FC Memmingen - SV Wacker Burghausen 2:2 (1:1) [16.Spieltag - RL 17/18]

    • FC Memmingen - SV Wacker Burghausen 2:2 (1:1) [16.Spieltag - RL 17/18]

      Heimpremiere für Neu-Trainer Bernd Kunze gegen Burghausen
      Memmingen (ass). Der FC Memmingen steht vor einer so genannten „englischen Woche“. Am Freitag geht es im Regionalliga-Heimspiel (19.30 Uhr) gegen den SV Wacker Burghausen. Nächsten Dienstag geht es im BFV-Toto-Pokal-Viertelfinale zum Liga-Konkurrenten SV Seligenporten. Nach zwei Auswärtsspielen (ein Sieg, eine Niederlage) gibt Bernd Kunze gegen Burghausen als Trainer seine Heimpremiere und hofft auf den ersten Sieg in der Arena seit Ende Juli.

      Die Lage: Der Weg unten herauszukommen, wird für den FCM kein leichter sein. Gegen die meisten Teams, die mit unten drin hängen (Unterföhring, Eichstätt, Seligenporten, Pipinsried) wurde in der Hinrunde schon gespielt. Sie können also nicht in direkten Vergleich überholt oder auf Distanz gehalten werden. So muss der Tabellenvorletzte also gegen die anderen punkten, was eben aber auch die Konkurrenz immer wieder mal macht. So wird es – auch wenn es gut läuft – nur in kleinen Schritten aus dem Keller gehen. So wären die Memminger froh, wenn sie bis zur Winterpause über dem Strich stehen würden.

      Der Gegner: Der ehemalige Zweitligist SV Wacker Burghausen hat sich mit dieser Saison vom bisherigen Profitum verabschiedet. Trainer Uwe Wolf musste schon in der vergangenen Spielzeit vorzeitig gehen, weil es nicht lief. Mit der Amateurmannschaft und Patrick Mölzl funktioniert es heuer sportlich sogar besser. Bis auf den sechsten Platz hat sich die Wacker-Elf vorgearbeitet. Ein Glücksfall ist der aus Rosenheim gekommene Sascha Marinkovic, der mit zehn Treffern die Torjägerliste anführt. Er hat auch beim 3:1 Heimsieg über die SpVgg Bayreuth getroffen, live übertragen im Bayerischen Fernsehen. Die Wacker-Anhänger sind den neuen Weg bislang noch nicht so richtig mitgegangen, der Zuschauerschnitt sank um rund 200 Fans. Das Gastspiel von 1860 München im November wird den Schnitt aber deutlich aufbessern. Hier sind schon 6.500 Karten verkauft.

      Das FCM-Personal: Die Verteidigung muss erneut umgebaut werden. David Anzenhofer ist nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Seinen Platz in der Innenverteidigung wird René Schröder übernehmen. Die Kranken Pascal Maier und Fabio Zeche (Tor) stehen wieder zur Verfügung, auch bei Tim Buchmann sollte es langsam wieder gehen.

      Die bisherigen Vergleiche: An das Auftaktspiel in der Vorsaison hat der FCM gute Erinnerungen. Der 3:0 Sieg löste eine kleine Euphorie aus. Das Rückspiel in Burghausen wurde mit 0:1 verloren. Die Gesamtbilanz zwischen beiden Vereinen ist in bislang 17 Vergleichen mit jeweils fünf Siegen und Niederlagen bei sieben Unentschieden seit den 1970iger Jahren ausgeglichen.

      Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

      Tor: Martin Gruber – Abwehr: Daniel Zweckbronner, Sebastian Schmeiser, Renè Schröder, Fabian Lutz – Mittelfeld: Amar Cekic, Stefan Heger, Marco Schad, Furkan Kircicek – Angriff: Fabian Krogerl, Muriz Salemovic

      Auswechselspieler: Philipp Boyer, Pascal Maier, Andreas Fülla, Lukas Rietzler, Tim Buchmann, Simon Ollert, Jamey Hayse, Fabio Zeche (Tor)

      Schiedsrichter: Michael Bacher (SV Amerang); Assistenten: Paul Birkmeier (Rohrenfels), Sebastian Deak (Rain)

      PM FC Memmingen
    • FC Memmingen – SV Wacker Burghausen 2:2 (1:1)
      Memmingen (ass). Gerackert, gekämpft, alles gegeben. Und dennoch musste der FC Memmingen im Regionalliga-Heimspiel gegen den SV Wacker Burghausenvor 813 Zuschauern mit einem 2:2 (1:1) Unentschieden zufrieden sein. Bei der Heimpremiere von Trainer Bernd Kunze fiel nämlich der hochverdiente Ausgleichstreffer durch Daniel Zweckbronner erst in der Nachspielzeit. Auch wenn es beim ersten Blick auf die Mannschaftsaufstellung nicht nach der großen Veränderung aussah, überraschte der FCMdoch mit einem anderen Spielsystem. Beim 4-3-3 war natürlich ein gewisses Risiko dabei, im Prinzip mit drei Stürmern anzutreten. Aber es war das Überraschungsmoment für die Gäste, die nach eigener Aussage von SVW-Trainer Patrick Mölzl die bisherige Spielweisedes Gegners in und auswendig kannten. Kunze haderte hinterher ein wenig mit sich, nicht noch seine weiteren Überlegungen gleich auf den Platz gebracht zu haben. So kam in der zweiten Halbzeit Lukas Rietzler für die Gelb-Belasteten Renè Schröder in die Innenverteidigung.David Anzenhofer hatte hier Gelb-Rot-gesperrt passen müssen. Tim Buchmann ersetzte Stefan Heger (Bänderverletzung) in der Mittelfeldzentrale tadellos. Die erste Hälfte war ausgeglichen, die Gästeführung dennoch nicht unbedingt zu erwarten gewesen. In der 20 Minute ließ MariuszDuhnke FCM-Torhüter Martin Gruber aussteigen, der Ball trudelte ins Netz – ein Memminger Abwehrspieler hätte das 0:1 noch verhindern können, rutschte aber auf der Linie aus. Fünf Minuten später wieder Gleichstand nachdem Muriz Salemovic einen Foulelfmeter imNachschuss verwandelte. Zweckbronner war mit Antritt bis in den Strafraum gekommen und unsanft von Burghausens Tobias Janietz gerempelt worden. Drittliga-Schiedsrichter Michael Bacher, der erst vor sechs Wochen nicht unumstritten beim 0:2 gegen Eichstätt inMemmingen gepfiffen hatte, zeigte sofort auf den Punkt.

      In der zweiten Hälfte spielte sich das Geschehen gefühlte 40 Minuten in der Gästehälfte ab. Der FCM war am Drücker. FabianKrogler hätte freistehend nach einem Rückpass des durchgetankten Fabian Lutz eigentlich vorlegen können. Auch wenn der Ball ein wenig versprang, „ich hätte das 2:1 machen müssen“, räumte der Erkheimer ein. Die einzige wirkliche Torchance für Burghausen in Hälftezwei stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Rietzler blockte einen Schuss von Duhnke, der dennoch zum Abschluss kam, Gruber parierte – und zur Verwunderung pfiff der Unparteiische Strafstoß. „Diesen Elfer muss man nicht geben“, kritisierte Kunze. Gruber hattegegen Sascha Marinkovic die Ecke, den Ball aber nicht sicher und der SVW-Stürmer staubte zum 1:2 ab (74.). Sollte es wieder für die Memminger nach hinten losgehen? Nein, weil die Mannschaft bis zum Schluss fightete. Jamey Hayse hatte den erneuten Ausgleichschon in der 85. Minute mit einem Fernschuss auf den Schlappen. In der Nachspielzeit drückte schließlich Zweckbronner einen Kopfball zum umjubelten 2:2 über die Linie. Ein Punkt, der dem Tabellenvorletzten nicht viel weiterhilft, aber enorm wichtig für dieMoral ist. Gästetrainer Patrick Mölzl blieb anschließend der Pressekonferenz fern, weil er sich offenbar von einer Siegergeste seinesGegenübers beleidigt fühlte. Aber auch Mölzl war während der Partie kein Kind von Traurigkeit, forderte an der Linie wenig Gentlemenlike immer wieder Karten gegen die Memminger. Insgesamt verhängte Bacher in der umkämpften Partie davon acht.

      Der FCM tritt am Dienstag (19 Uhr) im BFV-Toto-Pokal-Viertelfinale beim SV Seligenporten an. Ob Zweckbronner, der angeschlagenaus dem Burghausen-Spiel ging, mitwirken kann ist noch offen. Nächsten Samstag in Buchbach wird er nach seiner fünften Gelben Karte auf jeden Fall gesperrt fehlen.

      FC Memmingen: Gruber - Zweckbronner, Schmeiser, Schröder (46. Rietzler), Lutz - Schad, Buchmann(78. Hayse), Cekic (81. Ollert) - Krogler,Salemovic, Kircicek. – Trainer: Kunze

      SV Wacker Burghausen: Flückinger - Schulz, Pichler, Buchner, Janietz - Popp (46. Bann), Hingerl,Subasic, Wächter - Marinkovic (84. Holek), Duhnke(90. + 2 Richter)

      Tore: 0:1 (20.) Duhnke, 1:1 (25.) Salemovic, 1:2 (74.) Marinkovic, 2:2 (90. + 3) Zweckbronner.

      Schiedsrichter: Bacher (Amerang)

      Gelbe Karten: Schröder, Cekic, Zweckbronner, Schad, Rietzler / Pichler, Wächter, Janietz

      Besondere Vorkommnisse: Flückiger (25./Burghausen) pariert Foulelfmeter gegen Salemovic, Gruber (74./Memmingen) pariert Foulelfmeter gegen Marinkovic. Beide Strafstoßschützenverwandeln im Nachschuss.

      Zuschauer: 813

      PM FC Memmingen

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