1. FC Bocholt zur Saison 2017/18

    • BBV-Interview mit Ludger Triphaus

      FC-Präsident: „Ich werde Jara nicht entlassen“

      Vor dem Saisonstart der Fußball-Oberliga hatte sich der 1. FC Bocholt die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga zum Ziel gesetzt. Nach elf Partien ist die Bilanz ernüchternd. Nur das bessere Torverhältnis gegenüber dem Cronenberger SC trennt das Team von Trainer Manuel Jara von einem Abstiegsplatz. Björn Brinkmann sprach mit Präsident Ludger Triphaus über die Situation.

      Herr Triphaus, rund ein Drittel der Saison ist vorbei. Wie fällt Ihr Fazit aus?

      Ludger Triphaus: Rein sportlich hatten wir viel größere Ziele formuliert, was nach Platz drei in der Vorsaison auf der Hand lag. Aber wieder einmal sieht man, dass im Fußball Menschen tätig sind, die unterschiedlichen Einflüssen im engsten Umfeld ausgesetzt sind. Dass bei Fans und Sponsoren Enttäuschung entsteht, wenn die Ziele nicht eintreten, ist nachvollziehbar. Um es auf den Punkt zu bringen: Das erste Drittel war suboptimal.

      Was sind jetzt die Ziele?

      Ludger Triphaus: Das Ziel Aufstieg ist abgehakt. Daraus ziehe ich auch meine Lehren. So ein Ziel werden wir nicht mehr so schnell formulieren. Da ist die Oberliga wie die Bundesliga. Mannschaften, die in der Tabelle oben erwartet werden, finden sich plötzlich doch in unteren Regionen wieder, weil Fußballer eben doch keine Maschinen sind, auch wenn sie manchmal Spielzüge roboterhaft zeigen.

      Wenn man sich die Ergebnisse in der Oberliga in dieser Spielzeit ansieht, dann wäre die Chance auf die Meisterschaft bei einer halbwegs konstant guten Leistung riesengroß gewesen.

      Ludger Triphaus: Das ist richtig und sehr schade. Aber nächstes Jahr gibt es vielleicht eine neue Chance. Nun geht es aber erst einmal darum, bis zum Winter möglichst viele Punkte zu holen, um dann hoffentlich eine bessere Rückserie zu spielen und die Saison mit einem akzeptablen Platz zu beenden.

      Was sind die Gründe dafür, dass es nicht läuft?

      Ludger Triphaus: Eine Begründung ist schwierig zu finden, sonst wäre es einfach, entsprechend zu agieren. Die Probleme sind vielschichtig.

      Inwiefern?

      Ludger Triphaus: Zum einen ist die Defensivleistung nicht so stark wie im letzten Jahr. Das hat eventuell auch mit Veränderungen einiger Spieler im Privatleben zu tun, sodass es an der nötigen Konzentration mangelt. Vielleicht hat es aber auch mit der Qualität der anderen Mannschaften zu tun. Vielleicht haben sie die besseren Offensivspieler geholt. Wir treffen einfach zu selten das Tor. Wir haben gegen Schonnebeck nicht schlecht gespielt und hätten das zweite Tor machen können, ebenso auch zuletzt bei der Niederlage in Homberg. Wir haben es aber nicht getan.

      Gibt die Mannschaft alles?

      Ludger Triphaus: An der Einsatzbereitschaft liegt es nicht, und auch nicht an der Kondition. Sonst wäre sie nach einem 0:2 in Homberg nicht noch einmal zurückgekommen. Es gibt sicher mehrere Gründe, warum es nicht läuft. Die wird das Trainerteam identifizieren und mit der Mannschaft daran arbeiten.

      Ein Grund könnte sein, dass von den Neuzugängen noch kein Spieler wirklich überzeugt hat, wenn man vielleicht Philipp Goris herausnimmt, der aber auch einige Chancen leichtfertig vergeben hat.

      Ludger Triphaus: Ich würde sagen, dass die Neuzugänge anscheinend hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Aber was will man von einem A-Junior erwarten, der bislang in der Bundesliga gespielt hat, nun aber auf einen erfahrenen Regionalliga-Spieler trifft? Der kocht den dann eben ab. Da muss unser Spieler einfach noch viel lernen. Aber wir sind auf diese Spieler angewiesen, weil wir uns Akteure wie etwa Marvin Ellermann einfach nicht leisten können.

      Weil die Mittel begrenzt sind?

      Ludger Triphaus: Ja, wir hatten ja mit Spielern von so einer Qualität Gespräche, aber wir können sie nicht bezahlen. Und wir haben auch vom Standort her nicht die Möglichkeit wie andere Vereine, Spieler zu holen. Wir liegen nun einmal nicht auf der Rheinschiene, wo viele Leistungszentren zu finden sind. Wir müssen die Spieler schon überzeugen. Ein Len Heinson fährt 105 Kilometer für jedes Training und wieder zurück. Bei Souhail Belkassem sind es gar 120 Kilometer. Da ziehe ich den Hut vor der Einstellung.

      Was ist denn jetzt zu tun, um die Situation zu meistern?

      Ludger Triphaus: Das Wichtigste wird sein, dass alle die Ruhe bewahren, auch das Umfeld, und niemand in Hektik verfällt. Im Winter wird es eine tief greifende Analyse geben, um noch mal genau zu schauen, wo die Schwächen waren, was sowohl das Menschliche wie auch das Sportspezifische betrifft. Dann werden wir uns gezielt vorbereiten. Und dann bin ich davon überzeugt, dass das wieder was wird.

      Manuel Jara genießt dabei weiterhin Ihr volles Vertrauen?

      Ludger Triphaus: Ich finde, dass er hervorragende Arbeit leistet, sowohl im taktischen Bereich mit der Mannschaft als auch bei der Entwicklung junger Spieler. Da hat er überragende Qualitäten. Ich weiß, welch großes Engagement er einbringt. Das ist schon beispielhaft für diese Liga.

      Er sitzt also fest im Sattel?

      Ludger Triphaus: Bei mir und auch im Vorstand bestehen da keine Zweifel. Ich werde Manuel Jara nicht entlassen. Da würde ich eher mitgehen. Wir dürfen uns einfach von dem Gerede von außen nicht beeinflussen. Wenn wir an dem Weg festhalten, wird er im Erfolg enden, denn ich habe nicht eine Spur Zweifel, sowohl unter menschlichen als auch fachlichen Gesichtspunkten.

      Anderes Thema: Wie sehen sie den 1. FC Bocholt inzwischen strukturell aufgestellt?

      Ludger Triphaus: Gegenüber den Vorstellungen, die wir hatten, sind wir organisationsstrukturell einen Schritt zurück. Das hängt auch damit zusammen, dass es uns bislang nicht gelungen ist, die Tribüne zu bauen. Wir haben zwar den einen oder anderen Sponsor gewonnen, aber das reicht noch nicht, um die Zukunftsfähigkeit untermauert zu haben. Wir arbeiten aber mit Hochdruck an der finanziellen Stabilität und der Organisationsstabilität, denn nur dann kann sich der Fußball entwickeln.

      Wie ist der Stand in Sachen Tribünenbau?

      Ludger Triphaus: Es hakt nach wie vor an der Finanzierung, wobei nicht die Sponsoren fehlen.

      Im Zuge des Baus sollte auch eine GmbHgegründet werden. Das ist aber immer noch nicht passiert.

      Ludger Triphaus: Wir haben am 16. November unsere Mitgliederversammlung. Da soll eine Satzungsänderung beschlossen werden, die es uns ermöglicht, noch in diesem Jahr eine GmbH zu gründen. Dazu sind wir auch gegenüber unseren Sponsoren verpflichtet.

      Quelle: BBV
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Mitgliederversammlung am 16. November

      Der 1. FC Bocholt 1900 e.V. lädt seine Mitglieder zur ordentlichen Jahreshauptversammlung ein, die am Donnerstag, den 16. November 2017 um 19:00 Uhr im Vereinsheim Am Hünting stattfinden wird.

      1fcbocholt.de/aktuelles/artike…ersammlung-am-16-november
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Beiträge für passive Mitgliedschaft

      Der 1. FC Bocholt will auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung den Grundstein legen, um vermehrt passive Mitglieder in den Verein aufzunehmen. Durch die Trennung von aktiven und passiven Mitgliedern bei den Beiträgen wird für alle Fans und Gönner des Vereins eine Mitgliedschaft interessant.

      1fcbocholt.de/aktuelles/artike…er-passive-mitgliedschaft
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)
    • Boh-Raute schrieb:

      1fcbocholt.de/aktuelles/artike…it-milovanovic-aufgeloest

      Hat mich nicht überzeugt,wurde als gleichwertiger Ersatz angekündigt. Er war einfach nicht so weit wie Ahlers.
      So schafft der Verein Luft im Spieleretat.....
      .......überzeugt hat er wohl keinen, wenn er es dann noch ablehnt für die Zwote mal einzuspringen ist es genau richtig sich von ihm zun trennen.
    • Neu

      Die Schulden wurden weiter abgebaut, für den Tribünenbau wurde ein städt. Zuschuss beantragt... man kann zumindest vorsichtig optimistisch in die Zukunft blicken.

      Satzungsänderungen beschlossen

      Am Donnerstagabend fand im Vereinsheim des 1. FC Bocholt die ordentliche Jahreshauptversammlung 2017 statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem der Beschluss über eine Satzungsänderung, eine Splittung der Mitgliedsbeiträge und Berichte aus den verschiedenen Abteilungen.

      1fcbocholt.de/aktuelles/artike…hreshauptversammlung-2017
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

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    • Neu

      Nur 20 Punkte, Platz 13 in der Tabelle. Da hatte sich Oberligist FC Bocholt vor der Spielzeit deutlich mehr erhofft. Trainer Manuel Jara sprach über die neuen Saisonziele.

      Vor der Spielzeit war der FCB noch als Aufstiegskandidat der Oberliga Niederrhein gehandelt worden, inzwischen sind die Verantwortlichen um Trainer Jara schon froh, dass nach einer kleinen Serie in den letzten vier Spielen die 20-Punkte-Marke geknackt wurde. Für die vorherige Negativserie mit gerade einmal zehn Punkten aus zwölf Spielen sieht Jara vor allem defensive Instabilität verantwortlich: „Durch diverse Personalveränderungen, wie etwa der Wechsel unserer Torwarts Sören Ahlers vor der Saison zur zweiten Mannschaft des FC Schalke 04, hatten wir nicht mehr die Stabilität in unseren Abwehrreihen. Das war in den Jahren zuvor unser Aushängeschild und hat uns zum Saisonbeginn stark zurück geworfen.“

      Unter der neuen Nummer eins im Tor, Maurice Schumacher, ordnete sich die Bocholter Hintermannschaft allmählich wieder neu. „Das hat natürlich deutlich länger gedauert, als wir gedacht haben. Trotzdem ist niemand in Panik verfallen und das hat der Mannschaft immer wieder Mut gemacht“, freut sich Jara über den Rückhalt der FC-Verantwortlichen.

      reviersport.de/363097---ol-nr-…isonziel-korrigieren.html