27.Spieltag 16/17: Eintracht Trier - Kickers Offenbach 1:0 (1:0)

    • 27.Spieltag 16/17: Eintracht Trier - Kickers Offenbach 1:0 (1:0)

      „Mission Klassenerhalt“ geht weiter: Eintracht empfängt OFC

      Wenn am Sonntag die Kickers aus Offenbach im Moselstadion gastieren, bestreitet Eintracht Trier das nächste von insgesamt 15 Endspielen in der Rückrunde der Regionalliga-Südwest. Aus den ersten vier dieser Partien holte die Corrochano-Elf sieben Punkte, aktuell liegt das Team auf Tabellenplatz 17. Für den SVE zählt aufgrund der eigenen Ausgangsposition gegen den OFC nur ein Sieg. Besonders brisant: Die Gäste aus Hessen haben derzeit den rettenden 13. Rang in der Tabelle inne.

      "Ich erwarte natürlich, dass wir das Spiel gewinnen. Mit dieser Einstellung werden wir auch in die Partie gehen", gibt Eintracht-Cheftrainer Oscar Corrochano eine klare Marschroute für das Duell mit dem OFC am Sonntag vor. Die Enttäuschung nach der Niederlage in Koblenz vor einer Woche ist aus Köpfen und Knochen gewichen, der Fokus der Blau-Schwarz-Weißen liegt voll auf dem nächsten Gegner aus Offenbach. Die Partie zwischen den beiden Traditionsvereinen wird durch die Tabellensituation beider Mannschaften besonders brisant. Die Gäste aus Hessen liegen derzeit auf dem sicher rettenden 13. Rang der Tabelle, vier Punkte vor dem SVE. Außerdem haben die Kickers ein Spiel weniger bestritten und damit die Möglichkeit den Vorsprung noch auszubauen. Ein Sieg ist für die Moselstädter daher beinahe Pflicht. SVE-Coach Corrochano warnt allerdings vor den Qualitäten des ehemaligen Bundesligisten: "Wir wissen, dass das kein Selbstläufer wird. Wir müssen agieren und zusehen, dass wir Offenbach defensiv fordern und dabei selber gut stehen."

      Der OFC, dem zu Saisonbeginn wegen Eröffnung eines Insolvenzverfahrens neun Punkte abgezogen wurden, hatte zuletzt spielfrei und konnte sich intensiv auf das Gastspiel an der Mosel vorbereiten. Einen Härtetest gegen Drittliga-Schlusslicht 1.FSV Mainz 05 II gewann das Team von Ex-Bundesliga-Keeper Oliver Reck mit 1:0. Auch die erste Regionalliga-Partie nach der Winterpause hatten die Kickers mit 3:1 beim Tabellenletzten aus Nöttingen siegreich gestalten können. Besonders auf die beiden Top-Scorer der Reck-Elf muss die Eintracht-Defensive am Sonntag aufpassen: Serkan Firat (7 Tore / 10 Vorlagen) und Dren Hodja (10 / 3) waren in der aktuellen Regionalligasaison gemeinsam schon an 30 Treffern direkt beteiligt, auch im Hinspiel traf Firat beim 1:1 zur Führung für den OFC. Die blau-schwarz-weiße Abwehr des SVE dürfte also gewarnt sein. Eine Warnung an sein Team gab es auch nochmal von Coach Corrochano. Im Rückblick auf das Gastspiel in Koblenz vom vergangenen Samstag sagte der Deutsch-Spanier: "Wir müssen nicht nur bis zur 88. Minute, sondern über die gesamte Spielzeit hinweg hochkonzentriert sein!"

      Personell muss Corrochano in jedem Fall eine Änderung vornehmen. Nach seiner roten Karte in Koblenz wurde Neuzugang Christos Papadimitriou für zwei Spiele gesperrt. Wer seinen Platz auf der linken Außenbahn einnehmen wird, ist derzeit noch offen. Mit Christoph Anton stünde jedenfalls eine positionsgetreue Alternative bereit. Gute Neuigkeiten gibt es unterdessen bei Innenverteidiger Tobias Henneböle. Der Sommer-Neuzugang kann nach Achillessehnenproblemen wieder mit der Mannschaft trainieren und arbeitet derzeit daran, seinen Rückstand schnellstmöglich aufzuholen. Für das Aufeinandertreffen zwischen seinem SVE und den Gästen aus Hessen ist Henneböle aber noch keine Option. Beim Heimspiel gegen Kickers Offenbach wird das Team der Eintracht auch von den Eishockey-Cracks der Eifel-Mosel Bären unterstützt. Der gemeinsame Aktionstag "Fussball meets Eishockey" soll für die Sportfans der Region ein echtes Highlight darstellen. Im Idealfall natürlich mit zwei Siegen der beiden Mannschaften. Anstoß im Trierer Moselstadion ist am Sonntag um 14 Uhr.

      PM Eintracht Trier
    • 1:0! Eintracht gewinnt Abstiegskrimi gegen Offenbach

      Wenn man Abstiegskampf malen könnte, würde er vermutlich so aussehen wie das heutige Aufeinandertreffen zwischen Eintracht Trier und den Kickers aus Offenbach. Platzverweise, Regen, viel Kampf und ein Tor nach einem Standard – für die 1.861 Zuschauer im Moselstadion bot das Abstiegsduell alles, was man sich wünscht. Am wichtigsten: Der starke SVE behält nach dem 1:0-Sieg über den OFC die drei Punkte in der ältesten Stadt Deutschlands.

      Kurz vor dem Anpfiff hatte SVE-Coach Oscar Corrochano zunächst einen Rückschlag zu verkraften. Im Abschlusstraining hatte sich der zuletzt bärenstarke Patrick Lienhard eine heftige Prellung am Knöchel zugezogen und stand so trotz aller Bemühungen von Spieler und medizinischer Abteilung nicht rechtzeitig zur Verfügung. So baute Corrochano um und brachte Danilo Dittrich anstelle des wendigen Spielmachers. Außerdem begann Christoph Anton auf der linken Seite für den gesperrten Papadimitriou. Bei den Kickers standen mit Kristian Maslanka, Marco Rapp und Bryan Gaul gleich drei Rückkehrer nach überstandenen Verletzungen wieder in der Startelf. Nicht mit an die Mosel gereist war OFC-Coach Oliver Reck. Der Ex-Bundesliga-Keeper musste erkältet zuhause bleiben. In der Anfangsphase war beiden Teams die Spannung deutlich anzumerken. Der SVE fand schnell seine Ordnung und ließ den Gästen aus Hessen wenig Raum für die eigenen Angriffe. Immer wieder lief das Mittelfeld der Moselstädter die Abwehrreihe der Offenbacher früh an und sorgte so für zahlreiche Ballgewinne. „Wir haben insgesamt nur wenige Chancen zugelassen und wollten den Spielaufbau der Kickers gezielt stören. Das ist uns auch gelungen“, freute sich Eintracht-Cheftrainer Corrochano nach Spielende. Deshalb mangelte es in der ersten halben Stunde auch an eindeutigen Tormöglichkeiten.

      Erst in der 31. Minute tauchten die Blau-Schwarz-Weißen das erste Mal wirklich gefährlich vor dem Gehäuse von OFC-Keeper Alexander Sebald auf. Bei einer scharfen Freistoßvariante von Telch ließ der Schlussmann das Leder ins Zentrum prallen. Michael Blum kam den berühmten Schritt zu spät, ein Offenbacher Abwehrspieler konnte schließlich klären. Besser machte es der Innenverteidiger dann nur eine Minute später. Wieder stand Telch beim Freistoß, wieder war Blum im Zentrum der Empfänger seiner Flanke. Diesmal wuchtete der 1,89m-Mann das Leder aber per Kopf ins linke Eck. 1:0 für den SVE (32.)! Eine Schrecksekunde mussten Blum und seine Kollegen im ersten Durchgang aber noch überstehen. Nach einem langen Ball kam der für den gelb-rot-gefährdeten Benjamin Kirchhoff eingewechselte Aaron Frey vor Chris Keilmann vollkommen alleine zum Abschluss. Mit einem Klasse-Reflex hielt Keilmann seinen Kasten aber sauber – und rettete seinem Team den Vorsprung in die Pause (40.). In der zweiten Halbzeit bekam das bis dato auch spielerisch überzeugende Match endgültig alle Elemente eines echten Abstiegskrimis. Pünktlich mit dem Anpfiff des zweiten Durchgangs begann es heftig zu regnen, der ohnehin tiefe Platz wurde jetzt noch schwieriger zu bespielen. Hektisch wurde es dann nach einer Stunde. Alles begann damit, dass Schiedsrichter Thorsten Braun ausgerechnet Torschütze Michael Blum nach einem Foul an der Seitenauslinie mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche schickte (59.).

      Sofort reagierte man auf der Bank des SVE, Michael Dingels kam in die Partie. Eben jener Dingels lag nur Sekunden nach seiner Einwechslung plötzlich im eigenen Sechzehner. Offenbachs Bryan Gaul traute seinen Augen nicht, als der Unparteiische Braun ihm ebenfalls die gelb-rote Karte unter die Nase hielt (61.). Innerhalb von zwei Minuten gab es also zwei Platzverweise – dazwischen war das Spiel nicht einmal wieder angepfiffen worden. In der letzten halben Stunde kämpften beide Teams auf dem tiefen Geläuf bis zum Umfallen, gleich mehrfach verpasste der SVE im Konter die Entscheidung. Der überragende Robin Garnier entschied das letzte Duell der Partie schließlich für sich. Die drei so wichtigen Punkte bleiben also in der ältesten Stadt Deutschlands. „Die zweite Halbzeit war purer Kampf, da hätten wir eigentlich das zweite Tor machen müssen. Aber die Mannschaft hat hier alles in die Waagschale geworfen und das ist am Ende das, was zählt“, freute sich Eintracht-Coach Corrochano nach Spielende. Am kommenden Samstag reist das Team des 40-jährigen Übungsleiters zur U23 des VfB Stuttgart. Anpfiff ist um 14 Uhr.

      Statistik:

      Tore: 1:0 Blum (32.)

      Besondere Vorkommnisse: Platzverweis Blum (59. Gelb-Rot), Platzverweis Gaul (61. Gelb-Rot)

      Eintracht Trier: Keilmann – Garnier, Cinar, Blum, Heinz – Telch – Zinram, Dittrich (60. Dingels), Kaminiotis, Anton (67. Celik) – Alawie (90. Riedel)

      Kickers Offenbach: Sebald – Kirchhoff (33. Frey), Schulte, Theodosiadis (79. Stoilas) – Marx, Rapp, Gaul, Hodja, Maslanka – Firat, Darwiche (67. Neofytos)

      Zuschauer: 1.861

      Schiedsrichter: Thorsten Braun

      PM Eintracht Trier