RL Südwest 2017/18

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    • Nein ist schon ernst gemeint. Dieses Recht ist ganz einfach nur Mathematik. Ein Relegationsplatz ist ein halber Aufstiegsplatz.
      2*1/2=1
      Ob das von den Proportionen her angemessen ist, ist wieder eine andere Frage. Aber es ist nicht weniger angemessen als 2 Relegationsplätze.

      Das Beispiel mit der Zweitbesetzung ist eine schlechte Begründung, weil man nie weiß, wo die am Saisonende landen. Im aktuellen System können auch Zweitbesetzungen zweiter werden und dann aufsteigen.

      Bei einem festen Aufstiegsplatz hätte man nur noch 4 verschiedene Fälle. Das würde den Abstiegskampf in der Regionalliga deutlich berechenbar er machen.
      :goodpost:
    • Der FK Pirmasens hat einen Anwalt eingeschaltet wegen der verspäteten Insolvenz von Hessen Kassel und möchte in die RL zurück. Hessen Kassel habe trotz schon länger bekannter Finanzprobleme seine Insolvenz rausgezögert um in der Liga zu bleiben. Bei einem 9-Punkte-Abzug in der abgelaufenen Saison wäre der FKP einen Tabellenplatz besser und damit gerettet gewesen.
      Das dürfte für Pirmasens schwer werden, was zu beweisen. Außerdem eilt die Sache und mittlerweile hat der FKP schon einige Spieler verloren.
      Aber es geht im Kern um die Frage: wie intensiv und ernsthaft sind eigentlich die Lizenzprüfungen? Pirmasens argumentiert, gegen unseriöse Finanzplanungen werde nichts unternommen und die vernünftig wirtschaftenden Vereine wären dadurch im Nachteil.
    • Manfred schrieb:

      Aber es geht im Kern um die Frage: wie intensiv und ernsthaft sind eigentlich die Lizenzprüfungen?
      Weder ernsthaft, noch Intensiv. Eine Lizenzierung im eigentlichen Sinne, gibt es nämlich nicht.
      Es wird geprüft, ob ....

      - die technisch-organisatorischen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind (Zuschauerkapazität; Flutlicht; Ausreichende Zahl der Umkleidekabinen etc.),
      - die rechtlich-strukturellen Zulassungsvoraussetzungen (Vereinssatzungen etc.) gegeben sind,
      - die Personell-administrative Zulassungsvoraussetzungen (Fan-Beauftragter,Anti-Doping-Beauftragter, etc.) vorhanden sind

      ....und -darüber hinaus- muss eine (Bank-)Bürgschaft i.H.v. 35.000 EUR hinterlegt werden. Das war es.


      Manfred schrieb:

      Pirmasens argumentiert, gegen unseriöse Finanzplanungen werde nichts unternommen und die vernünftig wirtschaftenden Vereine wären dadurch im Nachteil.
      Und genau das stimmt eben. Ich habe das im Zuge der letzten Reform schon bemängelt: Es gibt in dieser Liga einen haufen Vereine, die in der jüngeren Vergangenheit mit "finanziellen Ungereimtheiten" zu kämpfen hatten (Mannheim, Ulm, Kassel, Offenbach, etc.) - zum Teil mehrfach - und keiner schaut denen mehr auf die Finger.
      Konsequenzen sind ja auch kaum welche zu befürchten - Zwangsabstieg gibt es nicht mehr, nach Insolvenz, lediglich Neun Punkte abzug. Aber was sind schon 9 Punkte abzug, wenn ich im Gegenzug mehrere Mio. schulden los bin?

      *edit: Gerade das Beispiel Kassel zeigt doch, das eine vernünftige Lizenzierung dringend nötig wäre:
      Vor wenigen Wochen stellt man sich hin und sagt, es fehlen derzeit rund 900 TEUR an Sponsorengeldern um eine vernünftige Saisonplanung für 2017/2018 zu betreiben - Auf der anderen Seite steht der halbe Kader, samt Cheftrainer, schon unter Vertrag für die neuen Spielzeit. Ergo wird hier doch schon Geld verpulvert, was noch garnicht in der Kasse ist. Da ergaunert man sich Wettbewerbsvorteile gegenüber den Vereinen, die jeder Saison quasi bei "Null" anfangen müssen, weil sie garnicht seriös abschätzen können, was für Spieler zur Verfügung steht.

      *Edit²: Ich weiß garnicht, ob ich den Pirmasensern "gönnen" soll, das sie irgendwie noch in der Klasse bleiben. Auf der einen Seite wäre das natürlich nur gerecht (nein, gerecht wäre es, wenn Kassel im Gegenzug runter müsste) auf der anderen Seite wäre das natürlich ein Himmelfahrtskommando.....
      EIN LEBEN LANG

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Puma ()

    • Zwischen eigentlich recht haben und Recht im Sinne der Satzungen ist ein Riesenunterschied. Die Sache wird zeitlich knapp und "Aussitzen" ist ein beliebtes Spiel von Funktionären.
      Wobei Pirmasens schon mal den Verbandsfunktionären per ordentlichem Gericht den Marsch geblasen hatte.
      Vielleicht bringt das aber die Funktionäre endlich mal dazu, klar zu regeln was die RL ist und wie auch hier Wirtschaftlichkeit sicher gestellt werden kann.
    • lathspell schrieb:

      Rems Murr schrieb:

      Was macht das denn für die anderen für einen Unterschied, außer dass sie zu viert statt zu sechst im Lostopf sind?
      3/4 = 75%2/4 = 50%

      Das ist der Unterschied.
      3/6 = 50 %
      2/4 = 50 %

      Ich habe gerade mal nachgeschaut. 2014 hat Mainz II von der Regelung profitiert. Bisher wurde noch keine Zweitbesetzung Meister.
      :goodpost:
    • Puma schrieb:

      ... *edit: Gerade das Beispiel Kassel zeigt doch, das eine vernünftige Lizenzierung dringend nötig wäre ...

      Das Problem hierbei sind allerdings die Kosten. Eine "vernünftige Lizenzierung" vergleichbar mit der 3 Liga (also mit Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit) bedeutet für die Vereine eine mittlere 5-stellige Summe für den Lizenzantrag aufwenden zu müssen. Der Präsident von RWO bezifferte in der Presse die Summe für den Antrag in Liga 3 einmal mit 50.000€ (den eigenen Personalaufwand noch nicht eingerechnet)...
      ...und niemals vergessen
      EISERN UNION!
    • Klutsch schrieb:

      Puma schrieb:

      ... *edit: Gerade das Beispiel Kassel zeigt doch, das eine vernünftige Lizenzierung dringend nötig wäre ...
      Das Problem hierbei sind allerdings die Kosten. Eine "vernünftige Lizenzierung" vergleichbar mit der 3 Liga (also mit Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit) bedeutet für die Vereine eine mittlere 5-stellige Summe für den Lizenzantrag aufwenden zu müssen. Der Präsident von RWO bezifferte in der Presse die Summe für den Antrag in Liga 3 einmal mit 50.000€ (den eigenen Personalaufwand noch nicht eingerechnet)...
      Nein. Das Problem hierbei ist, die Frage, warum man das bis 2012 vorhandene "vernünftige" Lizenzierungverfahren überhaupt abgeschafft hat. Bis dahon war das nämlich auch für die Regionalliga Usus. Vereine wie Essen oder Mannheim können davon noch ein liedchen singen.

      Der Kostenpunkt damals, wenn ich das richtig im Kopf hatte, rund 10.000 EUR.

      Schaut man sich die Seifenblasen-Etats vieler Regionalligisten an -wir reden hier Teilweise von mehreren Mio - ein völlig angemessener und verhältnissmäßiger Betrag.
      EIN LEBEN LANG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Puma ()

    • Man kann seinen Etat vom Wirtschaftsprüfer aufstellen oder checken lassen (macht man ja ohnehin fürs Finanzamt und die Mitgliederversammlung), der Verband prüft das ebenfalls und fertig. Es muss nicht so streng wie bei den Profis sein (und selbst da tricksen Vereine). Plausible Personal- und Strukturkosten kalkulieren (Verträge liegen vor), Sponsorenzusagen nachweisen, Einnahmenprognose, gewisse Liquidität nachweisen - das ist kein Hexenwerk.
      Einen RL oder OL Verein füht man eh nicht wie einen Kreisligisten, wo ein ehrenamtlicher Kassenwart und zwei ebensolche Kassenprüfer das mal so "nebenbei" machen.
      Ich war mal Kassenwart eines B-Klassenvereins und ich war Verwaltungsratsmitglied einer Sozialstation in e.V. Struktur mit 2 Mio Umsatz - ich weiß wovon ich rede.
    • Rems Murr schrieb:

      lathspell schrieb:

      Rems Murr schrieb:

      Was macht das denn für die anderen für einen Unterschied, außer dass sie zu viert statt zu sechst im Lostopf sind?
      3/4 = 75%2/4 = 50%
      Das ist der Unterschied.
      3/6 = 50 %2/4 = 50 %

      Ich habe gerade mal nachgeschaut. 2014 hat Mainz II von der Regelung profitiert. Bisher wurde noch keine Zweitbesetzung Meister.
      gerade die Saison hat es doch gezeigt. Die "Fallobst"-Mannschaften der RL SW sind keine ernstzunehmenden Aufstiegskandidaten. Da wäre es unfair, denen einen Aufstiegsplatz zu garantieren. Dafür sind ja die Aufstiegsspiele da. Um die Mannschaften zu finden.

      Oder anders gesagt: Warum sollte man ausgerechnet die beiden südwestlichen Teilnehmer zusammenlegen und nicht die nordöstlichen?
    • Das kann ja nächste Saison wieder anders aussehen. Waldhof Mannheim ist ja erst im Elfmeterschießen gescheitert. Von mir aus kann man auch festlegen, dass die Meiser Nord und Nordost gegeneinander spielen.

      Mir geht es doch auch gar nicht darum, ob das ein Vorteil für den Südwesten ist oder nicht. Die voran gegangene Diskussion ging um den Abstieg aus der Regionalliga Südwest und dass der wiederum von den Absteigern aus der 3. Liga und den Relegationsspielen abhängig ist.
      :goodpost:
    • Rems Murr schrieb:

      Das kann ja nächste Saison wieder anders aussehen. Waldhof Mannheim ist ja erst im Elfmeterschießen gescheitert.

      Mir geht es doch auch gar nicht darum, ob das ein Vorteil für den Südwesten ist oder nicht.
      genau weil es jedes jahr anders aussehen kann, kann man die beiden Plätze eben nicht zusammenlegen. 2 Aufstiegsrundenteilnehmer ist etwas anderes als ein Aufsteiger.

      Und natürlich geht es gerade darum, ob es ein Vorteil für den Südwesten ist.
    • Man könnte es bei der Relegation zur Regionalliga Nord so machen, dass 3 Clubs aus Niedersachsen teilnehmen, anstatt dass der erste aufsteigt. Sehr sinnvoll, nicht wahr?


      Manfred schrieb:

      5 Absteiger bei 18 Teams ist schon hammerhart. Noch dazu, wenn es noch von Auf/Abstieg aus der höheren Liga abhängt. Das Problem zieht sich auch nach unten durch. Es kann doch nicht sein, dass der RL-Abstieg von der 3.Liga abhängt und dann wiederum der OL-Abstieg von der RL usw. Dann hängt z.B. der Abstieg aus der Landesliga davon ab, was irgendwo weit oben passiert. Absurd. Wobei man das innerhalb eines Landesverbandes natürlich leichter abfedern kann bei mehreren Ligen auf gleichem Level.
      Bei 18 Teams halte ich 3 feste Absteiger für angemessen. Relegationen halte ich auch für grundsätzlich nicht vrkehrt, um z.B. OL-Zweiten noch eine Chance zu geben.
      Darauf bezog sich mein ursprünglicher Beitrag.
      :goodpost:
    • Nein, weil einfach die Voraussetzungen andere sind. Die RL SW sind eigentlich zwei Regionalligen. Aus den bekannten Gründen werden die aber zu "einer Staffel" zusammengelegt. Die beiden Teilnehmer an den Aufstiegsspielen bleiben aber bestehen.