[12.Spieltag 17/18] Eintracht Trier - Hertha Wiesbach 1:1 (0:1)

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    • [12.Spieltag 17/18] Eintracht Trier - Hertha Wiesbach 1:1 (0:1)

      Wiesbach-Duell läutet „Hammer-Oktober“ ein
      Der Oktober hat es in sich für Eintracht Trier. Nach Gang treffen die Blau-Schwarz-Weißen dort auf die Top-Teams der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Den Anfang macht am Samstag das Duell mit dem Tabellendritten Hertha Wiesbach, der nach vier Siegen in Serie mit breiter Brust in die älteste Stadt Deutschlands reist. Doch auch der SVE muss sich im heimischen Moselstadion nicht verstecken und peilt gegen den Tabellennachbarn den nächsten „Dreier“ an.

      Nach dem guten Start in die Spielzeit 2017/2018 geht es für Eintracht Trier nun in die erste richtig heiße Phase der laufenden Oberliga-Saison. In den kommenden dreieinhalb Wochen trifft die Elf von Cheftrainer Daniel Paulus auf nahezu alle direkten Konkurrenten um die Spitzenplätze. Den Anfang macht am Samstag das Duell mit dem direkten Tabellennachbarn FC Hertha Wiesbach. Die Saarländer befinden sich in hervorragender Form, konnten ihre letzten vier Partien in der Liga allesamt gewinnen. In der englischen Woche siegte die Hertha daheim gegen die TSG Pfeddersheim satt mit 4:0. Zweifacher Torschütze dabei: Björn Recktenwald. Der 24-jährige Angreifer zählt laut Eintracht-Coach Paulus zu den „absoluten Top-Stürmern“ in der Oberliga. Die 54 Treffer, die Recktenwald in den vergangenen knapp zweieinhalb Jahren erzielte, bestätigen diesen Eindruck. Aber auch die restlichen Akteure im Kader des Tabellendritten haben es in sich, wie Paulus betont: „Die haben eine gewachsene Mannschaft, die über die Jahre punktuell verstärkt werden konnte. Sie haben auch die Qualität und den Willen selbst Fußball zu spielen und nicht nur zu lauern. Ich rechne mit einem Spiel auf Augenhöhe, wo am Ende Kleinigkeiten entscheidend sein werden. Wer weniger Fehler macht, gewinnt das Spiel“
      Fehler hat Eintracht Trier in den vergangenen Wochen insbesondere im Defensivverbund deutlich weniger gemacht, als noch zu Saisonbeginn. In den letzten vier Partien hielt sich die Hintermannschaft des SVE schadlos und kassierte weder gegen Pfeddersheim, noch zuvor gegen Mechtersheim, in Gonsenheim oder gegen Karbach einen Gegentreffer.

      Auch Trainer Paulus ist mit dem Fortschritt seiner Mannschaft deshalb durchaus zufrieden: „Wir haben in den vergangenen Wochen einen guten Grundstein gelegt für diese Top-Spiele, die da jetzt kommen. So können wir relativ entspannt in die Partien gehen. Es ist wichtig, dass wir nicht zu angespannt sind und uns darauf freuen, diese Spiele zu bestreiten.“ Doch nicht alle Akteure stehen dem Coach gegen Wiesbach zur Verfügung. Michael Dingels ist zwar wieder im Lauftraining, kann aber noch nicht wieder mit der Mannschaft Einheiten bestreiten. Für Meliani Saim und Alexander Biedermann kommt ein Einsatz wohl ebenfalls noch zu früh – eine endgültige Entscheidung soll nach dem morgigen Abschlusstraining fallen. Ein dickes Fragezeichen steht auch noch hinter Spielmacher Athanasios Noutsos. Der 32-Jährige laboriert weiterhin an einer Entzündung im Zehgelenk. „Ob er zum Einsatz kommen kann, steht noch in den Sternen“, erzählt Trainer Paulus. Trotz der Ausfälle ist die Marschroute für Eintracht Trier aber klar: Die weiße Weste soll im Moselstadion auch am Samstag halten. Anstoß der Partie zwischen dem SVE und Hertha Wiesbach ist um 14 Uhr.

      PM Eintracht Trier
    • Bei der Hertha läuft’s wie am Schnürchen

      Beim FC Hertha Wiesbach läuft es in der Fußball-Oberliga weiter wie am Schnürchen. Am vergangenen Samstag gewann Hertha im Auswärtsspiel beim TuS Mechtersheim mit 1:0. Am Dienstagabend ließ die Mannschaft einen beeindruckenden 4:0-Heimerfolg gegen die TSG Pfeddersheim folgen. Wiesbach hat damit acht seiner letzten neun Ligaspiele gewonnen und festigte in der Tabelle Rang drei. „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben in der Oberliga seit drei Spielen kein Gegentor bekommen. Dass wir zu dieser frühen Saisonphase schon 26 Punkte haben, ist eine starke Leistung“, lobte Hertha-Trainer Michael Petry. Am Samstag tritt Wiesbach zum Abschluss der englischen Woche um 14 Uhr beim Tabellenvierten Eintracht Trier an.

      Quelle: saarbruecker-zeitung.de/saarla…m-schnuerchen_aid-5368401


      Das komplette Spiel live:
      youtube.com/watch?v=K5GdxHRnJBE
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

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    • Später Punktgewinn rettet unglückliches Heimspiel
      Eintracht Trier hat sich im Heimspiel vom FC Hertha Wiesbach mit 1:1 – trotz bester Gelegenheiten und fast neunzigminütiger Überlegenheit wurde der Punktgewinn erst kurz vor Schluss eingefahren. Damit beginnt der SVE den „Hammer-Oktober“ mit einem Unentschieden. In der Tabelle bleiben die Moselstädter durch das Remis vorerst auf dem vierten Tabellenplatz.

      Cheftrainer Daniel Paulus startete mit zwei Veränderungen im Vergleich zum erfolgreichen Auswärtsauftritt vor Wochenfrist in Pfeddersheim: Georgios Lyras durfte wieder von Beginn an ran und der lange fragliche Einsatz von „Saki“ Noutsos bekam von der medizinischen Abteilung heute früh grünes Licht. Passen mussten somit Tim Garnier, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste sowie aus familiären Gründen Kevin Heinz. Auf der Gegenseite musste Wiesbachs Trainer Michael Petry kurzfristig verletzungsbedingt umstellen: auf dem Spielberichtsbogen tauchte Björn Recktenwald noch auf, zum Einsatz kam jedoch Samed Karatas. Recktenwald plagten Leistenprobleme. Wiesbach zeigte sich von Beginn an in der Verteidigung variabel: im eigenen Ballbesitz wurde die Abwehrreihe gelockert, während Ballbesitz des SVE standen fünf Mann kompakt im Raum und machten der Eintracht das Leben schwer. So war es folgerichtig, dass die einzige gefährliche Offensivaktion in der Anfangsphase aus einem Fernschuss resultierte: Jan Brandscheid legte per Kopf auf Dominik Kinscher ab, dessen Versuch jedoch am von Julian Wamsbach gehüteten Tor der Wiesbacher vorbeizog. Ganz anders dann nach einer knappen Viertelstunde: eine Noutsos-Freistoßflanke von der rechten Seite fand den Kopf vom aufgerückten Abwehrchef Josef Cinar, dessen Ball sich an die Unterkante der Latte senkte – Pech für die Eintracht, die bis dahin die Partie gut im Griff hatte. Doch wie so oft im Fußball folgte nur Momente später die kalte Dusche: Freistoß Wiesbach von der rechten Außenbahn mit Schnitt zum Tor, der Ball wird lang und länger – und senkt sich in die lange Ecke. Das 0:1 durch Maurice Urnau, gleichbedeutend mit der ersten Offensivaktion der Gäste (14.).

      Die Partie nahm sich nun eine kurze Auszeit. Wiesbach beschränkte sich in der Offensive auf das Nötigste und ließ die Eintracht kommen – Folge der Defensivstärke der Gäste aus dem Saarland, die nach wie vor einer guten Grundordnung in der eigenen Abwehr folgten und flüssige Kombinationen auf Seiten des SVE frühzeitig unterbinden konnten. Viel Luft zum Atmen blieb im Aufbauspiel nicht – und so dauerte es wieder eine gute Viertelstunde, bis erneut Dominik Kinscher von der Strafraumgrenze abzog, dieses Mal jedoch mit einem satten Strahl nur den Innenpfosten traf (31.) – erneut Riesen-Glück für die Gäste, die nur Sekunden später erneut durchschnaufen mussten, als Saki Noutsos nach einer schönen Kombination auf der linken Angriffsseite über Georgios Lyras aus elf Metern halblinks vom Tor verzog. Gleiches Bild nach weiteren fünf Minuten: Lyras auf Kinscher- drüber! Der Ausgleich, er wäre zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient gewesen. Der 0:1-Pausenstand aus Gäste-Sicht war mehr als nur schmeichelhaft. An dieser Analyse konnte auch eine Riesenchance vom Torschützen zum 0:1, Maurice Urnau, nichts ändern – er scheiterte freistehend an Eintracht-Keeper Popescu, der sein Team vor Schlimmerem bewahrte (42.). Ein potentielles 0:2 hätte jedoch den Verlauf der ersten 45 Minuten erst Recht ad absurdum geführt. Keine Wechsel zur Pause – und so entwickelte sich das gewohnte Bild zunächst fort, bis in der 55. Minute dieses Mal die Eintracht das Glück auf ihrer Seite hatte: ein Laufduell zwischen Urnau und Diefenbach entscheidet Letzterer zwar für sich, der als Rettungsaktion gedachte Ballkontakt entpuppt sich jedoch als brandgefährlicher Torschuss. Popescu wäre chancenlos gewesen, wenn der Ball nicht Zentimeter am linken Eck vorbeigehuscht wäre. Dennoch: der Gesamteindruck blieb. Die Eintracht konnte machen, was sie wollte – die Kugel wollte nicht über die Linie. So auch in der folgenden Szene: Kinscher setzt Jan Brandscheid in Aktion, Wamsbach rettet aber in höchster Not (61.).

      Paulus reagierte, brachte Tim Garnier für Godmer Mabouba und verstärkte damit noch mehr die Offensivambitionen der Eintracht, was folgerichtig jedoch auch mehr Räume für die Gäste offenbarte, die nun ihrerseits die Schlagzahl erhöhten, so wie bei einem Solo von Giovanni Runco mit nur noch knapp zwanzig Minuten auf der Uhr. Das Spiel wurde unruhiger, jede Schiedsrichterentscheidung wurde hüben wie drüben heftig hinterfragt –immer wieder hallten energische Pfiffe des Unparteiischen durch das weite Rund des Moselstadions, um die Spieler zur Raison zu zwingen. Doch der Spielfluss, er war dahin – was den Gästen in die Karten spielte und zehn Minuten vor dem Ende, abermals begünstigt durch eine Standardsituation, beinahe zur Entscheidung gekommen wären. Doch Tobias Zöllners Freistoß streicht nur knapp am linken Pfosten vorbei. Die Schlussphase: Die Eintracht bemüht, kämpfte sich immer wieder nach vorne – und als sich viele schon damit abgefunden hatten, dass die Partie unglücklich verloren werden würde, stand der eingewechselte Tim Garnier goldrichtig und verwandelte zum vielumjubelten 1:1 – der hochverdiente Ausgleich (84.) und Startsignal für die Schlussoffensive, die jedoch keinen weiteren Ertrag mehr brachte. Was der Punktgewinn wert ist, wird die Mannschaft von Cheftrainer Daniel Paulus schon bald wissen: es stehen die beiden Partien gegen die Top-Mannschaften aus Homburg und Pirmasens an.

      Eintracht Trier: Popescu – Maurer, Cinar, Fischer, Diefenbach – Lyras, Mabouba (65. Garnier), Noutsos, Bouzid – Kinscher (71. Sasso-Sant), Brandscheid

      Hertha Wiesbach: Wamsbach – Runco, Hinkelmann, Lück, Ogorodnik, Flätgen – Noll, Paulus (55. Zöllner), Veeck (90. Pelagi) – Karatas (78. Fink), Urnau

      Tore: 0:1 Urnau (14.), 1:1 Garnier (84.)

      Gelbe Karten: Kinscher, Cinar, Maurer / Paulus, Runco , Urnau

      Schiedsrichter: Joel Maurice Jung

      Zuschauer: 1.096

      PM Eintracht Trier