37.Spieltag 16/17 - Stuttgarter Kickers - SV Eintracht Trier 05 2:1 (0:1)

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    • 37.Spieltag 16/17 - Stuttgarter Kickers - SV Eintracht Trier 05 2:1 (0:1)

      Showdown im „Degerloch“ – Eintracht kämpft weiter um Anschluss
      Viel mehr Brisanz könnte der vorletzte Spieltag der Regionalliga Südwest kaum bereithalten: Das Duell zwischen den heimischen Stuttgarter Kickers und dem SV Eintracht Trier 05 verspricht aufgrund der Tabellensituation beider Teams ein echter Abstiegskrimi zu werden. Fünf Punkte liegen aktuell zwischen den beiden Mannschaften - doch während die Gastgeber aus Schwaben den so begehrten rettenden 13. Tabellenplatz innehaben, müssen die Moselstädter definitiv gewinnen, um am letzten Spieltag den Klassenerhalt noch schaffen zu können.

      Wenn am Samstag um 14 Uhr im GAZI-Stadion auf der Waldau im Stuttgarter Stadtteil Degerloch die Stuttgarter Kickers und Eintracht Trier aufeinandertreffen, dann geht es um mehr als drei Punkte. Der Abstiegskampf in der Regionalliga Südwest hat sich in den vergangenen Wochen maximal zugespitzt, an den beiden letzten Spieltagen geht es deshalb besonders heiß her. "Für uns ändert sich nichts. Wir werden versuchen das Spiel zu gewinnen, wir wollen den Sieg unbedingt", betont Eintracht-Interimstrainer Rudi Thömmes. Das bittere 0:0 gegen die TSG Hoffenheim II vom vergangenen Freitag, bei dem die Blau-Schwarz-Weißen trotz starker Leistung den Sieg knapp verpassten, ist laut Thömmes inzwischen raus aus den Köpfen: "Sicherlich war das ärgerlich, aber wir müssen weitermachen. Wir wollen noch sechs Punkte holen!" Und die würden dem SVE in der Tat gut zu Gesicht stehen. Mit einem Sieg gegen die Kickers würde die Thömmes-Elf auf zwei Zähler an die Gastgeber heranrücken. Da die Konkurrenten aus Homburg und Pirmasens sich ebenso gegenseitig die Punkte stehlen, wie Kaiserslautern II und Watzenborn, könnten die Moselstädter so wertvolle Plätze gut machen.

      Das Selbstvertrauen dürfte in der ältesten Stadt Deutschlands dabei ebenso stimmen, wie bei den Hausherren aus Schwaben. Eintracht Trier holte aus den letzten drei Regionalliga-Partien insgesamt sieben Zähler, bot im Heimspiel gegen Hoffenheim trotz Unentschieden eine der besten Saisonleistungen dar. Auch im Training stimmte zuletzt der Einsatz, wie Coach Thömmes bestätigt: "Ich muss den Jungs ein Kompliment machen. Jeder gibt Vollgas, auch diejenigen, die derzeit etwas hintendran sind." Ähnliches gilt aber auch für den kommenden Gegner. Die Stuttgarter Kickers fegten Tabellenschlusslicht FC Nöttingen Ende April mit 6:0 vom Platz und haben damit das vierte Heimspiel in Serie gewonnen. Obwohl die "Blauen" insgesamt nicht zu den heimstärksten Mannschaften zählen, spricht der Trend doch für sich. Hinzu kommt, dass die Gastgeber mit einer großangelegten Freikartenaktion möglichst viel eigenen Anhang ins Stadion locken wollen. "Das darf auf uns überhaupt keinen Einfluss haben. Wir werden uns auf uns konzentrieren und versuchen, das Spiel zu gewinnen", fordert Eintracht-Coach Thömmes volle Konzentration.

      Für das letzte Auswärtsspiel der Saison muss Thömmes weiterhin ohne die verletzten Holger Lemke, Danilo Dittrich und Christoph Anton planen. Auch Sebastian Szimayer wird die Reise in die baden-württembergische Landeshauptstadt nicht antreten können. Der Angreifer klagt über Flüssigkeit im Knochen seines Fußes, ihm droht das verfrühte Saisonaus. Kickers-Coach Tomasz Kaczmarek muss seinerseits ohne Vize-Kapitän Alessandro Abruscia auskommen, der ebenfalls wegen einer Fußverletzung für den Rest der Spielzeit aussetzen muss. Angreifer Lhadji Badiane fehlt zudem gelbgesperrt. Anstoß im GAZI-Stadion auf der Waldau ist am Samstag um 14 Uhr, SVE-TV meldet sich wie gewohnt ab etwa 13:55 Uhr live in Bild und Ton aus Stuttgart.

      PM SV Eintracht Trier 05
    • Tränen in Stuttgart – Eintracht Trier vor Abstieg in die Oberliga
      Der 13. Mai 2017 wird als rabenschwarzer Tag in die Vereinsgeschichte von Eintracht Trier eingehen. Nach der 1:2-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers rutschten die Moselstädter auf Tabellenplatz 18 ab und können sportlich den Abstieg in die Oberliga nicht mehr verhindern. Zur Pause hatte der SVE im „Degerloch“ durch einen Treffer von Top-Torjäger Muhamed Alawie noch mit 1:0 geführt, doch im zweiten Durchgang drehten die Hausherren die Partie.

      „Es tut einfach nur weh. Wir waren eigentlich gut im Spiel, sind mit 1:0 in die Halbzeitpause gegangen. Aber wenn man dann solche kapitalen Fehler macht, dann passiert sowas“, gab ein sichtlich bewegter Rudi Thömmes nach Spielende zu Protokoll. Nach dem Schlusspfiff sackten die Blau-Schwarz-Weißen auf dem Rasen zusammen, vereinzelt konnten die Spieler mit der Porta Nigra auf der Brust ihre Tränen nicht zurückhalten. „In der Kabine herrscht Totenstille. Es ist keiner dazu in der Lage, irgendetwas zu sagen“, gewährte Eintracht-Ikone und Interimstrainer Thömmes Einblicke in das Seelenleben seiner Spieler. Erstmals seit der Spielzeit 2008/2009 geht Eintracht Trier in der kommenden Saison aller Voraussicht nach wieder in der Oberliga an den Start.

      Dabei hatte der SVE die Partie ordentlich begonnen. Nachdem die Hausherren aus Schwaben in den ersten zehn Minuten besser im Spiel waren, erarbeitete sich die Thömmes-Elf nach und nach ein spielerisches Übergewicht. Belohnt wurden die Bemühungen der Gäste nach 28 Minuten. Patrick Lienhard hatte auf der linken Angriffsseite zu viel Raum und fand mit seiner Flanke den im Zentrum lauernden Muhamed Alawie. Der Torjäger setzte seinen Kopfball perfekt zum 1:0 in den rechten Knick – Kickers-Keeper Königshofer hatte keine Abwehrchance (28.). Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Christos Papadimitriou sogar noch die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Den Abschluss des griechischen Flügelstürmers klärte Königshofer diesmal allerdings zur Ecke (41.). Auf der anderen Seite hielt Eintracht-Schlussmann Keilmann stark gegen Stuttgarts Angreifer Luca Pfeiffer.

      Zur Pause musste der SVE erstmals wechseln, Linksverteidiger Kevin Heinz hatte nach einem Schlag gegen den Kopf über heftigen Schwindel geklagt und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in der Kabine bleiben. Für ihn kam Michael Blum. Doch auch der neue Mann war wenige Minuten nach Wideranpfiff nur Zuschauer, als die Abwehr der Eintracht das Leder gleich in mehreren Versuchen nicht aus dem Sechzehner bekam. Shqipon Bektasi bedankte sich und sorgte aus kurzer Distanz für den Ausgleich (52.). Die Verunsicherung war bei den Gästen jetzt spürbar, während die Stuttgarter Kickers mit viel Rückenwind auf das zweite Tor spielten. Erst verhinderte jedoch Josef Cinar mit letzten Einsatz gegen Kickers-Angreifer Weißenfels das 2:1 (56.), dann hielt Torwart Keilmann erneut stark gegen Pfeiffer (67.). Eine Viertelstunde vor Schluss war das Glück bei den Moselstädtern dann aufgebraucht und der eingewechselte Sebastian Mannström erzielte zur Freude der 4.180 Zuschauer das 2:1-Siegtor (76.). „Wir wollen jetzt gegen Mannheim ein ordentliches Spiel machen. Danach werden wir uns auf den Pokal konzentrieren. Alle wissen, wie wichtig das ist und es ist keine Frage, dass wir das Spiel in jedem Fall gewinnen wollen“, sagte Thömmes im Hinblick auf die verbliebenen Aufgaben in dieser Saison in der Regionalliga und dem Bitburger Rheinlandpokal. Insbesondere im Pokal geht es für den SVE um viel - das Finale steigt am 25. Mai im Salmtalstadion.

      Statistik:
      Tore: 0:1 Alawie (28.), 1:1 Bektasi (52.), 2:1 Mannström (76.)

      SV Eintracht Trier 05: Keilmann - Riedel, Dingels (54. Maurer), Cinar, Heinz (46. Blum) - Telch - Zinram (78. Boesen), Garnier, Lienhard, Papadimitriou - Alawie

      Stuttgarter Kickers: Königshofer - Scioscia, Kaffenberger, Schulz, Landeka – Weißenfels, Müller (59. Metzler), Blank, Scepanik – Pfeiffer (71. Mannström), Bektasi (75. Tunjic)

      Zuschauer: 4.180

      Schiedsrichter: Timo Klein

      PM SV Eintracht Trier 05