SpVgg Oberfranken Bayreuth - FC Memmingen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • SpVgg Oberfranken Bayreuth - FC Memmingen

      Zum Jahresabschluss geht's zur SpVgg Bayreuth

      Memmingen (ass) Der Regionalligist FC Memmingen beschließt das Fußballjahr 2016 am Freitagabend (19 Uhr) mit einem Auswärtsspiel bei der SpVgg Oberfranken Bayreuth. Weil das Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion saniert wird, ist das Waldstadion in Weismain der Spielort. Nach aktuellen Informationen sind die Platzverhältnisse dort in Ordnung, so dass der Austragung der Partie nichts im Wege steht. Bayreuths Manager Wolfgang Mahr geht jedenfalls "zu 95 Prozent" davon aus. Beide Seiten wollen auch unbedingt spielen, um anschließend in die wohlverdiente Winterpause gehen zu können. Bei einem Ausfall würde nämlich die Nachholbegegnung für 3.Dezember angesetzt und somit die Trainingszeit um eine Woche verlängert.

      Die Lage: Memmingen holten in den bisherigen drei Rückrundenspielen sechs von neun möglichen Punkten, Bayreuth sogar sieben. Zuletzt wurde mit 2:1 hochverdient beim bisherigen Überraschungs-Aufsteiger VfR Garching gewonnen. Der gute Lauf soll fortgesetzt werden und der Siebtplatzierte FCM (30 Punkte) in der Tabelle überholt werden.

      Der Gegner: Etwas überraschend hatte sich die SpVgg Bayreuth nach dem siebten Spieltag und einer 1:3 Heimniederlage gegen Bayern München II nach zwei Jahren von Trainer Christoph Starke getrennt. Aus dem Interims-Nachfolger wurde eine Dauerlösung. Co-Trainer Marc Reinhardt übernahm und verzeichnet eine positive Bilanz mit sieben Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen unter seiner Regie. Zudem führte Reinhardt die Mannschaft ins BFV-Toto-Pokal-Viertelfinale in dem es im Frühjahr gegen Memmingen geht.

      Der Spielort: Das Ausweichstadion in Weismain liegt 30 Kilometer von Bayreuth entfernt und hat schon glorreiche Zeiten erlebt. Der SC Weismann schaffte unter Förderung von Bauunternehmer Alois Dechant 1996 den Sprung in die damals drittklassige Regionalliga. Das Waldstadion wurde deshalb auf 18.000 Plätze ausgebaut. Unter anderem spielten Ex-Profi Armin Eck und der heutige U19-Bundesligatrainer Frank Kramer aus Memmingen in Weismain. Nach erster Insolvenz und Abstieg 1999 ging es rasant wieder bergab und 2004 kam das endgültige Aus für den Verein. Seit 2013 hält die Familie Dechant Anteile der Spielbetriebs GmbH der SpVgg Oberfranken Bayreuth. Einige Spiele werden deshalb in Weismain ausgetragen und bis nächsten Sommer dient das Waldstadion komplett als Ausweichspielstätte.

      Das Hinspiel: Zweimal legte der FCM durch Fabian Lutz und Stefan Schimmer vor. Jeweils postwendend schaffte Bayreuth den Ausgleich und holte ein 2:2 Unentschieden, weil Memmingen in der Schlussphase etliche Tore ungenutzt ließ. Alle Tore fielen Anfang August auf "sehr tiefem Boden" in der ersten Halbzeit.

      Das FCM-Personal: Der Mannschaftstross muss sich schon zur Mittagsstunde auf den weiten Weg machen. Raffael Friedrich und Adrian Zuka müssen deshalb passen und können nicht mitfahren. Jamey Hayse steht auf der Verletztenliste. Die erste Elf vom 3:0-HEimsieg gegen Ingolstadt II hat Trainer Stefan Anderl aber zur Verfügung. Dazu gesellt sich nach seiner Gelb-Sperre auch wieder Daniel Zweckbronner "Wir wollen auch dort punkten. Das wäre das i-Tüpfelchen vor der Winterpause", geht Co-Trainer Alexander Methfessel von einem selbstbewussten Auftritt in Franken aus.

      Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

      Tor: Martin Gruber - Abwehr: Daniel Zweckbronner, Sebastian Schmeiser, Branko Nikolic, Fabian Lutz - Mittelfeld: Fabian Krogler, Dennis Hoffmann, Stefan Heger, Daniel Eisenmann - Angriff: Muriz Salemovic, Stefan Schimmer.

      Auswechselspieler: Eddy Weiler, David Anzenhofer, Tim Buchmann, Furkan Kircicek, Fabio Zeche/Jonas Gebauer (Tor).

      Schiedsrichter: Markus Huber (Wurmannsquick).

      PM FC Memmingen 1907 e.V.
    • Regionalliga: SpVgg Bayreuth – FC Memmingen 0:2 (0:0)

      Weismain (ass). Raus mit Applaus. Fußball-Regionalligist FC Memmingen hat sich ein ganzes Stück vor Weihnachten schon mal selbst beschert. Der 2:0 (0:0) Auswärtssieg bei der SpVgg Oberfranken Bayreuth bedeutete den dritten Erfolg hintereinander ohne Gegentor. Imposant liest sich das Torverhältnis der letzten drei Begegnungen von 9:0. Die Mannschaft überwintert damit auf dem fünften Tabellenplatz. Ein Rang, den viele wegen des großen personellen Umbruchs im Sommer nicht für möglich gehalten hatten. Die Memminger sind aktuell hinter der Profitruppe des Spitzenreiters SpVgg Unterhaching sowie den Zweitvertretungen des FC Bayern München, TSV 1860 München und FC Augsburg der beste „echte“ Amateurverein im bayerischen Ranking. Trainer Stefan Anderl ist deswegen hochzufrieden: „Wir haben eine hervorragende Vorrunde gespielt“.

      Es läuft derzeit hinten wie vorne. Auch im Waldstadion Weismain, dem Bayreuther Ausweichquartier, wurden im letzten Spiel vor der Pause noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Die Abwehr ließ eigentlich nur eine Möglichkeit der Hausherren zu, die kurz vor dem Halbzeitpfiff durch einen Ulbricht-Kopfball, den Torhüter Martin Gruber aber entschärfte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Bayreuth schon zweimal verletzungsbedingt wechseln müssen, durchaus ein Zeichen dafür, mit welch hoher Intensität beide Seiten die letzte Aufgabe des Jahres angingen. Auch Dennis Hoffmann erwischte es, als ein Knie in der Rippengegend landete. Der Memminger Kapitän konnte nach längerer Behandlung aber in der zweiten Hälfte weiterspielen. Und die begann aus Memminger Sicht furios. Robin Renger leistete sich einen fatalen Fehlpass. Hoffmann ging dazwischen und Fabian Krogler auf und davon. Er verlud SpVgg-Torhüter Jonas Hempfling zum 0:1 (46 Minute). Damit war der Bayreuther Zahn gezogen. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und die entscheidenden Zweikämpfe verloren“, konstatierte Trainer Marc Reinhardt. Memmingen war präsenter und in der 58. Minute dribbelte Muriz Salemovic rechts durch. Weil sich kein Abnehmer für den Topvorlagengeber der Regionalliga fand, machte er es einfach selbst – das 0:2. Für Salemovic und Krogler war es jeweils der fünfte Saisontreffer. Es fehlte eigentlich nur noch Stefan Schimmer, doch der Torjäger (18 Saisontreffer) ging dieses Mal leer aus. Er hatte allerdings drei gute Einschussmöglichkeiten, die für ein noch höheres Ergebnis hätten sorgen können. Auch Stefan Heger hatte den dritten Treffer auf den Schlappen. Bayreuth war nur in den Schlussminuten noch einmal durch Wolf gefährlich.

      Anderls Truppe hat einmal mehr einen Gegner wegen ihres größeren Willens bezwungen: "Wir wussten, dass Bayreuth eine ähnliche Spielweise wie wir hat. Von der Mentalität her waren wir deutlich besser“. FCM-Torhüter Martin Gruber ist zudem insgesamt stolze 343 Minuten ohne Gegentreffer. Diese Serie kann erst in über drei Monaten fortgesetzt werden, wenn am 4. März 2017 der TSV 1860 München II zu einem echten Spitzenspiel in die Arena an der Bodenseestraße kommen wird. Heuer stehen noch zwei Termine beim Fußballclub an: Nächsten Dienstag die Mitgliederversammlung mit Neuwahlen der Vorstandschaft und am 9. Dezember die Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier. Beide Veranstaltungen können genauso entspannt angegangen werden, wie die feuchtfröhliche Heimfahrt.

      SpVgg Bayreuth: Hempfling – Wolf, Dengler, Weber (42. Hannemann), Jainta – Renger, Schmitt – Makarenko (19. Horter), Böhnlein, Weimar – Ulbricht. – Trainer: Reinhardt.

      FC Memmingen: Gruber - Zweckbronner, Schmeiser, Nikolic, Lutz - Krogler, Hoffmann, Heger, Eisenmann (71. Buchmann) - Salemovic (90. Anzenhofer), Schimmer (88. Kircicek). – Trainer: Anderl.

      Tore: 0:1 (46.) Krogler, 0:2 (58.) Salemovic. - Schiedsrichter: Huber (Wurmannsquick).

      Gelbe Karten: Renger, Wolf / Krogler, Hoffmann. - Zuschauer: 316 in Weismain.

      PM FC Memmingen 1907 e.V.