SpVgg Unterhaching - FC Memmingen 2:1 (0:1) [30.Spieltag - RL 16/17]

    • SpVgg Unterhaching - FC Memmingen 2:1 (0:1) [30.Spieltag - RL 16/17]

      Auftritt beim Spitzenreiter als Vorbereitung zum Pokalhit
      Unterhaching vor Augen, Schweinfurt im Kopf. Der FC Memmingen tritt am Samstag (14 Uhr) im Regionalliga-Punktspiel beim Spitzenreiter SpVgg Unterhaching an. Diese Partie ist quasi die Generalprobe für das Pokal-Halbfinale gegen den FC Schweinfurt 05 vier Tage später.

      Die Lage: Durch die beiden Niederlagen über Ostern ist der FCM auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen, kann aufgrund der bisherigen Punkteausbeute den Rest der Runde sorglos angehen. Der Fokus liegt deshalb ganz klar auf dem Pokalwettbwerb. Hier ist Haching zwar schon ausgeschieden, hat seinen Startplatz als „Bayerischer Amateurmeister“ über die Liga bereits so gut wie sicher. Seit dem zweiten Spieltag führt der ehemalige Bundesligist das Feld ununterbrochen an und wird sich den Titel nicht mehr nehmen lassen.

      Der Gegner: Bis zur Winterpause blieben die Unterhachinger ungeschlagen und erarbeiteten sich mit ihrer Profitruppe einen satten Vorsprung vor der Konkurrenz. Im Frühjahr leistete sich die Mannschaft von Claus Schromm eine Schwächephase, konnte überraschend fünf Mal hintereinander nicht mehr gewinnen und verlor auch erstmals ein Spiel, mit 1:2 in Schweinfurt. Spätestens nach dem 5:0 Erfolg am vergangenen Wochenende über den TSV Buchbach ist die Spielvereinigung wieder in der Spur und stellt mit des Ex-Augsburger Stephan Hain (28) Treffer) den Top-Torjäger der Liga. Imposant liest sich das Torverhältnis nach 28. Spielen mit 78:17. Im Alpenbauer-Sportpark wurde in dieser Spielzeit noch nicht verloren. Nur vier Mannschaften gelang es dort bislang zumindest einen Punkt zu ergattern.

      Das Hinspiel: 1:3 unterlag der FCM am dritten Spieltag vor 1.388 Zuschauern in einer ausgeglichenen Partie, in der auch ein Unentschieden möglich gewesen wäre. Hain machte bei seinem Debüt im Hachinger Dress am Ende alles klar.

      Das FCM-Personal: Innenverteidiger David Anzenhofer ist aufgrund seiner Gelb-Roten Karte gegen Schalding-Heining gesperrt. Es wird alles versucht, möglichst viele der angeschlagenen Spieler bis zum Pokalfight am Dienstag fit zu kriegen. Für Unterhaching will Trainer Stefan Anderl deshalb kein Risiko eingehen. Deshalb ist hier lediglich mit der Rückkehr von Torhüter Martin Gruber aus der langen Verletztenliste ist zu rechnen. Ob es freilich bei Philipp Boyer, Daniel Eisenmann, Stefan Heger, Yannick Maurer und Daniel Zweckbronner gegen Schweinfurt wieder geht, muss abgewartet werden.

      Personalplanungen: Mit Mittelfeldspieler Marco Schad hat einer der letzten Spieler aus dem aktuellen Kader ebenfalls für die neue Saison zugesagt. Damit ist eigentlich nur noch die Personalie Dennis Hoffmann offen. Der Kapitän laboriert momentan an einer langwierigen Verletzung.

      Der Pokal: Seit Mittwochabend steht mit dem SV Wacker Burghausen der erste Finalist fest (4:0 beim Landesligisten Sturm Hauzenberg). Der Sieger des anderen Halbfinales zwischen Memmingen und Schweinfurt (25. April) wird am 27. Mai in Burghausen antreten. Das bayerische Pokal-Endspiel wird dann in einer bundesweiten ARD-Konferenz von mittags bis abends beim „Tag der Amateure“ live im Fernsehen übertragen. Doch zunächst gilt es für den FCM, die Hürde mit Gegner Schweinfurt zu überspringen. Der Vorverkauf für das Halbfinale läuft. Karten gibt es in Memmingen bei der Esso-Tankstelle direkt am Stadion und im MZ-Servicecenter in der Donaustraße 14. Es gibt einen besonderen Leserbonus. Inhaber der AZ-Heimatcard erhalten für das Pokalspiel 2 Euro Nachlass auf ihr Ticket. Dauer- und Freikarten gelten nicht, lediglich VIP-Karten haben aufgrund einer Vereinbarung der beteiligten Vereine Gültigkeit.

      Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

      Tor: Gruber (Zeche) – Buchmann, Schmeiser, Weiler, Lutz – Krogler, Nikolic, Schad, Kircicek – Salemovic, Schimmer

      Auswechselspieler: Hayse, Culjak, Speiser, Brugger

      Gesperrt: Anzenhofer

      Verletzt: Banoglu, Boyer, Eisenmann, Heger, Hoffmann, Maurer, Zweckbronner

      Schiedsrichter: Kornblum (Chieming)

      PM FC Memmingen
    • Nach einer kleineren Schwächephase hat sich die SpVgg Unterhaching am Montag mit einem 5:0 gegen Buchbach zurückgemeldet. Am Samstag (14 Uhr) steht für den Tabellenführer der Regionalliga Bayern bereits die nächste Partie gegen Memmingen auf dem Programm. Die Mannschaft von Claus Schromm könnte sogar schon Platz eins sichern, aber dafür bräuchte sie Schützenhilfe von Schlusslicht Bayern Hof.

      Unterhaching zieht seit Monaten einsam seine Kreise an der Tabellenspitze der Regionalliga Bayern. In den vergangenen Wochen durchlief der ehemalige Bundesligist allerdings ein kleines Tief. Fünf Spiele gewann der Ligaprimus nicht, holte vom 23. bis zum 27. Spieltag nur vier Zähler.

      kicker.de/news/fussball/region…d-am-samstag-meister.html


    • SpVgg Unterhaching – FC Memmingen 2:1 (0:1)
      Memmingen (ass). Kampflos hat der FC Memmingen nicht das Feld geräumt, hielt voll dagegen, aber musste sich im Regionalliga-Topspiel bei der SpVgg Unterhaching am Ende mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Der entscheidende Treffer, der den Münchner Vorstädtern vorzeitig den Meistertitel bescherte, fiel erst in der Nachspielzeit. Zwar durchaus verdient, aber aus Memminger Sicht vom Zeitpunkt her natürlich höchst unglücklich. Zuvor wurde mit Mann und Maus alles versucht, ein Unentschieden zu halten.

      Furkan Kircicek hatte das erste Ausrufezeichen an einem kalten Nachmittag gesetzt. Schon nach sechs Minuten erzielte er aus 15 Metern nach Vorarbeit von Muriz Salemovic die FCM-Führung. Eddy Weiler hätte sogar wenig später per Kopf nachlegen können (11.) Obwohl stark ersatzgeschwächt, hatte Trainer Stefan Anderl die Parole ausgegeben, alles zu versuchen gegen den zuhause noch ungeschlagenen Tabellenführer für eine Überraschung zu sorgen. Eine halbe Stunde brauchte es, bis Haching ins Spiel kam, dann aber gewaltig. Martin Gruber, als einziger der vielen angeschlagenen Memminger in dieser Partie zurückgekehrt, hielt bis zur 51 Minute seinen Kasten sauber, zeigte einige tolle Reflexe. Es war Stephan Hain, der per Foulelfmeter den Ausgleich machte. Sebastian Schmeiser hatte genau an der Strafraumgrenze ein Foulspiel begangen. Für Schiedsrichter Florian Kornblum war es „innerhalb“ und er zeigte auf den Punkt. Für den Ex-Augsburger Hain war das 1:1 der 29. Saisontreffer. Für sein Memminger Stürmerpendant Stefan Schimmer (22 Tore) war nach einer Stunde Schluss. Anderl wollte mit den Kräften haushalten und eigentlich noch mehr Stammspieler schonen, was angesichts der personellen Unterbesetzung nicht möglich war. Torschütze Kircicek, mit Magen-Darm-Problemen ins Spiel gegangen, musste schließlich kurz nach der Halbzeit aufgeben. Nicolai Brugger (20), gelernter Verteidiger, gab im Mittelfeld sein Regionalliga-Debüt.

      Die Hachinger spielten voll auf Sieg, zeigten laut ihrem Coach Claus Schromm ihre beste Leistung nach der Winterpause. Memminger Entlastungsangriffe kamen kaum noch zu Stande. Auf der Gegenseite traf Alexander Piller den Pfosten (72.), Hain wurde bei einem Treffer wegen Abseits zurückgepfiffen (80.). Was sich abzeichnete, sollte spät auch noch passieren. 1.500 Zuschauer peitschten in der Schlussphase im Alpenbauer-Sportpark ihre Mannschaft nach vorne, als sie von unerwarteter Schützenhilfe erfahren hatten. Es war klar, dass der Zweitplatzierte TSV 1860 München völlig überraschend gegen Schlusslicht Bayern Hof verlieren würde (0:2) und somit der Titel mit einem Sieg schon eingefahren werden könnte. Der Funke von außen sprang auf den Platz über und zündete in Form des eingewechselten Vitalj Lux mit dem 2:1 (90. + 4). Vor dem langen Pass auf den kirgisischen Nationalstürmer hätte Schiri Kornblum allerdings auch auf Foulspiel gegen die Gastgeber entscheiden können. Anderl blieb hinterher nur die Rolle des Gratulanten zur Meisterschaft: „Zum Schluss hinaus hat Haching ein Feuerwerk abgebrannt und dann verdient gewonnen, auch wenn es in der Nachspielzeit bitter für uns war." Seine ganze Konzentration gilt nun dem bayerischen Pokal-Halbfinale am Dienstag (19 Uhr) gegen den FC Schweinfurt 05. Ein Erfolgserlebnis in Form eines Punktes in Unterhaching wäre dafür gut für das Selbstvertrauen gewesen. Der große Aufwand gegen ein Spitzenteam dagegenzuhalten wurde aus Trainersicht einmal mehr (wie schon gegen 1860 II oder Bayern II) nicht belohnt. Auch Schweinfurt ist voll auf den Pokal fokussiert. Beim Punktspiel in Nürnberg wurde nur eine B-Elf aufgeboten – und mit 0:5 verloren. Noch ist offen, wer aus dem Memminger Lazarett in dieser wichtigen Partie zurückkehren kann. In Unterhaching saß Kapitän Dennis Hoffmann erstmals nach seiner Verletzung zumindest zur moralischen Unterstützung auf der Bank.

      SpVgg Unterhaching: Marinovic - Dombrowka, Taffertshofer, Nicu, Greger - Kiomourtzoglou (82. Lux) - Piller (82. Reisner), Einsiedler (64. J.P. Müller) - Hain, Stahl, Bigalke

      FC Memmingen: Gruber - Buchmann, Weiler, Schmeiser, Lutz - Nikolic, Schad (77. Hayse) - Krogler, Kircicek (50. Boyer) - Salemovic, Schimmer (61. Brugger)

      Tore: 0:1 (6.) Kircicek, 1:1 (51.) Hain (Foulelfmeter), 2:1 (94.) Lux. - Schiedsrichter: Kornblum (Chieming). - Gelbe Karten: - / Buchmann, Lutz. - Zuschauer: 1.500.