TSV 1860 Rosenheim - SV Seligenporten 3:0 (0:0)

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    • TSV 1860 Rosenheim - SV Seligenporten 3:0 (0:0)

      1860 Rosenheim will im Heimspiel gegen SV Seligenporten den Deckel drauf machen
      Am 32. Spieltag der Regionalliga Bayern hat der TSV 1860 Rosenheim bereits am Freitag, den 05.05.17 um 19:00h den SV Seligenporten zu Gast im heimischen Jahnstadion

      Die Jungs von Trainer Tobias Strobl konnten durch den verdienten 3:2 Auswärtssieg beim FV Illertissen am letzten Spieltag drei Runden vor Ende der Saison den Abstand zum ersten Relegationsplatz, den derzeit der TSV Buchbach belegt, auf beruhigende sieben Zähler ausbauen. Mit dem SV Seligenporten hat man nun im vorletzten Heimspiel einen äußerst unbequemen Gegner zu Gast. Die Mannschaft, die vor kurzem vom Regionalliga erfahrenen Trainer und Ex-Profi Roger Prinzen übernommen wurde, belegt mit 25 Punkten den vorletzten Tabellenplatz. Man hat zwar sechs Punkte Rückstand auf den ersten Relegationsrang und damit sicherlich nicht die besten Karten in der Hand, aber was sollen die „Klosterer“ schon noch großartig verlieren?! Eigentlich dürfte rein sportlich der Abstieg aus der Regionalliga besiegelt sein. Mit einem möglichen Dreier in Rosenheim wäre aber vielleicht doch noch ein kleines Wunder realisierbar, der letzte Strohhalm soll deshalb möglichst noch ergriffen werden. Das Prinzen-Team kann also durchaus ohne größeren Druck auflaufen, nahezu niemand erwartet noch das Erreichen eines Relegationsplatzes. Aber im Fußball ist bekanntermaßen ja vieles möglich.

      Zuletzt zogen die Gäste beim 1:2 im heimischen Stadion nur äußerst knapp den Kürzeren. Gegen die U23 des TSV 1860 München, dem designierten Vizemeister der Liga, verlor man nach einer schwachen ersten aber einer deutlich besseren zweiten Hälfte. Zuvor musste man sich sowohl der Zweitvertretung des FC Augsburg (0:4), als auch der SpVgg Bayreuth (1:3) geschlagen geben. Bei Teil I der „Mission Impossible“ (Fortsetzung möglich) im Rosenheimer Jahnstadion müssen die Gäste um Kapitän Pascal Worst auf den gelbgesperrten Marcel Schelle verzichten. Ansonsten dürften im Vergleich zur Vorwoche keine größeren Veränderungen in der ersten Elf der Klosterer anstehen. Auf Seiten der Gastgeber kann das Trainer-Duo Tobias Strobl und Robert Mayer vermutlich auf den gesamten Kader zurückgreifen. Auch Linor Shabani, der zuletzt in Illertissen kurzfristig nicht zur Verfügung stand, ist wieder einsatzbereit. Zu den nunmehr bisher eingefahrenen beachtlichen 42 Zählern wollen die Hausherren die nächsten Punkte hinzukommen lassen. Bei einem Sieg wären auch die letzten Zweifel beseitigt, der Klassenerhalt wäre perfekt und man könnte sich in den letzten Zügen der Saison noch andere durchaus realistische Ziele setzen. Wie z.B. der beste Aufsteiger zu werden oder sogar einen einstelligen Tabellenplatz. Aber das Leben findet halt nicht im Konjunktiv statt. Zuerst müssen Heiß und Co. noch ihre Hausaufgaben machen und die sicherlich nicht einfach zu erklimmende Hürde Seligenporten nehmen, erst dann kann gefeiert werden.

      Vor kurzem durfte die U23 des TSV 1860 München eine nicht allzu erfreuliche und vollkommen unerwartete negative Erfahrung machen: gegen den bereits feststehenden Absteiger aus Hof verloren die Bierofka-Schützlinge überraschend mit 0:2 Toren! Das sollte der Tiplix-Elf Warnung genug sein. Überheblichkeit ist in dieser ausgeglichenen und starken Regionalliga völlig fehl am Platz. Stattdessen ist Demut und Respekt vor jedem Gegner und jeder Partie angesagt – sonst kann man durchaus eine böse Überraschung erleben. „Uns erwartet ein sehr unangenehmer Gegner, der vermutlich tief stehen wird. Mit Roger Prinzen hat der SV Seligenporten einen erfahrenen Trainer verpflichtet, der sicherlich neue Impulse setzen wird. Ich gehe davon aus, dass meine Mannschaft die Begegnung mit der gleichen Ernsthaftigkeit und Überzeugung angeht, die sie in den letzten Wochen an den Tag gelegt hat. Können wir dies umsetzen, stehen unsere Chancen gut, auch die letzten rechnerischen Zweifel zu beseitigen und den Klassenerhalt perfekt zu machen“, so der Trainer von 1860 Rosenheim Tobias Strobl. Nach einer langen und strapaziösen Runde wäre der vorzeitige Klassenerhalt für die Rothemden die verdiente Belohnung. Jetzt ist das Team am Zug und kann den Deckel auf eine bisher sehr erfolgreiche Saison in Eigenregie drauf machen. Aber vorher sind noch 90 Minuten Konzentration und Schwerstarbeit auf höchstem Niveau angesagt.

      PM TSV 1860 Rosenheim
    • Der Klassenerhalt ist unter Dach und Fach – 1860 Rosenheim feiert nach nächstem Heimsieg gegen den SV Seligenporten den Verbleib in der Regionalliga
      Der Deckel ist drauf, die Messe ist gelesen, der Drops ist gelutscht oder wie es auch Abwehrspieler Georg Lenz nach der Begegnung nannte „jetzt hamma des a!“ - 1860 Rosenheim kann mit dem 3:0 Heimsieg gegen den SV Seligenporten den Klassenerhalt feiern. Und das auch vollkommen verdient!

      Praktisch wie theoretisch ist nun mit den 45 Punkten nach 32 Spieltagen auf der Habenseite die Abstiegsgefahr gebannt. Der erste Relegationsplatz ist mindestens sieben Zähler entfernt, bei noch ausstehenden zwei Runden und noch zu vergebenen sechs Punkten ist der TSV also uneinholbar gerettet. Nun zur Partie gegen den SV Seligenporten. Die Gäste, die stark ersatzgeschwächt antreten mussten, u.a. standen zwei Spieler des Bezirksligateams von Beginn an auf dem Rasen, suchten natürlich ihr Heil nicht in der Offensive und zogen sich meist in die eigene Hälfte zurück. Die Heimelf fand auch nicht so recht ins Spiel, daher ergab sich in den ersten 45 Minuten eine Begegnung, die sich auf äußerst überschaubarem Niveau bewegte. Chancen bzw. Torschüsse waren auf beiden Seiten Mangelware. Die Mannen von Roger Prinzen konnten nicht, die Gastgeber fanden einfach noch nicht zum gewohnt leidenschaftlichen Auftreten auf heimischen Rasen. So mussten die Zuschauer bis zur 21. Spielminute warten, ehe 1860 Außenverteidiger Max Mayerl aus 16m sein Glück versuchte und Torhüter Patrick Bogner zur ersten Rettungsaktion zwang. Kurz darauf auf der Gegenseite musste auch Dominik Süßmaier sein Können aufbieten, als er einen Schuss aus etwa 15m durch Stanislaus Herzel bravourös entschärfte.

      Bis zur Halbzeitpause verzeichneten die Strobl-Schützlinge noch durch Danji Majdancevic (Weitschuss) und Mathias Heiß per Kopf erwähnenswerte Abschlüsse, die jedoch beide über den Kasten gingen. Ansonsten war vor beiden Gehäusen hauptsächlich „tote Hose“, ein sehr gedämpfter Auftritt der Teams bis dato. Die ersten wenig aufregenden 45 Minuten waren nun vorüber, es konnte in Halbzeit Zwei fast nur besser werden. Man merkte der Heimelf nach Wiederanpfiff deutlich mehr Elan an. Den ersten Torschuss konnte wiederum, wie auch in Halbzeit eins Max Mayerl verzeichnen, aber die Kugel ging deutlich über das Gästegehäuse drüber (47). Die Rothemden trafen dann endlich nach etwa einer Stunde Spielzeit ins Schwarze. Torjäger Sascha Marinkovic setzte einfach mal trocken aus ca. 25m Entfernung ein Geschoss ab, der Ball schlug daraufhin unhaltbar zu seinem 14. Saisontreffer im Tor von Keeper Patrick Bogner ein. Das war nun der Dosenöffner für die Strobl-Truppe. Die Angriffe der Gastgeber wurden nun deutlich zielstrebiger und konsequenter geführt, schon fiel dann auch der zweite Treffer. Der in den letzten Wochen äußerst treffsichere Danjiel Majdancevic zog freistehend an der Strafraumgrenze ab und setzte das Leder flach neben den Pfosten, erneut ohne Abwehrmöglichkeit für den Gäste-Keeper (73.).

      Damit war das Spiel nun endgültig gelaufen. Die „Klosterer“ konnten mit dem nahezu letzten Aufgebot so gut wie keine Offensivaktivon verbuchen, kämpften aber wacker, die Gastgeber waren nun im Glauben des sicheren Klassenerhaltes deutlich überlegen, machten aber nicht mehr wirklich ernst. So plätscherte die Begegnung bis zum Ende vor sich hin, beide Kontrahenten schalteten auf Leerlauf. Leider holte sich der Torschütze Danji Majdancevic in den letzten Minuten noch eine völlig überflüssige Gelbrote Karte ab (Meckern) und fehlt seinem Team dadurch im nächsten Spiel in Burghausen. Mit dem Schlußpfiff erzielte noch Michi Denz per Kopf nach einer Ecke durch seinen ersten Saisontreffer im Trikot von 1860 Rosenheim den 3:0 Endstand. Das Team feierte im Anschluß noch bis tief in die Nacht ausgelassen den Klassenerhalt und kann sehr stolz auf das Geleistete sein. Nahezu niemand hätte dem Aufsteiger aus der Innstadt eine so bravouröse Runde zugetraut. Ein gigantischer Erfolg für den Verein auf den man noch lange mit breiter Brust zurückdenken wird. Man kann vor dem was da geleistet wurde, mit den doch überschaubaren Möglichkeiten nicht oft genug den Hut vor dieser bemerkenswerten Truppe sowie den Verantwortlichen des Vereins ziehen. In den beiden letzten Begegnungen in Burghausen sowie im Derby gegen Buchbach können die Rothemden nun völlig befreit aufspielen und sehen was noch so möglich ist.

      PM TSV 1860 Rosenheim