38.Spieltag 16/17 - Eintracht Trier - Waldhof Mannheim 0:1 (0:0)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 38.Spieltag 16/17 - Eintracht Trier - Waldhof Mannheim 0:1 (0:0)

      Regionalliga-Abschied gegen Mannheim - Holt Alawie die "Kanone"?
      Sportlich ist die Partie zwischen Eintracht Trier und Waldhof Mannheim am Samstag auf den ersten Blick wenig interessant. Die Gäste haben sich bereits für die Relegation zur Dritten Liga qualifiziert und der heimische SVE steht nach der 1:2-Niederlage in Stuttgart als Absteiger fest. Dennoch ist die Partie nicht ohne Brisanz - für beide Teams ist es die letzte Generalprobe vor dem großen Saisonfinale im Rheinlandpokal, bzw. der Relegation zur Dritten Liga. Für einen Spieler von Eintracht Trier geht es außerdem auch noch um persönliche Ehren.

      22 Tore und vier Vorlagen in nur 34 Regionalliga-Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Angreifer Muhamed Alawie war in dieser Saison für den SVE eine absolute Lebensversicherung. Auch wenn die Treffer des 29-Jährigen nicht für den Klassenerhalt gereicht haben, so kann Alawie sich zumindest noch persönlich für eine starke Spielzeit belohnen. In der Torjägerliste der Regionalliga Südwest hat der Stürmer vor dem letzten Saisonspiel genau einen Treffer Vorsprung auf Saarbrückens Patrick Schmidt und könnte sich, sofern er den Vorsprung verteidigen kann, am letzten Spieltag immerhin noch zum Torschützenkönig krönen. "Wir werden ihm die Dinger jetzt nicht reihenweise auflegen. Das möchte er auch gar nicht. Er wird gegen Mannheim wieder so gut arbeiten, wie schon die ganze Saison und dann auch seine Chancen bekommen. Ich hoffe, dass ihm dann noch ein Tor gelingt", drückt auch Eintracht-Interimscoach Rudi Thömmes seinem Schützling die Daumen. Doch nicht nur der Kampf um die Torjägerkanone der Regionalliga Südwest bringt Brisanz in die Partie zwischen SVE und SVW. Für die Mannheimer, die am vergangenen Spieltag spielfrei hatten, ist der Auftritt in Trier die letzten Generalprobe vor dem wichtigen Relegationsspiel gegen Nord-Meister SV Meppen. Das Team um Trainer Gerd Dais wird entsprechend engagiert auftreten, um rechtzeitig den richtigen Rhythmus zu finden. Verzichten muss der SV Waldhof an der Mosel allerdings auf Michael Schultz, Hassan Amin, Nico Seegert und Lukas Kiefer. Doch nicht nur die Gäste haben Schwierigkeiten mit Ausfällen. Auch Eintracht-Coach Thömmes gehen vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten langsam die Spieler aus. Neben den verletzten Danilo Dittrich, Christoph Anton und Sebastian Szimayer fehlen Kapitän Michael Dingels und Flügelflitzer Christos Papadimitriou gelbgesperrt. Am Donnerstag mussten außerdem Keeper Chris Keilmann und Spielmacher Patrick Lienhard das Training abbrechen, Linksverteidiger Kevin Heinz klagt nach seiner Gehirnerschütterung aus dem Stuttgart-Spiel zudem weiter über leichten Schwindel. Insbesondere im Hinblick auf das sportlich und wirtschaftlich so wichtige Finale im Bitburger Rheinlandpokal gegen die TuS Koblenz am kommenden Donnerstag kommen die Blessuren natürlich zur Unzeit. Doch auch gegen Mannheim will Thömmes die drei Punkte keinesfalls abschenken: "Ich erwarte, dass die Jungs nochmal ordentlich Gas geben. Das sind wir insbesondere auch unseren Fans schuldig, die uns auch in dieser Saison überragend unterstützt haben und wirklich überall mit hingefahren sind."

      Doch es geht dem Übungsleiter nicht nur darum, sich mit Anstand aus der vierthöchsten deutschen Spielklasse zu verabschieden, sondern auch darum, seinen Akteuren die Möglichkeit zu geben, sich für einen Startelf-Einsatz im Pokalfinale anzubieten. "Es werden durch die Verletzungen und Sperren einige Spieler in die erste Elf rücken. Ich möchte von jedem Spieler sehen, dass er am Donnerstag spielen will. Wenn einer da meint, dass er ein bisschen Jojo spielen müsste, dann ist er bei uns Fehl am Platz", so die klare Ansage des Trierer Pokal-Helden. Anstoß im Moselstadion ist am Samstag um 14 Uhr. Während der Partie wird es erneut die Möglichkeit geben, Karten für das anstehende Rheinlandpokal-Finale zu erwerben.

      PM Eintracht Trier
    • Eintracht verabschiedet sich mit Niederlage gegen Mannheim
      Nach insgesamt neun Jahren Regionalliga-Zugehörigkeit hat sich Eintracht Trier am Samstagnachmittag mit einer 0:1-Niederlage gegen Waldhof Mannheim Richtung Oberliga verabschiedet. In einer chancenreichen Partie erzielte der eingewechselte Sebastian Gärtner kurz vor Schluss den Siegtreffer für die Gäste. Am Donnerstag kann Eintracht Trier eine katastrophale Saison zumindest noch mit einem kleinen Erfolgserlebnis beenden: Im Endspiel um den Bitburger Rheinlandpokal wartet die TuS Koblenz.

      Ohne die verletzten Christoph Anton, Robin Garnier und Kevin Heinz startete der SVE in die letzte Partie dieser Regionalliga-Spielzeit. Auch Christos Papadimitriou und Michael Dingels musste Eintracht-Interimscoach Rudi Thömmes ersetzen - beide fehlten gelbgesperrt. Entsprechend viele Änderungen gab es in der Startelf der Moselstädter. Für Heinz verteidigte Michael Blum hinten links, Simon Maurer nahm dem Platz von Kapitän Dingels in der Innenverteidigung ein. Außerdem beackerte Antonyos Celik die Garnier-Rolle in der Zentrale, während Youngster Vincent Boesen Papadimitriou auf der linken Außenbahn ersetzte. Früh war zu spüren, dass die Partie aus sportlicher Sicht für beide Teams keinen allzu großen Stellenwert mehr hatte. Der letzte Biss im Spiel fehlte, insbesondere den Gästen war anzumerken, dass der Fokus klar auf den nahenden Relegationsspielen liegen sollte. Trotzdem entwickelte sich eine muntere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Nach einer halben Stunde kombinierte sich der SV Waldhof erstmals gefällig durch die Hintermannschaft der Hausherren, Nicolas Hebisch hob das Leder aus kurzer Distanz aber über das Keilmann-Tor (30.). Auf der anderen Seite ließ Rechtsverteidiger Florian Riedel die beste Gelegenheit ungenutzt. Nach einem schönen Lauf über die rechte Seite hätte Riedel den im Zentrum mitgelaufenen Alawie bedienen müssen, entschied sich aber für den direkten Abschluss - und verfehlte sein Ziel (37.).

      Nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die von Gerd Dais trainierten Mannheimer ein spielerisches Übergewicht und ließen durch Hebisch (48.) und Ibrahimaj (50.) beste Chancen zur Führung ungenutzt. Erst nach einer guten Stunde tauchte der SVE mal wieder gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Stürmer Alawie legte ab, doch Patrick Lienhards Schuss von der Strafraumgrenze landete bei Waldhof-Schlussmann Scholz (65.). Kurz darauf hielt dessen Gegenüber Chris Keilmann zweimal stark. Erst parierte er einen erneuten Versuch von Nicolas Hebisch (72.), dann klärte er auch gegen den eingewechselten Ex-Trierer Benedikt Koep (74.). Als sich dann die 1.375 Zuschauer im Moselstadion schon mit dem Remis abgefunden hatten, gelang dem Tabellenzweiten aus Mannheim doch noch der Siegtreffer. Sebastian Gärtner versenkte das Leder zum 1:0 im linken Eck (87.). "Die Jungs haben nochmal alles versucht. Aber wir machen viele Fehler, schießen vorne dann kein Tor. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie versucht ihr bestes. Jetzt wollen wir es im Pokal-Endspiel noch einmal richtig machen", bilanzierte Eintracht-Coach Rudi Thömmes nach Spielende. Glückwünsche gab es am Ende des Tages nur für Eintracht-Angreifer Muhamed Alawie. Obwohl dem Stürmer gegen Mannheim kein Treffer gelingen wollte, ist Alawie gemeinsam mit Saarbrückens Patrick Schmidt mit 22 Toren Torschützenkönig der Liga. Die Saison 2016/17 beendet Eintracht Trier trotz der vielen Alawie-Treffer auf Rang 18 der Tabelle in der Regionalliga Südwest und muss damit den bitteren Gang in die Oberliga antreten. "Wir versuchen, jetzt schnellstmöglich wieder dahin zu kommen, wo wir hingehören. Und das ist nicht die fünfte Liga", gab sich Thömmes kämpferisch im Hinblick auf die kommende Spielzeit. Doch bevor sich Trainer und Spieler in die Sommerpause verabschieden, steht für Eintracht Trier noch ein ganz wichtiges Spiel an. Am Donnerstag trifft die Thömmes-Elf im Finale des Bitburger Rheinlandpokals auf Ligakonkurrent TuS Koblenz. Anstoß im Salmtalstadion ist um 12:45 Uhr.

      Statistik:

      Tore: 0:1 Gärtner (87.)

      Eintracht Trier: Keilmann - Riedel, Maurer, Cinar, Blum - A. Celik - Zinram (76. Kurz), Lienhard (88. Kinscher), Telch, Boesen (69. Kaminiotis) - Alawie


      Waldhof Mannheim: Scholz – Müller, Seegert (76. Nag), Nennhuber, M. Celik – Korte, Fink, Tüting (69. Gärtner), Ibrahimaj – Hebisch, Sommer (60. Koep)

      Zuschauer: 1.375

      Schiedsrichter: Manuel Bergmann

      PM Eintracht Trier