Adler Mannheim

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    • Adler Mannheim

      Bald lässt Bryan Adams die Adler singen

      EISHOCKEY: Stürmer aus Iserlohn soll kommen / 2:3 in Kassel zum Saisonabschluss

      600 Mannheimer Fans waren mitgereist, um diese verkorkste DEL-Saison 2005/06 mit den Mannheimer Adlern endgültig zu beerdigen und das Verpassen der Play-offs zu betrauern. Der Auftritt des Vizemeisters bei den Kassel Huskies geriet zwar zur ansprechenden Ehrenrunde vor dem Abgang, einen Sieg brachte die Mannschaft von Trainer Greg Poss dennoch nicht nach Hause: Mit 2:3 (1:0, 1:3, 0:0) unterlagen die Blau-Weiß-Roten bei dem von Ex-Adler-Coach Stephane Richer trainierten Play-down-Teilnehmer - eigentlich jedoch war dieses Ergebnis zweitrangig.
      Denn zu tief saß bei den Adlern noch der Frust über das frühe Saison-Aus und die nun folgende Trennung von einigen Spielern. Am kommenden Freitag sind beispielsweise Devin Edgerton und Michael Bakos nach sechs Jahren bei den Adlern das letzte Mal zu sehen, weitere Nicht-Vertragsverlängerungen werden bis dahin bekannt gegeben sein.

      Nach einem guten Start in Kassel hatte Marcus Kink das 1:0 (7.) erzielt, indem er einen Schlagschuss von Stephan Retzer unhaltbar für Kassels Keeper Joaquin Gage abfälschte. Im zweiten Abschnitt nutzten die Huskies die Strafen gegen die Adler konsequent aus, erspielten sich Vorteile und gingen durch Tobias Wörle (1:1/28.), Martin Hlinka (2:2/32. und 3:2/37.) in Führung. Fabio Carciola hatte zwischenzeitlich das 1:2 (31.) erzielt, Yannick Tremblay kurz darauf nur den Pfosten getroffen. Im Schlussdrittel ließ sich Kassel nicht mehr aus dem Konzept bringen, spielte die Partie clever zu Ende und schickte die Adler ohne Erfolgserlebnis nach Hause.

      Nun hat der Vizemeister viel Zeit, sich über weitere Ergänzungen seines zum Großteil bereits feststehenden Kaders Gedanken zu machen. Als sicher gilt, dass außer Edgerton und Bakos auch Karl Dykhuis, Dan del Monte, Anthony Aquino, Igor Alexandrov (zurück nach Russland), Frederic Chabot, Lonny Bohonos (beide Karriereende), David Cespiva, Thomas Pielmeier (beide Nürnberg) und Pierre Hedin den Klub verlassen.

      Als Neuzugänge stehen Torwart Robert Müller (Krefeld) und Tomas Martinec (Nürnberg) fest, daneben sollen Verträge mit Pascal Trepanier (Bern), François Methot (Nürnberg), François Bouchard (Frankfurt) sowie Rick Girard (Augsburg) unterzeichnet sein.

      Auch der Nürnberger Verteidiger Felix Petermann (21) wird angeblich verpflichtet, ebenso Angreifer Bryan Adams (Iserlohn). Was Trainer Poss jedoch dementierte: "Adams war bei uns nie im Gespräch." Eine Ausländerlizenz will Sportmanager Marcus Kuhl noch vergeben, mit dem Rest sollen eventuelle Verletzungsprobleme gemildert werden.
      13.03.06

      Quelle: mannheimer-morgen.de
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    • Kanadische Karte soll stechen

      EISHOCKEY: So sieht das Team für 2006/07 bis jetzt aus

      Wenn morgen das Viertelfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft beginnt, bleibt den Adlern nur die Zuschauerrolle. "Es wird lange dauern, bis ich diesen Braten verdaut habe", sagt Marcus Kuhl. Da die Saison für die Mannheimer so früh beendet ist wie nie zuvor, hat der Adler-Manager viel Zeit, um am Kader für die nächste Spielzeit zu basteln. Hier ein Überblick über das aktuelle Team, Zugänge, Abgänge und Gerüchte. Änderungen sind möglich, so fällt der Name Shawn Carter beim Thema Vertragsauflösungen häufiger.

      Der Adler-Kader für die Saison 2006/07:

      Tor: Robert Müller (Vertrag bis 2009), Ilpo Kauhanen (2008), Danny aus den Birken (2007). - Abwehr: Nico Pyka (2007), Stephan Retzer (2007), Peter Ratchuk (2008), Yannick Tremblay (2007), Stefan Langwieder (2007, liebäugelt mit Engagement in einer kanadischen Junioren-Liga). - Angriff: Shawn Carter (2007), Christoph Ullmann (2008), Fabio Carciola (2008), René Corbet (2008), Jeff Shantz (2008), Sachar Blank (2007), Ronny Arendt (2007), Marcus Kink (2008), André Schietzold (2007), John Tripp (2007), Tomas Martinec (2009).

      - bestätigte Zugänge: Robert Müller (von den Krefeld Pinguinen) und Tomas Martinec (Nürnberg Ice Tigers). - unbestätigte Zugänge: François Bouchard (Frankfurt Lions), Pascal Trepanier (SC Bern), Martin Ancicka (Eisbären Regensburg), Rick Girard (Augsburger Panther).

      - im Gespräch: Felix Petermann, Petr Fical, François Methot (alle Nürnberg), Martin Walter (Hamburg Freezers), Sven Butenschön (Manitoba Moose), Denis Hamel (Binghamton Senators), Yan Stastny (Providence Bruins), Brandon Reid (Rapperswil-Jona).

      - Abgänge: Frédéric Chabot (Karriere-Ende), Michael Bakos (Ingolstadt), David Cespiva, Thomas Pielmeier (beide Nürnberg Ice Tigers), Lonny Bohonos (wahrscheinlich Karriere-Ende nach Halswirbelbruch), Devin Edgerton (eventuell Hamburg Freezers), Karl Dykhuis, Pierre Hedin, Igor Alexandrov, Anthony Aquino, Dan Del Monte, Philipp Schlager (alle Ziel unbekannt).

      Quelle: mannheimer-morgen.de
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    • Edgerton: Ich hatte eine großartige Zeit in Mannheim

      Nach sechs Jahren muss der Stürmer seine Zelte abbrechen / Wechsel nach Hamburg oder Österreich

      "Es war verrückt. Ich stand für anderthalb Stunden in der Ecke und alle wollten mir ‚Auf Wiedersehen' sagen", blickt Devin Edgerton auf seine Verabschiedung am vergangenen Freitag zurück. "Es ist schön zu sehen, dass die Fans meine Leistungen anerkennen. Das macht den Abschied etwas leichter." Nach sechs Jahren Mannheim heißt es für den Kanadier Koffer packen, sein Vertrag wird nicht mehr verlängert. Wohin es ihn ziehen wird, weiß der Stürmer noch nicht. Das Gerücht, er würde bei den Hamburg Freezers anheuern, will er nicht bestätigen. In den nächsten Tagen soll aber eine Entscheidung fallen. Neben der DEL kommt für ihn auch ein Engagement in Österreich in Frage.

      Er habe eine tolle Zeit in Mannheim verbracht - sowohl sportlich als auch persönlich, gibt sich "Edgi", wie er liebevoll genannt wird, wehmütig. Sein ältester Sohn Luke war zwei Jahre alt, als der Kanadier von den Frankfurt Lions in die Quadratestadt wechselte. Cole, Chase und Ty wurden hier geboren. Ganz wird Edgerton die Bande nach Mannheim nicht abreißen lassen, dafür hat seine Familie hier zu viele Freunde gewonnen. Bis Mitte April bleibt Edgerton auf jeden Fall noch: "So lange brauche ich für den Umzug. Man glaubt nicht, wie viele Sachen sich in sechs Jahren in einem Haus ansammeln können." Kommendes Wochenende ist die ganze Familie sowieso erstmal in Garmisch. Die Kinder haben dort ein Eishockey-Turnier. Edgerton will die Zeit nutzen, um beim Skifahren mit seiner Frau Jennifer abzuschalten.

      Gerne hätte sich der Kanadier mit einer erfolgreicheren Spielzeit verabschiedet: "Natürlich habe ich mir viel vorgenommen. Als Kapitän der Mannschaft in der neuen Halle willst du Großes leisten." Doch durch die vielen Verletzten - Edgerton selbst musste lange passen - und den Abgang von Steve Kelly sei einfach nicht mehr drin gewesen. "Trotzdem war die Saison für mich noch mal ein Highlight", beschreibt er das atemberaubende Gefühl, in der SAP Arena zu spielen. Auch mit seiner Leistung zeigt sich der Stürmer zufrieden: 34 Punkte in 36 Spielen haben ihm bewiesen, dass er noch "gut drauf" ist. Daneben war natürlich die Meisterschaft 2001, in seiner ersten Saison im Adler-Trikot, der Höhepunkt der vergangenen sechs Jahre. "In drei von sechs Spielzeiten stand ich mit dem Team im Finale. Das ist großartig", blickt Edgerton auf eine erfolgreiche Zeit zurück. Dabei ließ er sich auch nicht von Tiefschlägen beeindrucken - nach drei schweren Verletzungen stand der 35-Jährige jedes Mal wieder auf und kämpfte sich zurück.

      Ein wenig enttäuscht zeigt sich Edgerton, dass nie jemand auf ihn zugekommen ist, um ihm mitzuteilen, dass sein Kontrakt nicht verlängert wird. "Nach sechs Jahren hätte man das erwarten können, aber so ist eben das Geschäft." Ganz Vollblut-Stürmer, hat der Eishockey-Profi aber seinen Blick schon nach vorne gerichtet: "Ich freue mich darauf, in einem neuen Team frisch anzufangen. Ich weiß, dass ich es noch kann", will er in der kommenden Saison wieder eine Führungsrolle in seiner neuen Mannschaft übernehmen.

      (Christian Butz)

      Quelle: mannheimer-morgen.de
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    • Adler setzen auf die deutsche Karte

      Die Mannheimer Adler setzen auf einen deutschen Stamm, um in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen. Das ist die Kernaussage, die Manager Marcus Kuhl, Trainer Greg Poss, Geschäftsführer Matthias Binder und Marketingleiter Dag Heydecker im Mannheimer Musikpark verkündeten. Über 150 Adler-Fans waren der Einladung des Mannheimer Morgen gefolgt und diskutierten, moderiert von Sport-Ressort-Leiter Ulrich Verthein, leidenschaftlich über die verkorkste Saison und die Zukunft des DEL-Rekordmeisters. "Wir wollen wieder Identifikationsfiguren haben, deshalb wurden viele längerfristige Verträge abgeschlossen", verdeutlichte Kuhl. Bereits am Montag beginnt das Training für die deutschen Spieler.

      Neuverpflichtungen wie Martin Ancicka oder Felix Petermann schwitzen dann beispielsweise mit Fabio Carciola, Christoph Ullmann und Stephan Retzer. "Nicht nur für die Adler, sondern auch für die Nationalmannschaft, zu deren erweiterten Kreis sie gehören", gab der Manager bekannt. "Mit diesem Stamm werden wir wieder erfolgreich sein", ist er sich sicher.

      Quelle: mannheimer-morgen.de
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    • Geld regiert doch nicht immer die Welt

      Da haben die Adler von der Familie Hopp ein milionenschweres Stadion in Mannheim hingestellt bekommen, welchem die Stadt Unsummen an Schulden verdankt, der Club kann durch Hopps Sponsor- Beziehungen einen Kader nach belieben zusammenstellen - und doch schaffen die Adler keinen Playoffeinzug.

      Geld regiert also doch nicht immer die Welt - und das ist gut so!!!

      Auch die gute Nachwuchsarbeit der Adler trägt keine Früchte, denn keiner der Jungadler wird jemals zum Zug in der ersten Mannschaft kommen; siehe auch den Kaufrausch des Managements für die nächste Saison, der schon wieder begonnen hat.

      Und so muss wiederholt die Frage nach dem Sinn eines Eishockey- Stadions gestellt werden. Besonders da es sich um ein Stadion einer Sportart handelt, welcher in Deutschland internationales Renomé fehlt. Dies hat uns unlängst das Abschneiden der deutschen Olympia- Mannschaft in Turin bewiesen - ohne übrigens auch nur einen regelmäßig spielenden Crack aus dem Mannheimer Milionen Kader.

      Da kann man nur hoffen, dass das Retortenfussballprojekt Hopps genauso kläglich scheitern wird und stattdessen der Mannheimer Fußball wieder an das Tor der Bundesliga klopfen wird.

      Quelle: Rheinpfalz
    • Bratwürste verteilen statt Söldner holen

      Adler stellen sich ihren Fans und gehen neue Wege / Teal Fowler Co-Trainer

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Es war ein bewegender Moment. "Ich habe eine große Bitte an Greg Poss. Bitte bekommen Sie die Mannschaft in der nächsten Saison so hin, dass wir wieder singen können ,Und so spielt man Eishockey'. Ich bin seit den 60er Jahren Fan, in diesem Jahr habe ich dieses Lied wegen der schwachen Vorstellungen zum ersten Mal nicht gesungen", sagte ein Adler-Anhänger bei der Podiumsdiskussion im Musikpark, zu der der "Mannheimer Morgen" geladen hatte.
      Damit sprach er seinen Leidensgenossen aus der Seele. So leidenschaftlich die über 150 Adler-Fans vorher mit Manager Marcus Kuhl, Trainer Greg Poss, Geschäftsführer Matthias Binder und Marketingchef Dag Heydecker die Gründe für die Blamage auseinandergenommen hatten - dieses Fan-Flehen traf den Nagel auf den Kopf. Nach der gut zweistündigen "Aussprache", die Ulrich Verthein, der Sport-Ressortleiter dieser Zeitung, moderierte, zog Adler-Coach Greg Poss ein zufriedenes Fazit: "Die Diskussion hatte etwas Therapeutisches. Ich glaube, es tat uns und den Fans gut, über den Misserfolg zu reden."

      Warum sich Kuhl & Co. den kritischen Fragen ihrer Basis stellten, verdeutlichte der Manager mit klaren Worten: "Wir sitzen heute hier, weil wir auf die Schnauze gefallen sind." Und Poss ergänzte: "Es kann nicht sein, dass ein Klub wie die Adler auf einem Level mit Duisburg, Kassel, Augsburg oder Iserlohn steht." Das sahen die Fans genauso. Einige sprachen sogar von "gefährlichem Fahrwasser", in dem sich die Adler befänden und forderten eine schonungslose Innenanalyse. Im Kreuzfeuer ihrer Kritik stand Kuhl, dem die Anhänger Fehler bei der Mannschaftszusammenstellung ankreideten. "Ich denke nicht an Rücktritt", stellte der Manager klar.

      Da das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, wollten die Fans vor allem wissen, welche Konsequenzen die Adler ziehen. Was verbirgt sich konkret hinter dem vorgestellten Motto "Jetzt erst recht", mit dem die Mannheimer eine Marketing-Offensive starten werden? Die Antwort trägt den Namen "System Poss". "Wir wollen unsere deutschen Spieler stark machen. Sie sollen topfit sein, wenn unsere Ausländer Anfang August eintreffen und diese mitziehen", klärt der Adler-Trainer auf. Konkret bedeutet das: Bereits heute starten die Blau-Weiß-Roten mit dem Sommertraining, um die konditionellen Grundlagen für die kommende Saison zu legen.

      Wieso die Adler auf einen Stamm deutscher Spieler setzen, ist auch ein wenig aus der Not geboren. Kuhl spricht von einem Ausländer-Problem als Auslöser der Adler-Misere: "Mir hat die Söldner-Mentalität fast das Herz gebrochen. Es scheint gerade so, als würden viele Importspieler ihr Talent an der Mannheimer Kabinentür abgeben. Es gibt kaum noch Bozons oder Pascos, die ein Team tragen. Anstatt während der Saison Igor Alexandrov zu verpflichten, hätte ich lieber das Geld sparen und in der Arena Bratwürste an die Fans verteilen sollen." Während die Adler-Führung so die große Fluktuation im Ausländer-Bereich erklärt, sprechen Fans von Schwächen bei der Spielersichtung.

      Klar wurde, dass die Quadratestädter den kurzfristigen Erfolg suchen. Deshalb verpflichteten sie in der Verteidigung über 30 Jahre alte Routiniers wie Pascal Trepanier, François Bouchard oder Martin Ancicka. Talente wie Frank Mauer oder Christopher Fischer, die in der nächsten Saison dem Jungadler-Projekt entwachsen sind, sollen erst einmal beim Kooperationspartner in Heilbronn Luft schnuppern.

      Am Rande sickerten zwei Personal-Entscheidungen durch. "Es gibt noch nichts Offizielles", sagt Poss zwar, aber es ist sicher, dass Krefelds Headcoach Teal Fowler nächstes Jahr als Co-Trainer seine Zelte in Mannheim aufschlagen wird. Außerdem haben die Adler einen weiteren "gestandenen deutschen Nationalspieler" verpflichtet, der zurzeit wohl noch in den Play-offs aktiv ist. Obwohl Kuhl den Kölner Hai Eduard Lewandowski in der Vergangenheit oft als "nicht finanzierbar" eingestuft hat, gilt der Stürmer als heißer Kandidat.

      Quelle: Mannheimer-Morgen
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    • Der (Tor-)Jäger in spe trainiert das Schießen

      Auf Adler Kink und Co. wartet heißer Sommer

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Als ob er nicht schon genug Körner gelassen hätte, jetzt auch noch das: Marcus Kink muss Liegestütze machen. Den 21-jährigen Stürmer der Mannheimer Adler wurmt besonders, dass er für die beiden Strafeinheiten à 20 Wiederholungen selbst verantwortlich ist. Denn die Anweisungen von Adler-Trainer Greg Poss, der gestern - Ende März - erstmals zum "Sommertraining" bittet, sind klar: Erzielen Kink, Christoph Ullmann, Fabio Carciola, Ronny Arendt, Nico Pyka und Michael Bakos gegen die Goalies Ilpo Kauhanen und Danny Aus den Birken in 25 Sekunden drei Treffer, müssen die Torhüter auf die Knie. Falls nicht, werden die Schützen bestraft - so wie Kink.

      Da die Adler in dieser Saison an den Play-offs vorbei geflogen sind, hatte Poss angekündigt, die deutschen Spieler über den Sommer fit zu machen. Wie es aussieht, will der US-Amerikaner sein Versprechen unbedingt halten. Schon um 8.15 Uhr versammeln sich Marcus Kink und Co. an der SAP Arena. Dort gibt es einen Vorgeschmack darauf, was die Cracks in den nächsten Monaten erwartet: eine Stunde laufen, 90 Minuten aufs Eis, und am Nachmittag zweieinhalb Stunden Krafttraining. Auch bei den deutschen Neuzugängen wird nach den medizinischen Checks Schweiß fließen.

      Wie Marcus Kink macht sich der Großteil der Trainingsgruppe Hoffnungen auf eine Teilnahme an der B-Weltmeisterschaft im französischen Amiens. "Ich bin heiß", sagt Kink. Der Außenstürmer gehört zum erweiterten DEB-Kreis, der sich ab dem 4. April mit zwei Testspielen gegen Ungarn fit macht für die Mission "Wiederaufstieg". Klappt es nicht damit, dabei zu sein, hat Kink schon eine Alternative parat. Zusammen mit Kauhanen büffelt er zurzeit für den Jagdschein. "Ilpo hat zwar schon einen finnischen Jagdschein, aber den kann er nicht einfach übertragen. Bei einer Auswärtsfahrt habe ich ihm seine Lernbögen abgenommen, bin darin hängen geblieben - und jetzt pauken wir gemeinsam", klärt der Linksschütze über seine neue Leidenschaft auf.

      Der Außenstürmer gibt alles. Noch lange nach dem offiziellen Trainingsende steht er mit Carciola und Poss an der blauen Linie, um an seiner Schusstechnik zu feilen. "In der DEL sind die Torhüter so stark - um erfolgreich zu sein, muss man schnell und knallhart abziehen", erklärt Poss den Sinn der Übung. "Nachdem ich mit Petr Fical in Nürnberg so zusammengearbeitet hatte, kurbelte er seine Produktion in der darauf folgenden Saison von zwölf auf 21 Tore an."

      Die Aussicht auf eine bessere Ausbeute spornt natürlich auch Kink an, der es zuletzt in 45 Partien nur fünf Mal hatte klingeln lassen. Deswegen nimmt er das harte Sommertraining auch - noch - locker. Im Dezember das Eis nicht mehr sehen zu können, befürchtet er nicht: "Spaß muss halt auch dabei sein." Und Poss lässt keine Zweifel am Sinn seiner Maßnahme aufkommen: "Jeder Arbeitnehmer muss am Tag mindestens acht Stunden schuften. Ich habe es mit Profi-Athleten zu tun, die täglich intensiv an sich arbeiten können."

      Quelle: Mannheimer-Morgen
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    • MERC und Adler künftig eine Qualitäts-Marke?

      Bündelung der Kräfte soll Nachwuchsarbeit optimieren / Vorstellung des Konzepts im September

      Von unserem Mitarbeiter Roland Bode

      "MERC - Die Adler Mannheim e.V.": Auf diesen Namen könnte noch in diesem Jahr der traditionsreiche Mannheimer Eishockeyverein umgetauft werden. Zumindest die Idee besteht. Ein Konzept soll bis September erarbeitet werden. Hinter dem Gedanken steckt das Ziel, mit einer Bündelung der Kräfte von Adlern, Jungadlern und dem Stammverein der Nachwuchsarbeit neue Flügel zu verleihen. Auch eine überregionale Einbindung der EKU Käfertal ("Maddogs"), der Eisbären Eppelheim und des ERC Ludwigshafen ist denkbar.

      "Jungadler und MERC arbeiten schon in enger Kooperation miteinander. Breitensport und Nachwuchsförderung findet in erster Linie beim MERC statt. So ist der Entschluss gereift, dass wir nicht mehrere Vereine im Verein benötigen, sondern versuchen möchten, in Zukunft einen gemeinsamen Weg zu gehen", erklärt Berthold Wipfler. Wipfler ist seit der jüngsten Mitgliederversammlung der Blau-Weiß-Roten in der Rheingoldhalle neuer stellvertretender Vorsitzender und Nachfolger von Jörg Etz, der aus beruflichen Gründen sein Amt abgegeben hat. Trotz einiger Diskussionen im Vorfeld - die Zeichen für die angedachte "Umfirmierung" stehen scheinbar positiv: "Wir haben eine positive Haltung von Adler-Gesellschafter Daniel Hopp und Manager Marcus Kuhl. In die Entscheidung sollen aber auch die Mitglieder und Fangruppen eingebunden werden", so Wipfler.

      Auf Basis der neuen Planungen, die Cheftrainer Helmut de Raaf zu Papier bringen wird, ist auch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Profis angedacht. "Es ist erklärter Wille von Daniel Hopp, Profi- und Amateurbereich enger zusammenzuführen", betont Wipfler, der seit vielen Jahren als steuerlicher Berater der Dietmar-Hopp-Stiftung tätig ist. "Den Eishockey-Sport mit seiner langen Tradition und Begeisterung für die ganze Region attraktiver zu machen, ist unser Anliegen", führt der langjährige Verbands-Funktionär weiter aus. Wegen der Trennung des Profi-Spielbetriebs von der Nachwuchsarbeit habe es in jüngster Vergangenheit keine "echten Berührungspunkte mehr gegeben", so Wipfler weiter. Mit dem Konzept verbindet sich die Hoffnung, dem Verein eine "neue Legitimation und Identifikation zu geben, die sich durch intensivierte Fan-Arbeit, Mitgliederwerbung und einheitliches Merchandising positiv auf das Gesamtkonstrukt auswirken soll. Der angedachte Name steht für eine komplett neue Marke, die für Qualität birgt." Wipfler könnte sich beispielsweise ein kombiniertes Adler-MERC-Logo vorstellen. Die Optimierungen gehen von der Laufschule an der Basis bis zur Installierung eines Internats. Auf einer Mitgliederversammlung im Herbst ist die Präsentation vorgesehen. Die sportliche Führung sollen Adler-Manager Marcus Kuhl und Jörg Etz übernehmen.

      Etz zog in seiner letzten Amtshandlung als MERC-Vize trotz der souveränen Meisterschaft der Herrenmannschaft in der Baden-Württemberg-Liga eine für die Saison 2005/06 durchwachsene Bilanz. Die Abmeldung des Damen-Bundesligateams habe für einige Unruhe und "das Ende einer langen Tradition gesorgt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in den nächsten Jahren wieder Damen-Eishockey in Mannheim anbieten können". Bitter sei zudem der Abstieg der Schüler und Junioren aus der höchsten deutschen Spielklasse gewesen. Der Umzug in die SAP Arena habe ebenfalls Schwierigkeiten mit sich gebracht. Ein wesentliches Problem wird nun jedoch behoben: Für Eltern und Gastmannschaften sollen 60 weitere Parkplätze gebaut werden, die künftig den Zugang zur Trainings- und Spielstätte erleichtern.
      © Mannheimer Morgen - 24.05.2006
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    • Jetzt offiziell: Butenschön kommt

      Die "SportWoche" hatte bereits Mitte Februar damit spekuliert, jetzt ist es offiziell: Wie die Adler Mannheim auf ihrer Homepage vermelden, haben Sven Butenschön und Eduard Lewandowski für die kommende Saison unterschrieben. Hinzu kommt mit Nathan Robinson ein kanadischer Stürmer.

      Der 25-Jährige wird in Mannheim erstmals in Europa auf Torejagd gehen. Insgesamt hat Robinson fünf Spiele für die Detroit Red Wings und zwei Spiele für die Boston Bruins in der NHL bestritten. In der abgelaufenen Saison hat der ca. 178 cm große Stürmer 76 Spiele für die Providence Bruins, das Farmteam Bostons, in der AHL bestritten. Dabei konnte er 33 Tore und 36 Vorlagen erzielen. Der Stürmer hatte bereits Ende Mai in Mannheim ein Probetraining bestritten und die medizinischen Tests durchlaufen.

      Quelle: Sportwoche
    • Die Eiszeit ist zurück - Adler feuern aus allen Rohren

      Trainer Greg Poss legt viel Wert auf die Schusstechnik / Stürmer Shawn Carter unterschreibt in Nürnberg

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Feuer frei, Mannheims Eishockey-Adler schießen aus allen Lagen. Vieles erinnert gestern beim ersten Eistraining in der Nebenhalle der SAP Arena an das berühmte Torwandschießen im "Aktuellen Sportstudio". Während sich Jungadler- und Torwart-Trainer Helmut de Raaf akribisch um die beiden Goalies Robert Müller und Danny aus den Birken kümmert, feilen die anderen Adler an ihrer Schusstechnik.

      Verteidiger Stefan Langwieder füttert seine Teamkollegen mit harten Pässen. Diese müssen nicht nur die Scheibe annehmen und verarbeiten, sondern ganz gezielt abziehen, denn vor dem Netz hängt eine Hartgummi-Wand, die nur mit präzisen Schüssen in die Ecken überwunden werden kann. Adler-Trainer Greg Poss erklärt den Sinn der Übung: "Die Pucks prallen sofort zurück. So feuern die Jungs fünf Mal öfter auf den Kasten, als wenn ein ,richtiger' Torhüter drin stehen würde. Bis der wieder auf den Beinen ist, vergeht zu viel Zeit."

      Und Zeit haben die Blau-Weiß-Roten nicht zu verlieren. Nach einer enttäuschenden Saison mit dem zehnten Platz schwitzen die deutschen Spieler der Mannheimer seit dem 27. März beim Trockentraining. Abgesehen von den Jungs wie Christoph Ullmann, der mit der Nationalmannschaft in Amiens den Wiederaufstieg in die A-Gruppe feierte, hatten die Spieler seitdem nur drei Wochen Urlaub. Die restlichen Tage arbeiteten sie unter Poss' Anleitung an ihrer Fitness. "Alle haben bislang einen Super-Job gemacht", lobt der Coach.

      Das kann Fabio Carciola nur bestätigen. Bislang eilte dem Stürmer der Ruf voraus, dass er in der spielfreien Zeit den lieben Gott gerne mal einen guten Mann sein lässt. Doch diese Nachlässigkeiten gehören der Vergangenheit an, sagt der 20-Jährige: "Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nie so hart an mir gearbeitet wie momentan. Es macht wahnsinnig viel Spaß zu sehen, dass du jeden Tag fitter und fitter wirst."

      Bis im August das Training auf dem Eis intensiviert wird, sehen die 24 Stunden für die Adler so aus: Früh aufstehen, zwei Stunden in die Mucki-Bude, dann eine Einheit auf dem Eis, und zum Abschluss Konditionsaufbau. Dass bis auf die Ausländer - ob mit oder ohne deutschen Pass - alle zusammen Gas geben, ist für Christoph Ullmann das Erfolgsgeheimnis: "Egal ob Laktat- oder Sprint-Tests - überall haben wir Top-Werte. Wir spornen uns gegenseitig an, jeder will natürlich der Beste sein."
      Wenn am 3. August auch die nordamerikanischen Import-Spieler mit auf dem Eis stehen, vertrauen die Deutschen auf einen gewissen Wettbewerbsvorsprung. Denn die Verpflichtung eines weiteren Stürmers vorausgesetzt (Poss: "Es gibt sieben, acht Kandidaten. Darren Haydar von den Milwaukee Admirals ist einer, aber hinter dem ist ganz Europa her"), kämpfen 15 Angreifer um zwölf offene Plätze. Angst, auf der Bank schmoren zu müssen, hat aber niemand. "Konkurrenz belebt das Geschäft", sagt Ullmann, der sicher ist, dass sich das harte Training auszahlt. Einen Konkurrenten müssen "Ulle" & Co. schon mal nicht verdrängen: Shawn Carter, der trotz seines Vertrags keine Zukunft in Mannheim mehr hatte. Er wechselt nach Nürnberg.

      Quelle: Mannheimer Morgen 04.Juli 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Von Klinsmännern lernen heißt siegen lernen

      Adler Mannheim schreiben erstmals schwarze Zahlen / Troy Riddle kommt zum Probetraining

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Die Spielzeit zum Vergessen mit dem Verpassen der Play-offs ist analysiert und abgehakt. Die Adler Mannheim brennen darauf, in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. "Wir wollen von Spiel zu Spiel besser werden", sagt Trainer Greg Poss auf der Pressekonferenz im Heidelberger NH-Hotel. Und Manager Marcus Kuhl konkretisiert das Saisonziel so: "Wir streben mindestens einen Platz unter den besten Sechs an, denn damit haben wir die Play-off-Qualifikation sicher in der Tasche."

      Um wieder in die Spitzengruppe der Liga vorzustoßen, vertrauen die Blau-Weiß-Roten einem runderneuerten Kader, 17 Abgängen stehen zwölf Neuzugänge gegenüber. Doch damit nicht genug. "Wir suchen noch einen Top-Verteidiger und einen Stürmer für die erste Angriffsreihe", umschreibt Kuhl das Anforderungsprofil. Die Adler lassen sich bei der Auswahl viel Zeit. "Wir haben keine Probleme damit, mit der aktuellen Mannschaft zu starten", unterstreicht Kuhl. Ob "Sturm-Zwerg" Troy Riddle eine der vier freien Ausländer-Positionen einnimmt? Der 24-jährige nur 1,55 m große Rechtsschütze vom nordamerikanischen AHL-Klub Peoria Rivermen (22 Punkte in 55 Spielen) kommt am Samstag für ein vierwöchiges Probetraining nach Mannheim. "Da kann er zeigen, was er drauf hat", sagt Kuhl, und Poss ergänzt: "Riddle hat 2002 bis 2004 zusammen mit Thomas Vanek für die University of Minnesota gespielt und ungefähr gleich stark gepunktet - und Vanek läuft heute für den NHL-Verein Buffalo Sabres auf. Vielleicht landen wir mit Riddle einen Glücksgriff."

      Um seine Chance am Schopf zu packen, muss Riddle mächtig Gas geben, denn die deutschen Spieler strotzen dank des Sommertrainings zurzeit vor Kraft. "Ehrlich gesagt war ich skeptisch, ob das alles Sinn macht, aber jetzt bin ich davon überzeugt. Ich war noch nie so gut drauf wie nach diesem Sommer und verspreche den Fans: Wir werden das fitteste Team der Liga sein", so die Kampfansage von Torhüter Robert Müller, der sich der so genannte "Associated Coach" Teal Fowler anschließt: "Was man mit Fitness und Teamgeist erreichen kann, hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM gezeigt."

      Positives vermeldet Matthias Binder. Denn obwohl die Adler 2006 an der K.o.-Runde vorbei flogen, schrieben sie erstmals schwarze Zahlen. Genauer will der Geschäftsführer zwar nicht auf den Gewinn eingehen, "aber wir haben mit dem Umzug in die SAP Arena einen Meilenstein erreicht". Außerdem informiert Binder über einen Antrag, den die DEL-Vereine zusammen durchboxen wollen: "Unser Wunsch ist es, dass es wie in der NHL für einen Faustkampf Mann gegen Mann nicht automatisch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gibt. Das bedeutet aber nicht, dass die DEL eine Schlägerliga wird." Wenn die Fäuste fliegen, dann in neuen Trikots. Auffallend sind das MERC-Logo und die Spielernummer auf dem Ärmel sowie die Volksbanken-Gruppe als neuer Brust-Sponsor.
      Quelle: Mannheimer-Morgen 02. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Rick Girards Spielwitz lässt die Adler lachen

      Kanadier bekommt in 44 Tagen deutschen Pass / Trainingsauftakt in der SAP Arena

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Blau gewinnt gegen Weiß. Während seine unterlegenen Mannschaftskameraden nach dem lockeren Spielchen zur Strafe Liegestütze machen müssen, fährt Rick Girard lächelnd vom Eis. Der 32-Jährige will immer ein Gewinner sein - ob in der Deutschen Eishockey-Liga oder wie gestern vor 300 Fans beim offiziellen Trainingsauftakt der Adler Mannheim in der SAP Arena.

      In den vergangenen drei Jahren feierte Girard Siege seines Vereins besonders ausgelassen. Denn die Augsburger Panther gelten als Team mit chronisch schmalem Geldbeutel, das sich gegen die Großen - mal besser, mal schlechter - wehrt. Hervorragend taten das die Schwaben 2005, als sie völlig überraschend die Play-offs erreichten. Der Angreifer, der im Sturm alle Positionen besetzen kann, galt als Führungsspieler. Und doch sagte er Augsburg servus und heuerte in Mannheim an.
      Dass Girard im Spätsommer seiner Karriere den Sprung zum Etatkrösus geschafft hat, liegt an einem Stück Papier. Denn am 16. September - genau acht Jahre nach dem Start seines Deutschland-Abenteuers - bekommt der in Edmonton geborene Kanadier den deutschen Pass. Einen Tag später darf er seine DEL-Premiere für die Adler feiern. Da Girard also nicht mehr unter das Ausländerkontingent fällt, macht ihn das mit 32 Jahren noch einmal interessant. "Ich liebe das Ahornblatt. Natürlich ist es mir schwer gefallen, meinen kanadischen Pass abzugeben", sagt er. "Aber ich musste an meine Frau und meine beiden Kinder denken. Der deutsche Ausweis ermöglicht mir viel bessere Perspektiven, deswegen musste ich nicht zwei Mal überlegen."

      Auch dass er in Mannheim weniger Eis sehen wird als in Augsburg, schreckte ihn nicht ab. Da Trainer Greg Poss auf vier starke Reihen setzt, gehören 30-Minuten-Spiele für Girard wohl der Vergangenheit an. "Als ich noch für die München Barons oder die Frankfurt Lions auflief, war das ja auch nicht anders", betont der Linksschütze. "Außerdem bin ich dann vielleicht in der entscheidenden Phase einer Saison noch fitter." Doch Poss lässt sowieso keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Mann mit der Nummer 37 auch in Zukunft nach jeder Partie kaputt ist: "Wie alle anderen soll Rick an seine Grenzen gehen und immer alles geben. Dann fühlt er sich nach 17 Minuten Eiszeit bei uns so wie nach über einer halben Stunde in Augsburg."

      Girard, der zuletzt in 43 DEL-Spielen 15 Tore erzielte und 29 Vorlagen sammelte, spielt in Poss' System eine wichtige Rolle. "Rick hat einen großen Spielwitz. Da er flexibel einsetzbar ist - auch in der Defensive immer seinen Mann kontrolliert -, kommt er meiner Vorstellung eines modernen Eishockey-Profis nah", sagt der Trainer, der sich gestern einen ersten Eindruck seines Teams auf dem Eis machte. Bis auf Jeff Shantz (Knorpelschaden im Knie, noch in Kanada) fehlten nur Torhüter Ilpo Kauhanen wegen einer leichten Grippe und Benedikt Kohl, der zusammen mit Stefan Langwieder für die deutsche U 20 an einem Vier-Nationen-Turnier in der Schweiz teilnimmt. Auch die neuen Ausländer Pascal Trepanier, François Bouchard, Jason Jaspers, Nathan Robinson und François Methot setzten erste Duftnoten.

      Quelle: Mannheimer-Morgen 03. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Adler lernen neue Regeln

      Marcus Kuhl kämpft an vielen Fronten. Der Manager der Adler Mannheim sondiert derzeit nicht nur den Eishockey-Spielermarkt nach zwei Hochkarätern, sondern studiert auch Nachrichten des Weltverbandes IIHF. "Für die neue Saison gibt es knapp 30 neue Regeln", sagt Kuhl. "So werden die Schiedsrichter öfter auf Penalty entscheiden. Denn es gibt diesen Strafschuss künftig auch, wenn ein Spieler vor der blauen Linie illegal am Alleingang gehindert wird und nicht erst bei Vereitelung einer hundertprozentige Torchance." Auch Geschäftsführer Matthias Binder hat Neuigkeiten parat: "Die Liga plant, alle Tore auf ihre Internetseite stellen." Gelegenheit darüber zu diskutieren, haben die Adler-Fans morgen (ab 16 Uhr) bei der "Boys are back in town"-Party auf dem Außengelände der SAP Arena. cr

      Quelle: Mannheimer Morgen 05. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Der "Riddler" stellt alle vor ein Rätsel

      Adler auf Zeit will endlich durchstarten und länger in Mannheim bleiben

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Sprüche über seinen Nachnamen gehören für ihn zum Tagesgeschäft. Troy Riddle (englisch "riddle": Rätsel) lacht müde. Vom Frankfurter Flughafen ging es für den Probe-Spieler der Adler Mannheim direkt nach St. Leon-Rot. Dort putteten die Blau-Weiß-Roten am Samstag gemeinsam mit ihren Sponsoren und Gönnern beim "Eagles Cup" zum elften Mal für einen guten Zweck. Geschäftsführer Matthias Binder überreichte dem Schönauer Verein "Miteinander e.V." einen Scheck über 7500 Euro.

      In Nordamerika nennen sie den 24-jährigen Riddle in Anlehnung an den Superschurken der Batman-Comics "Riddler", doch ein Bösewicht ist der 1,75-Meter-Wirbelwind nicht. Eher ein Lausbub, der den Verteidigern gerne mal Knoten in die Beine spielt. "Ich bin nicht der Größte. Dieses Defizit muss ich mit anderen Qualitäten ausgleichen", sagt er. "Ich kann nicht einfach einen Gegner mit einem Check aus dem Weg räumen. Die Fans sollen sich nach einer Partie daran erinnern, dass ich den mächtigen Hit eingesteckt habe, der den Siegtreffer ermöglichte."
      Trotz seiner guten Ansätze gibt der Rotschopf nicht nur seinen Gegnern Rätsel auf, sondern auch den Experten - und sich selbst. Denn im Team der University of Minnesota, mit dem er zwei Mal (2002/03) die NCAA-Meisterschaft gewann, spielte er noch mit vergleichbaren Statistiken mit Thomas Vanek zusammen. Doch während der Österreicher jetzt an der Seite des Mannheimer Nationalspielers Jochen Hecht in der nordamerikanischen Profiliga NHL aufläuft, brachte es Riddle bisher nur auf 97 Spiele in der unterklassigen AHL (20 Tore, 17 Vorlagen). Eine Erklärung für den unterschiedlichen Karriere-Verlauf hat er nicht: "Thomas hat einen Wahnsinns-Sprung gemacht. Ich hoffe, dass ich den bei den Adlern nachhole."

      Zweifel daran, dass er das Trainerteam in den nächsten vier Wochen von seiner Klasse überzeugen wird, lässt der Stürmer nicht aufkommen. Er weiß, dass die Uhr tickt: "Ich habe eine gute Arbeitseinstellung und werde von Beginn an Gas geben", wirbt Riddle für sich. "Ich bin davon überzeugt, dass mir die große europäische Eisfläche entgegen kommt und ich meine Schnelligkeit ausspielen kann."

      Einen Top-Verteidiger und einen Angreifer für die erste Reihe suchen die Adler noch. Ob Riddle diesen Ansprüchen genügt? "Troy kann ein Glücksgriff werden. Er hat flinke Hände und fliegt übers Eis", sagt Trainer Greg Poss - und die Adler-Fans hoffen mit ihm. Zu frisch ist die Erinnerung an die vergangene Saison, als der namenlose Anthony Aquino enttäuschte. Einen zweiten Ron Pasco, der ohne berauschende Statistiken zum Publikumsliebling avancierte, würden sie dagegen schnell ins Herz schließen.

      Unmöglich scheint das nicht. Der NHL-Klub St. Louis Blues sicherte sich 2000 die Rechte am "Rätselsteller". "Es gibt Jungs, die haben das gewissen Feuer in sich - und Troy ist so einer", lobt Don Granato, der Riddle 2004 im Blues-Nachwuchscamp und 2005/06 bei den Peoria Rivermen trainierte. Der Amerikaner mit irischen und deutschen Vorfahren ("Mein Opa kam aus Deutschland"), lernte von seinem Vater Mark eiserne Disziplin: "Er war ein Army-Ranger und für meinen Bruder Jake und mich so etwas wie ein Drill-Sergeant. Gleichzeitig hat er uns immer unterstützt - egal, was wir taten. Deswegen werde ich nie aufgeben." Troy will nicht enttäuschen - alleine schon deshalb, damit der Vater bei der Frage nach der Zukunft seines Sohns vor keinem Rätsel steht.

      Quelle: Mannheimer Morgen 07. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Adler trotzen Regeln der Mathematik

      Vier Teams kämpfen darum, nicht das erste Kabinenfest bezahlen zu müssen

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Die Adler gehen ungewöhnliche Wege. Das hat Coach Greg Poss nach dem Ende der vergangenen Eishockey-Saison gezeigt, als er bei den Blau-Weiß-Roten jeden Stein einzeln umdrehte und die deutschen Spieler zum harten Sommertraining bat. Jetzt setzen die Mannheimer sogar die Gesetze der Mathematik außer Kraft. 27:4=1, heißt die Formel: Um aus 27 Spielern ein Team zu formen, teilte der Trainerstab die Gruppe in vier Mannschaften auf. Jede bekam ein T-Shirt in unterschiedlichen Farben (Gold, Schwarz, Rot, Blau) mit dem Aufdruck "Success = conditioning + fundamentals + unity". Poss rechnet so vor: "Ohne körperliche Fitness, die Bereitschaft, im jeden Training an die Leistungsgrenze zu gehen und ohne Zusammenhalt hat man keine Chance auf Erfolg."

      Bis zum Saisonstart treten die vier Teams in verschiedenen Sportarten gegeneinander an. "Die Verlierer müssen das erste Kabinenfest bezahlen", klärt Poss über den Wetteinsatz auf. Gute Chancen, die Spendierhosen nicht anziehen zu müssen, haben die "Blauen". Nachdem Christoph Ullmann, Nathan Robinson, Ilpo Kauhanen, Eduard Lewandowski, Fabio Carciola und Christopher Fischer am Wochenende beim Lauf auf den Königstuhl Rang zwei belegt hatten, sackten sie gestern beim Basketball-Turnier in der MTG-Halle die volle Punktzahl ein. Im Finale ließen sie der ganz in Gold angetretenen Mannschaft um Torhüter Robert Müller und Marcus "Air" Kink keine Chance.
      Nicht mit von der Partie war Martin Ancicka (Verletzung an der Hüftbeuge).

      Zwar reist der Verteidiger mit in die Schweiz, wo die Adler heute (19.30 Uhr) gegen die Zürich Lions und morgen (20 Uhr) gegen die Kloten Flyers antreten, aber er wird sich die Partien nur von der Bande aus ansehen. "Wir wollen kein Risiko eingehen", sagt Poss. Auch einen Gang zurückschalten mussten gestern Nathan Robinson wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel und Jason Jaspers (Knöchel). "Alles halb so wild", so das Statement der medizinischen Abteilung. Der Beweis: Als es später aufs Eis ging, mischten beiden wieder mit.

      Quelle: Mannheimer Morgen 10. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Adlern geht Forbes ins Netz

      Mannheimer holen Kantor zum Probetraining

      Der eine kommt sicher, der andere auf Probe: Die Adler Mannheim haben sich gestern noch einmal für die neue Saison in der Deutschen Eishockey-Liga verstärkt. Aus der nordamerikanischen Profiliga NHL wechselt der kanadische Stürmer Colin Forbes für ein Jahr zu den Blau-Weiß-Roten, der tschechische Verteidiger Robert Kantor (HC Pardubice) versucht ab morgen die Trainer in einem einwöchigen Probetraining von seinen Qualitäten zu überzeugen. Gestern beim Vorbereitungsspiel in Zürich waren beide noch nicht dabei. Das Team von Greg Poss unterlag den Lions mit 2:5 (0:2, 1:2, 1:1). Eduard Lewandowski (27.) und Troy Riddle (44.) erzielten die Ehrentore.

      Ein zweiter René Corbet oder eher ein John-Tripp-Zwilling? Mit dem 30 Jahre alten Forbes ist den Adlern jedenfalls kein Unbekannter ins Netz gegangen. Für die Philadelphia Flyers, den Tampa Bay Lightning, die Ottawa Senators, die New York Rangers und die Washington Capitals absolvierte er inklusive Play-offs 324 Partien in der besten Liga der Welt (34 Tore und 28 Vorlagen). Er gilt als Angreifer mit gutem Schuss, der in den Ecken stark arbeitet. "Wir glauben, dass wir mit Forbes das fehlende Puzzleteil verpflichtet haben. Er geht dort hin, wo es weh tut und erinnert damit an Corbet", sagt Adler-Manager Marcus Kuhl.

      Der 29-jährige Robert Kantor lief schon für das "Who-is-who" der europäischen Eishockey-Szene auf: IFK Helsinki, Dynamo Moskau, AK Bars Kazan und Tappara Tampere zählten zu seinen Arbeitgebern. "Nach dem Trainingslager in Garmisch wissen wir, woran wir bei ihm sind. Die Jungs stehen zwei Mal am Tag für je zwei Stunden auf dem Eis - dann sehen wir, wie Kantor in der Mannschaft ankommt", betont Kuhl und fügt an: "Er kann ein ganz schönes Hämmerchen aus dem Arm zaubern." cr

      Quelle: Mannheimer Morgen 11. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Retzer erster Adler-Pechvogel

      "Skills Competition" und Testspiel in Mannheim

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Hiobsbotschaft für die Adler Mannheim: Beim Testspiel gegen die Zürich Lions (2:5) verletzte sich Verteidiger Stephan Retzer am Syndesmoseband im rechten Sprunggelenk. Schon am Montag kommt der 29-Jährige unters Messer, nach eigenen Angaben fällt er schlimmstenfalls zehn Wochen aus. "Erst nachdem mir die Ärzte unter Narkose ein Kontrastmittel ins Gelenk gespritzt haben, lässt sich die genaue Diagnose stellen", sagte Retzer.

      Bereits im ersten Drittel gegen Zürich war für den Abwehrspieler Schluss. Als die Adler gestern im zweiten Testspiel ihrer Schweiz-Reise gegen die Kloten Flyers aufliefen (6:4 für Mannheim; Tore: Bouchard (2), Girard, Arendt, Methot, Riddle), drückte Retzer von Mannheim aus die Daumen. Die Geschichte, wie er sich die üble Verletzung zuzog, ist nichts für Zartbesaitete: "Ich habe einen Check abbekommen und bin gegen die Bande geprallt. Als ich wieder aufstehen wollte, hat sich mein rechtes Bein im Eis verhakt. Es hat ,knack' gemacht - und ich wusste sofort, dass was Schlimmeres passiert ist."

      Es gab aber auch gute Nachrichten aus dem Adler-Lager. Manager Marcus Kuhl ist es gelungen, die Zürich Lions zu einem Vorbereitungsspiel nach Mannheim zu lotsen. Die Revanche für die 2:5-Niederlage steigt am 23. August (19.30 Uhr) in der SAP Arena. Besitzer einer Dauerkarte haben freien Eintritt, Sitzplätze im Oberrang kosten zehn Euro, im Unterrang sieben Euro, Stehplätze gibt's für fünf Euro.

      Vor diesem Test vor heimischem Publikum bieten die Mannheimer ihren Fans morgen (10 Uhr) einen Leckerbissen. Zum ersten Mal veranstalten sie eine so genannte "Skills Competition". Alle Adler messen in verschiedenen Disziplinen ihre Kräfte. So werden beispielsweise der schnellste Skater und der Kraftprotz mit dem härtesten Schlagschuss gekürt. Noch nicht mit von der Partie sind Neuzugang Colin Forbes und Probespieler Robert Kantor, die erst am Montag zum Team stoßen.

      Quelle: Mannheimer Morgen 12. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Robinson zertrümmert das Plexiglas

      Bei der "Skills Competition" der Adler ist die Bande erstes Opfer des Stürmers

      Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

      Der Mann braucht einen Waffenschein - schnell. Denn Nathan Robinsons Schlagschuss ist eine Gefahr für die Allgemeinheit. Daran gibt es seit der "Skills Competition" der Adler Mannheim in der ausverkauften Nebenhalle der SAP Arena - einige der 1200 Fans standen schon um 8 Uhr an - keinen Zweifel mehr. Der 24-Jährige beantwortet mit seinem 149 km/h-Hammer eindrucksvoll die Frage, wer bei den Blau-Weiß-Roten den härtesten Bums hat. Doch damit nicht genug, bringt er es nun auch in der Rangliste der gefährlichsten Männer Mannheims auf Anhieb an die Spitze.

      Denn einer seiner drei Versuche verfehlt das Netz, zischt über das Tor - und zertrümmert die eigentlich bruchsichere Plexiglas-Scheibe. Noch einige Stunden danach reibt sich Augenzeuge Marcus Kuhl verwundert die Augen: "Die Bande soll so sicher sein wie Panzerglas, aber das interessiert Robinson anscheinend nicht. Wenn ich nicht dabei gewesen wäre, würde ich's wahrscheinlich nicht glauben", betont der Manager, während der "Täter" ganz andere Probleme hat: "Das ist mir nicht zum ersten Mal passiert. Auf dem Eis haben die Jungs geflachst und gemeint, ich müsse für den Schaden aufkommen. Mal sehen, ob mir die Adler bei der nächsten Abrechnung etwas vom Gehalt abziehen", sagt Robinson und setzt sein breitestes Grinsen auf.

      Der siebenfache NHL-Stürmer, der in der vergangenen Saison zwei Mal für die Boston Bruins in der nordamerikanischen Profiliga aufgelaufen war, hat zurzeit viele Gründe zum Lachen. Nicht zuletzt, weil er nach den sieben Disziplinen der "Skills Competition" (30-Meter-Sprint aus dem Stand, härtester Schlagschuss, Torwand-Schießen, fliegender 25-Meter-Sprint, Slalom-Staffel, Torwart-Attacke, Penalty-Schießen) mit dem blauen Team die Weißen 21:18 schlug. "Es ist cool, dass die Verlierer ein Kabinenfest bezahlen müssen und mein Geldbeutel verschont bleibt. Sonst hätte ich am Ende des Monats vielleicht gar nichts mehr."

      Probleme ganz anderer Natur plagen Sturmpartner Tomas Martinec. Wie Verteidiger Stephan Retzer, der heute am rechten Sprunggelenk operiert wird, ist er gestern zum Zuschauen verdammt. "Beim Test gegen die Kloten Flyers (6:4) habe ich in der vierten Minute einen mächtigen Schuss abbekommen. Ich kann kaum laufen", sagt er und deutet auf seinen rechten Oberschenkel, der in allen Farben leuchtet. "In zwei, drei Tagen geht es aber wieder. Obwohl ich heute mein weißes Team natürlich gerne zum Sieg geführt hätte, falle ich lieber jetzt aus als dann, wenn es um Punkte geht."

      Das sieht auch Trainer Greg Poss so, der aus den Tests folgende Erkenntnisse zieht: "Wir müssen unser Unterzahl-Spiel und das Abwehr-Verhalten verbessern." Ein großes Lob verteilt er an Angreifer Marcus Kink, der nach Retzers Verletzung in die Defensive rückte: "Er hat seine Sache toll gemacht, deswegen wird er fürs erste hinten bleiben. Auch bei den Kölner Haien hat er schon als Verteidiger gespielt."

      Die Besten in den Individual-Disziplinen (offizielles Ergebnis): 30-Meter-Sprint aus dem Stand: 1. Troy Riddle (4,07 sec.), 2. Nathan Robinson (4,08), 3. Eduard Lewandowski (4,10). - Fliegender 25-Meter-Sprint: 1. Troy Riddle (2,45), 2. Nathan Robinson (2,50), 3. Fabio Carciola und Marcus Kink (beide 2,53). - Härtester Schlagschuss: 1. Nathan Robinson (149 km/h), 2. Felix Petermann (143), 3. François Bouchard (142). - Torwand-Schießen: 1. François Methot (vier Treffer bei fünf Versuchen), 2. Ronny Arendt und Benedikt Kohl (beide 4/6).

      Quelle: Mannheimer Morgen 14. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Doppeltes Heimspiel in der SAP Arena

      Adler heute gegen Zürich Lions mit Trainer Harold Kreis und Topscorer Jan Alston

      Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

      Harold Kreis ist mächtig gespannt. "Ich habe die SAP Arena noch nie gesehen und bin sehr neugierig. Auch meine Jungs werden große Augen machen, wenn sie die Halle sehen. Wir freuen uns drauf, dort gegen die Adler zu spielen", freut sich der 47-Jährige auf das heutige Testspiel (19.30 Uhr) seiner Löwen vom ZSC Zürich.

      Kreis hat sich mit seinen Leistungen als Verteidiger und Co-Trainer bei den Kurpfälzern unsterblich gemacht. Er feierte zwei Meistertitel und seine Rückennummer 3 wird bei den Blau-Weiß-Roten aus Achtung für seine großen Verdienste nicht mehr vergeben. Nachdem ein erstes Testspiel in Zürich gegen die Adler mit 5:2 für die Eidgenossen endete, ist Kreis davon überzeugt, "dass Mannheim vor den eigenen Fans ganz anders auftreten wird. Die Partie wird für beide Teams interessant werden". Der Cheftrainer der Lions will seinerseits die Möglichkeit nutzen, "gegen eine uns unbekannte Mannschaft Sachen auszuprobieren, die Kräfte zu messen und aufzuspüren, wo es noch klemmt".

      Kreis hat einige Parallelen der Traditionsvereine ausgemacht. "Für beide war es eine enttäuschende Saison 2005/06. Wir wollen jetzt mit Elan und Begeisterung starten. Allerdings lastet viel Druck auf den Spielern, vor allem weil es im Vorbereitungsspiel im finnischen Lahti eine recht hohe Niederlage gab. Aber wir müssen nach vorn schauen", hat der Trainer das 0:9 längst abgehakt. "Und meine Meistereuphorie", Kreis stieg während der Viertelfinalserie zum Chefcoach des HC Lugano auf und holte den Titel, "nutzt da nichts. Wir fangen bei Null an".

      Viele Emotionen werden auch bei einem anderen Löwen im Spiel sein. Top-Torjäger Jan Alston hatte vor fünf Jahren Tränen in den Augen, als er von den Adler-Anhängern bei der Meisterfeier Richtung Schweiz verabschiedet wurde. "Mit Jan habe ich noch gar nicht viel darüber gesprochen. Er hatte eine gute Zeit in Mannheim. Die Fans sind sehr treu gegenüber Spielern, die immer alles für die Mannschaft geben - und Jan ist so ein Spieler." Davon können sich die Eishockey-Begeisterten heute in der SAP Arena überzeugen.

      Quelle: Mannheimer Morgen 23. August 2006
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    • Presse Saison 2006/2007

      Adler verlieren Test gegen Zürich

      Beim 3:4 nach Penaltyschießen noch Luft nach oben

      Im einzigen Testspiel vor der kommenden DEL-Saison kamen die Mannheimer Adler vor heimischem Publikum nur langsam in die Gänge. Nach regulärer Spielzeit stand es gegen den ZSC Zürich Lions 3:3 (2:2, 1:1, 0:0). Im Penaltyschießen gewannen die Gäste aus der Schweiz. Pechvogel des Abends war Frank Awizus. Der Schiedsrichter stieß kurz vor der zweiten Drittelpause mit Adler-Stürmer Tomas Martinec zusammen und musste mit Verdacht auf einen Bänderriss vom Eis.

      Doch bereits vor der dadurch bedingten Zwangspause wurde deutlich: Bis zum Saisonstart am 8. September in der SAP Arena gegen den Erzrivalen Frankfurt muss an der Abstimmung bei den Kurpfälzern noch gefeilt werden. Stets mussten die Mannheimer einem Rückstand hinterherlaufen. Stoffel und Alston legten für die Lions vor, ehe Methot und Martinec jeweils in Überzahl für den Ausgleich sorgten. Mit einem Treffer aus dem Lehrbuch sorgte McTavish für die erneute Führung, doch Bouchard ließ die Adler-Fans erneut hoffen. Erst kurz vor Ende der regulären Spielzeit drehte Mannheim noch einmal auf: Butenschön hätte zum Held werden können, doch er scheiterte freistehend an Sulander. Nach torloser Verlängerung war es McTavish der den entscheidenden Penalty versenkte.

      Nicht dabei war Troy Riddle. Und das, obwohl der sprintstarke Stürmer bis Ende August von den Adlern auf Herz und Nieren geprüft werden soll. Gefeiert wurden dagegen zwei alte Bekannte: Topscorer Jan Alston, bis 2001 bei den Blau-Weiß-Roten, und Trainer Harold Kreis, der als MERC-Idol große Erfolge feierte. jako

      Mannheim - Zürich 3:4 n. P. (2:2, 1:1, 0:0, 0:0)

      Die Adler: Müller - Bouchard, Ancicka; Butenschön, Trepanier; Fischer, Pyka; Petermann, Kink - Robinson, Martinec, Methot, Ullmann, Jaspers, Lewandowski; Arendt, Corbet, Forbes; Girard, Blank, Carciola.

      Tore: 0:1 Stoffel (6:15), 0:2 Alston (9:17), 1:2 Methot (11:41), 2:2 Martinec (15:13), 2:3 McTavish (21:05), 3:3 Bouchard (24:19), McTavish. - Schiedsrichter: Awizus (Berlin). - Zuschauer: 9975. - Strafminuten: Mannheim 24 - Zürich 22.

      Quelle: [email=www.mannheimer-morgen.de]Mannheimer Morgen[/email] 24. August 2006
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