Rot-Weiß Oberhausen - Borussia Mönchengladbach II 3:1 (1:0)

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    • Rot-Weiß Oberhausen - Borussia Mönchengladbach II 3:1 (1:0)

      Die U23 von Borussia Mönchengladbach zu Gast in Oberhausen
      Ein wenig ins Straucheln geraten

      Als Vizemeister der vergangenen Spielzeit musste die U23 von Borussia Mönchengladbach vor der aktuellen Spielzeit einen heftigen sportlichen Aderlass verkraften. Tim Knipping (SV Sandhausen), Christopher Lenz (Union Berlin) und vor allen Dingen Marlon Ritter machten häufig den Unterschied aus. Somit ist man dann auch am linken Niederrhein eigentlich mit keinen allzu großen Erwartungen im Sommer in die Liga gestartet. Klar, oben mitmischen wollte man schon, doch die Meisterschaft war nun nicht gerade das ausgerufene Saisonziel. Somit waren alle Verantwortlichen einschließlich ihres Trainers Arie van Lent positiv überrascht, wie gut es dann doch lief. Ein richtig glückliches Händchen besaß man bei der Verpflichtung von Mike Feigenspan. Der ehemalige Kasseler entpuppte sich als richtiger Unruheherd in der gegnerischen Hälfte, erzielte bis zur Winterpause zwölf Tore und leistete durch seine feine Technik auch so manch eine Vorarbeit für die Kollegen. Da mit Routinier Oliver Stang bereits in der fünften Spielzeit in Gladbach auch die Defensive sehr gut aufgestellt ist, setzte man sich gemeinsam mit Viktoria Köln und Borussia Dortmund als Trio ganz oben in der Tabelle fest. Wobei die Gladbacher den inoffiziellen Titel des „Wintermeisters“ für sich verbuchen konnten. In der folgenden Winterpause sollten dann die Voraussetzungen für eine gelungene Saisonfortsetzung geschaffen werden. Im Trainingslager von Marbella waren die Bedingungen gut und auch auf dem Transfermarkt schlug man noch einmal ganz gezielt zu. Mit Charalambos Makridis stattete man einen dribbelstarken und schnellen Stürmer mit einem Vertrag bis 2019 aus. Makridis, der vom SC Verl nach Mönchengladbach wechselte, stand auch bei zahlreichen anderen Clubs auf dem Zettel.

      Die Vorbereitung lief also ganz ausgezeichnet, der Wunschspieler unterschrieb einen Vertrag und die Experten waren sich einig, dass es bei dem „Dreikampf“ an der Spitze bleiben würde. Doch das Team von Arie van Lent startete nicht wirklich gut aus der Winterpause in die Restsaison. Gut, mit dem torlosen Remis gegen eine an diesem Tag starke Düsseldorfer Mannschaft konnten die Beteiligten noch leben. Doch die Heimniederlage gegen Rot-Weiss Essen und vor allen Dingen das späte 2:3 in Wattenscheid taten da schon eher weh. Vor allen Dingen, weil, das Team bereits 2:0 führte und in der Nachspielzeit durch einen Elfmeter noch als Verlierer vom Platz gehen musste. Ob das nun auch als Folge des langfristigen Ausfalls ihres Schlüsselspielers Guiseppe Pisano zu begründen ist, sei dahingestellt. Die im Testspiel gegen den FC Wegberg-Beeck erlittene schwere Verletzung setzt den gebürtigen Italiener bis zum Saisonende außer Gefecht. Da auch immer wieder Akteure von „Oben“ dazustoßen, dürfte es ziemlich interessant werden, mit welcher Elf die Borussia am kommenden Wochenende im Stadion Niederrhein auflaufen wird. Durch die Länderspielpause – Deutschland spielt im Rahmen der WM-Qualifikation am Sonntag in Aserbaidschan – hat die Bundesliga spielfrei.

      PM Rot-Weiß Oberhausen
    • Vierter Sieg im viertem Spiel
      RWO schlägt Gladbachs Jungfohlen mit 3:1

      Binnen vier Tagen demonstrierten die Regionalliga-Kleeblätter, dass sie Fußball nicht nur auf Revier-Art malochen können, sondern auch sehr bewusst und technisch anspruchsvoll mit dem runden Spielgerät umzugehen wissen. In einem niveauvollen Match gewann RWO am Samstag mit 3:1 (1:0) gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach. Trainer Mike Terranova fasste zusammen: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft hochzufrieden.“

      Was Oberhausens „Fußballgott“ vor allem zufrieden machte, war die Art, in der seine Schützlinge gegen den Tabellendritten zu Werke gingen: Gegen Wattenscheid noch mit den vermeintlichen Steinzeit-Mitteln des fußballerischen Instrumentariums dabei, war es jetzt vor allem ein höchst variables Passspiel, das die Gäste-Abwehr häufiger vor Probleme stellte. Dass die Führung schon in der 14. Minute fiel (Alex Scheelen hatte aus knapp 25 Metern perfekt flach in die Ecke geschossen), spielte den Rot-Weißen natürlich in die Karten. Mönchengladbachs Offensivkräfte – im Team von Arie van Lent ohnehin in der Überzahl – öffneten sich immer mehr, versuchten sich im schönen Spiel und machten das Match so noch attraktiver. Oberhausen nämlich kam ein ums andere Mal mit langem Ball in die Offensive, das Umschaltspiel blieb nicht im Kurzpass-Einerlei hängen. Allerdings: Auch Gladbach hatte eine ganz gute Viererkette, die sich nicht einfach düpieren ließ. Und: Hätte Tim Hermes nicht ebenso glücklich wie gekonnt von der Linie gerettet, das Spiel hätte eine andere Wendung genommen (übrigens musste in der zweiten Halbzeit auch Alexander Scheelen auf der Linie klären).

      Der 1:0-Pausenstand gab also keine Garantie auf klare Verhältnisse, bis dahin dauerte es noch eine gute Viertelstunde mehr: Dann hatte sich Simon Engelmann links in Szene gesetzt und auf Rafael Garcia (der kurz vorher für den lauffreudigen Raphael Steinmetz gekommen war) gegeben. Der scheiterte zunächst am kleinen Gladbacher Keeper Tim Hiemer, aber Patrick Bauder donnerte aus kurzer Distanz den Abpraller zu 2:0 unter die Latte (67.). Nur zwei Minuten später sandte wieder Engelmann eine weite Flanke Richtung Strafraumgrenze, wo Alex Scheelen auftauchte und Maß nahm zum 3:0. Das war die Entscheidung, an der auch Thomas Kraus per Kopfball eine Viertelstunde vor dem Abpfiff nichts mehr änderte. Den Gladbachern blieb nur das – verdiente - Ehrentor.

      Statistisches

      RW Oberhausen: Udegbe – Heber, Nakowitsch, Steurer, Hermes – Fleßers, Scheelen, Bauder – Reinert, Steinmetz, Engelmann. Trainer: Terranova.
      Wechsel: Garcia (62. für Steinmetz), ben Balla (84. für Engelmann), Weigelt (89. für Bauder. Bank: Wozniak (Tor), Kaya.

      Borussia Mönchengladbach: Hiemer – Egbo, Stang, Lieder, Komenda – Rütten, Makridis – Kraus, Feigenspan – Yeboah, Sezer. Trainer: van Lent.
      Wechsel: Mohr (64. für Makridis), Simakala (81. für Rütten), Hoffmanns (86. für Komenda). Bank: Scharbaum (Tor), Nkansah, Rizzo, Ferlings.

      Tore: 1:0 Scheelen (14.), 2:0 Bauder (67.), 3:0 Scheelen (69.), 3:1 Kraus (75.).

      Gelbe Karten: Scheelen, Heber – Komenda, Kraus.

      Schiedsrichter: Seim Erk.

      PM Rot-Weiß Oberhausen