FC Memmingen im Toto-Pokal

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    • FC Memmingen im Toto-Pokal

      FC Memmingen am Dienstag im Pokaleinsatz

      Memmingen (ass). Eigentlich sollen die ersten Runde im BFV-Toto-Pokal unter regionalen Gesichtspunkten ablaufen, der FC Memmingen muss aber bei seinem ersten Pokalauftritt dieser Saison eine Anreise von über 100 Kilometern in Kauf nehmen. Am Dienstag, 9. August, geht es um 19 Uhr zum Kreisligisten FC Bad Kohlgrub-Ammertal. Der Pokalsieger aus dem Zugspitz-Kreis hat sich den Gegner aussuchen dürfen. Besser hat es im Vergleich der SV Egg erwischt, der im Nachbarschaftsduell bei der DJK Memmingen/Ost antritt. FCM-Trainer Stefan Anderl hat angekündigt, dass er in Bad Kohlgrub aufgrund von angeschlagenen Spielern und englischer Woche seine Stammkräfte schonen und nicht mit der ersten Elf auflaufen wird, ist aber natürlich klarer Favorit. Anderl wird einen Mix aus U21-Spielern und Regionalliga-Reservisten wie Marco Schad, Lucas Stumpe & Co. aufbieten. „Es wird eine Mannschaft sein, die natürlich bei einem Kreisligisten bestehen muss“, so Anderl. Der Sieger steht in der 2.BFV-Hauptrunde, die bereits eine Woche später ausgetragen wird.

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal: FC Bad Kohlgrub-Ammertal – FC Memmingen 1:4 (0:1)

      Bad Kohlgrub (ass). Der FC Memmingen hat die Hürde in der ersten Hauptrunde im BFV-Toto-Pokal beim FC Bad Kohlgrub-Ammertal mit 4:1 (1:0) genommen. Cheftrainer Stefan Anderl trat beim oberbayerischen Kreisligisten wie angekündigt ausschließlich mit Regionalliga-Reservisten und U21-Spielern an. Mit Tim Buchmann, Marco Schad und Adrian Zuka standen lediglich drei Spieler im Aufgebot die heuer bereits in der Regionalliga zum Einsatz kamen. Für den wiedergenesenen Buchmann war es der erste Auftritt nach seiner zweiwöchigen Verletzungspause.

      Es war in Bad Kohlgrub eine wahre Wasserschlacht mit eigentlich irregulären Verhältnissen. An einen Spielfluss oder Kombinationen war vor nur 100 Zuschauern im Dauerregen nicht zu denken, immer wieder blieb der Ball in Pfützen liegen. Die Gastgeber wehrten sich nach Kräften. Adrian Zuka brachte die Memminger in der 39. Minute in Führung und erzielte auch das sehenswerte 2:0 (71.). Aus 25 Metern zirkelte er den Ball an der Freistoßmauer vorbei ins Netz. Nachdem Bad Kohlgrubs Papistock wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen hatte (83.), machte Achim Speiser gegen Ende mit den dritten FCM-Treffer (85.) alles klar. Die Hausherren erzielten anschließend noch durch Kratz den Ehrentreffer (85.). Erneut Speiser stellte den 1:4 Endstand her (90.).

      Mit dem TSV 1860 Rosenheim und dem SV Schalding-Heining sind zwei Regionalligisten im Pokalwettbewerb bereits auf der Strecke geblieben Die Spiele der zweiten Hauptrunde werden bereits in der kommenden Woche ausgetragen. Die Auslosung der Partien erfolgt nach den Mittwochsbegegnungen.

      FC Bad Kohlgrub: Gerhauser - Niklas, Ollert, Meditz, Papistock, Bauer, Burkhart (83. Pajonkowski), Mair, Ivic, Stojanovic (58. Kratz), Fend.

      FC Memmingen 07: Zeche - Stumpe, Rietzler, Rupp, M. Boyer (54. Culjak), Maurer (65. Röhrle), Zuka, Kircicek, Buchmann, Kustermann, Schad.

      Tore: 0:1 (39.) Zuka, 0:2 (71.) Zuka, 0:3 (85.) Speiser, 1:3 (86.) Kratz , 1:4 (90.) Speiser.

      Schiedsrichter: Böhm (Wolfratshausen)

      Gelbe Karten: Papistock / Schad

      Gelb-Rot: Papistock (83./Bad Kohlgrub/wiederholtes Foulspiel

      Zuschauer: 100

      PM FC Memmingen
    • Wiedersehen: Stefan Anderl mit FCM im Pokal in Gundelfingen

      Memmingen (ass). Stefan Anderl hat am Mittwochabend ein „Heimspiel“. Wenn er mit seinem neuen Verein FC Memmingen in der zweiten Hauptrunde im BFV-Toto-Pokal um 18 Uhr bei seinem Ex-Klub FC Gundelfingen antritt, braucht er gerade mal zwei Minuten mit dem Fahrrad bis zum Schwabenstadion. Anderl wohnt nach wie vor in Gundelfingen, war lange Jahre Spieler und Trainer bei seinem Heimatverein. Deswegen ist es für ihn ein besonderes Spiel, genauso wie für Stürmer Stefan Schimmer (wie Anderl im Sommer nach Memmingen gewechselt) und Verteidiger David Anzenhofer, der seine zweite Saison im Allgäu spielt. Ob die beiden an ihrer früheren Wirkungsstätte auflaufen werden, ist aber noch ganz raus. Der FCM nimmt den Pokalwettbewerb zwar ernst und wird mit dem Regionalliga-Kader anreisen, die erste Elf wird aber nicht von Beginn an spielen. Vielmehr gibt es Spielpraxis für die Reservisten. Zudem wird Verteidiger Eddy Weiler nach seiner Verletzungspause seit Saisonbeginn sein Comeback geben. Ein Teil der Stammkräfte wird also erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Aus dem U21-Kader wird lediglich Nicolai Brugger dabei sein. Vereinbarungsgemäß wird im Pokal Fabio Zeche für Martin Gruber im Tor stehen.

      Ein wenig verstimmt ist Anderl über seinen Nachfolger in Gundelfingen Francisco Copado, der einer Vorverlegung der Partie von Mittwoch auf Dienstag nicht zugestimmt hat. „Ein Tag mehr Regeneration vor den nächsten Punktspielen hätte beiden Seiten gut getan“, kann der FCM-Coach die ablehnende Haltung nicht verstehen, zumal es nicht nur wegen speziellen Konstellation sondern auch wegen der erwarteten Temperaturen ein heißer Abend werden könnte. Stefan Anderl hatte als „Meistermacher“ den FC Gundelfingen zurück in die Bayernliga geführt, sagte aber bereits im Winter für die Saison 2016/2017 in Memmingen zu. Nach dem Wiederaufstieg ist der FCG vorne immer für Tore gut, kassierte aber bislang die meisten Gegentreffer. Zuletzt gab es beim 2:3 bei der DJK Vilzing Lob, aber keine Punkte. Beim FC Memmingen ist der Ärger nach der 0:1 Heimniederlage gegen den TSV 1860 Rosenheim noch nicht verraucht. Nach dem Schiedsrichterbericht soll Abwehrmann Daniel Zweckbronner nach seiner Roten Karte „wegen absichtlichen Nachtretens“ für drei Punktspiele gesperrt werden. Die FCM-Verantwortlichen sprechen von einer Fehlentscheidung und führen bei Ihrem Einspruch den Videobeweis ins Feld. Mit einer Entscheidung des Sportgerichts wird bis Mittwochvormittag gerechnet. Nachdem Sperren normalerweise wettbewerbsbezogen ausgesprochen werden, könnte Zweckbronner im Pokal vermutlich eingesetzt werden.

      Anderl hat währenddessen seine Aussagen nach der Rosenheim-Niederlage relativiert, als er im ersten Frust „von der schlechtesten Saisonleistung“ seiner Mannschaft gesprochen hatte. Nach intensivem Videostudium und der Analyse mit den Spielern zusammen im Training kam er zu einem anderen Schluss: „Die komplette erste Halbzeit haben wir super gespielt. Wir hatten Rosenheim im Sack, machen aber das Tor nicht. Wenn Du verloren hast, überwiegt das Negative. Da habe ich im ersten Moment falsch analysiert“. Der Sieger des Pokalspiels qualifiziert sich bereits für das bayerische Achtelfinale, das Anfang September ausgetragen wird.

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal: FC Gundelfingen – FC Memmingen 1:4 (1:3)


      Gundelfingen (ass). Fußball-Regionalligist FC Memmingen hat die Hürde im BFV-Toto-Pokal beim FC Gundelfingen mit einem 4:1 (3:1) Erfolg genommen und steht im Achtelfinale . An alter Wirkungsstätte war Trainer Stefan Anderl zufrieden mit der Leistung seiner neuen Schützlinge, wenngleich „die erste Halbzeit enger war, als es das Ergebnis aussagt“. Kurz vor der Pause scheiterten die Gastgeber nämlich mit einem von FCM-Pokal-Torhüter Fabio Zeche verursachten Foulelfmeter. Manuel Müller knallte den Strafstoß aber an die Querlatte, anstatt den möglichen 2:3 Anschlusstreffer zu erzielen (39. Minute).
      Zuvor hatten in einer von beiden Seiten, trotz der hochsommerlichen Temperaturen, engagiert geführten Partie für Memmingen Fabian Krogler (6.) sowie per Kopf nach Eckbällen Stefan Schimmer (17.) und David Anzenhofer (37.) getroffen. Für die beiden Letztgenannten waren es vor 480 Zuschauern besondere Treffer. Schimmer spielte in der vergangenen Saison noch in Gundelfingen, Anzenhofer wechselte vor einem Jahr ins Allgäu. Vom vorübergehenden 1:1 Ausgleichstreffer durch Daniel Wiener (14.) zeigten sich die Memminger unbeeindruckt.

      Nach der Pause verflachte die Partie Spiel etwas, wobei die Gäste mit zunehmender Spielzeit dem vierten Treffer näher waren, als Gundelfingen dem Anschluss. Der eingewechselte Stefan Heger sorgte schließlich mit dem 1:4 (78.) für klare Verhältnisse. Muriz Salemovic hatte auch noch den fünften Treffer auf dem Fuß. Anderl hatte wie angekündigt, nicht mit seiner kompletten Stammelf begonnen, sondern gab einigen Reservisten Spielzeit. Hier erhielt Marco Schad für sein Zweikampfverhalten ein Sonderlob des Trainers. Seinen Einstand im Regionalliga-Kader gab Neuzugang Angelo Hauk, Verteidiger Edgar Weiler sein Comeback nach Verletzungspause. Im Pokal eingesetzt werden konnte auch Daniel Zweckbronner, der nach seinem Platzverweis gegen 1860 Rosenheim (0:1) für zwei Punktspiele gesperrt wurde. Das bayerische Pokal-Achtelfinale wird am 6./7. September ausgetragen. Die Paarungen werden am kommenden Samstag in der neuen Regensburger Arena vor dem Drittliga-Spiel des SSV Jahn gegen den VfR Aalen ausgelost.

      FC Gundelfingen: Orban - Grötzinger, Schnelle (54. Lohr), Laubmeier (45. Marianek), Scheu (61. Schmid), Kühn, Winkler, Müller, Wiener, Schröder, Weichler.

      FC Memmingen: Zeche - Zweckbronner, Anzenhofer, Weiler, Lutz – Hauk (58. Salemovic), Nikolic, Schad, Kircicek (52. Heger), -Schimmer, Krogler (64. Brugger).

      Tore: 0:1 (6.) Krogler, 1:1 (14.) Wiener, 1:2 (17.) Schimmer, 1:3 (37.) Anzenhofer, 1:4 (78.) Heger.

      Schiedsrichter: Wildegger (Wehringen) - Gelbe Karten: Kühn / Zeche, Hauk, Schimmer.

      Besonderes Vorkommnis: Müller (Gundelfingen) schießt einen Foulelfmeter an die Querlatte (39.)

      Zuschauer:480.

      PM FC Memmingen
    • Pokalauslosung: FC Memmingen im Achtelfinale nach Mering

      Memmingen (ass). Der Fußball-Regionalligist muss im Achtelfinale des BFV-Toto-Pokal beim Landesligisten SV Mering antreten. Das hat die Auslosung in der Regensburger Arena ergeben. Mering wird "nebenbei" von 1860-Profi Sascha Mölders trainiert und warf zuletzt mit dem VfR Garching überraschend einen Regionalligisten aus dem Wettbewerb. Spieltermin ist Dienstag, 6. September, um 17.45 Uhr. Der FC Memmingen hat sich in den beiden ersten Hauptrunden jeweils mit 4:1-Siegen beim Kreisligisten FC Bad Kohlgrub-Ammertal und beim Bayernligisten FC Gundelfingen für das Achtelfinale qualifiziert. Im anderen Achtelfinale aus dem Regionaltopf 4 lautet die Paarung FV Illertissen gegen den Gewinner zwischen der Partie zwischen dem SV Egg und Pokalverteidiger SpVgg Unrterhaching, die noch am Dienstag, 30. August, um 18 Uhr ausgetragen wird.

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal-Achtelfinale: SV Mering - FC Memmingen 1:2 (0:1)

      Mering (ass). Fußball-Regionalligist FC Memmingen steht im Viertelfinale des BFV-Toto-Pokals. Allerdings machte Achtelfinal-Gegner SV Mering seinem Ruf als Pokalschreck alle Ehre und den Gästen das Leben schwer. Erst in der 88. Minute erzielte Stefan Schimmer per Foulelfmeter den 2:1 (1:0) Siegtreffer für die Memminger, die damit um ein Elfmeterschießen bei Gleichstand nach regulärer Spielzeit gerade nochmal herumkamen.

      Im Meringer Sportpark ging es am späten Dienstagnachmittag mit einer Viertelstunde Verspätzung los, aber immer noch zu früh für Marco Schad. Er war einer der Reservisten, die von FCM-Trainer Stefan Anderl (der es doch möglich machen konnte, auch dabei zu sein) eigentlich in die Startelf beordert worden war. Schad steckte im Stau und konnte erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt werden. Für ihn begann Branko Nikolic, der eigentlich wie einige andere aus der Stammformation pausieren sollte. Auch Merings Promi-Coach und 1860-Profi Sascha Mölders erlebte erst die Schlussphase mit. Zuvor hatte er verpasst, dass seine Landesliga-Truppe über weite Strecken dem Favoriten gehörig Paroli bot und sich nach dem Sieg über den VfR Garching (4:3) anschickte, einen weiteren Regionalligisten aus dem Wettbewerb zu kegeln.

      Die Memminger gingen zwar nach 23 Minuten durch einen Lupfer über SVM-Torhüter Hollenzer von Fabian Krogler plangemäß in Führung, versäumten es aber, noch vor der Pause nachzulegen. Die vergebenen Möglichkeiten rächten sich gleich nach dem Wechsel. Manuel Müller ging auf und davon und schob zum 1:1 ein. Mering war nun am Drücker und erst in der Schlussphase fing sich der FCM wieder. Anderl brachte mit Muriz Salemovic und Schimmer seine beiden offensiven Stammkräfte, was sich auszahlte. Schimmer hatte zunächst zwei gute Gelegenheiten und machte schließlich per Strafstoß den entscheidenden Treffer. Daniel Zweckbronner war im Strafraum von einem Meringer Verteidiger gelegt worden. „Glück gehabt“, kommentierte Anderl das Weiterkommen. Der FC Memmingen überwintert damit im Pokalwettbewerb, denn das Viertelfinale wird erst im Frühjahr 2017 ausgetragen.

      SV Mering: Hollenzer - Stoiber, Gocevic (89. Arnold), Bauer, Wiedemann, Obermeyer (90. Stapfer) Rodenwald, Reich (79. Ersoy), Müller, Kerber, Schön.

      FC Memmingen 07: Zeche - Friedrich, Weiler, Anzenzhofer, Zweckbronner - Kircicek, Nikolic, Hayse (54. Schad), Krogler (62. Schimmer) - Hauk, Kustermann (60. Salemovic).

      Tore: 0:1 (23.) Krogler, 1:1 (47.) Müller, 1:2 (88.) Schimmer (Foulelfmeter).

      Schiedsrichter: Huber (Bogen). - Gelbe Karten: Wiedemann, Gocevic / Schad, Zweckbronner.

      Zuschauer: 190.

      PM FC Memmingen
    • FC Memmingen will erneut ins Pokal-Halbfinale stürmen

      Memmingen (ass). Dem Fußball-Regionalligisten FC Memmingen bietet sich am Mittwochabend die große Chance, wie im Vorjahr und insgesamt zum dritten Mal ins bayerische Pokal-Halbfinale einzuziehen. Die Viertelfinal-Begegnung im BFV-Toto-Pokal, wie der Wettbewerb offiziell heißt, beim Liga-Konkurrenten SpVgg Oberfranken Bayreuth wird um 17.30 Uhr angepfiffen. Weil das Hans-Walter-Wild-Stadion wegen Sanierungsmaßnahmen noch gesperrt ist, wird auf dem Platz des SC Kreuz Bayreuth gespielt. Flutlicht gibt es hier nicht, deshalb der frühe Anpfiff zu einer nicht gerade zuschauerfreundlichen Zeit. Es treffen zwei ambitionierte Mannschaften aufeinander, die das große Ziel haben, in die DFB-Pokal-Hauptrunde zu erreichen. Memmingen hat das noch nie geschafft, Bayreuth war schon dabei, zuletzt 2007 und auch schon mal 1980, als der FC Bayern München sogar sensationell mit 1:0 geschlagen wurde.

      Von einem solchen, vielleicht möglichen Traumlos sind heuer beide noch maximal drei Siege entfernt, darüber hinaus geht es auch schon im bayerischen Wettbewerb um nicht ganz verachtenswerte Preisgelder. Der FC Memmingen nimmt die Aufgabe nach Worten von Trainer Stefan Anderl „sehr, sehr ernst“. Alle Spieler haben einen Tag Urlaub genommen, um dabei sein und sich rechtzeitig auf den Weg machen zu können. Um 11 Uhr fährt der Mannschaftsbus ab. Darinsitzen wird die bestmögliche Besetzung, also die erste Elf. Nachdem es in der Punkterunde mit dem dritten Tabellenplatz so gut läuft und der Rest der Saison unbeschwert angegangen werden kann, liegt ein Hauptaugenmerk nun auf dem Pokal. Trainer Stefan Anderl würde den Wunsch von Präsident Armin Buchmann nur allzu gerne erfüllen, dass im kommenden Sommer ein attraktiver Bundesligist in Memmingen auflaufen müsste. Wohlwissend, dass dieser Traum auch schnell vorbei sein kann. Die Chance, in Bayreuth die Fahrkarte für die nächste Runde zu lösen, steht bei 50 zu 50. Denn auch der Gegner hat einen äußerst guten Lauf, ist in der Liga nach der Winterpause noch ungeschlagen. Zwei Treffen gab es in dieser Spielzeit bereits. Die Ergebnisse aus FCM-Sicht: Ein 2:2 Unentschieden zuhause und ein 2:0 Sieg kurz vor dem Winter bei der Spielvereinigung, die damals im Ausweichquartier Weismain antrat.

      Wenn es dieses Mal nach 90 Minuten noch keinen Sieger gibt, folgt sofort ein Elfmeterschießen bis zur die Entscheidung. Memmingens Torjäger Stefan Schimmer hat sechs seiner 20 Saisontreffer vom Punkt aus erzielt, versemmelte zuletzt beim 2:0 Heimsieg über den VfR Garching aber einen Strafstoß. Sonderschichten gibt es laut Anderl dafür nicht, sondern „Elfmeterschießen üben wir am Ende von jedem Training“. Der nächste Pokalgegner wird für den Gewinner schon am Dienstagabend feststehen, wenn bereits Bayernligist FC Amberg und Regionalligist FC Schweinfurt aufeinandertreffen. Die weiteren Viertelfinalbegegnungen lauten SV Wacker Burghausen gegen die SpVgg Unterhaching (Mittwoch, 19 Uhr) und SpVgg Erlangen gegen den FC Sturm Hauzenberg (5. April). Information: Die Partie kann im Internet-Liveticker auf der Vereinshomepage unter www.fc-memmingen.de aktuell verfolgt werden.

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal-Viertelfinale: SpVgg Bayreuth – FC Memmingen 2:3 (0:1)

      Bayreuth (ass). Es läuft beim FC Memmingen. Mit einem 3:2 (1:0) Erfolg beim Regionalliga-Konkurrenten SpVgg Oberfranken Bayreuth zogen die Allgäuer am Mittwochabend in das Halbfinale des BFV-Toto-Pokals ein und dürfen weiter davon träumen, erstmals in die DFB-Pokal-Hauptrunde vorzustoßen. 720 Zuschauer erlebten einen hochdramatischen und hart umkämpften Pokalkrimi, bei dem in der Nachspielzeit Branko Nikolic mit dem Siegtreffer die etwa 20 mitgereisten Memminger Fans jubeln ließ. Dabei entschied sich erst kurz vor Anpfiff, dass der angeschlagene Nikolic überhaupt auflaufen konnte. Genauso wie Martin Gruber. Der Torhüter hatte sich beim 2:0 Heimspiel in der Punkterunde gegen den VfR Garching an der Schulter verletzt, biss auf die Zähne und erwies sich in den Schlussminuten einmal mehr als „Lebensversicherung“. Beim wuchtigen Kopfball des eingewechselten Sebastian Glasner setzten die Bayreuther schon zum Torschrei an (89. Minute). Gruber griff jedoch sicher zu. 2:2 stand es zu diesem Zeitpunkt. Eine Kontermöglichkeit sollte sich noch ergeben und die schloss Nikolic eiskalt ab.

      Der FCM hatte sich zuvor vom Anpfiff an hellwach gezeigt und erwischte einen Blitzstart. Stefan Heger hielt bei einer Salemovic-Flanke den Fuß rein – das 0:1 schon nach zwei Minuten. Schiedsrichter Christian Brütting zückte schon in der ersten Hälfte sechs Gelbe Karten, bis zum Ende sollten noch etliche weitere folgen. Was für einen absoluten Pokalfight zeugt. Gleich nach der Pause waren es die Hausherren, die einen optimalen Start hinlegten. Kristian Böhnlein brauchte nach Wiederanspiel nur 16 (!) Sekunden zum 1:1. Als Gruber nach 58 Minuten gegen den Schuss von Patrick Weimar genau in den Winkel machtlos war, schien mit dem 2:1 die Partie zu kippen. Bei Bayreuth fehlte hier schon Stürmer Tobias Ulbricht, der nach einem Zweikampf mit Verdacht aus Kreuzbandriss ausschied. Das heizte die Emotionen an. Rund um sowie auf dem engen Platz des SC Kreuz Bayreuth ging es fortan noch heißer her. Davon unbeeindruckt hatten Stefan Heger (62.) und Stefan Schimmer (67.) den Ausgleich auf dem Fuß. Eine Standardsituation brachte das 2:2. David Anzenhofer sorgte per Kopfball nach einer Ecke wieder für ein offenes Rennen, in das FCM-Trainer Stefan Anderl in der Schlussphase wieder seine junge Garde mit Furkan Kircicek, Philipp Boyer und Tim Buchmann schickte. Mit Erfolg: Happy End, siehe oben.

      FCM-Präsident Armin Buchmann war nach dem Schlusspfiff (nach sieben Minuten Nachspielzeit) völlig aus dem Häuschen: „Da steckt eine unfassbare Moral in der Truppe“. Der FC Memmingen hat nun im Pokal-Halbfinale Heimrecht gegen den Liga-Konkurrenten 1. FC Schweinfurt 05, der sich tags mit 2:0 beim Bayernligisten FC Amberg durchgesetzt hat. Der Spieltermin steht noch nicht fest.

      SpVgg Oberfranken Bayreuth: Hempfling - Dengler, Krämer, Hannemann, Horter - Weimar, Schmitt, Böhnlein, Makarenko (76. Strangl), Wolf (88. Glasner) – Ulbricht (52. Özdemir).

      FC Memmingen 07: Gruber - Zweckbronner, Anzenhofer, Schmeiser, Lutz – Krogler (78. Buchmann), Heger, Nikolic, Eisenmann (72. Boyer)- Salemovic (72. Kircicek), Schimmer.

      Tore: 0:1 (2.) Heger, 1:1 (46.) Böhnlein, 2:1 (58.) Weimar, 2:2 (68.) Anzenhofer, 2:3 (90. + 2) Nikolic.

      Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich). – Gelbe Karten: Böhnlein, Weimar, Horter, Strangl / Salemovic, Schimmer, Anzenhofer, Heger, Buchmann

      Gelb-Rot: Weimar (90. + 4/Unsportlichkeit)- Zuschauer: 720 (im Stadion des SC Kreuz Bayreuth)

      PM FC Memmingen
    • Im Pokalhit noch einmal ans Limit gehen
      Memmingen (ass). Zum dritten Mal steht der FC Memmingen im Halbfinale des BFV-Toto-Pokals. Zum ersten Mal soll es gelingen, ins bayerische Pokalendspiel einzuziehen. Nachdem auch der Gegner, der Regionalliga-Konkurrent FC Schweinfurt 05 genau die gleich großen Ambitionen hegt, ist am Dienstagabend (Anpfiff: 19 Uhr) in der Memminger Arena ein spannender Fight zu erwarten. Die Voraussetzungen in beiden Lagern sind aber höchst unterschiedlich.

      Vor einigen Wochen hätte der FC Memmingen, damals Regionalliga-Dritter, die Favoritenrolle noch locker angenommen. Durch das Verletzungspech hat sich jedoch der Kader dezimiert und über Ostern blieben die Erfolgserlebnisse aus. Zuletzt in Unterhaching konnte Cheftrainer Stefan Anderl wegen der vielen Ausfälle so gut wie keinen der verbliebenen Stammkräfte für den Pokal schonen, um beim Spitzenreiter nicht unter die Räder zu geraten. Lediglich Stefan Schimmer durfte nach einer Stunde raus. Die anderen Leistungsträger mussten durchspielen. Und ein Erfolgserlebnis trotz starker Gegenwehr blieb dem FCM auch verwehrt, in letzter Minute machte Haching das 2:1 und damit die vorzeitige Meisterschaft klar. Memmingen stand mit leeren Händen da. „Der „Nackenschlag“ trübte auch deutlich die Stimmung von Anderl. Der eigentliche Dauer-Optimist grübelt über die Ausfälle und darüber wie in der aktuellen Besetzung noch einmal ein Kraftakt gelingen kann, um die Schweinfurter in die Schranken zu weisen. Auch die Franken sind voll auf den Pokal fokussiert und bereiten sich schon seit Wochen darauf vor. Bei der 0:5-Punktspielniederlage in Nürnberg am vergangenen Samstag stand nur ein Stammspieler der Vorwoche in der Startelf. Keine angeschlagenen Akteure wurden aufs Feld geschickt. „Kein Risiko“ war auch schon das Motto zuvor, weil Trainer Gerd Klaus in Absprache mit Vorstand Markus Wolf alles dem Pokal unterordnete. So wurden auch die Niederlage in Garching – auf der vereinseigenen Homepage als „Slapstick“ bezeichnet - und die beiden Unentschieden davor schnell abgehakt. Dass in der Tabelle „nur“ Rang neun zu Buche steht, wird auch billigend in Kauf benommen. Angesichts der klaren Zielvorgabe durchaus verständlich.

      Einigen aus dem Schweinfurter Anhang war das 0:5 im Nürnberger Bundesliga-Stadion dennoch zuviel. Sie skandierten über weite Strecken „Klaus-raus-Rufe“. Präsident Wolf nahm’s nur stirnrunzelnd zur Kenntnis, attestierte der Handvoll Fans nur wenig Sachverstand. Auf dem Weg ins Vollprofitum käme Schweinfurt die Teilnahme an der 1. DFB-Pokalhauptrunde gerade recht. Zwei Siege sind es noch bis dahin. Der Gewinner der Partie wird am 25. Mai beim SV Wacker Burghausen im bayerischen Finale antreten – mit bundesweiter Fernsehpräsenz. Burghausen nahm die vorletzte Hürde schon in der vergangenen Woche mit einem ungefährdeten 4:0 beim Landesligisten Sturm Hauzenberg.
      Anderl hätte es mit dem Haushalten der Kräfte gerne wie der Gegner gemacht. Ging aber nicht wegen der chronischen Unterbesetzung. Der Coach würde sich wünschen, dass Daniel Eisenmann, Stefan Heger oder Daniel Zweckbronner sich einsatzbereit melden können. Ansonsten heißt es ganz einfach: Noch einmal ans Limit gehen. Dass seine Jungs das tun werden, daran hat Anderl keinen Zweifel – die Moral stimmt: „Es ist einfach geil, wie sich alle auch in der jetzigen Situation reinhängen“. Abzuwarten bleibt, welches der Konzepte aufgehen wird. Hier eine Truppe ohne Atempause, aber ein eingespielter Haufen – dort ein Gegner, der alles in den Pokal reinhaut und sich deshalb zuletzt zurückgenommen hat.

      INFORMATION: Die Arenakassen öffnen am Dienstag um 18 Uhr. Auch Tribünenkarten sind hier noch erhältlich. Es gibt eine Fantrennung und für die etwa 40 bis 50 erwarteten Schweinfurt-Anhänger wird der Gästeblock geöffnet. Geleitet wird das Spiel von Bundesliga-Schiedsrichter Florian Badstübner (Windbach).

      Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

      Tor: Gruber – Abwehr: Buchmann (Zweckbronner), Schmeiser, Anzenhofer, Lutz – Mittelfeld: Krogler, Nikolic, Schad (Heger), Eisenmann (Kircicek) – Angriff: Salemovic, Schimmer.

      Auswechselspieler: Weiler, Boyer, Hoffmann, Hayse, Zeche (Tor)

      BFV-Toto-Pokal: Der bayerische Pokalsieger 2016/2017 erhält eine Siegprämie von 5.000 Euro und startet in der folgenden Saison in der finanziell lukrativen 1. DFB-Pokal-Hauptrunde - mit der Los-Chance, einen namhaften Bundesligisten und Einnahmen aus der DFB-Pokal-Vermarktung von weit über 100.000 Euro zu erhalten. Das Finale findet bei Wacker Burghausen statt. Gespielt wird am Donnerstag, 25. Mai 2017 (Christi Himmelfahrt). Zum zweiten Mal zeigt die ARD im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ die Endspiele um die Landespokale bundesweit in einer großen Livekonferenz. Der amtierende Bayerische Toto-Pokal-Sieger sind die Würzburger Kickers. Die jetzige Zweitligst warf vergangene Saison den FCM im Halbfinale mit 3:1 aus dem Wettbewerb.

      Der Weg ins Halbfinale:
      MEMMINGEN
      FC Bad Kohlgrub (Kreisliga) 4:1
      FC Gundelfingen (Bayernliga) 4:1
      SV Mering (Landesliga) 2:1
      SpVgg Bayreuth (Regionalliga) 3:2

      SCHWEINFURT
      FC Mitwitz (Bezirksliga) 6:0
      Viktoria Aschaffenburg (Bayernliga) 2:1
      TSV Aubstadt (Bayernliga) 5:2
      FC Amberg (Bayernliga) 2:0

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal-Halbfinale: FC Memmingen – FC Schweinfurt 05 2:3 (1:2)
      Der FC Memmingen fühlt sich verschaukelt

      Eines vorweg: Es war ein rassiges, hochemotionales Pokalspiel, das für den neutralen Zuschauer höchsten Unterhaltungswert bot. Wer aber mit dem FC Memmingen mitlitt, für den war es eine Tortur. FCM-Trainer Cheftrainer Stefan Anderl wollte sich auch eine halbe Stunde nach dem Abpfiff nicht beruhigen. Mit 2:3 (1:2) waren seine Jungs im Halbfinale des BFV-Toto-Pokals am Regionalliga-Kontrahenten FC Schweinfurt 05 gescheitert. Besser gesagt, nicht allein am Gegner. „Gegen 12 Mann kannst Du nicht gewinnen“, brachte es Kapitän Dennis Hoffmann auf den Punkt. Er selbst stand nach seiner Verletzungspause nicht im Pokal-Aufgebot und verfolgte das Spiel einigermaßen fassungslos von der Tribüne. Sein Trainer, der sich in der Beurteilung von Schiedsrichterleistungen in dieser Saison bislang merklich zurückgehalten hatte, explodierte förmlich. Es war einiges nicht Druckreifes dabei. „Arrogant, selbstherrlich, parteinehmend“, waren noch die freundlichsten Worte, die Anderl für den Zweitliga-Referee Florian Badstübner (Windsbach) fand. Er habe die Partie „entscheidend beeinflusst“ und seine „Spieler erniedrigt“. „Die Herren haben keine Ahnung, wie viel Arbeit dahintersteckt und was sie kaputtmachen“, kriegte sich der Memminger Chefanweiser nicht mehr ein.

      Anderls Schweinfurter Kollege Gerd Klaus erschien nicht zur Pressekonferenz. Bisher war er ein „Trainerfreund“, dem er aber diese Freundschaft an diesem Abend aufgekündigt hat. Der Grund lag in der 69. Minute. Branko Nikolic hatte genau vor der Schweinfurter Bank ein taktisches Foul begangen. Gelb-würdig, ja. Aber Nikolic flog vom Platz, weil Klaus auf den Platz stürmte und heftig die Rote Karte forderte. „Das war unsportlich hoch Zehn“, wetterte Anderl. Badstübner wollte nämlich schon Gelb aus der Brusttasche zücken, ließ sich beeinflussen und die Hand an die Gesäßtasche zur Roten Karte wandern. Dass Christopher Kracun in dieser Situation aus dem eigenen Strafraum angestürmt kam und Nikolic mit voller Wucht umstieß, blieb ungeahndet. 700 Zuschauer an diesem nasskalten Abend skandierten lautstark „Schiri raus“. Badstübner quittierte es mit Lachen. Provokant war auch das Verhalten Ende der ersten Halbzeit. Die Stadionuhr zeigte 44 Minuten und 57 Sekunden, als der Unparteiische vorzeitig zur Pause pfiff, als Memmingen aus seiner Sicht einen Eckball nicht schnell genug ausführte. Es war die Summe der Ereignisse, die die FCM-Verantwortlichen auf die Palme brachten. In der ersten Halbzeit sah Stefan Schimmer wegen angeblicher Schwalbe Gelb. Sein Gegenspieler Marco Haller war auf dem tiefen Gegenboden in ihn reingerutscht, der Torjäger fiel – für so etwas gab es auch schon einen Elfmeterpfiff. Strafstoßwürdig war auch eine Szene kurz darauf. Der schon erwähnte Kracun, klatschte Muriz Salemovic ab, als der den Rückpass des Schweinfurters zu seinem Torhüter erlaufen wollte.

      Umstritten war der Elfmeterpfiff in der 81. Minute für die Gäste. Dass Torhüter Martin Gruber gegen Haller und auch den Nachschuss von Herbert Paul parierte, beruhigte die Gemüter nur kurzzeitig. Den Schweinfurter Siegtorschützen Philip Messingschlager (85.) wähnten beim 2:3 viele im Abseits. Trotz vieler Unterbrechungen durch Auswechslungen, Elfmeter, Rudelbildung und Verletzungsbehandlungen gab es nur drei Minuten obendrauf. Badstübner ließ in der Nachspielzeit auch noch drei Schweinfurter Wechsel zu, ohne noch was draufzupacken. Dass die Schweinfurter Delegation mit ihrem Präsidenten Wolf den Unparteiischen schon im Vorfeld sehr vertraut begrüßte, bekam im Nachhinein durch das Geschehen auch noch ein besonderes Gschmäckle. Der Vollständigkeit halber sei noch die vorherige Torfolge erwähnt: Überraschend war der FCS nach einem schnellen Konter durch Adam Jabiri in Führung gegangen (10.). Schimmer glich nach einer Nikolic-Ecke volley zum 1:1 aus (22.). Vor der Pause war es Haller zum 1:2 (40.), kurz nach der Pause traf Sebastian Schmeiser per Kopfball nach einer weiteren Nikolic-Ecke (47.) zum 2:2. Der FC Memmingen hat mit der Niederlage den erstmaligen Einzug ins bayerische Pokalfinale verpasst. Schweinfurt darf dagegen weiter von der DFB-Pokal-Hauptrunde träumen. Dazu ist ein weiterer Sieg im BFV-Toto-Pokal-Endspiel am 25. Mai beim SV Wacker Burghausen nötig. Weil es der Spielplan so will, sehen sich Schweinfurt und Memmingen schon am kommenden Freitag im Punktspiel wieder. Dazwischen liegen nur vier Tage, um die Gemüter wieder zu beruhigen.

      FC Memmingen: Gruber- Zweckbronner (89. Schad), Schmeiser, Anzenhofer, Lutz – Eisenmann (74. Kircicek), Heger (51. Buchmann), Krogler – Salemovic, Schimmer

      FC Schweinfurt: Paulus – Schneider, Paul, Messingschlager, Fery (90. + 3 M. Müller), Krautschneider, (90. + 2 Bauer), Willsch, (90. + 1 Janz), Billick, Kracun, Haller, Jabiri

      Tore: 0:1 (10.) Jabiri, 1:1 (22.) Schimmer, 1:2 (40.) Haller, 2:2 (47.) Schmeiser, 2:3 (85.) Messingschlager

      Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach). – Gelbe Karten: Schimmer, Salemovic, Buchmann / Kracun, Jelsic, Jabir

      Gelb-Rot: - / Jelisic (68./wiederholtes Foulspiel)

      Rot: - / Nikolic (69./Foulspiel)

      Besonderes Vorkommnis FCM-Torhüter Gruber pariert Strafstoß gegen Haller (82)

      PM FC Memmingen
    • Pokalspiel als Schaufenster für FCM-Reservisten und Talente
      Ungerhausen/Memmingen (ass). In der 1. BFV-Toto-Pokal-Hauptrunde heißt es am Dienstagabend (18.30 Uhr) „David gegen Goliath“, wenn der Kreisligist SV Ungerhausen den Regionalligisten FC Memmingen empfängt. Ungerhausen durfte sich als Allgäuer Kreissieger bei der „Pokalauslosung“ im Nürnberger Max-Morlock-Stadion die Memminger auswählen.
      Die Favoritenrolle liegt natürlich klar auf Seiten der Gäste, denn beide Vereine trennen vier Spielklassen. Im Jahr 2005 waren sich beide Mannschaften schon einmal im Pokalwettbewerb gegenübergestanden. Damals siegt der FCM glatt mit 5:0. Einen letzten Mohikaner gibt es noch aus dieser Zeit. Edin Kahric, der jüngste Sproß des langjährigen Memminger Trainers Esad Kahric, gehörte vor 12 Jahren der Gegenseite an, stürmt seit 2012 nunmehr in Ungerhausen. Beim Kreisliga-Auftakt gegen den TSV Kammlach (1:1) war er nicht mit dabei, wie Trainer Thomas Pohl auch noch auf einige Urlauber verzichten musste. In einer erfahrenen Mannschaft kann er aber immer wieder auf alte Haudegen, wie Frank Mayer (39) oder Markus Seefelder (42) zurückgreifen. Geprägt wird das SVU-Spiel seit vielen Jahren durch die Beggel- und Botzenhart-Brüder, Eigengewächse des Clubs.

      Der FC Memmingen wird die Aufgabe laut Trainer Stefan Anderl „sehr ernsthaft“ angehen, allerdings die meisten Stammkräfte schonen. Aus der 1:2 Punktspiel-Niederlage gegen den VfR Garching gingen die Abwehrspieler Sebastian Schmeiser, Renè Schröder und Daniel Zweckbronner angeschlagen heraus. Stefan Heger wird in Sachen Fußball wegen seines Staatsexamens in den kommenden Wochen deutlich kürzer treten. In Ungerhausen werden nahezu alle Reservisten von Beginn an auflaufen und können sich Anderl so auch empfehlen. Gleiches gilt für die Youngster Andreas Heilig, David Remiger oder Jannik Rochelt, die in der U21 bislang groß aufspielten. Für sie ist das Pokalspiel ein Schaufenster, um sich dem Chefcoach zu präsentieren, der wiederum beobachten will, wie sich die jungen Leute im Zusammenspiel mit seinem Kader bewähren.

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal, 1. Hauptrunde: SV Ungerhausen - FC Memmingen 0:4 (0:2)

      Ungerhausen (ass). Der FC Memmingen hat die erste Hürde im BFV-Toto-Pokal mit einem 4:0 (2:0) Erfolg beim Kreisligisten SV Ungerhausen genommen. Vor 300 Zuschauern im Dauerregen war den FCM ohne Stammspieler mit Regionalliga-Reservisten und U21-Spielern aus der Landesliga angetreten. Erwartungsgemäß waren die Memminger überlegen, taten sich in Sachen Torausbeute aber schwer. Andras Fülla (18. Minute) und Achim Speiser (43.) sorgten dennoch für einen ungefährdeten Pausenstand. Der eingewechselte Simon Ollert (52./im Bild) und erneut Fülla erhöhten das Ergebnis in der zweiten Hälfte. Mit dem VfR Garching und dem SV Wacker Burghausen sind zwei Regionalligisten bereits in der ersten Hauptrunde gescheitert. Die übirgen Partien werden am Mittwoch ausgetragen. Am Freitag werden die Begegnungen der zweiten Runde ausgelost (live ab 11 Uhr auf der BFV-Facebookseite).

      FC Memmingen: Zeche - Boyer, Rupp, Remiger (59. Sirch) - Maier Heilig, Fülla, Rochelt - Hayse (57. Wohnlich), Speiser (46. Ollert), Mangler

      Tore: 0:1 (18.) Fülla, 0:2 (43.) Speiser, 0:3 (52.) Ollert, 0:4 (70.) Fülla

      Schiedsrichter: Hummel (Betzigau)

      Gelbe Karten: - / -.- Zuschauer: 300

      PM FC Memmingen
    • Pokalauslosung: FCM muss nach Schwabmünchen
      Memmingen (ass). In der zweiten Runde des BFV-Toto-Pokals muss der FC Memmingen am Dienstag, 22. August, um 18 Uhr beim ambitionierten Bayernligisten TSV Schwabmünchen antreten. Das ergab die Auslosung. Der Sieger steht im bayerischen Pokal-Achtelfinale.

      PM FC Memmingen
    • Anderl grübelt noch über Pokalbesetzung für Schwabmünchen
      Memmingen (ass). Die nächste „englische Woche“ steht für den FC Memmingen an. Nach dem Regionalliga-Abbruchsspiel vom Freitag gegen den FC Unterföhring geht es am Dienstag (18 Uhr) mit dem Zweitrundenspiel im BFV-Toto-Pokal beim Bayernligisten TSV Schwabmünchen weiter. Am Freitag wartet in der Liga bereits der FC Schweinfurt 05 auf die Allgäuer.

      Auch wenn zuletzt nicht zu Ende gespielt wurde, auch die eine ausgetragene Halbzeit samt Wartezeit war fast so belastend wie ein ganzes Spiel. Zudem wurde natürlich intensiv auf diese wichtige Begegnung hingearbeitet. „20 Stunden Vorbereitungen waren für die Katz“, ärgert sich Trainer Stefan Anderl über die Unbillen des Wetters. Erwartungsgemäß hat das Sportgericht entschieden, dass die Begegnung gegen den FC Unterföhring neu angesetzt wird. Der Wiederholungstermin steht noch nicht fest. Auch muss noch geklärt werden, wie es sich mit dem Eintritt für die Zuschauer verhält, die den ersten Versuch sehen wollten. Die Karten vom Freitag sollten auf jeden Fall aufbewahrt werden. Die Konzentration gilt aber zunächst dem Pokal. In welcher Besetzung die Memminger auflaufen werden, will Anderl im Training am Montagabend entscheiden. „Es gibt mehrere Optionen“, so der Coach, der auch den Freitag mit der schweren Partie in Schweinfurt in seine Gedanken einfließen lassen wird. Fehlen werden neben den Langzeitverletzten auf jeden Fall weiterhin Stefan Heger (Staatsexamen) und Abwehrchef Sebastian Schmeiser (Muskelfaseriss). Den Grundstock werden voraussichtlich, wie schon beim 4:0-Pokalerfolg in Ungerhausen die Spieler bilden, die in der Regionalliga bislang weniger Einsatzzeit hatten.

      Gegner Schwabmünchen zählt in der Bayernliga zum erweiterten Favoritenkreis, musste am Wochenende aber in Traunstein eine nicht eingeplante 0:3 Niederlage hinnehmen. TSV-Trainer Stefan Tutschka haderte hier, wie auch schon zuvor, mit der mangelhaften Chancenverwertung. Ähnliche Probleme hat ja auch der FCM. Berührungspunkte zwischen beiden Vereinen gibt es aktuell wenige. Vergangene Saison kehrte Andreas Ludwig nach einem Kurzgastspiel in Memmingen wieder zu seinem Heimatverein nach Schwabmünchen zurück. In der vergangenen Saison schloss sich Nachwuchsmann Emil Bese ebenfalls dem TSV an, hat heuer aber noch keinen Einsatz zu verzeichnen.

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal: TSV Schwabmünchen – FC Memmingen 0:1 (0:1)

      Schwabmünchen (ass). Der FC Memmingen hat mit einem knappen 1:0 (1:0) Erfolg beim Bayernligisten TSV Schwabmünchen das Achtelfinale im BFV-Toto-Pokal erreicht. Die Auslosung der Paarungen findet am Freitag statt und wird live ab 10.30 Uhr auf der Facebook-Seite des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) übertragen. Gespielt wird die nächste Runde am 5./6. September. Gegenüber dem letzten Regionalliga-Auftritt standen beim FCM in Schwabmünchen mit Renè Schröder, Fabian Lutz und Lukas Rietzler lediglich drei Spieler in der Startelf, mit den Einwechslungen von Tim Buchmann, Furkan Kircicek und Muriz Salemovic sollten im Laufe der Begegnung noch drei weitere hinzukommen. Die favorisierten Memminger waren optisch überlegen, ließen hinten kaum etwas zu. Der entscheidende Treffer fiel in der 37. Minute. Achim Speiser verwandelte sicher einen Foulelfmeter. Schwabmünchens Kammergruber hatte gegen Pascal Maier das Bein stehen lassen. Für den TSV-Akteur bedeutete das zweite Foulspiel binnen weniger Minuten Gelb-Rot. Überhaupt war die Partie kartenreich.

      In der zweiten Hälfte ließ der FCM einige Möglichkeiten liegen, so dass es beim knappen Spielstand blieb. Einen weiteren Strafstoß hätte es nach einem Check von TSV-Torhüter Thiel gegen Speiser geben müssen (67.). Der junge Memminger Stürmer verletzte sich beim Fallen am Knie und musste anschließend ausgetauscht werden. Mit der Leistung seines Teams war Trainer Stefan Anderl zufrieden, mit der mangelhaften Torausbeute einmal weniger. Mit dem SV Schalding-Heining (2:4 beim Landesligisten Sturm Hauzenberg) und dem FC Pipinsried (1:2 im Liga-Duell beim FC Unterföhring) sind nach Burghausen und Garching zwei weitere Viertligisten im bayerischen Pokalwettbewerb bereits draußen. Weitere Begegnungen werden am Mittwochabend noch ausgetragen.

      TSV Schwabmünchen: Thiel - Kusterer, Maiolo, Uhde T (68. Möricke)., Merane, Schmid (46. Leib), Kammergruber, Schmidt, Wehringer, Uhde M., Rudolph (62. Ludwig)

      FC Memmingen: Zeche - Boyer, Anzenhofer, Schröder, Lutz (59. Buchmann) - Fülla, Rietzler, Maier, Hayse - Ollert (64. Kircicek), Speiser (68. Salemovic)

      Tor: 0:1 (37.) Speiser (Foulelfmeter) - Schiedsrichter: Tiedecken (München)

      Gelbe Karten: Kammergruber, Merane, Uhde M., Rudolph, Maiolo / Ollert, Hayse, Rietzler

      Gelb-Rot: Kammergruber (37./wiederholtes Foulspiel)

      Zuschauer: 313

      PM FC Memmingen
    • Pokalauslosung: FC Memmingen trifft auf Illertissen

      Memmingen (ass). Gespannt blickte der FC Memmingen heute nach München. Hier wurden die Achtelfinal-Partien des BFV-Toto-Pokals gezogen. Das Ergebnis: Der FC Memmingen empfängt den Regionalliga-Kontrahenten FV Illertissen. Gespielt wird voraussichtlich am Dienstag, 5. September; die Anstoßzeit (ob 19 oder 19.30 Uhr) steht noch nicht endgültig fest. Bei der Auslosung hätte es besser, aber auch schlechter laufen können. Zwischen "Niete und Traumlos" war alles möglich, denn im Regionaltopf mit dem FC Memmingen waren auch der TSV 1860 München und der FC Unterföhring enthalten. Ein Spiel gegen die "Löwen" wäre - egal ob daheim oder auswärts - finanziell die lukrativste Variante gewesen; auswärts in Unterföhring dagegen sicherlich die unattraktivste der Möglichkeiten. Mit der "drittbesten Konstellation", zuhause im Derby gegen Illertissen anzutreten, darf der FCM ganz zufrieden sein. Zwar ist die Ausbeute in den Punktspielen gegen den Nachbarn bisher gering, aber im Pokal ist Memmingen gegen Illertissen noch ungeschlagen. Zugegeben gab es in diesem Wettbewerb erst ein Spiel gegeneinander, aber 2012 hat der FCM im bayerischen Achtelfinale Illertissen aus dem Pokal gekegelt. Die andere Partie aus dem Regionaltopf Südwest lautet TSV 1860 München gegen den FC Unterföhring.

      PM FC Memmingen
    • Pokalderby: Kann der FC Memmingen gegen Illertissen Selbstvertrauen tanken?
      Memmingen (ass). Der Spannungsbogen war schon einmal größer, wenn der FC Memmingen und der FV Illertissen aufeinandertreffen als vor dem heutigen (Dienstag) Achtelfinale des BFV-Toto-Pokals (Anpfiff: 19 Uhr) Die Memminger, die es noch nie in die DFB-Pokalhauptrunde geschafft haben, werden sicherlich nichts abschenken, aber das Hauptaugenmerk gilt nach dem Absturz in der Regionalliga ans Tabellenende klar der anderen großen Baustelle, nämlich einen Betriebsunfall im Jubiläumsjahr zu verhindern. Illertissen, zweimal schon ins große Pokalgeschäft eingezogen, wird die sich bietende Chance nutzen wollen, gegen die personell arg gerupften Hausherren weiterzukommen.

      Nachdem zuletzt täglich ein Verteidiger nach dem anderen ausfiel (Zweckbronner, Anzenhofer, Schmeiser) gibt es beim FCM zumindest wieder Zuwachs für die Mittelfeldachse. Stefan Heger hat sein Staatsexamen hinter sich und wird nach einigen Wochen Pause wieder auflaufen. Auch Branko Nikolic, im Punktspiel gegen Eichstätt (0:2) Gelb-gesperrt, steht wieder zur Verfügung. Neuzugang Amar Cekic wird Spielzeit bekommen. Gegen Eichstätt ließ er nach seiner Einwechslung sein technisches Können bereits aufblitzen, nach nur wenigen gemeinsamen Einheiten fehlt aber naturgemäß noch die Bindung zum Spielsystem und seinen Mitspielern.

      Vielleicht bietet sich im Nachbarduell die Möglichkeit, etwas für das Selbstvertrauen zu tun. Schließlich gelang der einzige Sieg in einem Pflichtspiel gegen Illertissen im Pokal – im Oktober 2012 machte der FCM ebenfalls im Achtelfinale aus einem 0:2 Rückstand einen 3:2 Erfolg. Aus der damaligen Zeit sind lediglich bei Illertissen mit Marco Hahn, Sebastian Schaller (derzeit verletzt) und Manuel Strahler noch drei Akteure dabei. Der FVI steht in der Regionalliga-Runde passabel auf Rang vier, überwand eine kurze Durstperiode mit klaren Niederlagen bei 1860 München (0:5) und den 1. FC Nürnberg II (1:4) zuletzt mit einem 3:1 Heimsieg über den SV Seligenporten.


      Der Weg der beiden Mannschaften ins Achtelfinale:

      FC Memmingen: 4:0 beim Kreisligisten SV Ungerhausen und 1:0 beim Bayernligisten TSV Schwabmüchen

      FC Illertissen: 4:0 beim Kreisligisten TSV Burgau und 6:0 beim Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal-Achtelfinale: FC Memmingen – FV Illertissen 2:1 (0:1)
      Memmingen (ass). Der FC Memmingen steht im Viertelfinale des BFV-Toto-Pokals. Mit einer Energieleistung drehte das in der Regionalliga so gebeutelte Schlusslicht das Spiel gegen den Liga-Kontrahenten FV Illertissen und gewann verdient mit 2:1 (0:1). Vor 580 Zuschauern war es eine Energieleistung der Memminger, die wieder auf Stefan Heger und Branko Nikolic zurückgreifen konnten, aber immer noch stark ersatzgeschwächt aufliefen. FCM-Trainer Stefan Anderl wollte angesichts des dezimierten Kaders eigentlich mit einer Defensivtaktik gegen die spielstarken Illertisser bestehen. Aber schon nach neun Minuten kamen ihm erste Zweifel, weil seine Schützlinge in einen Konter liefen und zurücklagen. Alexander Nollenberger erzielte das 0:1. Anderls erste Maßnahme war Nicolai Brugger nach 25 Minuten vom Feld zu nehmen – für den jungen Spieler natürlich eine harte Entscheidung, für den Verlauf des Abends aber eine richtige, wie das Ergebnis am Ende zeigen sollte. So verdiente sich der eingewechselte Philipp Boyer vom Coach ein Extralob für seinen Einsatz.

      Als die Gäste nach der Pause gleich drei Möglichkeiten liegen ließen, ging es fortan fast nur noch in einer Richtung. Memmingen zog sein aus der vergangenen Saison bekanntes Pressing auf. Zwar war vieles Brechstange und ungestüm, aber die Rechnung sollte schließlich aufgehen, denn irgendwann musste doch der Dauerdruck auch wieder Zählbares bringen. Fabian Lutz, angestürmt aus dem Rückraum, machte in der 82. Minute den vielumjubelten Ausgleich. Illertissen versuchte zwar auf Konter zu lauern, konnte aber nicht mehr zulegen. Die Moral der Hausherren passte und sie suchten noch in der regulären Spielzeit die Entscheidung. Die fiel durch Andreas „Charly“ Fülla in der Nachspielzeit mit Wucht- das 2:1 (90. + 2). FVI-Trainer Ilija Aracic gab sich als fairer Verlierer, sah die Leistung seiner Mannschaft nicht so schlecht, aber „Memmingen hat von der ersten bis zur allerletzten Minute gekämpft. Wir sind die letzten 20 Minuten nicht mehr nach vorne gekommen“. Anderl wusste, „dass wir zu Beginn der zweiten Halbzeit erst mal richtig Glück gehabt haben. Dann haben wir unser Spiel gespielt, mit jeder Minute wurde es intensiver und dann kam der Glaube. Es war ein unbezahlbarer Sieg für die Moral“. Der sportliche Leiter Bernd Kunze hofft, dass sich daran auch im nächsten Punktspiel am Samstag beim Neuling FC Pipinsried anknüpfen lässt, zumal in Aussicht steht, dass mit David Anzenhofer und Lukas Rietzler weitere Kräfte aus dem überfüllten FCM-Lazarett zurückkehren werden.

      Das bayerische Pokal-Viertelfinale wird am Freitag ausgelost. Im Topf sind neben dem FCM die Regionalligisten SpVgg Oberfranken Bayreuth, TSV 1860 München, TSV 1860 Rosenheim, FC Schweinfurt 05, die Drittligisten SpVgg Unterhaching und Würzburger Kickers sowie der Sieger der Mittwochspartie ASV Vach – SV Seligenporten. Spieltag ist der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Das hier angesetzte Punktspiel muss verschoben werden.

      PM FC Memmingen
    • Pokal-Viertelfinale: In Seligenporten soll nichts abgeschenkt werden
      Memmingen (ass). Der Gegner mag nicht der attraktivste sein, finanziell wird wegen der weiten Auswärtsfahrt und des erwartet geringem Zuschauerinteresses auch nichts hängen bleiben – aber die sportliche Chance ist für den FC Memmingen da, ins bayerische Pokal-Halbfinale einzuziehen. Am Dienstagabend (Anpfiff: 19 Uhr) geht es im Viertelfinale des BFV-Toto-Pokals, wie der Wettbewerb offiziell heißt, zum Regionaliga-Konkurrenten SV Seligenporten. Der Gegner mag ähnlich denken und wittert gleichsam seine Chance. Die beiden Liga-Konkurrenten TSV 1860 Rosenheim und FC Schweinfurt 05 sind schon weiter, weil sie am Tag der Deutschen Einheit die Drittligisten Würzburger Kickers bzw. SpVgg Unterhaching rausgeworfen haben. Erst am 9. Dezember werden die SpVgg Bayreuth und Liga-Primus TSV 1860 München ihre Viertelfinalbegegnung austragen.

      „Wenn zwei zurückkehren, fehlen dafür zwei andere“, blickt FCM-Trainer Bernd Kunze auf die personellen Voraussetzungen vor dem Pokalspiel. Der Coach selbst muss auch sehen, wie er die Fahrt unter der Woche beruflich hinkriegt. Vorbereiter und Last-Minute-Torschütze Daniel Zweckbronner ging lädiert aus dem 2:2 Unentschieden gegen Bayreuth. Weil der Defensivmann nächsten Samstag wegen seiner fünften Gelben Karte in der Runde in Buchbach ohnehin gesperrt ist, wäre es Kunze lieber, wenn er gleich seine Verletzung ganz auskuriert. Auch wenn im Pokal Zweckbronner spielen dürfte. An die Einsätze von Stefan Heger (Bänderverletzung) und Andreas Fülla (Leistenprobleme) ist nach wie vor nicht zu denken. Achim Speiser reiht sich nach einem Eingriff in die Liste der Langzeitverletzten ein und fällt monatelang aus. Abschenken will Kunze in Seligenporten nichts, „weil wir schon so weit gekommen“. Und die Chance tatsächlich groß ist, noch einmal mit 1860 München auf einen lukrativen Gegner zu treffen oder im besten Fall mit nur zwei weiteren Siegen, die DFB-Pokalhauptrunde zu erreichen. Nämlich dann, wenn der bayerische Finalgegner die Münchner Löwen wäre.

      Die gleichen Gedanken treibt aber natürlich auch die verbliebene Konkurrenz um. Seligenporten wird auf Revanche für die 2:4 Niederlage in der Punkterunde Ende Juli sinnen. Es war der bislang einzige Heimsieg der Memminger. Die Truppe von Trainer Roger Prinzen hat sich seitdem noch einmal verstärkt und steht in der Regionalliga-Tabelle zwei Punkte und mit Rang 16 zwei Plätze besser da als die Memminger. Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter Markus Pflaum (Dörfleins), der am Sonntag das Zuschauer-Rekordspiel zwischen dem FC Augburg II und 1860 München (3:1 vor 21. Zuschauern) sowie die 1:2 Heimniederlage des FCM im August gegen Garching pfiff.

      Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

      Tor: Fabio Zeche – Abwehr: Philipp Boyer, Sebastian Schmeiser David Anzenhofer, Fabian Lutz – Mittelfeld: Marco Schad, Tim Buchmann, Amar Cekic – Angriff: Furkan Fabian Krogler, Muriz Salemovic, Furkan Kircicek

      Auswechselspieler: René Schröder, Lukas Rietzler, Jamey Hayse, Simon Ollert, Roland Wohnlich, Nicolai Brugger, Martin Gruber (Tor)

      Schiedsrichter: Markus Pflaum (Dörfleins). – Assistenten: Andreas Voll, Martin Götz

      PM FC Memmingen
    • BFV-Toto-Pokal-Viertelfinale: SV Seligenporten – FC Memmingen 1:2 (1:0)
      Seligenporten (ass). Der FC Memmingen steht nach dem FC Schweinfurt und dem TSV 1806 Rosenheim als dritte Mannschaft im bayerischen Pokal-Halbfinale. Beim Regionalliga-Kontrahenten SV Seligenporten gab es einen allerdings teuer erkauften 2:1 (1:0) Viertelfinal-Sieg. Furkan Kircicek wurde schwerer verletzt. Er war nach einer halben Stunde für Marco Schad gekommen, der mit einem dicken Knöchel ebenfalls raus musste. Schon vor dem Anpfiff hatte FCM-Trainer Bernd Kunze eine weitere Hiobsbotschaft zu verkraften. Amar Cekic riss sich im Montagstraining bei einem Zusammenprall Innen- und Außenband im Knie. Die Nachverpflichtung droht ebenfalls lange auszufallen. Die Verletzungsmisere nimmt vor dem nächsten Punktspiel am Freitag (19 Uhr) beim TSV Buchbach schon nahezu tragische Ausmaße an. Die Freude über das Weiterkommen im Pokal wurde durch die weiteren Ausfälle getrübt.

      Vor einer Minikulisse von nur 177 Zuschauern waren es zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Im ersten Durchgang war Seligenporten am Drücker, der Führungstreffer allerdings ein Geschenk. Bei einem verunglückten Rückpass von Sebastian Schmeiser schaltete Mariusz Suszko schnell, legte vor dem Tor quer auf den mitgelaufenen Sven Seitz, der gegen Gruber-Vertreter Fabio Zeche nur noch einschieben musste (25.). Obwohl völlig unzufrieden mit dem Gezeigten blieb Kunze in der Halbzeitpause ruhig, appellierte an den Charakter und die Memminger kamen wie verwandelt aus Kabine. Ein 20-Meter-Schuss von Fabian Lutz wurde von Seligenportens Kevin Wolemann entscheidend abgefälscht. Dem 1:1 gleich nach Wiederbeginn (48.) legte Muriz Salemovic in der ihm eigenen Art nach. Jamey Hayse bereitete vor, Salemovic drehte das Spiel und das Ergebnis (57.). Die Hausherren fanden durch diesen Schock nicht mehr richtig zurück ins Spiel.

      Als Kircicek auf dem Weg zum 3:1 war, wurde er von hinten attackiert und stieß auch noch mit SVS-Schlussmann Kolbe zusammen. Einen fälligen Elfmeter gab es nicht. Nach fünfminütiger Unterbrechung musste der Memminger Angreifer mit der Trage vom Platz gebracht werden. In der Schlussphase hatte Seligenporten zwar noch zwei Ausgleichsmöglichkeiten, aber der knappe Vorsprung wurde mit Einsatz und Moral über die Zeit gebracht. „Wir freuen uns über den Einzug ins Halbfinale, aber die Freude ist natürlich durch die Verletzung von Furkan Kircicek getrübt. Dass wir hinten raus wieder stark waren und die Partie gedreht haben, stimmt uns natürlich zuversichtlich für die kommenden Aufgaben", kommentierte der FCM-Vorsitzende Armin Buchmann den Pokalfight der beiden abstiegsgefährdeten Regionalligisten. Das letzte Viertelfinale wird erst am 9. Dezember zwischen der SpVgg Oberfranken Bayreuth und dem TSV 1860 München ausgetragen. Die Auslosung der Halbfinal-Paarungen findet trotzdem bereits am 31. Oktober in der Halbzeitpause der Fernseh-Liveübertragung des vorhergehenden Regionalliga-Punktspiels der Münchner Löwen gegen die Bayreuther statt.

      SV Seligenporten: Kolbe - Woleman, Wöllner (75. Meleleo), Olschewski, Seitz, Schärtel, Herzel, Kobrowski (75. Katidis), Neuerer, Suszko (87. Hamm), Dittrich

      FC Memmingen: Zeche - Boyer, Schmeiser, Anzenhofer, Lutz - Schad (31. Kircicek/67. Wohnlich), Buchmann, Rietzler - Krogler, Salemovic, Hayse (89. Heilig)

      Tore: 1:0 (15.) Seitz, 1:1 (48.) Lutz, 1:2 (57.) Salemovic

      Schiedsrichter: Pflaum (Dörfleins)

      Gelbe Karten: Olschewski / Krogler, Kircicek

      Zuschauer: 177

      PM FC Memmingen