18.Spieltag 2017/18: TSV 1860 München - FC Memmingen 2:0 (2:0)

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    • 18.Spieltag 2017/18: TSV 1860 München - FC Memmingen 2:0 (2:0)

      FC Memmingen zum Rückrundenstart als Außenseiter zu den Löwen
      Memmingen (ass). Rückrundenstart in der Regionalliga Bayern: Vor der Winterpause sind noch fünf Partien angesetzt. Der FC Memmingen muss dabei allein dreimal gegen Topteams der Tabelle ran. Den Auftakt macht am Freitag (19 Uhr) vor voraussichtlich ausverkauftem Haus das Gastspiel beim Spitzenreiter und Herbstmeister TSV 1860 München.

      Die Lage: Mit einem 3:0 Erfolg am Reformationstag über die SpVgg Bayreuth haben sich die „Löwen“ die Halbzeitkrone aufgesetzt und sind nach dem Doppelabstieg im Sommer voll im Soll. Die Memminger sind mit dem Auswärtssieg in gleicher Höhe beim SV Schalding-Heining bis auf drei Punkte an einen Nicht-Abstiegsplatz herangekommen. Die Belastung durch die weitere „englische Woche“ ist groß, zumal auch das zweite Auswärtsspiel hintereinander ansteht. Der FCM ist nur krasser Außenseiter, will sich aber nicht verstecken. „Ich bin kein Freund des Sich-ein-Igels“, will Trainer Bernd Kunze nach Möglichkeit nicht nur sicher stehen, sondern auch Chancen suchen, „wenn wir für eine Überraschung sorgen wollen, müssen wir mindestens ein Tor erzielen. Nur ein 0:0 zu halten ist unmöglich“.

      Der Gegner: Kultclub 1860 steht auch in der vierten Liga so im Faninteresse und Medienfokus, als würde immer noch Bundesliga gespielt. Täglich gibt es Storys über die „Löwen“ in den Münchner Gazetten. Der leidensfähige Anhang ist treu. Die Heimspiele sind mit 12.500 Zuschauern im Grünwalder Stadion nahezu immer ausverkauft, außer die Gästeblöcke sind nicht voll belegt. Auch bei den Gegnern sorgen die Sechziger für volle Stadien. Trainer Daniel Bierofka leistet ganze Arbeit und lässt sich auch von kleinen Rückschlägen in einem weiter unruhigen Umfeld nicht von seinem Kurs abbringen. Er hat es geschafft aus einigen ausgebufften Profis wie beispielsweise Sascha Mölders und Markus Ziereis, dem verbliebenen Stamm der vormals zweiten Mannschaften und ein paar Jungspunden eine Truppe zu formen, die das Zeug für eine souveräne Meisterschaft hat. Mit dem Ex-Memminger Timo Gebhart (Muskelbündelriss) fällt jedoch der Leitlöwe wie auch Nicolas Andermatt bis zur Winterpause verletzt aus. Gegen den FCM fehlt auch Rotsünder Nicolas Helmbrecht.

      Das FCM-Personal: Beim Spiel im Grünwalder Stadion will natürlich jeder Memminger im Kader stehen. -Wer genau das sein wird, entscheidet Trainer Bernd Kunze am Donnerstag nach dem Abschlusstraining. Tim Buchmann dürfte nach seiner Gelb-Sperre wieder dazugehören. Ansonsten dürfte die Besetzung ähnlich wie zuletzt in Passau sein. „Hier standen am Ende sechs Spieler unter 21 Jahren auf dem Platz, mehrheitlich aus dem eigenen Nachwuchs“, gibt Kunze der Jugend eine Chance.
      Das Hinspiel: Mit 1:4 musste sich der FC Memmingen im offiziellen Regionalliga-Eröffnungsspiel im Sommer - etwas zu hoch - geschlagen geben. 5.000 Zuschauer sorgten für eine ausverkaufte Arena, die Fernseh-Liveübertragung und das Vorprogramm für einen tollen Rahmen. Nach dem ganzen Hype rund um das „Spiel des Jahres“ gleich zu Beginn kam der FCM anschließend sportlich nicht in Schwung.

      Information: Nur rund 180 Karten aus dem 500er-Gästekontingent gingen in Memmingen weg. Deshalb wird zwei Stunden vor Anpfiff am Grünwalder Stadion eine Gästekasse für die restlichen Sitz- und Stehplätze geöffnet. Für den Heimbereich waren am Donnerstagmittag nur noch Restkarten erhältlich. 1860 weist darauf hin, dass erkennbare Löwenfans keinen Zutritt in die Gästeblöcke haben. Der FCM-Fanbus hat noch Plätze frei. Kurzfristige Anmeldungen sind unter Telefon (0 175) 5 93 11 21 möglich. Eintrittskarten müssen aber selbst besorgt werden. Für PKW-Selbstfahrer besteht direkt am Stadion in München keine Parkmöglichkeit. Es wird empfohlen die Park&Ride-Parkplätze zu nutzen und mit der U1 (Wettersteinplatz) zum Stadion zu kommen. Begrenzt aufnahmefähig ist die Tiefgarage Mangfallplatz, nur eine U-Bahn-Station vom „Grünwalder“ entfernt.

      Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

      Tor: Martin Gruber – Abwehr: Aniel Zweckbronner, Sebastian Schmeiser, David Anzenhofer, Fabian Lutz – Mittelfeld: Fabian Krogler, Stefan Heger, Lukas Rietzler, Furkan Kircicek – Angriff: Muriz Salemovic, Jamey Hayse

      Auswechselspieler: Philipp Boyer, Pascal Maier, Renè Schröder, Tim Buchmann, Roland Wohnlich, Michael Heilig, Amar Cekic, Fabio Zeche (Tor)

      Schiedsrichter: Thomas Berg (Landshut); Assistenten: Jürgen Steckermeier, Florian Garr.

      PM FC Memmingen
    • Läuft doch alles für die Löwen.

      Liveticker:
      fupa.net/spielberichte/tsv-186…fc-memmingen-5101660.html

      TSV 1860 München - FC Memmingen 2:0 (2:0)
      1:0 Nico Karger (32.)
      2:0 Felix Weber (35.)

      Zuschauer: 12.500
      "Man ist nicht zu betrunken, solange man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festzuhalten." (Finnisches Sprichwort)

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    • TSV 1860 München – FC Memmingen 2:0 (2:0)
      München (ass). Außer Stefan Heger, der 2011 vor 17.000 Zuschauern in Darmstadt dabei war, hatte noch keiner der Spieler des FC Memmingen eine so große Kulisse, wie am Freitagabend im Regionalliga-Gastspiel beim TSV 1860 München erlebt. Zum Rückrundenstart gab es vor 12.500 Zuschauern (darunter 250 FCM-Fans) eine 0:2 (0:2) Niederlage, weil der Tabellenführer in der ersten Halbzeit einen Doppelschlag setzen konnte. Es hätte aber auch anders laufen können.

      Ein imposante Fan-Choreographie in der Westkurve mit grün-goldenem Glitter samt Feuerwerk zu Beginn und ohrenbetäubende Anfeuerung im ausverkauften Grünwalder Stadion können einem schon Respekt einflößen. Das hat dazu beigetragen, dass gerade die jungen FCM-Spieler anfangs „vielleicht schon ein bisschen die Hosen voll hatten“, wie es Trainer Bernd Kunze ausdrückte. Was sich im zweiten Durchgang aber vollständig ändern sollte. Hier waren die Memminger dem Herbstmeister optisch überlegen, es fehlte aber ein Knipser, um den Anschlusstreffer zu erzielen. “Memmingen hat es gut gemacht, gerade in der zweiten Halbzeit. Es hätte auch anders ausgehen können, zumal wir die Konter nicht gut ausgespielt haben“, freute sich Nico Karger über das Führungstor der Sechziger (32. Minute) und seinen zehnten Saisontreffer, war mit dem Spiel seiner Blau-Weißen insgesamt aber unzufrieden. 1860-Kapitän Felix Weber hatte drei Minuten nach Karger gleich das 2:0 draufgelegt. Davon zehrte die Bierofka-Truppe, die den Rest des Spieles eher verwaltete, denn gestaltete.

      Mit beiden Gegentoren haderte Kunze, weil das eine nach einem Einwurf und das anderen nach einem Eckball gefallen war. Gerade auf das schnelle Umschaltspiel und die Standards der Sechziger hatte er seine Elf eingestellt: "Die erste Halbzeit ist genau so gelaufen, wie wir es nicht wollten.“ Weil der sonst treffsicherere, bullige Löwenstürmer Sascha Mölders an diesem Abend zum Chancentod avancierte, hielten die Memminger die Begegnung trotz des Zwei-Tore-Rückstandes offen. Gefällig ging es die zweiten 45 Minuten lang Richtung Löwen-Strafraum vor der Westkurve, immer wieder angetrieben von Muriz Salemovic. Die besten Möglichkeiten hatten Fabian Lutz, dessen Versuch TSV-Torhüter Hiller gerade noch ans Außennetz lenkte (59.) und der eingewechselte Amar Cekic per Freistoß (66. und 83.).

      Kunze gratulierte hinterher nicht nur zum Sieg, sondern auch schon mehr oder weniger zum ersten Platz, was seinem Gegenüber Daniel Bierofka überhaupt nicht schmeckte. „“Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit, dann wird’s schwierig, wenn wir vom Meistertitel reden wollen”. 1860 spielte an diesem Abend nicht meisterlich, Memmingen nicht wie ein Abstiegskandidat – die Punkte blieben dennoch auf Giesings Höhen. Die Frage eines Journalisten, ob ihn wenigstens die Niederlage von Verfolger Ingolstadt II gegen Bayern II und der damit verbundene Acht-Punkte-Vorsprung tröste, beantwortete der 38-jährige Löwen-Dompteur grantig: „Wenn wir 2:0 gewinnen, braucht mich gar keiner trösten“. Die Erwartungshaltung in München ist eben ungeheuer groß. In Memmingen sind die Ziele bescheidener gesteckt. Bis zur Winterpause gilt es den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herzustellen – vier Punkte Rückstand sind es aktuell nach diesem Wochenende. Mit dem FV Illertissen kommt am Freitag (19 Uhr) der nächste schwere Brocken in die Arena. Lutz fehlt hier wegen seinen fünften Gelben Karte.

      TSV 1860 München: Hiller – Koussou (59. Weeger), Weber, Mauersberger, Steinhart – Wein, Berzel – Kindsvater (85. Köppel), Ziereis (78. Türk), Karger –Mölders

      FC Memmingen: Gruber – Zweckbronner, Schmeiser, Anzenhofer, Lutz – Buchmann (74. Maier), Heger, Rietzler (81. Hayse), Kircicek – Salemovic, Krogler (65. Cekivc)

      Tore: 1:0 (32.) Karger (32.), 2:0 (35.) Weber

      Schiedsrichter: Berg (Landshut)

      Gelbe Karten: Ziereis / Zweckbronner, Lutz. –Zuschauer: 12.500 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).