FC Memmingen - SpVgg Greuther Fürth II

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    • FC Memmingen - SpVgg Greuther Fürth II

      FC Memmingen will Heimbilanz gegen Fürth II aufpolieren

      Memmingen (ass). Nach vier Auswärtsauftritten in Folge ist der FC Memmingen wieder zuhause im Einsatz. Am Freitagabend (19.30 Uhr) soll im Regionalliga-Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth II die Heimbilanz aufgemöbelt werden. Die Kulisse sollte vor dem letzten Sommerferien-Wochenende in der Arena wieder vierstellig werden, zumal die Begegnungen in der Fremde zuletzt alle erfolgreich waren. In den Punktspielen wurden vier Zähler gesammelt (2:2 in Garching und 3:1 in Hof), mit den Pokalerfolgen in Gundelfingen und Mering ist die Mannschaft zudem ins bayerische Viertelfinale vorgestoßen.

      Die Lage: Memmingen rangiert auf dem neunten Tabellenplatz, wobei sieben der bisher 12 Punkte in der Fremde geholt wurden. Mit 17 Treffern stellt der FCM hinter Unterhaching (25), FC Augsburg II (22, davon allein 12 gegen Seligenporten) und 1. FC Nürnberg (20) den viertstärksten Angriff der Liga, traf im Schnitt knapp zweimal pro Partie. Die Fürther liegen mit einem Punkt weniger auf dem Konto auf Rang elf.

      Der Gegner: Ausbildungsverein und Talentschuppen – so bezeichnet die SpVgg Greuther Fürth selbst sein Nachwuchsleistungszentrum mit der U23-Truppe an der Spitze. Der ehrgeizige und an der Außenlinie immer höchst engagierte Trainer Thomas Kleine hat auch heuer wieder die Aufgabe, nachrückende Talente an höhere Aufgaben heranzuführen. Dieses Mal nicht nur aus dem eigenen Nachwuchs, auch Akteure von Schalke 04, Rot-Weiß Essen, aus Bochum und Leverkusen wurden geholt. Letzte Verpflichtung war Christian Derflinger vom österreichischen Erstliga-Absteiger SV Gröden. Das 22-jährige Talent, dem der große Durchbruch beim FC Bayern und HSV (noch) nicht gelang, soll über die zweite Mannschaft an die Profis herangeführt werden. Derflinger könnte in Memmingen erstmals zum Einsatz kommen. Beim letzten 4:2 Erfolg über den VfR Garching konnte Kleine mit dem zweifachen Torschützen Ilir Azemi, Benedikt Kirsch und Daniel Steininger auf drei Anleihen aus dem Profikader zurückgreifen.

      Das FCM-Personal: Die Rotsperre von Daniel Zweckbronner ist abgelaufen. Er wird wieder seinen Platz in er Außenverteidigung übernehmen. „Vertreter“ Tim Buchmann dürfte damit wieder ins Mittelfeld rücken, zumal Stefan Heger in Hof wegen Leistenproblemen ausgewechselt werden musste und sein Einsatz fraglich ist. Gelb-Rot-gesperrt fehlt Angelo Hauk. Ansonsten haben sich die Ausfälle der vergangenen Wochen allesamt zurückgemeldet, so dass die Alternativen größer werden.

      Bisherige Vergleiche: Seit dem FCM-Aufstieg 2010 in die Regionalliga Süd sind beide Mannschaften ständige Begleiter. Die Viertliga-Bilanz ist mit jeweils sechs Siegen und Niederlagen sowie einem Unentschieden absolut ausgeglichen. In der vergangenen Saison gewann der FCM daheim knapp mit 3:2 und unterlag im Fürther Ronhof mit 0:2.

      BFV-Toto-Pokal: Auch wenn der Pokal für den FCM über lange Zeit ein eher ungeliebtes Kind war. Seit nach neuem Modus gespielt wird, stehen die Memminger durch das 2:1 unter der Woche in Mering zum dritten Mal innerhalb der vergangenen fünf Jahre im bayerischen Viertelfinale (Spieltermin 4./5. April 2017). Im Jahr 2013 und heuer reichte es immerhin bis zum Halbfinale. Der ganz große Wurf mit dem Erreichen der DFB-Hauptrunde ist aber noch nie gelungen.

      Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

      Tor: Martin Gruber (1) – Abwehr: Daniel Zweckbronner (20), Sebastian Schmeiser (5), David Anzenhofer (6), Fabian Lutz (24) – Mittelfeld: Tim Buchmann (18), Dennis Hoffmann (23), Branko Nikolic (21), Daniel Eisenmann (28) – Angriff: Muriz Salemovic (10), Stefan Schimmer (13).

      Auswechselspieler: Eddy Weiler (4), Raffael Friedrich (7), Fabian Krogler (9), Furkan Kircicek (19), Marco Schad (17), Jamey Hayse (27), Fabio Zeche (23/Tor).

      Schiedsrichter: Florian Riepl (Altenerding); Assistenten: Christian Keck, Nico Keiser.

      PM FC Memmingen
    • FC Memmingen – SpVgg Greuther Fürth II 1:1 (0:0)

      Memmingen (ass). „Es hat Spaß gemacht, hier Fußball zu spielen“. Gästetrainer Thomas Kleine war hinterher ziemlich aufgeräumt. Beim 1:1 (0:0) seiner SpVgg Greuther Fürth II im Regionalliga-Spiel beim FC Memmingen war er zuvor mindestens genauso engagiert wie so mancher der Akteure auf dem Platz und er beharkte sich an der Außenlinie auch mit seinem Memminger Gegenüber Stefan Anderl. In der Bewertung des Fußballabends herrschte am Ende aber friedliche Eintracht. „Interessant war’s und emotional“, bewertete Kleine ein Spiel ganz nach seinem Geschmack. „Vom Tempo her und spielerisch war’s Klasse“, meinte Anderl. Deshalb waren beide Seiten mit dem Unentschieden auch zufrieden. Allerdings hätten die Memminger schon in der ersten Halbzeit die optische Überlegenheit gegen die Zweitliga-Vertretung zum Führungstreffer nutzen können. Taten sie aber nicht, deshalb gab es nach der Pause eine kalte Dusche. Dafür sorgten vor allem die Anleihen aus dem Profikader von Greuther Fürth. Erst zeigte Ilir Azemi gleich nach Wiederanpfiff seine Torgefahr. Drei Minuten später brachte Daniel Steininger mit einem Sonntagsschuss aus 18 Metern seine grün-weißen Farben in Führung. Von diesem Schock mussten sich die Memminger erst einmal erholen. Die Rückmeldung erfolgte in der 67. Minute. Zunächst konnte Torhüter Markus Funk einen wuchtigen Versuch von Stefan Heger abwehren, der Nachschuss von Stefan Schimmer saß – das 1:1 und bereits der siebte Saisontreffer des FCM-Mittelstürmers.

      In der Schlussphase kam bei den 709 Zuschauern in der Arena richtig Stimmung auf, weil sie den möglichen Siegtreffer witterten. Der FCM war in Überzahl, weil sich Muhammed Kayaroglu eine unnötige Entgleisung leistete. Nach einem Heger-Foul stürmte der unbeteiligte Fürther Heißsporn heran und stieß Heger mit beiden Händen um. Die Rote Karte war die Folge nach dieser Tätlichkeit und mehr als 20 Minuten nummerische Memminger Überzahl. Nach einem Zuckerpass von Muriz Salemovic wurde Schimmer von Gästekapitän Julian Kolbeck auf dem Weg zum Tor gebremst. Der Stürmer fiel spät, deshalb erkannte Schiedsrichter Florian Riepl nicht auf Foulspiel, sattelte aber vier Minuten Nachspielzeit drauf. Erst als Fürth nach Memminger Power-Play-Versuchen wieder am Ball war, pfiff er ab. Während in den Kommentaren anderer Trainer oft zu hören ist, dass der Gegner nur durch eigene Fehler aufgebaut und zu Toren kam, würdigt Anderl immer wieder auch die Leistungen der Gegenseite: „Fürth war bislang nach Unterhaching die beste Mannschaft gegen die wir gespielt haben“. Zehn Spieltage sind nun absolviert. Das ist meist die Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Für den FCM-Chefanweiser fällt sie zufriedenstellend aus. „Ich kenne die Landesliga auswendig, auch ein Stück die Bayernliga. Aber die Regionalliga das ist schon nochmal eine ganz andere Nummer“, freut sich Anderl in Memmingen die Strippen ziehen zu dürfen. Er hat Spaß und freut sich auf das nächste Gastspiel im Grünwalder Stadion in München, wenn am kommenden Freitag (19 Uhr) der FC Bayern II wartet.

      FC Memmingen: Gruber - Zweckbronner, Schmeiser, Anzenhofer, Lutz - Buchmann (57. Krogler), Heger, Hoffmann, Eisenmann (67. Nikolic) - Salemovic, Schimmer (87. Hayse). – Trainer: Anderl.

      SpVgg Greuther Fürth II: Funk – Schad, Corovic, Kolbeck, Tischler – Kayaroglu, Pellio, Jost (75. Bayrami), Steininger (69. Danhof) – Azemi (87. Yildiz), Derflinger. – Trainer: Kleine.

      Tore: 0:1 (48.) Steininger, 1:1 (66.) Schimmer. - Schiedsrichter: Riepl (Altenerding).

      Gelbe Karten: Hoffmann, Salemovic, Krogler, Nikoic / Funk. - Rote Karte: Kayaroglu (69./Fürth/Tätlichkeit).

      Zuschauer: 709.

      PM FC Memmingen