Angepinnt Resolution an den Fußballverband Rheinland

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    • Resolution an den Fußballverband Rheinland

      an den Fußßballverband Rheinland: Resolution

      Die Vereine der Rheinlandliga und die dem FV Rheinland angehörenden Vereine der Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar haben am 5.10. 2016 getagt. Ausschließlich diskutiert wurde die Tatsache, dass am Ende der Saison 2015/2016 ein Verein freiwillig aus der Oberliga abgestiegen ist und vier Vereine aus der Rheinlandliga die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Oberliga verweigert haben.
      Im Ergebnis der Diskussion beschlossen die Vereine folgende Resolution:
      1. Die Finanzierbarkeit des Spielbetriebes hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert.
      2. Es ist praktisch nicht möglich, Spieltermine zu finden, an denen nicht gleichzeitig Live-Übertragungen der Profiligen gesendet werden. Die Zuschauereinnahmen bei Spielen der Amateurmannschaften sind mittlerweile so erbärmlich, dass meistens die Schiedsrichterkosten davon nicht mehr gezahlt werden können.
      3. Da die Refinanzierung der Kosten aus dem Spielbetrieb gegen Null tendiert, wird es auch immer schwieriger, eine breit aufgestellte Unterstützung durch Sponsoren und Werbepartner zu generieren, da diese nicht mehr erkennen können, dass selbst gute sportliche Leistungen durch entsprechende Einnahmen der Vereine belohnt werden.
      4. Die Vorstände der Vereine freuen sich, wenn Mäzene die Finanzlücken schließen. Gleichzeitig wächst bei vielen das Unbehagen, was geschieht, wenn diese ihre Unterstützung aufkündigen.
      5. Zudem darf ein wichtiger Aspekt nicht unerwähnt bleiben. In unseren Vereinen, wie in tausenden anderen Vereinen auch, wird Jugendarbeit geleistet. Wir setzen mit unserer ehrenamtlichen Arbeit genau das um, was bei offiziellen Anlässen in Festtagsreden als Gesundheitsvorsorge, Wertevermittlung, Persönlichkeitsbildung und Integration von Flüchtlingen gefeiert wird. Experten sehen den Betrag, der an dieser Stelle für die Gesellschaft erwirtschaftet wird, in einem zweistelligen Milliardenbereich. Es bedarf keiner großen Phantasie, um sich vorzustellen, wie unsere Republik aussehen würde wenn diese eminent wichtige Arbeit nicht mehr oder nur noch stark reduziert geleistet wird, weil die Gelder dafür fehlen.
      6. Es reicht nicht mehr aus, dass führende Persönlichkeiten des DFB und der DFL die Bedeutung des Amateurfußballs und die ehrenamtliche Tätigkeit in den Amateurvereinen lobend erwähnen. Wir als Amateurvereine freuen uns, dass die medialen Vermarktungsrechte der 1. und 2. Bundesliga die Grenze von einer Milliarde Euro pro Jahr überschritten haben. Das ist wichtig für die internationale Konkurrenzfähigkeit der Bundesligavereine. Aber wir erwarten auch, dass die handelnden Personen des DFB und der DFL einsehen, dass diese Entwicklung zu Lasten und mit Einnahmeverlusten der Amateurvereine geschieht.
      7. Wir fordern daher DFB und DFL auf, Vereinbarungen zu treffen, nach denen 2% der jährlichen Einnahmen aus den medialen Vermarktungsrechten der 1. und 2. Bundesliga an den DFB zur Weiterleitung an die Landesverbände abgeführt werden. Die Landesverbände unterstützen damit ihre Vereine aus den Bezirksligen, Verbandsligen, Oberligen und Regionalligen.
      8. Der DFB behält zukünftig 10% der Auszahlungen an die Teilnehmer der DFB-Pokalspiele zur Weiterleitung an die Landesverbände ein. Jeweils 20% dieser Summe zahlt der Landesverband bei jeder Runde der letzten 32 Vereine bis zum Endspiel zu gleichen Teilen an die Verlierer aus.
      9. Wir bitten den Landesverband Rheinland, diese Resolution an alle Landesverbände unter dem Dach des DFB zu übersenden, mit der Bitte um die Weiterleitung an deren Vereine ab der Bezirksliga aufwärts.
      10. Ziel der Landesverbände muss es sein, diese Resolution in Antragsform auf dem nächsten Bundestag des Deutschen Fußballbundes zu stellen.
      11. Auf Grund der zurzeit öffentlich geführten Diskussion zum Grundlagenvertrag zwischen DFB-Vizepräsident Rainer Koch und DFL-Präsident Reinhard Rauball erwarten wir, dass der Fußballverband Rheinland umgehend die Führung des DFB und der DFL über diese Resolution informiert.
      Wir möchten abschließend betonen, dass es uns nicht um einen Konfrontationskurs geht, sondern uns die Sorge um die prekäre Situation des Amateurfußballs zu dieser Resolution veranlasst hat.
      Verfasser: Peter Rauen (im Auftrag der Vereine FV Engers, TuS Mayen, SG Mülheim-Kärlich und FSV Salmrohr, stellvertretend für alle anderen Vereine).
      Resolution!
    • In die Diskussion um die finanzielle Ausstattung von Fußball-Amateurvereinen (fupa berichtete) meldet sich der FSV Trier-Tarforst zu Wort.
      Er fordert unter anderem feste Fördersummen sowie den Erlass von Gebühren.

      Eine Resolution macht die Runde. Ausgehend von einem Krisentreffen haben mehrere Oberligisten und Rheinlandligisten einen Appell verfasst, in dem auf die finanzielle Misere von Fußball-Amateurvereinen sowie eine weiter auseinandergehende Schere zwischen Profibereich und Basis verwiesen wird. Verknüpft wird die Lagebeschreibung mit Lösungsvorschlägen für eine bessere finanzielle Förderung (fupa berichtete) (ebenso: Eifel-Druide).
      Darauf basierend haben sich auch der Vorstand und Beirat des Rheinlandligisten FSV Trier-Tarforst mit einem Schreiben an den Präsidenten des Fußballverbands Rheinland, Walter Desch, gewandt.

      Darin beklagt der FSV viele finanzielle Auflagen des Verbands, die kaum zu schultern seien. Dazu zählten Kosten für das sogenannte DFB-Net, Bestrafungen, Schiedsrichterkosten, Ausgaben für die Ausbildung der Trainer oder Verbandsumlagen. "Der Kostenapparat für Ausstattung, Ausrüstung und Fahrtkosten der Mannschaften sowie Ausbildungskosten für die Trainerlizenzen sind nicht mehr zu stemmen", heißt es in dem vom FSV-Vorsitzenden Werner Gorges unterzeichneten Schreiben.

      Zur Veranschaulichung listet der Verein die Kosten aus der vergangenen Saison auf (ohne Ausstattung und Ausrüstung): Schiedsrichterkosten Senioren: 4000 Euro, Schiedsrichterkosten Jugend: 2000 Euro, Fahrkosten Senioren: 10 000 Euro, Fahrkosten Jugend: 10 000 Euro, Strafen an Verband: rund 800 Euro, Passanträge, Gebühren an Verband: rund 2000 Euro, Ausbildungskosten für Trainer (Jugend, Senioren) sowie Seminare: 5500 Euro.

      Laut FSV können diese Kosten durch Beiträge und Zuschauereinnahmen nicht gedeckt werden - und die Gewinnung von Sponsoren sei alles andere als leicht.
      (...)
      Der FSV liegt in der Rheinlandliga derzeit aussichtsreich auf Rang fünf. Aktuell erhalte der Club 3000 Euro netto von Lotto (Werbe- und Sponsorengeld). Gorges: "Sollte der FSV Tarforst in der sportlichen Qualifikation die Oberliga erreichen, sehen wir wenig bis keine Möglichkeit, das Thema anzugehen."

      Der FSV schlägt vor, die Rheinlandligisten jährlich mit 10 000 Euro zu fördern, Oberligisten mit 20 000 Euro. Zudem plädiert der Verein für den Erlass der Umlagen und Schiedsrichterkosten sowie einen Zuschuss beziehungsweise die Übernahme der Fahrtkosten.

      Der Club sieht die Zukunft des Ehrenamts gefährdet. " Wir, die Vereine, finden heute schon keine Platzkassierer, Ordner und Helfer mehr, geschweige Übungsleiter. Ein Grund liegt darin, dass immer mehr Profifußball im Fernsehen gesendet wird und die Sportinteressierten natürlich dann lieber um 18.30 Uhr ein Top-Spiel Bayern gegen Dortmund ansehen, als sich in die Kälte zu stellen und Eintritt zu kassieren!", heißt es in dem Brief an Desch. Die Befürchtung des FSV: "Sollten die Planungen zur Ausdehnung der Übertragungen am Sonntagnachmittag umgesetzt werden, dann werden wir vor noch weniger Zuschauer spielen und keine Ehrenamtler mehr finden. Die Übertragungen sind jetzt schon mehr als schädlich für den Amateurbereich."


      Quelle: FuPa/Rheinland
      Resolution!
    • Nicht das ich wüsste. Auch auf der Website des Fußballverbandes steht nichts. Dort steht nur etwas von einem Masterplan aus dem Jahr 2012:

      "Beim Amateurfußballkongress 2012 in Kassel stellten die Vereine eine zentrale Forderung: direkte Hilfestellungen für die Fußballvereine an der Basis zu liefern, um sie für die Zukunft aufzustellen. Der DFB hat darauf reagiert und in der „Steuerungsgruppe Zukunftsstrategie Amateurfußball“ eine Strategie entwickelt, die diese Forderungen und Wünsche der Amateurfußballvereine umsetzt. Das Ergebnis ist der Masterplan, den der DFB gemeinsam mit seinen Landesverbänden beim Bundestag 2013 in Nürnberg verabschiedete und der nun für alle „Programm“ wird.

      Er verfolgt die zentralen Ziele:


      • Ehrenamtliche dezentral qualifizieren, binden und gewinnen

      • Öffentlichkeitswirksamer Imagegewinn, Wertschätzung und Anerkennung für den Amateurfußball

      • Flexibler Spielbetrieb in allen Altersklassen – Erhalt von Mannschaften

      Neben einem „Selbstverständnis Amateurfußball“, das als Richtlinie für künftiges Handeln zu Grunde liegt, umfasst der Masterplan drei zentrale Bereiche:

      Quelle: Masterplan



      Das ist natürlich der lückenlose und unumstößliche Beweis, dass die Anliegen der Amateurvereine bis in die obersten Gremien (DFB!) vertreten sind. Man kann nicht bestreiten, dass zuletzt 2012 den Amateurvereinen mal kräftig auf die Schulter geklopft wurde!
      Vielleicht ja ein zyklischer Prozess. Ich gehe davon aus, dass in ca 5-7 Jahre wieder ein paar warme Worte fallen gelassen werden.
      Resolution!
    • RHEINHESSEN/BAD KREUZNACH - (br/C.R./ml/nic/imr/ari). Hans Molitor ist der Kragen geplatzt. Der Vorsitzende des Verbandsligisten TuS Mayen hat sich in einem auf „focus.de“ veröffentlichten offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) seinen Frust über den Verband heruntergeschrieben.




      Dass ab der Saison 2017/18 in der Bundesliga noch ein weiterer Sonntagstermin um 13.30 Uhr hinzukommt, ärgert Molitor mächtig. Schon jetzt koste die Bundesliga den Amateur-Fußball viele Zuschauer. Von den noch einmal gesteigerten TV-Einnahmen der Topklubs sehe die Basis hingegen wenig. Viele Funktionäre aus Rheinhessen und von der Nahe stimmen Molitor in vollem Umfang zu.

      Auch in Joachim Mayer beispielsweise brodelt es bei diesem Thema. Darauf angesprochen, schimpft der Vorsitzende des Oberligisten SV Gonsenheim direkt los: „Ich bin stinksauer. Wir Amateurvereine sind ein Stiefkind des DFB, der mit uns macht, was er will.“ Wenn parallel zum eigenen Spiel eine Bundesliga-Partie ausgetragen wird, wirkt sich dies nach Mayers Erfahrung enorm auf den Besuch beim SVG aus. Dass Mainz 05 in diesem Jahr wie Gonsenheim häufig sonntags spielt, trifft den Verein hart. „Das kostet uns jedes Mal 50 bis 100 Zuschauer“, sagt Mayer. Bei Schiedsrichter-Kosten von 210 bis 260 Euro bleiben dann „vielleicht noch 80, 90 Euro übrig. Davon sollen wir dann eine Oberliga-Mannschaft und drei Jugend-Regionalliga-Teams finanzieren... Vom DFB haben wir aber noch nie etwas abbekommen.“

      (...)
      Einer, der weiß wie sich der Amateurfußball in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat, ist Oliver Holste. Der Sportliche Leiter von Eintracht Kreuznach hat selbst in den 80er Jahren in der Oberliga vor 4000 bis 5000 Zuschauern gespielt. Heute sind in der Verbandsliga 400 bis 500 schon viele. „Klar, damals war die Oberliga auch dritthöchste Spielklasse und wir hatten Duelle mit Traditionsvereinen wie Mainz 05, Borussia Neunkirchen oder 1. FC Saarbrücken. Aber Hauptgrund, dass heute kaum noch einer ins Stadion kommt, sind die vielen TV-Übertragungen.“ Im Moebusstadion sind es im Schnitt 100 bis 150 Fans, die zu den Spielen am Samstag oder Sonntag kommen. Dazu hat Holste ein weiteres Problem erkannt: Die Amateure hätten keine Organisation, die ihre Belange im DFB wahrnimmt – wie etwa die DFL bei den Profis.

      „Es gibt schon den einen oder anderen Sky-Zuschauer, der dann zu Hause bleibt“, munkelt Wolfgang Wohlleben, Vorsitzender der SG Hüffelsheim, deren Aktive in der Landesliga West unterwegs sind, über die Auswirkungen von Bundesliga-Sonntagsspielen. Zwar sieht er diese bei seinem Verein nicht allzu prekär, ist generell froh, wenn bei Heimspielen der SG 150 bis 200 Zuschauer da sind, macht aber deutlich: „Sonntag ist Amateurfußballtag.“
      Wenn man derweil Andreas Großmann, Abteilungsleiter des TuS Hochheim, danach fragt, wo er am vergangenen Samstagmittag zur Bundesligazeit war, antwortet er: „In Leiselheim beim Spitzenspiel der B-Klasse gegen Rheindürkheim.“ Zum Profifußball hat der 50-Jährige eine ganz besondere Meinung. „Der holt mich schon lange nicht mehr ab. Das ist mir zu viel Gebabbel“, erklärt Großmann, der selbst seit seinem fünften Lebensjahr Fußball spielt. „Im Profigeschäft geht es schon lange nicht mehr um Fußball. Da bin ich froh, bei einem kleinen Verein zu sein. Hier zählt die Liebe zum Verein, und die Zuschauer kommen, weil sie mit Herz dabei sind“, betont Großmann. In Hochheim sei man in der glücklichen Situation, dass rund 150 im Schnitt die Spiele der A-Klasse verfolgen. Das werde sich durch die neuen Anstoßzeiten der Bundesliga auch nicht ändern. „Das ist so gewachsen“, sagt Hochheims Abteilungsleiter, sieht indes vielmehr ein finanzielles Problem: „Die Idioten der Nation sind die kleinen Vereine, die Jugendarbeit betreiben und um 50 Euro kämpfen müssen.“

      Dass die Anstoßzeiten der Profi-Teams für den Amateurfußball alles andere als hilfreich sind, kann auch Bert Balte nicht dementieren. Der Trainer von Fußball-Landesligist Spvgg. Ingelheim weiß um die zentrale Problematik. „Es kommen einfach keine Zuschauer mehr. Die Bundesliga nimmt uns da schon viel weg“, kritisiert Balte. Gerade wenn Mainz 05 parallel spiele, werde die Lage noch schwieriger, hat der Coach beobachtet. Er befürchtet, dass sich die Situation weiter verschlechtern wird. „Eigentlich müssten alle Sonntagsspiele im Profifußball weg. Aber das ist leider nicht realistisch“, sieht Balte keinen Lösungsansatz.

      Quelle: Mal wieder Fupa.net
      Resolution!
    • Neue Resolution an den Fußballverband Rheinland

      Präambel:
      Die Finanzierbarkeit im deutschen Fußball ist aus den Fugen geraten mit erheblichen Nachteilen zu Ungunsten des Deutschen Amateurfußballs. In ganz Deutschland und Verbands-übergreifend werden Aktivitäten der Amateurvereine bekannt die diesen Missstand anprangern und ändern wollen. Die Finanzverfassung im deutschen Fußball stimmt nicht mehr.
      Milliarden-Umsätze und Millionen-Gewinne der 36 Profivereine werden vermeldet, während gleichzeitig ca. 25.000 Amateurvereine mit 1,7 Mio. ehrenamtlich tätigen Menschen ihre vielfältigen Aufgaben und Ausgaben nicht mehr bewältigen bzw. finanzieren können.

      Auf der Strecke bleiben dabei zunehmend mehr Traditionsvereine, die über Jahrzehnte den deutschen Fußball regional, national oder gar international geprägt haben.
      Die in der Anlage ausgewiesenen Vereine der Regional- und Oberliga, der Verbandsliga und der Bezirksliegen innerhalb des Fußballverbandes Rheinland sowie die Kreisvorsitzenden haben daher am 08. März 2017 in Mühlheim-Kärlich folgende Resolution beschlossen:

      1. Die Finanzierbarkeit des Spielbetriebes im Amateurfußball der Senioren und im Jugendspielbetrieb hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert.
      2. Es ist praktisch nicht mehr möglich Spieltermine für Senioren- und Jugendspiele zu finden, an denen nicht gleichzeitig Live-Übertragungen der Profiligen im Fernsehen stattfinden. Die Zuschauereinnahmen aus diesen Spielen sind mittlerweile so erbärmlich, dass meistens die Schiedsrichterkosten davon nicht mehr gezahlt werden können. Die zurückgegangenen Zuschauerzahlen vermindern zudem die Einnahmemöglichkeiten aus dem Verkauf von Speisen und Getränken.
      3. Da die Refinanzierung der Kosten aus dem Spielbetrieb aus Einnahmen aus den Spielen gegen null tendiert wird es auch immer schwieriger eine breit aufgestellte Unterstützung durch Sponsoren und Werbepartner zu generieren, da diese nicht mehr erkennen können, dass selbst gute sportliche Leistungen und nachhaltige Jugendarbeit durch entsprechende Einnahmen der Vereine belohnt werden.
      4. Die Vorstände der Vereine freuen sich wenn Mäzene die Finanzlücken durch großzügige Unterstützung schließen, gleichzeitig wächst bei vielen das Unbehagen was geschieht, wenn diese ihre Unterstützung aufkündigen.
      5. Zudem darf ein wichtiger Aspekt nicht unerwähnt bleiben. In unseren Vereinen, wie in tausenden anderen Vereinen auch, wird Jugendarbeit geleistet. Wir setzen mit unserer ehrenamtlichen Arbeit genau das um was bei offiziellen Anlässen in Festtagsreden als Gesundheitsvorsorge, Wertevermittlung, Persönlichkeitsbildung und Integration von Flüchtlingen gefeiert wird. Experten sehen den Betrag der an dieser Stelle für die Gesellschaft erwirtschaftet wird in einem zweistelligen Milliardenbereich. Es bedarf keiner großen Phantasie um sich vorzustellen wie unsere Republik aussehen würde wenn diese eminent wichtige Arbeit nicht mehr oder nur noch stark reduziert geleistet wird, weil die Gelder dafür fehlen.
      6. Es reicht nicht aus, dass führende Persönlichkeiten des DFB und der DFL die Bedeutung des Amateurfußballs und die ehrenamtliche Tätigkeit in den Amateurvereinen lobend erwähnen. Wir als Amateurvereine freuen uns dass die medialen Vermarktungsrechte der 1. und 2. Bundesliga die Grenze von einer Milliarde Euro pro Jahr überschritten haben. Das ist wichtig für die internationale Konkurrenzfähigkeit der Bundesligavereine. Aber wir erwarten auch dass die handelnden Personen des DFB und der DFL einsehen, dass diese Entwicklung mit fast durchgehender Präsens des Fußballs der Profiligen im deutschen Fernsehen zu Lasten und mit erheblichen Einnahmeverlusten der Amateurvereine einhergegangen ist und der ursprüngliche Pachtzins von 3% für die Übertragung der Medienrechte vom DFB auf die DFL nicht mehr ausreichen, um die Verluste der Amateurvereine auszugleichen.
      7. Wir fordern daher DFB und DFL auf Vereinbarungen zu treffen, nach denen der bis 2023 abgeschlossene Grundlagenvertrag dahingehend geändert wird, dass ab der Saison 2017/18 aus dem Ertrag der verkauften Medienrechte von zur Zeit 1,16 Mrd. € pro Saison 3% an den DFB zusätzlich abgeführt werden. Der DFB soll diesen Betrag (ca. 35 Mio. €) ohne jegliche Abzüge an die 21 Landesverbände gemäß deren Größenordnung weiterzahlen. Die Landesverbände wiederum unterstützen aus den auf sie entfallenen Betrag ohne Abzüge mit je 20% des Betrages die Vereine der Kreis- und Bezirksligen, der Verbandsliga sowie dem Verband angehörigen Vereinen der Oberliga und der Regionalliga. Die Feinjustierung und Kriterien zur Weiterleitung der Gelder an die Vereine sollte individuell in den Verbänden geregelt werden. Im Fußballverband Rheinland sind in einer Besprechung mit dem Präsidenten des FV dabei erörtert worden:
      a) Übernahme der Schiedsrichterkosten bei allen Pflichtspielen der Seniorenmannschaften und bei allen Pflichtspielen der überkreislich spielenden Jugendmannschaften.
      b) Fahrtkostenzuschüsse nach festen Regeln für alle überkreislich spielenden Jugend- und Seniorenmannschaften
      c) Verteilung der danach verbleibenden Restsumme gemäß der vor aufgeführten 20%-Regelung und gestaffelt nach Klassenzugehörigkeit zu gleichen Teilen auf die der jeweiligen Klassen zugehörigen Vereine.
      8. Der DFB behält zukünftig ab der Saison 2017/18 10% der Auszahlungen an die Teilnehmer der DFB-Pokalspiele (zurzeit ca. 65 Mio. €) ein. Diese ca. 6,5 Mio. € werden zukünftig zu gleichen Teilen an die 21 Landesverbände weitergeleitet. Jeweils 20% dieser Summe (ca. 300.000€) zahlt der Landesverband bei jeder Runde der letzten 32 Vereine bis zum Endspiel zu gleichen Teilen an die Verlierer in den einzelnen Runden aus. Die 4 Landesverbände die für die Hauptrunde 2 Teilnehmer im DFB-Pokal haben, können die 20% für den Verlierer des Verbands-Pokalendspiels an die Verlierer der letzten 64 Teilnehmer im Verband zahlen.Die Amateurvereine sind entschieden gegen eine geplante Änderung des jetzigen Formats im DFB-Pokal mit dem Ziel, einigen oder allen Vereinen der 1. Bundesliga die erste Runde im DFB-Pokal zu ersparen.
      9. Diese Resolution soll allen Vereinen in Deutschland ab der Bezirksliga aufwärts bis zur Regionalliga und allen Kreisvorsitzenden zugänglich gemacht werden mit der Bitte um namentliche Unterstützung.
      10. Da der DFB offenbar seit vielen Jahren nicht willens oder fähig ist, die Interessen der Amateur-Vereine gegenüber der DFL zu vertreten und durchzusetzen, bedarf es der massiven Intervention der 25.000 Amateurvereine um unsere berechtigten Anliegen vorzubringen und eine Lösung herbeizuführen.
      11. Wir gehen davon aus, dass es bei den Entscheidungsträgern der Bundesliga-Vereine noch genügend weitsichtige Personen gibt, denen die Bedeutung der Amateurvereine bewusst ist, nicht zuletzt deshalb, weil in deren Vereinen jährlich wiederkehrend hunderttausende Kinder an den Fußballsport herangeführt werden.
      Wir möchten abschließend betonen dass es uns nicht um einen Konfrontationskurs geht, sondern uns die Sorge um die prekäre Situation des Amateurfußballs zu dieser Resolution veranlasst hat.

      Diese Resolution wurde verfasst von der bei der Versammlung am 21.12.2016 eingesetzten Kommission:
      Peter Rauen, FSV Salmrohr
      Wilfried Zils, SG Mülheim-Kärlich
      Werner Gorges, FSV Trier-Tarforst
      Marco Schütz, SG Altenkirchen-Neitersen
      Martin Hahn, FC Engers
      Torsten Schmidt, FC Karbach
      Hans Molitor, TUS Mayen

      Quelle: Resolution
      Resolution!
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