

      Der 23-Jährige lebt in Ebenhausen bei Bad Kissingen, sechzig Kilometer von Abtswind entfernt. Knapp eine Stunde dauert die Fahrt, und das vier Mal in der Woche. „Da bleibt im wahrsten Sinne des Wortes einiges auf der Strecke“, sagt Schneider. Mit dem Wechsel ins Grabfeld halbiert sich der Aufwand. „Zumal ich mit anderen Spielern eine Fahrgemeinschaft bilden kann, was auf dem Weg nach Abtswind nicht der Fall ist.“ Außerdem zieht es den heimatverbundenen Torwart zu seinen Wurzeln. „Ich habe in Großbardorf Angehörige und meine Freunde, mit denen ich dann wieder zusammenspielen kann“, sagt Julian Schneider. „Auch wenn ich mich in Abtswind sehr wohlfühle, haben diese Aspekte, nachdem ich lange mit mir gerungen hatte, den Ausschlag für meinen Wechsel gegeben.“ In den verbleibenden elf Pflichtspielen will Schneider alles dafür tun, mit Abtswind den Aufstieg in die Bayernliga zu schaffen. Dort würde er dann mit dem neuen Verein auf die alten Mitspieler treffen.

      Vor seiner Station in Abtswind hütete Julian Schneider zwei Jahre in der Regionalliga das Tor des FC Schweinfurt 05. Statt dort Profi zu werden, gab er seiner schulischen Ausbildung den Vorrang und entschied sich für einen ambitionierten Amateurverein. Durch seine Leistungen hatte Julian Schneider in der Vergangenheit bereits das Interesse mehrerer Profiklubs geweckt. So absolvierte er ein Probetraining bei den U23-Mannschaften des FC Bayern München, der TSG Hoffenheim und des 1. FC Nürnberg.

      PM TSV Abtswind
    • Wupper Schalker schrieb:



      Der 23-Jährige lebt in Ebenhausen bei Bad Kissingen, sechzig Kilometer von Abtswind entfernt. Knapp eine Stunde dauert die Fahrt, und das vier Mal in der Woche. „Da bleibt im wahrsten Sinne des Wortes einiges auf der Strecke“, sagt Schneider. Mit dem Wechsel ins Grabfeld halbiert sich der Aufwand. „Zumal ich mit anderen Spielern eine Fahrgemeinschaft bilden kann, was auf dem Weg nach Abtswind nicht der Fall ist.“ Außerdem zieht es den heimatverbundenen Torwart zu seinen Wurzeln. „Ich habe in Großbardorf Angehörige und meine Freunde, mit denen ich dann wieder zusammenspielen kann“, sagt Julian Schneider. „Auch wenn ich mich in Abtswind sehr wohlfühle, haben diese Aspekte, nachdem ich lange mit mir gerungen hatte, den Ausschlag für meinen Wechsel gegeben.“ In den verbleibenden elf Pflichtspielen will Schneider alles dafür tun, mit Abtswind den Aufstieg in die Bayernliga zu schaffen. Dort würde er dann mit dem neuen Verein auf die alten Mitspieler treffen.
      In Ebenhausen wohne ich auch! :thumbsup:

      Allerdings weiß ich nicht wo er so lang fährt. :keineahnung2:
      Nach Abtswind sind es maximal 45 Minuten. Nach Bardorf auch mindestens 30 Minuten.
      Okay Fahrgemeinschaft ist sicher ein Vorteil.
      Und Großbardorf ist sein Heimatverein.

      Aber zu sagen "nach Großbardorf zurückgehen, hat mehrere Gründe, aber gewiss keine sportliche Ursache“. Glaube ich nicht so ganz. Hat immerhin schon Bayernliga und auch Regionalliga gespielt.
      Abtswind wird wohl zwar auch Aufsteigen, aber geht doch Sportlich dann in zwei Unterschiedliche Richtungen.
      Für Abtswind kann es dann nur um den Klassenerhalt gehen.
      Wogegen Bardorf immer ein Auge auch die Regionalliga hat...
      „Erst wenn der x’te Großinvestor einen Plastikclub geschaffen hat, der letzte Traditionsverein insolvent gegangen ist, der letzte echte Fan von den Rängen verschwunden ist, jedes Spiel zu Gunsten der Fernsehindustrie verschoben worden ist – werdet ihr feststellen, dass der Volkssport Fußball zu dem Alltag verkommen ist, aus dem ihr ursprünglich ins Stadion geflohen seid“