FC Memmingen - SpVgg Oberfranken Bayreuth 2:2

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    • FC Memmingen - SpVgg Oberfranken Bayreuth 2:2

      Gegen Bayreuth den Fans wieder gute Unterhaltung bieten
      Memmingen (ass). Der Unterhaltungswert war in den bisherigen Heimspielen des FC Memmingen vollauf gegeben. Am Freitagabend (19.30 Uhr) steht gegen die SpVgg Oberfranken schon der dritte Heimauftritt in der noch jungen Regionalliga-Saison 2016/2017 an. Nach dem bisher Gezeigten rechnen die FCM-Verantwortlichen trotz Urlaubszeit wieder mit einer vierstelligen Kulisse.

      Die Lage: Nach dem 5:1 Auswärtssieg unter der Woche bei der Bundesliga-Reserve des FC Ingolstadt ist die Stimmung im Memminger Lager naturgemäß gut, wenngleich das etwas zu hoch ausgefallene Ergebnis auch nicht überbewertet wird. Mit sechs Punkten ist der FCM (7. Tabellenplatz) durchaus im Soll, einen Zähler mehr hat sogar der Gegner aus Bayreuth (5. Platz) auf dem Konto.

      Die Gäste: Die Oberfranken haben in dieser Spielzeit den Etat um etwa 20 Prozent auf rund eine halbe Million Euro für die erste Mannschaft abgespeckt, sind aber zuversichtlich, den „sicheren Klassenerhalt“ schaffen zu können. Der Grund für den Sparkurs: Das Hans-Walter-Wild-Stadion wird zukunftsfähig gemacht, umfassend saniert und unter anderem mit überdachten Stehtribünen ausgebaut. Wegen des Umbaus müssen die Bayreuther eine ganze Zeit lang auf ihren zweiten Heimspielort nach Weismain ausweichen. Das bedeutet mehr Aufwand und weniger Einnahmen durch Zuschauer und Sponsoren. Deshalb wird das Wort „3. Liga“ momentan nicht in den Mund genommen, bleibt aber ein Fernziel.

      Das FCM-Personal: Die Defensivreihe dünnt sich etwas aus. Nach Tim Buchmann (Fersenentzündung), Sebastian Schmeiser (Muskelfaserriss) und Eddy Weiler (Zehenbruch) steht nun auch noch Außenverteidiger Daniel Zweckbronner auf der Ausfallliste. Der 26-jährige musste in Ingolstadt verletzt ausgetauscht werden. Seinen Part in der Abwehr wird voraussichtlich Raffael Friedrich übernehmen oder Daniel Eisenmann rückt von der Außenbahn nach hinten. Allzweckwaffe Branko Nikolic rückt wieder in die Innenverteidigung zu David Anzenhofer.

      Bisherige Vergleiche: Seit das Internetportal FUPA Statistik führt, sind 42 Vergleiche beider Mannschaften registriert mit einem deutlichen Plus für Bayreuth. 21 Mal gewannen die Oberfranken, neun Mal die Allgäuer, 12 Begegnungen endeten Unentschieden. In den bisherigen Regionalliga-Begegnungen jüngerer Zeitrechnung ist die Bilanz mit jeweils zwei Siegen und zwei Niederlagen ausgeglichen.

      Rund ums Spiel: Eine strikte Fantrennung ist nicht vorgesehen. Personenkontrollen gibt es wie bisher. Aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage bittet auch der FCM beispielsweise auf die Mitnahme von Rucksäcken in die Memminger Arena zu verzichten. Eine Stehplatzkassen und die zwei Hauptkassen an der Bodenseestraße öffnen wie auch das Stadion um 18.30 Uhr.

      Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:


      Tor: Martin Gruber (1) – Abwehr: Raffael Friedrich (7), Branko Nikolic (16), David Anzenhofer (6), Fabian Lutz (24) – Mittelfeld: Jamey Hayse (27), Dennis Hoffmann (23), Stefan Heger (8), Daniel Eisenmann (28) – Angriff: Muriz Salemovic (10), Stefan Schimmer (13).

      Auswechselspieler: Fabian Krogler (9), Adrian Zuka (11), Lukas Rietzler (15), Marco Schad (17), Nicolai Brugger (26), Fabio Zeche (Tor).
      (Rückennummern in Klammer)

      Verletzt: Tim Buchmann, Sebastian Schmeiser, Edgar Weiler, Daniel Zweckbronner

      Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang/Oberbayern). - Assistenten: Pantelis Gitopoulos, Nico Keiser.

      PM FC Memmingen
    • Regionalliga: FC Memmingen – SpVgg Oberfranken Bayreuth 2:2 (2:2)


      Memmingen (ass). Es war ein gutes Regionalliga-Spiel, mit einem besseren Schiedsrichter hätte es ein sehr gutes werden können. Diesen Satz unterschrieben nach dem 2:2 (2:2) Unentschieden des FC Memmingen und der SpVgg Oberfranken Bayreuth beide Trainer, ohne freilich selbst die Worte in den Mund zu nehmen. Schiedsrichterschelte kommt in der Regel nicht gut an. „Über Schiris sage ich gar nichts, das habe ich mir bei Amtsantritt in Memmingen fest vorgenommen“, hielt sich FCM-Trainer Stefan Anderl zurück. Sein Gegenüber Christoph Starke zeigte sich als fairer Analyst und räumte ein bei dem „etwas glücklichen Unentschieden“ vom Unparteiischen nicht gerade benachteiligt worden zu sein.

      Die Serie der Fehlentscheidungen begann bereits in der 16. Minute als SpVgg-Torhüter Jonas Hempfling erst den Kopf von Fabian Krogler traf, dann erst den Ball abwehrte. Den Nachschuss hätte Stefan Schimmer reinmachen können. „Wir waren zehn Minuten sehr gut, ab der 12. Minute war dann Memmingen dominant“, war für Gästecoach Starke auch der FCM-Führungstreffer nur eine Frage der Zeit. Die Memminger erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus mit dem Führungstreffer in der 24. Minute als logische Folge. Kapitän Dennis Hoffmann fing einen Klärungsversuch ab, Muriz Salemovic steckte den Ball auf Fabian Lutz durch. Der junge Verteidiger machte mit einem Flachschuss aus 12 Metern das verdiente 1:0. Unmittelbar zuvor hätte der Schiedsrichter freilich Elfmeter pfeifen müssen, als Schimmer bei der Ballannahme von Bastian Horter im Strafraum umgestoßen wurde. Eine kIare Torchance wurde verhindert - der Regel nach wäre für die Notbremse auch noch Rot fällig gewesen. Der postwendende Treffer verhinderte heftigere Proteste.

      Der FCM hatte anschließend Pech, dass nach einer halben Stunde Salemovic wegen Magenproblemen minutenlang behandelt werden musste. Der FCM befand sich unfreiwillig in Unterzahl und die Spielvereinigung nutzte ausgehend von einem sehr fragwürdigen Freistoß per Kopfball durch Spielführer Tobias Ulbricht die Ausgleichschance (33.). Wenig später war Strippenzieher Salemovic wieder da und damit auch der FC Memmingen in Gänze. Thore Dengler fuhr am Strafraumeck das Bein gegen Memmingens heranstürmenden Hoffmann stehen. Stefan Schimmer verwandelte den zunächst von Hempfling parierten Foulelfmeter doch noch recht kaltschnäuzig im Nachschuss zum 2:1 (36.). Kurz vor der Pause gelang Dominik Schmitt mit einem Kunstschuss per Bogenlampe erneut der Ausgleich (43.). Das sollte es in Sachen Tore auch gewesen sein, denn das enorme Tempo der ersten Hälfte ließ sich von beiden Mannschaften auf dem vom ergiebigen Regen durchweichten Arenaboden nicht halten. „Dennoch hatten wir durch den Fallrückzieher von Schimmer sowie die Kopfbälle von Anzenhofer und Heger noch drei große Chancen in der zweiten Halbzeit das Spiel für uns zu entscheiden“, war es für Anderl am Ende ein verpasster Heimsieg. Mit der Bewertung ein „rassiges Regionalliga-Spiel gesehen zu haben“ waren sich beide Trainer auch mit den 905 Fans einig. Was angesichts der „englischen Woche“ und den schwierigen Platzverhältnissen so nicht unbedingt zu erwarten war. Bayreuths Dengler hatte im Übrigen Glück mit der Gelben Karte davon gekommen zu sein, als er Daniel Eisenmann an der Außenlinie regelrecht über die Klinge springen ließ (83.). Somit kann Bayreuth die nächsten Aufgaben in voller Stärke angehen, was für Memmingen nicht gilt. Neben den Ausfällen Buchmann, Schmeiser und Weiler musste dieses Mal auch noch Jamey Hayse kurzfristig verletzt passen, auf der Ersatzbank saß damit eine blutjunge Garde, die sich nun im Pokalspiel am kommenden Dienstag beim FC Bad Kohlgrub beweisen darf. „Hier werden wir sicher nicht mit unserer ersten Elf antreten“, kündigte Anderl an, Stammkräfte und angeschlagene Spieler zu schonen.

      FC Memmingen: Gruber - Zweckbronner, Anzenhofer, Nikolic, Lutz (61. Friedrich) -Salemovic (81. Schad), Hoffmann, Heger, Eisenmann - Krogler, Schimmer (79. Zuka). Trainer: Anderl.

      SpVgg Oberfranken Bayreuth: Hempfling - Wolf, Hannemann, Dengler, Horter - Strangl (75. Glasner), Schmitt, Weimar, (86. Kaymaz); Böhnlein - (60. Makarenko), Ulbricht.

      Tore: 1:0 Lutz (24.), 1:1 Ulbricht (33.), 2:1 Schimmer (36.), 2:2 Schmitt (43.)

      Schiedsrichter: Haslberger (St. Wolfgang)

      Gelbe Karten:Schimmer, Eisenmann, Heger / Strangl, Weimar, Schmitt, Dengler

      Besonderes Vorkommnis: Hempfling pariert Foulelfmeter von Schimmer, der im Nachschuss verwandelt (36.)

      Zuschauer: 905

      PM FC Memmingen